Latest / SchichtZulage - der persönliche VW-Podcast mit Mehrwert / SchichtZulage Spezial: Roadtrip in die Vergangenheit [Teil #2]
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- Das ist ja immer das Entscheidende. Unsere Vernetzung so ist das A und O, dass du auch Leute hast, die dir nachts um halb drei anrufen kannst und weißt, du kriegst zuverlässige Informationen und kein Bullshit. Wenn du vielleicht einmal einen Fehler in der Berichterstattung oder einen vermeintlichen Fehler in der Berichterstattung machst, dann wirst du dafür ungebührlich abgestraft. Und ich wäre der Letzte, der sagt, wenn ich einen Bock geschossen habe, also wenn ich einen Fehler gemacht habe, dass ich dafür nicht gerade stehe. Das, finde ich, gehört zu seriösem, wertebewussten Journalismus und das ist ein großes Wort, aber dazu stehe ich hundertprozentig. Journalismus ist eine Haltung, dahinter stehen Werte. Andreas Schweiger, Thomas Kruse, Schichtzulage, der persönliche VW-Podcast mit Mehrwert. Über Arbeit, Wandel und die Rolle eines Global Players. Ja, das ist im Grunde das alte Voicebook hier. Teilweise die Höfe hier, sehr schön, Lönzstraße. Ja, das finde ich wirklich schön. Und da gibt es ja auch intelligente Lösungen für den Wohnraum, dass man da die früher recht klein geschnittenen Wohnungen zusammengelegt hat. Und man wohnt hier super innenstadtnah, das ist toll. Wir gucken jetzt hier auf den Südkopf. Und das war ja früher eher so eine Art... Da stand nichts, oder? Naja, da stand das Hotel Noag. Das war so ein halbrund gezogenes Gebäude aus den Gründerjahren. Und das wurde dann später, war es das Jugendzentrum Mitte, glaube ich. Aber wir nannten das immer nur Noag. Und das war also auch so in den 70er Jahren. Die hohe Zeit der Jugendzentren. Die hohe Zeit der Jugendzentren, aber das war echt meine zweite Heimat, das Noag. Und hier, das Moonlight, das ist auch ein Überbleibsel. Das ist eine Nachtbar, war das mal. Aber ich weiß nicht, ob es das noch ist. Auf jeden Fall wollte die Stadt das Gebäude immer kaufen und es abreißen. Aber der hat so hoch gepokert, dass es nie dazu gekommen ist. Und deshalb gibt es dieses Etablissement immer noch. Ja, Moonlight gibt es ja schon auch seit ewigen Zeiten. Übrigens, da vorne schräg habe ich mein Stadtzimmerchen gehabt an der Porsche Straße. Hier oben, ja okay. Jetzt biegen wir gleich ab in die Siemensstraße. Kunst im öffentlichen Raum. Was hat die Grafe mit Wolfsburg zu tun? Man weiß es nicht. Künstler aus Braunschweig auf jeden Fall. Ja, Planetarium. War damals eine Riesennummer, als das kam. Darüber das Theater war auch eine Riesennummer. Ja, das Schaumtheater. Das war eine echte Fortschritte für die Stadt. Ein eigenes Theater, tolle Sache. Und dann so ein prominenter Architekt. Und eigentlich auch sehr schön da platziert, finde ich. Und hier übrigens die E-Mobility Station, die frühere Esso-Tankstelle, wo der Tiger in den Tank kam. Jetzt der Strom, aber so richtig los ist da auch nichts. Hat nicht so ganz geklappt mit der E-Wende bisher. Ist noch nicht in den Herzen angekommen. Ja, aber es wird ja. Ich bin mal gespannt jetzt durch die Entwicklung der Kraftstoffpreise, ob das nachhaltig zu einer Veränderung führt. Ich meine, das letzte Jahr und auch dieses Jahr, die lassen sich ja jetzt so unter dem Aspekt E-Mobilität eigentlich ganz gut an. Hier war übrigens auch mal ein Jugendzentrum, hier drüben an der Kirche hier am Schiller-Teich. So in den 70er, frühen 80er Jahren, späten 70er, früher 80er Jahren war dann, Bistro hieß das, Bistro am