Latest / Kritische Controller / Eugen und Arno verlieren die Kontrolle
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- 0:32Arno: Arno: Hi Eugen!
- 0:35Eugen: Eugen: Hallo, Arno.
- 0:37Arno: Arno: Wie geht's dir?
- 0:39Eugen: Eugen: Ach Gott, die Frage. Da komme ich unvorbereitet.
- 0:42Eugen: Eugen: Mir geht es gut. Mir geht es sehr gut.
- 0:44Eugen: Eugen: Die Klimakrise macht mich ein bisschen fertig.
- 0:46Eugen: Eugen: Wettertechnisch. Aber man passt sich an!
- 0:49Eugen: Eugen: Und du? Wie geht es dir?
- 0:51Arno: Arno: Also, Klimakrise finde ich gut.
- 0:53Arno: Arno: Ich war. Gestern habe ich zugeschaut beim Neu-Ulmer Spartacour und das war eigentlich
- 1:01Arno: Arno: ganz lustig, weil es war irgendwie ein völliges Ignorieren der Klimakrise, weil man
- 1:07Arno: Arno: da wirklich durch jeden Matsch läuft, durch die Kanäle hüpft und irgendwie teilweise auch
- 1:15Arno: Arno: keine Ahnung durch irgendwelche Schaumbäder hüpft.
- 1:17Arno: Arno: Und ähm, das ist so ein völliges Ignorieren des Klimas oder des Wetters.
- 1:23Arno: Arno: Besser gesagt, man darf ja Wetter und Klima nicht durcheinander bringen.
- 1:27Arno: Arno: Da habe ich mir fast überlegt, das mache ich vielleicht nächstes Jahr auch.
- 1:30Arno: Arno: Das heißt aber, dass ich von null Kilometern Laufleistung auf acht Kilometer kommen muss
- 1:35Arno: Arno: in einem Jahr. Du läufst da auch wirklich?
- 1:37Arno: Arno: Ja, mach das!
- 1:40Eugen: Eugen: Ja. Ich weiß nicht, ob ich.
- 1:41Eugen: Eugen: Ich bin ja dann 47, 47!
- 1:44Eugen: Eugen: ich weiß nicht, ob das a) gesund ist und b) meine Knie vielleicht spontan explodieren
- 1:52Eugen: Eugen: nach dem ersten Schritt.
- 1:53Eugen: Eugen: Du musst dich gut dehnen.
- 1:54Eugen: Eugen: Vorher und nachher.
- 1:56Arno: Arno: Ja, Du bist ja schon ein ziemlich guter Läufer, habe ich gehört.
- 1:59Eugen: Eugen: Ich weiß nicht, ob ich gut bin. Ich laufe viel.
- 2:01Eugen: Eugen: Einfach. Und da ich auch an einem Berg wohne, auch immer den Berg rauf und runter.
- 2:08Eugen: Eugen: Das mache ich gerne.
- 2:11Arno: Arno: Mit gut laufen.
- 2:12Arno: Arno: Da sind wir eigentlich auch schon ein bisschen beim Thema.
- 2:15Arno: Arno: Worüber wollten wir heute sprechen?
- 2:17Arno: Arno: Zuerst mal, Wir haben ja unsere coolen Kategorien, Hardwork Softwork und
- 2:22Arno: Arno: Antragserotik und In Hardwork, das ist das, wo wir über konkrete Arbeit sprechen.
- 2:28Arno: Arno: Worüber wollten wir da sprechen?
- 2:31Eugen: Eugen: Da wollten wir nicht nur, da werden wir auch über unsere vorangehendes Projekt reden.
- 2:37Eugen: Eugen: Horror Game Politics, das wir auch schon an der Hochschule der Künste in Bern geleitet
- 2:43Eugen: Eugen: haben, über dreieinhalb Jahre.
- 2:45Eugen: Eugen: Und da wollen wir ein post mortem machen, also ein bisschen Revue passieren lassen.
- 2:51Eugen: Eugen: Was ist gut gelaufen, aber Aber auch mit Fokus auf was ist nicht so gut gelaufen?
- 2:55Eugen: Eugen: Und hier auch in der Hoffnung, dass das ein bisschen sinnvoll ist, das weiterzugeben,
- 2:59Eugen: Eugen: weil viele Sachen, die bei uns nicht so gut gelaufen sind, sind auch deshalb nicht so gut
- 3:04Eugen: Eugen: gelaufen, weil wir einfach keine Ahnung hatten, Weil es gab einfach keine
- 3:07Eugen: Eugen: Erfahrungswerte davor, auf die wir uns hätten beziehen können.
- 3:11Eugen: Eugen: Aber ich werde jetzt auch nicht zu viel verraten.
- 3:13Eugen: Eugen: Da werfen wir uns dann nachher ins Getümmel, wenn wir in dem Themenblock sind.
- 3:18Arno: Arno: Und unser zweiter Block wäre dann Softworks.
- 3:21Arno: Arno: Da sprechen wir darüber, was wir gerade so lesen, spielen, was auch immer.
- 3:27Arno: Arno: Genau.
- 3:27Eugen: Eugen: Also die zukünftigen Steinbrüche für Forschungsideen, Forschungsprojekte, aus
- 3:33Eugen: Eugen: denen sich dann ganz logisch der dritte Teil unseres Podcasts ergibt.
- 3:38Arno: Arno: Was definitiv mein Lieblingsteil ist.
- 3:40Eugen: Eugen: Sag es noch einmal.
- 3:42Arno: Arno: Du hast ja auch eine bessere Mikro Verbindung jetzt, Jetzt kannst du es auch so lasziv ins
- 3:48Arno: Arno: Mikro hauchen.
- 3:49Eugen: Eugen: Boah, das ist jetzt der Druck zu hoch.
- 3:50Eugen: Eugen: Ich glaube, das nächste Mal mache ich es spontan.
- 3:53Eugen: Eugen: Dann versuchen wir es dann einfach über die nächsten 60 70 Podcastfolgen können.
- 3:59Eugen: Eugen: Entweder wir gleichen uns einander an oder wir finden eine ganz andere Form der Erotik.
- 4:03Arno: Arno: Solange wir nicht einen ganzen Podcast machen, wo wir uns gegenseitig an säuseln.
- 4:09Eugen: Eugen: Ja, da geht es jedenfalls um ein sehr erotisches Thema.
- 4:12Eugen: Eugen: Den Wald. Also sehr erotisch, vor allem für den Deutschen, die Deutsche und alle Länder
- 4:17Eugen: Eugen: rundherum, wie sich ein bisschen herausstellen wird, nämlich dass der Topos
- 4:22Eugen: Eugen: oder der Mythos des Waldes in der Populärkultur oder Kultur im weiteren Sinne.
- 4:26Arno: Arno: Ich bin echt gespannt, weil ich bin da.
- 4:28Arno: Arno: Also ich habe mich ein bisschen vorbereitet, aber ich habe keine Ahnung, was da passiert.
- 4:50Arno: Arno: So genau.
- 4:51Arno: Arno: Hardwork. War unser Projekt Horror-Game-Politics harte Arbeit?
- 4:58Eugen: Eugen: Ja, Das war es wirklich.
- 5:01Eugen: Eugen: Das war eine harte Arbeit.
- 5:05Eugen: Eugen: Das war auch eine eine sehr befriedigende Arbeit.
- 5:08Eugen: Eugen: Also es ist mittlerweile so, dass ich auch sehr gerne darauf zurückblicke.
- 5:13Eugen: Eugen: Ich muss aber sagen, das kommt auch mit dem, dem mit der fortschreitenden Karriere, dass
- 5:17Eugen: Eugen: ich nicht mehr ganz so selbstkritisch bin.
- 5:19Eugen: Eugen: Also früher, nach meiner Diss, hatte ich dann lange Selbstzweifel, ob das irgendeinen
- 5:24Eugen: Eugen: Sinn macht. Das habe ich bei dem Projekt nicht.
- 5:27Eugen: Eugen: Es gab schon so ein paar Momente, die mich unrund gemacht haben, wie unter anderem, dass
- 5:34Eugen: Eugen: wir noch immer an der Monographie arbeiten.
- 5:36Eugen: Eugen: Aber da vieles davon ist auch einfach strukturell bedingt.
- 5:41Eugen: Eugen: Und darüber dachte ich, reden wir jetzt so ein bisschen.
- 5:44Eugen: Eugen: Also wie finden wir einen guten Einstieg?
- 5:48Eugen: Eugen: Also wir können jetzt nicht über das ganze Projekt reden.
- 5:49Eugen: Eugen: Es waren dreieinhalb Jahre, es waren viele Abenteuer dabei, es waren Blut, Schweiß und
- 5:55Eugen: Eugen: Tränen involviert.
- 5:56Eugen: Eugen: Es war mitten in der Corona-Pandemie.
- 6:00Eugen: Eugen: Darüber werden wir reden.
- 6:01Eugen: Eugen: Wir hatten zwei, absurderweise synchron, beide, wie sagt man da, einen tragischen Tod
- 6:09Eugen: Eugen: in der Familie oder ein tragischer Tod war es ja nicht einmal, auf jeden Fall einen
- 6:12Eugen: Eugen: Todesfall in der Familie, der uns auch dann noch mal herumgerissen hat.
- 6:17Eugen: Eugen: Also unser beider Väter sind in diesen Jahren gestorben nach Krankheit, nach Monaten
- 6:22Eugen: Eugen: oder teilweise Jahren der Krankheit.
- 6:25Eugen: Eugen: Und ich dachte, wir reden so ein bisschen darüber, wie man unter solchen Umständen noch
- 6:29Eugen: Eugen: arbeitet und wie es weitergeht und man nicht einfach nur in Selbstzweifeln zerfließt.
- 6:36Arno: Arno: Fangen wir vielleicht mal am Anfang an Ich war ja nicht dabei, als du den Antrag
- 6:40Arno: Arno: geschrieben hast.
- 6:42Eugen: Eugen: Soll ich über den Antrag reden?
- 6:44Arno: Arno: Ja, weil ich es einfach nicht weiß, war das ein runder Prozess?
- 6:47Eugen: Eugen: Um Himmels willen, Wir haben nie drüber geredet.
- 6:49Eugen: Eugen: Das war ein ganz, ganz flüssiger, runder Prozess.
- 6:52Eugen: Eugen: Das ging so schnell wie du.
- 6:55Eugen: Eugen: Der hat sich. Er hat sich nicht von selbst geschrieben.
- 6:58Eugen: Eugen: Das wollte ich jetzt kurz sagen, aber es war ein sehr flüssiger Prozess ohne, ohne
- 7:03Eugen: Eugen: irgendwelche Rückschläge.
- 7:06Eugen: Eugen: Also es war ich mache es trotzdem recht kurz, weil ich eigentlich über den Rest mehr
- 7:09Eugen: Eugen: reden will. Es basierte wie so oft auf einer persönlichen Faszination von mir.
- 7:13Eugen: Eugen: Das war eine Zeit, wo ich einfach sehr viele Horrorspiele gespielt hatte und dann auch
- 7:18Eugen: Eugen: schon angefangen hatte in meinem Blog, den ich ja eingerichtet habe, um mich zum
- 7:22Eugen: Eugen: regelmäßigen Arbeiten zu motivieren.
- 7:24Eugen: Eugen: So wie wir jetzt den Podcast auch haben, ähm diese Spiele erstmals analysiert habe.
- 7:30Eugen: Eugen: Das war also ich glaube Alien Isolation, was war dann noch dabei?
- 7:34Eugen: Eugen: Eventuell The Last of US glaube ich, weil ich das davor schon gespielt habe und dann
- 7:38Eugen: Eugen: hat mir. Eigentlich würde sich das sehr gut für ein Forschungsprojekt anbieten und zwar
- 7:44Eugen: Eugen: für das, was ich mache eine Ideengeschichte, nämlich nach Ideologie und politischen Ideen
- 7:49Eugen: Eugen: zu suchen, Weil Horror immer voll ist von Politik.
- 7:51Eugen: Eugen: Der ist ein bisschen, der gibt einen Freiraum, über politische Themen zu reden.
- 7:55Eugen: Eugen: Das schon.
- 7:56Eugen: Eugen: Das war eigentlich quasi schon immer so, weil auch weit entfernt ist von der Realität
- 8:00Eugen: Eugen: und dadurch öfters erlaubt, über Sachen zu reden, die sonst in realistischen Genres
- 8:05Eugen: Eugen: nicht so möglich wären.
- 8:08Eugen: Eugen: Also ganz kurz zusammengefasst Also das hat auch gut funktioniert.
- 8:11Eugen: Eugen: Der Antrag, glaube ich, hat auch überzeugend ausgesehen.
- 8:13Eugen: Eugen: Ich wurde dann eigentlich geheadhunted von der von der HKB, ob ich den Antrag nicht für
- 8:19Eugen: Eugen: sie einreichen wollte, nachdem wir schon zusammengearbeitet hatten.
- 8:23Eugen: Eugen: Und dann habe ich das gemacht.
- 8:25Eugen: Eugen: Habe so wie bei all meinen Anträgen nicht daran geglaubt, dass er finanziert bewilligt
- 8:29Eugen: Eugen: wird und er wurde dann bewilligt.
- 8:31Eugen: Eugen: Es gab dann noch einen Prozess, wo ich dann auch noch vortragen musste, in Bern sehr
- 8:37Eugen: Eugen: eingeschüchtert war, weil ich von der Riege der grössten Professoren und Professorinnen
- 8:41Eugen: Eugen: im Audimax des SNF vorgetragen habe, mit einem riesigen Counter neben mir.
- 8:45Eugen: Eugen: Aber das ist alles gut gegangen.
- 8:47Eugen: Eugen: Und dann habe ich dich dazu geholt und ich bin noch immer sehr dankbar, dass du da
- 8:53Eugen: Eugen: gleich mitgemacht hast, weil das Ganze die ganze Idee ist ja aus meinem Kopf heraus
- 8:57Eugen: Eugen: entsprungen. Also es ist gar nicht so einfach, das dann zu übernehmen, aber ich
- 9:00Eugen: Eugen: finde, die Zusammenarbeit hat er sehr, sehr gut funktioniert.
- 9:03Eugen: Eugen: Auch wenn du immer sagst, du bist kein Ideenhistoriker, sondern Kulturhistoriker.
- 9:07Eugen: Eugen: Aber so weit sind wir dann doch nicht voneinander entfernt.
