Latest / Kritische Controller / Demokratischer Oktopoden-Blues
Transcript
- ::cue(v[voice="Arno Görgen"]) { color: cyan } ::cue(v[voice=""]) { color: red } ::cue(v[voice="Eugen"]) { color: yellow }
- 0:43Musik: Musik: (Intro-Musik)
- 1:14Eugen Pfister: Eugen Pfister: Guten Morgen, Arno.
- 1:16Arno Görgen: Arno Görgen: Hallo, Eugen.
- 1:17Eugen Pfister: Eugen Pfister: Es ist 8:21. Wir sitzen gemeinsam an einem Ort.
- 1:22Arno Görgen: Arno Görgen: Es ist viel zu früh.
- 1:23Eugen Pfister: Eugen Pfister: Nein. 8:21. Ist das schon okay? Aber wir haben ja schon gemeinsam gefrühstückt.
- 1:28Eugen Pfister: Wir sind beide in Bern.
- 1:30Arno Görgen: Arno Görgen: Gerade wie Rockstars machen wir Podcasts in Hotelzimmern?
- 1:35Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, es fühlt sich auch ein bisschen so an, ich habe es schon fotografisch festgehalten.
- 1:39Eugen Pfister: Ja, und werde das posten. Ja, gut.
- 1:43Eugen Pfister: Worüber wollen wir heute reden? Wir haben uns lange, lange vorbereitet.
- 1:47Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, Ich habe auch die ganze Nacht nicht geschlafen deswegen.
- 1:51Arno Görgen: Und wir sprechen. Also, wir haben ja unsere wunderbaren Drei Abschnitte eines Hard Work in der Hard
- 2:01Arno Görgen: Work sprechen über Aktuelles, was wir wirklich gerade bearbeiten.
- 2:05Arno Görgen: Da wollten wir sprechen über zum.
- 2:07Eugen Pfister: Eugen Pfister: Einen Konferenzen, Konferenzvorbereitung, weil wir jeweils gerade Konferenzen vorbereitet haben und zum anderen über die
- 2:17Eugen Pfister: Auslegeordnung. Etwas typisch Schweizerisches in der Forschung, das uns beiden neu war,
- 2:24Eugen Pfister: als wir an der HKB nach Bern gekommen sind.
- 2:26Eugen Pfister: Aber was wir mittlerweile, glaube ich, beide sehr genießen, das werden wir ein bisschen vorstellen.
- 2:31Eugen Pfister: Und dann würden wir übergehen zu den Softworks, und zwar zu den Filmen,
- 2:36Eugen Pfister: die wir gesehen haben, den Spielen, die wir gespielt haben, die Bücher,
- 2:39Eugen Pfister: die wir gelesen haben.
- 2:41Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, da sage ich jetzt nichts.
- 2:43Eugen Pfister: Eugen Pfister: Da stellen wir dann einfach.
- 2:44Arno Görgen: Arno Görgen: Einfach überraschend für uns alle.
- 2:46Eugen Pfister: Eugen Pfister: Und zuletzt kommt es zur Antragserotik.
- 2:49Eugen Pfister: Ein wunderschöne.
- 2:51Arno Görgen: Arno Görgen: Erotik.
- 2:52Eugen Pfister: Eugen Pfister: Wo es aber um ein Na ja, ernsteres Thema geht.
- 2:57Eugen Pfister: Also wir waren schon ein bisschen inspiriert von den interessanten,
- 3:02Eugen Pfister: durchaus herausfordernden Zeiten.
- 3:03Arno Görgen: Arno Görgen: Aber das Thema nimmt doch niemand mehr ernst.
- 3:07Arno Görgen: Super Anleitung, gute Anleitung.
- 3:08Eugen Pfister: Eugen Pfister: Das nenne ich das Problem. Also wir wollen reden über Demokratie, Demokratieverständnis,
- 3:13Eugen Pfister: Demokratieskepsis und das in digitalen Spielen.
- 3:17Arno Görgen: Arno Görgen: Richtig? Ja. Soll man loslegen mit der harten Arbeit?
- 3:21Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, Wir hauen uns da rein. Arno, fang du an mit deiner Konferenz, dann komme ich mit meiner Konferenz.
- 3:27Eugen Pfister: Und dann machen wir gemeinsam eine Auslegeordnung.
- 3:30Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, also mir ging es vor allem darum, dass man überhaupt mal generell darüber spricht.
- 3:37Arno Görgen: Warum sollte man überhaupt Tagungen machen und wie organisiert man die?
- 3:43Arno Görgen: Also die meisten werden das schon irgendwann mal gemacht haben, die im akademischen Bereich tätig sind.
- 3:49Arno Görgen: Aber für andere ist das vielleicht völliges Neuland.
- 3:52Arno Görgen: Und Ja, und dann stellt sich eben auch drittens die Frage Wie bezahlt man den Quatsch?
- 4:01Arno Görgen: Und da haben wir beide eben auch jetzt zuletzt.
- 4:04Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, also ich dachte mir auch, dass wir jetzt nicht genau erzählen, was wir jetzt vorhaben, weil ich weiß nicht,
- 4:08Eugen Pfister: wie interessant das ist, aber halt so ein bisschen dieses Jetzt haben wir doch schon seit also vermutlich in die
- 4:14Eugen Pfister: Richtung von zwei Jahrzehnten waren wir auf Konferenzen zuerst, dann haben wir auch viele Sachen selbst organisiert.
- 4:19Eugen Pfister: Es gibt doch Sachen, die man lernen kann. Ich habe mittlerweile auch sehr dezidierte Meinungen in gewissen Formaten gegenüber.
- 4:25Eugen Pfister: Also es gibt vieles, was ich nicht mag an Konferenzen und.
- 4:29Arno Görgen: Arno Görgen: Wie viele Tagungen oder Konferenzen hast du denn schon selber organisiert?
- 4:34Eugen Pfister: Eugen Pfister: Für sowas müsste man sich vorbereiten, dass ich dann sage ach und.
- 4:37Arno Görgen: Arno Görgen: Pi mal Daumen.
- 4:38Eugen Pfister: Eugen Pfister: Weil jetzt muss ich erstmal so herumreden, während ich nachdenke ich würde sagen,
- 4:41Eugen Pfister: es waren jetzt gar nicht so viele, aber sechs oder sieben werden es gewesen sein.
- 4:46Eugen Pfister: Ich vergesse da immer ein paar. Ich vergesse immer eine, die ich auch in Maastricht zur europäischen Integration organisiert habe.
- 4:53Eugen Pfister: Und die allererste war ein kleiner Workshop in Trient.
- 4:55Eugen Pfister: Das war sehr nett, weil das waren wirklich nur. Es war ein bisschen wie eine Konferenz,
- 5:00Eugen Pfister: aber es waren nur sieben oder acht Leute und ich glaube, vier Vorträge.
- 5:03Eugen Pfister: Und dann wurde daraus ein Sammelband einer Zeitschrift. Das waren eine gute Einübung und ich muss sagen,
- 5:09Eugen Pfister: im Nachhinein gesehen noch immer einer meiner liebsten Workshops, weil es so stringent war.
- 5:16Eugen Pfister: Also es war wirklich zusammenhängend, es hat total Sinn gemacht.
- 5:19Eugen Pfister: Jeder Vortrag hat sich auf den anderen bezogen, weil da kommen wir vielleicht schon zu einem Kritikpunkt,
- 5:25Eugen Pfister: den ich habe bei vielen Konferenzen, der sehr natürlich geschieht dieses Kraut und Rüben Ding.
- 5:31Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, das liegt ja wahrscheinlich auch ein bisschen daran, dass man die meisten Konferenzen so organisiert,
- 5:36Arno Görgen: dass man einen Call for Vorträge raushaut.
- 5:42Eugen Pfister: Eugen Pfister: Call for Participation, so heißt das.
- 5:46Arno Görgen: Arno Görgen: Und dann natürlich auch darauf angewiesen ist, was die Leute dann einreichen.
- 5:52Arno Görgen: Und das ist einfach nichts in einem.
- 5:56Arno Görgen: Auf einer Linie? Unbedingt.
- 5:58Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, also das ist also das ist wirklich das, was mich am meisten irritiert bei Konferenzen.
- 6:03Eugen Pfister: Gut, es gibt zum einen Konferenzen, die haben schon so ein Kraut und Rüben Thema, das ist so, ich weiß nicht, macht gestern,
- 6:08Eugen Pfister: heute und morgen und da ist dann einfach alles drinnen und das Ding ist,
- 6:15Eugen Pfister: ich finde das vielleicht auch eine Alterserscheinung. Ich finde es auch sehr schwierig, wenn wir eine normale Konferenz
- 6:20Eugen Pfister: nehmen, sie so zwei Tage dauert wirklich die zwei Tage durch konzentriert aufzupassen,
- 6:25Eugen Pfister: was ich schon gerne machen würde.
- 6:26Arno Görgen: Arno Görgen: Also mir geht es auch ein bisschen so, aber ich empfinde das eigentlich auch als großen Gewinn bei gerade so
- 6:33Arno Görgen: zusammengewürfelten Konferenzen, dass man auch einfach ab und zu auf Vorträge hört,
- 6:39Arno Görgen: die man sonst nie gehört hätte und die dann einen so umhauen und einfach Spaß machen.
- 6:46Arno Görgen: Also mir ist schon klar, dass dann viel Sachen dabei sind, die einfach nicht innerhalb meines meiner
- 6:54Arno Görgen: Interessenslagen sind. Aber diese, sagen wir mal 10 %, die dann so herausstechen,
- 7:00Arno Görgen: die sind das dann schon wert, finde ich.
- 7:02Eugen Pfister: Eugen Pfister: Das ist ein sehr guter Punkt und ich meine, das suche ich ja auch auf Konferenzen,
- 7:06Eugen Pfister: dass ich irgendwie aus meiner Komfortzone genommen werde oder auch was Neues lerne.
- 7:10Eugen Pfister: Also dass ich nicht einfach nochmal höre, was ich eh schon gelesen habe von Personen,
- 7:14Eugen Pfister: die ich eh schon gut kenne und schätze, sondern dass ich dann theoretisch was von antike Forscherinnen höre,
- 7:21Eugen Pfister: wo ich mir denke, das ist ja extrem spannend und das kann ich auch anwenden. Aber das ist.
- 7:26Eugen Pfister: Dafür braucht es ja auch eine gute Organisation.
- 7:29Eugen Pfister: Ich merke sehr, dass es viel, glaube ich, davon abhängt, dass das es gut eingebettet ist.
- 7:37Eugen Pfister: Ich weiß nicht, ob ich das gerade gut rüberbringen.
- 7:39Eugen Pfister: Es Bei Konferenzen hängt sehr viel davon ab, wie sie organisiert, wie sie durchstrukturiert sind.
- 7:44Eugen Pfister: Also das organisiert ja auch so ein Thema, können wir auch sagen, aber dieses strukturiert das ja wie ein Buch
- 7:50Eugen Pfister: aufgebaut. Fangen wir vielleicht so an Ähm, und da gibt es auch viele Sachen,
- 7:54Eugen Pfister: die sich eingespielt haben, die ich jetzt aber zusehends hinterfrage.
- 7:58Eugen Pfister: Also klassisch ist zum Beispiel das Panel, dass du drei Vorträge zusammenpfropft und die müssen dann miteinander auskommen.
- 8:06Eugen Pfister: Die haben dann oft entweder eigene Fragerunden oder gemeinsame Fragerunden.
- 8:10Eugen Pfister: Gemeinsame Fragerunden sind schon sehr schwierig, finde ich immer bei drei Panels,
- 8:14Eugen Pfister: weil klassischerweise der erste Vortrag dann schon ein bisschen in Vergessenheit geraten.
- 8:18Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, wobei eigentlich das ja auch fast der einzige Weg ist, warum dann auch so ein Panel auch Sinn macht Im Endeffekt,
- 8:24Arno Görgen: weil das die Klammer sein könnte, wo man die dann wirklich zusammenbringt.
- 8:28Eugen Pfister: Eugen Pfister: Genau, weil wenn Sie jeder ihre eigene Fragerunde haben, dann könnte man eigentlich auch diese Panelstruktur schmeißen und nur
- 8:33Eugen Pfister: noch einzelne Vorträge machen, was ich ja teilweise auch gerne mal ausprobieren würde.
- 8:38Eugen Pfister: Also das. Oder kommen wir vielleicht dorthin?
- 8:41Eugen Pfister: Konferenzen sind irgendwie, haben sich sehr, sehr eingespielt.
- 8:45Eugen Pfister: Das ist wahrscheinlich schon lange vor unserer Zeit entstanden, dass dieses Modell sich durchgesetzt hat. Und
- 8:50Eugen Pfister: ich stelle es aber zunehmend in Frage.
- 8:52Eugen Pfister: Eben aus so praktischen Sachen wie dass die Aufmerksamkeitsspanne bei mir runtergeht.
- 8:57Eugen Pfister: Das ist sehr anstrengend. Zwei Tage durchgehend aufmerksam zu sein,
- 9:00Eugen Pfister: Ich weiß nicht. Dann dauern sie. Also wenn es, wenn man Glück hat,
- 9:03Eugen Pfister: nur sechs Stunden und keine acht Arbeitsstunden.
- 9:06Eugen Pfister: Weil das kann niemand aufpassen. Ähm, ein Punkt, den man auch ansprechen kann.
- 9:10Eugen Pfister: Es gibt ja das Unding. Also, was ich sehr hasse, sind große Konferenzen,
- 9:14Eugen Pfister: die mehrere Tracks gleichzeitig haben.
- 9:16Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, da bist du immer am Rasen und am Rand.
- 9:19Eugen Pfister: Eugen Pfister: Das ist. Das sehe ich nicht ein, weil wenn ich dann auf einer Konferenz bin,
- 9:22Eugen Pfister: möchte ich irgendwie auch tatsächlich alles hören und sehen, damit ich so wie du es gesagt hast,
- 9:26Eugen Pfister: was Neues höre. Weil sonst. Also auf der vorletzten Digga habe ich dann einfach geschaut,
- 9:31Eugen Pfister: dass ich einfach alle Kolleginnen, die ich kenne und schätze, abklappere.
- 9:35Eugen Pfister: Ja, und dann hatte ich, war ich halt immer in einem von fünf gleichzeitig stattfindenden Panels und habe
- 9:40Eugen Pfister: so viel versäumt. Also wirklich.
- 9:42Arno Görgen: Arno Görgen: Und es ist auch einfach so! Also es ist gegenüber den Vortragenden finde ich nicht fair.
- 9:47Arno Görgen: Also man muss jetzt wieder. Ich muss jetzt wieder ein Trauma aufarbeiten.
- 9:53Arno Görgen: Nein, ich war bei einem der frühen Games Barcamps.
- 9:58Arno Görgen: So ähnlich hieß das glaube ich. Und das war eben auch mit mehreren Tracks und ich hatte einen Vortrag.
- 10:08Arno Görgen: Und zeitgleich dazu hatte der große Kulturwissenschaftler Christian Huberts einen Vortrag,
- 10:13Arno Görgen: den natürlich alle kannten und super finden.
- 10:15Arno Görgen: Ich war eher zu dem Zeitpunkt noch sehr unbekannt und bei mir waren dann ganze drei Leute,
- 10:21Arno Görgen: die da zugehört haben, während der andere Raum gerappelt voll war.
- 10:24Arno Görgen: Und was natürlich super ist für Christian, der.
- 10:29Arno Görgen: Ja, ja, der Vortrag war mit Sicherheit super, aber für mich war es halt echt scheiße,
- 10:33Arno Görgen: weil ja, bei mir saßen halt drei Leute und das waren alle aus dem Organisationsteam,
- 10:39Arno Görgen: die da saßen. Da war eigentlich niemand daran interessiert, was ich gemacht habe. Und das meine ich mit unfair.
- 10:44Arno Görgen: Also es ist eigentlich.
- 10:46Eugen Pfister: Eugen Pfister: Proves the point, oder? Das ist, wenn man irgendwie alles drinnen haben will,
- 10:51Eugen Pfister: dann wird es halt schnell unfair.
- 10:52Eugen Pfister: Dann kippen die kippt diese schwierige Balance, die man hat.
- 10:56Eugen Pfister: Ich finde, man müsste ja auch noch auf so Sachen achten wie das Wort Nachwuchs oder halt jüngere Forscherinnen und halt
- 11:04Eugen Pfister: etablierte Forscherinnen das. Also ich bin auch sehr dafür.
- 11:07Eugen Pfister: Für eine Konferenz versuche ich das jetzt die einfach durchzumischen damit nicht so wie die Aurelia es immer sagt,
- 11:13Eugen Pfister: der Katzentisch übrig bleibt. Also Panels mit Nachwuchs, wo dann halt sich ein paar hin verirren,
- 11:18Eugen Pfister: aber eben nicht die, die gekommen sind für die die Keynotes und so,
- 11:22Eugen Pfister: also da ich finde, da wäre es wirklich Zeit, dass wir alle das System ein bisschen hinterfragen und versuchen neu aufzumachen
- 11:29Eugen Pfister: deswegen.
- 11:29Arno Görgen: Arno Görgen: Also ich finde auch solche Panel Diskussionen eigentlich, also man müsste sie irgendwie anders machen,
- 11:36Arno Görgen: aber sie finde ich grundsätzlich von der Idee her schon besser, weil einfach überhaupt Interaktion da ist und vielleicht dadurch
- 11:43Arno Görgen: auch interessanter ist, ihnen zuzuhören.
