Latest / Genre Geschehen / Folge 218 - Backsession oder Obsesrooms? (Themen-Talk: Der Box-Office-Horror-Sommer + erstes Fazit Backrooms)
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- Genre geschehen wird präsentiert von Podriders.de, das Podcast-Netzwerk. Und Tino Hahn. Was geht ab in Hollywood? Was macht YouTube mit den Studios? Das wollen wir jetzt klären und wir wollen gleichzeitig über die Hinterzimmer reden. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Genregeschehen, meine sehr verehrten Damen und Herren. Und natürlich herzlich willkommen meine beiden sehr geschätzten Kollegen. Tino Hahn. Hallo. Und André Hecker. Moin, moin. Habe ich eine gleiche Verzögerung? Nö, ich glaube nicht. Außer wenn du möchtest. Okay. Also bei mir ist jetzt 21.37 Uhr bei euch. Drei Uhr morgens. Meiner Gag war eigentlich, es ist 19.03 Uhr. Und bei der Lichtstimme von Daniel weiß ich nicht, aber er eh schon in den Backroom sitzt. Und da gibt es eh kein Zeitgefühl. Ja, ich sitze schon in den Backrooms. Okay, das erklärt, warum da so komische Filme hinten stehen. Versucht er mich so zu treffen? Niemals. Niemals. Niemals. Weil ich weiß, da steht eine Menge, was dir auch gefällt. Ja, stimmt. Gut. Und was uns auch gefällt, ist jetzt gerade eine, wie soll man sagen, eine kleine Sensation, die sich da draußen an den Kinokassen zugetragen hat. Denn wir haben hier einfach mal die Gunst der Stunde ergriffen und wollen direkt am Puls der Zeit sein. Das heißt, wir wollen heute über das Phänomen erst mal reden, was gerade passiert ist, nämlich, dass ein kleiner Film namens Obsession, der bis jetzt auf jeden Fall rentabste Film des Jahres ist, aber wahrscheinlich auch noch weiter darüber hinausgehen wird, und einen, Wie lange ist es her jetzt? 20 Jahre? Einen 20 Jahre alten Rekord bricht? Und dazu kommt ein neuer Film namens Backrooms, der zwar deutlich mehr gekostet hat, aber jetzt schon nach einem Tag irgendwie ein Vielfaches seines Budgets wieder eingespielt hat. Und warum? Wie kann das sein? Was ist passiert? Was soll das? Darüber rätseln wir jetzt hier quasi, beziehungsweise philosophieren wir ein wenig. Und ja, wir hatten jetzt am Wochenende tatsächlich die Gelegenheit, alle in den jeweiligen Städten, in denen wir drei uns befunden haben, Backrooms schon mal in einer Preview zu sehen. André war in Hamburg, Tino war in Berlin, ich war in Düsseldorf. Und dementsprechend können wir schon ein bisschen was zu Backrooms erzählen. Uns ist bewusst, dass es natürlich schon ein bisschen früh ist. Aber wir wollen es dann auch versuchen, so kryptisch wie möglich oder halt eben so, transparent wie möglich zu halten, wenn es darum geht, dass es vielleicht zu sehr in den Spoiler-Bereich geht. Ja, aber ich glaube, wir kriegen das schon hin. Zumindest hatten wir das so lose geplant, dass wir jetzt erst mal allgemein über dieses Phänomen sprechen und dann halt noch mal kurz vor Release noch mal einen Spoiler-Part machen. Weil uns schon bewusst ist, dass ihr jetzt am ... Wann kommt die Folge? Am 2.6. nicht schon einen Spoiler hören wollt über einen Film, der halt am 18.6. Jetzt regulär kommt und ihr die Folge so lange aufheben müsst. Genau, und Obsession kommt ja auch aus dem 25. Das heißt, wir werden heute echt nur so mal so grob unsere Eindrücke, Empfehlungen, ja, nein, aussprechen. Und dann machen wir Ende des Monats noch mal richtige Full-on-Talks zu beiden Filmen, die ihr dann auch hören könnt, wenn ihr die Filme auch gesehen habt. Wobei ich sagen muss, diese Backroom-Previews waren ja echt doch flächendeckender, als ich irgendwie in meiner Wahrnehmung hatte. Weil bei Letterboxd jetzt gerade Backrooms haben jetzt wirklich schon insgesamt in meiner Timeline mehr Leute gelockt als Obsession. und der lief deutschlandweit schon auf den Filmfesten. Also diese Backrooms-Previews waren scheinbar doch echt ganz schön flächendeckend. Ja, also hier im UCI waren sechs Stück an einem Tag. Dann Creepy Crypt, also York Kinos lief auch noch. Und die waren noch voll. Genau, und Hamburg hier war ja auch Creepy Crypt, genau. Also die waren echt gut voll. Ja, ich würde auch sagen, dass alle ausverkauft waren. Ich weiß nicht, ob die um 23.30 Uhr noch ausverkauft war, aber ich war 16.50 Uhr und die wurde halt reingenommen, weil die um 17.00 Uhr schon ausverkauft war. Und die um 17.00 Uhr war auch, äh 16.50 Uhr war auch voll. Also ich war in Düsseldorf um 23 Uhr und das Kino war auch echt noch gut voll. Also es war erstaunlich. Gut, es war eh erstaunlich, dass ich da war, weil ich nicht gedacht hätte, dass ich das noch schaffe. Bin am Freitag in dieses Unwetter geraten mit dem Zug. Ich habe zwölfeinhalb Stunden von Hamburg nach Düsseldorf gebraucht. Wie viel? Zwölfeinhalb? Ja. End vom Lied war, ich bin letztendlich in Bielefeld gelandet. Und dort habe ich mich mit fünf weiteren Damen und Herren zusammengeschlossen. Und wir sind mit dem Taxi quasi von Bielefeld nach Düsseldorf gefahren. Mann. Das war geil. Also ich war um halb sechs irgendwie in Düsseldorf. Und wie gesagt, dass ich den Film um 23 Uhr am Samstag am gleichen Tag noch irgendwie in Düsseldorf erlebe, hätte ich nicht gedacht. Aber es ging kurz. Aber ja, was ist es? Was macht es aus? Was ist plötzlich der Grund dafür, dass genau so zwei Filme irgendwie die, keine Ahnung, die Kinokassen irgendwie durcheinander bringen oder halt eben rekordet noch und nöcher einfahren? Man muss sich das mal vorstellen, Obsession hat etwas geschafft, was seit 1982 kein Film mehr geschafft hat. Er hat sein Startwochenende oder sein Startergebnis übertrumpft. Er ist in der dritten Woche noch mal besser geworden als in den beiden Wochen zuvor. Das hat bislang... Ja, das war das letzte Mal bei E.T. Das ist der letzte Film, der das geschafft hat. Wie geht so was? Dann sind Backrooms und Obsession auf Platz 1 beziehungsweise 2 in den Kinocharts. Das gab es in diesem Jahr 1000 auch noch nie, dass irgendwelche unabhängig produzierten Produktionen Platz 1, Platz 2 einnehmen in den Kinocharts. Dann hat Backrooms jetzt den größten Opening von einem Horrorfilm hingelegt jemals, der nicht auf einem Roman oder einer Fortsetzung basiert. Also ein origineller Original-Horrorfilm das ist schon und dann halt Obsession der erste Film seit Paranormal Activity der unter einer Million gekostet hat und über 100 Millionen eingespielt hat so. Das ist auch halt 20 Jahre her und hat jetzt, obwohl er eine Woche vor Mandalorian gestartet ist in knapp halb so viel Kinos trotzdem mehr eingespielt also natürlich werden, man merkt schon jetzt werden die Rekorde immer ein bisschen konstruierter, aber da sind welche dabei, wo man dachte, die wären nahezu unschlagbar. Also dass ein Film am dritten Wochenende noch mal zulegt, man sieht es ja an sowas wie E.T., also es haben auch keine, auch nicht so Sleeper-Hits hinbekommen, wo die erst so ein bisschen Bass aufbauen mussten, die haben das auch nicht hingekriegt. Aber was fällt uns da ein zum Vergleich? Was war denn so ein Film, so ein Sleeper-Hit? Also jetzt mal auf dem großen Sektor gesehen, oder sagen wir es mal bei den Bigplayern gesehen, fällt mir da zum Beispiel diese Elementals ein, wo ja alle den schon zum Scheitern verurteilt gesehen haben. Und dann hat er ja sich tatsächlich echt gemausert so, ja, aber das war jetzt, sag ich mal, nicht in einer solchen Dimension, wie es jetzt bei Obsession ist. Ja, der war halt recht langlebig, also es ist ja auch ein Animationsfilm, die ja sowieso immer ein bisschen längeren Atem haben, aber da dachte man schon, okay, der wird, sagen wir, klanglos untergehen, aber hat sich dann noch so gehalten. Und natürlich sind bei sowas auch immer nur Filme, die so einen Wide-Release haben. Also das ist natürlich ein Film, der für die Oscar-Kampagne sowas wie Killing of a Sacred die ersten 50 Kinos gestaltet wird, Woche drauf dann 300 und dann irgendwie 1000 Kinos. Dass die es schaffen, mehr einzuspielen, ist klar, aber es geht halt um identische Kinoanzahl bei solchen Rekorden. Ja. Fällt uns da was ein? Mir würde da nichts auch nicht mal ansatzweise, wo, man ist ja inzwischen schon froh, gerade im Horrorbereich, wenn ein Film nur 50, 60 Prozent in Woche zwei droppt. Also da ist ja sowas Sinn, das hat sich recht stabil gehalten über einen längeren Zeitraum. Weapons war recht stabil, da war aber eher so die Überraschung, dass die anfänglich so gut liefen und dann auch einen recht langen Atem hatten. Aber das Obsession, der ja schon relativ lange diesen Hype jetzt schon hat, jetzt nochmal so krass von, muss ja Word of Mouse sein, also dass Leute ihren Freunden erzählen, ey, das müsst ihr unbedingt sehen, das wüsste ich in der Dimension, wüsste ich da kein Beispiel. Blair Witch Project vielleicht? Ja, kann sein, aber auch der hat ja sehr von diesem Marketing profitiert und ich glaube auch da war es in der ersten Woche am stärksten. Aber das werde ich doch im Hintergrund mal recherchieren. Aber ist es dann jetzt in genau diesen beiden Fällen? Ich meine, der eine kommt mit einer Webserie um die Ecke, der andere kommt mit Kurzfilm um die Ecke. Und wenn wir jetzt schon bei Webserien sind, können wir vielleicht im Zuge dessen oder parallel dazu auch nochmal kurz erwähnen, dass ja jetzt diese Woche. In der wir das jetzt hier aufzeichnen, Da startet ja auch die letzte Folge einer digitalen Animationsserie namens Digital Circus. Amazing Digital Circus. Es gibt auf Netflix sieben Folgen davon zu sehen. Bislang sind aber schon acht Folgen erschienen. Und jetzt die neunte Folge, die rund so roundabout eine Stunde sein soll, die kann jetzt ins Kino gebracht werden. Und hier in Hamburg zum Beispiel läuft diese neunte Episode im Savoy. Und ja, die Folgen selbst haben teilweise Abrufzahlen von was? Vier Milliarden habe ich gelesen? Also vier Milliarden sind die gesamte Playlist, also alle Folgen zusammen. Aber es ist trotzdem krass. Also das wendet sich schon an ein eindeutig jüngeres Publikum, was ja jetzt aber auch kein Ausschusskriterium ist. Aber da ist schon die Zielgruppe stärker umrissen. Und jetzt viele wundern sich ja, wo kommt sowas her? Wie kann irgendwas vier Milliarden Views machen, ohne dass man damit in Berührung kommt, nicht mal was von gehört hat? Aber ich glaube, das ist gleichzeitig so Segen und Fluch vom Internet, wo Sachen unglaublich groß sind auf einmal. Man kommt dann mit in Berührung und denkt so, what the fuck ist das denn? Ja, ich meine, ich bin mit Amazing Digital Circus halt über Netflix in Berührung gekommen, weil meine Kinder wollten das sehen. Und dann war ich, ey wirklich, mir war es nicht so ganz geheuer, schon auf den ersten Blick hin, das Thumbnail, das war mir schon irgendwie, ah, da war ich misstrauisch. Und dann habe ich mir das angeguckt und das war zu einem Zeitpunkt, wir haben das geguckt und ich habe dann gemeint, Kinder, es tut mir echt leid, aber das ist noch nichts für euch so. Also da waren die noch einen Tick zu jung. Ich finde auch nicht, dass es für Kleinkinder geeignet ist, weil das ist schon sehr irre und hyperaktiv. Aber