Latest / Kritische Controller / Zentraleuropa!
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- 0:13Eugen: Eugen: Hallo Arno.
- 0:14Arno: Arno: Hallo.
- 0:18Eugen: Eugen: Ich finde das immer sehr schön, diese Begrüßung, nachdem man sich schon 15 Minuten miteinander unterhalten hat.
- 0:23Arno: Arno: Nein, wir sind uns gerade- Wir stehen hier gerade auch an der Ecke in Wien an Nein, in München?
- 0:29Arno: Nein, in Berlin? Nein an der Gamescom.
- 0:33Eugen: Eugen: Die Gamescom ist gerade.
- 0:34Eugen: Über die reden wir gar nicht.
- 0:36Arno: Arno: Nein, die ist ja auch langweilig.
- 0:39Eugen: Eugen: Oh ja, ich weiß nicht.
- 0:40Eugen: Ich möchte mich jetzt nicht mit der Gamescom anlegen.
- 0:42Arno: Arno: Die coolen Leute sind bei Kritische Controller.
- 0:46Eugen: Eugen: Ja, die zwei, sehr gut.
- 0:48Eugen: Ja. Schön, dich wieder zu hören, nachdem ich jetzt doch Urlaub verbracht habe.
- 0:55Eugen: Tut sehr gut, deine Stimme wieder zu hören.
- 0:57Eugen: Ja. Werfen wir uns doch gleich ins Getümmel.
- 0:59Eugen: Oder möchtest du noch etwas sagen?
- 1:00Arno: Arno: Nein, ich wollte sagen, ich freue mich auf meinen Urlaub.
- 1:03Arno: Meiner kommt ja erst noch.
- 1:06Arno: Was haben wir denn heute vor?
- 1:07Arno: Wir haben ja wie immer unsere drei.
- 1:10Arno: Ja, wie soll man sagen, Kapitelchen, Hardwork, Softwork und Antragserotik.
- 1:16Arno: Und worüber sprechen wir denn heute so?
- 1:20Eugen: Eugen: Also die Idee zum Hardwork kam diesmal von dir und ich finde sie sehr gut, weil das ist ein Thema, über das wir in der Forschung.
- 1:28Eugen: Also es wird immer wieder davon gesprochen, aber sehr selten von eigenen Erfahrungen erzählt.
- 1:32Eugen: Also es geht um die Frage von Wiederverwertung, von eigenen Texten und damit verbunden die Frage von Plagiat oder
- 1:39Eugen: Selbstzitat oder selbst Plagiat.
- 1:42Eugen: Und in Softwork werden wir über die Spiele sprechen, die wir gespielt haben.
- 1:45Eugen: Die Bücher, die wir gelesen haben, dass bei mir diesmal ein bisschen mehr, weil ich aus dem Urlaub komme und mit meinem Buben
- 1:51Eugen: gespielt habe und auch einiges an Büchern lesen konnte.
- 1:56Eugen: Und ich glaube, von deiner Seite kommen auch einige Bücher dazu.
- 1:59Arno: Arno: Ja, jetzt.
- 2:00Arno: Also ich bin ja ich.
- 2:02Arno: Ich hatte ja im Gegensatz zu dir zu tun und deswegen nicht oder kaum gelesen und gespielt.
- 2:08Eugen: Eugen: Gute Ausrede. Und in unserer Antragserotik kommen die Ideen auch diesmal von dir und auf die freue ich mich schon sehr.
- 2:14Eugen: Weil da kann ich mich endlich mal auf was ganz Neues einlassen.
- 2:17Eugen: Und du hast gemeint, wir sollten mal kurz über frühe Game Shops reden.
- 2:21Eugen: Da bin ich schon sehr gespannt.
- 2:22Eugen: Und dann über die Frage von- Hach, warum?
- 2:26Eugen: Warum erkläre ich das eigentlich? Du kannst es viel besser erklären, aber ich glaube, inspiriert von den Mafiaspielen um
- 2:32Eugen: soziokulturelle Kontextualität.
- 2:34Arno: Arno: Äh, ja.
- 2:35Arno: Also sprechen wir doch einfach später drüber.
- 2:37Arno: Machen wir.
- 2:38Eugen: Eugen: Das. Dann lass uns anfangen mit dem Hardwork.
- 2:41Eugen: Springen wir gleich rein. Und wieder einmal werde ich versuchen, dass wir brutal auf die Uhr schauen, um in die eine Stunde
- 2:50Eugen: reinzukommen. Wir nähern uns ja langsam den 60 Minuten von oben herab.
- 2:53Arno: Arno: Du bist preußischer als der preußischste Preuße.
- 2:56Eugen: Eugen: Das darfst du einem Wiener nie sagen.
- 2:58Eugen: Oh Gott, Ich wusste brutal.
- 3:08Arno: Arno: Warum sprechen wir über Selbstplagiat und dieses ganze Zeug?
- 3:15Arno: Das ist- also, ich hatte die Idee.
- 3:17Arno: Und zwar deshalb, weil ich für eine Sonderausgabe einer Zeitschrift einen Text wiederverwerte.
- 3:25Arno: Also auch alles schön transparent gehalten, mit schön Zitat drunter.
- 3:30Arno: Das ist eine. Ja, das ist eine Übersetzung von Text XY.
- 3:35Arno: Und dabei ging es um diesen Text, den ich zu Zeit und Plague Inc., diesem Pandemiesimulator geschrieben habe, und zwar
- 3:43Arno: 2016. Jetzt war der Text überraschend gut, als ich ihn nochmal gelesen habe.
- 3:50Arno: Ist ja auch nicht immer der Fall und es gab dann diesen Call und ich habe mich da gemeldet und habe gesagt, ich habe da
- 3:57Arno: eigentlich einen ganz guten Text, Wollt ihr den vielleicht haben?
- 4:00Arno: Also der war auf Deutsch und die Zeitschrift ist auf Englisch und da haben sie auch gemacht, aber auch gesagt, ja, es muss dann
- 4:10Arno: halt ein bisschen upgedatet werden, ein bisschen angepasst an den Call usw und genau daran habe ich jetzt so in den letzten Wochen
- 4:18Arno: gesessen und da ist mir aber trotzdem, obwohl es ja schon wirklich eine Fortsetzung dieser Arbeit ist und nicht nur ein reines
- 4:26Arno: Selbstplagiat in diesem Sinne, immer wieder der Gedanke gekommen also irgendwie, man fühlt sich irgendwie schlecht dabei, wenn man
- 4:34Arno: so Texte nicht von klein auf wirklich komplett neu konzipiert und doch die gröbsten Textpassagen halt überarbeitet, aber dann
- 4:44Arno: doch übernimmt. Und genau darüber wollte ich sprechen.
- 4:48Arno: A Über das Gefühl.
- 4:49Arno: B über die dieses moralische Mindset, was dahinter steckt.
- 4:56Arno: Und ganz am Rande vielleicht auch natürlich auch.
- 5:00Arno: Ich meine, es hat ja auch von Copyright bis zu anderen Sachen Fragen, die so dahinter stecken.
- 5:05Arno: Und ich fand, das ist ein ziemlich komplexes Thema, das ich aber spannend finde- wie du sagst, man spricht viel zu wenig darüber.
- 5:12Arno: Irgendwie habe ich aber auch ein bisschen das Gefühl, dass es trotzdem jeder macht in irgendeiner Form.
- 5:18Arno: Und genau. Und jetzt sind wir hier.
- 5:21Eugen: Eugen: Ich hatte das Gefühl, das sind so zwei, zwei Formen von von Diskussionen oder von Diskurs, die da existieren, die nicht wirklich
- 5:29Eugen: miteinander in Kontakt sind. Also das eine, was du erzählt hast, dass ich auch sehr gut kenne, das sind diese Selbstzweifel und
- 5:34Eugen: dieses das habe ich doch schon mal geschrieben und kann macht das überhaupt Sinn?
- 5:38Eugen: Ich kopiere mich nur. Das ist auch nichts Neues.
- 5:40Eugen: Kann ich auch gleich mehr dazu erzählen.
- 5:42Eugen: Da gibt es ein paar Themen, wo ich immer wieder gefragt werde.
- 5:45Eugen: Und das zweite ist aber diese Diskussion in der Öffentlichkeit, in der großen, also nicht in den Medien, wenn wieder mal irgendein
- 5:52Eugen: Plagiatsfall ist. Meistens.
- 5:54Eugen: Meistens bei Politikerinnen, also bei uns hat die grandiose Regierung kurz da einige Fälle, glaube ich, hervorgebracht und vor
- 6:03Eugen: allem eine Ministerin. Und das.
- 6:08Eugen: In deiner Bundesrepublik gibt es da auch ein paar prominente Beispiele?
- 6:14Eugen: Und das sind ja zwei Phänomene, die ganz weit voneinander entfernt sind, weil diese Fälle, wo wirklich dann sagen
- 6:24Eugen: Plagiate, das sind ja wirklich, also ich nenne jetzt den Namen nicht weil ich ihn auch vergessen habe von der Ministerin, aber da
- 6:30Eugen: sind dann ganze Passagen aus dem Internet übernommen worden.
- 6:33Eugen: Also wirklich so Quelle Internet, das war halt, das ist ganz jenseitig und ich meine, bei uns reden wir davon, wenn wir inhaltlich
- 6:40Eugen: uns selbst zitieren und dann meistens das auch noch in Fußnoten nachweisen.
- 6:44Eugen: Selbst dann haben wir schon Angst, dass wir eigentlich ein Selbstplagiat machen.
- 6:48Eugen: Wobei, also auf der moralischen Seite ist es ja ganz sicher, oder?
- 6:52Eugen: Ich finde grundsätzlich moralisch ist man auf der sicheren Seite, sobald man einfach kenntlich macht, wo dieser Text oder wo
- 7:00Eugen: Bausteine von diesem Text schon waren.
- 7:01Eugen: Also wie du gesagt hast, wenn man einen Übersetzer hat, ganz am Anfang auch bei Blogposts und sonst darauf hinweisen.
- 7:07Eugen: Dieser Text ist eine Übersetzung von Text XY, der zu diesem Zeitpunkt dort erschienen ist, weil dann kann man ja auch die Quelle
- 7:15Eugen: nachvollziehen und kann auch die Quelle zitieren.
- 7:17Eugen: Wenn einem das lieber ist.
- 7:19Arno: Arno: Also du hast recht, man muss da unterscheiden.
- 7:22Arno: Also ich habe natürlich ein bisschen recherchiert.
- 7:23Arno: Du kennst mich ja und ich fand es ganz spannend.
- 7:27Arno: Es gibt ein Forschungsprojekt, das sich genau mit diesem Thema Selbstplagiat und Textrecycling beschäftigt.
- 7:34Eugen: Eugen: Au ja, Textrecycling.
- 7:35Eugen: Der Begriff hat uns noch gefehlt.
- 7:36Arno: Arno: Textrecycling ist tatsächlich das eigentlich der Begriff, den ich hierfür auch anwenden würde, weil das selbst Plagiat würde?
- 7:45Arno: So habe ich es jetzt verstanden, bedeuten, dass man eben nicht transparent ist bei dem, was man macht und bei dem man wirklich so
- 7:52Arno: tut, als wäre der Text komplett neu und nicht eben auf die Ursprungsquelle hinweist, auch wenn es die eigene ist.
- 7:59Arno: Und nur ganz kurz.
- 8:01Arno: Also ich werde da jetzt nicht in die Tiefe gehen, aber in dem Projekt unterscheiden die zwischen vier verschiedenen Formen von
- 8:07Arno: Textrecycling und auch von Selbstplagiat so angerissen und zwar als erstes.
- 8:13Arno: Das nennt sich Developmental Recycling, also die Wiederaufarbeitung von Entwicklungsergebnissen.
- 8:21Arno: Also wenn du jetzt zum Beispiel für die Forschung schon so kleine Textfragmente geschrieben hast und die aber nicht
- 8:29Arno: veröffentlicht hast, aber dein ganzer Rechner ist voll davon und benutzt die halt immer wieder.
- 8:35Arno: Das nennt man wohl developmental Recycling.
- 8:39Arno: Dann gibt es das generative Recycling.
- 8:41Arno: Das ist das was, wo ich auch zum Beispiel unsere Monografie sehen würde, die wir gerade schreiben, also die Wiederbenutzung von
- 8:50Arno: Material, das vorher zum Beispiel in Blogposts oder bei Tagungen oder in Postern oder so, so oder auch in Antragstexten
- 8:59Arno: benutzt wurde. Dann gibt es das die adaptiven Publikationen.
- 9:04Arno: Das ist das, was ich vorhin beschrieben habe.
- 9:06Arno: Also du hast einen Text geschrieben und der wird dann für einen anderen Kontext wieder benutzt, aber dann eben auf den Kontext neu
- 9:13Arno: angepasst. Und dann gibt es und die sind ganz böse, das sind die duplizierenden Publikationen, in denen wirklich ein Text
- 9:21Arno: eins zu eins übernommen wird und der Erkenntniswert oder der Erkenntnisneugewinn einfach gleich null ist.
- 9:28Arno: Also das ist dann wird dann auch von in dem Forschungsprojekt, die sich ja eben mit Ethik beschäftigen, wirklich als auch moralisch
- 9:36Arno: schlecht quasi eingeordnet.