- 11:46Arno Görgen: Aber da auch da ist es eigentlich immer eine Frage der Moderation.
- 11:49Arno Görgen: Also wie macht man.
- 11:50Eugen Pfister: Eugen Pfister: Das der Moderation und auch der Vorbereitung?
- 11:52Eugen Pfister: Ja, genau. Also es ist halt, es führt kein Weg drum herum, noch mehr Zeit zu investieren. Ich weiß es
- 11:56Eugen Pfister: auch von Konferenzen. Man denkt sich jetzt eh schon so viel Arbeit, die ganzen Proposals zu lesen,
- 12:02Eugen Pfister: zu begutachten, anzunehmen, dann sich vor Ort zu kümmern um die Raummiete und das Catering und all diese schrecklichen
- 12:09Eugen Pfister: Sachen. Und eigentlich müsste man auch gut durchplanen den Inhalt und der kommt oft zu kurz.
- 12:14Eugen Pfister: Also ich fand ja auch so Formate schon wie eure Podiumsdiskussion zu Fallout,
- 12:19Eugen Pfister: wenn es auch wirklich ein bisschen inszeniert ist.
- 12:22Eugen Pfister: Da dachte ich mir auch für die große Abschlusskonferenz von so einem Projekt hätte ich auch gerne mehr durchstrukturiert und vor
- 12:28Eugen Pfister: allem auch Vorgaben an die Vortragenden, sich so einen Fragenkatalog inhaltlich abzuarbeiten.
- 12:34Eugen Pfister: Was natürlich ein bisschen gemein ist für die Vortragenden, aber dann halt die Möglichkeit gibt, dass wirklich sie immer miteinander
- 12:40Eugen Pfister: reden können, weil sie haben halt die gleichen Punkte behandelt, die gleichen Fragen sind sie zumindest
- 12:44Eugen Pfister: angegangen. Das heißt, da ist so ein Leveling da, dass eine Nivellierung,
- 12:49Eugen Pfister: die es erlaubt, auf einem auf Augenhöhe miteinander zu reden.
- 12:52Arno Görgen: Arno Görgen: Ich glaube, ein Problem bei dem Paneldiskussion ist auch, dass den Eindruck,
- 12:57Arno Görgen: also unsere vorlaut Diskussion in Wien war, hat Spaß gemacht.
- 13:01Arno Görgen: Aber ich glaube, es waren zu viele Leute da, also am Podium.
- 13:05Eugen Pfister: Eugen Pfister: Meinst du oder im Publikum?
- 13:06Arno Görgen: Arno Görgen: Also mir wäre eigentlich so was wie was wir was ich mit dem Forschungsapparat gemacht habe.
- 13:13Arno Görgen: Letztes Jahr ein Podcastformat quasi.
- 13:17Arno Görgen: Also wo man wirklich wie wir beide jetzt miteinander redet.
- 13:22Arno Görgen: Das fände ich zu zweit. Das fände ich, glaube ich, viel sinnvoller,
- 13:28Arno Görgen: als einfach zu viele Leute auf einen Haufen zu werfen und zu schütteln und zu gucken,
- 13:32Arno Görgen: was passiert.
- 13:33Eugen Pfister: Eugen Pfister: Das ist ja eigentlich ein guter Punkt, weil alle Vorträge, die jetzt nicht so in akademischen Konferenzen entstehen,
- 13:38Eugen Pfister: sondern ein bisschen sich an ein größeres Publikum richten. Ich denke da an die. Also ich kenne die Wiener Vorlesungen in Wien,
- 13:43Eugen Pfister: aber da gibt es ja Formate überall, die halt sich an ein größeres Publikum wenden. Da hat man ja auch einen Moderator,
- 13:47Eugen Pfister: Moderatorin Und da wird das Gespräch zuerst, also ist der Vortrag und dann ist eigentlich auch so eine Art zwei Personen sitzen auf der
- 13:54Eugen Pfister: Bühne und reden und dann am Ende wird es geöffnet.
- 13:56Eugen Pfister: Und da schaffen wir es ja auch, einen dieser Momente, diesen diese Momente,
- 14:01Eugen Pfister: die bei fast jeder Konferenz, bei fast jedem Vortrag sind und wo halt dann halbprofessionelle Moderatorinnen wie wir
- 14:08Eugen Pfister: halt dann sitzen und sagen so gibt es irgendwelche Fragen dazu.
- 14:11Eugen Pfister: Und ganz oft gibt es halt keine Fragen, weil alle müde sind oder das Thema nicht verstanden haben oder sich nicht trauen.
- 14:17Eugen Pfister: Und dann müsste man da einfach jedes Mal schon drübergehen.
- 14:20Arno Görgen: Arno Görgen: Vielleicht wäre das. Also ich überlege, dass gerade das wirklich so eine Tagung in diesem Podcast Format,
- 14:26Arno Görgen: weil man es dann auch gleich als Podcast verwursten kann oder als für die Öffentlichkeitsarbeit was auch immer.
- 14:34Arno Görgen: Wäre das tatsächlich ein gutes Mittel?
- 14:37Arno Görgen: Also man muss dazu sagen, der Forschungsapero, das war unfassbar viel Arbeit.
- 14:43Arno Görgen: Wir haben da viele, viele Stunden vorher schon investiert, um mit den Vortragenden oder mit den Interviewpartnern zu sprechen,
- 14:49Arno Görgen: wie das Ganze durchstrukturiert wird, welche Inhalte behandelt werden,
- 14:53Arno Görgen: welche Inhalte nicht behandelt werden sollen.
- 14:56Arno Görgen: Und so weiter und so fort. Also es hat wirklich richtig viel Arbeit gekostet,
- 15:00Arno Görgen: aber es hat sich im Endeffekt auch gelohnt, glaube ich.
- 15:03Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ich finde total, ich war ja vor Ort.
- 15:04Eugen Pfister: Also es war. Ich war wirklich gut unterhalten. Das finde ich war der schönste Forschungsapero der HKB,
- 15:09Eugen Pfister: bei dem ich dabei war und der trotzdem aber außergewöhnlich war.
- 15:13Eugen Pfister: Ja.
- 15:13Arno Görgen: Arno Görgen: Ich sag nur Ausdruckstanz, Ausdruckstanz?
- 15:16Eugen Pfister: Eugen Pfister: Genau. Soll man das teasern? Arno und Eugen und das Team von Sea Ludens in Bern.
- 15:22Arno Görgen: Arno Görgen: In hautengen SPAndex.
- 15:24Eugen Pfister: Eugen Pfister: Tanzen Schweizer Spiele. Eventuell wird es nicht ganz so stattfinden.
- 15:29Eugen Pfister: Ähm, ja. Also ich denke auch. Also das ist finde ich ein sehr guter Punkt mit dem Forschungsabbruch,
- 15:37Eugen Pfister: weil ich fand das eben was ich gut finde ist, ich war gut unterhalten und dadurch war ich aber auch aufmerksamer.
- 15:43Eugen Pfister: Es ärgert mich ja auch, wenn ich dann Vorträge habe.
- 15:45Eugen Pfister: Da wüsste ich gerne mehr, was drin ist. Aber meine Aufmerksamkeitsspanne geht halt runter,
- 15:49Eugen Pfister: weil ich ungemütlich sitze und schon irgendwie genervt bin und es nicht zusammenpasst.
- 15:53Eugen Pfister: Also es müsste halt so viel gut zusammentreffen, damit man wirklich alles gleichermaßen oder ähnlich wahrnimmt.
- 16:00Eugen Pfister: Und dabei muss man dazu sagen bei Konferenzen gehen wir ja meistens hin,
- 16:04Eugen Pfister: weil wir ja schon interessiert sind. Wir gehen ja nicht auf irgendwelche Konferenzen zu Themen, die uns nicht schon ansprechen
- 16:10Eugen Pfister: würden. Das heißt, eigentlich hat jeder, jede Konferenzteilnehmerin schon sehr viel Goodwill und möchte eigentlich alles
- 16:18Eugen Pfister: mitbekommen. Also es macht überhaupt keinen Sinn, oder?
- 16:21Eugen Pfister: Ich glaube nicht, dass es echt noch so eine Art Konferenztourismus gibt, weil es wird immer schwerer,
- 16:26Eugen Pfister: die Finanzierung für solche Reisen zu Konferenzen zu kriegen. Es ist jetzt reisen unter anderem mit der Deutschen Bahn auch
- 16:32Eugen Pfister: nicht der größte Genuss mehr. Also es wäre eigentlich es wären alle Voraussetzungen schon da,
- 16:38Eugen Pfister: dass man wirklich teilnimmt. Also, Und apropos Teilnahme es ist ja auch die Idee von Konferenzen ist ja,
- 16:45Eugen Pfister: dass es dann viele Fragen gibt. Nach den Vorträgen oder auch Kritik,
- 16:49Eugen Pfister: wenn sie höflich formuliert wird und, ähm und auch wirklich sinnvoll ist.
- 16:56Eugen Pfister: Und da hat das System aber zu vielen Sachen geführt, zu vielen Dynamiken.
- 17:00Eugen Pfister: Die eine Dynamik, die ich wirklich hasse, ist dieses Es gibt keine Fragen,
- 17:03Eugen Pfister: aber die Moderation, die natürlich auch nicht professionell sein kann, weil das sind ja wir. Oder halt Kolleginnen.
- 17:09Eugen Pfister: Entweder sitzt dann da, schaut ein wenig verlegen müsste man eigentlich sofort eigene Fragen stellen.
- 17:13Eugen Pfister: Immer. Oder halt das Ganze moderieren, weil das immer dieser Moment,
- 17:17Eugen Pfister: den ich fürchte, wenn dann einfach und dann dauert es auch so lange,
- 17:21Eugen Pfister: bis gesagt wird, so.
- 17:22Arno Görgen: Arno Görgen: Eine Frage raus presst.
- 17:23Eugen Pfister: Eugen Pfister: Genau das ist doch genau. Also es hat auch zu anderen Dynamiken geführt.
- 17:27Eugen Pfister: Ich meine, es gibt halt schon. Das ist aber eher der Habitus der älteren Semester.
- 17:31Eugen Pfister: Der Gegenvortrag. Also wenn schon die etwas etablierten Forscherinnen einen Vortrag halten und dann ist ihre Nemesis im Publikum,
- 17:40Eugen Pfister: dann wird nur eine kleine Frage gestellt und dann kommt der fünf minütige Gegenvortrag.
- 17:46Eugen Pfister: Auch sehr gern von Seniorstudenten.
- 17:49Eugen Pfister: Ich glaube, Studentinnen sind einfach viel, viel seltener. Das ist schon ein sehr, sehr männlicher Habitus auch. Ähm,
- 17:55Eugen Pfister: das kann auch ganz lustig werden.
- 17:56Eugen Pfister: Manchmal. Sehr oft ist es aber auch eher einfach nur unangenehm.
- 18:00Eugen Pfister: Ja.
- 18:01Arno Görgen: Arno Görgen: Ich bin dann eher der Typ, der dann meistens eine eher dumme Frage stellt.
- 18:06Arno Görgen: Aber um überhaupt eine Frage zu stellen und damit vielleicht eine Diskussion anzustoßen.
- 18:11Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, das finde ich auch total.
- 18:14Arno Görgen: Arno Görgen: Also mit dem Low Level jetzt nicht dumm.
- 18:17Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ich finde auch eine Verständnisfrage ist man darf sich.
- 18:20Arno Görgen: Arno Görgen: Das finde ich auch absolut Und ich finde es auch völlig okay, wenn man auch als sowohl als Moderator wie auch als Vortragender.
- 18:27Arno Görgen: Da mal ein Loch irgendwo hat, wo man einfach nicht drauf antworten kann.
- 18:33Eugen Pfister: Eugen Pfister: Genau das ist aber dann hat man zumindest schon eine Dynamik da.
- 18:37Eugen Pfister: Also es hängt sehr viel an an Moderation natürlich, wo man sich was auch immer.
- 18:42Eugen Pfister: Ich meine, ich werfe es niemandem vor, weil ich weiß ja, wie das ist. Für die Moderation sucht man sich dann auch
- 18:46Eugen Pfister: Kolleginnen. Das ist jetzt nicht unbedingt bezahlte Arbeit und mit nicht unbedingt meine ich Natürlich ist das nicht bezahlte Arbeit,
- 18:52Eugen Pfister: weil wir gehen immer davon aus, dass unsere Kolleginnen das gerne machen. Ähm,
- 18:56Eugen Pfister: die haben dann die Guten, bereiten sich schon Wochen vorher vor, indem sie allen ein Email schreiben im Panel
- 19:02Eugen Pfister: die die schlecht, also schlecht. Oder es ist auch die Frage haben Sie die Zeit dafür?
- 19:07Eugen Pfister: Weil noch einmal das ist ja unbezahlte Fleißaufgabe, die jeder dann leisten muss.
- 19:11Eugen Pfister: Aber oft passiert es halt einfach kurz vor dem Panel.
- 19:13Eugen Pfister: Auch das kann trotzdem dann gut werden.
- 19:15Eugen Pfister: Aber vielleicht sollte hier einfach die Konferenz Organisation schon Arbeit abnehmen,
- 19:19Eugen Pfister: anstatt das abzugeben. Auch hier gab es eine Konferenz, wo das so schrecklich gelaufen ist.
- 19:24Eugen Pfister: Und da können wir auch in der Organisation, wo die Moderatorinnen von Panels auch für die Technik vor Ort verantwortlich gemacht
- 19:32Eugen Pfister: wurden, also in einem fremden Land, in einem Gebäude, das sie nicht kannten,
- 19:36Eugen Pfister: In einer hybriden Konferenz waren sie auch zuständig dafür, dass das mit dem Zoomen klappt.
- 19:42Eugen Pfister: Das war, ich glaube, das war die härteste Strafe überhaupt.
- 19:45Eugen Pfister: Das hat die Hälfte der Zeit gar nicht funktioniert.
- 19:49Arno Görgen: Arno Görgen: Also die Technik muss auf jeden Fall irgendwie vorher stehen.
- 19:52Arno Görgen: Oder es muss zumindest irgendjemand da sein, der eine Ahnung hat, der das auch parallel irgendwie vielleicht auch lösen kann oder so.
- 20:00Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ich meine, ich habe jetzt immer mehr das Gefühl, je länger ich darüber nachdenke. Das Problem ist, man müsste eigentlich mehr Zeit
- 20:04Eugen Pfister: in die Vorbereitung investieren, aber das Wort ist schon gefallen.
- 20:07Eugen Pfister: Es ist unbezahlte Arbeit, meistens.
- 20:10Eugen Pfister: Also es ist jetzt in unserem Fall nicht, weil es vom vom Projekt gezahlt wird und Teil des Projektes ist,
- 20:16Eugen Pfister: aber sehr sehr oft ist. Ja, sind ja Konferenzen eigentlich wirklich,
- 20:21Eugen Pfister: also da steckt einfach die Liebe der Forscherinnen drinnen zu einem Thema. Sie wollen ihre Kolleginnen zusammenbringen. Wir
- 20:27Eugen Pfister: beide kennen viele Freundinnen und waren selbst in dieser Position,
- 20:30Eugen Pfister: auch schon so etwas gemacht zu haben.
- 20:33Eugen Pfister: Und wenn das aber so nebenbei laufen muss, dann ist halt nicht die,
- 20:36Eugen Pfister: die der Extratag da, um für jedes Panel sich ein Szenario oder ein Drehbuch zu überlegen.
- 20:42Eugen Pfister: Ja.
- 20:43Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, ich bin tatsächlich gespannt und jetzt auch ein bisschen motiviert.
- 20:49Arno Görgen: Ich mache ja im Herbst. Ich wollte ein bisschen konkreter.
- 20:53Eugen Pfister: Eugen Pfister: Werden bei.
- 20:53Arno Görgen: Arno Görgen: Dir. Ja, eben. Gemeinsam mit dem Patrick Mauch.
- 20:56Arno Görgen: Ganz liebe Grüße Und mit Yannick Rocha und Guillaume.
- 21:00Arno Görgen: Äh, ja, genau.
- 21:03Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, genau. Genau.
- 21:06Arno Görgen: Arno Görgen: Ich kenne nämlich meistens nur die Vornamen.
- 21:09Arno Görgen: Und dann erst auf den Nachnamen zu kommen. Naja, wie dem auch sei, wir machen eine Tagung Ja zu Gamescapes plus
- 21:16Arno Görgen: Deluxe. Und das heißt eine Tagung einfach zu Gaming und player cultures early,
- 21:26Arno Görgen: also diese frühen Spielkulturen in den 80er und 90er Jahren.
- 21:30Arno Görgen: Wie wurde gespielt? Wo? Mit wem hat man darüber gesprochen?
- 21:32Arno Görgen: Diese ganzen Fragen. Und wenn ich hier.
- 21:35Eugen Pfister: Eugen Pfister: Einhaken darf Also ich finde das Thema gerade so wichtig.
- 21:38Eugen Pfister: Ja, ich bin sehr dankbar, dass ihr das übernimmt.
- 21:40Eugen Pfister: Also es geht um die Frage oder den Fokus auf die Spielerinnen und auf das Spielen selbst und nicht so,
- 21:46Eugen Pfister: wie ich es ja auch ewig lang gemacht habe, die Spiele und die analysieren und ihre Geschichte,
- 21:50Eugen Pfister: sondern was viel schwieriger ist, weil das ist dieses Ephemere, den Moment,
- 21:54Eugen Pfister: wie das gespielt wurde, wo das gespielt wurde, von wem und das da aufzuarbeiten.