ich verstehe natürlich, woher die Faszination kommt. Nur ich hätte niemals gedacht, dass es so groß ist. Ja, online schon. Also ich finde, in Deutschland, in Kinoticketverkäufe, übersetzt sich das jetzt nicht so wirklich. Also kann auch sein, dass die Generation, die sich das so anschaut, gar nicht gewohnt ist, dass sie jetzt ein Kinoticket sich kaufen muss, beziehungsweise selbst kaufen, weil das ja auch eine Investition ist, wenn man die mal in den Taschengeldbereich umrechnet. Und es sind alles Special Events. Also das Ticket, glaube ich, hier in Berlin kostet 15 Euro. Das ist jetzt nicht ohne. Dafür, dass man davon ausgehen kann, okay, das wird eh irgendwann auf YouTube oder Netflix droppen. Aber auch das ist wieder so ein Beweis. Wir hatten ja dann vorher die Rucka Rucka-Brüder mit Talk to Me und Bring Her Back, die ja auch über YouTube groß geworden sind, die aber mit Talk to Me schon so einen Achtungserfolg hatten. Bei Bring Her Back konnte man es ja gar nicht reproduzieren quasi. Also da hatte das gar keinen Hype mehr, wo man dann schon fast sagen muss, okay, man hat erkannt, die haben Talent, aber es ist nicht über YouTube gekommen, dass Talk To Me so einen krassen Erfolg hatte, sondern auch, weil das Marketing viel dafür getan hat. Aber sowohl Backrooms als auch Obsession, bei Obsession gab es ja kaum eine Kampagne. Das kam dann so langsam, als auch erst mal ein Publisher da war. Und Backrooms ist jetzt auch nicht die Marketingkampagne dafür verantwortlich, beziehungsweise dieser jahrelange Bass. Und ich bin auch echt erstaunt, wie gut der anläuft, weil ich vorher noch so ein bisschen skeptisch war, weil es ja kein, es gibt kein Gesicht. Also du hast sowas wie diesen Momo drin, du hast sowas wie Slenderman, du hast Five Nights at Freddy, die alle ein Gesicht haben, eine Figur. Also da hast du irgendwas, worauf das Phänomen aufbaut. Backrooms baut ja auf dieser Nicht-Existenz, diesem Nicht-Wissen auf, was es natürlich unglaublich spannend macht. Wenn man es hart sagen will, kannst du sagen, Backrooms baut auf dieser Tapete auf. Das ist ja eigentlich nur diese Copyright-Identity quasi, das ist ja das Einzige. Das finde ich, das macht es natürlich reizvoll, da reinzugehen, aber für ein Marketing ist das ja undankbar. Also Leute, die keinerlei Berührungspunkte jemals mit Backrooms hatten, wie willst du denen erzählen oder in einem Satz zusammenpacken, worum es da geht. Wer Backrooms, wer da schon mit Erfahrung hat und weiß, okay, das ist gruselig, eben weil sich das vielen entzieht, was so rational erklärbar ist, weil es kein klassisches Monster gibt, dann ist man natürlich hooked. Aber dass so viele Leute dann doch dadurch gehockt waren, hätte ich nicht gedacht. Ich habe mir schon gedacht, dass er gut anlaufen würde, aber dass er jetzt gerade mal so im Vorbeigehen alle Rekorde bricht. Aber na ja, ich weiß nicht, haben wir das schon mal gemacht, André? Hattest du schon mal runtergebrochen, was diese Backrooms eigentlich sind? Weil es gibt ja so gesehen zwei Varianten davon. Es gibt ja eines, das, was Kane Parsons gemacht hat. Und es gibt ja halt noch das, was eigentlich zuerst da war. Naja, also es basiert ja auf dem Bild eigentlich nur. Es gab ein Foto oder beziehungsweise ein Bild damals auf dem Imageboard 4chan, werden vielleicht manche kennen, ein großes, großes Imageboard, so ein Forum im Netz, was schon ewig im Netz ist, was halt der Ursprung ist für... Alle möglichen Memes schon seit Ewigkeiten. Große Netzkulturplattformen, auch sehr kritisch zu sehen. Also auch höchst toxisch und was da alles los ist. Aber eben auch ein Ursprungsort für viele Netzphänomene. Und da hat einfach irgendjemand mal vor Ewigkeit, ich weiß gar nicht mehr ganz genau, war ... Mai 2019. Nee, ist früher. Das Originalbild ist doch früher, meine ich. Sicher? Ja, ich bin der Meinung, es ist Mai 2019. Auch dies eruiere ich. Und ich schließe auch kurz noch bei Blevich Bojack. Der ist halt in 27 Kinos damals erst gestartet. Also auch der ist groß geworden. Und da musste der Hype erst entstehen. Ja, gut. Das stimmt. Was ist denn hier? Du hast recht, 2019. Das ist wirklich echt noch nicht so alt. Ich hab's ja hochgeladen. Ich muss es ja wissen. Das ist nämlich eigentlich das Wohnzimmer deiner Mutter. Grüße gehen draußen. Ja, ist auch wieder krass, weil ich finde in meinem Kopf ist das Phänomen viel älter, aber ja, es ist echt noch relativ neu eigentlich. Genau, und es gab dieses Foto einfach von diesem Bürogebäude quasi, oder so ein Ausschnitt eben aus diesen Backrooms, oder da hießen sie ja nicht Backrooms. Und da gab es einfach so einen Text zu, von wegen, stellt euch mal vor irgendwie, ne, das wäre irgendwie, ihr würdet euch daran verlieren, oder was würdet ihr tun und so. Und das hat sich einfach weitergesponnen. Leute haben angefangen mit den Bildern eben ihre eigene Lore zu erzählen, wie das eben so ist im Internet, Verselbstständigung, Und daraus wurde eben diese Idee, ey, stellt euch vor, das ist einfach so ein Labyrinth aus unendlichen Gängen, die immer so aussehen und so weiter und das hat sich dann verselbstständigt. Das ist ja eigentlich der Ursprung und daraus hat ja dann eben Cain Parsons, der Macher der YouTube-Reihe, aber jetzt eben natürlich auch des Kinofilms, der hat daraus dann eben sich so eine eigene Lore ersponnen über diese Wissenschaftler, die da reingehen, das untersuchen und so weiter und daraus sind eben diese YouTube-Kurzfilme entstanden. Also deswegen, der Ursprung ist eigentlich nur dieses Bild, der Rest ist eigentlich komplett wie immer. Das Internet macht dann selber, spinnt so eine eigene Geschichte draus. Und Cain Parsons ist halt schon der, der das Bekannteste davon gemacht hat. Aber ich glaube, was halt funktioniert hat, ist halt so stark, du hast halt eine sofortige Wiedererkennbarkeit. Gelbe Wände, dieses Teppich, diese Leere. Also ihr kennt die Ästhetik sofort nach einer Sekunde. Und es ist reproduzierbar. Also jeder, der Bock hatte, und bei 4chan haben ja viele Leute Bock, sich kreativ auszutoben, konnte neue Level machen, Regeln bauen, irgendwelche Entitäten reinpacken, irgendwelche Berichte sich ausdenken, was da selbst passiert ist. Also, wenn du wenig kreative Möglichkeiten hast, hast du einen Text dazu geschrieben, dir irgendwas ausgedacht. Wenn du richtig krasse Sachen machen konntest, hast du halt auch eigene Level gebaut, das auf Spiele adaptiert. Also, es gibt ja, also rein Backrooms-Content, der geht ja in die Zehntausende. Bloß halt natürlich so unter dieser Monolith in der Mitte, dieses Kane Parsons-Ding. Ja, genau. Es gibt ja super viele Maps auch für Doom und so weiter, wo sie dann halt mit Mods Backrooms-Level gebaut haben. Minecraft. Minecraft hat ja so ein offizielles Backrooms-Add-on. Und da kommt dann mein Sohn mit um die Ecke. Kann ich das spielen? Kann ich das haben? Ja. Ja, und da siehst du mal, mit wie vielen Zielgruppen so Backrooms eben auch in Beführung kamen dadurch. Genau, durch alle Altersspannen halt hinweg auch. Ja, und es ist ja eigentlich keine Story, es ist ja mehr so ein Baukasten. Es ist ja einfach was, was die Fantasie anregt. Das, was Lego ja auch machen soll. Du siehst halt vier Bausteine, aber es sind keine vier Bausteine, du kannst was draus bauen. Und da ist das ja dann halt auch. und dann ging das so durchs ganze Horror-Ökosystem, Reddit, Creepypasta, da kann Andrea noch ein bisschen gleich was erzählen, Wiki, YouTube, TikTok, Fangames wurden gemacht, auf Discord wurde es rumgereicht, dann diese ganzen Meme-Pages und der ganz große Durchbruch meiner Meinung nach, kam halt, als es in diese Limit-Space-Communities noch mal reinkam, weil da halt viele Leute sind, die diese kreative Power haben, was Größeres draus zu machen, wo dann ja diese ganzen YouTube-Filme entstanden sind. Ja, ja, ja, wie du gerade gesagt hast, so creepypasta, genau. Das ist halt dann eben die Text, die Textebene. Da haben sich die Leute auch eben nur diese Grundlage genommen und dann eigene Geschichten wieder daraus gesponnen, wie du schon gesagt hast. Und genau, das Middle Space-Ding, das ist ja eh was, was in den letzten Jahren halt sicher auch befeuert durch die Backrooms nochmal extrem, aber auch generell da war, auch im Gaming zum Beispiel, wie viele so Indie-Games es gibt. Du bist irgendwie gefangen in so einem Schwimmbad, was überall gleich aussieht und du musst halt auch durch so einfach Korridore voller dunkler Wasser und so laufen, also das hat das hat sich echt in den letzten Jahren glaube ich sehr herausgestellt, dass das für viele Leute so eine Phobie ist, die sie nicht kannten vorher. Dieser Liminate Space Horror, dass das halt für viele Leute unangenehm ist und das ist halt dann auch, hat sich auch selbstständig und Backrooms hat da sicherlich auch einen Bären-Teil geleistet quasi. Das ist so interessant, dass das so, also ja wie so ein Perfect Storm sein muss, weil so Limitless Spaces, Twin Peaks hat das ja auch gemacht mit diesem Red Room, wo dieser Zwerg rückwärts tanzt, ist ja auch in Limitless Base, aber dass es noch so lange gebraucht hat, bis das so ins Bewusstsein getreten ist, dass eigentlich alle Leute sich da so komisch fühlen, also nur um kurz für Leute, die Limitless Base jetzt nicht abholen, das sind halt quasi Orte, die wir alle kennen, die aber ihre eigentlichen Funktionen beraubt sind, also zum Beispiel so tagsüber ein Schwimmbad, denkt man sich so, ja geil, super Spannung, nachts ein Schwimmbad, unheimlich, und wenn dann noch irgendwo ein einzelner Schwimmflüge liegt, denkt man nicht, ein Kind hat den verloren, sondern man denkt, okay, ein Monster ist gekommen, hat das Kind weggefressen und nur der Schwimmflügel ist übrig geblieben. Also je nachdem bewertet man die Situation ganz anders. Und das ist, glaube ich, dieser große Reiz, weil alle sehen das, jeder hat eine geringfügig andere Wahrnehmung, aber es ist immer so ein Gefühl von Unbehagen oder irgendwas ist merkwürdig oft. Also man hat so eine, nicht mal wirklich Angst, aber so ein Grauen entwickelt sich da oft oder so eine Unbeklemmtheit, irgendwas stimmt hier nicht. Man kann aber nicht benennen, was es ist. Also das ist ein sehr abstraktes, schwer zu beschreibendes Gefühl, was viele Menschen haben, wenn sie so Limit in Space wahrnehmen. Naja, und halt auch die, wie soll man sagen... So eine verschobene Architektur halt auch. Also eine Architektur, die dir halt entweder kein Entkommen suggeriert oder ermöglicht sogar. Oder halt in ihrer Gänze eben nicht wirklich begreifbar ist. Das finde ich halt immer so das Stärkste an, vor allem jetzt auch den Backrooms. Das ist das, was mich da reingezogen hat, dass du halt ja schon versuchst, da durchzudringen. Aber es geht immer weiter. Und je weiter es geht, vor allem halt eben aus der Ego-Perspektive, was ja viele der Anfangsvideos von Kane Parsons ausgezeichnet hat, je weiter es geht, umso mehr wird dein Gehirn ja quasi auch verknotet. Was ja schon Stanley Kubrick mit Shining irgendwie gemacht hat. Also es gibt ja eine ganze