- 9:39Eugen: Eugen: Hm, gute Frage.
- 9:41Eugen: Da habe ich nämlich durchaus auch.
- 9:42Eugen: Ich habe für alle Fälle.
- 9:43Eugen: Ich muss sagen, das erste Recycling.
- 9:45Eugen: Wie ist das noch mal? War das.
- 9:48Arno: Arno: Developmental Recycling.
- 9:49Arno: Ich kann das nicht aussprechen.
- 9:51Eugen: Eugen: Wozu gibt es dafür überhaupt einen Begriff?
- 9:53Eugen: Also Texte hat die du mal geschrieben hast, die du nie publiziert hast und die du dann verwendest.
- 10:00Eugen: Also ich finde das ist preußisch da zu überlegen, dass das Recycling ist ja klar, aber dann können wir überhaupt.
- 10:06Eugen: Also Gedanken, die wir vor vier Jahren hatten und jetzt noch mal erwähnen.
- 10:12Eugen: Also ich habe für alles Beispiele und ich denke mir selbst beim letzten gibt es Fälle, wo das jetzt auch nicht unbedingt gleich
- 10:20Eugen: moralisch verwerflich sein muss, weil ich hatte da zum Beispiel einen Fall.
- 10:23Eugen: Das war das also gar nichts Aufregendes, habe ich eine Rezension geschrieben zu einem Buch, die ich glaube ich bei Paidia erst
- 10:30Eugen: veröffentlicht habe.
- 10:31Eugen: Dann haben wir mit dem Tobias Unterhuber ein Buch draus gemacht.
- 10:35Eugen: Aus diesem zuerst digitalen Sammelband.
- 10:38Eugen: Ist eigentlich schon eine Wiederverwertung, aber da wurden halt alle Texte jetzt gedruckt, weil wir lieben das Gedruckte.
- 10:44Eugen: Und jetzt hatte ich nach Jahren eine Anfrage von einer Webseite "Kritisch Lesen", wo es um Marxismus und Spiele geht oder halt eine
- 10:52Eugen: marxistische Sicht auf Spiele, wo sie das Wiederverwerten wollen.
- 10:55Eugen: Ich habe Ihnen gesagt, also Sie können den Text gerne haben, aber er ist halt schon wirklich zweimal erschienen und ich glaube
- 11:02Eugen: sogar, ich weiß gar nicht, ob er nicht sogar irgendwo noch mal vorkam und ich halt jedes Mal darauf hingewiesen habe, wo es war.
- 11:09Eugen: Ja, also wenn sie es dann trotzdem haben wollen, weil es halt gut in das Schema passt oder die anderen Texte ergänzt, dann finde
- 11:15Eugen: ich, gibt es auch dafür Fälle, wo das halt Sinn macht.
- 11:18Eugen: Ich meine, es ist ja etwas ähnliches.
- 11:20Eugen: Ist ja auch, wenn man halt Texte von Forscherinnen halt sich die man kennt, in einen Kontext mit anderen Papers stellt, wo
- 11:29Eugen: es Sinn macht. Also ich kenne mich jetzt nicht.
- 11:32Eugen: Ich kann jetzt nicht bewerten, wie viel Sinn es gemacht hat, den Text von mir wieder zu verwerten, aber ich denke auch das ist.
- 11:38Eugen: Ja. Also ich finde, wichtig ist es auf jeden Fall klar zu stellen, dass das jetzt nicht ein originaler Text ist.
- 11:44Eugen: Das macht ja auch durchaus Sinn, wenn es sich um ältere Texte handelt, weil, man ist ja gar nicht mehr so stolz auf einen Text,
- 11:52Eugen: der vor fünf Jahren rauskam, weil sich da ja einiges getan hat.
- 11:56Eugen: Also ich finde, es ist einfach schon aus Selbstschutz oder auch aus Qualitätsansprüche heraus immer wichtig, auf das Datum eines
- 12:04Eugen: Textes hinzuweisen.
- 12:06Eugen: Und ich mache dann kurz die Überleitung zu einer anderen Form von Plagiat und dann gebe ich gleich an dich weiter.
- 12:10Eugen: Also Plagiat, jetzt sage ich auch schon Plagiat.
- 12:13Eugen: Von Recycling, von Wiederverwertung, von Texten.
- 12:16Eugen: Bei mir sind es vor allem die Texte, wenn ich mich mit Verbrechen des NS-Regimes beschäftige, weil das ist etwas, was
- 12:23Eugen: irrsinnig oft nachgefragt wird, immer wieder von Kolleginnen aus dem In- und Ausland, vor allem aus dem Ausland, aus unterschiedlichen
- 12:31Eugen: Ländern, wo ich immer darauf hinweise.
- 12:32Eugen: Ja, dazu habe ich... Also das ist ein Thema, an dem bin ich.
- 12:35Eugen: Da habe ich schon wirklich viele Papers geschrieben.
- 12:39Eugen: Natürlich arbeite ich auch weiter daran, das heißt, ich habe immer einen neuen Stand.
- 12:42Eugen: Und das führt jetzt- Noch sind meine Gedanken ein bisschen chaotisch, aber es macht hoffentlich gleich Sinn.
- 12:47Eugen: Da stehe ich halt wie jetzt wieder vor der Frage, wenn ich gebeten werde, zu dem Thema zu schreiben Was mache ich?
- 12:52Eugen: Und ich entscheide mich dann eigentlich nie dazu, einen Text wieder zu verwerten.
- 12:57Eugen: Und zwar. Also der Grund habe ich schon genannt Es ist ein alter Text, aber nicht mehr state of the art.
- 13:04Eugen: Und das zweite ist auch ich finde, es funktioniert nicht einmal das Copy Paste -Prinzip, also dass man so ganze Absätze
- 13:09Eugen: nimmt und sich denkt Aha, jetzt habe ich Zeit gespart, weil diesen Absatz kann ich übernehmen, weil das habe ich versucht und am
- 13:15Eugen: Ende war es immer mehr Arbeit, das dann reinzuquetschen in einen Text, der noch irgendwie Sinn macht.
- 13:20Eugen: Also mittlerweile habe ich wirklich gelernt, es ganz neu zu schreiben.
- 13:24Eugen: Weil also copy Paste ist einfach am Ende immer mehr Arbeit oder es sind furchtbar unlesbare Texte.
- 13:31Eugen: Also sowas habe ich dann de facto einfach nie gemacht.
- 13:34Eugen: Ich habe mir immer wieder so ein bisschen gedacht Selbstbetrug.
- 13:37Eugen: Ja, ich sage jetzt zu Wenn Sie das unbedingt haben wollen, ich kann da ja das wiederverwerten.
- 13:41Eugen: Tatsächlich setze ich mich dann immer hin und schreibe es neu.
- 13:44Eugen: Aber natürlich verwende ich Gedanken, die vorher schon da waren.
- 13:48Eugen: Wenn ich nach wie vor der Überzeugung bin, dass das richtig ist, weil ich kann ja nicht einfach aus Prinzip jetzt was ganz anderes
- 13:54Eugen: sagen, wenn das einfach meine Hypothese war.
- 13:57Eugen: Und was schon auch passiert ist manche Sätze, die ich besonders gern habe, merke ich, dass ich die einfach unbewusst dann
- 14:03Eugen: einfach nochmal wiederhole.
- 14:04Eugen: Also dieses, ja, müsste ich jetzt sagen.
- 14:09Eugen: Ich. Bin auch drauf gekommen, dass einer der typischsten Sätze von mir gar nicht von mir, sondern von einem Kollegen war.
- 14:17Eugen: Aus einem gemeinsamen Antrag.
- 14:19Eugen: Das ist dann tatsächlich ein unbewusstes Plagiat gewesen, bis ich draufgekommen bin und es dann auch als das ausgezeichnet.
- 14:25Eugen: Aber das war wirklich. Also es war kein inhaltliches Plagiat, sondern es war nur eine sehr schöne Formulierung, wo ich dann die so
- 14:31Eugen: oft wiederholt habe in den Anträgen, dass ich dann irgendwann der Überzeugung war, es ist mein eigener.
- 14:36Eugen: Bis ich dann gesehen habe nein, das ist gar nicht von mir.
- 14:39Arno: Arno: Ja, bei dem Zeit-Text, den ich jetzt geschrieben habe oder an dem ich noch dran bin, da habe ich auch gemerkt, dass es also
- 14:46Arno: dieses Updaten, das braucht eigentlich genauso viel Zeit, wie den ursprünglichen Text geschrieben zu haben.
- 14:52Arno: Also fand ich auch faszinierend, Was man vielleicht auch noch ein bisschen bedenken muss ist.
- 14:57Arno: Ich meine, man muss ja. Es ist ja nicht immer so, dass man den ganzen Text recycelt, sondern auch nur Fragmente.
- 15:03Arno: Und da habe ich auch was gefunden.
- 15:05Arno: Das fand ich eigentlich ganz gut, dass man da auch unterscheiden muss zwischen der Art des Ursprungstextes oder des Fragments, das
- 15:12Arno: man hat. Also da wird dann beispielsweise unterschieden zwischen Einleitung und Hintergrund, zwischen Materialien und
- 15:18Arno: Methoden, die man sozusagen nur so und so oft auch irgendwie von der textlichen Beschreibung her variieren kann.
- 15:27Arno: Also man hat nur so viele Variationen, oder?
- 15:31Arno: Ja, dann gibt es so was wie Ergebnisse.
- 15:33Arno: Wo man dann annehmen kann, dass eigentlich für jede Forschungsfrage das Ergebnis ein anderes ist.
- 15:38Arno: Also wenn man, wenn man das dann quasi recycelt, ist das schon eher ein bisschen komisch und solche Sachen halt.
- 15:44Arno: Das finde ich eigentlich einen guten Hinweis und auch fair zu sagen, dass man eine Methode wirklich nur auf eine
- 15:54Arno: bestimmte Art und Weise beschreiben kann, ohne sich da einen abzubrechen,dass es irgendwie anders mal formuliert ist, Weil wir
- 16:00Arno: haben das ja zum Beispiel bei unserer HGP -Methode ja auch ganz oft gehabt, die, dass wir da auch vor der Situation stehen.
- 16:08Arno: Ja, wie formuliert man es jetzt so, dass es dass es nicht wieder mal die hundertste Wiederholung dieser Formulierung ist und es
- 16:15Arno: geht dann einfach manchmal auch einfach nicht anders.
- 16:18Eugen: Eugen: Darf ich dir da einfach widersprechen?
- 16:21Eugen: Also widersprechen ist gar nicht richtig, etwas einwerfen.
- 16:26Eugen: Ich finde bei solchen Fällen Also ich finde das Ganze.
- 16:29Eugen: Also was mich gerade interessiert an dem Gespräch sind die moralischen Fragen.
- 16:32Eugen: Und da finde ich, ist auch noch ein Aspekt, der drin ist das Motiv.
- 16:36Eugen: Also ich finde, wenn wir schon von Recht und Unrecht reden, ist das Motiv immer sehr wichtig.
- 16:40Eugen: Auch. Aber um auf das zurückzukommen, gerade bei solchen Sachen oder Definitionsfragen.
- 16:45Eugen: Jetzt hast du irgendwann eine ordentliche Definition entwickelt.
- 16:48Eugen: Was, was sollte ich mich da reiten, jetzt das jedes Mal umzuändern, wenn einmal so Definitionen sind.
- 16:54Eugen: Da muss ja jedes Wort sitzen, da muss der Beistrich sitzen.
- 16:57Eugen: Das ist, wenn man dann endlich mal was gefunden hat, also gerade bei unserer HGB -Methode oder ich denke auch an den Mythos
- 17:03Eugen: -Begriff da copy paste ich, weil um Himmelswillen, das wird nicht besser, das wird nur schlechter.
- 17:08Eugen: Was man halt machen muss ist darauf hinweisen von wo was wo ist das das erste mal in der Form erwähnt worden, damit man jetzt
- 17:14Eugen: nicht so tut, als dass das.
- 17:16Eugen: Also da ist das Motiv da.
- 17:17Eugen: Es soll ja nicht darum gehen, so zu tun, als ob das jetzt aus meinem Genius gekommen ist, sondern es kam halt schon vor fünf, sechs
- 17:23Eugen: Jahren. Aber jetzt nur, damit man da nicht sich selbst zitiert.
- 17:27Arno: Arno: Und da finde ich eben auch auch dieses das Verpönte von Selbstzitaten ist da finde ich total unangebracht, weil man ja auch ganz
- 17:37Arno: oft. Also ich meine, wir beide machen Sachen, die wurden wahrscheinlich in dieser Form noch so gut wie nie erforscht oder haben
- 17:47Arno: wirklich neue Neuigkeitscharakter.
- 17:49Arno: Oder wir sind in bestimmten Feldern auch einer von vielleicht einer Handvoll oder einem Dutzend Leuten, die sich weltweit dann
- 17:57Arno: mit so einem Thema befassen.
- 17:58Arno: Wie soll man da andere Leute zitieren?
- 18:01Arno: Also wie soll man sich selbst nicht zitieren?
- 18:04Arno: Eben.
- 18:04Eugen: Eugen: Man muss sich selbst zitieren.
