Latest / SchichtZulage - der persönliche VW-Podcast mit Mehrwert / VW auf dem Prüfstand: Die Durstigen und die Satten
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- Die Arbeit kann ja nie billiger werden, zu hohe Energiekosten. Die Perspektiven sind in der Tat erschütternd. Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass schon die Stagnation ein Gewinn ist. Da taucht auch immer wieder auf, dass die Menschen sich nur als Kostenfaktor wahrgenommen sehen vom Unternehmen. Und das ist ja brutal. Kosten, Kosten, Kosten. Das ist ja die zentrale Botschaft. Das wird immer, immer, immer wieder vorgetragen. Eigentlich sollten es ja andere Dinge sein. Modelle, Technik, Innovation, Technologieführerschaft und, und, und. Sag mal, Thomas, mit welchem deiner Cabrios bist du eigentlich bei diesem fantastischen Wetter über den Harz geritten? Oder ist dir das schon wieder zu viel Sonne? Du wiederholst deine Einstiege. Das muss ich dir mal sagen. Vom Porsche zum Cabrio, das ist ein bisschen böde. Aber ein Porsche ist ja nicht automatisch ein Cabrio. Also komm, lass mal raus. Die Katze aus dem Sack. Fenster öffnen ist bei mir das Cabrio. Das reicht auch völlig. Zugluft kann ich auch nicht mehr so gut ab. Hast du mal ein Cabrio gehabt? Nee, ne? Nee. Du bist ja auch eher so 0815. Autofahrer, oder? Ja, eigentlich ja. Aber das Wetter ist ein gutes Thema, finde ich. Also es ist ja nicht nur in Deutschland heiß, sondern auch in anderen Ländern. Zum Beispiel in Usbekistan. Ja. Kennst du Usbekistan? Ich war noch nicht da. Was kommt jetzt, Thomas? Ja, was kommt? Das ist die große Frage. Usbekistan ist seit gestern Absatzmarkt von Volkswagen. Das ist die gute Nachricht. Die weniger gute Nachricht ist, der neue Absatzmarkt wird von China aus verwaltet und beliefert. Ja. Da sind wir beim Thema. Da sind wir beim Thema. Geschäftsmodell tot, existenzgefährdend. Desaster habe ich gerade von der Betriebsversammlung in Kassel gehört. Da geht es aber um die Kommunikation. Ja, die VW-interne Kommunikation. Ja, die Betriebsinterne. Behauptet man, weiß ich ja nicht. Vielleicht fühlen sich die Leute ja in Wirklichkeit auch gut informiert. Machst du die denn sowieso? Das wäre dein Style. Das ist mein Style, Katastrophenberichterstatter. Ja. Nee, Spaß beiseite. Unser Generalthema ist heute, was? Warum redet VW sich immer selber so schlecht? Ja. Das ist unsere Wahrnehmung. Empfindest du das denn auch so? Ich habe das ja einfach mal behauptet, weil mir war so, muss ich sagen. Ja, ich sehe das schon auch so. Also ich sehe es vielleicht anders als du, aber ich sehe schon auch so, dass schlechte Nachrichten und auch Botschaften aus dem Unternehmen eigentlich die die, kommunikation prägen im moment ja also wir haben ja dieses endlose kosten thema wir haben dieses endlose thema wettbewerbsfähigkeit wir haben dieses endlose thema. Mit dem mit den rendite zielen und so weiter und so fort und man hat immer den eindruck und da stelle ich mir besonders aus sicht der beschäftigten, sehr schwierig vor dass es nicht reicht also man Man kann sich strecken und tun und machen und sich bewegen, wie man will. Man bekommt vermittelt vom Unternehmen selbst, das sind ja jetzt nicht die bösen, bösen Medien, sondern vom Unternehmen selbst, es reicht einfach nicht. Zumindest in Deutschland. Wir reden jetzt über Deutschland, über den deutschen Markt, über die deutschen Beschäftigten. Es geht ja, so wie ich das