Abhandlung darüber, was für ein Grundriss das Overlock-Hotel haben muss. Naja, wenn man jetzt den Bildern von Stanley Kubrick folgt. Das finde ich immer so einen faszinierenden Aspekt da dran. Ja, im Grunde schon. Die Korridore vom Overlook-Hotel mit dem Teppich, der immer gleich ist und so, das hat schon auch was davon, total. Und beim Backrooms kommt halt dann ja dazu, dass es immer, sag ich mal, umso mehr du eindringst und umso weiter du voranschreitest in den Backrooms, umso schlimmer wird's halt, ne? Also erst ist es halt okay, es ist irgendwie alles gleichförmig, da liegt vielleicht dann mal ein Stapel Möbel random rum, so okay, aber umso weiter du fortschreitest, irgendwann wird es dann so, so von wegen, Moment mal, warum hat denn das Stuhl da wie drei Beine, aber steht trotzdem gerade oder warum hängt da ein Tisch halb in der Wand, hä? Hä? Genau, also diese Realitätsverschiebung. Irgendwann denkst du, hab ich jetzt einen Knick in der Optik oder ist das gerade? Also du siehst zwar Dinge, die wir in der Realität kennen, aber sie sind irgendwie nicht so, wie sie sein sollten. Oder auch gegen die Naturgesetze, Schwerkraft und so weiter. Und das mag ich halt total gerne, dass das so schleichend geht und du hinterfragst dann deine eigene Optik, dein eigenes Gehirn. Und wie gesagt, es wird immer intensiver auch, umso weiter du eben voranschreibst. Und das finde ich daran so spannend. Das war ja auch bei dem Ursprungsbild, dass da halt auch stand, dass man aus der Realität rausklippt, also dass quasi so ein No-Clipping stattfindet, so ein Begriff aus der Gamersprache, wenn du irgendwie, weil eine Map nicht gut programmiert ist, fällst du quasi raus und bist dann so außerhalb des Spielbereichs und das deutet ja auch drauf an, also in ein Spukhaus gehen die Leute ja trotzdem freiwillig rein oder man wird von Außerirdischen entführt oder so, es passiert einem immer irgendwas, aber da gleitet man einfach so durch. Also wer sagt uns jetzt, dass wenn wir das nächste Mal auf die Toilette gehen, nicht einfach durch den Boden klippen und auf einmal in einem Backroom sind? Damit spielt der Film ja auch stark mit dieser Angst oder diesem, dass man einfach aus der Realität rausklippt und dann sich in einem Bereich befindet, wo man die gängige Realität gar nicht mehr drauf anwenden kann. Ja genau, den Bereich, den man nicht entdecken sollte eigentlich, der nicht für die eigenen Augen eigentlich gedacht ist. Aber, und das finde ich ja auch das Perfide an eben diesem vor allem Ursprungsbild und den ersten Videos, die Kane Parsons daraus gemacht hat, ich finde das ja trotzdem dann geil, weil du hast ja zum einen Teppich da drin und halt du hast diese Lichtquellen und du fragst dich halt immer die ganze Zeit, wo kommt der Strom dafür her? Wer hat die ganzen Lampen da installiert und wer hat den Teppich verlegt? Also irgendjemand muss das ja eigentlich gemacht haben. Ja, aber auch das. Ja, das ist immer so das, was mich da fasziniert. Ja, aber das ist eine Frage, die du dir vielleicht stellst, aber vielleicht andere und ich gar nicht. So wie wir auch zum Beispiel Conan der Barbar gucken und uns dann ja auch nicht denken, hey, wer hat denn hier im Dungeon die Fackeln angezündet? Wer ist denn schon an den drei Monstern, die Conan gerade totgeschlagen hat, vorbeigelaufen, um da Fackeln anzuzünden? Die Besitzer der Monster? Ja, dieses, ja. Nee, aber bei Backrooms ist die Frage ja viel valider, weil das ja auch dieses, man versucht ja immer Regeln zu finden, also das Gehirn oder der menschliche Verstand ist ja immer so gepolt, Muster zu erkennen oder irgendwie eine Logik in irgendwas zu finden. Und ich hole jetzt kurz ein bisschen aus, weil ich bin großer Fan von Slaver Cicic, diesem Philosophen, der ja auch irgendwie dieses Welterklärungsmodell hat. Weil eigentlich gehen wir immer, jetzt endlich kann ich das Wort mal sagen, wir gehen ja immer davon aus, dass wir eine epistemologische Unvollständigkeit der Welt haben. Was, was, was, ja, ich erkläre auch. Wie oft hast du das Wort vorher vom Spiegel geübt? Ja, ja, den ganzen Tag heute war ganz aufgeregt. Das bedeutet ja, dass wir so die Grundüberzeugung haben, dass wir nicht alles von der Welt wissen, aber wir es theoretisch wissen könnten. Er geht aber davon aus, was er nennt, dass es eine ontologische Unverständlichkeit gibt, was bedeutet, die Welt an sich ist nicht konsistent oder basiert nicht wirklich auf Regeln. Man kann es gar nicht verstehen, selbst wenn es jemand einem erklären versuchen würde. Also, dass es quasi keine echte Realität gibt und kein geschlossenes Weltmodell und es gibt keinen Punkt, an dem irgendwie alles wirklich Sinn ergibt. Und nach sowas orientiert sich ja Backrooms auch irgendwie. Also je mehr man da drin nach Sinn sucht, desto verrückter wird man eigentlich. Gleichzeitig kann man aber auch gar nicht zulassen, dass das alles gar keinen Sinn ergibt. Das ist ja auch ein bisschen das Problem, was die Hauptfigur im Film hat, dass sie damit konfrontiert wird, aber natürlich sich dazu verhalten muss. Weil sonst würde man einfach denken, boah, krass, das ist ganz schön überfordernd, ich geh nicht mehr rein. Also, der Film könnte ja auch nach zehn Minuten vorbei sein, wenn man sich einfach so denkt, boah, das übersteigt meine Kompetenzen, ich möchte, ich vergesse es einfach am besten, wie es überhaupt existiert. Ja genau, aber gleichzeitig und das finde ich halt auch realistisch, weil so sehe ich es halt auch natürlich rein als Betrachter, gleichzeitig ist es natürlich einfach auch zu spannend. Es ist halt faszinierend und beklemmend zugleich und das kommt finde ich sowohl im Film rüber, aber auch einfach die Idee von The Middle Spaces, die Idee von Backrooms, der ganzen Internet-Lore. Und die unterstreicht das ja, dass es halt irgendwie alles super interessant ist. Du willst schon mehr, du willst mehr wissen, obwohl es dich gruselt, obwohl es dich, obwohl du Beklemmung davor hast. Und es gibt ja einen Satz im Film und ich denke, den können wir nennen, das ist jetzt nichts Spoilermäßiges. Es gibt einen Satz im Film, dass die Backrooms werden so quasi erklärt. Stell dir mal vor, jemand müsste einen Hund zeichnen, der nicht weiß, wie ein Hund aussieht. Das ist ja wie so damals irgendwie in Zeiten noch, wo Menschen noch nicht groß reisen konnten, wenn du irgendwie alte Zeichnungen teilweise von Affen siehst oder sowas. Von Menschen aus Europa, die noch nie Affen gesehen haben. Die dann irgendwie halt so, ja, ich verstehe schon, was er meinte, aber das sieht halt komplett falsch aus. Und so sind ja echt die Backrooms auch. Und das finde ich halt so geil, dass du dieses dieses, ich müsste das verstehen, weil ich müsste es kennen, aber ich kann es nicht begreifen, weil es halt nicht so aussieht, wie ich es jemals wahrgenommen habe. Das ist ja genau das so irgendwie. Du kannst es mir erklären, du kannst es mir zeigen, ich kann davor stehen in den Backrooms und trotzdem denke ich mir, nee, das ist halt falsch, das kann so nicht sein. Dieser Widerspruch gegen, wie gesagt, Naturgesetze, gegen die Realität, das finde ich daran halt so krass faszinierend. Weil gerade wenn beide Personen auch denselben Hund kennen, auch das würde man nicht genau so beschreiben. Auch da würde das Bild nicht identisch sein, sondern es würde Abweichungen sein. Und gerade diese leichten Abweichungen machen die Backrooms ja auch so gruselig, weil es ja verschiedene Theorien gibt, die der Film auch teilweise noch befeuert, was die Backrooms denn nun schlussendlich sein sollen. Und dieses, dass alles so leicht off ist, wie du eben auch schon erwähnt hast, ein Stuhl mit drei Beinen oder so. Also da gibt es keinerlei Grund, dass der so existieren würde, weil jeder Mensch könnte einen Stuhl so sehr beschreiben, dass man nicht sagen würde, dass er drei Beine hat. Aber wenn man nicht ersagt, dass der Stuhl überhaupt Beine hat oder einfach nur sagt, er hat Beine, würde jemand, der noch nie einen Stuhl gesehen hat, vielleicht drei Beine dran machen und sich dann denken, hä, das ist aber ein unpraktisches Möbelstück, das steht ja gar nicht. Ich möchte einmal nachhaken, weil ich habe diesen Satz, so wie André ihn wiedergegeben hat, jetzt auch schon ein, zweimal gelesen, aber ich glaube, da ist ja noch ein Knick drin, oder? Es heißt doch eigentlich, dass jemand einen Hund zeichnen soll, der noch nie einen Hund gesehen hat, aber dem gerade davon erzählt wurde, wie ein Hund auszusehen hat, oder? Ja, ja, ja, genau, meine ich ja. Also genau, sorry. Achso, ich dachte, was auch gesagt gab. Genau, also es bekommt jemand das zwar beschrieben, aber er hat selber noch nie einen gesehen und vermischt dann quasi das, was jemand ihm vielleicht erzählt und das, was er sich darunter vorstellt. Genau, also so versuchen sie ja die Backrooms zu beschreiben, ne? Ja, das meine ich ja damit, ja, ja. Genau, genau, genau, das ist das, was ich meine, genau. Und ich finde, das trifft es halt sehr, sehr gut. Aber ich finde... Auch diese Beschreibung an sich, dieses ja, versuch mal jemanden zu erklären, der einen Hund gesehen hat, wie ein Hund zu zeichnen ist, auch das ist ja in sich sehr stark, aber auch sehr schwach. Also es sagt ja eine Person zur anderen irgendwie, um irgendwas zu erklären. Man denkt so, ah, okay, checke ich trotzdem nicht jetzt, wie das aussehen soll. Also es hilft alles nichts. Jeder Erklärungsversuch macht nur noch, verwirrt nur noch mehr und lässt nur noch mehr ein anderes Bild im Kopf entstehen. Das ist ja auch oft so, wenn man so Vergleiche von Filmen liest. Also ich muss oft an wie Charlie Kattu, dieser Film mit dem wild gewordenen Stier, der als der weise Haidrift auf Mad Max Fury Road bezeichnet wird. Und dann stellt man sich im Kopf ja was vor und dann guckt man den Film und denkt so, ja, ich check jetzt, was ihr gemeint habt, aber das passt ja gar nicht, wie ich es mir vorgestellt habe. Und so ist ja jeder Versuch, auch diese Backrooms zu erklären. Dass das halt alles nicht im Erfahrungshorizont der einzelnen Personen verankert ist. Ja. Bevor wir darauf wieder eingehen, würde ich gerne einmal fragen, nee, würde ich gerne einmal sagen, ich wäre auf jeden Fall noch mal reingegangen, weil ich finde es, es macht zu neugierig, als dass es zu sehr Angst macht. Ich wahrscheinlich auch, ja. Dann aber, weil das ist ja das helle Licht so, das ist irgendwie, das strahlt jetzt nicht unbedingt die größte Bedrohung aus. Es ist... Erstmal nicht. Es ist unwirklich, aber... Ja, es ist nicht irgendwie abweisend oder abstoßend so. Aber bevor wir darauf eingehen, wir haben jetzt hier diesen jungen Mann, der hat, was hat er gemacht? 