- 18:06Arno: Arno: Und da finde ich das immer so ein bisschen schwierig, dieser despektierliche Blick darauf, dass man dann in einem Text dann halt
- 18:12Arno: mal fünf mal sich selbst zitiert hat, geht halt manchmal nicht anders.
- 18:17Eugen: Eugen: Ja, da muss man jetzt auch einfach durch.
- 18:18Eugen: Ich meine, es ist ja am Ende, man muss nicht päpstlicher als der Papst sein und es ist Tatsächlich sollte man sich dann einfach den
- 18:26Eugen: Text anschauen und man sieht ja dann eh, bei unseren Texten ist es ja nicht so, dass dann 3/4 der zitierten Texte von uns sind, sondern
- 18:32Eugen: dass wir dann halt schon mal ein schlechtes Gewissen haben, weil wir von uns jeweils fünf Texte zitiert haben.
- 18:38Eugen: Also es ist, es ist ja, es ist ja kein reiner Zirkelschluss, wo wir uns immer wieder selbst zitieren Ja, ja, klar.
- 18:44Eugen: Also was ich gesagt habe wegen dem Motiv, darauf wollte ich noch kurz hin, weil die Frage ist ja, warum macht man das?
- 18:48Eugen: Also warum wiederholen wir Texte?
- 18:51Eugen: Erstens, weil wir darum gebeten werden.
- 18:53Eugen: Also wenn wir wirklich angefragt werden für.
- 18:56Eugen: Klassischer Fall die Sammelbände Einführung, Public History oder so etwas.
- 19:00Eugen: Und dann brauchen Sie einen Text zu Geschichte und Computerspielen.
- 19:04Eugen: Ja, das haben wir schon geschrieben, da weisen wir darauf hin.
- 19:06Eugen: Trotzdem hätte das jemand gerne in seinem Text.
- 19:08Eugen: Wir schreiben auch neu, aber dann zitieren wir natürlich, was wir da schon geschrieben haben und was aber auch die Kolleginnen
- 19:14Eugen: geschrieben haben. Das zweite ist halt, wenn vor allem aus anderen Disziplinen, finde ich, Anfragen kommen.
- 19:21Eugen: Also zu Themen, wo sie gerne etwas zu Computerspielen hätten, wo wir das Thema aber schon abgegrast haben.
- 19:27Eugen: Aber es macht für sie Sinn, es in diesem Kontext zu stellen.
- 19:30Eugen: Als Ergänzung, dass es dann noch mal ein Motiv, warum etwas wiederholt wird.
- 19:34Eugen: Teilweise finde ich auch noch akzeptabel die Reichweite.
- 19:38Eugen: Also ich habe mir angewöhnt, bei mir, aber auch bei dir, die muss man auch erwähnen.
- 19:43Eugen: Gedruckte Texte einfach auf dem Blog nochmal online zu stellen, weil es hat nicht jeder Zugriff auf diese Online Journals, die auch
- 19:51Eugen: immer teurer werden.
- 19:52Eugen: Oder auch diesen gedruckten Sammelband, den vielleicht mal vier Bibliotheken gekauft haben.
- 19:57Eugen: Und das geht ja schon darum, dass die die Forschungsergebnisse wirklich frei verfügbar sind.
- 20:03Eugen: Weswegen ich wirklich nach den- Was ist die rechtliche müsste ich mir nochmal anschauen, aber nach eineinhalb Jahren darf man einfach
- 20:09Eugen: seine Texte, wenn sie in Periodika erschienen sind, online nochmal zur Verfügung stellen.
- 20:14Eugen: Aber auch hier ist wichtig, finde ich als allererstes zu erwähnen Wann und wo kam es, ist es zuerst publiziert worden?
- 20:24Eugen: Ein Ding ist mir noch eingefallen, und zwar das Gegenbeispiel.
- 20:28Eugen: Also ich hatte auch mal den Fall, ich nenne jetzt keine Namen, aber da war ich Mitherausgeber bei einem Sammelband und habe
- 20:35Eugen: einen etwas arrivierteren Forscher angefragt, der zuerst bei einer Konferenz, die vor da war, einen sehr guten Vortrag
- 20:43Eugen: gehalten hat und dann, weil ich auch den hatte ich aber auch angefragt, weil ich wusste, zu diesem Thema hat er schon
- 20:49Eugen: gearbeitet und hat gesagt Ja, kann er machen, da hat er schon etwas da.
- 20:52Eugen: Also er hat den Vortrag gehalten und dann kam das Paper für den Sammelband.
- 20:56Eugen: Da habe ich jetzt auch nicht erwartet, dass da was Neues ist.
- 20:58Eugen: Aber tatsächlich, der Text, der dann eingelangt ist, war eins zu eins zwei Texte, die ich so schon von ihm gelesen habe und
- 21:05Eugen: ohne Hinweis darauf, wo das her ist.
- 21:07Eugen: Es ist dann alles gut ausgegangen.
- 21:09Eugen: In der Korrespondenz haben wir darüber geredet und es war mir einfach wichtig, dass erwähnt wurde, wo diese zwei Texte zuerst
- 21:18Eugen: publiziert sind, das natürlich die Rechte bei ihm lagen und dass er dann eine Einleitung und einen Übergang und eine
- 21:24Eugen: Schlussfolgerung noch gerahmt hat.
- 21:26Eugen: Und das hat dann auch sehr gut gepasst in einen Sammelband, aber da war wirklich, Also wenn das nicht passiert wäre, hätte ich das
- 21:32Eugen: sehr problematisch gefunden.
- 21:34Eugen: Ja.
- 21:35Arno: Arno: Ja, ich glaube, um das mal kurz zusammenzufassen eigentlich läuft es nur auf Transparenz hinaus, also Transparenz a sich
- 21:43Arno: selbst gegenüber also, aber.
- 21:45Arno: Und dann eben natürlich gegenüber den Leuten, für die man den Band schreibt und die Leute, die auch vorher schon an dem oder den
- 21:52Arno: Text schreibt und den Leuten, die vorher schon an dem Text irgendwie beteiligt waren.
- 21:56Arno: Das sind nicht nur Koautoren, die man gegebenenfalls hat, sondern auch die Herausgeber oder die Verlage.
- 22:03Arno: Also je nachdem, von wann der Text ist oder wie da noch die Copyright Situation ist, muss man da einfach auf jeden Fall da immer auf
- 22:13Arno: Nummer sicher gehen. Und wenn man das dann macht und dann noch im Text darauf hinweist und auch vorher beim Abstract, was man
- 22:20Arno: irgendwo einreicht, auch darauf hinweist.
- 22:22Arno: Das ist ein Text, den gab es in ähnlicher Form schon mal, ich möchte den überarbeiten.
- 22:26Arno: Bla bla bla. Also was man dann halt so schreibt und auch macht, natürlich.
- 22:31Arno: Solange das gegeben ist, finde ich das okay.
- 22:35Arno: Ich wollte nur mal vor allem auch darüber sprechen, auch weil es ja immer so ein bisschen auch trotzdem was anrüchiges hat.
- 22:42Eugen: Eugen: Ja, deswegen fand ich es auch gut, dass wir jetzt darüber geredet haben.
- 22:45Eugen: Ich finde, diese Anrüchigkeit kann man über Bord werfen, sobald man irgendwie klar macht, was sind die?
- 22:53Eugen: Nicht die guten Manieren, sondern was sind die, die die richtigen Praktiken oder.
- 22:57Eugen: Es gibt einen besseren Begriff dafür, die Best Practice.
- 23:02Eugen: Was ist Best Practice?
- 23:03Eugen: Und es gibt ja auch einen guten Grund dafür für diese Nachvollziehbarkeit, weil das ist ja ein Grundbaustein der
- 23:08Eugen: Wissenschaftlichkeit, dass du immer nachvollziehen können musst, wo kommt.
- 23:14Eugen: Wo kommt dieser Inhalt her? Wo kommt dieser Befund her?
- 23:16Eugen: Also du musst. Es muss für nachfolgende Forscherinnen möglich sein, immer nachzuprüfen.
- 23:22Eugen: Wo kommen jetzt diese Informationen her?
- 23:24Eugen: Wo kommt diese Schlussfolgerung her?
- 23:25Eugen: Bis zu den Quellen herunter?
- 23:27Eugen: Und das geht halt nur auch, wenn man sich selbst zitiert.
- 23:29Eugen: Und wenn man nicht sagt Na gut, ich habe schon 20 Jahre über dieses Thema geschrieben, das sollte jetzt jeder wissen.
- 23:34Eugen: Nein, es muss halt auch nach 20 Jahren noch im Paper zumindest der Hinweis auf das erste Paper sein, wo dann die Quellen noch
- 23:40Eugen: ausgeführt werden, damit es halt für alle es möglich ist, das zu verifizieren oder falsifizieren.
- 23:46Arno: Arno: Da fällt mir jetzt gerade noch so ein Graubereich ein.
- 23:48Arno: Ich hatte das noch nicht oft, aber es ist schon vorgekommen, dass ich Gedanken hatte, auch aufgeschrieben habe, von denen ich mir
- 23:55Arno: sicher bin. Die hatte ich schon mal irgendwo aufgeschrieben, aber ich wusste nicht mehr, wo.
- 24:00Arno: Und dann konnte ich auch die Quelle nicht angeben.
- 24:03Arno: Und das ist auch so was, wo ich so ein bisschen ins Schwimmen geraten bin.
- 24:07Arno: Ich habe dann aber trotzdem, einfach weil es viel zu viel Aufwand gewesen wäre, dann einfach das mal reingeschrieben.
- 24:13Arno: Also kann man dann in dem Moment dann auch nicht anders machen.
- 24:16Arno: Aber, aber auch das gibt es.
- 24:19Eugen: Eugen: Das kenne ich auch sehr gut.
- 24:20Eugen: Also das ist ja, das ist dann teilweise auch wirklich Aufwand, noch mal durchzugehen.
- 24:25Eugen: Also dankenswerterweise in unserer digitalen Welt gibt es ja die Suchfunktion, die macht es möglich, wenn du Kernbegriffe weißt, das
- 24:33Eugen: wiederzufinden. Das macht es einfacher.
- 24:35Eugen: Aber ich habe öfter das Problem, dass ich eigentlich einen Gedanken habe.
- 24:39Eugen: Und ich weiß auch der ist nicht von mir, sondern den habe ich aus irgendeinem Buch und das dann wiederfinden.
- 24:43Eugen: Wobei in dem Fall ist das dann nicht einfach so, sondern entweder ich finde halt die Quelle oder es muss raus.
- 24:48Eugen: Manchmal habe ich auch Angst, dass mir mein Gedächtnis da einfach einen Streich gespielt hat und ich mich einfach falsch an etwas
- 24:55Eugen: erinnere.
- 24:59Arno: Arno: Mein Gedächtnis ist dann ein super Übergang, warum auch immer.
- 25:07Arno: Zu unserer nächsten Sektion Softwork.
- 25:10Arno: Softworks.
- 25:10Eugen: Eugen: Unser Gedächtnisprotokoll.
- 25:11Eugen: Ich finde, das ist ein super...
- 25:15Arno: Arno: Also Softwork. Eugen, du hast schon gesagt, du hast gelesen, gespielt und geschaut wie der Teufel.
- 25:21Eugen: Eugen: Wie der Teufel nicht aber aber doch.
- 25:24Eugen: Ich kam zu einigen.
- 25:26Eugen: Ich überlege, was alles interessant ist.
- 25:28Eugen: Also dadurch, dass ich jetzt auch noch mehr Zeit als sonst mit den Buben verbracht habe und meiner Frau konnte ich auch mehr mit dem
- 25:36Eugen: Buben spielen. Und die beiden sind ja soweit, dass sie mittlerweile ihre eigenen Spiele haben oder Spiele, die sie lieben und
- 25:42Eugen: die sie mir zeigen wollen, nachdem es anfangs immer umgekehrt war.
- 25:46Eugen: Und deswegen habe ich mit dem Jüngeren, der ein riesiger sind, beide riesige Fenster.
- 25:51Eugen: Jetzt ist der Jüngere noch mehr reingekippt.
- 25:53Eugen: Jetzt nach Jahren doch noch mal mit Breath of the Wild angefangen.
- 25:57Eugen: Ich glaube, diesmal ist es das erste Mal, dass ich wirklich rein kippe.
- 26:00Eugen: Das ist auch so ein Spiel. Das habe ich drei, vier Mal probiert und ich konnte immer sehr schätzen, wie wunderschön es ist und was
- 26:06Eugen: alles gut daran ist. Und es war mir immer zu anstrengend, zu weitläufig und ich hatte das Gefühl, das frisst zu viel Zeit.
- 26:13Eugen: Und ein bisschen habe ich ein schlechtes Gewissen, weil das Breath of the Wild wollte mir mein älterer Sohn zeigen und das habe ich
- 26:18Eugen: ein paar Mal mit ihm angefangen, aber nie durchgezogen.
- 26:20Eugen: Jetzt schauen wir mal, wie weit wir kommen mit dem mit dem Jüngeren.
- 26:24Eugen: Dafür aber verbringe ich auch mit meinem Älteren.
- 26:26Eugen: Also das ist jetzt nicht so, dass wir dann getrennt sitzen, sondern meistens sitzen wir dann alle zusammen, schauen zu.