- 9:10Arno: Arno: Ich habe immer das Problem, dass ich gar nicht so richtig weiß, was ich bin.
- 9:15Eugen: Eugen: Also das wissen wir alle nicht, aber wir reden nicht darüber.
- 9:18Arno: Arno: Ich sage vielleicht nur Kulturhistoriker, weil das auf dem Papier steht.
- 9:23Arno: Arno: Aber eigentlich machen wir, glaube ich, schon sehr, sehr ähnliches Zeug.
- 9:28Eugen: Eugen: Genau. Also das war.
- 9:30Eugen: Eugen: Aber das stimmt, da können wir eigentlich auch gleich zu ein paar Problemen oder
- 9:34Eugen: Eugen: Herausforderungen kommen.
- 9:35Eugen: Eugen: Denn als ich den Antrag geschrieben hatte, habe ich mich zwar natürlich ordentlich
- 9:40Eugen: Eugen: eingelesen und habe alles aufgesaugt, was er so einen Game Studies das zu lesen gab.
- 9:44Eugen: Eugen: Das war auch am Anfang einfacher, weil da gab es weniger.
- 9:46Eugen: Eugen: Da hat man einen sehr guten Überblick über alles gehabt und Theorie gab es da auch schon
- 9:50Eugen: Eugen: einiges Und ähm, aber so die Frage, wie geht man das jetzt praktisch an?
- 9:56Eugen: Eugen: Also was ich glaube auch sehr überzeugend war, war die Theorie dahinter, die Ideen, das
- 10:00Eugen: Eugen: auch in der Populärkultur auch in Spielen kommuniziert wird Politik, dass hier auch
- 10:05Eugen: Eugen: Menschen sozialisiert werden, das war ein bisschen unhinterfragt.
- 10:10Eugen: Eugen: Aber die Frage ist wie, Wie hält man das jetzt fest?
- 10:12Eugen: Eugen: Und auch hier ist konnte man gut argumentieren mit der Diskursanalyse und dann
- 10:17Eugen: Eugen: auch das hast du mir nur verboten, noch mal drüber zu reden, weil wir so viel drüber
- 10:21Eugen: Eugen: geredet haben. Also unsere angewandte Methode, die HGP Methode, wo wir die
- 10:25Eugen: Eugen: dreigeteilt ist und dann verschiedenen Analysevektoren folgt aber die Frage wie?
- 10:31Eugen: Eugen: Wie sieht das jetzt konkret ganz am Anfang aus?
- 10:33Eugen: Eugen: Ist etwas, was ich bis heute wirklich nur im Ausnahmefall, auch in der Literatur gefunden
- 10:39Eugen: Eugen: habe. Also das ist dieses, wo sie mit anfängt, wie ich spiele das Spiel, wie mache
- 10:43Eugen: Eugen: ich das jetzt? Also was, was mache ich da daneben?
- 10:46Eugen: Eugen: Dann kommt hin und wieder der Hinweis Ja, man muss alles aufnehmen, Das haben wir nicht
- 10:50Eugen: Eugen: gemacht. Also einfach mitfilmen von Anfang bis zum Ende.
- 10:53Eugen: Eugen: Das ist ja auch noch keine Methode.
- 10:54Eugen: Eugen: Da hat man dann nachher nur die Möglichkeit, Teile des Erlebnisses noch einmal
- 10:58Eugen: Eugen: nachzuerleben. Aber die Frage ist Wie geht man wirklich an das Spiel heran?
- 11:02Eugen: Eugen: Wie macht man das so, dass man eigentlich selbst eine Primärquelle, nämlich die eigene
- 11:07Eugen: Eugen: Spielerfahrung produziert?
- 11:09Eugen: Eugen: Wie macht man das auch möglichst objektiv?
- 11:12Eugen: Eugen: Zugleich sind dann auch so Herausforderungen, wenn man es möglichst
- 11:15Eugen: Eugen: objektiv macht, also wirklich versucht, sich so aus seinen eigenen Körper rauszuklettern
- 11:19Eugen: Eugen: und sich selbst zu beobachten, dann geht ja das Ganze, die ganze emotionale Ebene auch
- 11:23Eugen: Eugen: verloren. Das heißt, es ist eigentlich wichtig, diese emotionale Ebene, gerade beim
- 11:27Eugen: Eugen: Spielen, also ich sage jetzt gerade beim Spielen, aber eigentlich ist das finde ich
- 11:31Eugen: Eugen: bei jeder Art von von Mediengenuss, Medienkonsum ganz ganz wichtig.
- 11:35Eugen: Eugen: Muss man diese emotionale Ebene mitdenken, also die Momente gerade auch beim Horror,
- 11:41Eugen: Eugen: also wo es eindeutig ist, ist halt Angst, Furcht, Panik, das darauf lässt man sich ja
- 11:45Eugen: Eugen: auch ein. Aber es gibt ja auch die Momente, wo man einfach frustriert ist von einem
- 11:49Eugen: Eugen: Spiel, wo man wirklich, wirklich genervt ist von dem Spiel, weil etwas nicht gut
- 11:52Eugen: Eugen: funktioniert. Oder In meinem Fall bin ich auch sehr oft von Stories genervt.
- 11:56Eugen: Eugen: Wirklich, wenn ich sie einfach sehr blöd finde.
- 11:59Eugen: Eugen: Auch das sind Momente, die man eigentlich irgendwie festhalten muss, um sie dann
- 12:01Eugen: Eugen: nachher kritisch beleuchten zu können.
- 12:04Eugen: Eugen: So, jetzt habe ich mich aber ein bisschen verrannt.
- 12:05Eugen: Eugen: Also ich würde dich jetzt einmal bitten, da kurz einzuspringen und dann kann ich ja
- 12:10Eugen: Eugen: fortsetzen. Die Gedanken.
- 12:12Arno: Arno: Glaube ich, war damals schon so ein bisschen skeptisch in unserem ersten Treffen, wenn ich
- 12:15Arno: Arno: mich richtig erinnere, also in Bern, weil wie viele Spiele waren es noch mal jetzt?
- 12:20Eugen: Eugen: Ach Gott, das habe ich vergessen.
- 12:22Eugen: Eugen: Darauf würdest du hinaus. Noch einmal den Finger auf die Wunde drücken?
- 12:26Eugen: Eugen: Na ja.
- 12:26Arno: Arno: Das ist ja das, worum es heute geht.
- 12:27Eugen: Eugen: Du hast ja recht. Du hast ja vollkommen recht.
- 12:30Eugen: Eugen: Also, ähm.
- 12:31Eugen: Eugen: Ich tendiere.
- 12:32Eugen: Eugen: Man muss dazu sagen, ich tendiere dazu, überhaupt ein bisschen zu überschätzen, wie
- 12:35Eugen: Eugen: viel ich in meiner Zeit machen kann.
- 12:38Eugen: Eugen: Das war damals noch etwas gravierender, als es heute ist.
- 12:43Eugen: Eugen: Also ich dachte mir in einen 3-jährigen Projekt zu zweit und dann runtergebrochen die
- 12:48Eugen: Eugen: Spiele. Und ich glaube, am Anfang war es eine ganz absurde Zahl, so 100 Spiele, weil
- 12:51Eugen: Eugen: ich wollte wirklich eine große Quantität auch hingehen, damit man, weil ich doch eine
- 12:56Eugen: Eugen: heimliche Liebe zur quantitativen Auswertung habe, dachte mir, das würde dann noch mehr
- 13:01Eugen: Eugen: hergeben. Aber da habe ich einfach völlig falsch eingeschätzt, wie sehr wir in die
- 13:06Eugen: Eugen: Tiefe gehen bei einzelnen Spielen.
- 13:08Eugen: Eugen: Ich habe auch völlig unterschätzt, wie lange einzelne Spiele überhaupt brauchen, um sie
- 13:12Eugen: Eugen: fertig zu spielen. Obwohl ich.
- 13:14Eugen: Eugen: Also es ist ja nicht so, dass ich nicht davor schon 30 Jahre intensiv Computerspiele
- 13:19Eugen: Eugen: gespielt hatte. Ich dachte nur, es ginge.
- 13:21Eugen: Eugen: Also ich weiß gar nicht mehr so, was ich mir genau gedacht habe.
- 13:23Eugen: Eugen: Ich habe es ausgerechnet. Und ich glaube, es wäre sich nur ausgegangen, wenn man einfach
- 13:26Eugen: Eugen: sonst gar nichts anderes gemacht hätte.
- 13:28Eugen: Eugen: Also keine Literatur lesen, keine Rückschläge, keine Fehler machen, auch nicht
- 13:32Eugen: Eugen: wirklich darüber schreiben, sondern nur analysieren.
- 13:35Eugen: Eugen: Das ist sich halt beim besten Willen nicht ausgegangen.
- 13:37Eugen: Eugen: Du hast zum Glück von Anfang an gesagt es macht überhaupt keinen Sinn.
- 13:40Eugen: Eugen: Machen wir 50 in drei Jahren.
- 13:43Eugen: Eugen: Tatsächlich ist es dann die Hälfte davon geworden.
- 13:46Eugen: Eugen: Ich glaube, wir haben 23 Spiele analysiert in dreieinhalb Jahren.
- 13:50Eugen: Eugen: Was jetzt aber muss ich sagen, auch mit den ganzen Lockdowns in Corona und Todesfall in
- 13:57Eugen: Eugen: der Familie eigentlich ziemlich, ziemlich beeindruckend ist, muss ich sagen.
- 14:02Eugen: Eugen: Weil jetzt wir haben dann auch wirklich genau versucht zu.
- 14:07Eugen: Eugen: Verzeihung, ich gehe ein bisschen zurück.
- 14:09Eugen: Eugen: Das Problem war, es hat niemand darüber geschrieben.
- 14:12Eugen: Eugen: Wie lange braucht das eigentlich?
- 14:13Eugen: Eugen: Also selbst in sehr praktischen Handbüchern wird das von der Clara Fernandez Vara, das
- 14:18Eugen: Eugen: ich sehr liebe, das sehr gut ist, weil es wirklich konkret ist und sie nie davon
- 14:22Eugen: Eugen: ausgeht, dass man Sachen einfach so weiß.
- 14:24Eugen: Eugen: Aber selbst da steht nicht so wirklich drin, wie lange braucht es eigentlich Und das haben
- 14:28Eugen: Eugen: wir dann einfach halt learning by doing gemerkt.
- 14:33Eugen: Eugen: Das Spielen eines Spiels dauert schon mal mindestens zwei Wochen.
- 14:38Eugen: Eugen: Und dann die ganze Analyse und auch die Recherchen.
- 14:41Eugen: Eugen: Also wenn es um die Produktion geht, den Hintergrund der Produktion ist auch
- 14:44Eugen: Eugen: aufwändiger als wir dachten, weil der braucht eigentlich auch schon alleine zwei
- 14:47Eugen: Eugen: Wochen. Dann noch mal die Rezensionen und die Rezeption zu analysieren.
- 14:52Eugen: Eugen: Auch noch eine Woche und die Analyse auch.
- 14:54Eugen: Eugen: Also wir sind insgesamt bei, ich glaube jetzt einen Monat bis eineinhalb Monaten pro
- 14:58Eugen: Eugen: Spiel. Das ist, das ist realistisch, wenn man es so intensiv macht wie wir.
- 15:02Eugen: Eugen: Also die andere Möglichkeit wäre gewesen halt wie teilweise auch bei Spielerezensionen
- 15:06Eugen: Eugen: Wir fangen an und beschränken uns halt wirklich auf fünf Stunden für jedes Spiel,
- 15:11Eugen: Eugen: gehen nicht mehrere Wege, versuchen nicht mehrere Sachen rauszufinden, sondern schauen
- 15:15Eugen: Eugen: uns den Anfang an und machen basierend darauf eine quantitative Auswertung.
- 15:20Arno: Arno: Waren denn die Analysen, die du vorher gemacht hast, Hattest du da weniger Zeit
- 15:25Arno: Arno: gebraucht?
- 15:26Eugen: Eugen: Das ist eine ausgezeichnete Frage.
- 15:28Eugen: Eugen: Die habe ich mich nämlich heute vor unserem Treffen auch gefragt.
- 15:31Eugen: Eugen: Das Problem war ich habe das total unreflektiert gemacht.
- 15:34Eugen: Eugen: Ich habe nie festgehalten, wie lange das gedauert hat.
- 15:38Eugen: Eugen: Und es war aber auch so Vor dem Projekt waren war alles, was ich zu Spieleanalysen
- 15:44Eugen: Eugen: gemacht habe oder halt zu geschichtswissenschaftliche Analyse von
- 15:48Eugen: Eugen: Spielen, immer quasi unbezahlte Nebenarbeit von mir.
- 15:52Eugen: Eugen: Das war also ich habe da vorher schon publiziert zu dem Thema zum Glück, weil ich
- 15:56Eugen: Eugen: glaube, sonst hätten hätte ich den Antrag auch nicht durchbekommen.
- 15:59Eugen: Eugen: Aber das waren halt immer Sachen, die habe ich an nicht an den Wochenenden gemacht, aber
- 16:03Eugen: Eugen: halt an der Randzeit in meiner Freizeit.
- 16:05Eugen: Eugen: Also gespielt habe ich immer in meiner Freizeit und das halt nicht damit
- 16:09Eugen: Eugen: eingerechnet. Und dadurch habe ich aber auch gar nicht darauf geachtet, wie lang das
- 16:12Eugen: Eugen: dauert. Ja.
- 16:13Arno: Arno: Ich glaube auch ein Problem war damals, dass wir beide den die Idee hatten, dass jede
- 16:22Arno: Arno: Analyse vielleicht so maximal 5 bis 8 Seiten hat oder so.
- 16:28Eugen: Eugen: Ja, es wäre noch immer gut.
- 16:31Arno: Arno: Ja, Ich bin aber im Endeffekt deutlich glücklicher mit den langen Analysen.
- 16:35Arno: Arno: Also wir haben dann eigentlich kaum eine gehabt, die weniger als zehn Seiten gehabt
- 16:40Arno: Arno: hat. Ganz am Anfang waren sie noch relativ kurz, aber sie wurden immer länger.
- 16:49Arno: Arno: Auch. Auch je mehr wir gelernt haben, diese Methode umzusetzen und je mehr wir auch über
- 16:56Arno: Arno: die Spiele dann jeweils rausgefunden haben und man auch ein Gefühl hatte, was packt man
- 17:01Arno: Arno: jetzt da rein und was nicht.