18 Kurzfilme beziehungsweise 18 Teile einer Webserie. Wir haben diesen anderen jungen Mann, der ein paar Kurzfilme und einen richtigen Langfilm ins Netz gestellt hat. Ist es ein Momentum? Ist es etwas, was einmalig ist, so was wie Babenheimer? Oder ist das tatsächlich ein kleiner Umsturz? Ich meine, was denken sich jetzt Studios wie Disney? Oder weiß ich nicht, was ist jetzt noch anderes Prestigesträchtiges gerade im Kino? Ich meine, nächste Woche kommt der Spielberg-Film so, der wird auch nicht wenig gekostet haben. Ist das jetzt der Film, den die Leute sehen wollen, der mysteriös genug ist, um die Kosten zu rechtfertigen? Ich glaube nicht. Also, ach so, sorry. Nö, nö, nö, oder so. Ich glaube schon, dass das wie so eine Art Paradigmenwechsel gerade ist, weil ich ja eh schon immer diese These habe, dass YouTube eigentlich dieses Streaming-Wars, die immer ausgerufen werden, hat YouTube gewonnen. Weil sie ja einfach ein ganz anderes Finanzierungsmodell haben. Also auf YouTube laden Leute ihre Filme hoch oder alles, was sie machen, ihren Content. Wenn der funktioniert, kriegen sie anteilig Werbegelder. Bei Netflix bezahlst du Abogebühren. Daraus macht Netflix den Content, von dem du denkst, dass du ihn sehen willst. Aber sowas wie Milk in Siri würden sie zum Beispiel nie machen, sowas wie Backrooms würden sie auch nicht machen. Deswegen, glaube ich, wird YouTube immer stärker zu so einer Talent-Pipeline, wo auch viel mehr ausprobiert wird, weil YouTube ja auch nie das Interesse haben wird, überhaupt Filme ins Kino zu bringen. Also im Prinzip könnte YouTube auch sagen, ey, hier, macht eure Dinge. Also warum soll Sean Baker nicht seinen nächsten Film auf YouTube veröffentlichen? Du kriegst die Hälfte der Einnahmen, kannst ihn im Kino zeigen, danach kommt er zu uns. Und du siehst daran ja auch, dass du dir eine Fanbase aufbauen kannst. Also von Backroom 86% des Publikums sind unter 35 und 44% sind unter 21. Dieses ganze Gen Z und Gen Alpha gehen nicht ins Kino, stimmt nur deshalb, weil sie keinen Bock auf so alte Franchise-Nostalgie haben und deshalb es immer so wirkt, als ob die nicht ins Kino gehen. Aber die kommen schon, wenn irgendwas kommt, was sie interessiert. Das hat man bei Five Nights at Freddy's ja schon ein bisschen gemerkt. Auch ein bisschen mehr bei Minecraft gemerkt. Also sie kommen, ob der Content jetzt dann wirklich gut ist, so in Bezug auf Five Nights at Freddy's und Minecraft, ist ja erst mal hinten angestellt, weil dieses Problem, dieses Qualitätsproblem haben ja alle großen Blockbuster, dass sie nicht zwangsläufig jetzt mega geile Filme sind. Aber dass jetzt sowas wie Obsession Leute wirklich zieht, die ja auch Lust dann auf mehr haben werden, die dann auch auf YouTube gucken, was da passiert, Das wird, glaube ich, jetzt deutlich zunehmen. Also das ist eine komplett neue IP-Logik, die man da jetzt irgendwie aufbauen kann. Weil die IP von Backrooms hat 2019 angefangen. Die IP gehört ja auch nicht mehr wirklich jemandem. Auch Parsons gehört das ja nicht wirklich. Also, das ist jetzt auch nicht unbedingt Open Source, aber es gibt jetzt niemanden, der Briefe verschicken könnte. André, was wolltest du sagen? Aber ich frage mich schon, ob der User von 4chan damals eigentlich sich gerade in den Arsch beißt. Das ist wahrscheinlich wie der Typ, der sich mit den Bitcoins 2011 diese Pizza gekauft hat. Für irgendwie 33 Millionen. Ja, so in der Art. Was wir ja gerade die ganze Zeit vergessen haben, ist ja Markiplier und Iron lang. Ja. Der ja auch noch. Wir haben jetzt quasi drei von denen. Beziehungsweise, wir müssten aber auch schon mal als Gegenargument Chris Duckman und Shelby Oaks mit anführen. Ja, aber ich glaube, das ist eine ganz andere Kiste. Also von der Größe her noch mal. Aber er hat sich eine Fan-Community aufgebaut. Er hat ein Standing so. Er hat mit guten Leuten zusammengearbeitet. Genauso wie jetzt Parsons auch. Ja. Ich meine ... Ja, ich glaube aber, das ist das Ding. Also auch wenn Behind jetzt einen Kinofilm machen würde, das würde bestimmt auch ganz okay laufen. Aber wenn der Film halt nur okay wäre und kein geiler Film, wie er halt auch jetzt der Chris Duckman-Film nicht, also er hat ja auch keinen positiven Bass irgendwie, dann würde das, glaube ich, auch nicht funktionieren, weil du, glaube ich, noch mal ... Ich glaube, Stuckman hatte nicht wirklich Fans, sondern Leute, die seine Meinung geschätzt haben, aber nicht dachten, boah, der ist bestimmt ein geiler Filmemacher. Bei Markiplier haben die Leute, glaube ich, schon gedacht, boah, der hat's drauf, das ist ein guter Entertainer. Also, man muss natürlich auch wirklich, ja, also, da sind verschiedene Faktoren im Spiel. Zum einen mal, genau, ein reiner YouTube-Filmkritiker, auch wenn er auch seine Millionen Follower hat, hat, glaube ich, schon da eine andere Zugkraft, vor allem, wenn er dann nicht eine IP dreht, beziehungsweise, sag ich mal, etwas zu einem Phänomen dreht oder eine Art Franchise wie Backrooms, was es quasi schon gibt, sondern er hat was Eigenes kreiert. Und dann ist er halt eher genau, er ist halt, ich glaub, so Filmkritiker, Follower sind halt auch genau, finde ich, wie Tino sagt, so interessieren sich halt für die Meinung, aber sind jetzt vielleicht auch nicht direkt die Leute, die dann, ja, so diese parasoziale Beziehungsmäßig, wenn du irgendwas machst, bin ich dabei, egal was. Sondern sie wollen die Filmminung wissen, aber alles, was er sonst macht, ist vielleicht gar nicht mal so interessant. Marketplier hat natürlich A, ein Zehnfaches nochmal an Followern und eine ganz andere Community-Bindung, glaube ich. Die Leute liegen ihm ja zu Füßen. Der kann ja wirklich alles machen und die fressen es ihm sofort aus der Hand. Ganz andere Größenverhältnisse, glaube ich, nochmal. Und auch Community-Beziehungen. Dazu dann natürlich nochmal, da auch basiert auf einem Game, was jetzt ... Auch jetzt nicht Backrooms-artige Anhängerschaft hat, aber auch noch mal eine Zugkraft hatte, was Leute kannten, weil es ein populäres Indie-Game war. Da kommen noch mal andere Sachen zusammen. Wiederum bei einem Kane Parsons jetzt, der hatte halt das Glück, eben durch diese krasse Viralität der YouTube-Videos da noch mal eine Anhängerschaft eh schon zu haben, verbunden mit dem Phänomen Backrooms noch mal. Und letztendlich ganz großes Thema halt eben, hat auch den du auch schon angeschnitten, was Obsession ja gerade sieht und warum der in der dritten Woche jetzt so krass immer noch hochgeht, zeigt mal wieder, wie unfassbar krass wichtig Mundpropaganda ist. Und bei Shelby Oaks gab's kein Ey Leute, das ist der Megafilm des Jahres, das müsst ihr sehen. Da gab's keinen Tino Hahn, der schon ein Jahr vorher gesagt hat, ich komm grad aus Sieges, wenn ihr nächstes Jahr alle nicht auf Session guckt, seid ihr doof. Das gab's bei Shelby Oaks halt nicht. Und da siehst du, wie krass das wichtig ist, wenn da wirklich Leute vorreiten und sagen, ey, da kommt was richtig Krasses. Wir hätten's ja sagen können. Sie haben's ja abgezogen. Ja, aber es war es halt nicht auch. Das ist es halt eben auch. Deswegen, also bei all diesen Filmeschaffenden, die aus einer ähnlichen Grundlage kommen, siehst du dann, wie unterschiedlich aber dann die einzigen Mechanismen dann doch greifen müssen, damit es dann wirklich auch durchknallt. Deswegen einmal kurz die Frage. Sind wir uns alle eigentlich schon, dass Backrooms ... Ich hab Shelby Oaks nicht gesehen, deswegen frage ich euch ja. Ach, hast du den immer noch nicht gesehen? Immer noch nicht. Was hab ich für einen Anreiz? Ihr sagt alle, der Film ist nicht sehr toll. Genau, ich würd immer noch sagen, ist nicht schlimm. Genau, das ist schon ein Problem. Und deswegen kann man schon sagen, dass Obsession und The Backrooms, oder Backrooms, jetzt der Film, beide schon jeweils besser sind als eben Shelby Oaks. Oder auch Iron Lang. Ich würde auch, obwohl ich Iron Lang auch echt nicht gut fand, aber trotzdem finde ich beachtenswert, was da probiert wurde, während Shelby Oaks halt wirklich alles so nach Standard macht. Das ist eigentlich okay, aber als Filmkritiker wirklich den 0850. Horrorfilm zu machen, Hut ab. Also alles, was man kritisiert hat, natürlich, ich hab null Filme gemacht, meiner würde wahrscheinlich noch beschissener werden als Shelby Oaks, aber ich hab ja jetzt trotzdem leicht reden, aber das war wirklich, also das war ja wirklich enttäuschend. Und Iron Lange hat eine Geduld. Das hab ich von meiner Review auch gesagt, das ist vielleicht auch unbedingt nicht ganz fair, aber es ist halt echt so, wenn sich da jemand an einem Film macht, der seit 12, 13 Jahren halt Horrorfilme zerpflückt, und der macht dann wirklich, der macht dann im Film mehrfach Dinge, die er selber seit 12 Jahren auf YouTube, der wird jetzt jedem anderen Film in die Ohren hauen und macht's dann selber, dann ist das, sorry, ist das halt eine Messlatte, wenn ich sage, sorry, dann wirklich Iron Lange, ja, der ist vielleicht zu lang. Aber der ist trotzdem, Da ist ein kreatives Projekt, super mit kleinem Team. Da war nicht irgendwie dann noch ein bekannter Hollywood-Produzent und Regisseur noch irgendwie auch im Hintergrund, der da mitgedoktert hat. Da habe ich dann irgendwie mehr Respekt vor. Wo man dann auch noch im Kino dann mitbekommt, okay, es war einfach auch alles gelogen, dass sie noch mal extra Gord-Szenen gedreht haben und Szenen nachgedreht. Einfach Bullshit. Einfach die eigenen Fans belügen. Das geht halt nicht. Also, weil bei Shelby Oaks mich wert, ich fände es ja auch nicht schlimm, wenn ein Horrorfilm so 0815 ist, aber dann muss wenigstens, wenn da noch Chumpscares daneben gehen und nichts, also keine Redeeming-Qualities drin sind, dann ist das ja das Schlimmste, was einem passieren kann. Also. Ja, wir können auf jeden Fall zusammenfassen, die Qualität des Films trotz allem Hype und Bekanntheit der Macher ist halt essentiell trotzdem. Ja, zumindest für das zweite Wochenende. Ja, genau, und das dritte auch. Dann möchte ich jetzt aber noch mal eine Frage hinterherstellen, weil ja, Tino ja in der Vergangenheit zum Beispiel auch schon mal hier und da so diese gewisse Budgetangaben und so in Frage gestellt hat. Ich weiß nicht, kann man wirklich bei diesen Erfolgen außen vorlassen, dass die Jungs da ja jeweils schon eine Menge Arbeit reingesteckt haben? Jetzt nicht unbedingt in das da, also in das, was jetzt gerade an der Kinokasse erfolgreich ist, sondern halt eben in den Aufbau ihrer Persona, ihres Kanals, ihres Standings, wie im Fall von Kane Parsons, ihrer Lore. Also der hat da ja schon eine Menge Jahre und Arbeitszeit reingesteckt im Vorfeld, die sich natürlich jetzt bezahlt machen. Aber müsste man die nicht eigentlich auch streng genommen mit draufrechnen? Weiß nicht, musst du bei jemandem, der bei Bayern spielt und dann in einer Fußball-Nationalmannschaft spielt und die WM gewinnt, wie willst du das berechnen? Also ich verstehe den Ansatz, aber ... Leute, man geht 13 Jahre in die Schule, um Abi zu machen, damit man Literatur studieren kann, dann schreibt man einen Bestseller. Also es ist schwierig, das irgendwie anzurechnen. Also ich verstehe es, aber es ist halt schwierig umzurechnen. Weil sie einerseits, also Parsons würde ich sagen, hat jetzt nicht viel Kohle mit den Sachen verdient, weil ich glaube, diese Backroom-Sachen waren schwierig zu monetarisieren. Ich glaube, Curry Barker wird schon mehr von