- 21:59Eugen Pfister: So. Verzeihung, jetzt bist du dran.
- 22:01Arno Görgen: Arno Görgen: Also der das. Damit hängt auch ein bisschen dieser Begriff der Gamescapes zusammen,
- 22:05Arno Görgen: den der Patrick Mauch eingebracht hat, nämlich gibt es in den Musikwissenschaften,
- 22:12Arno Görgen: wenn ich das richtig erinnere, diesen Begriff der Soundscapes, dass man eben in einer bestimmten Situation
- 22:18Arno Görgen: Klang auf eine bestimmte Art wahrnimmt und dass irgendwas mit jemandem macht.
- 22:22Arno Görgen: Und diese Situation wird einerseits beschrieben, aber auch dieses,
- 22:27Arno Görgen: diese innere Bewegung und der Klang auch selbst, also wie der auch in diesen bestimmten Räumen dann zum Beispiel klingt
- 22:34Arno Görgen: usw Und das bezeichnet man, wenn ich das eben so richtig sage, als Soundscapes.
- 22:40Arno Görgen: Und wir versuchen das in diesem Kleinstprojekt, was wir bei uns haben,
- 22:45Arno Görgen: eben auf Games bezogen zu erforschen.
- 22:51Arno Görgen: Und das ist jetzt so ein bisschen übergeordnet noch die Tagung quasi dazu.
- 22:56Eugen Pfister: Eugen Pfister: Wo wir ein bisschen eine Bestandsaufnahme macht.
- 22:59Arno Görgen: Arno Görgen: Genau.
- 23:00Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ich würde vorschlagen, dass wir jetzt noch kurz zur Auslegeordnung kommen und dann weitergehen.
- 23:04Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, die Auslegeordnung Was zum Teufel ist eine Auslegeordnung habe ich noch nie gehört.
- 23:09Arno Görgen: Ich habe es natürlich schon gehört, aber ich muss jetzt mal des Teufels Anwalt spielen und sagen Was soll das denn sein?
- 23:15Eugen Pfister: Eugen Pfister: Fangen wir historisch an? Ja, haben wir gestern gelernt.
- 23:19Eugen Pfister: Ich habe es schon vor. Ich habe ihn gefragt, weil. Ich kannte die Geschichte schon, aber auch vom. Vom. Vom Arne. Also unser.
- 23:25Eugen Pfister: Unser. Unser beider Chef Arne Scheuermann von der HKB hat uns gezeigt,
- 23:30Eugen Pfister: was an der HKB. Ich glaube, es ist ja fast schon ein Trademark, oder?
- 23:34Eugen Pfister: Auslegeordnung in der Designforschung ist ein Trademark.
- 23:37Arno Görgen: Arno Görgen: Der Berner.
- 23:39Eugen Pfister: Eugen Pfister: Würstchen nach Bernard. Ähm, genau.
- 23:43Eugen Pfister: Und. Also, als ich das das erste Mal erlebt habe.
- 23:45Eugen Pfister: Ich überlege gerade. Ich glaube, das war in einem Studio. Ich weiss, aber nicht mehr. Doch, das waren, ähm,
- 23:50Eugen Pfister: Broschüren für Palliative Care. Da habe ich das das erste Mal gesehen.
- 23:56Eugen Pfister: Da wurde ein riesiger Tisch übersät mit Broschüren und wir stand davor.
- 24:00Eugen Pfister: Und ich stand da besonders neugierig und verwirrt davor.
- 24:04Eugen Pfister: Und dann sind meine Kolleginnen herumgewuselt, haben die Broschüren genommen,
- 24:08Eugen Pfister: neu sortiert, neu geordnet. Und das ist es eigentlich auch schon wieder.
- 24:12Eugen Pfister: Du wirst konfrontiert mit Objekten und du hast sie vor dir liegen,
- 24:15Eugen Pfister: aber auch haptisch, also eben nicht digital, sondern du greifst sie an,
- 24:18Eugen Pfister: du drehst sie um, du legst sie anders zusammen und dann überlegst du oder schaust dir an,
- 24:25Eugen Pfister: was für neue Clusterstrukturen da entstanden sind.
- 24:28Eugen Pfister: Und das kann teilweise wirklich spannende neue Fragestellungen ermöglichen.
- 24:34Eugen Pfister: Und das kommt. Jetzt komme ich zur Geschichte.
- 24:36Eugen Pfister: Auslegeordnung ist ein Begriff vom Schweizer Militär.
- 24:39Eugen Pfister: Und zwar, wenn das ganze Inventar, das der Soldaten Soldatinnen einfach am Hof der Kaserne ausgelegt wurde.
- 24:49Eugen Pfister: Also ich stell mir dann immer so vor, wie alle Waffen da feinsäuberlich hingelegt wurden und dann wird man bestraft, wenn
- 24:53Eugen Pfister: irgendwas nicht sauber genug ist, oder ich weiss nicht was.
- 24:56Eugen Pfister: Ähm, und das ist aber so geläufig im Sprachgebrauch der Schweiz geworden,
- 25:01Eugen Pfister: dass man den Begriff auch schnell als Metapher für andere Sachen gemacht hat, übernommen hat.
- 25:06Eugen Pfister: Und dann aus der Metapher kam es wieder zurück zu einer echt klaren Auslegeordnung.
- 25:11Eugen Pfister: Auch ich glaube, wenn ich den Arne richtig in Erinnerung habe, wirklich in der Designforschung,
- 25:16Eugen Pfister: dass das da verwendet wurde und wir haben.
- 25:18Eugen Pfister: Aber davon redest vielleicht du. Also was haben wir denn gestern ausgelegt?
- 25:22Eugen Pfister: So alles, damit man sich das besser vorstellen kann?
- 25:25Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, der Joost scheint ein lieber Kollege von uns forscht zu.
- 25:33Arno Görgen: Ich glaube nonbinären Darstellungen in ja, wo eigentlich hast du das genau in Erinnerung?
- 25:41Eugen Pfister: Eugen Pfister: Es war ein Wiki, nicht ein Wiki, es war ein Google Forum.
- 25:45Eugen Pfister: Also in eigentlich in Diskussionsforen einschlägigen.
- 25:50Eugen Pfister: Mit einschlägig meine ich, dass sie halt zu konkreten Themen sind.
- 25:53Arno Görgen: Arno Görgen: Wenn man zusammenfasst vielleicht in der Popkultur, könnte man sagen oder.
- 25:57Eugen Pfister: Eugen Pfister: In der na ja, es ist ja nicht nur in der Popkultur, sondern es erreicht.
- 26:01Eugen Pfister: Also man muss bei dem Sample wirklich überlegen, das erreicht ja nur oder das nicht das erreicht,
- 26:06Eugen Pfister: sondern es gibt nur die Leute wieder, die halt auf die Idee kommen, in ein Googleforum zu gehen. Ich glaube,
- 26:10Eugen Pfister: dadurch haben wir schon gewisse Altersklassen ausgeschlossen, weil das hat man,
- 26:14Eugen Pfister: finde ich auch gesehen.
- 26:15Arno Görgen: Arno Görgen: Charaktere, ausgedruckte Abbildungen von Charakteren, über die in verschiedenen Foren schon dezidiert gesagt wurde oder
- 26:24Arno Görgen: zugeschrieben wurde. Das sind nonbinäre Charaktere, oder?
- 26:28Eugen Pfister: Eugen Pfister: Genau. Jetzt waren wir sehr verklausuliert. Also eigentlich haben wir einen Tisch voll gehabt mit 400 Ausdrucken von Nonbinary
- 26:36Eugen Pfister: Charakteren, die entweder klar, also wenn sie aus Serien oder Computerspielen waren auch klar definiert,
- 26:42Eugen Pfister: also definiert, eben nicht klar definiert, aber dezidiert als nonbinäre Charaktere geschaffen wurden,
- 26:47Eugen Pfister: bis hin zu Charakteren, denen das einfach von auch von einer Fangemeinde zugeschrieben wurde.
- 26:52Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, es war ganz interessant, weil man da wirklich alles hatte von im Fernsehen.
- 26:58Arno Görgen: Ja, Schauspielerabbildungen. Bis hin zu irgendwelchen, ja sehr abstrakten weiß
- 27:08Arno Görgen: ich nicht. Robotern oder Monstern, die ja, aber gar.
- 27:11Eugen Pfister: Eugen Pfister: Nicht so viel. Es gab schon viele.
- 27:12Arno Görgen: Arno Görgen: Aber einfach um diese Bandbreite darzustellen, also von von wirklich sehr.
- 27:18Arno Görgen: Ja, wortwörtlich fotorealistischen Abbildungen bis hin zu eben sehr,
- 27:23Arno Görgen: sehr abstrakten hatten wir, glaube ich alles.
- 27:26Arno Görgen: Natürlich gab es da ein bestimmtes Mittelfeld, wo wo das so ein bisschen ineinander überläuft,
- 27:31Arno Görgen: aber das fand ich eigentlich auch da schon sehr interessant, dass das halt so eine wahnsinnige Bandbreite gibt.
- 27:36Eugen Pfister: Eugen Pfister: Genau. Und was dann passiert ist, ist, dass am Anfang wurde einfach überhaupt nur wild geclustert,
- 27:42Eugen Pfister: aber schon da sind Sachen rausgekommen.
- 27:44Arno Görgen: Arno Görgen: Da stand ich ein bisschen verloren rum.
- 27:46Eugen Pfister: Eugen Pfister: Das ist der Anfang, ist immer so eine Hürde.
- 27:48Eugen Pfister: Aber da habe ich zum Beispiel gemerkt, ich habe dann, irgendwann bin ich nach Frisuren gegangen und bin dann draufgekommen,
- 27:53Eugen Pfister: dass eben dieser, der, der, der der Typus, der Bürstenschnitt, Frisur,
- 27:58Eugen Pfister: also der ganz kurzen Haare, sich eigentlich nur auf Fotos von Schauspielerinnen hat finden lassen,
- 28:03Eugen Pfister: während der bei Animefiguren eigentlich nie so ein bürsten. Also dieser, dieser Charakter,
- 28:08Eugen Pfister: der kam da nicht sofort und das wäre ja dann schon.
- 28:10Eugen Pfister: Also die Idee von so Auslegeordnung ist das wäre dann eine Hypothese,
- 28:14Eugen Pfister: der müsste man nachgehen. Also das ist, was wir gemacht haben.
- 28:17Eugen Pfister: Wir haben nach Farbe gecastet.
- 28:19Arno Görgen: Arno Görgen: Zum Beispiel Rosa und Lila soll einen sehr, sehr großen Anteil an den Charakteren hatten.
- 28:27Arno Görgen: Also entweder in Form von Hautfarben, von Haarfarben oder von Kleidung.
- 28:32Arno Görgen: Das hat fast 1/3 ausgemacht. Ich glaube.
- 28:35Eugen Pfister: Eugen Pfister: Es war sogar mehr als 1/3, weil wir haben das ja sehr eng dann dort zusammengelegt,
- 28:40Eugen Pfister: während andere Farben, die auch nonbinary Zuschreibungen hatten wie gelb und grün lang nicht so dominant waren.
- 28:48Arno Görgen: Arno Görgen: Und da haben sich auch eben dann solche Hypothesen dann eben entwickelt,
- 28:54Arno Görgen: wie was ich dann gesagt habe, ob, ob man.
- 28:57Arno Görgen: Also es war eine Frage eher, ob man sagen kann, dass diese lila und rosa dargestellten Charaktere oft tendenziell eher
- 29:04Arno Görgen: Hauptcharaktere sind und die anderen eher Nebencharaktere.
- 29:08Arno Görgen: Und dass man das zum Beispiel als Frage einfach mal klären könnte.
- 29:13Arno Görgen: Also es ergeben sich aus diesen Ordnungen einfach Gedankenströme, die dann so ein bisschen vielleicht auch
- 29:21Arno Görgen: einen neuen Blick auf diese Corpora dann ermöglichen.
- 29:25Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, und das ist es eigentlich auch schon.
- 29:26Eugen Pfister: Also die Auslegeordnung ist etwas, was am Anfang der Forschung steht und nicht am Ende.
- 29:31Eugen Pfister: Also es hilft auch, Forschungsfragen zu entwickeln.
- 29:34Eugen Pfister: Man darf jetzt nicht den Fehler machen zu denken, dass das jetzt irgendwie schon viel aussagt,
- 29:38Eugen Pfister: weil man müsste ja auch solche Fragen stellen Wie repräsentativ ist diese,
- 29:42Eugen Pfister: dieses Sample, was, was sagt das auch wirklich aus?
- 29:47Eugen Pfister: Und ich muss sagen, das war mir sehr neu, aber es war mir es lag mir auch sehr nah,
- 29:51Eugen Pfister: weil was ich mochte ist, dass ich halt Sachen angegriffen habe die ganze Zeit und sie dann also dieses
- 29:56Eugen Pfister: körperliche Arbeiten ist. Gerade bei so verkopften Forscherinnen finde ich,
- 30:01Eugen Pfister: manchmal etwas total Inspirierendes vielleicht.
- 30:05Eugen Pfister: Ich habe gerade so viel Zeit. Haben wir nicht, aber ich würde schon gerne noch auf das Corpus von Aurelia und Adrian.
- 30:11Arno Görgen: Arno Görgen: Das wollte ich gerade sagen. Also, wie hältst du es kurz vor?
- 30:13Arno Görgen: Wir hatten eine zweite Auslegeordnung von von Aurelia Brandenburg und Adrian Demleitner bei uns beide im
- 30:23Arno Görgen: Chludens im Projekt Die.
- 30:25Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ganz, ganz großartige Kolleginnen übrigens, die mir sehr, sehr lieb.
- 30:29Arno Görgen: Arno Görgen: Sind. Ja, natürlich, das ist ja eh klar, die quasi die Gesamtausgabe der.
- 30:38Arno Görgen: Beziehungsweise nicht Gesamtausgabe.
- 30:40Arno Görgen: Das ist falsch. Aber die Jahrgänge, ich glaube 1997 bis 2001 der Bravo Screenfun hatten also eine
- 30:50Arno Görgen: Gameszeitschrift, die ein Spin off der Bravo ist und die in dieser Zeit eigentlich,
- 30:56Arno Görgen: ich glaube bis 2000 weiß ich nicht 789 sehr erfolgreich war.
- 31:03Arno Görgen: Und da haben wir uns dann in einer Auslegeordnung solche Erklärseiten zu.
- 31:11Eugen Pfister: Eugen Pfister: Unterbrechen, oder? Ich Also auf die würde ich gerne eingehen, oder Da würde ich dich auch die Frage stellen lassen.
- 31:17Eugen Pfister: Ich wollte nur dazu sagen, die Bravo Screenfun ist insofern sehr spannend. Also wir haben angefangen, auch
- 31:21Eugen Pfister: dank der Arbeit von von Aurelia eine Sammlung von Computerspielmagazinen hier in unserem Game Lab aufzubauen,
- 31:28Eugen Pfister: auch dank vieler Schenkungen. Das ist schon mal sehr toll, weil auch hier finde ich,
- 31:33Eugen Pfister: ist es ein Unterschied, ob du die Computerspielmagazine durchblätterst mit der Hand oder halt die
- 31:37Eugen Pfister: vielen PDFs, die es zum Glück gibt, durchforstet, weil es ist ein es hat eine ganz andere Wirkung.
- 31:43Eugen Pfister: Du hast auch nur so die Rekonstruktion der Wirkung, wie es damals war in einer gewissen Weise gegeben und die Bravo Screenfun.
- 31:50Eugen Pfister: Aber das wollte ich dazu sagen, ist eigentlich eine Computerspielzeitschrift, die bisher eher immer ein bisschen von der
- 31:56Eugen Pfister: Forschung oder auch von den von den Fangemeinden Gemeinden ignoriert wurde,
- 32:01Eugen Pfister: weil es gibt halt den PC Player PC Action, PC, Joker ASM Powerplay.
- 32:06Eugen Pfister: Die kennt jeder. Bravo Screenfun wird da selten zitiert, weil.
- 32:09Arno Görgen: Arno Görgen: Die gibt es auch gar nicht als PDF im Online.
- 32:12Eugen Pfister: Eugen Pfister: Nein, also ich glaube auch nicht, dass die da irgendwo drin ist und hat zugleich aber eine riesige Reichweite gehabt.
- 32:17Eugen Pfister: Also das macht. Ich glaube, dass es tatsächlich auch ein großer Gewinn, wenn wir das angehen. So,
- 32:21Eugen Pfister: und jetzt lass ich dich noch kurz die Auslegeordnung vorstellen.
- 32:24Arno Görgen: Arno Görgen: Genau, dass die Bravo Screenfun ist eben nach verschiedenen Aspekten geordnet und einer dieser Aspekte ist in quasi ein Bereich,
- 32:33Arno Görgen: in dem Technik, in dem Software, in dem andere Aspekte des digitalen Lebens erklärt werden,
- 32:39Arno Görgen: also wirklich auf sehr niedrigem Niveau, sag ich mal, zugänglich gemacht werden niedrigschwellig.
- 32:48Arno Görgen: Also das meine ich ja genau.
- 32:50Eugen Pfister: Eugen Pfister: Das ist jetzt nicht wertend, weil es ist schon sehr cool.