- 17:02Arno: Arno: Und ich weiß noch, dass ich bei meiner ersten Analyse Das war Bulb Boy, glaube ich,
- 17:09Arno: Arno: und da hab ich mich echt wahnsinnig schwer getan, weil das ja auch so ein kleiner Indie
- 17:13Arno: Arno: Titel ist und da war kaum was darüber rauszufinden, über die Produktion und
- 17:19Arno: Arno: entsprechend. Das Spiel hatte auch eine letztlich sehr, sehr kurze Story, die auf nur
- 17:26Arno: Arno: wenige Elemente zusammenzufassen ist usw und das war recht kurz, aber irgendwie auch ein
- 17:32Arno: Arno: bisschen frustrierend, weil ich wollte da mehr reinpacken und vielleicht habe ich es
- 17:36Arno: Arno: dann im Nachgang immer auch deswegen so ein bisschen übertrieben, weil ich da unbedingt
- 17:42Arno: Arno: mehr drin haben wollte.
- 17:43Eugen: Eugen: Da haben wir dann kompensiert, das ist das glaube ich, uns beiden passiert, ja.
- 17:47Eugen: Eugen: Also der Grund ist was man auch, also man kann schon einfach mal beobachten, es war am
- 17:51Eugen: Eugen: Anfang recht kurz.
- 17:53Eugen: Eugen: Ich glaube auch meine erste die Analyse 0 zu Vampyr, dass ich eigentlich nicht mehr
- 17:57Eugen: Eugen: dachte, 50 sind nicht genug.
- 17:58Eugen: Eugen: Ich mache jetzt das Spiel, dass es nicht in unserer Liste um das, um unsere Methode
- 18:02Eugen: Eugen: auszuprobieren. Dann haben wir es dazu aufgenommen.
- 18:05Eugen: Eugen: Ähm. Ja, das war auch noch nicht ganz so strukturiert.
- 18:10Eugen: Eugen: Ähm, also da merkt man wirklich, am Ende sind sie da sehr viel flüssiger geworden.
- 18:16Eugen: Eugen: Zum einen besser strukturiert und dadurch kann man, finde ich, die Analyse auch besser
- 18:19Eugen: Eugen: nachvollziehen. Was man auch dazu sagen muss Ich glaube, eine Besonderheit unseres
- 18:24Eugen: Eugen: Projektes ist, dass.
- 18:26Eugen: Eugen: Es ist zwar schon thematisch ein ein gutes Sample, nämlich Horrorspiele, aber zugleich
- 18:32Eugen: Eugen: ist es auch super heterogen, weil wir ein Sample über zehn Jahre nehmen.
- 18:36Eugen: Eugen: Also fangen wir damit an Was wollten wir denn herausfinden?
- 18:38Eugen: Eugen: Der erhoffte Erkenntnisgewinn war nicht, eine konkrete Frage zu verifizieren oder zu
- 18:44Eugen: Eugen: falsifizieren, sondern eine erste Stichprobe zu machen und zu schauen gibt es überhaupt.
- 18:48Eugen: Eugen: Also mal, weil einfach gar nichts vorher da war?
- 18:50Eugen: Eugen: Gibt es da wirklich politische Inhalte?
- 18:53Eugen: Eugen: Gibt es in jedem Spiel welche?
- 18:54Eugen: Eugen: Und dazu wollten wir auch ein sehr heterogenes Sample haben, also von
- 18:59Eugen: Eugen: cineastischen narrativen Spielen wie Until Dawn halt bis zu sehr eher auf die
- 19:06Eugen: Eugen: Spielmechanik fokussierten Spielen wie Darkest Dungeon oder halt auch Limbo.
- 19:10Eugen: Eugen: War das ein bisschen alles drinnen?
- 19:11Eugen: Eugen: Es waren Indies drin, das war Triple A drinnen.
- 19:14Eugen: Eugen: Wir haben auch geschaut, dass es ziemlich geografisch verteilt ist, also nicht nur USA
- 19:19Eugen: Eugen: und Japan, sondern auch recht viel Europa dabei.
- 19:24Eugen: Eugen: Mit Auslegern in Asien, auch Afrika und Südamerika hatten wir überhaupt nicht
- 19:30Eugen: Eugen: drinnen. Aber schon das hat gereicht, um ein extrem heterogenes Sample zu haben.
- 19:33Eugen: Eugen: Und das hat allerdings auch den Analyseaufwand sehr erhöht, weil da konnte
- 19:37Eugen: Eugen: man nicht sagen, so, einmal machen wir was zu Indie und dann war es das, sondern da
- 19:41Eugen: Eugen: hatten wir plötzlich wieder ein Triple gegeben.
- 19:42Eugen: Eugen: Dann hatten wir eins in Polen, wo wir die ganzen historischen Hintergrund in Polen
- 19:46Eugen: Eugen: hatte, das super interessant ist also mit dem Fall der Mauer und der der Entwicklung
- 19:49Eugen: Eugen: der Computerspielindustrie dort.
- 19:52Eugen: Eugen: Und dann hatte ich plötzlich Taiwan mit Detention und dann dazwischen aber Finnland
- 19:57Eugen: Eugen: und UK und dann doch Japan.
- 20:00Eugen: Eugen: Und dann war es auch, wie man da auch ein bisschen sieht, so dass die Themen so weit
- 20:05Eugen: Eugen: voneinander weg waren und wir aber für eine gute Analyse uns doch einarbeiten mussten.
- 20:10Eugen: Eugen: Also ich habe jetzt schon Taiwan gesagt in die Tradition, dass ich übrigens sehr
- 20:12Eugen: Eugen: empfehlen kann, geht es um die den White Terror, also die Zeit der Diktatur in Taiwan.
- 20:18Eugen: Eugen: Davon hatte ich quasi keine Ahnung.
- 20:21Eugen: Eugen: Das heißt, ich musste mich erst einmal darin einarbeiten Und das, das hat das Ganze sicher
- 20:26Eugen: Eugen: auch noch sehr zeitaufwendiger gemacht.
- 20:29Arno: Arno: Hat es aber auch gleichzeitig sehr befriedigend gemacht, finde ich.
- 20:32Arno: Arno: Also absolut. Man hat ja sehr oft Themen gehabt, die einem total fern waren.
- 20:37Arno: Arno: Oder auch sag mal, ästhetische Versatzstücke, wie man plötzlich so ein so
- 20:43Arno: Arno: ein ähm südamerikanischen Maya-Horrorästhetik in so einem Spiel
- 20:50Arno: Arno: gefunden hat. Und dann musste man auch irgendwie sich dazu Gedanken machen.
- 20:55Arno: Arno: Und das fand ich unheimlich befriedigend.
- 20:57Arno: Arno: Einfach da diese thematische Offenheit zu haben und nicht quasi nur auf düstere
- 21:05Arno: Arno: Verliese in Osteuropa oder so mich konzentrieren zu müssen, sondern wirklich
- 21:11Arno: Arno: open minded zu bleiben.
- 21:13Eugen: Eugen: Ja, absolut. Das war, das ist eine.
- 21:15Eugen: Eugen: Das war eine große, große Freude, dieses auch ein bisschen die Detektivarbeit, gerade
- 21:20Eugen: Eugen: bei den kleineren Studios, da noch etwas zu finden und da also was war es, bei dem komme
- 21:27Eugen: Eugen: ich jetzt drauf auf den Namen wieder.
- 21:29Eugen: Eugen: Ich rede mal weiter. Also ein polnisches Indie Game zum Beispiel.
- 21:33Eugen: Eugen: Auch da gab es quasi nichts.
- 21:34Eugen: Eugen: Und dann habe ich doch noch versteckt in irgendwelchen polnischen Online Journals oder
- 21:41Eugen: Eugen: Tageszeitungen Sachen gefunden, die ich dann mit Google Translate oder Deepl übersetzt
- 21:46Eugen: Eugen: habe, um tatsächlich.
- 21:48Eugen: Eugen: Also es war dann immer das Suchen im Heuhaufen.
- 21:50Eugen: Eugen: Da waren so 2-3 interessante Informationen, aber das war tatsächlich extrem befriedigend,
- 21:55Eugen: Eugen: oder Wenn man die Leute dann irgendwie gefunden hat, war das sehr cool.
- 21:59Arno: Arno: War das Darkwood?
- 22:02Eugen: Eugen: Genau. Danke. Danke.
- 22:03Eugen: Eugen: Das war's. Da gab es, glaube ich, sogar einen Was war das?
- 22:07Eugen: Eugen: Ich glaube, ein Ask Me Anything gefunden durch Zufall.
- 22:10Eugen: Eugen: Irgendwo. Und das war dann sehr.
- 22:12Arno: Arno: Ja, diese AMAs, die sind immer großartig, wenn man die findet.
- 22:17Eugen: Eugen: Ja, Oder wenn man Glück hat bei Post mortems.
- 22:19Eugen: Eugen: Das sind halt auch eher Indie Games, die offene Postmoms machen.
- 22:23Eugen: Eugen: Also auch so zu The Darkest Dungeon, die dann wirklich darauf eingehen, was ist gut
- 22:27Eugen: Eugen: gegangen, was es nicht gut gegangen.
- 22:29Eugen: Eugen: Bei Triple A haben wir halt auch immer dieses Problem, dass es eine geschlossene
- 22:33Eugen: Eugen: Blackbox ist, voller Non Disclosure Agreements.
- 22:38Arno: Arno: Wobei auch selbst post mortem in dem Fall auch sehr hilfreich sind.
- 22:42Arno: Arno: Oder auch Dokumentationen, weil die einfach ja viel Insight geben.
- 22:53Eugen: Eugen: Nächstes Thema persönliche Herausforderungen.
- 22:56Eugen: Eugen: Also was ich sehr, sehr, sehr, sehr herausfordernd fand.
- 23:01Eugen: Eugen: Und nicht nur ich allein, sondern vermutlich alle in dieser Zeit war die Pandemie und die
- 23:06Eugen: Eugen: Lockdowns. Dadurch, dass unser Projekt über drei Länder verteilt war, hatten wir ja auch
- 23:10Eugen: Eugen: unterschiedliche Lockdown Politiken.
- 23:14Eugen: Eugen: Ich glaube Österreich war da am härtesten.
- 23:17Eugen: Eugen: Also ein Lockdown hat bei uns dazu geführt, dass ich beide Buben zu Hause hatte, also wir
- 23:21Eugen: Eugen: alle zu Hause waren und mit den Kindern zu Hause waren arbeiten nicht mehr zu denken.
- 23:25Eugen: Eugen: Also da konnte man Mails beantworten, man konnte Rechnungen zahlen, man konnte so
- 23:30Eugen: Eugen: administrative, Administratives machen, aber ein Spiel analysieren ging gar nicht mehr.
- 23:36Eugen: Eugen: Und selbst Texte schreiben ging eigentlich nur noch, wenn man mitten in der Nacht
- 23:39Eugen: Eugen: gearbeitet hat. Also wenn ich mit einer Nacht gearbeitet habe.
- 23:42Eugen: Eugen: Das hat dazu geführt, dass ich extrem frustriert war, weil in Wirklichkeit, was ich
- 23:46Eugen: Eugen: dann nachher gelernt habe, was klug gewesen wäre, wäre zu sagen während jeden Lockdown
- 23:49Eugen: Eugen: So, jetzt geht gar nichts mehr und dann findet man eventuell doch irgendwann Zeit.
- 23:53Eugen: Eugen: Aber so war ich die ganze Zeit gequält, habe versucht, irgendwo Zeit zu finden, habe mich
- 23:57Eugen: Eugen: zugleich aber auch als schlechter Vater gefühlt, weil ich wollte dann eigentlich doch
- 24:01Eugen: Eugen: mehr für die Kinder da sein, für die das auch furchtbar herausfordernd war.
- 24:04Eugen: Eugen: Also Distance Learning ist die Hölle gewesen.
- 24:07Eugen: Eugen: Am Anfang auch. Niemand wusste, wie das geht.
- 24:10Arno: Arno: Ich bin mir auch nicht sicher, ob das am Ende jemand wusste.
- 24:13Eugen: Eugen: Am Ende glaube ich, war es auch allen ein bisschen egal, dann hat es besser
- 24:16Eugen: Eugen: funktioniert. Am Anfang waren halt alle, ich glaube, alle standen unter dem Druck oder
- 24:20Eugen: Eugen: hatten die Angst, dass nur sie es nicht gut machen und alle anderen es gut machen.
- 24:23Eugen: Eugen: Also dass man, äh, ich glaube, dass das kollektive Impostorsyndrom oder war zumindest
- 24:29Eugen: Eugen: sehr, sehr verbreitet.
- 24:30Eugen: Eugen: Und das hatte ich auch da.
- 24:31Eugen: Eugen: Ich meine, da kam halt erschwerend hinzu, dass teilweise in Bern wieder gearbeitet
- 24:37Eugen: Eugen: wurde, aber in Wien, wo ich mit meiner Familie halt in der Wohnung war oder bei dir
- 24:42Eugen: Eugen: in Ulm nicht gearbeitet wurde, wo dann auch unterschiedliche Erwartungen waren.
- 24:48Eugen: Eugen: Ich meine, die Erwartungen waren gar nicht so arg, weil im Gespräch mit unseren
- 24:50Eugen: Eugen: Vorgesetzten war dann Eigentlich finde ich immer alles sehr leicht lösbar, aber bis
- 24:54Eugen: Eugen: dahin hatte ich ein quasi durchgehend schlechtes Gewissen und habe verzweifelt
- 24:59Eugen: Eugen: versucht, irgendwo die Zeit zum Arbeiten zu finden.
- 25:02Eugen: Eugen: Wie war das bei dir?
- 25:03Arno: Arno: Ach, ich habe das gar nicht so krass so empfunden, aber versucht mich gerade so ein
- 25:08Arno: Arno: bisschen zu erinnern.
- 25:09Arno: Arno: Es ist schon unheimlich lange her.
- 25:11Arno: Arno: Also man vergisst ja schnell.
- 25:14Arno: Arno: Und ähm, also grundsätzlich diese Umstellung auf dieses digitale Arbeiten, die war ja
- 25:21Arno: Arno: eigentlich gar nicht vorhanden.