seinem YouTube-Kanal profitiert, da mag ich natürlich sowieso. Also, die haben ja quasi einen normalen Job gemacht. Also quasi wie du auch. Wenn du jetzt den großen Rocket Beans- oder Kino-Plus-Kinofilm machst und der spielt so Bang-Boom-Bang-mäßig eine Million Besucher oder so, wie würdest du das sein? Wie würdest du es bei dir, was wäre so dein Berechnungsschlüssel? Ja, das ist halt auch etwas, was ich mich frage. so, weil das Ding ist ja, es ist ja nicht nur mit dem Dreh des Kinofilms dann so gesehen getan gewesen, sondern wir müssen auch gar nicht im Monetären rechnen, sondern mir geht's eigentlich dann in dem Moment eher um die Zeit vielleicht so, ja. Also, wir haben hier einen Film wie Obsession und einen Film wie Backrooms. Die schon nicht ohne einen gewissen Effekt von Zeit daherkommen oder beziehungsweise ohne eine gewisse Zeit nicht so erfolgreich wären, meiner Ansicht nach. Also Curry Barker musste ja einen gewissen Ruf sich erarbeiten und musste ja erst mal auf sich aufmerksam machen und eben, sag ich mal, durch seine Kurzfilme und auch Milk & Serial, da musste er ja schon ja auch Zeit investieren. Und dann halt für seinen YouTube-Kanal, genauso wie das Kane Person oder Kane Pixels halt gemacht hat. Das ist ja alles schon eine gewisse Zeit, die da investiert wurde, um einen gewissen, wie soll man sagen... Fuß in die Tür. Ja, Fuß in die Tür, aber auch, wie gesagt, einen gewissen Grundboden oder Nährboden von Interesse zu schaffen. Und jetzt kommen halt diese Filme und haben halt den Vorteil, dass schon diverse Jahre vorher sie eben etwas aufgebaut haben. Ist das jetzt für Studios essentiell? Ist das ein Faktor, den man zu rechnen muss? Ich glaube schon. Also ich glaube, bei Kane Parsons, also der hat ja wirklich Image aufgebaut. Curry Barker hat ja in Gänsefüßchen nur geilen Content abgeliefert. Also ich glaube, jemand wie Curry Barker hätte in einer schlechteren Welt, hätte er einfach bei der nächsten Staffel von... Weiß nicht, Pluribus Season 3 hat er bei zwei Folgen Regie geführt oder so. Also auch eine geile Karriere gemacht, aber der wäre halt eher für sein generelles Talent, aber nicht unbedingt für die Brand oder so, die er aufgebaut hat. Weil natürlich hat er auch oft mitgespielter Sachen gemacht, aber er war ja trotzdem eher jemand, der seine eigene Vision umgesetzt hat, wo man halt sieht, okay, so jemanden 50 Millionen geben, dreh irgendeinen Film, das wird schon irgendwie hinhauen. Backrooms bringt aber eine IP wirklich mit. Also das ist, glaube ich, was, was sicher wäre. Ich glaube halt auch, dass sowas wie Momo bald verfilmt werden wird. Wahrscheinlich wird das nicht wirklich gut hinhauen, aber viele von den ganzen Videospielreihen, Dead by Daylight kommt bald, Phasmophobia wird verfilmt, beides von Plumhouse. Das, glaube ich, was so übers Internet, was über Let's Play sich so eine Lore aufgebaut hat oder halt so eine IP schon so eine, oder Teil der Popkultur schon einfach ist in einer bestimmten Altersgruppe oder beziehungsweise Bevölkerungsgruppe. Ich glaube schon, dass das essentiell jetzt für die nächste Zeit erst mal sein wird, was so kommen wird. Weil das Dead by Daylight-Projekt wirkt ein bisschen eingeschlafen, Phasmophobie auch. Aber ich glaube, da werden so in den nächsten ein, zwei Monaten auch mal wieder Updates kommen nach dem Erfolg von Backrooms. Weil Backrooms für viele ja auch irgendwie eher als Videospiel trotzdem wahrgenommen wird oder als Kurzfilm. Also, dass das alles auf so einem Bild basiert, wissen, glaube ich, nicht viele, die den Film gucken. Ich glaube, die kennen das YouTube-Ding oder haben halt im Gaming-Kontext eher Berührungspunkte. mitgehabt. Ja, ja, vollkommen. Bei Barker noch gerade, ich meine, klar, der hat ja vor allem auch, sagst du schon, Content, der hat ja vor allem seinen Comedy-Kanal, YouTube und auch Instagram und so, da haben sie ja, also das macht er ja zusammen mit dem, ähm, mit dem Obsession auch mitspielt, der Kumpel von ihm. Kuba Tomlinson. Genau, das ist ja sein Comedy-Partner. Und da hatten sie ja auch schon Millionen, eine Millionen-Follower-Schaft schon. Also er war ja schon erfolgreich im Netz, hatte da eben auch schon eine Community, da hatte ich auch schon Geld verdient, so ganz Gutes wahrscheinlich, um sich da auch schon eine Grundfinanzierung für Kurzfilme und vielleicht eben auch Anfütterung für Obsession leisten zu können. Also auch da, er hatte da auch schon eine gewisse Follower-Schaft. Aber bei ihm ist es auf jeden Fall trotzdem noch viel, viel essentieller, dass Obsession so ein verdammt guter Film ist. Weil er da, wie du schon sagst, nicht diese Art IP oder schon so eine nennenswerte Idee schon mit drin hat wie eben Backrooms. Ja, ich glaube auch, dass Curry Barker, wenn Obsession nicht so eingeschlagen hätte, würde er vielleicht auch so einen Rucka-Rucka-Weg gehen, dass Obsession ganz okay läuft. Und dann kam halt bei den beiden so was wie Bring Her Back, der halt auch aus meiner Sicht schlecht vermarktet wurde einfach. Also da wurde weder irgendwie krass so, hey, der neue Schocker von den Machern von Talk Me Back, äh, Talk To Me. Talk Back To Me. Kurz geremixt. Also dass der zweite Film von denen dann irgendwie ein Zehntel einspielt vom ersten Film, das kann nicht an der Qualität des Films liegen. Das wissen die Leute in der ersten Woche ja noch gar nicht. Und der Film ist ja auch qualitativ nicht so, dass das irgendwie an dem Film an sich liegen könnte. Und. Das ist jetzt natürlich sehr bescheuert, was ich jetzt irgendwie so sage, aber ob Curry Barker jetzt unbedingt 570 Videos hätte machen müssen oder auch vielleicht 100 plus dieses Milk and Serial, das ist halt schwierig zu sagen, weil er dadurch ja auch quasi sein Talent und sein Handwerk gelernt hat. Das ist ja so Learning by Doing. Und dann geht es irgendwie durch die Decke, weil so was wie Milk and Serial, also so gern wir denen auch mochten, ein Gänsefüßchen hat ja halt auch nur 2,8 Millionen Abrufe. Das ist halt im Vergleich zu diesen ganzen Horror-Kurzfilmen wie dieses Lightouts oder so halt auch nichts im Internet-Dimensionen leider. Also 2,8 Millionen ist nice, aber kein Viral-Hit oder so. Das ist eher was, wo so Produzenten auf dich aufmerksam werden, wie eben bei Lights Out und dann so sagen, hey, hier, mach mal einen Film, aber du kommst hier sofort in dieses Studiosystem rein und werden dich schön an der Leine halten, aber du wirkst wie jemand, der handwerklich gut Sachen umsetzen kann und bewiesen hat, dass er mit wenig Geld umgehen kann. Deswegen würde ich, glaube ich, Markiplier auch nochmal ranziehen, weil Parsons und Barker haben jetzt auch mit Studios zusammengearbeitet. Markiplier hat es ja wirklich komplett selbst alles gemacht und dadurch auch ironischerweise den zwei teuersten Filmen von denen gemacht. Also Iron Man hat drei Millionen gekostet, Backrooms zehn Millionen, was ich auch erstaunlich wenig finde, dafür, dass es viele selbstgebaute Sets sind. Aber was auch wieder das unterstreicht, Horror ist halt auch das perfekte Testfeld. Du brauchst keine großen Budgets, es lebt stark vom Konzept, Atmosphäre, Timing. Die bekannten Schauspieler sind vielleicht sogar ein bisschen kontraproduktiv bei Backrooms, weil man die schon mit anderen Rollen assoziiert. Also du brauchst auch keine, du brauchst kein Geld, du brauchst eher eine geile Vision und Leute, die geil was umsetzen können und damit kriegst du extrem viel Aufmerksamkeit einfach drauf. Also sag mir irgendwas, was aufwendig ist, was jemals einen großen Hype aufgebaut hat, wie dieses Backrooms-Video. Gibt's halt eigentlich nicht. Wie meinst du, was? Ja, irgendwo, wo man so weiß, krass, das hat 10 Millionen gekostet. In einer Minute wird für 10 Millionen irgendwas gemacht. Und das soll dann viral gehen. Es sind ja meistens wirklich so schrottige, eben realistisch aussehende Sachen. Irgendwas, was da Authentizität versprüht. Auch Momo oder so. Also auch da einfach nur so ein schrottiges Bild mit ein paar Glitches drauf. Es sieht irgendwie komplett echt aus. Davon lebt das ja halt. Deswegen funktionieren, glaube ich, jetzt, Also ich glaube nicht, dass wir jetzt den nächsten großen Drama-Hit von YouTube-Creatoren sehen werden. Oder wann haben wir jemals gesagt, guck mal hier, dieses 60-minütige Drama auf YouTube, das müsst ihr euch angucken, das ist ja megageil, das geht gerade viral durch die Decke. Das passiert halt auch nicht. Also Comedy, Horror ... Bei dieser viereinhalbstündige Elevated-Drama-Film. Ja, eben. Also das sind halt so Horror und Comedy funktioniert, weil du halt wenig Geld brauchst, sondern viel Talent. Und die Leute ja auch aufnahmefähiger sind. Also wenn mir jetzt jemand einen Link schicken würde, auch das hätte ich Curry Barker vorher nicht gekannt. Ich habe halt Milken Serial gesehen, da hat es irgendwie 47.000 Aufrufe gehabt. Hätte ich mit der Person nichts anfangen können. Ich gucke doch nicht 59 Minuten lang was, was 47.000 Aufrufe hat. Also wie viel Vertrauensvorschuss muss ich irgendwas denn geben? Da sieht man, wo es falsch läuft bei YouTube, bei Leuten wie dir, Tino. Ja, genau. Immerhin habe ich ihn da gesehen. und auch Curry Barker vorher gekannt, aber dieses ... Es ist nach wie vor super schwierig, da viral zu gehen. Man kriegt's ja auch mit. Wir sehen ja auch, wie selten Sachen so wirklich krass viral gehen. Letztens war dieses Ghibli-Toilet, dann jetzt dieses Amazing Digital Circus und davon haben wir ja nicht mal was mitgekriegt. Also das ist ja auch noch was. Das findet halt in merkwürdiger Weise fast hermetisch abgeriegerten Räumen statt, in die wir auch selten Einblick erhalten. Die trotzdem für sich genommen riesig sind, aber irgendwie kriegt man es dann manchmal doch zu zum Erspiel. Das ist halt wie Taylor Swift, K-Pop oder sonst irgendwas. Ich kriege immer mit, dass Wacken ist, weil Media Markt mich keiner beraten kann, wenn man da nicht in diesem Universum nicht zu Hause ist. Ist gemein. Ja. Ja, aber es ist dann immer so, also es ist wirklich, ist da ja auch dieses, diese, diese false consensus, dass nur weil man es selber kennt, denkt man immer, alle müssen es kennen, also ich habe ja auch ganz oft dieses, irgendein Film läuft und da denke ich, oh, ich muss Tickets holen, ist bestimmt ausverkauft, ich will ja auch hin. Und dann denke ich mir wieder so, ja, okay, klar, dass noch kein Ticket weg ist, ich will ja auch hin. Also das ist immer dann so dieses Ding. Oder Taylor Swift, finde ich, ist da auch ein gutes Beispiel, weil die hat halt keine nervigen Hits, aber für mich auch nichts, wo ich so denke, geil, sondern die existiert einfach. Also ich weiß, dass sie da ist, ich weiß, dass sie riesengroß ist, aber ich hab null Berührungspunkte damit, weil ich halt einfach nicht in dieser Sphäre oder so unterwegs bin. Weil du kein Swifty bist. Ja, ich bin kein Swifty, aber ich müsste ja eigentlich Kontakt damit haben. Also kann ja nicht sein, dass ich so Santiano, Mittelalterrock mitkriege oder irgendwelche komischen. Jetzt hab ich neulich diese