- 32:53Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, ich finde das toll. Ich muss die mal alle selber lesen, weil ich ganz viele Sachen davon nicht verstehe wie ein CTPlayer
- 32:59Arno Görgen: funktioniert oder so, oder. Oder ein MP3 Player oder sowas.
- 33:04Arno Görgen: Also dann hat man da genauso solche, ja Wissenschaftsdarstellungen,
- 33:11Arno Görgen: die so Querschnitte von Geräten zum Beispiel zeigen, dann sagen hier ist der Laser,
- 33:15Arno Görgen: da ist XY und das funktioniert dann so und so und das eben sehr niederschwellig und ganz oft auch mit Anbindung
- 33:25Arno Görgen: an Jugendkultur, finde ich. Also wie schreibe ich?
- 33:29Arno Görgen: Wie schreibe ich eine Email? Also wir sind, man muss sagen, wir sind im Jahr 1997 98 so um den Dreh ist ja nicht wie.
- 33:36Eugen Pfister: Eugen Pfister: Schreibe ich eine Email, sondern die richtigen E Mail Server usw.es geht dann schon ein bisschen rein. Es ist
- 33:40Eugen Pfister: auch wie schreibe ich eine Schülerzeitung und recht früh wie programmiere ich HTML?
- 33:44Eugen Pfister: Das ist das hat der Aurelia auf uns darauf hingewiesen, dass wir.
- 33:50Arno Görgen: Arno Görgen: Zwei.
- 33:52Eugen Pfister: Eugen Pfister: Beigebracht von Wallace und Gromit.
- 33:53Eugen Pfister: Ich glaube es gibt eine sechs teilige Reihe, also über sechs Ausgaben verteilt wie Wallace und Gromit bringen den Leserinnen bei,
- 34:01Eugen Pfister: wie man HTML programmiert. Das ist.
- 34:03Arno Görgen: Arno Görgen: Super, finde ich.
- 34:04Eugen Pfister: Eugen Pfister: Und ich glaube, die Aurelia hat dann auch jemand getroffen, der gesagt hat Ja, das habe ich dann damals dort kennengelernt
- 34:08Eugen Pfister: und da meine ersten Fanseiten geschrieben.
- 34:10Arno Görgen: Arno Görgen: Ja. Ja, wirklich. Also ich finde diese Bravo Screenfun einfach ganz,
- 34:16Arno Görgen: ganz toll. Ist ein ganz toller Besitz, den wir da in unserem.
- 34:19Arno Görgen: Wir sind wirklich.
- 34:20Eugen Pfister: Eugen Pfister: Erst am Anfang. Ich würde noch kurz was dazu sagen, was wir da herausgefunden haben.
- 34:25Eugen Pfister: Ganz in Eile, in aller Eile und dann zu den Softworks übergehen, als als Kontrolleur der Zeit,
- 34:33Eugen Pfister: als kritischer Kontrolleur. Also was uns aufgefallen ist zum einen auch im Vergleich zu den anderen Spielemagazinen,
- 34:40Eugen Pfister: die wir kennen, ist, dass sehr viel öfter normale Teenager dargestellt werden.
- 34:46Eugen Pfister: Also ein bisschen so im Stil der Bravo auch, die halt auf Couch sitzen und der normale Teenager.
- 34:52Eugen Pfister: Da können wir jetzt auch schon in die Tiefe gehen. Aber wirklich recht. Ich weiß nicht.
- 34:57Eugen Pfister: Also dafür habe ich mich mehr abgeholt gefühlt, wie ich in der Zeit in den 90er Jahren.
- 35:01Arno Görgen: Arno Görgen: Wohlhabend?
- 35:03Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, das ist dann der nächste Punkt.
- 35:06Eugen Pfister: Wohlhabend finde ich schon gar nicht so, es war kein es hat keine Upper Class Klick,
- 35:10Eugen Pfister: sondern es war. Also da würde ich dir schon widersprechen.
- 35:14Arno Görgen: Arno Görgen: Aber sagen wir.
- 35:15Eugen Pfister: Eugen Pfister: Mal so ja, Mittelklasse und natürlich auch recht recht.
- 35:20Eugen Pfister: Wie sagt man ohne Ecken und Kanten, aber halt ganz anders als sonst diese diese Gig Stil halt von von Computerspielmagazinen,
- 35:29Eugen Pfister: mit denen ich aufgewachsen bin, den ich auch damals sehr mochte, aber der halt schon. Erstens man in der Bravo
- 35:34Eugen Pfister: Screenfun sieht man sehr oft Mädchen vor Computern.
- 35:38Eugen Pfister: In allen anderen Zeitschriften siehst du sehr selten Mädchen.
- 35:42Eugen Pfister: Vor Computern und allen anderen Zeitschriften hast du höchstens mal Lara Croft oder irgendwelche Dämoninnen mit großen Brüsten
- 35:48Eugen Pfister: haben.
- 35:49Arno Görgen: Arno Görgen: Also muss man.
- 35:50Eugen Pfister: Eugen Pfister: Lara Croft hat man aber halt auch ganz viel weniger.
- 35:55Arno Görgen: Arno Görgen: Aber nicht dieses Sexualisieren.
- 35:57Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, genau. Also nicht dieses Centerfold Ästhetik, sondern halt einfach als die,
- 36:01Eugen Pfister: die die popkulturelle Figur. Gut, aber ich meine, wir kommen jetzt,
- 36:05Eugen Pfister: dürfen nicht mehr gehen. Und das andere, was ich auch spannend fand, ist, weil auch der Arne immer sehr viel Wert
- 36:11Eugen Pfister: auf Farbgebung und Farben gibt, dass man da gemerkt, dass zum Beispiel die Bravo Screenfun sehr,
- 36:17Eugen Pfister: sehr häufig zum Beispiel Orangetöne hat und das wiederum blau und blau und das wiederum Farben sind,
- 36:22Eugen Pfister: die sich in den klassischen anderen Computerspielmagazinen nicht so finden.
- 36:27Eugen Pfister: Wo es eine Zeit gab, zum Beispiel, wo alle Computerspielmagazine, Schwarz und Grüntöne,
- 36:31Eugen Pfister: also dieses klassische Matrixartige, das hat irrsinnig dominiert für fast ein Jahrzehnt.
- 36:36Eugen Pfister: Und da bricht die Bravo Screenfun sehr heraus.
- 36:39Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, um noch mal auf die Teenager zurückzukommen Ich fand es auch sehr auf fast schon ein bisschen amüsant,
- 36:45Arno Görgen: wie die Fotografien von denen waren.
- 36:47Arno Görgen: Also man hat immer dieses in die Kamera zeigende, also manchmal direkt mit dem Finger auf den den oder die Leserin zeigende oder
- 36:55Arno Görgen: einen Daumen hoch in die Kamera oder sowas.
- 36:58Eugen Pfister: Eugen Pfister: Und auch du kannst das schaffen.
- 37:00Arno Görgen: Arno Görgen: Meistens mit dieser perspektivischen Verkürzung um das Gesicht und der Körper sehr klein ist und die Hand dann riesig im
- 37:07Arno Görgen: Vordergrund und so.
- 37:08Eugen Pfister: Eugen Pfister: Wenn wir jetzt ein professioneller Podcast wären, hätten wir jetzt Kapitelmarken,
- 37:12Eugen Pfister: wo wir jetzt Bilder hochladen würden.
- 37:15Eugen Pfister: Das können wir dann ein paar Jahren nachliefern. Vielleicht.
- 37:17Arno Görgen: Arno Görgen: Das macht dann die KI richtig wirkungsvoller.
- 37:22(Musik)
- 37:36Eugen Pfister: Eugen Pfister: Es ist eher schon ein bisschen. Es war jetzt die Stimmung schon so locker,
- 37:39Eugen Pfister: wir sind ja quasi eh schon in den Softworks, unserem nächsten Abschnitt.
- 37:44Eugen Pfister: Der Abschnitt, wo wir darüber reden, was wir so ich mag nicht konsumiert sagen,
- 37:49Eugen Pfister: was wir so erlebt haben und verinnerlicht, was wir aufgenommen haben in uns.
- 37:54Eugen Pfister: Im letzten Monat. Und woraus vermutlich dann die nächsten Ideen entstehen.
- 37:59Eugen Pfister: Also Arno, was fangen wir damit an?
- 38:02Eugen Pfister: Was hast du gelesen? Seit dem letzten Mal getroffen haben?
- 38:07Arno Görgen: Arno Görgen: Oh, jetzt erwischtst du mich. Also ich lese gerade zum Beispiel.
- 38:11Arno Görgen: Also zum einen das neue Buch von Jesper Juul.
- 38:15Arno Görgen: Jesper Juul. Ich habe keine Ahnung, wie man ihn ausspricht. Man verzeihe.
- 38:18Eugen Pfister: Eugen Pfister: Mir. Okay, das Game Studies.
- 38:21Arno Görgen: Arno Görgen: Jesper Juul das heißt, wie heißt es?
- 38:24Arno Görgen: Lives of the C64. Ähm, in dem
- 38:34Arno Görgen: er die Geschichte des C64 beschreibt.
- 38:37Arno Görgen: Und ich lese gerade. Natürlich. Ich lese ja sehr viele Romane, lese gerade die Near Future Science Fiction.
- 38:48Arno Görgen: Ja, wie soll man sagen? Fantasy The Mountain in the Sea.
- 38:55Arno Görgen: Das ist gerade den Autoren vergessen.
- 38:58Arno Görgen: Ich weiß nur, dass es ein Mann ist.
- 39:00Arno Görgen: Und darin geht es darum. Es ist so eine Mischung aus allem.
- 39:05Arno Görgen: Es geht sehr viel um künstliche Intelligenz.
- 39:07Arno Görgen: Auf der einen Seite aber auch um nichtmenschliche Intelligenz.
- 39:12Arno Görgen: Das heißt, es wird in einem. Ja, in einer.
- 39:18Arno Görgen: Bei einer Inselgruppe. Ich weiß gar nicht, wo die genau ist, irgendwo im Pazifik oder im Indischen Ozean oder so wird ein.
- 39:29Arno Görgen: Wird eine Oktopoden Gesellschaft, kann man sagen gefunden.
- 39:36Arno Görgen: Also man muss dazu wissen Tintenfische, Tintenfische leben normalerweise als Einzeltiere,
- 39:41Arno Görgen: hassen sich gegenseitig, sind aber wahnsinnig intelligent Und den Film.
- 39:48Eugen Pfister: Eugen Pfister: Egal. Lass uns nicht abdriften.
- 39:50Arno Görgen: Arno Görgen: Und hier wird dann eben eine Gesellschaft gefunden.
- 39:52Arno Görgen: Das heißt, die haben es irgendwie geschafft, diese dieses Miteinander zu entwickeln und auch eine Sprache zu entwickeln,
- 39:59Arno Görgen: untereinander sozusagen Kultur zu entwickeln.
- 40:02Arno Görgen: Und es ist eigentlich eine sehr differenzierte Diskussion darüber,
- 40:08Arno Görgen: was bedeutet Bewusstsein, was bedeutet Intelligenz, Was bedeutet Gesellschaft Eben auf diesen
- 40:14Arno Görgen: drei Ebenen von der Maschine gemacht, vom Menschen gemacht, von anderen biologischen Organismen gemacht.
- 40:23Arno Görgen: Und das ist wirklich hochinteressant, muss ich sagen.
- 40:26Eugen Pfister: Eugen Pfister: Und wie cool ist es, dass der Roman, den ich gerade lese, auf Empfehlung von so vielen engen Freundinnen nämlich.
- 40:32Eugen Pfister: Aber ich muss trotzdem auch nachschauen wegen dem Titel von der Becky Chambers The Long Way to a small angry Planet.
- 40:40Eugen Pfister: Sehr schöner Titel übrigens, wo es quasi um das Gleiche geht, nämlich auch.
- 40:44Eugen Pfister: Auf unterschiedlichen Formen von von.
- 40:48Eugen Pfister: Genau sapient Lifeforms, aber auch KIs, die dann auch also die Frage sich stellt,
- 40:54Eugen Pfister: ab wann ist dann eine denkende Lebensform.
- 40:57Eugen Pfister: Auch jetzt habe ich es schon vorweggenommen Wann ist ein denkendes Wesen auch eine Lebensform?
- 41:03Eugen Pfister: Und dann halt auch basierend auf diesen unendlich vielen Rassen im Weltall,
- 41:09Eugen Pfister: wann sie auch unterschiedlich voneinander akzeptieren, dass eine andere Rasse oder Lebensform gleichwertig ist.
- 41:18Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, also eine Frage, die in diesem Buch wortwörtlich so gestellt ist,
- 41:22Arno Görgen: immer wieder. Die bringt das eigentlich ganz gut auf den Punkt. Wie ist es,
- 41:25Arno Görgen: eine Fledermaus zu sein? Also es wird auch immer wieder dieser Rückbezug darauf hergestellt.
- 41:35Arno Görgen: Also wie kann Kommunikation zwischen solchen Lebensformen überhaupt aussehen,
- 41:39Arno Görgen: wenn doch, die weiß ich nicht. Sensorischen Apparate die Körper, die Weltwahrnehmung komplett unterschiedlich sind und man auch
- 41:48Arno Görgen: eigentlich ja eine Welt auf Ebenen wahrnimmt, die inkompatibel, vielleicht sogar sind.
- 41:56Arno Görgen: Und das finde ich zum Beispiel. Also bei bei Small, wie heißt das Buch nochmal?
- 42:03Arno Görgen: The Long.
- 42:04Eugen Pfister: Eugen Pfister: Way?
- 42:04Arno Görgen: Arno Görgen: Bei Becky Chambers sage ich einfach.
- 42:06Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ich sag einfach, bei Becky.
- 42:08Arno Görgen: Arno Görgen: Chambers ist es ja schon so, dass es sehr viel auch um Empathie geht.
- 42:12Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, also das ist auch das ist sicher ein Kernthema, aber es bewegt sich halt auch immer um die Frage von Intelligenz,
- 42:18Eugen Pfister: gegenseitiger Wahrnehmung. Und da gibt es eben unter anderem die eine Rasse,
- 42:24Eugen Pfister: der ich glaube, ich mag den Namen nicht, nicht die Vögel.
- 42:30Eugen Pfister: Ich glaube, die habe ich mehr so als Fischwesen, die haben so Schuppen und die können gar nicht reden. Also die sind auch so
- 42:35Eugen Pfister: als Gesellschaft, also die, die die einzige Lebensform, die von Quasi allen anderen Lebensformen als
- 42:42Eugen Pfister: ästhetisch schön wahrgenommen wird.
- 42:45Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, ja, ich erinnere mich.
- 42:46Eugen Pfister: Eugen Pfister: Die kommunizieren nur mit Sprachboxen, weil sie sonst mit so ganz leichter Farbveränderung miteinander kommunizieren.
- 42:52Eugen Pfister: Von ihrer Haut. Das sind so also es sind, finde ich, sehr, sehr ähnliche Themen.
- 42:57Arno Görgen: Arno Görgen: Bei Mountain in the Sea ist es aber schon fast technisch.
- 43:00Arno Görgen: Also da hat man hier es ist ähnlich wie Science.
- 43:03Eugen Pfister: Eugen Pfister: Fiction oder.
- 43:05Arno Görgen: Arno Görgen: Arrival in dem Film oder bzw in der dazugehörenden Kurzgeschichte,
- 43:10Arno Görgen: wo ja das wirklich. Also da geht es auch sehr viel natürlich um Empathie,
- 43:14Arno Görgen: aber auch darum, wie sowas linguistisch quasi gedacht werden kann.
- 43:20Arno Görgen: Und das ist hier ähnlich. Also es ist weniger dieses gefühlige, sondern schon wirklich sehr halb
- 43:28Arno Görgen: wissenschaftlich. Schon fast. Ja.
- 43:33Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ich bin. Was kann ich noch sagen zu Beckett?
- 43:35Eugen Pfister: Es gefällt mir sehr gut. Es kommt sehr viel Empathie vor.
- 43:39Eugen Pfister: Ich hatte auch kurz Angst, dass zu viel Empathie ist, dass es zu viel Wohlfühlroman ist.
- 43:44Eugen Pfister: Das ist zum Glück nicht. Das ist ja genau die Cosiness halte ich auch noch immer bis zu einem gewissen Grad aus.
- 43:50Eugen Pfister: Aber im Augenblick spricht es mich sehr an, weil halt unsere Welt rundherum recht wenig groß ist. Es wird halt.
- 43:55Eugen Pfister: Bei Cosiness habe ich oft Angst, dass es belanglos ist und sie alle haben wir einander lieb und wir akzeptieren alle
- 43:59Eugen Pfister: einander. Das ist dann sehr weit weg, finde ich halt von der Realität.
- 44:03Eugen Pfister: Das ist es da aber gerade nicht, weil da gibt es durchaus Konflikte und da kommt auch Gewalt vor.
- 44:07Eugen Pfister: Und dann Fragen wie von pazifistischen Figuren, die eben nicht auf die Gewalt mit Gewalt reagieren wollen,
- 44:14Eugen Pfister: aber sich trotzdem damit auseinandersetzen müssen. Es kommt Korruption vor, Kriminalität.
- 44:18Eugen Pfister: Das macht mich dann wieder ein bisschen. Das erdet mich dann gleich wieder in dem Roman. Und bis jetzt,
- 44:23Eugen Pfister: ich bin gerade bei der Hälfte vom ersten Teil fühle ich mich sehr wohl in dieser Welt.