sehe, geht es im Grunde ja darum zu interpretieren, ein halb gefülltes Gefäß, ein halb gefülltes Glas. Ist das jetzt halb voll oder ist das halb leer? Ist ja auch in Zeiten mit hohen Temperaturen ganz interessant. Wenn du ein halbgefülltes Glas vor dir stehen hast, denkst du dann, oh schön, ich habe noch zwei, drei kühle Schlucke hier oder es ist ja fürchterlich. Als Lokalpatriot lege ich allerdings Wert darauf, dass das Glas mit Wolters gefüllt ist. Ja, solange es noch geht. Auch als Zeichen der Solidarität. Solange es noch geht. Das würden wir ja alle machen, wenn jetzt ein großer Aufruf in unserer Zeitung und in unseren sozialen Medien käme, Saufen für Wolters. Ich meine das wäre ja das ist ein bisschen krass aber ja das ist offen thomas ja hier ein halber liter muss es ja schon sein ja oder fängst du mit kleineren einheiten an nein, Nee, das stimmt auch nicht. Situativ. Ja, das ist richtig. Du willst dich hier auf die Sicherheit. Aber nochmal zum halb gefüllten oder halbleeren Glas. Das ist ja im Grunde die Frage. Ich glaube sogar Oliver Blume, der Vorstandsvorsitzende, hat das auch mal wieder angeführt, das Thema. Bestimmte Leute im Volkswagen-Konzern, die sind immer durstig. Da muss immer wieder aufgefüllt werden. Ja, ich ahne schon, wen du meinst. Ja, meine üblichen Verdächtigen. Ja, du guckst Richtung Süden, Richtung Österreich. Da sitzen sie nun mal. Man ist ja auch da sehr empfindlich. Wenn es um die eigene Person geht, ist man sehr empfindlich. Wolfgang Porsche hat ja genug davon, dass er da eingefeindet wird als Großkapitalist mit seiner Stefan-Zweig-Villa, die untertunnelt wird. Haben wir ja letztes Mal, glaube ich, darüber gesprochen. Will er nicht mehr, will er verkaufen. Reicht ihm hin, dieses Reichelei. Reichen, Milliardärs-Bashing, da hat er keinen Bock mehr drauf. Aber du hast es ja eben gesagt, existenziell gefährdet. Da gibt es ja, das Management und das Unternehmen denkt ja, unser Unternehmen ist existenziell gefährdet, unser Geschäftsmodell in Deutschland. Aber es geht ja um Existenzen. Und das wurde jetzt auf dieser aktuellen Betriebsversammlung in Kassel auch Expressis Verbis angesprochen. Es geht nicht um Leute, die gerade bei VW angefangen haben und auch nicht um Leute, die kurz vorm Ausstieg stehen, sondern es geht ja um alle, die in der Mitte sich befinden, die immobil sind, die sich da fest verwurzelt haben an Standorten, die finanziell abhängig sind, die ihre Familien da haben. Und so gesehen ist das Wort existenzgefährdend, hat das natürlich auch noch eine andere Bedeutung. Ja, na klar. Das steckt ja immer da drin. Und natürlich hat das Management eine andere Perspektive und guckt erst mal auf das Unternehmen. Aber dahinter müssen ja sofort die Beschäftigten kommen. Ja, das hat was mit guter Unternehmensführung zu tun. Du hast ja nun gerade frische Eindrücke von der Hauptversammlung. Das ist ja eigentlich in den vergangenen Jahren immer wieder ein Dauerthema gewesen. Seit vielen Jahren. Unternehmensführung, genau. Aber man kann ja offenbar mit dieser harschen Kritik, ganz gut leben. Man macht es ja weiter wie bisher. Naja, also deshalb sagte ich ja eben, da habe ich glaube ich eine etwas andere Perspektive als du, weil ich schon meine, es ist auch Aufgabe des Managements, Fehlentwicklung im Unternehmen offen zu kommunizieren. Was mir dabei aber fehlt ist, und Entschuldigung, jetzt komme ich nochmal ganz kurz zurück, also