Schiller-Teich von der Kirche, ein kirchliches Jugendzentrum. Und ja, hier am Schiller-Teich habe ich ja einen Großteil meiner Kindheit und Jugend verbracht. Hier habe ich zwar nicht gewohnt, aber meine Großeltern waren hier und da war ich sehr, sehr oft nach der Schule. Jetzt fahren wir rechte Hand, das ist der Steimker Berg. Ja, da wohnt immer noch ein Freund von mir, viele Erinnerungen. Wo der Schillertag Center steht, hier linke Hand, Thomas, da war zu meiner Kindheit, gab es das noch nicht. Und da war ein altes Sägewerk, die sogenannte Schillermühle. Da steht auch immer noch ein Mühlstein. Und in der Schillermühle haben wir, die war, also heute würde man sagen Lost Place. Und da haben wir als Kinder drin gespielt und ich weiß, dass ich da noch einen alten Wehrmachtshelm gefunden habe im Spänebunker und jede Menge Werkzeug lag da noch rum. Und das war natürlich immer irre spannend, aber war natürlich auch strengstens verboten, dahin zu gehen, was es dann erst recht sexy gemacht hat. Wie ich dich kenne, hast du den Helm auch immer noch in deinem Keller neben deinem Aufstiegsfußball? Da habe ich mich dann doch nicht getraut, das mitzunehmen. Aber auch aus heutiger Sicht putze ich das im Spänebunker. Das war so ein Turm, dass da so ein Helm lag. Ja, das konnte man ja früher mit etwas Glück, konnte man ja in den 50er, 60er Jahren alle Hand Zeug finden. Ja, dieses Hochhaus, dieses Schiller-Hochhaus, auch eine interessante Konstruktion. Es spiegelt auch so den Geist. Da sollte ja noch mehr entstehen, mit Füßen im Schiller-Teich. Zum Glück nie gebaut worden. Da gab es Entwürfe. Das ist also ein Gebäude, das sich sozusagen über den Teiluferbereich des Schillerteichs erstreckt und dessen Füße, also Säulen, im Schillerteich stehen. Stell sich das mal heute vor, grausam. Ja, aber es spiegelt natürlich den architektonischen Zeitgeist auch so ein bisschen wider. Das ist so diese Bauweise, wie auch in Brasilia, der Hauptstadt Brasiliens. Da war vieles möglich, man hat vieles ausprobiert, dank Spannbeton und allem Möglichen. Hier übrigens das alte VfL-Stadion am Elsterweg. Wunderbare Erinnerungen, muss ich sagen, als der VfL noch wirklich ein familiärer Bundesligist war. Du hast ja ohnehin die allerbesten Erinnerungen an die frühe Zeit des VfL. Naja, man will es nicht verklären, aber... Doch, wir wollen das verklären. Natürlich, warum denn nicht? Das war schon auch schön. Auch die Drittliga-Zeiten waren schön, weil es eben so familiär war und so unaufgeregt war. Da sind wir fast schon wieder beim Lokaljournalismus, der ja eigentlich auch immer so als dritte Liga im Journalismus gilt bei vielen hochnäsigen Menschen. Das Gegenteil ist der Fall. Also das ist wirklich die Basis, aus der du aufsteigen kannst oder auch bleiben kannst und Freude haben kannst an deiner Arbeit. Aber du kannst immer auch aufsteigen, wenn du da journalistische Tugenden verinnerlicht hast. Dann kannst du, glaube ich, alles, was im Lokaljournalismus gut ist, ist auch im anderen übrigen Journalismus gut. Ja, und ich weiß von etlichen Kollegen, die bei überregionalen, großen Medien auch arbeiten, dass sie ganz selbstverständlich unsere Berichterstattung lesen. Sowohl deine als auch meine. Da gehört das zum festen Programm dazu. Also da sind wir auch Quelle. Ja, Wolfsburg ist ja Wolfsburger Lokaljournalismus, ist ja eigentlich wirklich zugleich auch immer ein bisschen großer Journalismus. Ob es jetzt der Sport ist oder eben das Unternehmen, das strahlt eben alles auch auf den Standort ab. Ja, genau. Und dann hast