- 25:22Arno: Arno: Ich hatte ja vorher schon viele Jahre im Homeoffice gearbeitet und das war ja auch bei
- 25:26Arno: Arno: unserem Projekt an sich so angelegt, dass wir eben nur alle 4 bis 6 Wochen dann mal
- 25:34Arno: Arno: nach Bern fahren und uns dann da vor Ort besprechen.
- 25:38Arno: Arno: Das war für mich jetzt nicht so der riesige Verlust, weil eben Zoom und so, also das, das
- 25:46Arno: Arno: ging dann schon für mich irgendwie.
- 25:48Arno: Arno: Und dieses Private, ich meine, okay, das war halt schon krass, weil man sich, sagen wir
- 25:54Arno: Arno: mal, nicht richtig fokussieren konnte.
- 25:57Arno: Arno: Also da musste man dann zu den Kindern rennen, weil da irgendwas nicht funktioniert
- 26:02Arno: Arno: hat. Aber das hat überraschend gut hier von Anfang an funktioniert.
- 26:08Arno: Arno: Also gut, heißt es gab natürlich schon diese Geburtsschmerzen und die Kinder hatten auch
- 26:14Arno: Arno: nicht wirklich Lust auf dieses Bildschirmarbeiten oder so, also solche
- 26:19Arno: Arno: Geschichten. Aber sie haben es dann trotzdem selber durchgezogen.
- 26:25Arno: Arno: Vor allem, was ich auch bis heute echt super finde.
- 26:28Arno: Arno: Also wie sie das ganz überwiegend autonom selbst geschafft haben.
- 26:33Arno: Arno: Und ich war ja auch nicht allein hier, muss man auch sagen, also meine Frau ist ja auch
- 26:38Arno: Arno: da und hat auch sehr, sehr viel gemacht und deswegen war es für mich glaube ich nicht so
- 26:46Arno: Arno: die Extremsituation.
- 26:49Arno: Arno: Ich meine, du hattest ja auch deine.
- 26:51Eugen: Eugen: Ja, wir waren auch zu viert zu Hause.
- 26:52Eugen: Eugen: Es war vielleicht ein bisschen anders, weil der Kleine halt noch sehr klein damals war.
- 26:58Arno: Arno: Und du hast ja auch pflegebedürftige Eltern und Großeltern.
- 27:00Arno: Arno: Das war, da hatte ich immer von außen immer den Eindruck, dass das eben als
- 27:04Arno: Arno: Zusatzbelastung dann noch mal ein wahnsinniger Unterschied von dir zu mir ist.
- 27:09Arno: Arno: Also ich wohne ja wirklich weit weg von meinen Eltern oder mittlerweile nur von
- 27:14Arno: Arno: meiner Mutter und das ist einfach eine komplett andere Situation.
- 27:20Arno: Arno: Auch dass ich Geschwister habe, die sich da wirklich super um- die immer für meine Eltern
- 27:27Arno: Arno: da sind und man auch da im Kopf sich nicht ganz so Sorgen machen muss oder so.
- 27:32Arno: Arno: Ich glaube, das ist eine ganz andere Grundsituation.
- 27:36Eugen: Eugen: Ich glaub das ist eh der Punkt.
- 27:37Eugen: Eugen: Das ist, auch wenn ich es mir im Nachhinein anschaue, was ich in der Zeit produziert
- 27:40Eugen: Eugen: habe, ist das ja dann eigentlich das sind ja auch einige Fallstudien entstanden in dieser
- 27:44Eugen: Eugen: Zeit, trotz allem.
- 27:45Eugen: Eugen: Trotzdem war dominant das Gefühl, irgendwie nicht genug zu tun.
- 27:49Eugen: Eugen: Ich glaube, das war das Problem.
- 27:50Eugen: Eugen: Das hat einfach alles sehr viel mühsamer gemacht, weil wir waren da für die Kinder,
- 27:54Eugen: Eugen: wir haben es mit ihnen gemacht, das hatte niemand Problem.
- 27:56Eugen: Eugen: Also es sind keine gravierenden Probleme entstanden, aber ich glaube, wir sind ein
- 27:59Eugen: Eugen: bisschen, haben uns zerrieben an den noch höheren Ansprüchen, die wir an uns selbst
- 28:04Eugen: Eugen: hatten. Und tatsächlich, jetzt habe ich gelernt wenn man die Ansprüche am Anfang da
- 28:09Eugen: Eugen: vor allem in Ausnahmesituationen einfach ganz runter setzt, dann kriegt man auch viel
- 28:14Eugen: Eugen: besser mit, was man alles trotzdem produziert oder erreicht in dieser Zeit.
- 28:18Eugen: Eugen: Dieses dieses Feedback ist mir ein bisschen da abgegangen und ja, also ich meine, ein
- 28:23Eugen: Eugen: nächster Punkt, der da auch war in dieser Projektzeit, ist der Tod meines Vaters, der
- 28:27Eugen: Eugen: schon vorher. Sieben Jahre, auf jeden Fall alzheimerkrank war.
- 28:35Eugen: Eugen: Und mit dem Ich oder mit dem wir in einem gemeinsamen Haus gewohnt haben.
- 28:39Eugen: Eugen: Auch aus diesem Grund der ist dessen Gesundheitszustand ist halt auch mitten in
- 28:44Eugen: Eugen: einem Lockdown und sehr viel schlechter geworden, so dass wir ihn haben einliefern
- 28:47Eugen: Eugen: lassen müssen. Normalerweise.
- 28:51Eugen: Eugen: Also er hat jetzt nicht allein gewohnt mit Pflege, sondern es war auch er hat mit meiner
- 28:54Eugen: Eugen: Mutter zusammen gewohnt. Das heißt, da war ich nicht so aktiv involviert wie bei meiner
- 28:58Eugen: Eugen: auch alzheimerkranken Großmutter, wo ich alleine mich um alles sorge.
- 29:03Eugen: Eugen: Aber es war trotzdem auch eine zusätzliche Herausforderung und das sind dann einfach
- 29:06Eugen: Eugen: solche Tage bzw Wochen, wo gar nichts mehr geht.
- 29:09Eugen: Eugen: Und was klug wäre ist, sobald man merkt, dass eine Krisensituation zu sagen So, jetzt
- 29:14Eugen: Eugen: versuche ich gar nicht erst daneben noch zu arbeiten, sondern ich kümmere mich um das
- 29:18Eugen: Eugen: eine große Problem. Und dann, glaube ich, findet man vielleicht heraus, dass daneben
- 29:22Eugen: Eugen: dann durchaus noch Zeit bleibt, um andere Sachen zu machen.
- 29:25Arno: Arno: Ja, ja, ja, sehe ich eigentlich auch so, also man macht es natürlich wahrscheinlich niemals
- 29:31Arno: Arno: so, aber es wäre eigentlich der der schlauste Weg.
- 29:36Arno: Arno: Ja.
- 29:36Eugen: Eugen: Also ich habe es dann gemerkt, als dann mein Vater nach knapp einem Jahr in Krankenhäusern
- 29:44Eugen: Eugen: gestorben ist und die Vorbereitung für die Beerdigung war, um die ich mich gekümmert
- 29:50Eugen: Eugen: habe, da habe ich dann irgendwie gewusst, dass ich da jetzt nichts anderes mache
- 29:53Eugen: Eugen: daneben oder versuche da noch, ich weiß nicht, was alles in den Alltag reinzubringen,
- 29:58Eugen: Eugen: sondern mich darauf konzentriere.
- 29:59Eugen: Eugen: Und da war dann halt eine viel größere Ruhe.
- 30:03Eugen: Eugen: In mir auch.
- 30:04Eugen: Eugen: Und und da ist diese Unzufriedenheit nicht gekommen.
- 30:08Eugen: Eugen: Also das Problem, glaube ich, war vielmehr die Unzufriedenheit mit mir selbst, die
- 30:12Eugen: Eugen: wahrscheinlich keine realistische Einschätzung war, sondern etwas rein
- 30:16Eugen: Eugen: Subjektives.
- 30:19Arno: Arno: Ja, ich überlege gerade.
- 30:21Arno: Arno: Also bei mir, das war ja ging ja alles eher ratzfatz.
- 30:26Arno: Arno: Ich glaube, im Februar hatte mein Vater seine Krebsdiagnose und im August ist er dann
- 30:30Arno: Arno: gestorben. Die Zeit selber, die habe ich jetzt nicht mal so als so
- 30:39Arno: Arno: kompliziert wegen der Arbeit im Kopf, weil eben zusätzlich auch Corona war und viele
- 30:45Arno: Arno: andere Sachen nebenbei im Kopf hatte.
- 30:46Arno: Arno: Also natürlich, es war total belastend und schrecklich, aber es hat jetzt glaube ich
- 30:52Arno: Arno: nicht nicht die Arbeit an sich so beeinflusst.
- 30:56Arno: Arno: Ich habe den Eindruck, das war eher hinterher, weil ich dann doch von der Trauer
- 31:02Arno: Arno: und der Trauerarbeit ziemlich überrollt wurde und ich damit auch in dem Maß
- 31:09Arno: Arno: vielleicht nicht so gerechnet hatte.
- 31:12Arno: Arno: Und ja, ich weiß auch nicht, ob das bis heute schon richtig verarbeitet ist und und
- 31:18Arno: Arno: so, aber ähm, das war doch in den ersten Monaten ziemlich krass und ich konnte mich da
- 31:24Arno: Arno: doch einige Monate lang nicht wirklich konzentrieren.
- 31:27Arno: Arno: So richtig zumindest.
- 31:29Arno: Arno: Also es ging natürlich schon, aber das war so ja wie in so einem Tunnel, wo man versucht
- 31:36Arno: Arno: irgendwie rauszukommen und sieht dann das Ende, das Licht am Ende des Tunnels.
- 31:42Arno: Arno: Irgendwann.
- 31:44Eugen: Eugen: Ich glaube die Aufarbeitung die oder das emotionale verarbeiten besser als
- 31:48Eugen: Eugen: Aufarbeitung. Das hört ja hoffentlich gar nicht auf, dass das geht.
- 31:52Eugen: Eugen: Also ich merke es auch. Bei mir ist gerade wieder eine Phase, wo ich mich sehr viel mehr
- 31:55Eugen: Eugen: damit auseinandersetze.
- 31:56Eugen: Eugen: Ich versuche jetzt trotzdem ein bisschen aufs Projekt zurückzukommen, weil halt also
- 32:01Eugen: Eugen: die praktischen Herausforderungen waren.
- 32:03Eugen: Eugen: Ich glaube, es ist in Zukunft würde ich bei solchen Situationen, die die Arbeit am
- 32:08Eugen: Eugen: Projekt eher zurückstellen.
- 32:10Eugen: Eugen: Und ich glaube, davon würde aber auch die die Forschungsarbeit profitieren in
- 32:13Eugen: Eugen: Wirklichkeit, weil diese Frustration hat mich wahrscheinlich noch mehr gelähmt oder
- 32:18Eugen: Eugen: auch irgendwie zurückgehalten, als es sonst einfach der praktische Zeitverlust gewesen
- 32:23Eugen: Eugen: wäre. Abgesehen davon, dass es ja total lächerlich ist, davon Zeitverlust zu reden,
- 32:26Eugen: Eugen: weil es gibt einfach Sachen, die sind wichtiger.
- 32:29Eugen: Eugen: Das ist die Familie, die einfach der immer Vorrang hat.
- 32:33Eugen: Eugen: Was ich auch weiß und lebe, aber mein Team mir immer sehr wichtig ist.
- 32:38Eugen: Eugen: Aber gerade bei mir selbst ist, mir dann vielleicht doch nicht immer erlaubt habe und
- 32:41Eugen: Eugen: das hoffe ich ja geht besser in Zukunft.
- 32:44Arno: Arno: Also ich hatte ja den Eindruck, wir waren ja dann wirklich auch spät und haben im
- 32:49Arno: Arno: Zeitplan. Hingen so ein bisschen hinterher, dass der SNF vielleicht auch durch Corona da
- 32:55Arno: Arno: relativ entgegenkommend war.
- 32:57Arno: Arno: Finde ich zumindest.
- 32:58Eugen: Eugen: Ja, also es war ja auch unproblematisch, dann einfach um.
- 33:02Eugen: Eugen: Es war nicht ganz eineinhalb, doch ein halbes Jahr konnten wir einfach so
- 33:05Eugen: Eugen: verlängern. Ähm.
- 33:06Eugen: Eugen: Und vor allem der ganze Druck, was wir zu liefern hatten, das war ja pur von uns selbst
- 33:13Eugen: Eugen: gestellt. Also das war, da gab es nicht irgendein Komitee, das dann abgeglichen hat,
- 33:17Eugen: Eugen: was im Antrag steht und was wir jetzt wirklich geliefert haben.
- 33:22Eugen: Eugen: Und das war dieses Gefühl, einfach nicht den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.
- 33:27Eugen: Eugen: Und in Wirklichkeit dann nachher hatte ich dann kurz das Gefühl, es ist irgendwie alles,
- 33:31Eugen: Eugen: es war zu wenig.
- 33:33Eugen: Eugen: Und dann haben wir uns aber mal angeschaut, unsere Fallstudien und wie viel Text wir
- 33:36Eugen: Eugen: produziert haben. Und das sind ja über 400 Seiten Text, die wir jetzt mit diesen 23
- 33:41Eugen: Eugen: Fallstudien geschrieben haben.
- 33:42Eugen: Eugen: Also Text, das ist ja auch nicht Lorem ipsum, sondern das ist eine tiefgehende
- 33:47Eugen: Eugen: Analyse zu jedem Spiel, jedes Mal.
- 33:49Eugen: Eugen: Und das ist eigentlich, wenn man so ein bisschen Abstand nimmt, extrem beeindruckend,
- 33:54Eugen: Eugen: was wir da geliefert haben.
- 33:55Arno: Arno: Das ist tatsächlich nur der Text.
- 33:57Arno: Arno: Also das ist nur der Text.
- 33:59Arno: Arno: Wurde also nur der Text, der nur in der in der Monografie drinsteht.
- 34:03Eugen: Eugen: Und was da noch nicht drinnen ist, ist die ganze Vorarbeit, die Literaturrecherche, die
- 34:08Eugen: Eugen: Methoden ausarbeiten auch und die anwenden und ausprobieren.
- 34:11Eugen: Eugen: Das ist auch eine, finde ich schon eine sehr, sehr große Leistung, die wir da
- 34:17Eugen: Eugen: gemeinsam erbracht haben.