Fehlentwicklung, entsprechend zu kommunizieren und darauf mit Nachdruck hinzuweisen, also Wettbewerbsfähigkeit, Kosten und so weiter, das sind ja sehr ernstzunehmende Themen und ich glaube, oder ich glaube, Es ist so, dass diese Themen ja nicht erfunden sind. Was mir dabei aber fehlt, darauf will ich hinaus, das ist die Story dahinter, also sozusagen die Botschaft, das Ziel, das Zielbild, hinter dem sich die Mannschaft versammeln kann. Das deutsche Zielbild. Das deutsche Zielbild. Die Leute kriegen jetzt immer und immer und immer wieder gesagt, dass es nicht reicht, da waren wir eben schon an dem Punkt. Aber was ist die Message? Also wo will das Unternehmen hin? Es gibt zwar Aussagen wie, wir wollen Technologieführer werden und wir wollen Love Brand, gab es schon, also die Marke des Herzens und so weiter. Ich glaube, das reicht nicht. Ich glaube, die Leute, da braucht es mehr. Und das fehlt mir. Und das fehlt auch, um die Mannschaft mitzunehmen und die Stimmung. Aber vielleicht gibt es die Perspektive ja gar nicht. Vielleicht gibt es diese Erzählung ja gar nicht, dieses Narrativ. Und die Geschichte mit Usbekistan habe ich auch deshalb angeführt, weil dahinter steckt ja noch viel mehr. Denn die Verlautbarungen zu diesem Markteinstieg da bedeuten auch, dass man zugibt, man wird von China aus riesige Märkte. Riesige Märkte, wo VW noch nicht vertreten ist. Südostasien, Indonesien, Philippinen, das sind Millionen, über Millionen Kunden. Perspektiv sich durch Afrika. Afrika, das ist ja quasi. Südamerika soll auch von China aus bedient werden. Ja, und Afrika ist ein gutes Beispiel. Südafrika ist ja ein traditionsreicher Standort bei VW, wo der Polo unter anderem gebaut wird, der von da aus exportiert wird. Ja, der steht mächtig unter Druck, weil die Chinesen das so ein bisschen als Testlabor sehen, Südafrika, was geht und was nicht geht. Und wenn solche Märkte künftig VW denkt, dass man die eigentlich besser mit chinesischen Produkten aus den chinesischen Tochterfirmen bedienen kann, dann hat das natürlich auch eine Folgerung für Europa und für Deutschland. Man muss ja befürchten, dass in letzter Konsequenz dieses oft zitierte Beispiel der verlängerten Werkbank umgekehrt wird. Also als letzte Konsequenz. Aber es ist ja jetzt schon so, oder andersrum, VW hat ja vor drei Jahren begonnen, die Entwicklung aus Wolfsburg für China komplett abzuziehen und abzukoppeln. In China werden völlig eigenständige Autos entwickelt, die mit Wolfsburg nur noch wenig zu tun haben. Dort schlägt jetzt schon ein zweites Volkswagen-Herz und es wird sehr spannend zu beobachten sein, wie sehr und wie schnell dieses Herz wächst und wie sehr und wie schnell das Wolfsburger Herz schrumpft. Ja, es gibt da einen Klassiker, also vielleicht geht es uns ja und auch der Branche so wie den Turnschuhherstellern. Es gibt da ja den Klassiker No-Logo von Naomi Klein. Er ist schon 20, 25 Jahre alt. Da geht es ja darum, dass in Deutschland oder in den Hochlohnländern im Grunde vielleicht noch Marketing erdacht wird, ersonnen wird und die Patente liegen. Aber ansonsten passiert alles anderswo. Und wo du es jetzt sagst, die umgedrehte Werkbank, das wäre natürlich fatal, Weil wir haben ja viel zu hohe Arbeitskosten. Die Arbeit kann ja nie billiger werden. Zu hohe Energiekosten. Die Perspektiven sind in der Tat erschütternd. Aber da würde ich jetzt mal widersprechen oder kritisch nachfragen. Kann die