du ja als Journalist die Möglichkeit mitzuwachsen. Ich finde, was mich aber am meisten nervt, ist immer, wenn Mitwachsen mit Abheben verwechselt wird. Das mag ich überhaupt nicht. Gibt es ja leider immer noch so eine journalistische Hochnäsigkeit, Besserwisserei, da stehe ich überhaupt nicht drauf. Aber da muss ich sogar jetzt mal, du wirst dich wundern, eine Lanze für den heutigen Journalismus brechen. Wir mokieren uns ja auch beide oft darüber, was alles den Weg in die Kanäle findet, in unsere Kanäle. Aber man muss natürlich sagen, dass die Abbildung der Wirklichkeit ist natürlich heutzutage fast schon ein bisschen genauer. Ob man das alles gut findet oder nicht oder auch wertig und relevant, steht auf einem anderen Blatt Papier. Aber natürlich, das sehen wir ja heute. Heute ist ja alles eigentlich eine Geschichte geworden. Also die Neueröffnung einer Dönerbude, genauso wie Familiendramen, die vielleicht früher mit einer zweizeitigen Meldung abgehandelt worden wären. Also insofern ist der Journalismus schon ein bisschen vielseitiger in der Darbietungsform und auch vom Inhalt her geworden. Ja, Mensch, das ist jetzt der Weltkonzern Volkswagen. Viele Autos, der Parkplatz, die Südstraße ist zu sehen, das Verwaltungshochhaus ist zu sehen, 1959 gebaut, schlank, hoch, nüchtern. Aber unverwechselbar. Genau, prägnant. Da sind wir schon so manches Mal hingepilgert. Allerdings, ja. Wie ist das denn aus deiner Sicht, die Zusammenarbeit mit Volkswagen? Inwieweit hat sich das aus deiner Sicht in all den Jahren verändert? Ja, es ist ein bisschen unpergelt. Ich habe jetzt zufälligerweise nochmal ein privates Gespräch mit einem ehemaligen Unternehmenssprecher, auch im Hochrangigen gehabt. Den ich sehr schätze, der immer sehr, ich glaube, ich habe das auch schon mal erzählt, der immer sehr, sehr kritisch darauf geguckt hat, was wir so geschrieben haben. Aber das war eigentlich das, was ich vorhin gesagt habe. Du lernst eben nur, wenn du auch mal einen Fehler begehst. Und das ist auch verzeihlich, das muss auch verziehen werden. Und da ist wiederum heute eben die Gefahr, dass wenn du vielleicht einmal einen Fehler in der Berichterstattung oder einen vermeintlichen Fehler in der Berichterstattung machst, dann wirst du dafür ungebührlich abgestraft. Das ist für die Kolleginnen und Kollegen sicherlich eine Erfahrung, die sie negativ prägt. Das finde ich sehr, sehr schade. Das Verhältnis hat sich geändert. Es gibt eben auch viele Versuche der Kommunikation bei Volkswagen, die man intensiv betrieben hat und dann wieder abgebrochen hat. Volkswagen hat auch schon selbst, das ist so zehn Jahre, hat man sehr intensiv versucht, selbst Inhalte zur Verfügung zu stellen, damit die Journalisten gar nicht erst auf die Idee kommen, selbst noch irgendwas machen zu müssen. Und das hat man dann aber wieder, Gott sei Dank, sage ich, eingestellt, weil das ist ja letztendlich doch unser Job. Aber es gibt auf jeden Fall, und das wissen die Kolleginnen natürlich auch in den Kommunikationsstäben, dass es eigentlich unglaublich viele Begehrlichkeiten gibt, Interesse gibt, das sie auch nicht unterdrücken können. Sie müssen die Geschichten eigentlich auch zugänglich machen und vielleicht auch noch aktiver anbieten. Also das ist vielleicht etwas, was man sich wünschen dürfte da. Es gibt unglaublich viele Geschichten. Also ich meine, alleine im Internet von Volkswagen stehen Geschichten, die spannend sind. Auf welcher Straße fahren wir jetzt gleich? Auf der berühmten Heinrich-Norddorf-Straße. Ja, aber wir kreuzen