- 34:18Arno: Arno: Was nicht drinsteht ist Öffentlichkeitsarbeit sind auch die Artikel, die wir sonst
- 34:22Arno: Arno: geschrieben haben oder Arbeit, die wir sonst geleistet haben.
- 34:26Arno: Arno: Die, die natürlich nicht in die Monografie einfließt, die aber auch Teil des Projektes
- 34:31Arno: Arno: waren.
- 34:31Eugen: Eugen: Sicher, und das ist aber wird aber auch so als Output gewertet vom SNF.
- 34:35Eugen: Eugen: Nur wir haben das glaube ich erst erst später kapiert, dass die vier Papers, die wir
- 34:40Eugen: Eugen: jeweils pro Jahr geschrieben haben, im Schnitt glaube ich, und plus dann noch zwei,
- 34:44Eugen: Eugen: drei Interviews im Jahr, die wir geführt haben.
- 34:46Eugen: Eugen: Und was da auch noch immer nicht drin sind, sind die Vorträge, die wir gehalten haben.
- 34:49Eugen: Eugen: Was noch mal 4 bis 5 pro Jahr waren pro Person.
- 34:52Arno: Arno: Du bist. Ich glaube, du bist aber auch ein bisschen wahnsinniger als ich.
- 34:55Arno: Arno: Also, ich bin da. Ich mache glaube ich, auch relativ viel, aber doch versuche deutlich
- 35:03Arno: Arno: weniger zu machen. Ich habe das eine Zeit lang auch mal in dieser in diesem Maß gemacht
- 35:07Arno: Arno: und auch das ist einfach nicht gesund, dass man einfach zu allem das geht jetzt nicht an
- 35:12Arno: Arno: deine Richtung, sondern in meine natürlich.
- 35:15Eugen: Eugen: Alles in meine Richtung.
- 35:16Eugen: Eugen: Ich sage immer Ja und ich sollte.
- 35:17Eugen: Eugen: Das ist nicht richtig einfach.
- 35:19Arno: Arno: Mal Ja sagen.
- 35:20Eugen: Eugen: Ja, das ist.
- 35:21Arno: Arno: So gern man es will, aber es geht einfach manchmal nicht.
- 35:24Eugen: Eugen: Aber das, finde ich, wäre ja auch ein sehr gutes Thema, dass das Nein sagen.
- 35:28Eugen: Eugen: Aber das würde ich dann auf ein andermal verschieben, weil wir sind aus unserem.
- 35:31Eugen: Eugen: Wir haben den Zeitrahmen wieder gesprengt.
- 35:32Eugen: Eugen: Aber ich und ich würde jetzt doch gerne noch auf Softworks und die.
- 35:35Arno: Arno: Ja, wir haben die Kontrolle verloren.
- 35:37Eugen: Eugen: Wir haben die Kontrolle verloren.
- 35:40Eugen: Eugen: Wir nehmen sie jetzt wieder durch.
- 35:42Eugen: Eugen: Einen Moment der Selbstkritik.
- 35:44Arno: Arno: Ja, und das war auch ein Spitz.
- 35:46Arno: Arno: Ein Spitzen Überleitung.
- 35:48Eugen: Eugen: Ja, gell?
- 35:52Arno: Arno: Warum haben wir die Kontrolle dann wieder gewonnen?
- 35:56Eugen: Eugen: Das ist die profunde Ausbildung, die wir genossen haben und die viele Erfahrungen, die
- 36:00Eugen: Eugen: wir gesammelt haben, unter anderem mit Projekten leiten.
- 36:04Arno: Arno: Das meine ich doch gar nicht.
- 36:05Arno: Arno: Ich meine, was hast du gespielt?
- 36:07Arno: Arno: Ah.
- 36:09Eugen: Eugen: Herrje. Ähm.
- 36:12Eugen: Eugen: Ach Gott, Das kann ich wirklich sehr, sehr lange auf der Leitung.
- 36:15Eugen: Eugen: Ich habe Control gespielt.
- 36:17Eugen: Eugen: Danke sehr. Dabei hat er so wild gezwinkert, der Arno.
- 36:25Arno: Arno: Ich war so stolz auf mich!
- 36:26Eugen: Eugen: Also, du kannst das rausschneiden.
- 36:29Eugen: Eugen: Und wir versuchen es noch mal.
- 36:31Arno: Arno: Nein ich lass das genauso drin.
- 36:31Eugen: Eugen: Ja, eben.
- 36:33Eugen: Eugen: Wir wollen ja alles nachvollziehbar machen.
- 36:35Eugen: Eugen: Ich habe jetzt Control gespielt.
- 36:37Eugen: Eugen: Zum Zweiten Mal. Ich habe es vor, ich glaube vor fünf Jahren einmal angefangen, war sehr
- 36:42Eugen: Eugen: begeistert am Anfang und hatte dann aber einen Boss irgendwann den ich glaube, den
- 36:47Eugen: Eugen: Salvatore Salvatore oder Salvador, an dem ich nicht weitergekommen bin, war frustriert.
- 36:52Eugen: Eugen: Und dann, glaube ich, gab es andere Momente als zu viel Arbeit oder so und dann habe ich
- 36:55Eugen: Eugen: nicht weiter gemacht und dann hat es lange gebraucht, wieder rein zu kommen.
- 36:58Eugen: Eugen: Und jetzt habe ich nochmal angefangen, anfangs mit meinem älteren Sohn gemeinsam,
- 37:01Eugen: Eugen: weil ich ihm einfach die die Architektur zeigen wollte.
- 37:04Eugen: Eugen: Die hatte ich noch so schön in Erinnerung und bin jetzt aber so reingekippt, dass ich
- 37:08Eugen: Eugen: es glaube ich in zwei Wochen fertig gespielt habe und habe es irrsinnig geliebt.
- 37:14Eugen: Eugen: Also es ist, ähm.
- 37:16Eugen: Eugen: Was mich am Anfang gewonnen hat, war die Architektur von dem Gebäude.
- 37:19Eugen: Eugen: Also, es ist, ähm. Es findet im Federal Bureau of Control in den USA statt.
- 37:25Eugen: Eugen: Ich glaube, in New York ist es situiert.
- 37:27Eugen: Eugen: Und das ist eine riesige Betonmonolith.
- 37:29Eugen: Eugen: Also da erkennt man schon die Anklänge zum Brutalismus und die Innenarchitektur ist aber
- 37:34Eugen: Eugen: das wirklich Aufregende.
- 37:35Eugen: Eugen: Es ist eine. Ähm, also da merkt man, da ist sehr, sehr viel Recherche, Nachforschung in
- 37:42Eugen: Eugen: brutalistischer Architektur gesteckt worden, weil es wunderschön umgesetzt ist.
- 37:48Eugen: Eugen: Und zwar jetzt nicht so wie in vielen, nicht so wie in vielen Science Fiction oder
- 37:55Eugen: Eugen: alternative Realität spielen wie Wolfenstein oder Prey usw, wo es immer darum geht, dass
- 38:02Eugen: Eugen: die Architektur halt extrem beeindruckend ist, dominant, sondern sie ist auch
- 38:08Eugen: Eugen: nachvollziehbar, praktisch immer.
- 38:10Eugen: Eugen: Also es gibt der der berühmte Toilettentest.
- 38:13Eugen: Eugen: Es ist immer in Gehdistanz eine Toilette erreichbar, es gibt Cafeterias, es ist ja,
- 38:18Eugen: Eugen: also es ist Manchmal denke ich mir schon im Research in der Research Abteilung ist halt
- 38:23Eugen: Eugen: dieser beeindruckende Innenhof, der macht jetzt nicht so viel Sinn.
- 38:27Eugen: Eugen: Also der wäre einfach, da gäbe es praktische Zugänge dazu und die Labors sind teilweise
- 38:33Eugen: Eugen: dann doch nicht so gut miteinander verbunden.
- 38:35Eugen: Eugen: Aber im Großen und Ganzen ist es sehr, sehr einleuchtend.
- 38:38Eugen: Eugen: Ähm, und das ist einfach wunderwunderschön.
- 38:41Eugen: Eugen: Also die, die die Umsetzung der Architektur.
- 38:44Eugen: Eugen: Da merkt man, dass da eine große Freude dahinter war und dass das ziemlich zentral
- 38:48Eugen: Eugen: war. Und das war so der erste Moment, den ich geliebt habe.
- 38:51Eugen: Eugen: Dann gibt es die ganze Story, die eine Art, äh, eine Meta Meta Verschwörungstheorie also,
- 38:58Eugen: Eugen: die verbindet quasi alle Verschwörungstheorien von Werwölfen über
- 39:02Eugen: Eugen: alles, was verbindet Twin Peaks und Akte XY.
- 39:05Eugen: Eugen: Und ich weiß nicht, was mit diesen, mit dieser sehr abstrakten, bizarren,
- 39:12Eugen: Eugen: alternativen Welt, zu der ein Kontakt besteht, also einer alternativen Dimension.
- 39:18Eugen: Eugen: Und was ich da sehr liebe ist, dass sie nicht den Fehler machen, zu viel zu erklären.
- 39:24Eugen: Eugen: Also es wird immer enger, Es wird sehr viel angedeutet.
- 39:26Eugen: Eugen: Es wird auch sehr oft in den unzähligen Texten und Radioaufnahmen und Magnetbändern
- 39:31Eugen: Eugen: und Filmaufnahmen erfährt man immer ein bisschen etwas, genug, um sich irgendwie
- 39:37Eugen: Eugen: einzufühlen in die Welt.
- 39:39Eugen: Eugen: Aber da wird dann auch immer eigentlich.
- 39:42Eugen: Eugen: Da findet schon diese reflexive Ebene auch schon statt, weil da steht, wir wissen auch
- 39:46Eugen: Eugen: nicht genau, wie das funktioniert.
- 39:47Eugen: Eugen: Also wir wissen, wie es abläuft, aber die Gründe und so, das müssen wir alles erst
- 39:51Eugen: Eugen: erforschen. Und das finde ich ein sehr eleganter Weg, auch das einzubauen dann.
- 39:55Eugen: Eugen: Dann hat es diese wundervollen Charaktere.
- 39:57Eugen: Eugen: Also ich bin sehr, sehr verliebt in den Leiter der Forschung, der von dem man immer
- 40:02Eugen: Eugen: kurze Filmaufnahmen sieht auf so Leinwänden, die die allein schon finde ich, es wert sind,
- 40:10Eugen: Eugen: angeschaut zu werden, die dann auch teilweise immer absurder werden.
- 40:13Eugen: Eugen: Bis zu einem Musikvideo am Ende, das ich einfach für enorm.
- 40:17Eugen: Eugen: Liebe Dynamite Genau also das.
- 40:20Eugen: Eugen: Das hat mich wirklich einfach mitgetragen bis zum Ende und meine meine Motivation, das
- 40:27Eugen: Eugen: Spiel zu Ende durchzuspielen, ganz, ganz hoch gehalten.
- 40:30Eugen: Eugen: Und ich hatte eine große Freude jeden Moment.
- 40:33Eugen: Eugen: Es ist auch so Manchmal kommt die Kritik bei einem Spiel, dass die Ästhetik toll ist und
- 40:38Eugen: Eugen: die Hintergrundgeschichte und die Charaktere und die Dialoge, aber die Spielmechanik ein
- 40:42Eugen: Eugen: bisschen repetitiv ist.
- 40:43Eugen: Eugen: Das trifft auch hier zu.
- 40:45Eugen: Eugen: Also es ist dann doch ein Shooter, der wo man aber übersinnliche Kräfte hat.
- 40:49Eugen: Eugen: Aber ich muss sagen, die funktionieren auch sehr gut.
- 40:51Eugen: Eugen: Also es fühlt sich alles sehr organisch an, wenn ich dann kurz levitaten kann und dann
- 40:57Eugen: Eugen: vor allem irrsinnig befriedigend ist Telekinese.
- 40:59Eugen: Eugen: Also es ist ein bisschen auch ein Jedi -Spiel, finde ich.
- 41:02Eugen: Eugen: Also man kann alles was Jedis können, nur ist es cooler als bei Jedis finde ich.
- 41:05Eugen: Eugen: Also weil es halt diese Federal Bureau 50er Jahre Charme hat noch dazu.
- 41:10Eugen: Eugen: Das hat mir sehr sehr gut gefallen und ich habe jetzt gar nicht so das Spiel gespielt,
- 41:16Eugen: Eugen: um es danach zu analysieren.
- 41:17Eugen: Eugen: Aber es gäbe natürlich ganz, ganz viel her, weil es kommt sehr viel Halt.
- 41:21Eugen: Eugen: Die Vorstellung von von Bürokratie kommt irrsinnig vor.
- 41:24Eugen: Eugen: Bürokratie, Beamte.
- 41:25Eugen: Eugen: Aber auch da das Zusammenspiel aus Sicherheit und Forschung es kommt auch mehr
- 41:29Eugen: Eugen: Science vor. Wird auch immer wieder thematisiert.
- 41:32Eugen: Eugen: Die Mad Scientists, die aber nie zu überzeichnet sind, um unrealistisch zu sein.
- 41:36Eugen: Eugen: Also man kann bei allen nachvollziehen, weil einfach der Hintergrund der Charaktere auch
- 41:39Eugen: Eugen: so schön ausgebaut ist.
- 41:40Eugen: Eugen: Auch bei der Doktor Underhill, die den Mond, also den Schimmelbefall analysiert.
- 41:46Eugen: Eugen: Und ja, ich glaube jetzt habe ich eigentlich eh genug geredet dazu.
- 41:49Eugen: Eugen: Also es würde sehr, sehr viel hergeben.
- 41:50Eugen: Eugen: Wenn man davon ausgeht und noch etwas sich anschauen will.
- 41:54Arno: Arno: Hat es auch ein bisschen was Kafkaeskes?
- 41:56Eugen: Eugen: Natürlich, Entschuldigung.
- 41:58Eugen: Eugen: Absolut, absolut.
- 41:59Eugen: Eugen: Es ist also ganz oft nicht nur in der Hintergrundgeschichte, sondern man selbst hat
- 42:04Eugen: Eugen: auch so kafkaeske Erlebnisse, weil halt diese, die Agency einem ganz abgenommen wird.
- 42:11Eugen: Eugen: Man weiß nicht, was da jetzt passiert, was dafür für Mächte am Werken sind.