Arbeit wirklich nicht billiger werden hierzulande? Also muss nicht. Also wir billiger werden müssen. Genau, das ist doch der Punkt. Sonst drehen wir uns ja im Kais, sonst passiert ja gar nichts. Wenn der Leidensdruck zunimmt, der Wettbewerbsdruck zunimmt, dann muss es ja neue Wege geben und ich meine im Moment deutet ja vieles darauf hin, dass wir erleben das ja jetzt seit geraumer Zeit, dass sich die deutsche Wirtschaft schwer tut, nicht nur Volkswagen, sondern insgesamt wir uns in vielen Branchen schwer tun unter dem Aspekt. Also Wettbewerbsfähigkeit und ich glaube, dass diese alte Wohlstandsfantasie vom Immermehr, das wird so nicht mehr funktionieren. Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass schon die Stagnation ein Gewinn ist sozusagen. Und ich glaube, die alte Formel, die ja auch lange galt, wir können Premium und das wird hier immer bleiben, das gilt auch nicht mehr. Du hast es ja auch gesehen, der neue Porsche-Chef Leiters, der sagt ja, für uns gilt Made in Germany, das ist so. Für Porsche ist das nur ein Qualitätssiegel, aber ansonsten ist das ja schon längst kein Qualitätssiegel mehr, im Gegenteil. Und auch Premium- und Luxussportwagen, das können die Chinesen und das können alle anderen auch. Also wenn man sich anguckt, was da wirklich auf den Markt kommt an neuen Autos, neuen Modellen, an Unterfirmen von, chinesischen Autobauern, die man noch halbwegs kennt, wie Geely oder was weiß ich, BYD, da kommen ständig neue Untermarken. Also das, was VW im Grunde auch in China macht. Das ist ja ein Markt, der sich explosionsartig entwickelt. Und ich hatte letzten Samstag ein ganz interessantes Erlebnis. Ich wohne ja sehr ländlich auf dem Dorfe im nördlichen Vorharz und wir haben bei uns im Dorf noch einen Schlachter. Und da bin ich letzten Samstag gewesen, und was steht vor der Tür des Schlachters? Ein großer BYD. Und der Fahrer war eben auch da und stand vor mir. Mit dem bin ich ins Gespräch gekommen. Der ist aber nicht bedient worden, oder? Nee, nee, also wir sind ja weltoffen bei uns. So, und den habe ich mal gefragt, den Fahrer. Der sagt, er fährt das Auto seit zwei Jahren. Das läuft tadellos. Er war jetzt zur ersten Inspektion nach zwei Jahren. Die hat nach seinen Worten 120 Euro gekostet und ansonsten sei er damit top zufrieden mit dem Auto. Also soll heißen. Andere können es auch. Ja, vielleicht müssen wir bei der Diskussion darüber, wie VW kommuniziert, ja auch mal das Pferd anders ist, von hinten aufzäumen und sagen, vielleicht ist die Blutboden-Schweiß-Rede noch nicht deftig genug. Vielleicht haben die Leute den Schuss noch nicht gehört. Vielleicht ist alles noch viel schlimmer. Meinst du das? Ist das so? Glaubst du das? Das hoffe ich nicht. Aber wie gesagt, die Dynamik dieser neuen Marktteilnehmer und auch der Exportzwang, den die ja haben, der wird natürlich zu Verwerfungen führen. Und ob das, wie sich das entwickelt, keine Ahnung, aber es ist ja erkennbar, dass die kapiert haben, auf was es hier auch ankommt. Du musst ein Händlernetz haben, sodass du eine gewisse Verlässlichkeit hast. Das haben die, das bauen die auf. Die Autos. Kommen in Windeseile auf den Markt und dann wird man sehen, wie die Zollpolitik künftig aussieht. Und man wird auch sehen, wie VW darauf reagiert. Naja, und die Händler sind ja nicht dumm, die sind ja geschäftstüchtig. Und wenn sie merken, die Autos werden nachgefragt, dann werden die auch ganz schnell