sie. Sehr huckelig, da würde der Heinrich Norddorf sich im Grab, glaube ich, umdrehen. Wir kreuzen sie nur und kommen jetzt hier direkt in die Innenstadt. Thomas, wir waren gerade dabei, wie sich das verändert hat, die Zusammenarbeit mit Volkswagen. Du hast gesagt, es ist unpersönlicher geworden, es ist nachtragender geworden. Habe ich dich so richtig verstanden? Nee, nachtragender waren die Leute eigentlich früher, würde ich sagen. Heute nimmt man das schon eher so hin, weil man eben auch weiß, dass unglaublich viel Interesse besteht, dass unglaublich viele Medien dazugekommen sind, kommt ja auch dazu noch, und dass man da so ganz pingelig offenbar nicht mehr sein darf. Also da muss es dann schon schlimme Verfehlungen geben, die dann den persönlichen Rüffel nach sich ziehen oder die Ansprache, sagen wir es mal so. Aber ich persönlich, das ist ja immer so. Wir sagen ja auch ständig, früher war es irgendwie anders und so weiter. Du brauchst ja auch. Ich fand, früher war die Betreuung intensiver, um es mal positiv auszudrücken. Es gab eigentlich immer Standortsprecherinnen und Standortsprecher, die versucht haben, die Wünsche möglich zu machen, die man hat. Weil es ist ja eigentlich ein Rays Retriever-Komplex-Volkswagen, da kommst du ja nicht ohne weiteres irgendwo hin. Das muss alles geplant werden. Das ist heute alles ein bisschen dosierter, würde ich sagen. Ob das nun negativ ist oder entscheidend ist, dass man als Journalist seine eigenen Kontakte hat. Ins Werk und dann kann man auch schwere Zeiten überbrücken. Genau, das ist ja immer das Entscheidende. Unsere Vernetzung, so ist das A und O, dass du auch Leute hast, die dir nachts um halb drei anrufen kannst und weißt, du kriegst zuverlässige Informationen und kein Bullshit. Genau, das ist eben auch der positive Zwang einer täglich erscheinenden lokalen, sag ich jetzt mal VW-Seite, dass du natürlich irgendwas immer in der Schublade haben musst, um daraus irgendwas zu machen. Also Mangel an Geschichten herrscht eigentlich nicht, weil wir beschränken uns ja nicht auf den Tellerrand, sondern wir gucken uns natürlich auch die Standorte weltweit an, die ja auch spannend sind und wo viele Menschen hier aus der Stadt und aus der Region arbeiten. Für Volkswagen, also die Globalisierung hat da natürlich auch positive Folgen, was das Material der Berichterstattung anbelangt. Wir stehen jetzt hier in der Goethe-Straße an der Kreuzung zur Altdeutschen Bierstube, eine von Wolfsburgs absoluten Kultkneipen. Kneipe der ersten Stunde, würde ich mal sagen, wo sich ja am Abend vor Heiligabend auch alle Rückkehrer treffen, die zu ihren Familien kommen, die die Stadt verlassen haben und natürlich auch die hier gebliebenen treffen sich. Kommen jetzt hier rüber Richtung Christuskirche. Das kenne ich als Kind auch noch ganz anders. Da war hier vorne, konntest du gar nicht so durchfahren, das war hier vorne war eine Mauer und ein Parkplatz Und dahinter war zumindest keine rote Ampel wie jetzt wieder, sondern eine große Wiese am Föhrenkrug, wo ich als Kind noch sehr viel gespielt habe. Übrigens auch jetzt Vergangenheit der Föhrenkrug, ne? Auch eine Institution. Ja, aber auch eine Institution. Das ist übrigens das Rathaus rechter Hand hier, auch in 50er Jahren gebaut. Guck mal, da gibt es Pferdewurst, Menzel. Nein, nein, nein, die armen Tiere. Ja. Stimmt, ja, Pferdewurst. Auf jeden Fall alles wieder zurück jetzt hier übrigens, es wird jetzt, der Platz soll jetzt mit relativ hohem Aufwand wieder begrünt worden, soll eine Art parkt werden, also