- 42:15Eugen: Eugen: Das durchschaut auch wirklich niemand dort.
- 42:17Eugen: Eugen: Trotzdem sind da sehr mächtige Kräfte im Spiel.
- 42:22Eugen: Eugen: Die ganze Zeit deren hin und her werfen.
- 42:24Eugen: Eugen: Es gibt halt auch diese Überbürokratisierung.
- 42:27Eugen: Eugen: Also man findet extrem viel Dokumente, die ich auch im Gegensatz zu fast allen sonstigen
- 42:31Eugen: Eugen: Spielen wirklich alle gelesen habe, weil ich sie so genossen habe.
- 42:34Eugen: Eugen: Und das sind dann teilweise aber auch nur Einkaufslisten oder Listen von Geräten, die
- 42:36Eugen: Eugen: gefährlich sind oder Hintergrundberichte von Einsätzen usw.
- 42:41Arno: Arno: Ja, cool. Ich habe es ja nur angefangen vor vielen Jahren und ich weiß nicht, damals hat
- 42:48Arno: Arno: es mich an irgendeinen Punkt so ein bisschen verloren gehabt.
- 42:51Arno: Arno: Ich weiß zwar nicht mehr genau, warum das schon zu lange her und ich.
- 42:56Arno: Arno: Vielleicht sollte ich es nochmal installieren.
- 42:59Eugen: Eugen: Also ich kann es empfehlen. Es dauert jetzt auch nicht zu lange, finde ich.
- 43:02Eugen: Eugen: Und es ging mir ja genauso beim letzten Mal.
- 43:04Eugen: Eugen: Ja, aber jetzt frage ich dich, Was hast du zuletzt gespielt?
- 43:08Arno: Arno: Ja, gespielt. Da komme ich gleich noch drauf.
- 43:10Arno: Arno: Ich habe. Bin aber auch gerade am Lesen.
- 43:12Arno: Arno: Das wollte ich nämlich erst erzählen, weil beim Spielen gibt es auch wieder eine coole
- 43:16Arno: Arno: Überleitung. Mal schauen, ob du die dann verstehst.
- 43:21Eugen: Eugen: Tue mein Bestes.
- 43:23Arno: Arno: Was ich gelesen habe.
- 43:25Arno: Arno: Ich weiß ja von dir, Du hast.
- 43:26Arno: Arno: Du bist zum Beispiel auch ein Fan von The Girl With all the Gifts von den Filmen.
- 43:30Arno: Arno: Ich kannte vorher den Roman und bin da auch ein großer Fan von und habe jetzt angefangen
- 43:36Arno: Arno: zu lesen. Ich bin noch nicht fertig.
- 43:38Arno: Arno: Von M.R. Carey The Boy on the Bridge und das ist eine Art Prequel.
- 43:44Arno: Arno: Erzähl mir mehr. Das ist das wirklich ganz spannend, weil man da eben zeitlich noch vor
- 43:51Arno: Arno: den Ereignissen von The Girl with all the Gifts liegt.
- 43:55Arno: Arno: Und da gibt es dann den eben den Boy on the Bridge, das ist der Stephen Greaves.
- 44:01Arno: Arno: Heißt, er ist ein relativ junger, ich glaube 15 oder 16 oder so, alter Junge, der glaube
- 44:09Arno: Arno: ich so auf dem auf dem Spektrum ist, wie man sagt, also so autistische Züge hat, aber auch
- 44:16Arno: Arno: gleichzeitig total genial ist und wirklich extrem intelligent.
- 44:23Arno: Arno: Er zieht mit einer Gruppe aus Wissenschaftlern, Wissenschaftlern und
- 44:27Arno: Arno: Militär durch Großbritannien Richtung Schottland.
- 44:31Arno: Arno: Kurz Also es ist, glaube ich, relativ kurz, wenige Jahre nach Ausbruch dieser Epidemie,
- 44:38Arno: Arno: dass ja auch eine Pilzepidemie, die die Menschen eben in sogenannte Hungries
- 44:43Arno: Arno: verwandelt, also was normalerweise als Zombies bezeichnet wird, bezeichnet würde.
- 44:48Arno: Arno: Und ich kann relativ wenig erzählen, außer dass eben auch für dann The girl with all the
- 44:56Arno: Arno: gifts dann schon bestimmte Voraussetzungen gelegt werden, dass das von der vom
- 45:02Arno: Arno: Worldbuilding her dann funktioniert usw.
- 45:05Arno: Arno: Also Stephen Greaves spielt dabei eben eine relativ große Rolle.
- 45:09Arno: Arno: Und was mich da wirklich fasziniert, wie auch schon bei dem ersten Roman ist diese wie
- 45:17Arno: Arno: sagt man Psychogramme der einzelnen Personen, die da mitspielen.
- 45:21Arno: Arno: Also es ist alles wie so eine Art Kammerspiel, weil diese Militärs und
- 45:25Arno: Arno: Wissenschaftler in so einem kleinen, abgeschotteten Space leben.
- 45:30Arno: Arno: Das ist glaube ich, ein eine Art, wenn ich das richtig verstanden habe, so eine Art
- 45:34Arno: Arno: riesiger Panzer, in dem sie da durch die Gegend fahren, in dem dann Labore, ähm,
- 45:40Arno: Arno: Schlafräume, Maschinenraum usw sind Und die müssen eben in diesem Raum leben.
- 45:46Arno: Arno: Und der der M.R.
- 45:49Arno: Arno: Carey, der macht das wahnsinnig gut.
- 45:51Arno: Arno: Eben mit so einem merkwürdigen sachlichen Ton, den er aber gleichzeitig auch immer so
- 45:56Arno: Arno: eine gewisse Melancholie innewohnt, diese Leute zu beschreiben und ihre Motivationen,
- 46:04Arno: Arno: was gerade passiert, wie sie die Welt wahrnehmen und so, das ist unheimlich
- 46:08Arno: Arno: fesselnd. Also ich kann das wirklich nur empfehlen, wenn man denn auf Postapokalypse,
- 46:12Arno: Arno: Zombiestories und diesen ganzen Kram steht.
- 46:15Eugen: Eugen: Wer tut denn das nicht?
- 46:17Eugen: Eugen: Aber das ist doch ein schöner, verbindender Moment.
- 46:21Eugen: Eugen: Die Charaktere, die man auch irgendwie nachvollziehen kann.
- 46:24Eugen: Eugen: Das hat man nämlich auch bei The Girl With All the Gifts so gut gefallen, dass es halt
- 46:27Eugen: Eugen: mal eine Zombiegeschichte war, wo ich nicht das Gefühl habe, dass die einfach nur vom
- 46:32Eugen: Eugen: Menschenhass getragen wurde, sondern da war 111 Liebe für Menschen da, die so so weit
- 46:37Eugen: Eugen: geht, dass man eben auch bei Zombies noch das Menschliche sucht.
- 46:40Eugen: Eugen: Was ich eigentlich recht naheliegend finde, dass man da nicht einfach denkt Ach, das ist
- 46:44Eugen: Eugen: jetzt der Moment, da ist die Krankheit so weit, da können wir es total entmenschlichen
- 46:48Eugen: Eugen: und sie kommen dann einfach in einen Hochofen, was sonst in ganz, ganz vielen
- 46:52Eugen: Eugen: Zombieerzählungen geläufig ist, Was ich.
- 46:55Eugen: Eugen: Also ich glaube, da müsste man noch ein bisschen weiter und tiefer gehen in der
- 46:58Eugen: Eugen: Analyse. Aber ja, also das ist ich.
- 47:01Eugen: Eugen: Ich finde ja gerade diese Ambivalenz schön, wenn alles eigentlich furchtbar ist und
- 47:06Eugen: Eugen: schrecklich. Aber es wird irgendwie getragen von von einer gewissen Liebe oder Bewunderung
- 47:11Eugen: Eugen: für Halt. Die Menschlichkeit, die.
- 47:15Arno: Arno: Ja, die. Die Vermenschlichung des entmenschlichten Zombies wäre auch ein gutes
- 47:20Arno: Arno: Antragsthema.
- 47:22Eugen: Eugen: Eigentlich ja. Also ich finde ja, das ist wirklich so das, was mich am meisten wurmt
- 47:27Eugen: Eugen: bei vielen unüberlegten Zombieerzählungen, mit welcher Leichtigkeit diese
- 47:32Eugen: Eugen: Entmenschlichung stattfindet und dann nicht hinterfragt wird.
- 47:35Eugen: Eugen: Also wir haben ja schon öfter drüber geredet, dieses der eigene Sohn, die eigene
- 47:40Eugen: Eugen: Frau wird infiziert und dann ist ein ganz wichtiger Topos in diesen Erzählungen.
- 47:44Eugen: Eugen: Ach das.
- 47:46Eugen: Eugen: Es ist jetzt natürlich tragisch.
- 47:47Eugen: Eugen: Also niemand macht das leichthin, Aber die müssen umgebracht werden, weil sie auch, weil
- 47:52Eugen: Eugen: es auch für sie besser ist.
- 47:53Eugen: Eugen: Und da, also da denke ich mir dann, da schrillen alle Alarmsirenen oder oder noch
- 48:00Eugen: Eugen: schlimmer wenn wenn man dann einmal begegnet, irgendwo in den in den
- 48:04Eugen: Eugen: Redneck-Staaten meistens jemand, der das eben nicht konnte.
- 48:07Eugen: Eugen: Der konnte sich nicht von seiner Familie trennen, sondern hat sie dann in Ketten
- 48:11Eugen: Eugen: gelegt und im Keller aufgehoben.
- 48:12Eugen: Eugen: Gott bewahre, weil das.
- 48:14Eugen: Eugen: Das geht ja dann immer nach hinten los und dann werden alle infiziert, weil er eben
- 48:17Eugen: Eugen: diesen Fehler gemacht hat.
- 48:18Eugen: Eugen: Nicht rechtzeitig zu trennen zwischen Zombie und Mensch.
- 48:22Eugen: Eugen: Ja, sorry, aber jetzt habe ich da abgelenkt.
- 48:26Eugen: Eugen: Habe ich dann deine Überleitung schon verpasst?
- 48:29Arno: Arno: Nein, die kommt noch.
- 48:31Eugen: Eugen: Ich bin bereit.
- 48:32Arno: Arno: Hast alles gut gemacht.
- 48:35Arno: Arno: Ähm, nee, überleiten wollte ich mit Animal Well, das spiele ich gerade.
- 48:41Arno: Arno: Habe bzw habe es auch erst angefangen.
- 48:43Arno: Arno: Also bin auch da nicht nicht furchtbar weit.
- 48:45Arno: Arno: Das ist so ein äh ja, man würde sagen MetroidVania.
- 48:50Arno: Arno: In so einem Sidescrolling Stil würde ich so ein bisschen was von Jump n Run und
- 49:00Arno: Arno: so in so einer 16 Bit Retro Grafik, die tatsächlich extrem atmosphärisch ist und
- 49:10Arno: Arno: total ansprechend ist.
- 49:12Arno: Arno: Man spielt ein ich weiß gar nicht so richtig, was das ist.
- 49:15Arno: Arno: Ob das so ein so ein kleines Tierchen das dann im Prinzip durch einen dunklen Wald
- 49:22Arno: Arno: hüpft. Und dort muss man dann Rätsel lösen.
- 49:24Arno: Arno: Und dieser Wald, der ist wirklich sehr geheimnisvoll.
- 49:27Arno: Arno: Also er hat eine ganz merkwürdige, ja mythische Ausstrahlung, kann man schon fast
- 49:34Arno: Arno: sagen. Und man muss dann in diesem Wald Rätsel lösen, um dann jeweils weiter zu
- 49:40Arno: Arno: kommen und ja, so, dass das Geheimnis um den Wald ist.
- 49:46Arno: Arno: Zumindest mein Gefühl wird sich dann im Laufe der Zeit öffnen wie eine Blume, wie
- 49:50Arno: Arno: eine Knospe.
- 49:52Eugen: Eugen: Ich habe die Überleitung erkannt, Arno.
- 49:55Eugen: Eugen: Es ist sehr, sehr elegant.
- 49:56Eugen: Eugen: Und ich, ich ich nehme sie gerne auf.
- 49:58Eugen: Eugen: Der mythische Wald, der der leitet jetzt direkt über zu unserer Alltagserotik.
- 50:13Eugen: Eugen: Darf ich da einfach anfangen oder möchtest du anfangen?
- 50:23Eugen: Eugen: Also Wald war bei mir immer wieder Thema, auch im letzten im Horrorgame Politics
- 50:27Eugen: Eugen: Project. Also der der gefährliche Wald war ein Darkwoods drinnen.
- 50:31Eugen: Eugen: Das ist tatsächlich noch so ein Mythos.
- 50:33Eugen: Eugen: Der gefährliche Wald, der einfach so tief anscheinend in unserer kulturellen DNA ist
- 50:38Eugen: Eugen: seit dem Mittelalter und Mittelalter, dass er immer wieder noch auftaucht.
- 50:44Eugen: Eugen: Aber es ist auch der romantische Wald.
- 50:46Eugen: Eugen: Und zwar jetzt nicht der romantische Wald, wo man jetzt für ein Dating geht, sondern der
- 50:49Eugen: Eugen: der Wald, der in der Kunstrichtung oder teilweise auch ideologischen Richtung der
- 50:55Eugen: Eugen: Romantik, also 19.
- 50:57Eugen: Eugen: Jahrhundert, eine ganz zentrale Rolle eingenommen hat und den ich auch schon immer
- 51:01Eugen: Eugen: wieder ein bisschen am Schirm hatte.
- 51:03Eugen: Eugen: Wobei ich mich da mehr auf die Ruinenästhetik in der Romantik konzentriert
- 51:07Eugen: Eugen: habe. Also ich habe. Mir ist aufgefallen, dass sehr oft in gerade auch in Zombies
- 51:12Eugen: Eugen: spielen Ruinen so inszeniert werden, wie eben Gemälde von Ruinen in Wäldern aus dem
- 51:18Eugen: Eugen: 19. Jahrhundert. Also mit diesem Lichtspiel und dieser leichten Melancholie.
- 51:23Eugen: Eugen: Und dann habe ich mich ein bisschen eingelesen in die Romantik und war dann sehr
- 51:25Eugen: Eugen: fasziniert davon, dass das eine, also dass es da sehr viel um Ideologie ging.