- 44:28Eugen Pfister: Und ich wollte es noch vergleichen mit einem anderen dicken Science Fiction Roman,
- 44:31Eugen Pfister: den ich letztes Jahr gelesen habe. Das war.
- 44:33Eugen Pfister: Ach Gott, wie heißt er noch mal? Es ist.
- 44:36Eugen Pfister: Na? Super. Zu schnell gedacht. Das ist auch eine Reihe, die dann eine Serie war,
- 44:43Eugen Pfister: die zuerst bei Netflix. Genau. Der erste Band von The Expanse war,
- 44:47Eugen Pfister: wo man das mehr in Richtung Gridiness und Adly und so geht.
- 44:53Arno Görgen: Arno Görgen: Aber wo es schon irgendwann eben eher Military Fiction ist.
- 44:56Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja genau, da hast du auch mit diesem Military Fiction, aber wo du auch Charaktere hast, die eben nicht nur hart und brutal und
- 45:02Eugen Pfister: verhärmt sind, sondern auch teilweise menschlich.
- 45:04Arno Görgen: Arno Görgen: Aber Becky Chambers liebe ich auch sehr.
- 45:06Arno Görgen: Von ihr habe ich vor einem halben Jahr oder so zwei Bücher gelesen,
- 45:10Arno Görgen: direkt auf einen Schlag. Nämlich die Monk and Robot Reihe.
- 45:16Arno Görgen: Und die ist wirklich auch ganz toll.
- 45:18Arno Görgen: Sehr, sehr cool. Sie muss man auch sagen.
- 45:21Eugen Pfister: Eugen Pfister: Aber ich hoffe nicht zu Cozy für mich.
- 45:23Arno Görgen: Arno Görgen: Ja.
- 45:24Eugen Pfister: Eugen Pfister: Irgendwann haben wir doch alle einander lieb und alles ist.
- 45:26Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, ja. Also das ist insofern interessant, weil es ja immer also dieses extrem Spirituelle
- 45:37Arno Görgen: eines Mönchs oder einer Mönchen trifft dann hier immer auf dieses,
- 45:43Arno Görgen: ja fast schon Rationale eines Roboters, der aber ein wilder Roboter ist,
- 45:48Arno Görgen: also der ihr irgendwo in der Wildnis begegnet.
- 45:52Arno Görgen: Und die Menschheit hatte auf diesem Planeten schon seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr zu Robotern gehabt.
- 45:57Arno Görgen: Und dann bekommt man so im Hintergrund so ein bisschen Geschichte mit, wie das dazu gekommen ist usw.
- 46:03Arno Görgen: Und dieses Aufeinandertreffen und eigentlich, es ist ja das Menschlichste überhaupt,
- 46:07Arno Görgen: also dieses aneinander annähern und versuchen dann den anderen zu verstehen und auf eine Ebene zu kommen und auch zusammenzuwachsen,
- 46:17Arno Görgen: das ist da schon sehr stark. Ist eben dann doch auch sehr kosyiges Thema.
- 46:23Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ich glaube, wir müssen uns mal den Begriff der Kosiness anschauen, weil ich finde es ja dann immer spricht es
- 46:28Eugen Pfister: mich an, wenn die Herausforderungen da sind und wenn es auch nie unhinterfragt ist.
- 46:33Eugen Pfister: Und auch wenn es nicht ein zu eindeutiges ist ich sage euch, was das Richtige ist.
- 46:37Eugen Pfister: Ich sage euch, wie es wirklich sein sollte. Was für mich, glaube ich,
- 46:40Eugen Pfister: ein guter Gradmesser ist, ist die Star Trek Welt.
- 46:43Eugen Pfister: Die ist auch schon sehr Richtung Curse unterwegs und fortschrittlich,
- 46:46Eugen Pfister: aber da passiert halt doch sehr viel Mist auch die ganze Zeit.
- 46:49Eugen Pfister: Und da machen Menschen und andere Alienrassen auch sehr viel Unsinn und man ist dann doch hin und wieder knapp knapp vorm Untergang.
- 46:57Eugen Pfister: Selbst in The Next Generation und das ist das ist die Form von Utopie,
- 47:02Eugen Pfister: die mich am meisten anspricht, gerade.
- 47:06Arno Görgen: Arno Görgen: Ja. Hast du auch was gesehen?
- 47:10Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, danke. Du machst du. Du machst die Überleitung, die ich gerade machen wollte. Was habe ich gesehen?
- 47:16Eugen Pfister: Ich. Gesehen habe ich Sachen. Also einige Filme.
- 47:20Eugen Pfister: Ich habe jetzt auch andere weiter geschaut mit meinem größeren Sohn.
- 47:25Eugen Pfister: Und die Serie liebe ich sehr.
- 47:27Arno Görgen: Arno Görgen: Das ist doch so Star War's Gedöns, oder?
- 47:30Eugen Pfister: Eugen Pfister: Du liebst das Wort Gedöns so sehr?
- 47:32Eugen Pfister: Ja, ich muss mal nachschauen, was Gedöns heißt und wo das herkommt.
- 47:36Eugen Pfister: Kram.
- 47:38Arno Görgen: Arno Görgen: Kram?
- 47:39Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, ich war sehr skeptisch. Star War's Serien gegenüber, Weil halt Disney übernommen hat.
- 47:44Eugen Pfister: Dann dachte ich also jetzt wird die Kapitalismusmaschine angeworfen.
- 47:47Eugen Pfister: Wurde sie ja auch. Und dann haben sie den Kanon zurückgenommen und einen neuen Kanon gemacht,
- 47:52Eugen Pfister: damit sie da möglichst viel Profit generieren können.
- 47:55Eugen Pfister: Aber irgendwie versehentlich sind da dann doch ein paar kreative Köpfe gelandet in diesen Projekten und ich mag die Serie sehr.
- 48:04Eugen Pfister: Ich mag die Serien mittlerweile mehr als die Filme.
- 48:07Arno Görgen: Arno Görgen: Ist das die, die immer mit Deep Space Nine verglichen wird?
- 48:10Arno Görgen: Andor?
- 48:11Eugen Pfister: Eugen Pfister: Gehen wir nicht in die Richtung, Wir haben nicht so viel Zeit. Wenn ich jetzt noch anfange, meine Meinung zu sagen. Ja,
- 48:16Eugen Pfister: aber halt, Aber, aber sie geht nie.
- 48:18Eugen Pfister: Diese den Fehler, den für mich Game of Thrones eingegangen ist.
- 48:22Eugen Pfister: Dieses alles ist düster und alles ist schlecht, sondern da hat man gute Menschen,
- 48:27Eugen Pfister: die in schwierigen Situationen zurechtkommen. Und was ich super spannend finde zum Beispiel ist Das Imperium wird sehr viel
- 48:32Eugen Pfister: differenzierter dargestellt. Da gibt es zum Beispiel einen kleinen Beamten, einen Nerdigen,
- 48:36Eugen Pfister: der so ein wirklich faschistisches Rädchen im System ist und der dann.
- 48:43Eugen Pfister: Also ich weiß auch nicht, wie es ausgeht. Mir fehlt noch die letzte Folge der ersten Staffel, aber der so
- 48:46Eugen Pfister: irgendwie menschlicher wird und das finde ich, ist tatsächlich in unserer Zeit auch ein wichtiger Punkt.
- 48:53Eugen Pfister: Da können wir dann nachher zur nächsten überleiten.
- 48:56Eugen Pfister: Wobei, ich würde noch gerne über Spiele reden. Ach, aber der wichtige Punkt ist,
- 48:59Eugen Pfister: finde ich, wir haben es uns angewöhnt, die Gefahren des Faschismus und des Totalitarismus immer zu externalisieren.
- 49:06Eugen Pfister: Es ist immer das Fremde, das sind die anderen. Dann haben wir auch die schwierige Frage. Das kann man mit Nazis
- 49:12Eugen Pfister: reden oder nicht? Da möchte ich jetzt gar nicht drauf eingehen. Aber was passiert ist,
- 49:16Eugen Pfister: wenn man sie halt nur externalisiert und das sind nur die anderen und man sich auch nicht mehr mit der Frage beschäftigt,
- 49:21Eugen Pfister: wie kann man so falsch laufen? Oder wie kann man so viele Abzweigungen verpassen und in die ganz falsche Richtung gehen,
- 49:29Eugen Pfister: ist natürlich eine Möglichkeit zu sagen Wir sind dem erhaben, wir sind klüger.
- 49:33Eugen Pfister: Bei uns kann das nicht passieren.
- 49:35Eugen Pfister: Aber man merkt ja jetzt auch, dass immer mehr Leute auch diese Parteien und diese autoritären Figuren wählen.
- 49:43Eugen Pfister: Nach der Logik werden einfach immer mehr Leute dumm.
- 49:47Eugen Pfister: Ist eine Möglichkeit, das zu erklären. Aber vielleicht ist es manchmal eben auch wichtig,
- 49:52Eugen Pfister: sich damit auseinanderzusetzen. Wie ist es dazu gekommen, damit man das eben auch verhindern kann oder im besten Fall
- 49:58Eugen Pfister: vielleicht auch wieder rückabwickeln könnte? Und dass deswegen.
- 50:01Eugen Pfister: Das war jetzt eine große Klammer, aber deswegen finde ich es manchmal sehr wichtig, Eben nicht so wie in den ersten Star
- 50:07Eugen Pfister: War's. Ja, die Imperialen sind die hinter den Helmen, die sind böse,
- 50:10Eugen Pfister: die treten kleine Kätzchen und ertränken Hundewelpen und töten Milliarden auf einem Planeten.
- 50:17Eugen Pfister: Ja, weil da muss man sich damit nicht auseinandersetzen. Das ist dann wie Orks oder Killerroboter,
- 50:22Eugen Pfister: die killen halt und die kann man auch genauso bedenkenlos umbringen, weil sie so böse sind,
- 50:26Eugen Pfister: sondern wenn dann diese Schattierungen reinkommen und die Grenzen und diese, da muss man sich plötzlich mit unangenehmen
- 50:31Eugen Pfister: Fragen auseinandersetzen. Und das fand ich sehr spannend.
- 50:37Eugen Pfister: Hast du etwas besonders Spannendes gesehen oder sollen wir noch kurz über Spiele reden?
- 50:41Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, ich habe auch was Spannendes gesehen.
- 50:43Eugen Pfister: Eugen Pfister: Was du Spannendes gesehen hast.
- 50:45Arno Görgen: Arno Görgen: Ich habe was Spannendes gesehen. Und zwar habe ich gesehen, dass eine war weniger spannend.
- 50:51Arno Görgen: Wie heißt das? Borderlands. Okay, das ist nur, weil es ein Spiel ist.
- 50:55Arno Görgen: Weil es eine Spielverfilmung. Ich würde das.
- 50:57Eugen Pfister: Eugen Pfister: So gerne sehen. Es ist sehr, sehr, sehr trashig.
- 50:59Arno Görgen: Arno Görgen: Ehrlich gesagt, glaube ich. Also ich fand es nicht schlecht, aber auch ein bisschen belanglos vielleicht.
- 51:07Arno Görgen: Aber ich glaube, das könnte so ein Film sein, der so über die Jahre so ein Liebhaberstatus bekommt,
- 51:14Arno Görgen: Also der jetzt im Moment echt furchtbar ist, aber den ich in zehn Jahren viel wohlwollender zum Beispiel sehen würde.
- 51:19Eugen Pfister: Eugen Pfister: Er hat sehr großartige Schauspielerinnen.
- 51:21Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, in der Tat, ich. Das andere, was ich viel spannender finde, was leider eine Serie,
- 51:26Arno Görgen: die leider auch schon nach der ersten Staffel abgesetzt wurde, ist The Franchise.
- 51:30Arno Görgen: Hast du schon mal davon gehört? Eine Serie?
- 51:33Eugen Pfister: Eugen Pfister: Du schaust so oft Serien, die nach der ersten Staffel abgesetzt werden.
- 51:36Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, zuletzt war es.
- 51:37Eugen Pfister: Eugen Pfister: Chaos und jetzt.
- 51:38Arno Görgen: Arno Görgen: Ist es The Franchise. Oder ist eine Serie unter anderem mit Daniel Brühl.
- 51:43Arno Görgen: Die Namen der anderen kann ich mir leider nicht merken, auch wenn da bekannte Namen dabei sind.
- 51:47Arno Görgen: Zum Beispiel von The Boys. Die Stormfront Schauspielerin ist auch dabei und der Ach Gott,
- 51:55Arno Görgen: wie heißt der? Ich habe sie.
- 51:57Eugen Pfister: Eugen Pfister: Da stehen, aber ich lasse dich gerne da.
- 52:00Arno Görgen: Arno Görgen: Egal. Ist auch egal. Das Wichtige ist also dieses Setting.
- 52:05Arno Görgen: Es ist eigentlich eine bitterböse Satire über das Filmbusiness.
- 52:10Arno Görgen: The Franchise sagt schon vieles ist im Prinzip eine eine Aufarbeitung von Marvel und Disney und ihrem ja,
- 52:18Arno Görgen: diesem. Ihr Räderwerk, das immer weiter sich dreht und immer neue Rotze raushaut.
- 52:27Arno Görgen: Und die Qualität ist eigentlich auch schon egal.
- 52:29Arno Görgen: Man will eigentlich nur an die Millionen der Zuschauerinnen und Konsumentinnen ran.
- 52:34Arno Görgen: Da wären.
- 52:34Eugen Pfister: Eugen Pfister: Wir ja eigentlich beim Thema.
- 52:35Arno Görgen: Arno Görgen: Und deswegen ist es auch so spannend.
- 52:39Arno Görgen: Man verfolgt quasi die Verfilmung eines Films und da sind dann alle Figuren dabei.
- 52:46Arno Görgen: Der Daniel Brühl eben, der der Deutsche eigentlich Arthouse Direktor,
- 52:51Arno Görgen: der aber ganz groß werden will und eigentlich eine ganz arme Wurst ist.
- 52:56Arno Görgen: Und dann der der Assistent, der irgendwie alle Fäden zusammenhalten muss,
- 53:03Arno Görgen: am Ende den ja wahnsinnig werdenden Direktor so ein bisschen versucht an die Seite zu schieben,
- 53:10Arno Görgen: um dann selber als Regisseur wirken zu können.
- 53:14Arno Görgen: So ein bisschen heimlich. Also er ist natürlich nicht der Regisseur.
- 53:17Arno Görgen: Er versucht nur, den Film zu retten und so und aber auch diese.
- 53:21Arno Görgen: Also diese Kevin Feige artigen Figuren, die da großkotzig über diese Produktionen herfallen und dann sagen okay,
- 53:29Arno Görgen: ich hätte jetzt mal gerne ein komplett neues Element drin, nämlich das und jenes und ihr kriegt jetzt diesen CameoAuftritt
- 53:35Arno Görgen: aufgedrückt, obwohl ihr gar nichts damit zu tun habt und der Typ euch alle hasst.
- 53:39Arno Görgen: Aber ihr müsst jetzt mit euch mit dem rumschlagen und solche Sachen.
- 53:42Arno Görgen: Und da ergeben sich so unfassbar witzige Momente draus, die gleichzeitig.
- 53:48Arno Görgen: Also es hat mich auch sehr viel gelehrt, glaube ich.
- 53:51Arno Görgen: Oder einen neuen Blick auf diese Art zu produzieren gelenkt auch dieses on the run Drehbücher umschreiben innerhalb von zwei
- 53:58Arno Görgen: Tagen. Also ich bin mir absolut sicher, das wird genauso in der Realität auch passieren.
- 54:03Arno Görgen: Oder Immer dieser Blick aufs Budget.
- 54:06Arno Görgen: Immer diese Angst davor. Ja, da ist die Konkurrenz, die im gleichen Universum gerade aber den
- 54:15Arno Görgen: Film irgendwie produziert. Und die kriegen immer, Die kriegen dann den Filmkran und wir nicht.
- 54:21Arno Görgen: Und. Also solche Konkurrenzsituationen, die einfach unfassbar komisch sind und und gleichzeitig aber auch.
- 54:28Arno Görgen: Ja, es tut einem aber auch schon so ein bisschen weh, weil man ja selber auch lange Zeit Nutznießer dieser ja eigentlich den
- 54:37Arno Görgen: Menschen ausbeutenden Industrie dann auch gewesen ist und immer noch ist.
- 54:43Arno Görgen: Muss man ja sagen. Also ich genieße ja auch die Filme, auch wenn sie sehr oft dumm sind. Also sechs Leider haben wir schon drüber
- 54:48Arno Görgen: gesprochen.
- 54:51Eugen Pfister: Eugen Pfister: Wir machen mal ein Special zu Snyder.
- 54:53Arno Görgen: Arno Görgen: Noch eins.
- 54:54Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ich weiß nicht, ob ich mir so viele Filme, aber.
- 54:56Arno Görgen: Arno Görgen: Kann ich jedenfalls. Also es wurde in der Öffentlichkeit nicht so wohlwollend aufgenommen,
- 55:02Arno Görgen: aber. Und ich fand auch die erste Folge so ein bisschen verkrampft.
- 55:06Arno Görgen: Aber je länger man die schaut. Also das ist wie so ein auch wieder ein Erzähluniversum,
- 55:11Arno Görgen: in das man hineingesogen wird und das ich wirklich empfehlen kann.