so ändern sich die Zeiten. Pocket Park heißt das in Braunschweig. Pocket Park heißt das, das heißt hier glaube ich auch so. Central Park würde auch passen. Ja, auf jeden Fall, ja, Bedeutung der Stadt angemessen. Genau, und dann war das hier, Entschuldigung, ganz kurzer Weg immer zum Haus meiner Großhälter. Wollte ich gerade sagen, das ist ja dein Heimatrevier. Ja, das ist hier so ein Stück Heimatrevier, genau. Ja, und wie gesagt, hier lief die Mauer, hier war ein kleiner Parkplatz und dann war hier doch sehr verkehrsberuhigtes Gelände, würde man heute sagen. Wir biegen gleich nochmal ab durch die, wie so ein Satellit, durch die Friedrich-Hebert-Straße und nehmen dann nochmal Anlauf, Beschleunigung auf, um dann die Stadt gleich zu verlassen. Aber wir fahren doch erst noch durch die Porsche-Straße. Ja, wir fahren da durch, kann man ja ein Stück dran vorbei. Oder unten rein, meinst du? Ja. Ja, das können wir machen. Hier vorne ist Schiller-Teich. Das war auch meine zweite Heimat, ganz oft. Übrigens klassischer Baustil hier, der 20er, 30er und auch der Nazi-Stadtgründung, man muss es ja so sagen, es ist ja so, aber dieser Gedanke von viel Grün und viel Luft, die Arbeiter und Arbeiterinnen sollten gesund sein, sollten gesund leben, für was die Arbeitskraft gebraucht wurde, das wissen wir im Nachhinein alle nur zu gut. Aber der Geist atmet natürlich hier in Wolfsburg. Na klar, genau. Hier in linker Hand ist die ehemalige Porsche Realschule, die ich besucht habe. Habe ich ja gesagt, ich habe dann später am Colleg mein Abi nachgemacht und war also hier natürlich dann auch sehr viel unterwegs. Hast du gesehen? Glaube ich, oder? Ja, um nochmal zurückzukommen zu unserem Thema von eben mit der Zusammenarbeit Volkswagen. Also aus meiner Sicht würde ich auch sagen, es ist so ein bisschen nüchterner geworden. Es ist nicht mehr so emotional, wie ich es noch früher kennengelernt habe. Aber emotional hieß nicht immer gut, weil es dann genug Diskussionen gab. Soll man das überhaupt berichten oder nicht? Genau, in denen es darum ging, warum man denn in der Anfrage ein Thema sieht und man erst mal in so einer ewigen Rechtfertigungsschleife war, das fand ich immer sehr nervig. Und es hat dann auch, also ich weiß, es gab eine Situation, da bin ich mal sehr, sehr scharf angegangen worden, aber nicht hier aus Wolfsburg, aus einem anderen Standort. Und das ist deutlich ruhiger geworden, kühler geworden. Ich würde sagen in gewisser Hinsicht professioneller geworden und das finde ich auch gut so. Also ich möchte mich da nicht mehr rechtfertigen. Jetzt ist hier Baustelle, was ist denn hier los? Also da kommt man nach Wolfsburg und da ist Baustelle. Ja, gibt es ja nicht. Aber ohnehin sind ja die Reaktionen unserer Kundschaft, sage ich jetzt mal verallgemeinernd, die sind ja sowieso das entscheidende Maß für uns. Und die fand ich auch immer wirklich, du hast ja auch genug erlebt, ja auch unsachliche und emotionale. Aber dennoch ist es natürlich das, was so ein bisschen auch das Salz in der Suppe unseres Berufes ist, dass man alles, was man schwarz auf weiß, verbreitet hat, natürlich auch wieder serviert bekommt. In Form von Kritik oder Zustimmung oder was auch immer. Ja, aber das finde ich okay. Das ist wunderbar. Und das direkte Rückspiegel empfinde ich auch sehr okay. Und ich wäre der Letzte, der sagt, wenn ich einen Bock geschossen habe, also wenn ich einen Fehler gemacht habe, dass ich dafür nicht gerade stehe. Das, finde ich, gehört zu seriösem, wertebewussten Journalismus. Und das ist ein