- 51:29Eugen: Eugen: Das war auch diese Erzählung vom, ähm, von der Ruine als stellvertretend für die
- 51:35Eugen: Eugen: Hochphase der deutschen Kultur im Mittelalter, die jetzt eben durch die
- 51:39Eugen: Eugen: Aufklärung zurückgegangen ist.
- 51:41Eugen: Eugen: Und man muss sich wieder ein bisschen dieser Werte besinnen.
- 51:43Eugen: Eugen: Also es hat dann auch also gerade dieses Narrativ, die Romantik war sehr viel
- 51:47Eugen: Eugen: vielschichtiger, soweit ich das von außen sagen kann.
- 51:49Eugen: Eugen: Aber dieses Narrativ ist dann ja übergegangen in Deutschnationalismus und auch
- 51:53Eugen: Eugen: pervertiert bis im Nationalsozialismus geblieben.
- 51:58Eugen: Eugen: Und ähnlich erging es dem deutschen Wald also also als Kraftort, um einen furchtbaren
- 52:03Eugen: Eugen: Ausdruck zu nehmen, der aber noch immer wieder benutzt wird.
- 52:05Eugen: Eugen: Eben nicht Kraftort für einzelne Menschen, sondern für eine ganze Kultur.
- 52:10Eugen: Eugen: Und da gibt es auch Bücher, die ich jetzt aber noch nicht gelesen habe, die sich mit
- 52:15Eugen: Eugen: dem deutschen Wald und der Romantik beschäftigen.
- 52:18Eugen: Eugen: Ich habe auf jeden Fall noch lesen muss Du hast was gelesen?
- 52:21Eugen: Eugen: Dann dann springen wir kurz an.
- 52:23Arno: Arno: Du hast schon ziemlich viel gesagt.
- 52:25Arno: Arno: Ich habe. Ich habe nämlich kurz reingelesen in Corinna Jenals.
- 52:29Arno: Arno: Ich zitiere den Titel Das ist kein Wald, ihr Pappnasen zur sozialen Konstruktion von Wald
- 52:36Arno: Arno: von 2019 und ich liebe diesen Titel.
- 52:40Arno: Arno: Und da macht sie nämlich genau das.
- 52:42Arno: Arno: Also es geht ihr dabei vor allem darum, um eine Art Analyse, wie heute Wald sozial
- 52:49Arno: Arno: konstruiert wird.
- 52:51Arno: Arno: Aber dabei macht sie eben genau auch diesen historischen Rückgriff.
- 52:55Arno: Arno: Das fand ich ganz interessant.
- 52:57Arno: Arno: Hier geht es nicht darum, darum auch festzuhalten, dass es wirklich so eine
- 53:02Arno: Arno: wahnsinnig komplizierte Gemengelage aus verschiedenen Konstruktionen von Wald gibt,
- 53:07Arno: Arno: die zum einen natürlich die den Wald als wirtschaftliche Grundlage für bestimmte
- 53:14Arno: Arno: Gesellschaftsbereiche sieht, aber dann auch dieses nationale Denken, was du schon
- 53:20Arno: Arno: angesprochen hast, Also der Wald als als Seelenort heißt es, glaube ich, irgendwo in
- 53:25Arno: Arno: Ihrem Buch. Auch dieses, was man in den im 19.
- 53:30Arno: Arno: Jahrhundert sehr stark hat die Tacitus-Rezeption in Deutschland, bei der
- 53:35Arno: Arno: dann die Germanen auf heilige Art mit dem deutschen Wald verbunden sind.
- 53:40Arno: Arno: Sie sind zwar wild, aber sie sind auch eins mit dem Wald.
- 53:42Arno: Arno: Also dieses merkwürdige, gleichzeitig brachiale, aber gleichzeitig wahnsinnig
- 53:48Arno: Arno: naturverbundene, was ja auch sehr stark in der Romantik schon ja verbunden ist.
- 53:54Arno: Arno: Und im Mittelalter ganz interessant.
- 53:57Arno: Arno: Ich springe ja so ein bisschen in den Zeiten magst du Mittelalter, zitiere ich.
- 54:02Arno: Arno: Hier waren im Wald dann nur die Ausgestoßenen, die Irren, die Liebenden,
- 54:07Arno: Arno: Räuber, Eremiten, Heilige, die Leprakranken, Flüchtlinge, Außenseiter.
- 54:11Arno: Arno: Die Verfolgten. Die wilden Männer also.
- 54:13Arno: Arno: Zitat Ende. Also, es geht darum, dass Zivilisation im Ort, in der Stadt, im Dorf
- 54:20Arno: Arno: stattfindet. Aber im Wald ist diese Zivilisation eben nicht.
- 54:24Arno: Arno: Und diese Grundsituation der Wald als Grenze zwischen Zivilisation und Natur, Das ist
- 54:32Arno: Arno: eigentlich das, was sich durch alle Narrative in der Popkultur eigentlich bis
- 54:37Arno: Arno: heute zieht, wenn es um Wald geht.
- 54:38Arno: Arno: Was eigentlich total lächerlich ist, weil dieser Naturwald, wie wir ihn kennen, der
- 54:44Arno: Arno: macht ja eigentlich nur noch einen Bruchteil des Waldes aus, wie er in Deutschland, aber
- 54:48Arno: Arno: auch in Österreich besteht.
- 54:49Arno: Arno: Also ich habe mal geguckt, in Österreich gibt es immerhin 48 % des Landes sind mit
- 54:56Arno: Arno: Wald bedeckt. In Deutschland sind es ungefähr nur 30 % und davon eben nur ein
- 55:01Arno: Arno: ganz, ganz kleiner Teil.
- 55:03Arno: Arno: Da habe ich jetzt keine Prozentzahlen gefunden und mir sagen die Hektarangaben
- 55:08Arno: Arno: nichts. Gehören dazu, zu Urwäldern, zu Naturwäldern, wie man sie sich so in diesen
- 55:15Arno: Arno: Geschichten eben vorstellt.
- 55:17Eugen: Eugen: Das ist definitiv hier auch so, das meiste ist Kulturwald.
- 55:21Arno: Arno: Ja, genau. Und was ich noch angelesen hatte, war dann noch ein anderes Buch.
- 55:28Arno: Arno: Jetzt wollte ich gerade gucken auf den Titel, nämlich The Forest and the Ecogothic
- 55:33Arno: Arno: The Deep Dark Woods in the Popular imagination.
- 55:36Arno: Arno: Und da wird tatsächlich werden da drei, ja Hauptnarrative festgehalten.
- 55:43Arno: Arno: Im Horror zum Beispiel weil man von Wald spricht, nämlich.
- 55:46Arno: Arno: Das eine ist der Wald als lebendes Wesen, und das zweite ist der Wald als natürliches
- 55:52Arno: Arno: Habitat für Monster.
- 55:54Arno: Arno: Und drittens der Wald als gefährlicher Ort, um dort als Mensch zu leben oder um dort
- 56:00Arno: Arno: niederzusiedeln.
- 56:02Eugen: Eugen: Genau. Also das sind ja so Urerzählungen, die und das ist ja auch eine lustige, eine
- 56:08Eugen: Eugen: lustige Umkehr, dass der Wald jetzt etwas Verlockendes für uns wurde, weil ich erinnere
- 56:12Eugen: Eugen: mich noch an einen meiner ersten Guide Readings an der Uni, wo ich dann auch an das
- 56:20Eugen: Eugen: mir als Tutor begleitet habe mit Studentinnen.
- 56:22Eugen: Eugen: Da ging es um Reiseberichte aus der frühen Neuzeit und alle, also sehr vieles, was wir
- 56:26Eugen: Eugen: heute als schön wahrnehmen, also ein unberührter Wald, Wasserfälle, das Meer waren
- 56:33Eugen: Eugen: damals überhaupt keine attraktiven Orte, weil das waren gefährliche Orte, das war
- 56:37Eugen: Eugen: hässlich, das war grauslich, weil hier lauerte Gefahr, hier lauerte der Tod.
- 56:41Eugen: Eugen: Und im Gegensatz dazu wunderschön fand man, sobald man in die Toskana gekommen ist und
- 56:45Eugen: Eugen: ein Feld nach dem anderen kam, also die Kultur überhandgenommen hat.
- 56:49Eugen: Eugen: Also da haben wir eine eine Rückwende, die halt jetzt auch diese Orte nachträglich
- 56:55Eugen: Eugen: romantisiert. Und wie du auch gesagt hast, ist ja ein Kulturwald mittlerweile da.
- 56:58Eugen: Eugen: Das ist ja nicht der gefährliche Urwald, wo weiß Gott was auf dich warten kann.
- 57:03Arno: Arno: Ja, das passt auch ganz gut in unsere Zeit.
- 57:05Arno: Arno: Ich beschäftige mich ja auch viel mit Selbstoptimierung, Technisierung des Selbst
- 57:09Arno: Arno: usw solchen Geschichten.
- 57:11Arno: Arno: Und so wie ich das verstanden habe, ist auch der Wald mittlerweile eben auch ein
- 57:17Arno: Arno: Instrument von vielen in diesen Prozessen der Selbstoptimierung.
- 57:20Arno: Arno: Man geht in den Wald, um glücklich zu werden, um diese besondere Waldluft zu atmen,
- 57:26Arno: Arno: um dann noch effizienter in der Alltagswelt Arbeitswelt.
- 57:30Arno: Arno: Ja.
- 57:31Eugen: Eugen: Das ist eine Waldbaden wird das genannt, auch Waldbaden.
- 57:34Eugen: Eugen: Genau das ist, finde ich ja auch gut.
- 57:38Arno: Arno: Funktioniert auch. Ja, ja, wenn es.
- 57:39Eugen: Eugen: Dann wieder instrumentalisiert wird, damit wir noch besser Robotern können, dann ja.
- 57:43Eugen: Eugen: Aber das Thema haben wir bei Spielen auch.
- 57:45Arno: Arno: Aber ich finde es eben spannend, dass es diese Konstruktionen gibt.
- 57:48Arno: Arno: Und wenn man sich über diese Konstruktionen auch bewusst wird, wie vielschichtig Wald
- 57:52Arno: Arno: eigentlich ist als Ideenkonstrukt.
- 57:56Eugen: Eugen: Und unsere Faszination halt ein bisschen hinterfragen.
- 57:58Eugen: Eugen: Das heißt ja nicht, dass wir nicht mehr genießen können.
- 58:00Eugen: Eugen: Ich liebe den Wald. Ich habe auch das große Glück, hier direkt neben dem Wald zu wohnen.
- 58:04Eugen: Eugen: Und wenn ich 15 Minuten laufe, bin ich im Wald.
- 58:07Eugen: Eugen: Keinem Urwald natürlich.
- 58:08Eugen: Eugen: Neben der 2 Millionen Einwohner Stadt ist kein Urwald, aber der riesige Wienerwald
- 58:14Eugen: Eugen: einer der größten zusammenhängende Wälder in Zentraleuropa.
- 58:17Eugen: Eugen: Ich habe noch zwei Sachen, die ich sagen wollte zum Wald.
- 58:19Eugen: Eugen: Also das eine ist der Ausgangspunkt diesmal war kein Computerspiel, sondern ich habe auch
- 58:24Eugen: Eugen: angefangen, wieder mit großer Begeisterung Brettspiele zu spielen.
- 58:28Eugen: Eugen: Mit einem Freund, mit Steven Neron, der da ein sehr dankbarer Brettspielpartner ist vor
- 58:33Eugen: Eugen: Ort. Ähm, aber ich kann halt nicht aus mir raus.
- 58:36Eugen: Eugen: Ich möchte auch dazu kurz Überlegungen anstellen.
- 58:39Eugen: Eugen: Und jetzt habe ich Sagaland gespielt, weil ein Ziel von mir ist, alle Spiele des Jahres
- 58:43Eugen: Eugen: gespielt zu haben. Weil ich mir auch denke, das ist auch eine super Quelle für Kultur und
- 58:49Eugen: Eugen: aber auch Ideologie der Zeit, weil wir haben von 1979 bis jetzt jedes Jahr hat eine Jury
- 58:53Eugen: Eugen: das Spiel des Jahres gewählt und es ist schon faszinierend, was da gewählt wurde.
- 58:58Eugen: Eugen: Und 82 wurde es eben Sagaland, Dass viele, die so alt sind wie wir kennen.
- 59:03Eugen: Eugen: Weil das ist so ein klassisches Ravensburger Spiel, das bei vielen zu Hause war.
- 59:07Eugen: Eugen: Das war für mich auch so ein Sehnsuchtsort, das hatten wir selbst nie.
- 59:10Eugen: Eugen: Meine Eltern waren nicht sehr affin, was Brettspiele angeht, aber ich habe es bei
- 59:13Eugen: Eugen: Freunden gesehen und das hatte halt am Cover so ein wunderschönes, oder Ich fand es
- 59:17Eugen: Eugen: wunderschön, so eine romantische Zeichnung von einem Wald und in der Mitte war so ein
- 59:22Eugen: Eugen: Fachwerkdörfchen.
- 59:26Arno: Arno: Also ich kenne es jetzt nicht.
- 59:27Arno: Arno: Kannst du mal ganz kurz erklären, worum es überhaupt geht?
- 59:31Eugen: Eugen: Das Spiel ist dann eigentlich ein ähm, Ach, es ist gar nicht so weit weg von Mensch
- 59:36Eugen: Eugen: ärgere dich nicht, weil man würfelt einfach um voranzukommen.
- 59:38Eugen: Eugen: Aber es hat diesen kleinen Twist, dass man.
- 59:40Eugen: Eugen: Immer wieder kommt man an einer Tanne vorbei.
- 59:42Eugen: Eugen: Wenn man direkt auf einem Feld der Tanne landet, kann man sie umdrehen und sieht
- 59:46Eugen: Eugen: darunter ein Bild aus einem Märchen.
- 59:48Eugen: Eugen: Das muss man sich selbst merken, weil es liegt im Schloss, das es auch gibt.
- 59:52Eugen: Eugen: So ein bisschen Neuschwanstein, ähm, immer ein Märchen auf und man muss dorthin als
- 59:58Eugen: Eugen: erster dorthin kommen.
- 59:59Eugen: Eugen: Und wenn man dann weiß, unter welcher Tanne das richtige, ähm Bildchen ist, dann kriegt
- 1:00:05Eugen: Eugen: man diese Karte. Und ich glaube drei Karten hat hat gewonnen.