ihre Höfe räumen, um für die neuen Wettbewerber Platz zu schaffen. Es ist ja auch nicht so, dass große Automobilhersteller immer besonders nett zu ihren Händlern waren. Das muss man auch dazu sagen, jetzt mal auf gut Deutsch, da hat ja auch so mancher hinter vorgehaltener Hand kräftig abgekotzt, dass da jede, alle fünf Jahre mächtige Investitionen geleistet werden müssen. Daher war ja vom Hersteller auch alles vorgegeben, bis hin zur Gestaltung der Außenanlagen. Corporate Identity ist das große Thema, da musst du nach der Schweife, von VW und Ford und Opel und wem auch immer tanzen, klar gucken die aufs Geschäft. Und wenn die sehen, da geht was, ist es doch logisch, dass die das machen. Ist ja auch nur voll wichtig. Vielleicht lernen auf diesem Wege eben die großen Hersteller auch wirklich tief empfundene Demut gegenüber ihren Partnern. Das war ja bei den Zulieferern immer ein Thema. Die sind sehr lange sehr schlecht behandelt worden. Dann hat man festgestellt, während Corona, als die Ketten auseinanderbrachen, da müssen wir mal anders zur Sache gehen. Da müssen wir uns mal ein bisschen bewegen, ein bisschen partnerschaftlicher. Das sind ja alle Schritte, die überfällig waren. Und man merkt eben, es geht eben eigentlich nur in der Krise. Und deshalb ist das im Augenblick Krisenkommunikation. Und seit 2024 ist das eben auch eine gewisse Spur Alarmismus in den Tönen. Das ist so. Hättest du den für übertrieben? Nein, also ich denke, das ist so. Die Situation aus Sicht des Managements ist so, wie sie ist. Und da muss man natürlich die Sachen auch auf den Punkt bringen. Aber das sind in der Konsequenz, wenn es so ist, ist das eine Riesengefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland und natürlich allemal für die Region hier bei uns. Wie würdest du dir denn eine bessere Kommunikation vorstellen seitens des Unternehmens, mit Blick auf den Standort Deutschland? Ja, ich würde mir schon wünschen, dass man irgendwann mal wirklich den Status Quo und das, was man erwartet, klipp und klar benennt und sagt, wir werden auch mit 50.000 Beschäftigten am Standort Wolfsburg, werden wir nie wettbewerbsfähig sein. Also mehr Ehrlichkeit sozusagen. Ja, brutale Ehrlichkeit. Und dann befinden wir uns in der Situation, wie sie die Montanindustrie in den 50er Jahren hatten, die Landwirtschaft eigentlich immer. Ja, das sind dann, oder auch Braunkohlegebiete, Steinkohlegebiete, die haben ja alle diese Entscheidungen vor sich gehabt, der Strukturwandel. Das ist wie ein Erdrutsch, ja, und da muss man auch wirklich entsprechend, eigentlich kann man das vom Management nicht erwarten, ja, dass sie das machen. Das ist ja fast selbstmörderisch, ne. Aber eigentlich schon, meinst du? Eigentlich schon, aber von einem guten, fähigen Management erwarte ich es dennoch. Dass man beharrlich sagt, Freunde, das ist keine Eintagsfliege. Das ist ja eine disruptive Entwicklung, die bricht uns das Genick. Und dann kann man auch nicht portionsweise ... Dann sagen wir, da müssen 15.000 Stellen abgebaut werden, 30.000 Stellen, da muss man ein Tabula rasa machen. Da muss man sagen, solche Standorte, die wird es nicht mehr geben mit 50.000 Beschäftigten. Es wird auch vielleicht keine Konzernzentrale mehr in Wolfsburg geben. Da muss man auch einzelne Werke natürlich auf den Prüfstand stellen und muss auch sagen, es geht nicht oder so geht es nicht. Also du meinst lieber ein schnelles Ende. Ende