- 55:14Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ich habe gerade nachgeschaut, es ist von Armando Janucci unter anderem,
- 55:18Eugen Pfister: den ich kenne. Von der FickO wird das eine wundervolle, bitterböse Serie ist.
- 55:23Arno Görgen: Arno Görgen: Das musst du mir jetzt. Das musst du jetzt mir mal erklären.
- 55:26Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ach, aber dann haben wir keine Zeit mehr für Spiele, wenn ich das jetzt erzähle. Die hat mir mein Schwager damals zum Anschauen
- 55:33Eugen Pfister: gegeben. Da geht es eigentlich um Spindoctor in der Zeit vom Nachfolger von Cameron.
- 55:39Eugen Pfister: Wie heißt der? Also Spindoctor in der englischen Politik.
- 55:44Eugen Pfister: Und das ist halt eine bitterböse, zynische Welt.
- 55:48Eugen Pfister: Und der Hauptcharakter ist der Peter Capaldi, den ich sehr liebe.
- 55:50Eugen Pfister: Und der da, das ist seine Glanzrolle.
- 55:52Eugen Pfister: Also er flucht in einer Tour, er erniedrigt Menschen, Er ist ein widerwärtiger Mensch.
- 55:58Eugen Pfister: Es ist hart, das Ich auch anzuschauen. Es ist halt.
- 56:01Eugen Pfister: Leider lacht man die ganze Zeit. Also er ist auch.
- 56:04Eugen Pfister: Er hasst. Er hasst die Politiker, um die er sich kümmert.
- 56:06Eugen Pfister: Ich glaube er ist zuständig für einen besonders unfähigen Minister. Ähm,
- 56:10Eugen Pfister: das ganze übrigens wurde dann nochmal neu aufgelegt in den USA als VIP.
- 56:17Eugen Pfister: Da ging es dann um die Vizepräsidentschaft.
- 56:18Arno Görgen: Arno Görgen: Habe ich gesehen.
- 56:19Eugen Pfister: Eugen Pfister: Julia Dreyfus Das ist eigentlich noch mal der Kick off.
- 56:22Eugen Pfister: Jetzt ein bisschen mit weniger Kanten und Ecken und also die Serie.
- 56:27Eugen Pfister: Ich weiß nicht, ob ich sie jetzt noch mal so gut aushalte, aber damals hat sie mich sehr beeindruckt. Allerdings mein Weltbild nicht
- 56:33Eugen Pfister: unbedingt verbessert. Ja.
- 56:34Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, das passt aber gut zusammen.
- 56:36Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, das dachte ich mir auch gerade nachdem, was du erzählt hast.
- 56:39Eugen Pfister: Aber jetzt will ich noch springen. Ich möchte noch ein bisschen über Spiele reden. Ich fange mal an,
- 56:43Eugen Pfister: zwei Spiele, also ein Spiel habe ich endlich Enter, Enter fertig gespielt,
- 56:48Eugen Pfister: zu Ende gespielt, nämlich Dungeons of Hinterberg.
- 56:52Eugen Pfister: Wir sprachen.
- 56:53Arno Görgen: Arno Görgen: Schon darüber.
- 56:53Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, wir sprachen darüber. Ich dachte jetzt auch wieder daran. Es war ein Spiel, das habe ich eigentlich weggelegt nach der
- 56:57Eugen Pfister: Einführung, nach dem Tutorial Dungeon, weil ich es einfach schlecht fand.
- 57:03Eugen Pfister: Dann habe ich es aber nochmal angefangen und dann ist es sehr, sehr gut geworden. Und das ist tatsächlich eines von wenigen Spielen,
- 57:09Eugen Pfister: wo die intrinsische Motivation bei mir wundervolles Fremdwort.
- 57:13Eugen Pfister: Also wo ich einfach, sagen wir es einfacher die ganze Zeit Lust hatte,
- 57:17Eugen Pfister: weiter zu spielen und wo die Puzzles mir gefallen haben.
- 57:20Eugen Pfister: Ähm. Die Geschichte, die Charaktere, die Ästhetik ist noch immer nicht so mein Ding,
- 57:24Eugen Pfister: wobei ich sie weiterhin respektiere als sehr konsequent.
- 57:27Arno Görgen: Arno Görgen: Das sagst du doch alles nur, weil du identitätspolitisch total abgeholt wirst.
- 57:31Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, aber darüber ja, ein bisschen kommen wir hin.
- 57:34Eugen Pfister: Nämlich Der Endboss ist die Bürgermeisterin des Orts Hinterberg, die,
- 57:39Eugen Pfister: wenn man sie sich anschaut und dann die Landeshauptfrau von Niederösterreich googelt,
- 57:44Eugen Pfister: sieht, dass die eins zu eins diese Person ist.
- 57:47Eugen Pfister: Also es geht eigentlich um die ÖVP am Land und das ist ein sehr schwieriges Thema in Österreich.
- 57:52Eugen Pfister: Aber das ist auch sehr, finde ich, differenziert aufgenommen worden,
- 57:55Eugen Pfister: weil sie wird jetzt nicht nur als der plumpe Bösewicht, sondern sie meint,
- 57:59Eugen Pfister: sie meint es schon gut, ist es doch fast zu viel gesagt.
- 58:02Eugen Pfister: Also sie hat, sie hat schon eine Motivation und sie denkt, sie tut etwas Gutes für die Gesellschaft. Aber sie ist wie so viele ihrer
- 58:08Eugen Pfister: Kolleginnen bereit, über viele Leichen zu gehen und alle möglichen ethischen Grenzen zu überschreiten.
- 58:15Eugen Pfister: Und wortwörtlich.
- 58:16Arno Görgen: Arno Görgen: Da hat man.
- 58:16Eugen Pfister: Eugen Pfister: Die Jain. In einem Spiel stirbt zum Glück niemand so richtig.
- 58:21Arno Görgen: Arno Görgen: In der Realität weiß man es noch nicht.
- 58:23Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, da würde ich auch sagen das nicht.
- 58:25Eugen Pfister: Aber es sind halt die ethischen Grenzen fallen sehr schnell und da sieht man da auch und das ist gerade auch vor dem Hintergrund
- 58:32Eugen Pfister: der Tagespolitik in Österreich passt ja.
- 58:34Arno Görgen: Arno Görgen: Auch gut zu The Thick of it.
- 58:36Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, das ist eben, da haben wir auch den guten Übergang und auch passend zum Thema oder von davor mit mit Nazis reden.
- 58:42Eugen Pfister: Ich spiele gerade Indiana Jones and the Great Circle und was auch gerade sehr sehr wohl tut,
- 58:47Eugen Pfister: ist Faschisten verprügeln. Ja, also ich liebe das Spiel dafür.
- 58:50Eugen Pfister: Erstens, es ist wunderschön. Zweitens es ist wahrscheinlich schon weil ich mit Indy aufgewachsen bin,
- 58:56Eugen Pfister: drückt es sehr viele Nostalgie Knöpfe, aber die sehr geschickt mehr als die Filme und mehr als die Serien und mehr als die
- 59:02Eugen Pfister: letzten Spiele. Ähm, es ist die Story kann ich bis jetzt sagen, ist nicht super intelligent.
- 59:09Arno Görgen: Arno Görgen: Von Maschinen Games oder?
- 59:10Eugen Pfister: Eugen Pfister: Genau also von von Wolfenstein Wolfenstein.
- 59:16Eugen Pfister: Also die Story ist jetzt nicht super intelligent. Das ist so ein bisschen Dan Brown Niveau, aber das erwarte ich von
- 59:20Eugen Pfister: Indiana Jones auch nicht.
- 59:22Arno Görgen: Arno Görgen: Ich wollte es gerade sagen. Also ich meine, das gehört ja auch irgendwie dazu,
- 59:25Arno Görgen: dass ja.
- 59:26Eugen Pfister: Eugen Pfister: Das ist.
- 59:26Arno Görgen: Arno Görgen: Jetzt Verneigung vor irgendetwas und freut sich.
- 59:29Eugen Pfister: Eugen Pfister: Irrsinnig, dass er da Latein gelesen hat. Und dann gibt es den Halt im Vatikan alle möglichen Sachen vergraben. Der Vatikan ist
- 59:34Eugen Pfister: wunderschön. Also es ist ein bisschen so, funktioniert also wie Assassin's Creed einfach Es macht die Welt wunderschön. Ich
- 59:40Eugen Pfister: laufe gerne herum in dieser Welt.
- 59:42Eugen Pfister: Was ist die.
- 59:42Arno Görgen: Arno Görgen: Prämisse?
- 59:44Eugen Pfister: Eugen Pfister: Die Prämisse? Also, wir fangen an, das war auch wunderschön. Das Tutorial ist nämlich,
- 59:47Eugen Pfister: oder? Das merkt man ja. Und dann wird etwas gestohlen, nämlich eine Katzen Mumie von einem Riesen.
- 59:55Eugen Pfister: Und der Riese hinterlässt Nona. Ein riesiges Siegel, das eindeutig das Siegel des Vatikanischen Archivs ist.
- 1:00:01Eugen Pfister: Also gehen wir dorthin, finden das Grab von einem Riesen aus den Kreuzzügen.
- 1:00:05Eugen Pfister: Das ist alles nicht so Interessant und zugleich haben die Faschisten den Vatikan übernommen und das Spiel Leite dich
- 1:00:12Eugen Pfister: eigentlich dazu hin, dass du wie bei Assassin's Creed dich überall durchschleichen könntest. Und das schaffe ich auch recht
- 1:00:17Eugen Pfister: lange. Aber so nach drei Vierteln von so Kurzmissionen passiert das.
- 1:00:20Eugen Pfister: Dann werde ich gefunden und dann pfeif ich drauf.
- 1:00:24Eugen Pfister: Dann werden alle verprügelt. Dann greife ich nach einer Gitarre, ziehst dem einen rüber nach einem Besen, ziehst den anderen rüber.
- 1:00:30Eugen Pfister: Also was ich auch mag ist, ich erschieße keine Leute, ich töte keine Feinde.
- 1:00:33Arno Görgen: Arno Görgen: Meine Frage gewesen.
- 1:00:35Eugen Pfister: Eugen Pfister: Manchmal sind so Fragen wie wenn ich eine Stahl Schaufel nehme oder eine Eisenschaufel versuche ich meistens nicht zu nehmen, weil
- 1:00:40Eugen Pfister: ich denke mir das könnte schwere Verletzungen führen. Aber ich denke mir so.
- 1:00:43Arno Görgen: Arno Görgen: Du kannst ja nicht die Leute mit dem Teddy erschlagen.
- 1:00:46Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ich kann Leute mit einem Staubwedel windelweich prügeln, das dauert länger.
- 1:00:51Arno Görgen: Arno Görgen: Es dauert länger.
- 1:00:53Eugen Pfister: Eugen Pfister: Aber das mache ich lieber mit einer.
- 1:00:55Eugen Pfister: Mit einem Metall.
- 1:00:57Arno Görgen: Arno Görgen: Du hoffst quasi auf Hausstaub Allergien?
- 1:01:01Eugen Pfister: Eugen Pfister: Nein, aber das ist das. Das. Das macht mich gerade ein bisschen zufrieden.
- 1:01:05Eugen Pfister: Dieses es durchlaufen niemand. Also schon Leuten wehtun, aber halt nicht nicht schwer verletzen.
- 1:01:10Eugen Pfister: Und das bedeutet, es fühlt sich ein bisschen an für mich wie ein Terence Hill Bud Spencer Film,
- 1:01:16Eugen Pfister: wenn ich da durchlaufe. Oder halt Indiana Jones und das aber halt nicht dieses Gritty, das ich sie alle auf brutale Art und Weise
- 1:01:21Eugen Pfister: erschieße oder runterstürzt, sondern einfach Die werden mit Besen verprügelt, mit einer Mandoline, mit Wenn du
- 1:01:26Eugen Pfister: mir ein Baguette geben würdest, ich würde sie mit einem Baguette verprügeln.
- 1:01:29Arno Görgen: Arno Görgen: Aber es zapft auch sehr stark quasi die Nostalgie an, oder?
- 1:01:33Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, das macht es halt sehr gut. Mich würde interessieren.
- 1:01:36Eugen Pfister: Also ich habe es mit meinem größeren Sohn gespielt, aber den habe ich halt auch schon die Indiana Jones Filme gezeigt. Bei dem hat
- 1:01:41Eugen Pfister: es auch gut funktioniert. Interessant wäre Funktioniert das bei Leuten, die das nicht kennen,
- 1:01:45Eugen Pfister: die das nicht im kulturellen Gedächtnis haben?
- 1:01:48Arno Görgen: Arno Görgen: Ich zum Beispiel.
- 1:01:50Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja. Na dann.
- 1:01:51Arno Görgen: Arno Görgen: Ich bin ja mit Quatermain groß geworden.
- 1:01:54Eugen Pfister: Eugen Pfister: Mochte ich auch.
- 1:01:55Arno Görgen: Arno Görgen: Fand ich großartig. Ich habe jetzt gesehen, das Ding war halt.
- 1:01:58Eugen Pfister: Eugen Pfister: Billiger für das öffentlich rechtliche. Den gibt es jetzt noch.
- 1:02:01Arno Görgen: Arno Görgen: Bei Amazon Prime, glaube ich. Noch drei Wochen oder so umsonst zu sehen.
- 1:02:05Arno Görgen: Und ich glaube, ich muss den noch schnell nochmal sehen, weil ich fand ihn. Ich glaube, der ist ganz ganz schrecklich.
- 1:02:10Arno Görgen: Aber ich fand ihn damals als 12-jähriger super.
- 1:02:15Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, herrlich. Das war so Wochenendfernsehen, weil die Filme halt billig waren.
- 1:02:18Arno Görgen: Arno Görgen: Chamberlain ist einfach super.
- 1:02:20Eugen Pfister: Eugen Pfister: Der war schon cool. Dornenvögel sollte ich mir auch mal wieder anschauen.
- 1:02:25Eugen Pfister: Gut, aber jetzt, jetzt, Jetzt verirren wir uns ein bisschen.
- 1:02:28Eugen Pfister: Willst du noch kurz sagen, was du gespielt hast?
- 1:02:30Arno Görgen: Arno Görgen: Ähm, gespielt. Hier Muss ich jetzt nicht groß ausführen.
- 1:02:35Arno Görgen: Ich bin gerade dabei für für einen Artikel Final Fantasy sieben, Die Remakes.
- 1:02:40Eugen Pfister: Eugen Pfister: Auch was Kleines für zwischendurch.
- 1:02:42Arno Görgen: Arno Görgen: Was Kleines für zwischendurch. Bin überraschend begeistert.
- 1:02:48Arno Görgen: Also ich habe das Remake habe ich jetzt fertig.
- 1:02:52Arno Görgen: Habe jetzt angefangen mit Wie heißt das nochmal?
- 1:02:54Arno Görgen: Rebirth heißt es, glaube ich.
- 1:02:56Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ist Rebirth. Das ist was Neues jetzt, oder?
- 1:02:59Arno Görgen: Arno Görgen: Also, Final Fantasy sieben ist ja 1997 erschienen und wie jeder weiß.
- 1:03:05Arno Görgen: Deswegen sage ich das ja. Und es gibt drei Teile jetzt, die quasi als Remake funktionieren und die ersten zwei Teile.
- 1:03:15Arno Görgen: Soweit ich das verstanden habe, sind das Spiel aus den 90er Jahren und der dritte Teil ist was ganz Neues.
- 1:03:22Eugen Pfister: Eugen Pfister: Okay.
- 1:03:23Arno Görgen: Arno Görgen: Was ich überraschend, aber irgendwie auch nett finde, weil es ja auch direkt dann daran anschließt,
- 1:03:28Arno Görgen: während die Final Fantasy Spiele ja allgemein, soweit ich das weiß,
- 1:03:32Arno Görgen: kaum Bezüge untereinander haben.
- 1:03:36Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, Gott, darüber kann man jetzt auch reden, aber das müssen wir ein andermal.
- 1:03:41Eugen Pfister: Und da ist wirklich nur ein Gefühl, dass das die Franchise zusammenhält,
- 1:03:45Eugen Pfister: glaube ich.
- 1:03:46Arno Görgen: Arno Görgen: Und ich spiele das für einen Artikel, den ich zusammen schreibe, mit Christian Günther zum Thema
- 1:03:56Arno Görgen: Umwelt, Terrorismus. Und da versuchen wir das Ganze eben so ein bisschen historisch zu framen.
- 1:04:02Arno Görgen: Und das wird dann Teil einer bei Pedia erscheinenden Sonderausgabe zu Final Fantasy.
- 1:04:09Arno Görgen: Cool. Ja, also da freue ich mich auch drauf.
- 1:04:12Arno Görgen: Ich habe auch schon relativ viel recherchiert, was gar nicht so leicht ist.
- 1:04:17Arno Görgen: Sagen wir mal Umweltschutzgeschichte im Japan der 1990 er oder überhaupt zu finden.
- 1:04:23Arno Görgen: Aber was ich finde, ist schon sehr interessant. Es gibt zum Beispiel in den 60er Jahren,
- 1:04:27Arno Görgen: die ich übersetze, direkt Aua, aua Krankheit.
- 1:04:32Eugen Pfister: Eugen Pfister: Was ist die AUA Aua Krankheit.
- 1:04:34Arno Görgen: Arno Görgen: Die tatsächlich den Umweltschutz in Japan sehr stark angeschoben hat?