- 1:00:07Eugen: Eugen: Also eine Mischung aus Fang den Hut und Memory also recht simpel, aber recht elegant
- 1:00:14Eugen: Eugen: ist, finde ich auch noch immer. Vor allem mit Kindern macht es Spaß und ist kurzweilig
- 1:00:19Eugen: Eugen: und ich finde es ist sehr gut balanciert.
- 1:00:20Eugen: Eugen: Also das Spielmechanik funktioniert gut, die verwendet den Wald ja nicht sehr, muss ich
- 1:00:25Eugen: Eugen: aber sagen dazu also da der ist wirklich da nur mehr Setting aber das halt sehr geschickt
- 1:00:31Eugen: Eugen: gemacht aber Und was ich spannend finde ist, dass da halt dieses Bild aus den 80er Jahren,
- 1:00:36Eugen: Eugen: das war das klassische das Gemälde vom Wald.
- 1:00:40Eugen: Eugen: Dunkles Grün, sattes Grün, dann ein bisschen Felder und ein Dorf.
- 1:00:43Eugen: Eugen: Also wirklich sehr, sehr einfach zu decodieren als romantisches Gemälde.
- 1:00:48Eugen: Eugen: Und dann gab es eine Neuauflage in diesem Jahrtausend und da ist das alles weg.
- 1:00:52Eugen: Eugen: Da sieht das jetzt aus wie eine, Das klingt ein bisschen böse, aber das ist das, was bei
- 1:00:56Eugen: Eugen: mir erweckt. Es gab einige Zeit lang so billigere, produzierte Märchenbücher für
- 1:01:01Eugen: Eugen: Kinder, die Irrsinnige glitzert haben und wo alles in so knallrosa und knall türkis, äh
- 1:01:07Eugen: Eugen: lila. Also diese Farben waren da so dominant und das wurde jetzt reframt und so gemacht.
- 1:01:13Eugen: Eugen: Und es ist auch gar kein Wald mehr drauf, sondern es sind halt, es ist ein kleiner
- 1:01:15Eugen: Eugen: Sumpf drauf, noch ein Sumpf, ein Wasser, eine Brücke, ein Lebkuchenhäuschen.
- 1:01:20Eugen: Eugen: Das Lebkuchenhäuschen gab es auch vor im Wald.
- 1:01:21Eugen: Eugen: Oder war es versteckt? Da war es nicht so dominant und jetzt glitzert alles und ist
- 1:01:25Eugen: Eugen: eigentlich also diese Attraktivität ist bitte.
- 1:01:28Arno: Arno: Der ist jetzt kultiviert der Wald.
- 1:01:30Eugen: Eugen: Naja ja, es ist kultiviert und er wirkt schon wie ein Wald mit
- 1:01:34Eugen: Eugen: Aufmerksamkeitsdefizit. Weil es ist so wie in vielen Computerspielen.
- 1:01:37Eugen: Eugen: Auf jeden Quadratzentimeter passiert urviel.
- 1:01:39Eugen: Eugen: Also da hat man keine ruhige Fläche und da finde ich, geht halt, da merkt man den
- 1:01:43Eugen: Eugen: Unterschied von einem Setting, einem ästhetischen, das ja sonst spielmechanisch
- 1:01:48Eugen: Eugen: keine große Rolle spielt, weil das Spiel dadurch für mich nicht mehr funktioniert.
- 1:01:53Eugen: Eugen: Also es ist, es ist jetzt runtergebrochen, es ist jetzt für mich funktioniert so, wie
- 1:01:56Eugen: Eugen: wenn man das halt abstrakt auf einer Mondrian Fläche zum Beispiel gemacht hätte.
- 1:02:00Eugen: Eugen: Eventuell würde das sogar besser funktionieren als diese diese picksüßen
- 1:02:04Eugen: Eugen: Lebkuchenfantasie. Und das hat mich dazu angeregt, mich damit zu beschäftigen.
- 1:02:11Eugen: Eugen: Warum hat mich der Wald so fasziniert?
- 1:02:13Eugen: Eugen: Bin ich so ein bisschen durchgegangen und es war halt gutbürgerliches Haus aufgewachsen.
- 1:02:17Eugen: Eugen: Da hängen überall Waldgemälde rum aus der Zeit, weil man das halt so hat.
- 1:02:21Eugen: Eugen: Die habe ich auch sehr geliebt. Da habe ich immer so ein bisschen geträumt.
- 1:02:24Eugen: Eugen: Und dann habe ich halt eine Hypothese aufgestellt.
- 1:02:27Eugen: Eugen: Und das Interessante war, dass ich extrem viel Feedback bekommen habe, dass sehr viele
- 1:02:31Eugen: Eugen: und die waren fast alle gleichaltrig genau das Gleiche empfunden haben.
- 1:02:34Eugen: Eugen: Also auch da war immer dieses Cover.
- 1:02:36Eugen: Eugen: Der Wald war ganz wichtig und das neue Cover hat total verstört.
- 1:02:41Arno: Arno: Ach, ich habe mit dem Wald ganz andere Assoziationen.
- 1:02:44Arno: Arno: Das liegt aber auch daran, dass ich aus einer Landwirtschaft komme.
- 1:02:48Eugen: Eugen: Bei dir hat der Wald eine Funktion abseits von Ich genieße meine Freizeit.
- 1:02:53Arno: Arno: Jein. Aber ich war halt wirklich arbeitsmäßig dann zumindest oft dabei als Kind.
- 1:03:00Arno: Arno: Und man hat dann viel im Wald rumgehangen und hat auch so diese Gerüche, wenn man mit
- 1:03:06Arno: Arno: der Motorsäge da.
- 1:03:07Arno: Arno: Also habe ich nicht selber gemacht, sondern mein Vater.
- 1:03:10Arno: Arno: Die Bäume dann umgesägt hat oder sowas.
- 1:03:14Arno: Arno: Das hat glaube ich noch mal eine ganz andere Dimension oder eine anderen Zugang.
- 1:03:19Arno: Arno: Einfach der auch anders funktioniert?
- 1:03:22Eugen: Eugen: Ja, definitiv. Also ich glaube, das funktioniert dann, wie du gesagt hast, ganz
- 1:03:27Eugen: Eugen: anders. Sobald er eben noch eine Funktion erfüllt, ist er einfach, kann er nie so
- 1:03:32Eugen: Eugen: reiner Sehnsuchtsort sein.
- 1:03:34Eugen: Eugen: So wie halt für uns weiße, nicht weiße Strände in der Karibik Sehnsuchtsort sind.
- 1:03:39Eugen: Eugen: Und wenn man dort vor Ort wohnt und dort arbeitet, geht es gar nicht im Tourismus,
- 1:03:44Eugen: Eugen: sondern auch eine andere Funktion erfüllt.
- 1:03:46Eugen: Eugen: Dann glaube ich, wird das alles ganz anders.
- 1:03:48Arno: Arno: Also es gibt da schon so eine nostalgische Ebene mittlerweile, weil weil ich
- 1:03:53Arno: Arno: mittlerweile ja nicht mehr in der Landschaft Landwirtschaft lebe, sondern schon eher im
- 1:03:58Arno: Arno: urbanen Raum. Und wie das dann so ist mit Kindheitserinnerungen, das wird dann so, so
- 1:04:04Arno: Arno: ein bisschen verklärt und b auch eben so ein bisschen kontrastiert mit dem eigenen Leben.
- 1:04:11Arno: Arno: Was man mittlerweile hat und das hat, ist mittlerweile schon eher eine positive
- 1:04:18Arno: Arno: Erinnerung. Hätte ich jetzt damals nicht so gesagt, aber ja, gut, aber dieses Nutzdenken,
- 1:04:24Arno: Arno: das sehr wahrscheinlich auch was, was es ansonsten in Spielen eher die Hauptrolle
- 1:04:28Arno: Arno: spielt. Also wenn ich so an an irgendwelche City Builder denke, wo man dann Holz
- 1:04:33Arno: Arno: produzieren muss oder so.
- 1:04:35Arno: Arno: Also ich habe den Eindruck, dass dieses mythische Wesen Wald da eigentlich gar nicht
- 1:04:40Arno: Arno: so eine Rolle spielt, oder?
- 1:04:43Arno: Arno: Ah ja.
- 1:04:44Eugen: Eugen: Also sobald wir bei diesen Aufbauspielen sind Wirtschaftssimulationen ja.
- 1:04:51Eugen: Eugen: Jein. Ich habe trotzdem immer gerne.
- 1:04:53Eugen: Eugen: Sobald ich Wälder pflanzen konnte, hatte ich dann immer, auch wenn sie nicht nützlich
- 1:04:56Eugen: Eugen: waren, immer mehr schönen Wald irgendwo hingepflanzt.
- 1:04:59Eugen: Eugen: Aus ästhetischen Gründen.
- 1:05:01Eugen: Eugen: Und ein Beispiel, das mir noch einfällt.
- 1:05:03Eugen: Eugen: Ein Spiel, das ich sonst selten lobe, weil ich sehr vieles daran sehr problematisch
- 1:05:08Eugen: Eugen: finde, nämlich Kingdom Come Deliverance, der laut eigener Angabe Was, was ist noch mal das
- 1:05:14Eugen: Eugen: einzige authentische Spiel über das übers Mittelalter?
- 1:05:18Arno: Arno: Er hat das Wort gesagt.
- 1:05:19Eugen: Eugen: Ja, Ja. Einmal pro pro Folge.
- 1:05:23Eugen: Eugen: Aber was super funktioniert, das finde ich am Waldspaziergang, weil das ist die Gegend
- 1:05:28Eugen: Eugen: zieht noch dazu genauso aus wie das Waldviertel in Niederösterreich, das ich
- 1:05:31Eugen: Eugen: recht gut kenne. Und das ist herrlich.
- 1:05:34Eugen: Eugen: Also das habe ich geliebt in dem Spiel einfach im Wald spazieren zu gehen, weil dann
- 1:05:38Eugen: Eugen: haben Sie auch sehr liebevoll und sehr schön inszeniert.
- 1:05:41Eugen: Eugen: Ja, sobald ich was machen musste im Wald, hat es nicht mehr funktioniert.
- 1:05:44Eugen: Eugen: Also irgendwann war. Da habe ich irgendeinen lächerlich blöden Adeligen begleitet auf der
- 1:05:48Eugen: Eugen: Jagd. Der ist von Anfang an auf die Nerven gegangen und da musste ich einen Hasen jagen.
- 1:05:52Eugen: Eugen: Also da wollte mich das Spiel halt zwingen, auf einen Hasen zu schießen, Dachte ich mir.
- 1:05:56Eugen: Eugen: Okay, und danke realistischer Spielmechanik.
- 1:06:00Eugen: Eugen: Aber es ist gut gemacht hat.
- 1:06:01Eugen: Eugen: Es ist halt sehr realistisch umgesetzt, wie es aussähe, wenn Dr.
- 1:06:05Eugen: Eugen: Eugen Pfister mit einem Bogen versucht, einen Hasen zu schießen, der 10 Meter weg
- 1:06:08Eugen: Eugen: ist. Wir hatten am Ende einen Hasen, der völlig unbekümmert irgendwo in einer Lichtung
- 1:06:12Eugen: Eugen: saß, und rund um ihn herum lagen 20 Pfeile, weil ich.
- 1:06:15Eugen: Eugen: Ich glaube, kein einziger-
- 1:06:16Arno: Arno: Der Hase ist aber nicht weggelaufen.
- 1:06:18Eugen: Eugen: Nein, der Hase, der wusste halt, worauf er sich da einlässt.
- 1:06:21Eugen: Eugen: Er wollte sich spüren.
- 1:06:24Arno: Arno: Ja, aber so ein Spiel habe ich auch.
- 1:06:27Arno: Arno: Natürlich bei mir.
- 1:06:28Arno: Arno: Wie sollte es anders sein.
- 1:06:29Arno: Arno: Red Dead Redemption II, das hat auch wunderschöne Wälder hat auch diese
- 1:06:35Arno: Arno: Sumpfwälder und wie das Licht dann damit spielt und das ist so in diesen ganzen
- 1:06:41Arno: Arno: Spielen kommt glaube ich dieses diese Erhabenheit der Natur, die ja auch ein
- 1:06:45Arno: Arno: eigener Mythos ist, kommt da auch wahnsinnig gut durch.
- 1:06:49Arno: Arno: Also wo man wirklich gerne langsam und genießend die Waldspaziergänge gemacht und
- 1:06:57Arno: Arno: das Waldbaden, das du schon erwähnt hast, nur eben virtuell.
- 1:07:01Eugen: Eugen: Ja, also wenn man den Rest des Spieles ignoriert, kann ich ging dann kam Deliverance
- 1:07:04Eugen: Eugen: fürs Waldbaden empfehlen und ich würde vorschlagen, dass wir es versuchen jetzt da
- 1:07:09Eugen: Eugen: elegant zu beenden.
- 1:07:11Eugen: Eugen: Hast du eine gute Idee dafür?
- 1:07:13Arno: Arno: Niemals. Aber es war wie immer eine Freude.
- 1:07:17Eugen: Eugen: Leute, es war eine große Freude.
- 1:07:19Eugen: Eugen: Es macht. Es macht wirklich, wirklich große Freude, mit dir da zu reden und nochmal
- 1:07:22Eugen: Eugen: nachzudenken.
- 1:07:23Arno: Arno: Unbedingt. Und wir sprechen uns.
- 1:07:25Arno: Arno: Abgesehen natürlich, dass wir uns sowieso dauernd sprechen, dann in einem Monat wieder
- 1:07:30Arno: Arno: oder.
- 1:07:31Eugen: Eugen: So machen wir das. Das wäre dann der September September.
- 1:07:35Arno: Arno: Genau. Und ihr findet wie immer alle interessanten Sachen in den Shownotes und
- 1:07:42Arno: Arno: lasst uns gerne eure Kommentare, aber vielleicht auch Themenwünsche oder worüber
- 1:07:48Arno: Arno: wir sonst noch sprechen könnten, da.
- 1:07:50Arno: Arno: Wir sind für alles offen und freuen uns auf euren Input und ich hoffe, ihr habt noch
- 1:07:56Arno: Arno: einen schönen Sommer. Macht's gut, ihr Lieben.
- 1:07:59Arno: Arno: Tschüss.