ist zu viel gesagt. Nicht Ende, aber möglicherweise Ende einzelner Standorte. Als ein allmähliches Ausbluten, was ja am Ende vielleicht einen größeren Schaden anrichtet. Mit Sicherheit tut es das. Einer muss der Bluthund sein, einer muss sagen, was Sache ist. Der Arno Antlitz, der auch immer wieder bei uns auftaucht, spielt diese Rolle ja eigentlich. Aber ich erwarte das eigentlich auch von Oliver Blume. also dann muss das macht er ja aber das hört sich immer alles so so sehr durch moderiert an und wird schon werden und so weiter, also das ist ja das ist ja auch schon das wird ja auch bei vw intern diskutiert dass das ist zumindest meine wahrnehmung wenn man sich so unterhält auch im privaten umfeld, da gibt es ja schon leute die sagen vielleicht wäre es besser gewesen hätte 24 beschlossen eins der großen werke. Um abzuschalten, um die Produktion in den anderen Werken dann zu bündeln und so für eine höhere Auslastung zu sorgen. Hätte wenn und aber. In der Konstellation, die wir kennen, geht es natürlich nicht. Wir sind sicherlich die allerletzten, die hier higher fire und dicht machen, predigen wollen. Aber wir werden es erleben wie die Entwicklung in ein, zwei Jahren. Ich glaube, das geht alles jetzt ganz schnell. Aber das eine ist Wunsch, das andere ist Wirklichkeit. Und da, wie du es gesagt hast, da wäre ich auch auf deiner Seite, Da wäre es ja dann besser, brutal ehrlich zu sein und konsequent zu handeln und dann eben durch diesen Sturm zu gehen, wenn man dann wiederum sagen kann, danach, klar, die Welt ist unglaublich dynamisch und so weiter, aber dann haben wir zumindest eine Basis erreicht. Die uns mit hoher Wahrscheinlichkeit erst mal die Fokussierung auf das Eigentliche erlaubt. Nämlich auf unser Geschäft, auf unseren Wettbewerb und nicht das Bearbeiten, von zig Baustellen parallel. Also meine Wunschvorstellung ist ja da immer auch, dass man das basisorientiert versucht zu erarbeiten, diese wirtschaftliche Lage aufzudröseln, also bis in die Teams runter. Also diese Systeme, die wir eigentlich bei Volkswagen in der Produktion und auch sonst wie hatten und was ja eigentlich auch zentraler Bestandteil von qualifizierter Mitbestimmung sein sollte, dass man das wirklich bis unten runter bricht. Nicht indem man wie im vergangenen Herbst mal große zweistündige Informationsveranstaltungen macht, wo dann das Management erläutert, was sie vorhaben, was für Strategien. Das muss viel tiefer gehen. Das muss mehr in die Basis gehen, Basiskommunikation. Das hat man aber alles im Großen und Ganzen vernichtet, diese Strukturen. Teamsprecher-Funktion, die wären wichtiger denn je gewesen jetzt. Das muss ja in den Köpfen Klick machen. Es nützt ja nichts, wenn du den Leuten Angst machst, wenn wir uns unseren Laden hier vorstellen oder unsere Branche, die ja auch von der Transformation betroffen ist, nicht zu knapp, ja, dann kannst du natürlich immer sagen, wird schon werden, wird schon werden. Ja, wir haben da ganz tolle neue Geschäftsfelder und das läuft und so weiter. Da muss man schon sehr viel Überzeugungsarbeit, sodass erstmal die kritische Masse, die an dieser Entwicklung liegt, das muss den Menschen bewusst sein. Sie müssen wissen, Die wollen uns jetzt vielleicht nicht unbedingt piesacken, aber auch unser Geschäftsmodell, das funktioniert so auch nicht mehr. Aber fragen wir doch mal in die Runde unserer Zuschauerinnen und Zuschauer. Ich nenne die übrigens