- 1:04:38Arno Görgen: Es ist eine Krankheit, die in den 60er Jahren, ich glaube regional aufgetaucht ist,
- 1:04:43Arno Görgen: weil es durch Umweltverschmutzung zu Kontamination von Wasser oder ähnlichen Sachen kam und darüber eben eine
- 1:04:53Arno Görgen: Krankheit ausgelöst wurde. Und als man das eben rausgefunden hat, gab es eine sehr starke Umweltschutzbewegung
- 1:04:59Arno Görgen: oder Proto Umweltschutzbewegung, kann man sagen.
- 1:05:02Arno Görgen: Und diese ja Prinzip der Anfang des Umweltschutzes in Japan war.
- 1:05:09Eugen Pfister: Eugen Pfister: Das bin ich überhaupt neugierig. Eine vergleichende Geschichte des Umweltschutzes.
- 1:05:13Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, ich finde das wirklich ein sehr, sehr spannendes Thema und es tut mir fast ein bisschen weh,
- 1:05:19Arno Görgen: dass ich kein Japanisch kann, weil fast.
- 1:05:20Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ein bisschen.
- 1:05:21Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, ich glaube, es lernen würde mir noch mehr wehtun.
- 1:05:26Arno Görgen: Und es ist einfach ein wirklich faszinierende Geschichte, die mich auch total interessiert.
- 1:05:32Arno Görgen: Ich habe da jetzt große Lust, diesen Artikel zu schreiben.
- 1:05:35Eugen Pfister: Eugen Pfister: Das ist jetzt der der Aufhänger für den Übergang zum nächsten Teil.
- 1:05:39Eugen Pfister: Du hättest Lust, mehr zu machen. Worauf hättest du noch mehr Lust?
- 1:05:42Arno Görgen: Arno Görgen: Auf Anträge? Antragserotik?
- 1:05:45Eugen Pfister: Eugen Pfister: Die Antragserotik.
- 1:05:56Musik: Musik: (Musik)
- 1:06:56Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, worauf hätten wir denn Lust haben also?
- 1:06:59Eugen Pfister: Eugen Pfister: Lust ist schon die Frage, ob das das richtige Wort ist.
- 1:07:01Eugen Pfister: Ich habe jetzt ganz stark den Impuls, halt auch, sagen wir so, schwierige politische Zeiten.
- 1:07:07Arno Görgen: Arno Görgen: An Indiana Jones und Nazis verprügeln.
- 1:07:09Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja. Es schließt eigentlich an alles an!
- 1:07:11Eugen Pfister: Wir waren thematisch heute. Finde ich eh gut. Also es ist die Frage.
- 1:07:20Eugen Pfister: Ich greife nicht zu weit aus. Es ist die Frage. Es geht um Demokratie. Wie steht die Demokratie heute?
- 1:07:24Eugen Pfister: Was denken wir von Demokratie? Warum wird Demokratie zunehmend in Frage gestellt?
- 1:07:29Eugen Pfister: Das sind Fragen, von denen ich dachte, ich müsste sie mir nie stellen,
- 1:07:34Eugen Pfister: weil ich bin Tatsächlich. Oder? Wir beide sind in der glücklichen Lage, dass wir in einer extrem friedlichen Zeit auf
- 1:07:38Eugen Pfister: die Welt gekommen sind. Wir haben noch das Ende des Kalten Krieges erlebt.
- 1:07:42Eugen Pfister: Und die Atomangst. Ja, aber es war nie so die Frage, dass die Demokratie irgendwie zusammenbrechen
- 1:07:49Eugen Pfister: würde in unseren westlichen Ländern.
- 1:07:51Eugen Pfister: Doch nicht.
- 1:07:51Arno Görgen: Arno Görgen: Bei uns.
- 1:07:52Eugen Pfister: Eugen Pfister: Doch nicht bei uns. Und irgendwie es war auch, auch wenn das Ende der Geschichte dann doch nicht eingetreten ist,
- 1:07:57Eugen Pfister: wie ausgerufen, war doch das Gefühl da, dass es jetzt so weiter bergauf geht.
- 1:08:01Arno Görgen: Arno Görgen: Es ist zumindest das Ende von irgendwas gewesen.
- 1:08:03Eugen Pfister: Eugen Pfister: Es war das Ende von irgendwas. Es war tatsächlich.
- 1:08:05Eugen Pfister: Je mehr man es sich anschaut, desto mehr ist das Ende des Kalten Krieges durchaus problematisch gewesen.
- 1:08:11Arno Görgen: Arno Görgen: Also ich würde vielleicht sagen, es war das Ende der Einfachheit.
- 1:08:15Eugen Pfister: Eugen Pfister: Es war ja der Einfachheit, aber auch der Stabilität.
- 1:08:20Arno Görgen: Arno Görgen: Das schließt das mit ein.
- 1:08:21Eugen Pfister: Eugen Pfister: Dieses Gleichgewicht des Schreckens hat tatsächlich zu einer ziemlichen Stabilität über viele Jahrzehnte geführt.
- 1:08:28Eugen Pfister: Mal ausgeklammert die Länder, die es dann abgekriegt haben, wo dann halt Stellvertreterkriege geführt
- 1:08:33Eugen Pfister: wurden und wo man ja bis heute merkt, Stichwort Afghanistan, was da an verbrannter Erde zurückgelassen
- 1:08:39Eugen Pfister: wurde.
- 1:08:39Arno Görgen: Arno Görgen: Das ist natürlich was, was wir beide vielleicht weniger, aber was man sehr schnell vergisst,
- 1:08:44Arno Görgen: dass wir natürlich aus einer sehr, sehr privilegierten Perspektive hier sprechen.
- 1:08:50Eugen Pfister: Eugen Pfister: Im Gegensatz zu unseren Vorgängergenerationen, die halt den Zweiten Weltkrieg in Europa abgekriegt haben,
- 1:08:55Eugen Pfister: während andere Länder privilegiert waren.
- 1:08:57Eugen Pfister: Also deswegen in die Richtung möchte ich gar nicht so sehr hin, aber es war der Gedanke der Stabilität da,
- 1:09:03Eugen Pfister: auch wenn es sicher bei den Forscherinnen im Hinterkopf schon irgendwie vielleicht ein kritischer Moment da war.
- 1:09:10Eugen Pfister: Vielleicht wird es nicht ganz so bleiben. Jetzt kriegen wir jedenfalls mit, dass viele Sachen, die wir als natürlich, als
- 1:09:15Eugen Pfister: selbstverständlich wahrgenommen haben. Und hier betreten wir den Kern auch unserer Forschung immer der politischen Ideen,
- 1:09:21Eugen Pfister: nämlich die Demokratie und Zusammenarbeit und Konsensfindung immer mehr in Frage gestellt werden.
- 1:09:26Eugen Pfister: Und zwar von so autoritären Figuren, die jetzt überall hochkommen.
- 1:09:30Eugen Pfister: Es ist ja nicht mehr nur In Österreich haben wir sehr früh damit angefangen, mit Jörg Haider, und in einer gewissen Weise
- 1:09:36Eugen Pfister: war es egal, weil es nur auf Österreich konzentriert war.
- 1:09:39Eugen Pfister: Und das ist klein genug, dass es ignoriert werden kann, wenn da was passiert.
- 1:09:42Eugen Pfister: Aber jetzt ist es ja so, dass wir in Frankreich die Figur, mit der die Marine Le Pen haben,
- 1:09:48Eugen Pfister: also Ungarn ist ja schon längst Länder.
- 1:09:50Arno Görgen: Arno Görgen: Sind vorher schon peu a peu gefallen, die aber ein bisschen außerhalb des Fokus in Europa.
- 1:09:55Eugen: Eugen: Das Problem war auch also es ist das ist alles noch nicht sehr gut aufgearbeitet bei Österreich und als da die FPÖ in die
- 1:10:00Eugen: Regierung kam, gab es ja noch diese die Brandmauer in Europa und die Sanktionen gegen Österreich.
- 1:10:05Eugen: Und innerhalb von Österreich hat das eher zu einer Trotzreaktion geführt,
- 1:10:10Eugen: wie so oft. Aber die anderen Regierungen haben zusammengehalten, haben das kontrolliert, haben gesagt, wir
- 1:10:14Eugen: werden uns das anschauen. Und dann weiß ich aber nicht, warum es Orban gelingen konnte,
- 1:10:18Eugen: einfach was viel Ärgeres durch zu machen, nämlich einfach demokratische Systeme auszuhebeln.
- 1:10:24Eugen: Und dann kam es nicht zu Sanktionen. Also es gibt immer wieder kleinere Sanktionen,
- 1:10:28Eugen: aber da war es nicht dieser.
- 1:10:29Arno Görgen: Arno Görgen: Obwohl der Unmut ja wahnsinnig groß ist.
- 1:10:31Eugen: Eugen: Ja, aber der hält so die EU ein bisschen in Geiselhaft.
- 1:10:34Eugen: Und jetzt haben wir also wir haben es in Frankreich, wir haben es in den Niederlanden,
- 1:10:38Eugen: wir haben es ein bisschen unbeobachtet von uns in Skandinavien auch,
- 1:10:41Eugen: wo ja auch plötzlich die Rechten in Regierungen sitzen, das ist und Italien,
- 1:10:46Eugen: wo Tatsächlich? Also, ich weiß nicht.
- 1:10:49Eugen: Er bezeichnet sich mittlerweile selbst als Faschisten des Wahlkampfs.
- 1:10:53Arno Görgen: Arno Görgen: Glaube ich. Damals als postfaschistisch.
- 1:10:55Eugen: Eugen: Also tatsächlich kann man das Wort mittlerweile auch wieder verwenden. Die die AfD.
- 1:11:00Eugen: Alice hat ja auch dann wieder. Also es werden plötzlich auch Sachen wieder sagbar.
- 1:11:04Eugen: Also Hitler.
- 1:11:04Arno Görgen: Arno Görgen: War Kommunist.
- 1:11:05Eugen: Eugen: Ja, genau. Und Sozialist sogar. Also Kommunist.
- 1:11:08Eugen: Das ist ja schon. Also der, der Hitler Stalin Vergleich.
- 1:11:11Eugen: Ja, ja, man kann sagen, beides waren Arschlöcher.
- 1:11:14Eugen: Okay, aber dann wird es schwierig, das gleichzusetzen.
- 1:11:17Eugen: Und dann Kommunismus mit Nationalsozialismus gleichzusetzen heißt einfach Realität ignorieren oder umschreiben wollen.
- 1:11:24Eugen: Genau solche Sachen sind möglich. Und natürlich Trump. Also Trump. Und dann mit,
- 1:11:29Eugen: mit mit den Versagern. Von da gehen wir nicht zu sehr darauf ein.
- 1:11:32Eugen: Aber was, was wo es hinführt ist und das ist der erste Punkt wo ich auch mal dass in mir und deswegen rede ich davon,
- 1:11:38Eugen: weil ich mir das mal für Computerspiele angeschaut habe, ist dieser Drang zum.
- 1:11:44Eugen: Zur Führerfigur. Man wird jetzt nicht Führerfigur sagen, weil Führer ist vorbelastet,
- 1:11:48Eugen: historisch, aber zu einer starken Autorität.
- 1:11:50Eugen: Man darf.
- 1:11:50Arno Görgen: Arno Görgen: Das jetzt wieder sagen, leider.
- 1:11:52Eugen: Eugen: Gottes wahrscheinlich. Bald kommt es wieder. Aber wirklich.
- 1:11:56Eugen: Und der Gedanke ist und deswegen habe ich auch vorher gefunden, man darf das nicht so sehr externalisieren
- 1:12:01Eugen: oder immer nur anderen zuschreiben. Er ist ja verlockend.
- 1:12:04Eugen: Also wir sind so, in Zeiten haben wir Krisen und es dauert ewig.
- 1:12:07Eugen: Und dann haben wir in unseren Ländern dann Koalitionen, die mühsam sind,
- 1:12:11Eugen: wo dann Parteien drinnen sind, die die ganze Zeit immer nur für, für,
- 1:12:15Eugen: für, für Chaos sorgen und für Zwiespalt.
- 1:12:17Eugen: Und dann denkt man sich Wäre es nicht gut, wenn er so eine Person käme? Die braucht keine Koalition, sondern die, die räumt jetzt
- 1:12:22Eugen: hier mal auf, die sorgt sich um die, die schaut sich nein, es muss ja noch nicht.
- 1:12:27Eugen: Tun wir es noch nicht gleich so in diese Richtung framen, sondern einfach versuchen, was neutraler Also wie wäre es, wenn jemand
- 1:12:32Eugen: wäre, den wir mögen würden, der oder die dann hier einfach ein bisschen für Ordnung sorgt,
- 1:12:37Eugen: wieder für Ruhe, sich den Problemen wie dem der Klimakrise zuwendet und das mal macht,
- 1:12:42Eugen: Weil es braucht viel zu lange eine Koalition. Also das ist hier, glaube ich, das Verlockende daran. Man sieht Probleme und
- 1:12:47Eugen: man. Ich glaube, wenige denken sich, ich wähle Trump, weil ich den Charakter so cool finde.
- 1:12:51Eugen: Gibt es wahrscheinlich auch. Aber viele denken sich Naja, der ist blöd,
- 1:12:56Eugen: merkwürdig, bizarr. Aber der kümmert sich jetzt um die Probleme im Gegensatz zu Harris.
- 1:13:02Arno Görgen: Arno Görgen: Also wenn man gerade über Trump spricht, ist ja noch mal ein Spezialfall,
- 1:13:05Arno Görgen: weil es eben USA ist. Aber dass das gerade dieser Popfaktor bei Trump auch extrem stark war.
- 1:13:12Eugen: Eugen: Sicher auch. Ich würde jetzt aber nicht zu sehr in die Richtung gehen, sondern ich würde wirklich in die Richtung
- 1:13:15Eugen: dieser ähm, also dass man Es ist ja die Grundsatzfrage also Demokratie funktioniert einfach nicht mit Führerfiguren,
- 1:13:22Eugen: sondern die funktioniert, basiert auf Konsensfindung und Koalitionen,
- 1:13:27Eugen: auch schwierigen Koalitionen. Alle hassen mittlerweile Koalitionen,
- 1:13:30Eugen: weil die halt so schwierig sind, vor allem zwischen konservativ und sozialdemokratisch.
- 1:13:36Eugen: Aber tatsächlich ist das die Basis von Demokratien, von Parteidemokratien.
- 1:13:41Eugen: Es gibt ja noch andere Formen. Wir können ja auch über neue Formen der Demokratie nachdenken. Das tun wir noch nicht, sondern
- 1:13:45Eugen: wir denken lieber darüber nach. Oder versuchen wir etwas Altes, wieder autoritäre Figuren, monarchistisches
- 1:13:50Eugen: Prinzip aristokratischer Familien, die das dann weitergeben.
- 1:13:54Eugen: Ähm, also dieser Gedanke wieder so und zugespitzt auf die eine Person und ich finde,
- 1:13:59Eugen: das ist schon etwas, was du in Spielen sehr stark findest, auch in vielen Filmen.
- 1:14:04Eugen: Ähm, dass du die eine Figur hast.
- 1:14:06Eugen: Ich habe es mir jetzt auch angeschaut. Fangen wir mit Filmen an? Iron Man mochte ich eigentlich sehr, ist ja auch so eine
- 1:14:12Eugen: ambivalente Person, aber schon sympathisch. Aber da gibt es Situationen, wo er halt vom Senat ist.
- 1:14:17Eugen: Und der eine Senator finde ich sehr zu Recht.
- 1:14:19Eugen: Er ist halt eine unsympathische Figur im Film. Aber der Senator sagt dann Augenblick mal,
- 1:14:23Eugen: das ist eigentlich eine Massenvernichtungswaffe, die Sie haben als kleiner Milliardär,
- 1:14:29Eugen: als Privatperson. Das finde ich jetzt demokratisch schwierig. Er argumentiert es halt nicht gut, und im Film ist er böse und
- 1:14:34Eugen: hält davon ab, weil es ist ja eine große Gefahr von dieser Terrororganisation und die könnte man nicht bekämpfen, wenn man jetzt
- 1:14:39Eugen: auf so demokratische Sonderlichkeiten wie Hey, hast du eine Genehmigung dafür?
- 1:14:45Eugen: Rücksicht nimmt und das ist verlockend.
- 1:14:48Eugen: Ich finde das ist jetzt auch nicht bös das der Film das macht, aber das hast du halt wirklich öfter immer wieder Und in Spielen
- 1:14:54Eugen: hast du das auch sehr oft. Ich habe es damals, ich habe da halt noch ein bisschen veraltete Spiele. Ich habe es mir angeschaut,
- 1:14:59Eugen: als es damals in Österreich den Kanzler kurz gab.
- 1:15:04Eugen: Ein sehr rotes Tuch für mich, der halt auch so Sachen gesagt hat wie Ich habe es jetzt nicht mehr hier,
- 1:15:10Eugen: aber der hat öfter wirklich Demokratie in Frage gestellt gesagt. Ja, Mehrheiten interessieren ihn nicht,
- 1:15:15Eugen: er will das Richtige für Österreich machen. Und genau dieses Argument hast du da und das hast du aber auch in Computerspielen halt
- 1:15:20Eugen: sehr oft in diesen epischen runtergebrochen.
- 1:15:23Eugen: Also ich mass Effect. Die Mass Effect Reihe habe ich auch sehr gerne, aber da hat man auch dieses da ist man man
- 1:15:28Eugen: was ist man man ist ein kleiner Offizier und es gäbe eine Art demokratischer System.