- 26:31Eugen: Aber dem Älteren war es ein Anliegen, Hollow Knight mit mir zu spielen, weil er das sehr liebt.
- 26:36Eugen: Ein MetroidVania, das furchtbar brutal, also nicht brutal im Sinne von von Brutalität, die dargestellt wird, auch ein bisschen, aber
- 26:45Eugen: sehr abstrakt, weil lauter kleine Insekten.
- 26:48Eugen: Es ist brutal schwierig.
- 26:49Eugen: Also ich, ich, ich.
- 26:50Eugen: Ich habe es nie gespielt.
- 26:52Eugen: Ich lehne mich da raus und nenne es jetzt auch ein Soulslike.
- 26:55Eugen: Also ich finde, das ist wirklich.
- 26:58Eugen: Ich habe auch die leise Vermutung, dass es dem Rainer Sigl sicher sehr gut gefallen hat.
- 27:02Eugen: Es ist so gemein.
- 27:03Eugen: Das ist wirklich. Ich sitze jetzt an den Mantis Mantislords einen Zwischenboss und ich.
- 27:09Eugen: Ja, es verzeiht keine Fehler, aber es ist auch fair.
- 27:12Eugen: Also wenn man wirklich es lernt, dann geht es.
- 27:15Eugen: Aber was, was mich wirklich rasend gemacht hat, wo ich auch wirklich mit dass geschimpft habe auf der Welt spielen ist, dass der
- 27:24Eugen: Savepoints nicht direkt vor dem Boss ist, sondern dass man da erst wieder an einigen Gegnern vorbei muss Und da darf man sich auch
- 27:32Eugen: keine Fehler leisten. Oh ja, das ist.
- 27:37Eugen: Aber ich mache es halt wirklich aus Liebe zu meinem älteren Sohn und für sowas.
- 27:41Arno: Arno: Bin ich zu alt. Das ist mir zu frustrierend.
- 27:43Eugen: Eugen: Ja, Alter ist auch ein guter Punkt, weil ich merke, bei den Reflexen meines älteren Sohnes komme ich nicht mit.
- 27:51Eugen: Also es war auch vor kurzem so, dass er zum ersten Mal wollte ich das gar nicht, aber bei Prince of Persia, dem neuen, auch wieder ein
- 27:59Eugen: Metroidvania bin ich auch jetzt.
- 28:01Eugen: Über zwei Monate hänge ich an einem Boss und habe dann keine Lust mehr.
- 28:04Eugen: Und den hat er jetzt einfach für mich besiegt.
- 28:06Eugen: Einfach so, obwohl er, obwohl erniedrigend, erniedrigend ist.
- 28:11Eugen: Ich war auch sehr stolz.
- 28:12Eugen: Ich meine, er ist halt auch gerade in einer Routine dank Hollow Knight und lernt halt super schnell.
- 28:18Eugen: Aber ich glaube die Reflexe, da komme ich nicht ran.
- 28:21Eugen: Also bei mir ist es wirklich. Ich merke es jetzt auch bei Hollow Knight.
- 28:24Eugen: Ich brauche da dann Tage.
- 28:26Eugen: Wobei ich. Ich sitze halt auch nicht den ganzen Tag und nehme jeden Tag eine halbe Stunde.
- 28:30Eugen: Aber ich brauche dann wirklich Tage oder so langsam in meinen Finger Fingern zu haben.
- 28:34Eugen: Da weiter zu kommen ist dann natürlich auch extrem befriedigend, wenn ich wo weiterkomme.
- 28:39Eugen: Wieder muss ich sagen, Also da hat man wirklich das Gefühl, man hat es sich erarbeitet.
- 28:44Arno: Arno: Ja, aber ich bin kein Freund davon, wochenlang so ein Muskelgedächtnis aufzubauen.
- 28:51Arno: Also nee, ich brauche da die schnelle Befriedigung.
- 28:54Arno: Das ist echt schrecklich.
- 28:56Arno: Also es war. Ich weiß gar nicht, ob ich vielleicht schon immer so war, aber solche Reaktionen, also wirklich, wo Reaktionen
- 29:03Arno: superwichtig ist.
- 29:04Arno: Bei solchen Spielen versage ich ja immer.
- 29:07Arno: Ich habe letztens zum Beispiel Hughie Rush gespielt von Wie heißt das Tango?
- 29:11Arno: Wie heißen die Tango Games?
- 29:12Arno: Tango Soft Irgendwas?
- 29:15Arno: Ja, genau. Die zum Beispiel The Evil Within eins und zwei gemacht haben und, ähm.
- 29:22Arno: Ja, da, das ist ja so ein Musikding Und ich meine, ich mag ja Musik, aber nur zu meinem eigenen Rhythmus.
- 29:29Arno: Und ich habe keinerlei Rhythmusgefühl.
- 29:31Arno: Muss man noch dazu sagen.
- 29:33Eugen: Eugen: Und das glaube ich nicht.
- 29:35Arno: Arno: Ja, da bin ich absolut sicher.
- 29:38Arno: Das gehört auch dazu.
- 29:39Arno: Zur Selbsterkenntnis, dass man.
- 29:41Arno: Man muss damit umgehen lernen.
- 29:43Arno: Jedenfalls bei Hifi Rush habe ich auch total versagt und das sind diese Reaktionssachen, also wo man auch schnell sein muss, wo es
- 29:51Arno: wirklich auf den Punkt sein muss und so.
- 29:53Arno: Also ich habe Ich liebe Dinge, wo man für die Reaktion so eine Pufferzone hat, weil sonst ja das.
- 30:00Arno: Das geht nicht mehr. Meine rheumatischen alten Finger schaffen das nicht mehr.
- 30:06Eugen: Eugen: Ich war ja nie sehr gut dabei.
- 30:08Eugen: Es ist immer so eine Übungssache.
- 30:09Eugen: Aber ich merke zugleich auch Alterserscheinungen.
- 30:12Eugen: Und das ist ja nicht eine eingebildete Sache, sondern das ist bekannt.
- 30:16Eugen: Die Wissenschaft hat das geklärt für uns.
- 30:18Eugen: Ich habe das erste Mal auf das Thema gekommen bin ich, als ich gebeten wurde.
- 30:22Eugen: Ich habe vom Falterpodcast über Fortnite zu reden, wo ich wieder zuerst gesagt habe Ich kenne mich bei Fortnite nicht aus, aber ich
- 30:28Eugen: kann es mir mal anschauen. Falls Sie das interessiert.
- 30:30Eugen: Und da habe ich auch gemerkt, also Fortnite habe ich sehr bald die Finger davon gelassen, weil ich einfach gesehen habe, mit welcher
- 30:37Eugen: Geschwindigkeit die die anderen Spielerinnen da unterwegs sind.
- 30:41Eugen: Und seit dem Podcast weiß ich auch, die sind halt alle zwischen neun und 13, da braucht man es gar nicht versuchen.
- 30:47Eugen: Da geht es gar nicht so um um die Shooter Mechanik, sondern um das Bauen.
- 30:52Eugen: Das ist ja absurd, in welcher Geschwindigkeit die da Sachen machen können.
- 30:57Arno: Arno: Aber apropos Ärger mit Games.
- 31:00Arno: Hast du das? Bin ich das?
- 31:03Arno: Also, ich habe hier. Ich habe hier gerade eine Homepage aufgemacht und da kamen so eine Werbemusik.
- 31:09Arno: Wie kriege ich die denn wieder? Ah.
- 31:11Eugen: Eugen: Also ich höre zum Glück nicht Pop.
- 31:14Arno: Arno: Pop ups ohne Ende.
- 31:16Arno: Ich wollte nämlich nachschauen, von wem das Spiel ist, das ich gespielt habe.
- 31:22Arno: Ich wollte nämlich ganz kurz noch erzählen.
- 31:25Arno: Apropos Ärger Ich habe Nobody Wants to Die angefangen von Critical Hit Games.
- 31:32Arno: Das habe ich gerade mit Popups schnell noch erfahren.
- 31:36Arno: Und das habe ich eben angefangen und ist ein ganz, ganz schönes Spiel, ganz tolles Game.
- 31:42Arno: Aber ich habe dann das erste Kapitel, ich glaube, es wird kapitelweise durchgespielt und dann kommt da so eine Nachricht.
- 31:49Arno: Ich kann erst weiterspielen, wenn das Spiel fertig runtergeladen ist, aber ich habe es doch fertig runtergeladen.
- 31:55Arno: Also da konnte ich nicht weiterspielen.
- 31:57Arno: Aber dieses erste Kapitel ist wirklich großartig.
- 32:00Arno: Das ist so ein Cyberpunk Setting und es hat mich sehr stark an Altered Carbon, also die Unsterblichkeitsmaschine von Richard Morgan,
- 32:10Arno: diesen Roman erinnert.
- 32:11Arno: Das gab es ja dann auch als Verfilmung bei Netflix bzw als Versehrung.
- 32:16Arno: Und ich kann auch nicht viel sagen.
- 32:20Arno: Ich glaube, es wird sich vermutlich darum drehen, dass man in dieser Zukunftsvision dann ähm, ja das Bewusstsein von einem Körper
- 32:29Arno: auf einen anderen übertragen kann.
- 32:31Arno: Es wird vermutlich einen Mord gegeben haben.
- 32:34Arno: Den hat es schon gegeben und vermutlich ist der Mord aber.
- 32:38Arno: Also ich rate hier. Ich habe keine Ahnung, ob ich Spoiler oder nicht.
- 32:41Arno: Vermutlich wird es dann so sein, dass derjenige, der umgebracht wurde, eigentlich gar nicht tot ist, sondern im anderen Körper
- 32:47Arno: weiterlebt. Und es wird vermutlich, wie das auch im Cyberpunk eigentlich immer so ist, irgendeine politische Verschwörung geben, bei
- 32:54Arno: der dann die arme Bevölkerung, die dann in irgendeiner Form abhängig ist von diesen ganzen Technologien, einfach nur am Leiden
- 33:00Arno: ist und die Reichen noch reicher werden oder so.
- 33:03Eugen: Eugen: Das Thema hatten wir ja hin und wieder.
- 33:07Arno: Arno: Aber wirklich ein wunderschönes Spiel bisher und es macht auch Spaß.
- 33:11Arno: Also es ist extrem atmosphärisch, hat sehr sehr viel von so Pulp und Film Noir Anleihen und auch musikalisch und es sieht.
- 33:21Arno: Also ich freue mich drauf, wenn der Download dann mal irgendwann fertig ist.
- 33:27Eugen: Eugen: Ja, ich schaue es mir auch gerade an.
- 33:28Eugen: Also ich glaube, dass sie etwas, wo ich auch total reinkippen würde, ist für mich ein guter Übergang zu einem anderen Spiel, das
- 33:34Eugen: ich vor den Ferien begonnen habe.
- 33:35Eugen: Auf der Xbox, auch nach Jahren.
- 33:37Eugen: Das gibt es jetzt schon länger. Also wir haben ja über unsere Reaktionsfähigkeit, Geschwindigkeit geredet und die Genres, die
- 33:45Eugen: wir mögen. Und ich mag ja sehr und ich bilde mir ein, dass ich es sehr mag, alles, was in Richtung Walking Simulator geht, also
- 33:52Eugen: prinzipiell Adventure eher Action entlastet eher mit Rätseln.
- 33:57Eugen: Eher mit viel Narrativ.
- 33:59Arno: Arno: Games als Hochkultur?
- 34:01Eugen: Eugen: Hm. Ich weiß nicht, ob ich das als Hochkultur bezeichnen würde.
- 34:04Eugen: Und ich habe auch ein gutes Beispiel dafür.
- 34:06Eugen: Also es geriert sich als Hochkultur gerne.
- 34:08Eugen: Also jetzt gerade spiele ich Close to the Sun, eine Mischung aus Horror und Walking Simulator.
- 34:16Eugen: Also es ist nicht ganz aktionsentlastet, weil es halt so Verfolgungsjagden gibt und Horror.
- 34:23Eugen: Und es sieht auf den ersten Augenblick ganz hübsch aus und das Narrativ wirkt auch so Es ist sehr, sehr nah an Bioshock dran, muss man
- 34:29Eugen: sagen. Was mir jetzt an sich gefällt.
- 34:32Eugen: Aber mittlerweile ärgere ich mich endlos drüber, weil es halt wirklich irrsinnig viel Glitzerfassade hat und dahinter recht platt
- 34:40Eugen: ist. Also muss man auch aufpassen bei diesem Narrative Spiele heißt nicht gleich, dass es tiefgründig ist.
- 34:46Eugen: Also es ist alternative Realität.
- 34:49Eugen: Ich glaube, ich schätze so Anfang 20.
- 34:51Eugen: Jahrhunderts, aber mit viel mehr.
- 34:53Eugen: Also ein bisschen auch steampunkig.
- 34:55Eugen: Es gibt ein riesiges, einen riesigen Ozeandampfer, der von Nikola Tesla geführt wird, der halt so ich weiß nicht, der
- 35:02Eugen: Posterboy der Nerds ist der historische, dem alles Mögliche angedichtet wird.
- 35:07Eugen: Und hier wird ihm angedichtet, dass er super erfolgreich war.