jetzt unseren kleinen Freundeskreis, der immer größer wird. Okay, ja, sympathisch. Finde ich sehr sympathisch. Was ich so lese in den Kommentaren, gerade bei den jüngsten Folgen, muss ich sagen, Hut ab vor der Kompetenz und dem Engagement. Ich bin begeistert von unseren Freunden. Viele offene, ehrliche Worte, ja. Also habt ihr konkret Angst um die Zukunft eures Arbeitsplatzes? Seid ihr zufrieden mit der Kommunikation im Unternehmen? Und was wünscht ihr euch? Also wie sollte euch Volkswagen ansprechen, damit es besser funktioniert? Das schreibt bitte in eure Kommentare. Ich fand das sehr spannend. Der Standort Kassel ist ja insgesamt ein bisschen linker. War der schon immer, glaube ich. Wie Salzgitter. Ja, genau. Das ist eine Industriearbeiterschaft. Da taucht auch immer wieder auf, dass die Menschen sich nur als Kostenfaktor wahrgenommen sehen vom Unternehmen. Und das ist ja brutal. Wenn du so weit bist, dann ist das gesellschaftlicher Sprengstoff. Wenn du die Leute, die Gemeinschaft und die Belegschaft nur noch als Kostenfaktor siehst, dann verlierst du auch deine Kundschaft. Aber da sind wir wieder bei dem Punkt, den wir jetzt schon zwei, dreimal hatten in dieser Runde. Kosten, Kosten, Kosten. Das ist ja die zentrale Botschaft. Das wird immer, immer, immer wieder vorgetragen. Unsere Kosten, hat Oliver Blume jetzt auch vor einer Woche gesagt auf der Hauptversammlung, unsere Hauptaufgabe bleibt das Thema Kosten. Eigentlich sollten es ja andere Dinge sein. Modelle, Technik, Innovation, Technologieführerschaft und, und, und. Genau, aber kannst du denn überhaupt diese Sozialpartnerschaft, wie wir sie kennen, aufrechterhalten, wenn du den Kostenfaktor ständig benennst und damit ja die Menschen, das ist ja so. Dann kannst du ja im Grunde, da wird sich nichts bewegen. Und vielleicht haben wir auch immer, oder ich vor allen Dingen, immer... Daniela Cavallo, der Betriebsratsvorsitzende, Unrecht getan. Vielleicht reitet sie das, was zu reiten ist. Und das andere, was nicht mehr zu reiten ist, fällt hinten runter. Nur auch das ist natürlich noch nicht offen kommuniziert worden. Genau, das ist der Punkt. Ich meine, vor Ort die Frage auftaucht, was ist das, wer ist das, wo ist das, in welcher Größenordnung ist das. Aber es ist ja spürbar, es liegt ja geradezu in der Luft, dass das, was bisher vereinbart wurde, dass es einfach nicht reicht. Und das ist ja auch die Botschaft. Wir müssen weitermachen und mir fehlt wirklich die Fantasie, fehlt mir nicht, aber mir fällt es doch schon schwer. Das alles unter einen Hut zu bringen, wenn man sagt, wir müssen von den Kosten runter, wir müssen auch, hat ja Arno Antlitz gesagt, auch nochmal an die Personalstruktur, hat er jedenfalls im Interview gesagt, vor ein paar Wochen mit uns, an die Personalstrukturen, gleichzeitig gibt es die Aussage, keine Werkschließung und so weiter, wie bringt man das alles unter einen Hut? Und da hoffe ich jetzt, dass im Sommer der Durchbruch kommt, das hat ja Oliver Blume angekündigt, dann soll die neue Strategie verkündet werden, sehr wahrscheinlich, mit großer Wahrscheinlichkeit erst nach den Werksferien, aber dass dann auch die Belegschaft weiß, woran sie ist. Also ich glaube, ganz interessant wird sein zu sehen, wie das beim Thema Entgeltsystem, also bei diesem unübersichtlichen, Volkswagen-eigenen Entgeltsystem, das man jetzt bereinigen will, aussehen wird, weil das ist natürlich im Endeffekt, und