großes Wort, aber dazu stehe ich hundertprozentig. Journalismus ist eine Haltung. Dahinter stehen Werte. Wir haben darüber gesprochen, kritische Distanz und so weiter. Insgesamt ist es halt ein sehr schwieriges Aufgabengebiet. Du musst bereit sein, auch Schläge einzustecken. Du musst auch bereit sein, Kritik aufzunehmen. Du musst es vielen Seiten recht machen. Und wenn sie berechtigt ist und konstruktiv, ist das total okay. So, was denn nun? Aber früher, Entschuldigung, wir sind jetzt hier am Nordkopf und das kenne ich ja noch, als der Kreisel hier war. Meiner Meinung nach hat das alles viel besser funktioniert. Der Riesenbahnhofskreisel geworden hier. Und hier ist es ja wahnsinnig. Übrigens kleiner Ausflug in die Zeitungsgeschichte. Unsere Redaktion befand sich auch schon hier in einem Hochhaus. Ist dann umgezogen, nachdem sie zuvor in der Kleiststraße war. Ja, ist dann umgezogen hier in die Porsche Straße und ist jetzt nochmal wieder umgezogen. Die Redaktion der Wolfsburger Nachrichten. Also auch räumliche Transformationen. Ja, genau. Das ist das Phäno, beeindruckende Architektur. Streiten sich die Geschmäcker, ob es schön ist oder ob es nur modern ist. Ach komm, ich da auch lang? Entschuldigung. Du kannst da langfahren. Ach so, das wusste ich jetzt nicht. Das wusste ich nicht. Das ist der sogenannte Nordkopf. Ja, okay, jetzt ist alles gut. Hier soll viel entstehen. Hier soll eigentlich ein völlig neues Quartier gebaut werden, aber eigentlich auch schon seit 15, 20 Jahren. Und man wartet halt noch, dass es jetzt in die Tat umgesetzt wird. Ich wollte gerade sagen, ob ich das in meinem Leben noch erlebe. Wir wollen optimistisch sein. Ja, na gut. Jetzt mal Werbung in eigener Sache, wenn euch Journalismus wichtig ist, dann vertraut nicht nur Informationen, von denen man nicht weiß, woher sie kommen, sondern seid euch bewusst, hinter seriösem Journalismus, gut recherchierten Geschichten steckt sehr, sehr viel Arbeit und die muss ihren Wert haben und deshalb muss sie auch bezahlt werden. Und ich finde, das sollte es euch wert sein, wenn euch wirklich eine unabhängige Meinung wichtig ist. Ja, und es ist ja eigentlich immer noch, das muss man auch sagen, vergleichsweise günstig, diese Informationen zu erwerben, in welcher Form auch immer. Es gibt sie in vielen, in fast allen Kanälen, auf fast allen Kanälen. Und Information ist eigentlich auch erste oder zweite Bürgerpflicht, das muss man schon sagen. Und wir möchten ja, dass ihr uns weiterhin mit eurer Zustimmung oder Kritik auch anspornt, damit wir noch lange über Volkswagen berichten können. Ja, euch, die ihr bei Volkswagen arbeitet, die euch dafür interessiert. Thomas, ich würde dich ja gern, wenn es nicht erst Mittag wäre, hier auf dem Bier in den Kaufhof einladen. Aber der Kaufhof, da ist ja der Lack im Wesentlichen auch ab, glaube ich. Das habe ich ja auch noch ganz anders kennengelernt. Also beim nächsten Mal. Zum Abschied. Zum Abschied trinken wir dann ein Herrengedeck. Darf man das noch sagen? Gibt es das noch, oder ist das verboten? Mit dem Augenzwinkern laufen. Also wir zwinkern jetzt ganz doll mit den Augen. Und machen uns zurück auf den Weg nach Braunschweig. Wünschen euch eine super Zeit. Freuen uns auf das nächste Mal mit euch. Freuen uns auf viele Kommentare. Vielleicht teilt ihr einige Erinnerungen mit uns. Und ihr könnt auch mal ein Thema vorschlagen, was euch interessant findet. Genau. Da müssen wir uns nicht immer den kopf dann genau also bleibt uns gewogen auf bald und servus macht gut bis zum nächsten mal.