- 35:09Eugen: Der hat alles Mögliche erfunden, hat nicht zuletzt auch Todesstrahlen, ein bisschen, irgendwie.
- 35:14Eugen: Fast die ganze Welt kontrolliert mit seiner Technologie und dann...
- 35:18Arno: Arno: Elon Musk lässt grüßen.
- 35:19Eugen: Eugen: Ja, ich weiß nicht, ob da das wäre.
- 35:22Eugen: Das wäre ja schon wieder interessant.
- 35:23Eugen: Wenn es also so eine echte, dezidierte Kritik.
- 35:26Eugen: Aber es ist halt so ein bisschen eine austauschbare an was passiert, wenn man Wissenschaftler zu sehr an die Macht lässt
- 35:33Eugen: und vor allem dann also die Ästhetik nervt, weil die nimmt halt wieder so ein bisschen Art Deco Art Nouveau.
- 35:40Eugen: Was mir sehr gut gefällt und es ist halt dadurch sehr nah auch an Bioshock dran.
- 35:44Eugen: Aber es ist halt furchtbar platt.
- 35:46Eugen: Es tut so, als ob es total klug wäre und viel Wissenschaft und Brimborium.
- 35:51Eugen: Aber ich konnte mich elend aufregen darüber, dass in diesen riesigen Hallen dann alle möglichen Fotos hängen, die einem zeigen
- 35:59Eugen: sollen, in welcher Zeit wir sind.
- 36:00Eugen: Und natürlich hängt dann willkürlich nebeneinander Henry Ford neben Marie Curie, neben Mark Twain.
- 36:08Eugen: Äh, das ist jetzt also wirklich.
- 36:11Eugen: Da hat man einfach nur schnell.
- 36:12Eugen: Äh, ich weiß nicht, Anfang 20.
- 36:14Eugen: Jahrhundert, Ende 19.
- 36:16Eugen: Jahrhundert gegoogelt und dann einfach alles an Fotos reingehauen, was man gefunden hat.
- 36:19Eugen: Ich finde da wenig.
- 36:20Eugen: Wäre da einiges mehr gewesen am Ende, als es tatsächlich ist.
- 36:25Eugen: Soweit ich jetzt bin bis zur Hälfte durch eine sehr platte Angelegenheit.
- 36:30Arno: Arno: Würdest, würdest du sagen, weil ich habe manchmal den Gedanken, dass das Mad Science Topos auserzählt ist?
- 36:38Eugen: Eugen: Ach, auserzählt?
- 36:40Eugen: Nein. Also ich glaube, das sind ja zentrale Fragen.
- 36:43Eugen: Aber dieses Spiel zeigt halt sehr schön, was passiert, wenn man sich nicht vorher selbst auch ein bisschen böse von mir.
- 36:51Eugen: Ich weiß noch nicht, ich habe es noch nicht registriert, das heißt, ich kann das nicht sagen, aber meine Vermutung wäre, dass hier
- 36:56Eugen: nicht zu viele Gedanken im Vorfeld daran verschwendet wurden, sondern hat man gesagt Ach, wir wollen ein Horrorgame machen, was
- 37:02Eugen: gefällt uns? Dann war schnell klar, welcher Spieler sie inspiriert haben.
- 37:06Eugen: Und dann machen wir etwas mit Mad Science und ich weiß nicht, Mad science finde ich dann gut, wenn wir in Bioshock das wirklich
- 37:14Eugen: konkret geht um die Frage von Stammzellenforschung, an der man sich ein bisschen abarbeitet, wenn man auch so ein
- 37:20Eugen: bisschen der Frage nachgeht.
- 37:21Eugen: Bei KI finde ich ja jetzt durchaus berechtigt, kann man ja sich sehr gut abarbeiten an der Frage.
- 37:25Eugen: Der Unterschied zwischen Ländern wie den USA und Großbritannien, wo man alles erlaubt, einfach wirklich alles mal zulässt am Anfang.
- 37:31Eugen: Und die dürfen das rauswerfen, egal was für Auswirkungen das auf Umwelt und Menschenleben hat, weil sie auch wissen, dass es daneben
- 37:38Eugen: halt politische Entitäten wie die EU gibt.
- 37:41Eugen: Die werden das schon regulieren.
- 37:43Eugen: Also wenn man sich mit dieser Frage dann beschäftigt zwischen totaler Freiheit und Regulierung.
- 37:49Eugen: Und in der EU ist es jetzt auch nicht so, dass die Wissenschaft unterdrückt würde.
- 37:53Eugen: Ich finde, da kann man auch sehr intelligente Themen für alle möglichen Medien da herausholen.
- 37:59Eugen: Aber da muss man sich halt wirklich damit beschäftigen im Vorfeld und auch Fragen nachgehen.
- 38:06Eugen: Ja.
- 38:08Arno: Arno: Ich habe nur gefragt, weil es schon länger her ist, dass mich, also ich, du weißt ja, ich liebe das Mad Science-Thema ja auch
- 38:15Arno: gerade weil es da ja auch so um Systemfragen geht und mir.
- 38:19Arno: Es ist schon ziemlich lange her, dass mir wirklich so ein neuer, so ein neuer Blickwinkel auf diese Art
- 38:29Arno: Wissenschaft zu erzählen irgendwie gezeigt wurde.
- 38:31Arno: Und da würde ich mir manchmal irgendwie so, so, so ein Aha-Moment wünschen.
- 38:36Arno: Das hatte ich schon sehr lange nicht mehr.
- 38:38Eugen: Eugen: Ich kann da noch mal das Control empfehlen von unserer letzten Folge.
- 38:42Eugen: Da ist. Es kommt es auch vor, aber sehr selbstreflexiv, weil die Wissenschaftler selbst sich fragen Ist das schon Mad Science,
- 38:50Eugen: was wir hier machen?
- 38:52Eugen: Und da fand ich das sehr, sehr.
- 38:56Arno: Arno: Are we the Baddies?
- 38:59Eugen: Eugen: Ja, so ein bisschen in die Richtung.
- 39:01Eugen: Also da wurde das sehr viel mehr überlegt als in diesem Ach ja, es ist.
- 39:07Eugen: Ich finde es ja auch schön zu sehen, dass eben oder auch wichtig für uns zur Erinnerung nicht alles, was wir Indie Game aussieht und
- 39:13Eugen: auch auf den ersten Blick hübsch ist, muss gleich tiefgehend sein, sondern teilweise sind es halt.
- 39:18Arno: Arno: If it Walks like a duck...?
- 39:22Arno: Also äh, ja, gespielt haben wir also viel und gelesen hast du auch viel, aber wir müssen ja ein bisschen.
- 39:28Arno: Müssen ja auch über die vielen, vielen Bücher sprechen, die du dir in den letzten Wochen....
- 39:32Eugen: Eugen: Nicht über die vielen Bücher reden.
- 39:34Eugen: Aber über eines wollte ich mit dir reden, weil du es auch gelesen hast.
- 39:36Eugen: Ja.
- 39:37Arno: Arno: Ich freue mich drauf.
- 39:38Eugen: Eugen: Dann würde ich ihr auch nachher weitergehen.
- 39:40Eugen: Aber das ist von Gabriel.
- 39:43Eugen: Wie wird der Nachname ausgesprochen?
- 39:44Eugen: Ich sage Zevin, Tomorrow and Tomorrow and Tomorrow.
- 39:48Eugen: Das cooler Weise mir von meiner Schwiegermutter empfohlen wurde, weil die hat das gelesen, hat es sehr geliebt und dann
- 39:53Eugen: gemeint, das könnte was für mich sein, weil Computerspiele Thema sind.
- 39:57Eugen: Und ich habe es jetzt im Sommer gelesen und war sehr begeistert.
- 40:01Eugen: Am Anfang habe ich es ein bisschen kritisch gesehen, also würde mich auch interessieren, wie dein Eindruck war.
- 40:06Eugen: Wie kommen wir jetzt dahin? Ich finde, es ist auch einfach als Buch sehr gut geschrieben, egal ob es jetzt in der.
- 40:13Eugen: Das Setting hätte ja auch theoretisch in der Filmindustrie sein können oder sonst im Kunstbetrieb oder halt der Grenze zwischen
- 40:19Eugen: Kunstbetrieb und Design.
- 40:20Eugen: Aber es ist zugleich nicht willkürlich, dass der Gamedesign dahinter ist, sondern es ist auch ganz zentraler Bestandteil von der
- 40:26Eugen: Erzählung und von den menschlichen Beziehungen.
- 40:28Eugen: Die finde ich sehr gut beschrieben werden.
- 40:29Eugen: Ich mag auch dieses die Struktur, die nicht rein chronologisch ist, sondern immer wieder in der Zeit zurück springt und dadurch
- 40:36Eugen: eigentlich so eine Art Nachvollziehbarkeit oder Erklärungsmöglichkeiten gibt.
- 40:42Eugen: Und ich weiß nicht.
- 40:43Eugen: Ich finde, über den Inhalt muss man gar nicht zu viel reden.
- 40:46Eugen: Es ist ein bisschen ein, finde ich, eine Metapher überhaupt auf die Videospielindustrie.
- 40:52Eugen: Und halt die zentrale Frage ist, ob Videospiele als Kunst oder halt als Produkt, die sich verkaufen müssen.
- 41:00Eugen: Der einzige Punkt, den ich kritisch sehe, ist die Anfangszeit des.
- 41:04Eugen: Es handelt sich um ein Duo von Entwicklerinnen und die ich glaube schon in den 90er Jahren ein sehr, sehr künstlerisch
- 41:10Eugen: wertvolles, blöder Ausdruck, aber sehr künstlerisch ambitionierte Spiel produziert haben, das dann erfolgreich wurde.
- 41:17Eugen: Und da denke ich mir nein.
- 41:18Eugen: In den 90er Jahren sind künstlerisch ambitionierte Spiele, gab es sicher auch Kunsthochschulen und so als Seitenprojekte.
- 41:26Eugen: Aber die sind nicht erfolgreich geworden.
- 41:28Eugen: Das ist das einzige, was ich unrealistisch fand, weil der ganze Rest.
- 41:31Eugen: Man merkt auch sie hat sich auch, also sie kennt sich sehr gut aus.
- 41:34Eugen: Sie hat die Bücher gelesen, sie kennt die Entwickler einen.
- 41:37Eugen: Man erkennt viele Menschen auch wieder, ohne das es eine platte Karikatur wäre, sondern eine gute Mischung.
- 41:43Eugen: Aber das war das einzige was mich gestört hat.
- 41:46Eugen: Würde mich interessieren was deine Meinung ist.
- 41:49Arno: Arno: Bei mir ist es ja schon ein bisschen her, dass ich es gelesen habe, deswegen kann ich jetzt das nicht so ganz fresh wiedergeben wie
- 41:56Arno: du, aber es.
- 41:58Arno: Also mich hat es total berührt und ich fand eben auch diese eigentlich alle Charaktere unheimlich nahbar.
- 42:06Arno: Also man war da sehr nah dran mit all ihren Fehlern und Quirks, die sie so haben.
- 42:12Arno: Und ich fand auch, dass ihr gerade gerade besonders mit den Games, dieses Setting, das hat er total gut so ineinander gegriffen.
- 42:21Arno: Auch das diese metaphorische Arbeit in Games über das eigene Leben, das fand ich unheimlich, ja
- 42:31Arno: faszinierend und auch intellektuell irgendwie, ja stimulierend.
- 42:37Arno: Wie das alles konstruiert wurde.
- 42:39Arno: Ich muss ein bisschen daran denken.
- 42:41Arno: Also, jetzt muss ich ein bisschen Schlenker machen.
- 42:43Arno: Mythic Quest hast du wahrscheinlich noch nicht gesehen, oder?
- 42:46Arno: Nein, diese Serie bei Apple TV über ein Studio.
- 42:51Arno: Die haben eine Folge, ich glaube schon 2020 gehabt.
- 42:55Arno: Und da geht es darum, der Raum, in dem dieses Studio, wo die Sitcom eigentlich stattfindet, war vorher schon mal ein Studio.
- 43:03Arno: Und zwar ein Studio von so einem kleinen.
- 43:05Arno: Also ein kleines Indie Studio auch in den Neunzigern.
- 43:09Arno: Deswegen musste ich auch ein bisschen dran denken.
- 43:11Arno: Die haben ein Spiel entwickelt namens Ich glaube, dass sie Dark Quiet Death oder so ähnlich und das war so und sollte so ein
- 43:19Arno: Indie Game sein und so ganz nihilistisch, künstlerisch blablabla.
- 43:24Arno: Und da wird so im Prinzip diese Geschichte erzählt von diesem Studio anhand der Zweierbeziehung von den beiden Entwicklern.
- 43:33Arno: Also die waren ein Paar und man kommt da rein und dann entwickelt sich das so.
- 43:38Arno: Das Spiel wird erfolgreich, dann wird der Nachfolger angefragt und der die Frau will, dass es genauso künstlerisch wird.
- 43:45Arno: Der Mann will, dass es kommerzieller wird und man entwickelt sich auseinander usw und das ist so eine Art des Erzählens, die ich
- 43:55Arno: bisher in beiden Fällen eben beim Buch und bei dieser Folge so noch nicht kannte, weil die wirklich so unheimlich nah an den
- 44:02Arno: Entwicklerinnen ist und einfach auch dieses einfach auch zeigt.