so muss es ja auch kommuniziert werden, soll es zu einer nachhaltigen Reduzierung der Personalkosten führen. Ich meine, das soll niemand benachteiligen. Das ist eben so diese typische Langsamkeit, die in diesem VW-System denn natürlich steckt. Besitzstandswahrung und dergleichen. Und irgendwann für die zukünftigen Generationen bedeutet das natürlich, die Bedingungen sind andere. Genauso wie für die Azubis eben auch. Das haben wir ja alle schon gesehen. Also man ist da auf dem Wege. Der bedeutet Schwund für uns, ja, das ist so, das ist Schwund. Aber man muss sich natürlich fragen, müssen wir vielleicht noch viel weiter gehen, um am Ende des Tages Einheiten zu haben und Standorte zu haben, die dann wirklich in einem, äußerst harten Wettbewerb, ich glaube, den kann man sich hier so gar nicht vorstellen, kann ich mir ehrlich gesagt auch noch nicht vorstellen, dass die Chinesen und Südkoreaner und was weiß ich, demnächst vielleicht die Vietnamesen. Dass die hier wirklich produzieren. Uns wird ja gar nichts anderes übrig bleiben. Also wenn wir keine besseren Produkte haben, wenn wir zu teuer sind, da werden wir uns anpassen müssen, wollen wir nicht ganze Industriebranchenzweige verlieren. Also es gibt ja gar keinen anderen Weg. Und ganz ehrlich, also neues Entgeltsystem, ja, und du hast völlig recht, da gibt es jetzt Besitzstandswahrung, ja, und das sorgt dafür, dass alles langsamer geht, ja. Es wird die nachwachsenden Generationen treffen, ja, aber so richtig schlecht wird es ja trotzdem nicht. Also es ist ja nicht so, dass man durch das neue Entgeltsystem nun plötzlich in die Armut stürzt. So ehrlich muss man sich ja auch machen. Nein, es ist ja auch dadurch, dass die neuen Mettbewerbs, ich meine Tesla ist schon seit Jahren auf dem Markt, und wenn die neuen kommen, die werden natürlich auch ein zusätzliches Angebot schaffen für Jobs, das ist klar. Es geht primär letztendlich darum, was passiert mit den VW-Standorten. Ob das in Wolfsburg ist oder Zwickau oder Emden und Hannover. Ich glaube, da werden wirklich die Abschmelzungsprozesse stattfinden. Naja, wir werden da noch sehr viel drüber sprechen, da bin ich mir ganz sicher. Spätestens nach dem Sommer wird das Thema nochmal richtig hochkochen. Und bis dahin hören wir uns erstens noch mal. Und bis dahin hoffe ich auch, dass ihr uns schön mit Kommentaren füttert. Und, weil du ja zu Vergesslichkeit neigst, wie du mir gesagt hast vor der Aufnahme. Wer sagt was? Ich weiß nicht, ich habe irgendwo gehört. Das kommt mir nicht komisch. Ich glaube sogar von dir. Wir würden uns eigentlich freuen, wenn ihr uns, also unsere Freunde da draußen, vielleicht mal auch mit Themen füttert und sagt, macht mal dies und das, kümmert euch mal um dieses Thema, sprecht mal darüber. Schlagt mal Themen vor. Ja, Sommerloch droht. Wir sind ja auch nicht mehr die Jüngsten und auch nicht mehr so kreativ. Also wir würden euch in der Beziehung gerne mal ausnutzen. Also scheut euch nicht. Schickt uns mal ein paar Anregungen, was wir noch besprechen können. Wir freuen uns und wir hören uns nächste Woche. Und der Andreas ist, wenn es so warm bleibt, beim nächsten Mal sitzen wir dann hier auch in Bermuda-Shorts Adiletten und mit einem Eimer Sangria daneben. Das versprechen wir euch. Für Wolters. Genau, wir wollen ja trinken für Wolters. Das wollen wir ja propagieren. Also bis dahin. Also es wird schön, seid dabei. Bis zum nächsten Mal. Ciao.