Dicker, diese Kinder-Rap-Sache, da krieg ich irgendwas mit. aber Taylor Swift, wenn ich irgendwas von ihr höre, denke ich, ach, das ist Taylor Swift, okay. Also mir ist es schon bekannt, aber es ist nicht so penetrant, wie es sein müsste anhand des Erfolgs. Dicke, du meinst das, was ist das, Nilpferd? Ja, ja. Ach, das kennst du auch. Ist das so ein Kinderding? Natürlich, Alter, der ist voll groß. Mann, naja. Ich hab einmal reingepackt. Alter, ich hab das alles gut auf den Augen. Ich finde, das klingt halt alles wie Manni, Mark und Frauenarzt und so. Das ist doch alles nur so mit so Kindersongs drüber. Naja, das ist, ich glaub, Sido steckt da mal teilweise mit drin. Und ich glaub, der eigentliche Dicke, der ist, das ist auch ein, das ist auch, glaube ich, echt schon ein langjähriger Hip-Hop-Produzent, der irgendwie schon Ewigkeiten im Business ist. Ja, weil ich fand so, es war ganz catchy produziert. Ja genau, ich glaube halt so Frauenarzt und Moneymark und so Kinderlieder haben die gleiche, haben die gleiche, sag ich mal, Simplizität in der Produktion. Es muss beides sehr leicht zugänglich sein. Auf der einen Seite dafür eben für Kinder, für, ja, die eben auch noch kein großes Musikverständnis haben, sondern es muss einfach eingängig sein. Und auf der anderen Seite für schwer Besoffene. die auch kein Musikschirmes haben und es muss auch sehr eingängig sein. Aber gutes Thema, weil das ist bei mir nämlich ich weiß, dass so Kinderartists so Kindersong-Artists gigantisch sind. Es gibt doch auch in Deutschland so eine Kindersong-Autorin, die erfolgreich ist als Helene Fischer und so. Das weiß ich alles aber auch da krieg ich zum Beispiel gar nichts von mit, weil ich halt keine Kids hab und mich das komplett, ich kenn da nichts von. Ich weiß nur, dass die YouTube-Videos da irgendwie 688 Milliarden Aufrufe haben pro Song. Weiß ich alles, krieg ich aber zum Beispiel nichts von mit. Dafür kriege ich was von Taylor Swift mit, weil meine Freundin, dass ihr Lieblingsartist ist. Das ist ja höchstens dann, wenn eben, wenn das im nahen Umfeld irgendwie reinschwappt. Aber sonst kriegt man ja auch von solchen Bubbles, obwohl sie riesig sind, kriege ich halt auch dann wieder nichts mit. Das ist ja erstaunlich. Ja, aber wo man sagen würde, das ist so ein überspannendes Phänomen oder so, dass es halt nicht nur eine Sparte oder so ist, wo man schon sagt, okay, das Ding hat 280 Millionen Aufruf, wie kann ich davon jetzt zum ersten, den ersten Ton irgendwie hören. Hä, wie sauber's. Heavy Saurus, ja klar. Dann gehen wir alle noch aufs Konzert. Ja, die, okay, die kenn ich. Siehste, Kindermusik. Die spielen aber jetzt, wo spielen die? Die spielen mal Rock am Ring oder Wacken oder so. Wahrscheinlich spielen die ja auch Wacken auf der Hüftburg. Ja, geil. Herr Wacken ist doch auch einfach nur Lollapalooza mit langen Haaren. Ja. Ja. Ob Wacken wohl ein Limit-Space ist? Man weiß es nicht. Wenn die dieses Jahr nicht einen gebuchten Backrooms-Labyrinth haben, dann weiß ich auch nicht. Es stand ja auch, also das klingt auch stark nach Marketing-Gelaber, aber ich finde die Vorstellung cool, dass ich am Set, weil sie so viele Backrooms gebaut haben, also irgendwie 30.000 Square Meter waren, dass ganz oft Mitarbeiter am Set sich verlaufen haben. In den Backrooms Das stelle ich mir irgendwie ganz funny vor. Hallo? Wo drehen wir heute? Es ist vielleicht 10 Minuten so, ja, ich bin am Filmset, aber dann, ich glaube, wenn man da wirklich so drin ist, ist es irgendwann auch nicht mehr lustig. Ich glaube, wenn du da wochenlang drin rumläufst, ich würde das schon immer ein Paranoia bekommen. Gut. Wollen wir jetzt noch groß über den Film reden? Wir können ja mal so, ob wir Empfehlungen abgeben würden. Genau, der Film startet ja am 18. Juni im Kino. Wir können jetzt einfach mal ein bisschen sagen, ob jeder von uns, ob wir ihn empfehlen würden, im Kino zu gucken oder nicht. Naja, ich möchte jetzt nur nicht riskieren, dass wir uns plötzlich in eine Diskussion verheddern, die wir uns nicht verheddern wollen. Ja, aber die können wir ja vertragen, falls sie jetzt zu entstehen scheint. Genau, genau. Die Reibereien, die sparen wir uns dann für den großen Spoiler-Ton. Ja eben, wir treffen uns im Backroom 13. Ist das noch in der Lobby oder gehört das schon zu dem unteren oder roten Level, sagen wir es mal so? Wir treffen uns hinter der Backroom-Halle 7, 8 zum Treten. Ja. Dann ... Dann fang doch mal jemand an, Daniel. Was soll ich denn sagen? Soll ich schon mal auf den Inhalt eingehen? Kannst du gerne machen. Jetzt schon? Naja, okay. Sagen wir es mal so. Halten wir es genauso kryptisch. Es geht hier um einen, wie soll man sagen, um einen Mann namens Clark. Der ist Besitzer eines Möbelhauses, das nicht wirklich gut besucht ist. Das auch nicht wirklich die besten Möbel anbietet. und der plötzlich in seinem Untergeschoss oder im Untergeschoss seines Möbelhauses einen, wie soll man sagen, eine Art Riss entdeckt und durch diesen Riss in die Backrooms slidet oder glitscht. Und gleichzeitig geht es um seine Psychiaterin, die auch irgendwas zu verhandeln hat und die dann halt irgendwann anfängt, nach Clark zu suchen, weil er kryptische Nachrichten hinterlassen hat. Und ebenfalls in den Backrooms landet. So kann man es, glaube ich, einfach zusammenfassen, oder? Mhm. Ja. Und ich weiß nicht, ich muss sagen, so fühle ich mich jedes Mal, wenn ich bei Ikea bin. Ja, ganz kurz. Die haben ja, habt ihr es gesehen? Ja, diese Stuhlwerbung. Ja, ja, easy win. Also Ikea hat ja echt eine richtige Backrooms-Werbung gemacht, wo sie einfach ihre neue Produktreihe vor die Tapete gestellt hat, ohne irgendwas. Einfach nur super smart. Super smart, ja. Ja. Tino, was ist denn deine. Deine Prognose? Ja, auf jeden Fall. Und angucken. Aber der hat halt ein bisschen das Problem, was halt auch sogenannte Antikriegsfilme gibt. Ich glaube, es kann keine guten Antikriegsfilme geben. Man kann sich dem nur annähern und irgendwie achtsam scheitern. Und das macht Backrooms in meinen Augen halt auch, weil es ja ein Film über ein Konzept ist, was von Unerklärbarkeit lebt. Und der Film möchte aber sehr stark erklären, was hier so abgeht. Ich finde, er bietet auch nur eine Interpretation an. Aber er ist immer dann stark, wenn er dieser Unerklärbarkeit vertraut und immer dann schwach, wenn er denkt, er müsste irgendwas erklären, was man sich, glaube ich, auch so zusammenreimen würde oder halt mit einer eigenen Interpretation führt. Also der Film vertraut teilweise nicht seinem eigenen Schrecken. Und das fand ich irgendwie schade, weil sobald, und das macht der Film in meinen Augen zu früh, sobald man versucht, irgendeine Logik in sowas reinzubringen, hat man was, woran man sich orientieren kann. und dann geht der Schrecken leider weg. Deswegen fand ich es immer noch faszinierend und atmosphärisch. Aber ich bin davon ausgegangen, dass ich mich gruseln würde, aber das hat der Film durch ein paar Entscheidungen in den ersten Minuten schon mir leider zunichte gemacht. Aber trotzdem noch absolut sehenswert, natürlich. Ich muss einmal fragen, hast du dich bei Obsession so richtig gekruselt? Naja, da war ich so unheimlich. Da war ich so, ich möchte am liebsten gar nicht so hier sein. Das war für mich schwierig auszuhalten. Ja. Aber hat sich ein vergleichbares Gefühl bei Backrooms nicht eingestellt? Nee, gar nö, nö, null. Wohl, weil ich finde, das ist so das, was ich halt empfunden habe bei Backrooms. Ich habe mich halt auch irgendwann gefragt, ist das jetzt gerade hier, was ich empfinde, unheimlich oder ist es nur unangenehm? So wie ich das auch schon bei Obsession halt gehabt habe, wo ich mich gefragt habe, ist das jetzt gruselig oder wie du jetzt gesagt hast, will ich nur einfach nicht gerade hier sein? Ich habe bei Obsession natürlich mit den Figuren mitgelitten. Das macht Backrooms schwierig, was ich aber auch interessant fand, weil ich bei Backrooms generell interessant finde, was er sich für Figuren ausgedacht hat, um diese Handlung zu erzählen. Da können wir aber noch mal natürlich tiefer drauf eingehen. Und in ein paar Momenten habe ich mich gegruselt, eben dann, wenn er halt diese klassische, aus dem Internet bekannte Optik umschaltet. Aber oft verfolgen wir oder schauen wir Personen ja nur zu, wie sie was machen. Und dann denke ich mir, eigentlich erkunden die Räume, vielleicht ist da was, vielleicht ist da nichts, aber es hat sich halt nicht übertragen, dieses, also es war nur so ein Beobachten, aber ich war nicht wirklich dabei, bei Obsession bin ich halt dabei, also ich kann der Situation nicht entkommen, hier war ich aber so ein bisschen wie in so einer Beobachtungsposition, wo ich so dachte, ja, die Inszenierung kriegt es nicht wirklich hin, eine Bedrohung aufzubauen, ich kann mir ja auch keine Reihen interpretieren. Die Figuren geben es nicht her, also erfreue ich mich ein bisschen am Set-Design. Aber das war dann irgendwie nicht. Ja, nicht ausreichend. Das ging mir tatsächlich leider größtenteils auch so ein bisschen. Ich muss auch sagen, ich hab mich bei Obsession deutlich unwohler gefühlt. Ich find Obsession war für mich, hat mich mehr gepackt, hat mich mehr verstört, hat mich mehr, ja, da war ich wirklich so, da hatte ich Gänsehaut. Eigentlich ja wirklich ständig. Und bei Backrooms hatte ich das auch, aber leider zu wenig. Ich hab's gern öfter gehabt. Es gibt, genau bei den Tino angesprochenen, wenn der Film so die Art der Kursfilme mal so rausholt. Das macht auf meiner Meinung nach leider zu wenig. Das waren so, es gibt sehr effektive Sequenzen. Ich sag jetzt einfach nur mal Weihnachtsbaum. Ganz kontextlos. In der Mitte des Films, die haben mich komplett umgehauen. Da war ich richtig, richtig drin. Aber, finde ich auch. Aber es gibt leider auch viele Momente des Films, wo es eben nicht funktioniert hat. Und da war ich auch echt schade. Weil genau, das Set-Design ist der Oberhammer. So generell halt, Bilder, alles ganz, ganz toll. Aber mich hat leider auch dann echt immer oft, reißt der Film, hat der Film mich rausgerissen aus dieser Immersion, die ich haben wollte. Weil es bei mir auch so war, dass ich das einfach nur mal ... Da wissen, glaube ich, die Leute, die wissen schon genau, was ich damit meine, wo es hingeht. Der Film war mir dann leider halt, und davor hatte ich halt am Anfang schon so ein bisschen Angst, immer die ganze Zeit, bevor ich es gesehen habe. Der Film war mir in vielen Momenten dann leider dann doch zu viel A24. Ja, das ging mir leider auch so. Irgendwann fällt dem Film dann auf, oder irgendwann ist A24 dann aufgefallen, weil es ist nun mal eine große Studioproduktion noch mit Atomic Hero dahinter und so weiter. Äh, Atomic Monster. Atomic Monster dahinter. Man muss halt doch noch einen Film machen für eine relativ trotzdem breite Masse und irgendwo brauchen wir halt eine Figurenzeichnung und ein bisschen Geschichte und. Hintergrundbeleuchtung der Charaktere und vielleicht eine Vergangenheit und immer dann wird der Film leider, finde ich, am schlechtesten, weil