- 44:07Arno: Was wir auch bei der HGP Methode immer wieder aufzeigen, dass die Produktion bei Spielen auch unheimlich kontextabhängig ist
- 44:15Arno: und unheimlich davon abhängig ist, was die Leute gerade machen, wie viel Geld gerade im Moment reinkommt, wo sie gerade wohnen
- 44:25Arno: usw und so fort, dass da unheimlich viele Punkte sind, die in diese Spiele mit reinspielen.
- 44:30Arno: Und das ist auch was, was eben in beiden Fällen sehr, sehr deutlich wird.
- 44:34Arno: Also gerade diese eine Folge kann ich auch extrem empfehlen, die eben aus diesem Sitcom ähm ja Feeling extrem rausfällt und wirklich
- 44:43Arno: schon ins Dramatische reingeht und auch sehr berührend ist.
- 44:48Arno: Also sehr, sehr starke Ähnlichkeiten.
- 44:50Arno: Aber ich glaube nicht, dass sie miteinander in irgendeiner Form zu tun haben.
- 44:53Arno: Aber doch interessant, dass es überhaupt diese Parallelen des Erzählens dann gibt.
- 44:59Eugen: Eugen: Das hast du, hast du sehr gut für mich zusammengefasst.
- 45:02Eugen: Das ist auch das intellektuell stimulierend.
- 45:06Eugen: Mich hats auch gefreut.
- 45:07Eugen: Ich war doch vorsichtig, als ich angefangen habe und ungefähr wusste, worum es geht.
- 45:13Eugen: Auch im direkten Vergleich zu Büchern wie Ready Player One und Ready Player Two.
- 45:17Eugen: Ready Player One fand ich ja auch.
- 45:19Eugen: Das war ich weiß nicht wie Fastfood, das habe ich sehr, sehr schnell gelesen, hatte auch große großen Spaß, aber das ist ja
- 45:26Eugen: Fanservice. Also da.
- 45:28Eugen: Und wir alle kennen dieses Spiel und wir kennen das.
- 45:30Eugen: Und in Tomorrow und Tomorrow kommt es kommen auch Zitate vor.
- 45:35Eugen: Also King's Quest vier wird zum Beispiel öfter erwähnt, was mir sehr gut gefallen hat, weil ich das auch sehr mochte.
- 45:39Eugen: Aber es ist nicht so zentral und es ist nicht ein Punktpunktpunkt.
- 45:43Eugen: Ich zeige das, ich zeige, dass ich das und das ist jetzt nur für euch Fanboys und die wenigen Girls da draußen, sondern es ist
- 45:51Eugen: wirklich für alle zugänglich, die nichts oder keine Ahnung von Computerspielen haben.
- 45:58Eugen: Ja, und das finde ich ist halt sehr viel intelligenter, weil also Ready Player One, wenn du das, Wenn ich das jemand in meiner
- 46:05Eugen: Familie gegeben hätte, der nichts mit digitalen Spielen zu tun hat, hätte nichts damit anfangen können.
- 46:11Arno: Arno: Ist halt nostalgisches Popcornkino in Buchform.
- 46:14Arno: Also deswegen. Es wurde ja auch deswegen im Prinzip auch genau deswegen verfilmt, würde ich mal annehmen.
- 46:20Arno: Wenn man eben schon rauslesen kann, dass sich sowas gut verkauft, weil weil viele Leute da diese nostalgischen Erinnerungen
- 46:28Arno: daran haben. Und hier, das ist eben schon sehr gegroundet, sehr verwurzelt in der Realität, ohne dabei aber
- 46:38Arno: auch gleich zum Sozialdrama zu werden, oder?
- 46:41Arno: Ja.
- 46:42Eugen: Eugen: Ja, und es ist einfach gut geschrieben, wie du sagst.
- 46:44Eugen: Es ist ein gutes Buch, das einfach.
- 46:47Eugen: Ja, es ist auch nicht.
- 46:49Eugen: Nicht ohne Grund glaube ich.
- 46:50Eugen: In die Top 100 Bücher des New York Times, glaube ich, aufgenommen worden.
- 46:55Eugen: Ja. Ich blicke auf die uhr und würde uns dazu
- 47:05Eugen: drängen, zum nächsten Kapitelchen zu kommen, wenn es dir recht ist.
- 47:10Arno: Arno: Genau. Sprechen wir über die.
- 47:12Arno: Diesmal musst du säuseln.
- 47:14Eugen: Eugen: Antragserotik.
- 47:18Arno: Arno: Gänsehaut.
- 47:19Eugen: Eugen: So. Also, ich übernehme die Moderation, weil die Die Ideen zu Antragserotik kommen von dir.
- 47:25Eugen: Und ich würde es dir auch überlassen, womit du anfangen würdest.
- 47:27Eugen: Du hast zwei Punkte, die mich beide sehr interessieren würde.
- 47:30Eugen: Frag mich, ob wir alles wirklich zu Ende durchdenken können.
- 47:33Eugen: Das andere sind die In Game Shops und das zweite ist eben inspiriert von der Mafia Reihe.
- 47:39Eugen: Soziokultureller Kontext.
- 47:41Eugen: Was suchst du dir aus?
- 47:42Arno: Arno: Ich fange mal mit den Game Shops an auch Also die Eugen: Antragserotik ist ja immer so ein bisschen das was wir gerne machen würden und
- 47:51Arno: wo wir wahrscheinlich nie zu kommen.
- 47:53Eugen: Eugen: Nein, sagt das nicht. Sagt das nicht, wir werden zu allem kommen.
- 47:55Eugen: Aber wir werden so alt werden, dass wir alles, alles zu Ende denken können.
- 48:00Arno: Arno: Aber die Game Shops sind tatsächlich was, wo die Chance zumindest minimal da ist, dass es dazu wirklich mal noch Forschung von uns auch
- 48:08Arno: geben könnte im Rahmen von CH Ludens.
- 48:10Arno: Ja, man muss dazu erklären.
- 48:12Arno: Ich mache im Moment zusammen mit dem lieben Addrich Mauch eine ganze Reihe von Oral History Interviews mit Leuten, die in der
- 48:20Arno: Spielkultur in den 80er und 90er Jahren wirklich gespielt haben und dann von ihren Erfahrungen als Spielende berichten.
- 48:29Arno: Und was da auffällig war, ist, wie viele Leute auch, die wirklich aktiv in dieser Zeit waren, dann auch ja so eine Liebe
- 48:39Arno: zum Spiel entwickelt haben, dass sie dann angefangen haben, erstmal auch so erstmal überhaupt ihre Sammlungen immer wieder
- 48:46Arno: auszutauschen und dann über Zeitungsartikel im in der Fundgrube ja ihre Spiele zu verkaufen und da aber auch so ein bisschen
- 48:55Arno: Blut geleckt haben und dann zum Beispiel angefangen angefangen haben Spiele zu importieren aus Japan, aus den USA, da
- 49:02Arno: teilweise angerufen und sogar hingereist sind und da ihre Shops so entwickelt haben.
- 49:08Arno: Also frühe Geschäfte, die wirklich Spiele verkauft haben.
- 49:13Arno: Und da gibt es eine ganze Reihe, auch in der Schweiz und sicher auch in Deutschland und Österreich, die da wirklich schon sehr früh
- 49:21Arno: am Start waren. Und das ist einfach ein Thema, das ich total faszinierend finde, wie man eben auch hier eigentlich so ähnlich wie
- 49:30Arno: die Bedroom Coders so aus dem aus dem Hinterzimmer heraus angefangen haben, das zu tun, wirklich auf Amateurebene und dann
- 49:38Arno: irgendwann den Sprung geschafft haben ins Professionelle rein.
- 49:41Arno: Und das finde ich total spannend.
- 49:43Arno: Ich weiß dazu überhaupt nichts.
- 49:45Arno: Ich weiß auch nicht mal, ob es dazu irgendwo Forschung gibt.
- 49:48Arno: Finde ich aber total cool das Thema und wollte ich einfach nur mal in den Raum werfen.
- 49:52Eugen: Eugen: Finde ich sehr gut. Es gibt also viel gibt es nicht dazu, was ich gelesen habe, kann auch sein, dass es da noch sonst einiges gibt, ist
- 50:01Eugen: vom Alexis Blanchet und von Guillaume Montagnon, glaube ich.
- 50:05Eugen: Die haben eine sehr ausführliche Geschichte der digitalen Spiele in Frankreich begonnen.
- 50:11Eugen: Der erste Band ist rausgekommen, auch sehr hübsch.
- 50:13Eugen: Und da haben sie sich auch wirklich mit den mit diesen Geschäften auseinandergesetzt, weil die halt.
- 50:20Eugen: Ganz zentral waren für die Entwicklung.
- 50:22Eugen: Also es waren ja auch Orte, wo sich die Leute kennengelernt haben, wo der Erstkontakt für viele war.
- 50:28Eugen: Und ich glaube, das ist etwas, was dringend auch für unseren Raum erforscht gehört.
- 50:34Eugen: Die zentrale Rolle von diesen.
- 50:35Eugen: Also anfangs waren es ja auch gar nicht so Games Jobs, sondern einfach PC Geschäfte, wo dann auch nebenbei und teilweise noch in den
- 50:43Eugen: berühmten Blogs, also diesen Frischhaltebeuteln, die die selbstverlegten Spiele verkauft.
- 50:49Eugen: Und ich glaube, das erste Ultima gibt es ja, die offizielle Packung, wo wirklich noch der Blog.
- 50:53Eugen: Und jetzt Anekdote aus der Erinnerung.
- 50:56Eugen: Ich hatte auch früh Kontakt zu Computern und wollte frühe Spiele haben.
- 50:59Eugen: Und einer der ersten Orte, wo ich immer welche gesehen habe, war ausgerechnet der Metrogroßhandel, wo ich mit meinem Vater hin
- 51:06Eugen: und wieder hingefahren bin. Und da gab es die Teilung zwischen Food.
- 51:08Eugen: Eine Riesenhalle, auch extrem beeindruckend.
- 51:11Eugen: Also fünf Kilo Gummibärchen und solche Sachen.
- 51:14Eugen: Und Nonfood, wo alles war.
- 51:17Eugen: Also ich habe meinen ersten. Meine ersten Fahrräder habe ich von dort.
- 51:20Eugen: Irgendwie hat man alles gekriegt.
- 51:21Eugen: Ich weiß nicht, ob das heute auch noch so ist.
- 51:23Eugen: Und da gab es aber auch neben VHS Kassetten dann zwei Ständer mit Computerspielen.
- 51:29Eugen: Teilweise sehr, wirklich sehr sehr Homebrew, also mit ASCII, Grafik usw und da gab es alles und es tut mir leid, dass ich da nicht
- 51:36Eugen: zuschlagen durfte und dass zu Hause jetzt habe.
- 51:38Eugen: Aber da gab es wirklich diese Beutel mit den selbst fotokopierten Anleitungen und einer Diskette oder Magnetbändern.
- 51:46Arno: Arno: Das ist auch in der Schweiz so gewesen, dass sich die Leute da getroffen haben und da hat sich auch diese frühe Szene draus entwickelt
- 51:53Arno: hat. Also das ist so ein Outcome, den kann ich jetzt schon so völlig ohne es jetzt am direkt am Text festmachen zu können, jetzt in
- 52:02Arno: dieser Sekunde was, was in den Interviews immer wieder kommt.
- 52:06Arno: Wir haben uns im Geschäft getroffen, Mittwochnachmittags nach Schulschluss, haben da gespielt und haben uns halt kennengelernt.
- 52:13Arno: Und dann irgendwann ist man dazu übergegangen, sich auch so privat zu treffen.
- 52:18Arno: Und da hat sich dann die frühe Szene draus entwickelt.
- 52:21Arno: Auch das finde ich total spannend.
- 52:22Arno: Zum Beispiel.
- 52:24Eugen: Eugen: Ja, absolut. Aber wie du sagst, das ist ja ein Thema, dem wir weiter nachgehen.
- 52:28Eugen: Ja. Ja.
- 52:29Arno: Arno: Also ich hoffe auch in Bezug auf die Gameshops, einfach weil mir das auch so vorkommt.
- 52:35Arno: Ich bin jetzt nicht so krass belesen wie du, dass mir da...
- 52:39Eugen: Eugen: Ich habe ein Buch gelesen, EIN Buch.
- 52:41Arno: Arno: Ein Buch? Also bitte.
- 52:42Arno: Und das war auch noch dein eigenes.
- 52:46Arno: Aber das, ja, das würde ich auch.
- 52:50Arno: Einfach weil es mich ja auch so fasziniert, gerne noch irgendwie vorantreiben.
- 52:55Arno: Und ich glaube, wir haben auch mittlerweile genug Material dazu.
- 52:58Arno: Ich habe noch ein Interview gelesen von dem, was wir nicht gemacht haben.
- 53:01Arno: Von den Gründern von World of Games heißt es, glaube ich, in der Schweiz und bei denen war das auch ähnlich.
- 53:08Arno: Die haben angefangen als Amateurentwickler von Spielen und haben.