- 1:15:33Eugen: Diesen Council.
- 1:15:34Arno Görgen: Arno Görgen: Wollte ich gerade fragen wie ist denn das politische System.
- 1:15:36Eugen: Eugen: Dort gibt es diesen Council, der, der der größeren Rassen, wo die Menschen noch nicht dabei sind am
- 1:15:41Eugen: Anfang. Also es ist. Man kann hinterfragen, wie demokratisch legitimiert sind,
- 1:15:44Eugen: aber.
- 1:15:45Arno Görgen: Arno Görgen: Das wollte ich nämlich.
- 1:15:45Eugen: Eugen: Sie sind halt sehr viel demokratischer legitimiert als ein kleiner menschlicher Offizier mit einer auch wieder
- 1:15:51Eugen: massenvernichtungs Waffe in der Hand oder mit einem einem Kriegsschiff.
- 1:15:56Eugen: Ähm und die brauchen halt zu lange.
- 1:15:58Eugen: Also es ist wieder dieses Thema. Da ist die Bedrohung der Reaper und der Council ist korrupt,
- 1:16:02Eugen: sind ein Paar und das braucht zu lange und die können nicht schnell genug reagieren. Das ist das Narrativ, das wir immer wieder haben
- 1:16:07Eugen: und das wir halt dann mit den Refugeekrise oder was weiß ich welche Krisen jetzt haben,
- 1:16:12Eugen: das auch dann immer wieder da in der Yellow Press kommt dieses Riesenproblem.
- 1:16:17Eugen: Die sind korrupt, die brauchen zu lange, sie können nicht darauf eingehen. Da brauchen wir jetzt jemanden, der da aufräumt. Und das
- 1:16:21Eugen: sind dann diese Figuren. Und ich glaube, das ist, auf diesem Narrativ werden sie angeschwemmt.
- 1:16:26Eugen: Und das sind jetzt auch nicht die Spiele, die daran schuld sind, weil die so wie wir es uns ja anschauen,
- 1:16:31Eugen: die nehmen ja nur etwas auf, was schon da ist, in der, in der im Diskurs und verstärken es dann aber
- 1:16:38Eugen: wieder und geben dann aber den Politikerinnen dann wieder das Narrativ,
- 1:16:43Eugen: das die verwenden. Also ja.
- 1:16:44Arno Görgen: Arno Görgen: Das gibt es ja sogar in Star Trek ganz oft auch, dass man irgendwelche planetaren Räte hat,
- 1:16:51Arno Görgen: wie auch immer die zustande gekommen sind, die, vor denen sich dann meistens Captain XY verantworten muss wegen irgendeiner
- 1:16:59Arno Görgen: Kleinigkeit. Und es werden aber nie die ja etablierten Wege genutzt,
- 1:17:07Arno Görgen: diese Konflikte zu lösen, sondern immer muss dann der jeweilige Captain oder einer aus seinem Team dann was ganz
- 1:17:15Arno Görgen: Verrücktes machen, um dann klarzumachen der Typ hat keine Schuld, hol dich da raus oder so!
- 1:17:20Arno Görgen: Also es ist immer diese diese externalisierte Aktionen, die die.
- 1:17:27Eugen: Eugen: Eurokraten, die.
- 1:17:28Arno Görgen: Arno Görgen: Die Lösung dann bringt.
- 1:17:31Eugen: Eugen: Ja, also das ist gut, dass du das sagst.
- 1:17:34Eugen: Es ist ja auch. Auch hier muss man sagen, dass ich auch keine böse Erzählung und das ist ja nicht der,
- 1:17:38Eugen: der der Stachel, sondern dieses.
- 1:17:41Arno Görgen: Arno Görgen: Korrektiv.
- 1:17:41Eugen: Eugen: Braucht es ja auch, weil ich.
- 1:17:43Arno Görgen: Arno Görgen: Wollte das gerade sagen, im Gegenteil ist es ja ganz oft bei Star Trek jetzt zumindest so,
- 1:17:47Arno Görgen: dass dann irgendwelche Normen in den jeweiligen Gesellschaften eben so sind,
- 1:17:51Arno Görgen: dass sie zumindest ein humanistisches Weltbild verhindern.
- 1:17:55Arno Görgen: Und erst durch die humane Intervention von außen wird dann oft eben ein humanistisches Weltbild etabliert.
- 1:18:04Eugen: Eugen: Das ist genau der Punkt, wo ich auch gerne hingehen würde.
- 1:18:08Eugen: Als nächstes nämlich es ist ja ein Korrektiv und das habe ich im Podcast vom Runcman,
- 1:18:14Eugen: der hat zu einem Text von Thoreau besprochen, den habe ich dann auch gelesen.
- 1:18:18Eugen: Ich hoffe, das ist der Richtige jetzt. Aber da geht es auch um die Frage der Tyrannie, der nicht der Tyrannei,
- 1:18:23Eugen: der Tyrannei der Mehrheit, also dass Demokratie ja auch nicht gewährleistet,
- 1:18:28Eugen: dass die Mehrheit immer das Richtige entscheidet. Das beste Beispiel, finde ich, ist immer die Frage. Wie steht die
- 1:18:35Eugen: Mehrheit zu Todesstrafe? Und Todesstrafe wurde in den meisten Ländern nicht abgeschafft,
- 1:18:39Eugen: weil die Mehrheit dafür war, sondern obwohl die Mehrheit dafür war.
- 1:18:42Eugen: So auch in Österreich. Also dass sich dann.
- 1:18:44Eugen: Das ist dann halt ein sehr schwieriger Moment, dass dann eine Elite für das Bessere der der Gesamtheit entscheidet.
- 1:18:53Eugen: Also dass wenn man sich anschaut, es gibt halt nie die einfache Antwort,
- 1:18:56Eugen: aber die in diese Richtung wird ja nicht gerade kritisiert, sondern es wird nur davon ausgegangen,
- 1:19:03Eugen: dass diese Systeme inhärent kaputt sind.
- 1:19:06Eugen: Demokratischer. Sie brauchen alle zu lange, sie sind alle, sie führen alle.
- 1:19:09Eugen: Auch, dass dieser allgemeine Glaube jetzt.
- 1:19:12Eugen: Ich würde mir gerne mal anschauen die Figur des korrupten Politikers,
- 1:19:16Eugen: der korrupten Politikerin, dass also dieser dieser auch dieser Stehsatz macht korrumpiert.
- 1:19:21Eugen: Absolute Macht korrumpiert absolut.
- 1:19:24Eugen: Das ist ja Unsinn. Also es ist nicht Unsinn, aber das ist so platt.
- 1:19:29Eugen: Ja.
- 1:19:30Arno Görgen: Arno Görgen: Ich überlege gerade, in welchen Spielen es denn überhaupt jetzt mal dezidiert demokratische Elemente gibt.
- 1:19:35Arno Görgen: Also so ansatzweise hat man das ja teilweise in Aufbausimulation mit der Zufriedenheit der Bürger.
- 1:19:41Arno Görgen: Also wenn die dann ab einen bestimmten Punkt ins Unzufriedene kippt,
- 1:19:45Arno Görgen: dann hat man nicht mehr so lang. Oder die Steuereinnahmen werden weniger oder was auch immer.
- 1:19:50Arno Görgen: Also in gewisser Weise könnte man mit viel Fantasie sagen, das hat ein demokratisches Element.
- 1:19:55Arno Görgen: Ja, Oder eine Oberfläche. Ja, also es simuliert das sozusagen.
- 1:20:00Arno Görgen: Aber darüber hinaus fällt es mir tatsächlich schon schwer zu sagen,
- 1:20:06Arno Görgen: wann, wann hat es überhaupt mal irgendwo Wahlen gegeben in Spielen oder wann hat es.
- 1:20:13Arno Görgen: Bürgerrechtsbewegungen gegeben, die nicht gegen einen korrupten Staat,
- 1:20:18Arno Görgen: sondern auf so einer, wirklich auf so einer Diskursebene versuchen irgendwas zu regeln oder nicht wie ein
- 1:20:26Arno Görgen: Fallout. Das habe ich vorhin schon vor dem Vom Podcast schon zu dir gesagt bei Fallout immer dieses Ja man muss die andere,
- 1:20:35Arno Görgen: das Institut oder die Konklave oder so werden gleich plattgemacht.
- 1:20:39Arno Görgen: Es gibt keine Diplomatie oder so, also wo sind Spiele Die Diplomatie?
- 1:20:44Arno Görgen: Nicht realistisch, aber auf einer auf einer Ebene nachbilden oder Konsensfindung gibt.
- 1:20:50Eugen Pfister: Eugen Pfister: Oder dieses Wir sind entgegengesetzter Meinung, aber wir können uns an einen Tisch setzen, bevor wir.
- 1:20:54Arno Görgen: Arno Görgen: Kommunikation findet eigentlich nur durch Kaputtmachen statt.
- 1:20:58Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ja, ist halt einfacher. Ich wollte noch ein Beispiel geben Es gibt.
- 1:21:01Eugen Pfister: Ich habe mich mit der Frage auch auseinandergesetzt der Demokratie. Und tatsächlich so Spiele wie Civilization, wo ja
- 1:21:07Eugen Pfister: viel Demokratie und Republik. Da sagst du ich bin jetzt eine Demokratie und dann entscheidest du trotzdem, was du machst. Das
- 1:21:11Eugen Pfister: stimmt nicht ganz, weil es ist zumindest der Moment mit der Unzufriedenheit bei Kriegen da bei Demokratien.
- 1:21:16Eugen Pfister: Das ist so ein bisschen drin, aber ein Spiel, das finde ich sehr gut macht und eventuell auch die Democracy Reihe,
- 1:21:22Eugen Pfister: die war mir nur immer viel zu kompliziert.
- 1:21:24Arno Görgen: Arno Görgen: Nie gespielt.
- 1:21:24Eugen Pfister: Eugen Pfister: Aber. Tropico also man spielt einen eigentlich Diktator in einen Bananenstaat in der Karibik.
- 1:21:30Eugen Pfister: Aber man kann ja alles demokratisch machen, man kann korrupt sein,
- 1:21:33Eugen Pfister: man kann seine Gegner internieren, umbringen lassen, man kann alles Mögliche machen oder aber die Wahlen kommen trotzdem
- 1:21:39Eugen Pfister: und da kannst du ihn auch bestechen. Aber du kannst auch das Ganze machen, ohne zu bestechen. Und bei mir war schon
- 1:21:43Eugen Pfister: immer das Ziel zu schauen, dass ich einfach nur durch die Zufriedenheit der Bevölkerung immer wieder gewählt werde.
- 1:21:48Eugen Pfister: Also ich war nicht gefeit davor, viel Propaganda einzusetzen und und populistische Maßnahmen.
- 1:21:55Eugen Pfister: Aber das finde ich, ist eines der Spiele, das am besten dieses schwierige Gleichgewicht transportiert.
- 1:22:01Eugen Pfister: Weil da hast du dann die konservativen Reichen und die kommunistischen Arbeiterinnen und du musst entscheiden wem.
- 1:22:08Eugen Pfister: Also ich finde, das ist ein Spiel, das da noch am nächsten hinkommt. Aber ich wollte eigentlich zu deinem Punkt kommen,
- 1:22:13Eugen Pfister: weil der ist auch so zentral. Dieses Jahr muss alles Konflikt sein,
- 1:22:17Eugen Pfister: also Konflikt oder wenn man einen Konflikt hat, muss man sich dann wirklich immer gegenseitig umbringen und zerstören?
- 1:22:23Eugen Pfister: Ja, Diplomat, es wäre ja auch Ich finde, demokratische Momente werden ja auch wenn du mal so eine Heldengruppe hast in einer WG und
- 1:22:30Eugen Pfister: du nicht sagst ich entscheide jetzt, wir gehen da hin, wir machen das jetzt, ich gehe nach Mordor und ihr kommt jetzt alle
- 1:22:35Eugen Pfister: mit. Sondern wo man den Moment hat, wo man sich jetzt hinsetzt und jeder sagt seine ihre Meinung und dann versucht man auch
- 1:22:41Eugen Pfister: da einen gemeinsamen Weg zu finden.
- 1:22:43Arno Görgen: Arno Görgen: Also ich habe auch das Gefühl, das lange Zeit das ein bisschen daran gekrankt ist das Spiele einfach durch ihre
- 1:22:49Arno Görgen: mediale Form sind. Eine Software die auf eins und null beruht, sozusagen bisschen prädestiniert waren auch solche
- 1:22:58Arno Görgen: einfachen Modelle zu suchen. Aber ich habe auch den Eindruck, dass man eigentlich seit mindestens zehn,
- 1:23:06Arno Görgen: 15 Jahren auch komplexere Modelle anwenden könnte, wenn man wollte.
- 1:23:13Eugen Pfister: Eugen Pfister: Also es gibt die Beispiele dafür, Ja, es ist nur die Frage was.
- 1:23:16Eugen Pfister: Also ich verstehe schon, dass Entwicklerinnen es ist halt immer extrem schwierig,
- 1:23:21Eugen Pfister: sich etwas Neues auszudenken und das ist nicht.
- 1:23:24Eugen Pfister: Also das ist wirklich herausfordernd, weil natürlich denkt man immer in den Formen und Regeln,
- 1:23:29Eugen Pfister: die man schon kennt. Und wenn man halt dann auf Brettspiele wie Schach und so zurückgeht,
- 1:23:34Eugen Pfister: ja dann ist halt alles Konflikt. Es ist.
- 1:23:36Eugen Pfister: Es ist dann einmal notwendig, einmal auszubrechen und eine neue Richtung vorzugeben.
- 1:23:40Eugen Pfister: Dann kann man plötzlich in die Richtung denken. Und ich glaube mittlerweile, also die Software und Hardware gibt das
- 1:23:45Eugen Pfister: locker her, dass man da viel mehr macht, was Kooperation ist und was schwieriges Ausbalancieren von unterschiedlichen
- 1:23:50Eugen Pfister: Interessen ist, was nicht nur ist.
- 1:23:52Eugen Pfister: Ich habe eine realistische Physik von zerstörten Beton.
- 1:23:56Arno Görgen: Arno Görgen: Wo ich das in gewisser Weise auch mindestens interessant, vielleicht auch sehr gut fand.
- 1:24:01Arno Görgen: War bei Disco Analyse um Scheiße, bei Disco Elysium, wo ja sehr viele unterschiedliche
- 1:24:11Arno Görgen: ideologisch unterschiedliche Gesellschaftsgruppen aufeinandertreffen,
- 1:24:16Arno Görgen: Diskurse in gewisser Weise stattfinden oder zumindest Positionen dargestellt werden.
- 1:24:21Arno Görgen: Und es, was ich auch sehr wichtig finde, eigentlich auch nicht wirklich eine Ideallösung gibt.
- 1:24:28Eugen Pfister: Eugen Pfister: Ach, das war ein schönes Spiel. Gäbe es doch nur mal einen Sammelband dazu.
- 1:24:31Arno Görgen: Arno Görgen: Ja, fand ich auch toll. Ich hätte auch schon Leute im Kopf, mit denen ich das gerne machen würde und.
- 1:24:37Eugen Pfister: Eugen Pfister: Hättest auch schon einen Titel.
- 1:24:38Arno Görgen: Arno Görgen: Und Themen.
- 1:24:39Eugen Pfister: Eugen Pfister: Themen und überhaupt. Demnächst kommt ja so, wir sind leider ein bisschen unter Zeitdruck.
- 1:24:47Arno Görgen: Arno Görgen: Wir müssen gleich noch zum Gate spielen.
- 1:24:50Eugen Pfister: Eugen Pfister: Wir müssen jetzt noch gleich Gate spielen gehen. Dazu dann mehr nächste nächsten Monat.
- 1:24:55Eugen Pfister: Also ich würde, wenn es wenn es dir auch recht ist, hier das Paket zu schnüren.
- 1:25:00Eugen Pfister: Wir haben ein riesiges Demokratiepaket aufgemacht.
- 1:25:02Eugen Pfister: Das können wir ja auch sonst wieder aufnehmen.
- 1:25:05Arno Görgen: Arno Görgen: Zu schnüren mit einer schönen Schleife obendrauf.
- 1:25:07Arno Görgen: Ich glaube, wir haben heute ein schönes Paket auch gepackt.
- 1:25:10Eugen Pfister: Eugen Pfister: Es war auch sehr schön, vor Ort mit dir zu reden.
- 1:25:13Eugen Pfister: Ich hoffe, es macht auch denen, die uns hören, Freude und inspiriert ein bisschen zu weiteren Gedanken und hoffentlich
- 1:25:21Eugen Pfister: Forschungsprojekten.
- 1:25:22Arno Görgen: Arno Görgen: In diesem Sinne. Macht's gut, ihr Lieben.
- 1:25:26Arno Görgen: Wenn ihr Gedanken, Ideen, Kommentare habt, schreibt uns gerne, wo auch immer.
- 1:25:32Arno Görgen: Wir werden versuchen, das meiste, was wir gesagt haben, auch irgendwie in den Shownotes
- 1:25:38Arno Görgen: unterzubringen. An Hinweisen auf Texte, auf Bücher, Filme etc.
- 1:25:43Arno Görgen: Und wir hören uns vermutlich in einem Monat dann wieder.
- 1:25:48Arno Görgen: Macht's gut. Tschüss.
- 1:25:57Musik: Musik: (Musik)