genau das, wir haben jetzt die ganze Zeit die Stunde jetzt schon drüber gesprochen, was Limitless Bases und Backrooms an sich so faszinierend macht, nämlich diese Ungreifbarkeit, dieses Surreale, dieses ich will irgendwas erleben, was die Welt mir sonst nicht hergibt und irgendwie verstört werden davon und mich unwohl fühlen, Aber immer dann, wenn der Film die Story rausholt, wird's halt so normal. Und der Film war leider in vielen Momenten dann mir zu normal. Und das wollte ich von einem Beckungsfilm eben genau nicht. Ja, weil ich auch so ein großer Sucker für so Filme mit Limitless Spaces bin. Und deswegen dachte ich, geil, geil, geil. Und ich finde immer dieses von Bis das Blut gefriert, diesem Robert-Weiss-Film, die Tagline da ist halt You may not believe in ghosts, but you cannot deny terror. Was ja so bedeutet, egal, ob du jetzt glaubst, da ist was oder nicht, du kannst dich diesem Terror nicht entziehen. Und es ist unerheblich, ob du dran glaubst oder nicht. Aber das macht dann Backrooms, finde ich, auch nicht so clever, dass es halt sich so einer Subjektivität einfach hingibt, sondern halt ganz klar manchmal erklären will, ja, du hast schon recht, da ist wahrscheinlich irgendwas. Und dann kann man sich irgendwie dagegen verwehren. Also man wird nicht so schutzlos ausgeliefert, sondern man kriegt immer wieder ein Schutzschild, Sei es durch die Handlung oder durch die Inszenierung und das fand ich ein bisschen schade, weil er im Mittelteil ja zeigt, wie gruselig das hätte sein können und das letzte Dritte finde ich auch wieder super. Aber so die erste Stunde ... Er hat das alles, aber ich finde halt leider nicht genug. Es war mir dann zu kondensiert leider. Ja, und ich glaube, es liegt größtenteils auch am Drehbuch. Also da kann Parsons, glaube ich, auch nichts dafür, weil das auch noch mal erwähnen, als 20-Jähriger den Film so zu inszenieren. Der hat ein paar kleinere inszenatorische Macken, aber mit einem Drehbuch, was ich mehr getraut hätte oder weniger getraut, je nachdem. Also wenn ich das mehr getraut hätte, Sachen offen zu lassen. Also es muss nicht wie Skin on the Ring werden, aber er hätte sich schon mal trauen können, mehr Sachen unausgesprochen zu lassen oder auch mal länger laufen zu lassen, ohne wie auch teilweise geschnitten wird und wann geschnitten wird und wann Szenen gewechselt werden. Also es wird oft so aufgebrochen. Das hatte ich auch ein bisschen so bei die Mumie, wo ich auch so dachte, hey, wie kannst du denn jetzt in diesem Moment, der clearly nicht der Höhepunkt ist, die Szene beenden? Ja, wie gesagt, das hat der Film schon alles drin, also deswegen, er ist natürlich, also ich gehe schon, ich sage schon, er ist sehenswert, auf jeden Fall. Ich will ihn auch nochmal sehen, weil ich glaube, es ist auch ein Film, und das ist wiederum auch auf der Haben-Seite, es ist ein Film, glaube ich, der vielleicht bei einem Rewatch auch noch sogar ein bisschen wachsen kann, weil, und das finde ich auch noch die große Stärke neben den Bildern und der, schon der Atmo zeitweise, ich finde, der Film bietet super viel Diskussionspotenzial. Ich war mit einem Kumpel drin auf dem Heimweg, eine Stunde heimgebraucht danach irgendwie hier vom Studio Kühlen in Hamburg. Wir haben eine Stunde am Stück durchdiskutiert, weil, ey, hast du das gesehen? Ist dir das aufgefallen? Wie interpretierst du denn das? Also der Film, ja, er geht schon storymäßig so ein bisschen in eine Richtung, aber ich finde schon, dass er genug auch offen lässt, nur mal in Bildern andeutet, du kannst schon sehr viel interpretieren, deuten, so, das macht das schon und das finde ich, das macht er gut und das ist für mich ja immer schon bei einem Horrorfilm vor allem auch ein Indikator. Ich hab grad zumindest auf jeden Fall was Interessantes gesehen, was Spannendes gesehen. Es ist kein Film, wo ich rausgegeben bin, so ja, okay, und hab's, ist vergessen. Sondern da geh ich dran, da will ich wirklich Sachen wissen, da will ich Zeichen und Details deuten. Und ich glaube, Backrooms ist schon ein Film, den du beim zweiten Mal noch mal mehr absuchen kannst. Kannst jetzt noch mal, ich hab auch ein paar Sachen zum Beispiel, die hab ich nicht gesehen, die will ich beim zweiten Mal jetzt sehen, auf die mein Kumpel mehr geachtet hat. So, da find ich, da hat ja ein großes Potenzial, meiner Meinung nach. Finde ich nämlich auch. Und es ist so ein Film, wo man so denkt, also ohne jetzt, dass Teil 2 irgendwie krass angedeutet wird, wir sind halt ja immer noch in einer Franchise-Welt, natürlich wird ein zweiter Teil kommen. Niemand wird dann so sagen, okay, wir haben jetzt einmal Erfolg gehabt, das war's. Und wo ich so denke, ey, das im zweiten Teil so ein bisschen aus den Schwächen oder diesen Ängsten irgendwie dem Publikum nicht so viel zuzumuten, was lernen und da einen zweiten Teil hinterher zu schieben, bin ich völlig sold. Ja, Daniel, du so? Ja, ich sehe es, ich glaube, noch ein bisschen positiver als ihr beiden. Also beziehungsweise deutlich positiver als du, Tino. Und dann auch etwas positiver als André. Denn ich finde, dass der Film... Alles andere als Mainstream-tauglich ist, dass der sperrig ist und halt auch irgendwie unrund inszeniert und dass mir das auch irgendwie gerade gefällt. Ja, ich weiß nicht, ich hab das jetzt nicht so alles als zu erklärend oder zu viel Information oder zu viel Geschichte wahrgenommen, sondern als Option, was das sein könnte. Ich fand eigentlich echt gut, dass Parsons hier, dass es ihm gelingt, irgendwie das Ganze nicht zu sehr zu entmystifizieren, sondern einfach noch eine weitere Tür aufzumachen. Wenn man sich mal die bisherige Geschichte von den Backrooms irgendwie durchliest, und so ein paar Sachen halt gesehen hat, dann ist es ja viel. Ich meine, da gibt es Folgen, die gehen 45 Minuten. Dementsprechend fand ich das irgendwie alles... Ja, ich kann gewissen Kritikpunkten von euch nicht widersprechen, aber irgendwie, finde ich, machen es die dann auch wieder aus, dass es nicht zu glatt wird, dass es nicht zu gefällig wird. Also ich weiß nicht, bevor ich, ich kann diesen Film nichts Herkömmlichen irgendwie groß vergleichen, finde ich. Also da gibt's, da müsste ich schon bei anderen Leuten ansetzen, als bei, weiß ich nicht, so einem klassischen Blumhouse-Film oder sonst irgendwas. Oder ich finde den Film auch einiges, weiß ich nicht, kryptischer als ein Get-Out oder sowas. Demnach war ich überrascht, dass er das alles so durchsetzen konnte, wie er es als Regie-Debüt für einen Langfilm tatsächlich umgesetzt hat, wie er die Leute irgendwie dazu gekriegt hat, dass die das alles irgendwie mitmachen. Ich fand, da waren ein paar wundervolle Schocksequenzen drin oder, wie soll ich sagen, ja, unangenehme Sequenzen oder was geht hier ab Sequenzen drin, wo ich wirklich auch mich gefragt habe, ist das jetzt gruselig oder ist das jetzt einfach nur ach du Scheiße und dazu halt, ja, hier und da kleine, verstreute Bourbons und ich finde auch, man kann über diesen Film vortrefflich im Nachhinein noch diskutieren. Ich muss aber sagen, ich bin mehr beeindruckt als irgendwie naja, vergrämt oder anhand gewisser Dinge. Ich meine, man kann vielleicht, nee, man kann schon hier und da auch fordern oder sagen, wenn du schon so anfängst, dann müsste man da eigentlich auch ein bisschen mehr zu erzählen zu gewissen Positionen im Film. Aber auch das wird für mich durch immer wieder inszenatorische oder atmosphärische oder stimmungsvolle Momente ausgeglichen. Also ich war wirklich überrascht, dass ich um 23 Uhr da sitze und in diesem Film echt gut abtauche, obwohl ich ihn teilweise gar nicht verstehe. Und ja, ich muss sagen, es gibt hier und da auch Monologe, sagen wir es mal so. Ja, okay. Ich denke, da werden Leute mit deutlich mehr Ahnung und mit deutlich mehr Wissen als ich auch sitzen und die Nase rümpfen und sich denken, ja, ist ganz nett, was der junge Mann da irgendwie abgelassen hat. Aber ich muss auch sagen, ich weiß nicht, der ist halt noch sehr jung oder relativ jung, der man, ich weiß nicht, ob man da zu viel von ihm erwarten darf, ob da philosophisch so viel ... Ja, aber er hat das Drehbuch ja nicht geschrieben. Also das ist, glaube ich, das große Problem, dass da jemand, der ja nicht so krass das Monologe überhaupt gibt, ist, glaube ich, schon ein bisschen so ein Problem. Da reden wir aber noch ausführlicher drüber. Aber ich glaube, das handwerklich ist ja schon alles da. Aber Parsons kann ja auch nur mit dem arbeiten, was ihm das Drehbuch an die Hand gibt. Und ich glaube, da wird er nicht so viel Mitspracherecht gehabt haben. Meinst du nicht? Es kamen bei euch vorher auch diese Einspieler von ihm. Ja. Wo er auch gemeint hat, sie haben es versucht, so gruselig wie möglich zu machen. Das ist natürlich auch das übliche Marketinggewäsch. Aber wo ich auch so denke, ja, okay, wenn ihr es möglichst gruselig machen wollt, warum erklären Personen aus dem Off dann, worum es geht? Aber findest du, dass sie es so direkt erklärt haben? Naja, es wird eine Kassette gehört, wo die Erklärung drauf ist, worum es geht. Bloß mich hat noch, aber darüber spielen wir beim nächsten Mal. Ja, weil das fand ich so, ich finde halt, also es ist ja auch in den Denks drin, ich finde halt Horror und wissenschaftliche Erklärung, das beißt sich halt bei mir zu sehr. Okay, spannend. Weil das natürlich diese wissenschaftliche Komponente ist ja in der Serie schon essentiell. Ich weiß, ich weiß. Mir war es sogar im Film vielleicht sogar zu wenig, witzigerweise. Ich fand, es kam zu früh. Also es war dann so, wo ich so denke, das ist ungeschickt, also ungeschickt inszeniert. Also es wurde gar nicht Zeit gelassen, bis ich das aufbauen kann, das Mysterium. Es wurde zu schnell irgendwie so enträtselt schon wieder. Also man war ja den ... Zum Beispiel nicht. Also ich hatte da eher eine schöne Erinnerung an die Flash-Forwards oder Backwards in Lost, also an die Guten. Ja, okay. Ich fand zwar ein bisschen so dieses, das Publikum ist den Leuten da immer einen Schritt voraus und dann geht irgendwie das Mitfiebern weg, weil man halt zu sehr beobachtet. Also man war zu viel so distanzierter Beobachter, fand ich. Vielleicht bist du auch einfach ein zu genauer oder zu strenger Analytiker. Weiß ich nicht. Ja, es lässt mich ja auch gern einleunen, gerade von sowas, aber da hat es nicht so ganz funktioniert. Es war eher beeindruckt stellenweise, wie Geistheit inszeniert ist, aber ich habe gedacht, es wird wie diese ganzen Nimm-in-the-Spaces-Sachen von Channel Zero oder so, wo ich halt wirklich Angst gehabt habe, wenn dann einfach irgendwo eine Tür ist und sie gehen da runter und dann ist dahinter noch was. Das hat mich irgendwie mehr abgeholt als hier, wo es so ein bisschen, das war schon fast so ein bisschen so Jumanji für Erwachsene teilweise, dieses so, wir machen eine Karte, wir gehen hier durch die Wand, plus dieses Hin und Her, also die Bedrohung, das hat sich für mich nicht, es wirkt immer so, man bleibt halt so lange drin, wie man es halt aushält. Das war