- 53:16Arno: Einfach weil die Strukturen nicht da war, haben sie angefangen Spiele zu verticken und daraus hat sich das Ganze so, ja so
- 53:25Arno: entwickelt und mit denen würde ich, glaube ich, auch noch gerne sprechen.
- 53:28Eugen: Eugen: Ja, dann macht das.
- 53:30Arno: Arno: Ja auf jeden Fall.
- 53:32Eugen: Eugen: So, ich glaube, wir werden die 60 Minuten heute sprengen.
- 53:35Eugen: Aber trotzdem es ist.
- 53:36Eugen: Ich glaube, wir sind noch knapp drunter, deswegen ist noch Zeit.
- 53:39Eugen: Auf jeden Fall auf den zweiten Punkt einzugehen.
- 53:42Arno: Arno: Ja genau, da gab es ja jetzt von Mafia, wie heißt das?
- 53:46Arno: The Old Country. Da gab es also da gibt es jetzt gab es jetzt eine Ankündigung vom neuen Teil, wo der.
- 53:54Eugen: Eugen: Ich habe das auch nur so am Rande mitbekommen und ich sitze ja nicht am Internet, also ich tue es nicht gerade.
- 53:59Arno: Arno: Also Mafia, die Old Country soll 2025 erscheinen und um 1900 in Sizilien spielen.
- 54:09Eugen: Eugen: Okay, also wirklich back to the Roots.
- 54:11Arno: Arno: Und das finde ich halt wirklich mal spannend.
- 54:14Arno: Ich finde es auch deswegen.
- 54:16Arno: Das hat mich ein bisschen zu dem Gedanken geführt ich mag ja die Mafia Spiele also klar Mafia III, repetitiv usw kann man viel drüber
- 54:24Arno: maulen, aber mich hat es atmosphärisch total abgeholt und ich fand auch das Setting mit den 60er Jahren oder Anfang, das doch Ende
- 54:33Arno: der 60er mit dem Vietnamheimkehrer als und dazu noch People of Colour und Thema Rassismus usw und so fort.
- 54:42Arno: Ich fand das doch überraschend komplex eigentlich von vom Erzählen her.
- 54:46Arno: Und das gleiche gilt eigentlich auch für Mafia II.
- 54:51Arno: Das erste habe ich nicht gespielt, muss ich sagen.
- 54:54Arno: Das ist glaube ich, das ist glaube ich, 2002 oder so, erschienen, oder?
- 55:00Eugen: Eugen: Ach ja? Augenblick, Augenblick, wir kommen da hin.
- 55:03Eugen: Mafia-Serie 2002 ist das erste erschienen.
- 55:06Eugen: Das ist ja noch die 1, 2und.
- 55:09Eugen: Ah, nur 1 und 2.
- 55:10Eugen: Die habe ich auch. Deswegen noch ein bisschen am Schirm, weil sie ja in der Tschechischen Republik entwickelt wurden.
- 55:15Eugen: Und ich glaube, in einem von beiden wurde auch das Wiener Kunsthistorische Museum als Gebäude verwendet.
- 55:21Eugen: Einfach das Halbwissen, unnötiges Halbwissen.
- 55:25Arno: Arno: Ja, aber gerade diese Verbindung.
- 55:27Arno: Ich finde. Also jetzt kommen wir zur Antragserotik.
- 55:30Arno: Ich meine, bisher sind wir nur Fanboys, aber ich fände das mal wirklich, wirklich cool, ein Projekt machen zu dürfen, indem
- 55:40Arno: man ausschließlich auf diese Spielereihe konzentriert und ausschließlich.
- 55:46Arno: Was wir mit der HGP Methode gemacht haben, nämlich die Produktionsgeschichte wirklich mal im Detail weiß ich nicht.
- 55:53Arno: Über vier Jahre analysieren dürfen mit Interviews und allem drum und dran und dazu noch so eine inhaltliche Analyse und dann mal
- 56:01Arno: schauen, wie das Ganze ich meine.
- 56:03Arno: 2002 und 2025 ist dann eben der vierte Teil.
- 56:08Arno: Das ist ja ein unheimlich lange Zeit.
- 56:10Arno: Was diese historische Gegebenheit der einzelnen Spiele, also wie das alles zusammenhängt, wie das alles von den
- 56:18Arno: Kontexten her Einfluss genommen hat usw, weil wir behaupten das ja immer und können das auch im in den Einzelfragen nachweisen.
- 56:26Arno: Aber in so einer, ich nenne es mal ganz großkotzig longue duree Studie.
- 56:32Eugen: Eugen: Ja, es ist longue duree.
- 56:34Arno: Arno: Würde man, würde man das vielleicht mal so richtig cool nachweisen können.
- 56:39Arno: Das würde ich unheimlich gerne mal machen.
- 56:41Eugen: Eugen: Ja, und wir haben ja, wenn ich mich richtig erinnere ist ja irgendwann ich glaube nicht beim ersten, aber beim zweiten auch der
- 56:46Eugen: Daniel Vavra beschäftigt, der ja sehr politisch umtriebig ist.
- 56:51Eugen: Vorsichtig formuliert.
- 56:53Arno: Arno: Alles unpolitisch?
- 56:54Eugen: Eugen: Ja. Genau.
- 56:55Eugen: Keep your politics out of our games.
- 56:59Eugen: Das wäre aber auch ein Thema.
- 57:00Arno: Arno: Ich könnte auch sagen Keep your Burzum-Shirts out of my games.
- 57:04Arno: Jedenfalls würde ich gerne machen.
- 57:06Arno: Was hältst du davon?
- 57:07Arno: Machen wir.
- 57:08Eugen: Eugen: Bin ich sehr dafür? Ich wollte dich gerade fragen.
- 57:10Eugen: Mafia treibt dich ja jetzt auch schon seit Jahren um.
- 57:12Eugen: Und ich weiß, dass es immer wieder.
- 57:14Eugen: Wenn wir Beispiele suchen, dann greifst du darauf zurück.
- 57:16Eugen: Aber hast du jemals was dazu geschrieben?
- 57:18Eugen: Ist schon in.
- 57:19Arno: Arno: Einen richtigen Text habe ich noch nicht dazu.
- 57:21Arno: Es kommt mal als Beispiel vor, ja.
- 57:24Eugen: Eugen: Ist die Frage, Wer finanziert uns dafür?
- 57:27Arno: Arno: Ja, das macht bestimmt der SNF.
- 57:32Arno: Die hören bestimmt auch gerade zu.
- 57:34Eugen: Eugen: Die wollen das sehen. Nein, ich meine, es ist ich.
- 57:36Eugen: Ich glaube, man müsste es noch.
- 57:38Eugen: Aber das ist nicht weit entfernt.
- 57:40Eugen: Runterbrechen auf eine wirklich für unsere Gesellschaft relevante Frage.
- 57:43Eugen: Aber diese.
- 57:45Eugen: Also für mich ist da schon diese Faszination, die wir immer für die organisierte Kriminalität haben, während es
- 57:50Eugen: zugleich für viele Länder das großartigste Problem überhaupt ist.
- 57:55Eugen: Also das ist diese Ambivalenz, dem würde ich auch ein bisschen nachspüren.
- 58:00Eugen: Ich meine, so ein bisschen Robin Hood Mythos Dasein und dieses Zeig uns den Bösen da oben.
- 58:05Eugen: Aber zugleich Es ist ja wirklich grauslich, diese Welt der organisierten Kriminalität.
- 58:11Eugen: Warum finden wir das faszinierend?
- 58:12Eugen: Und dann haben wir halt da den Part.
- 58:14Eugen: Natürlich als zentrales Werk, den ich nie gelesen habe.
- 58:18Eugen: Der eigentlich auch. Es muss ja ein sehr gutes Buch gewesen sein von Mario Puzo.
- 58:22Eugen: Die Filme habe ich natürlich gesehen, aber jetzt habe ich dich unterbrochen.
- 58:25Eugen: Du wolltest etwas sagen.
- 58:26Arno: Arno: Also man könnte das natürlich auch mit GTA machen, Also mit wie heißen Sie?
- 58:31Arno: Rockstar? Mhm, finde das aber in dem Fall noch spannender, weil Illusion Softworks, du hast ja gesagt aus der Tschechischen Republik
- 58:41Arno: sind und dadurch dieser Transfer von Popkultur noch mal deutlicher wird.
- 58:48Arno: Also man kriegt ja irgendwie.
- 58:49Arno: Ich habe schon immer das Gefühl, wenn was weiß ich die Japaner über über die USA ein Spiel machen oder eben hier in dem Fall eben
- 58:56Arno: osteuropäisches Land oder südosteuropäische oder wie auch immer mitteleuropäisch.
- 59:01Arno: Jetzt verrenne ich mich gerade.
- 59:03Eugen: Eugen: Zentraleuropäisch.
- 59:04Arno: Arno: Zentraöeuropäisch. Danke.
- 59:07Arno: Das Ja. Als Eifler, Mitteleuropäer darf einem so was schon mal ausrutschen, ist das jedenfalls einfach immer wieder spannend zu
- 59:16Arno: sehen, wie was da ankommt, was hängen bleibt, wie es auch noch mal kondensiert wird, noch mal fokussiert wird.
- 59:23Arno: Und auch das hast du ja mit deinem Mythenbegriff so schön klargemacht, wie solche Erzählungen auch immer weiter.
- 59:33Arno: In gewisser Weise entpolitisiert werden und immer mehr ästhetische Fassade vielleicht auch werden.
- 59:39Eugen: Eugen: Ja, ich glaube, da ging es dann auch hin.
- 59:41Eugen: Was dann wiederum sehr interessant ist, wenn so klare, doch politische Mythen eigentlich gar nicht mehr gezielt genutzt werden,
- 59:51Eugen: sondern einfach nur reproduziert werden.
- 59:52Eugen: Das ist ja den Zombies auch passiert und wahrscheinlich ist das dem Mafioso, den Mafiosi auch passiert.
- 59:58Eugen: Und was du gesagt hast, ist auch ein guter Punkt, dieser Amerika Mythos, der dann teilweise gar nicht mehr aus den USA kommt,
- 1:00:05Eugen: sondern aus Japan kommt, aus Nord.
- 1:00:08Eugen: Also ich musste gerade denken an Max Payne, die ersten zwei, die ich sehr geliebt habe in diesem New York Noir.
- 1:00:15Eugen: Die kamen ja aus Finnland, glaube ich.
- 1:00:20Eugen: Das ist, glaube ich finde, die googeln das dann nachher und wo sich das dann Ganze auch mit nordischer Mythologie dann vermischt.
- 1:00:30Eugen: Oder halt Japan mit Silent Hill und Resident Evil oder halt jetzt die Mafia, die aus, aus, aus, aus.
- 1:00:37Eugen: Ich weiß nicht, das ist aus Prag.
- 1:00:38Eugen: Ich weiß gar nicht, wo das Studio ist, wo ja viele andere Themenfelder liegen.
- 1:00:41Eugen: Ich finde das auch immer ein bisschen schade, dass alle halt die USA reproduzieren.
- 1:00:45Eugen: Ich glaube halt, der Hintergrund ist ja auch ein bisschen der, der der internationale Markt, weil das geht hier ja viel spannender,
- 1:00:52Eugen: wenn man da mal ganz neue Settings sich aussucht, die irgendwie näher liegen, wo man sich eventuell besser auskenne.
- 1:00:57Eugen: Ja, genau. Down, oder?
- 1:01:00Eugen: Die habe ich geliebt.
- 1:01:01Eugen: Das Spiel aus Taiwan, wo ich über Taiwan etwas erfahren habe.
- 1:01:04Eugen: Und nicht über eine fiktionale Stadt in den Rocky Mountains.
- 1:01:08Arno: Arno: Ja, oder? Ich habe auch jetzt von noch mal, Jenny, liebe Grüße, Die hat mir geschrieben, dass es jetzt ein Spiel geben wird, das ein
- 1:01:18Arno: Point and Click Adventure, das in der Eifel gessetted ist und Ghost Haunting heißt.
- 1:01:24Arno: Das müssen wir noch im Entstehen gibt es, glaube ich noch nicht.
- 1:01:27Arno: Aber ich bin natürlich. Ich meine, du kennst mich, da raste ich ja immer so ein bisschen aus und da freue ich mich wirklich extrem
- 1:01:33Arno: drauf. Ja, aber das sieht man auch.
- 1:01:36Arno: Auch dass das ist was, was ich für einen Vortrag, den ich jetzt im September halte, diese Lokalisierung, die sind auch unheimlich
- 1:01:45Arno: wichtig. Also diese auch gerade diese für die Identitätspolitiken jeweils, also wenn Spiel im Land gesettelt, gesettet ist, in dem
- 1:01:53Arno: du auch aus dem du herkommst, hat das gleich eine ganz andere Wertigkeit, als wenn du jetzt das hundertste USA Spiel spielst, oder?
- 1:02:01Arno: Es ist auch so, dass auch diese großen Blockbuster und deswegen Lokalisierungen ganz oft nur in hegemonialen Sprachen übersetzt
- 1:02:10Arno: werden. Also ich habe jetzt gerade in unserem jetzt bald erscheinenden Vorlaufband dieses schöne Beispiel aus Korea.
- 1:02:17Arno: In Südkorea gibt es voll out oder gab es voll out immer nur in der japanischen Übersetzung.