alles so, es war, die Dringlichkeit hat sich mir nicht erschlossen. Gut, ich glaube, das ist etwas, was wir ... Aber das vertiefen wir noch mal. Ja, das vertiefen wir jetzt. Also auf jeden Fall geht rein. Ja, also gucken auf jeden Fall. Ich finde, es ist auf jeden Fall ein Film, wie gesagt, der danach nicht egal ist, wo du wirklich danach schon irgendwie Redebedarf hast. Und das macht immer, finde ich, schon mal allein was Gutes aus. Genau. Ich kann mir auch vorstellen, wir waren zu fünf drin. Und wir waren uns eigentlich schon recht einig, dass der Film auch echt sehr gutes Polarisationspotenzial hat. Dass der halt, dass Leute da rausgehen werden und sagen, was für eine stinklangweilige Scheiße. Also zum Beispiel, ich hatte so einen Refillbecher und ich hatte halt echt noch Durst, also bin ich nach dem Kino nochmal an diesen Automaten gegangen, um mir ein kleines bisschen Wasser da reinzufüllen. Und dann standen hinter mir eine junge Dame und ihr Freund und keine Ahnung, ob sie mich erkannt haben oder nicht. Auf jeden Fall sind wir irgendwie ins Gespräch gekommen, weil sie halt irgendwie gemeint hat, ich will rauchen, ich will rauchen. Komm, mach schnell. Und er so, ey, was war das für ein Scheiß? Und naja, da hab ich halt einfach gefragt. Ich so, fand's nicht gut? Er so, nee, ich fand den voll langweilig und keine Ahnung. Aber Respekt an den Typ, der laut gefurzt hat. Das war mal ein richtig guter Lacher. Den hab ich nicht gehört, aber David meinte auch, der hat einen gehört, der richtig laut einen abgeknattert hat. Mann, ey. Aber sie zum Beispiel, sie fand das halt cool. Also sie hat gemeint, sie fand die Atmosphäre halt echt, sie ist da echt schon aufgegangen so. Und für ihn war es, glaube ich, einfach zu wenig Schock, zu wenig Horror irgendwie, zu wenig Action drin so. Ich glaube, das ist es halt wirklich. Es gibt bestimmt auch Leute, die diese Liminal Space Sachen eben nicht gruselig finden. Ganz klar, natürlich. Ich glaube, das ist wie so eine Phobie. Das kriegt nicht jeden so richtig, glaube ich. Das kann ich mir schon vorstellen. Für manche ist das super boring vielleicht. Die kriegen diese Beklemmung dabei nicht, die ich auch zumindest empfinde. Wenn ich allein so einen Gang sehe, der einfach gefühlt endlos ist, immer gleich aussieht, das ist einfach so, da passiert schon was mit mir. Ich finde das irgendwie spannend, faszinierend, was wir alles gesagt haben. Und es gibt Leute, glaube ich, die gucken das an und sind so, was ist damit jetzt? Ja, und natürlich, dann ist der Film, finde ich, wertlos. Aber das kann der Film halt nichts für. Ja, das ist ja auch so diese verschiedenen, wir sind uns ja irgendwie alle einig, diese Found-Footage-artigen Sequenzen waren die gruseligsten. Ja, auf jeden Fall, am effizientesten. Ja, guck mal, das ist aber auch spannend, weil ich fand auch, das war das gruseligste, aber das ist ja auch so, Found-Footage interessiert sich auch gar nicht für so allegorische Lesarten, sondern da geht's ja einfach darum, wie wird der Horror erzeugt und nicht, für was steht der Horror hier eigentlich? Und immer wenn der Film so, ah, für was steht das denn hier eigentlich, dann ist das auch spannend und kann immer noch so Thread erzeugen. Aber so Found-Footage-Momente sind ja viel mehr körperlicher. Sie gehen ja viel mehr auf den Körper ab, auf die Gefühle als auf den Kopf. Und wenn man das aber nicht fühlt, weil man aus welchen Gründen auch immer diesen Found-Footage, es gibt ja ein paar Leute, die auch Found-Footage generell ablehnen, weil sie stinkweinweich finden. Wollte ich gerade sagen. Ja, genau. Dann kommen die nämlich, die da uns sagen, oh, scheiße, da ist von Footage drin, hab ich gar keinen Bock drauf. Das wird's auch geben. Ja, eben, wenn das für die Leute nicht funktioniert, beim Rest denken sich, ja, okay, das ist eine Metapher, ich nehm jetzt irgendwas, was im Film nicht vorkommt, eine Metapher für Heroinsucht, dann denkt man sich halt auch, ja, okay, klar, die Räume sind so gelb wie Heroin, okay, öde. Also das ist ja auch, also wenn das nicht zündet, das ist ja eh dann oft bei wirklich guten Horrorfilmen ja oft so, dass man sich so denkt, das zündet, warum zündet das denn für Leute nicht, was ist denn los mit euch, auch dieses Calls, was andere und ich so super finden, was nur durch diese Farben erzählt wird, dieses von Albers, das habe ich ja auch schon Leuten gezeigt, die nach fünf Minuten mich angeguckt haben und gedacht, und ich dachte, die hauen mir gleich mal Faust ins Gesicht, dass ich mich wage, ihnen so einen glorifizierten Bildschirmschoner zu zeigen. Ist halt so. Oder Pontipool, auch sowas. Wenn dann so die Leute nach 40 Minuten, wir gehen doch mal raus aus dem Raum. Die reden ja nur. Ich weiß gar nicht, wie die Monster aussehen. Das ist doch nicht grudelig. Und ich denke mir so, doch, ist es. Tino kam bei Filmfights mit der Antwort, dass nichts ist das ultimative, oder der ultimative Endgegner. Hat nicht gewonnen. Ja, weil ihr euch nicht da reingehen wollt und dann hat irgendwie, was hat denn gewonnen? Chucky die Mörderpuppe oder irgendwas? Ja, aber es ist doch alles. Man ist doch immer froh, dass man so denkt, Gott sei Dank. Und vielleicht am Ende des Tages sind die Backrooms vielleicht der wahre Horror, vor allem für Maler und Tapezierer. Ja, eben. Wie viele Tausend Kino Rolle Tapete brauchen die eigentlich für diese Scheiße? Ja, 20 Tage durch die Backrooms laufen, als ob du da nicht Juhu schreien wirst, wenn kaum in der Kettensäge um die Ecke kommt. Würde auch denken, Juhu, endlich ist es vorbei. der schönste Tage beim Leben. Endlich passiert mal was. Gut. So, ihr Lieben. Ich hoffe, wir konnten euch jetzt einen schönen Ersteindruck zu Backrooms geben, ein bisschen das Phänomen beleuchten. Wie gesagt, wir sind auch selbst überrascht. Aber auf der anderen Seite können wir ja eigentlich jetzt auch mit Glück sagen, zumindest bei Obsession, dass wir mit unserem Hype is real und so weiter jetzt nicht falsch lagen. Ja, also ich meine, ich hätte gar nicht gewusst, was ich machen sollte, wenn jetzt bei Letterboxd bei 2,4 wäre oder so. Da wirst du schon hart an der Realität vorbeigeschrammt. Aber das ist ja schön, dass man mal, dass sich das gute Gefühl, was man selbst bei so einem Film hatte, dass sich das jetzt quasi auf eine echte Masse übertragen kann. Ja, gerade im Horrorbereich. Also dass ein Horrorfilm überhaupt mal über 3,5 hat, ist ja schon sehr, sehr selten. Über 4 habe ich schon ewig nicht mehr gesehen. Also das ist bei Obsession wirklich krass, dass der, Weil ich dachte, der würde auch ein bisschen polarisieren, weil der ja deutlich kleiner wirkt, als man so erwartet eigentlich. Also, es gucken ja auch viele Leute, die zwei Filme im Jahr gucken. Kein Shining, ja. Ja, genau, also auch Leute oder denen das dann zu krass ist. Also, Redditary hat ja auch gerade auf Amazon beim Release richtig leiden müssen mit so einer 3,5, weil es den Leuten zu krass war. Oder oft gibt es ja auch die merkwürdige Begründung zu gruselig. Das war mir zu gruselig. Das ist dann schlecht. Also, ich check schon, wenn es Leute überfordert. aber eigentlich, das ist ja das größte Lob, was man im Film machen könnte. Das Essen war zu lecker, drei Sterne. Furchtbar. Aber genau, das ist es ja. Hier gehen wir nie wieder hin. Hereditary so, da war es ja auch viele Jahre so, das ist ja eigentlich ein Drama, wo ist da ein Horrorfilm so? Das ist ja das Ding auch wieder dabei. Und bei Obsession ist es ja genau das. Es ist einfach ein ganz klarer Horrorfilm. Das ist eben nicht dieses, wir haben die noch die filmische Drama-Ebene groß und der Horror ist wieder nur da drunter irgendwo, sondern es ist einfach ein ganz klarer Horrorfilm. Und dass das dann trotzdem so krass abgeht, das finde ich halt auch geil. Dass es mal nicht eben so ein Film ist, der Horror nur im Subtext hat, sondern einfach knackiger Horror fertig. Und das auf der Masse, das ist schon krass, ja. Und kein Mutproben-Horror, also nicht so Terry-Weihartig. Ja, genau. Nicht nur sensationsgeil halt, ja. Ja, eben. Also das. Und dass Leute reingehen und auch Freunden sagen, hey, weil gerade im Horrorfilm-Bereich wollen viele ja auch die härtesten sein und immer so sagen, ja, das ist ja schon mal ganz gut, aber war ja kein XY. Dann mit irgendeinem Film von vor 50 Jahren vergleichen. Und ich meine, natürlich im Kleinen polarisiert er schon. Also bei jedem, ich meine, Social Media ist ja gerade voll von jedem Tag, diese ganzen Sensations- Posts, ne, wieder ein Rekord, wieder eine Woche, wieder das. Unter jedem Post hast du natürlich auch die ganzen Leute so dann Top-Kommentare, der war scheiße langweilig. Dann haben die irgendwie 100 Likes von Leuten, die es auch so sehen. Aber darunter hast du dann auch so 300 Posts von Leuten, die alle sagen, wo war das, das längweiligste Trottel, ich hab den schon viermal im Kino gesehen. Da wird schon richtig gestritten und da wird schon hart umkämpft. Also wie gesagt, die Meinungen zu dem Film sind wirklich überall und stark, ja. Ja, das ist ja auch, also wenn du jetzt so Backrooms hat ja auch eine halbe Million Wertung, natürlich hast du dann auch bei einen Stern, 8000 Leute, die einen Stern angegeben haben, dann insgesamt, also so unter zwei Sternen hast du dann einfach 40.000 Leute, die ja oft, leider sind ja auch Leute, die was Scheiße finden, dann auch stärker bemüßigt, das noch mitteilen zu müssen, lautstark. Ja, klar, ich meine, das ist ja ein ganz anderes Ding, dass Leute ja nicht nur sagen, okay, zweieinhalb, sondern dann ist es gleich wieder kacke, einer, ja, ja. Ja, oder eben so, ach, für mich hat's nicht funktioniert, aber ich lasse den Leuten halt ihre Freude dran, also sich gegen was auszusprechen, aktiv, da muss ja mehr dabei sein, als so persönlich hat es nicht funktioniert oder so. Also, Naja, so sind die Leute. Gut, aber nicht ihr, die da draußen zugehört habt. Ihr seid besser. Ihr seid nämlich hier und hört uns zu. Das ist gut so. Ja, Geschmack. Ja. Okay. Daniel hat sich auch im Backroom seiner eigenen Abmoderation verlaufen. Wieso? Das war doch jetzt... Das war süß. Ihr habt ja meine Abmoderation ein bisschen jetzt wieder zerdehnt, deswegen wöre ich euch nicht. Ja, wir machen noch zwei schon. Ja, nee, ich würde sagen, an dieser Stelle sollten wir jetzt hier mal auch zu einem Ende kommen. Na gut. Ihr habt ja noch was vor. Ihr wollt ja noch eine Kurzfilmfolge aufzeichnen. Ah ja, stimmt. Und dabei möchte ich euch nicht aufhalten, beziehungsweise ich muss meine Kinder ins Bett bringen, dementsprechend sollt ihr mich dabei nicht aufhalten. Und darüber hinaus hoffen wir natürlich, dass ihr uns wohlgesonnen seid über Discord, über alle anderen Plattformen, auf denen es möglich ist, auf denen man uns folgen kann, auf denen man uns bewerten kann, hören kann, auf denen man uns schreiben kann. Und ansonsten bis hoffentlich nächste Woche, oder? Ja, so sieht's wohl aus. Unbedingt. Oder hab ich noch irgendwas vergessen? Nö. 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