- 1:02:24Arno: Und da haben dann eben wirklich Spielerinnen in Handarbeit die über Mods die Spiele übersetzt.
- 1:02:32Arno: Und das ist eine ganz, ganz wichtige Arbeit.
- 1:02:35Arno: Einfach für das Nationale, für das sprachliche, für das kulturelle Selbstverständnis.
- 1:02:41Arno: Und das finde ich immer wieder auffällig, wie wichtig das dann auch sein kann.
- 1:02:47Eugen: Eugen: Es wundert mich nur, dass es ich denke, dass mit einer Normalisierung von digitalen Spielen als Kulturgut, dass
- 1:02:57Eugen: die Bandbreite noch erweitern wird, weil es.
- 1:03:00Eugen: Also ich habe ja auch Spaß an diesen ganzen pseudo amerikanisch Spielen.
- 1:03:04Eugen: Also wenn Horror Games sind ja fast immer in den USA gesetzt, egal wo sie herkommen, die sind sehr viele sehr sehr gute dabei.
- 1:03:10Eugen: Aber ich habe halt eben an Mundaun oder Detention oder auch Darkwood gemerkt oder auch...
- 1:03:17Eugen: oh ja, Pentiment. Wobei das kommt ja aus den USA.
- 1:03:20Arno: Arno: Ja, das ist wieder der umgekehrte Fall, was ja auch spannend ist.
- 1:03:24Eugen: Eugen: Ich will ja auch nicht dahin, dass jeder nur über sein eigenes Land reden darf.
- 1:03:28Eugen: Also das wäre ja dann echte Identitätspolitik und das fände ich dann furchtbar, weil dann hat jeder, jeder darf
- 1:03:33Eugen: nur über sich selbst reden und äh und niemand anderer darf das.
- 1:03:38Eugen: Irgendwie faszinierend. Ich finde gerade auch diese Außenperspektive auf andere Länder spannend.
- 1:03:43Eugen: Und das ist, das ist auch das Interessante, wenn wir sehen die USA in Japan aus dem Horrorfilm aus.
- 1:03:48Eugen: Wie sehen Sie bei den Finnen aus?
- 1:03:49Eugen: Da haben sie eben nordische Götter, oder wie sehen Sie bei den Briten aus, wo sie.
- 1:03:54Eugen: Ja, es kann sehr.
- 1:03:55Eugen: Das kann sehr, sehr interessant sein.
- 1:03:57Eugen: Ich hätte halt gerne auch die Gegenbewegung mehr.
- 1:04:00Eugen: Mehr aus Europa, mehr aus Afrika, mehr aus Südamerika, aus Indonesien, aus dem pazifischen Raum.
- 1:04:06Eugen: Ich möchte auch neue Welten mehr sehen und nicht mehr immer die gleiche Shoppingmall und das gleiche Spital.
- 1:04:13Eugen: Das kennen wir schon gut.
- 1:04:15Eugen: Und die, die Einfamilienhäuser in den Suburbs können, da finden wir uns jetzt auch zurecht.
- 1:04:19Arno: Arno: Also ich glaube, deswegen funktioniert so was wie fAr Cry auch so gut, weil da dieser also in gewisser Weise, selbst wenn es nah ist,
- 1:04:25Arno: ist es ja eine Form von Exotismus und dass man da Settings hat, die man so vorher noch nicht hatte.
- 1:04:32Arno: Also ich erinnere mich noch gut.
- 1:04:33Arno: Far Cry 2 damals gespielt zu haben und ich war wirklich fasziniert, weil es eben auf dem afrikanischen.
- 1:04:39Eugen: Eugen: Das ist in Afrika. Ich wollte gerade fragen, das habe ich auch mal vier Spiele gespielt, das war also das war wirklich sehr cool.
- 1:04:47Eugen: Also ich kann jetzt nicht viel zum Spiel sagen, aber als Erfahrung fand ich es einfach auch.
- 1:04:51Eugen: Um einiges inspirierender, mal rausgeworfen zu werden und nicht irgendwo in den USA rumzutuckern.
- 1:04:56Arno: Arno: Ja. Aber auch da wäre eben ein bisschen mehr Mut.
- 1:05:00Arno: Also weg von wirklich diesen exotisch exotischen Settings für uns als Mitteleuropäer jetzt und sondern wirklich mal
- 1:05:07Arno: auch das Fremde in der Nähe zu suchen.
- 1:05:10Arno: Das fände ich, glaube ich, spannend.
- 1:05:12Eugen: Eugen: Da ist ja Pentiment ein gutes Beispiel.
- 1:05:13Eugen: Das ist ja bei uns beiden nahe.
- 1:05:15Eugen: Dadurch, dass es in Bayern war.
- 1:05:18Arno: Arno: Aber da hat es ja dann auch wieder die historische Distanz noch dazu.
- 1:05:24Eugen: Eugen: Oh Gott, ich schaue auf die uhr.
- 1:05:26Eugen: Es bleibt uns keine Zeit, aber ich muss jetzt trotzdem kurz dran denken an die Begeisterung.
- 1:05:30Eugen: Also das viele, viele Fremdschämen.
- 1:05:33Eugen: Ich war ein großer Sierra Fan in meiner Jugend, habe alle ihre Spiele gespielt, immer gleich.
- 1:05:38Eugen: Auch als sie dann übergegangen sind zu dem Full Motion Videos.
- 1:05:42Eugen: Ende 90er Jahren und da gab es Gabriel Knight 2, das in Bayern gespielt hat mit amerikanischen Schauspielern.
- 1:05:49Eugen: Oh Gott. Also ich kann allen empfehlen, sich da Videos anzuschauen.
- 1:05:53Eugen: Das war. Ja, ich glaube.
- 1:05:55Eugen: Ich glaube, für Amerikanerinnen war es sogar durchaus sehr cool und sehr exotisch.
- 1:06:00Eugen: Für für Zentral Europäerinnen ist es eine sehr lustige, teilweise schmerzhafte Erfahrung.
- 1:06:07Arno: Arno: Weißt du, was ich auch schmerzhaft finde?
- 1:06:09Arno: Wo du es gerade sagst wenn in Filmen Deutsche zum Beispiel vorkommen oder Österreicher, die dann von Amerikanern
- 1:06:18Arno: gesprochen werden? Oh ja, das tut mir immer so weh, weil ich denke mir immer selbst in was weiß ich.
- 1:06:23Arno: Los Angeles oder wo auch immer die Filme herkommen, muss es doch genug deutsche Schauspieler, Arbeitslose, ja.
- 1:06:31Eugen: Eugen: Auch genug Arbeitslose, deutschsprachige Schauspielerinnen.
- 1:06:34Arno: Arno: Das ist mir immer ein Rätsel, warum man da immer irgendeinen Honk nimmt, der um die Ecke gelaufen kommt, damit der dann mit
- 1:06:41Arno: gebrochenem Deutsch irgendwas stammeln kann.
- 1:06:43Eugen: Eugen: Das, was mich Jetzt wehren wir uns aber das finde ich dann doch noch auf einen anderen Punkt, den ich da faszinierend finde, dass
- 1:06:49Eugen: das Thema gab es ja schon während des Zweiten Weltkrieges, als in den USA Filme über Deutschland gemacht wurden.
- 1:06:57Arno: Arno: Ach ja.
- 1:06:58Eugen: Eugen: Und was dazu geführt hat, dass vor allem jüdische EmigrantInnen dann Nazis gespielt haben.
- 1:07:05Eugen: Aber das muss ich sagen, die haben das extrem überzeugend gemacht.
- 1:07:10Eugen: Warum das nachher nicht mehr so leicht möglich war?
- 1:07:13Eugen: Ich meine, in den Topproduktionen denke ich da gerade an Christoph Waltz in Inglourious Basterds, da ist es ja normal.
- 1:07:20Eugen: Aber du hast recht, es gibt so Serien, ist es sehr gefährlich, wenn dann diese German vorkommt.
- 1:07:25Eugen: Das kann dann unangenehm werden.
- 1:07:27Arno: Arno: Ja, sehr. Und das ist ja nicht jetzt.
- 1:07:31Arno: Also mir fällt es halt auf, weil es deutsch ist, weil so wird es ja in den anderen Sprachen auch sein.
- 1:07:35Arno: Ja, das.
- 1:07:35Eugen: Eugen: Denke ich mir auch immer. Das muss dann für für Koreanerinnen genauso brutal sein, wenn sie dann einfach irgendjemand nehmen, der das
- 1:07:42Eugen: dann versucht nachzusprechen.
- 1:07:44Eugen: So, aber jetzt bin ich sehr dafür, dass wir das Ganze den Sack zumachen.
- 1:07:49Arno: Arno: Ja, Wenn du nicht mehr mit mir hier weiter sprechen willst, dann machen wir jetzt Schluss.
- 1:07:53Eugen: Eugen: Ich würde dich würde noch eine Stunde mit dir reden.
- 1:07:55Eugen: Aber wer hört sich das dann noch an?
- 1:07:57Arno: Arno: Ach, da gibt es immer irgendwelche Freaks da draußen.
- 1:08:01Arno: Freaks ist ja auch so eine Selbstbezeichnung aus den Achtzigern, wie ich jetzt gelernt habe.
- 1:08:06Eugen: Eugen: Unsere wundervolle Zeit mit Computerfachzeitschriften aus den 80er.
- 1:08:10Eugen: Liebe Freaks. Hey, Freaks.
- 1:08:12Eugen: Genau.
- 1:08:13Arno: Arno: Genau. Mit Wink an Tocotronic.
- 1:08:16Arno: Gut, dann machen wir eigentlich.
- 1:08:17Eugen: Eugen: Auch ein Thema. Dann mal, wir müssen eh noch Themen finden für die nächsten Male.
- 1:08:22Arno: Arno: Ja, apropos Themen für die nächsten Male Wir sind natürlich auch immer froh, wenn ihr da draußen Themen vorschlagt, Können die
- 1:08:30Arno: natürlich auch mal machen.
- 1:08:31Arno: Wir freuen uns drauf.
- 1:08:33Arno: Ansonsten, wenn euch irgendwas jetzt besonders interessiert habt, könnt ihr nachfragen.
- 1:08:38Arno: Wir versuchen aber alles, was wir irgendwie erwähnt haben, zumindest Die wichtigsten Sachen in den Shownotes irgendwie zu erwähnen
- 1:08:47Arno: und er bleibt uns an dieser Stelle nur zu sagen Habt eine gute Zeit bis zum nächsten Mal in ungefähr einem Monat.
- 1:08:55Eugen: Eugen: Genau das hat mir sehr, sehr regelmäßig.
- 1:08:58Eugen: Dank dir, Arno. Und an dieser Stelle möchte ich mich mal ausführlich bei Dir bedanken für deine ganze Professionalität, also für das
- 1:09:06Eugen: Editing und dass du die Shownotes bisher gemacht hast.
- 1:09:08Eugen: Was ich jetzt übernehmen werde?
- 1:09:10Eugen: Vielen Dank. Seine große Freude.
- 1:09:12Arno: Arno: Ja, Ach was, da nicht für.
- 1:09:16Arno: Am meisten Spaß, muss ich sagen, macht mir immer das Cover.
- 1:09:19Eugen: Eugen: Ja, das ist aber auch. Stimmt.
- 1:09:21Eugen: Das habe ich jetzt vergessen zu erwähnen.
- 1:09:22Eugen: Die sind auch.
- 1:09:23Arno: Arno: Ein subtiler Hinweis.
- 1:09:25Arno: Wenn schon, denn schon.
- 1:09:26Arno: Es sei dir erlaubt, werden dann für alles, dann.
- 1:09:29Eugen: Eugen: Ordentlich.
- 1:09:30Arno: Arno: Und dann mit fishing for compliments.
- 1:09:32Arno: Das sind mir die Liebsten.
- 1:09:35Arno: Also jedenfalls.
- 1:09:36Eugen: Eugen: Vielen Dank. Arno ist auch heute wieder eine große Freude und kann ich nur noch nächsten Mal.
- 1:09:41Arno: Arno: Ja, und natürlich vielen Dank an unsere Zuhörer innen, die uns in Massen hören, wie ich festgestellt habe.
- 1:09:50Arno: Also machts gut an dieser Seite.
- 1:09:52Arno: An dieser Stelle Tschüß.
- 1:09:56Arno: Der Eugen muss auch noch Tschüss sagen.
- 1:09:59Eugen: Eugen: Ich habe doch vorhin schon.
- 1:10:01Arno: Arno: Hast du. Okay.
- 1:10:04Eugen: Eugen: Ansonsten schneit es rein.
- 1:10:06Eugen: Ciao.
- 1:10:08Arno: Arno: Bisschen freundlicher.
- 1:10:09Arno: Das hört sich, glaube ich, nur im Ton.
- 1:10:11Arno: Hört sich unfreundlich an!
- 1:10:13Arno: Okay, da muss.
- 1:10:13Eugen: Eugen: Ich jetzt wieder auf. Ich habe. Ich habe meine Aufnahme abgebrochen.
- 1:10:16Arno: Arno: Egal. Bis zum.
- 1:10:18Eugen: Eugen: Nächsten Mal.
- 1:10:21Eugen: Auf Wiederhören. Wir hören einander.