Latest / Unnötig Tiefgründig / 012 Autsch – und jetzt? Mit welchem Wehwehchen wohin?
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- Marv: Ola, hallo und moin, herzlich willkommen zurück zu unnötig tiefgründig, eine weitere Folge mit mir, charmanten Stimme von Marvin und Katrin. Kathrin: Da gibt's jetzt nichts zu. Marv: Ach so, die charmante, gut aussehende Kathrin! Ja, ich weiß nicht, also... Das war jetzt blöd, gut, hast recht, aber herzlich willkommen! Kathrin: Ja! Hi Marvin! Ja, hallo liebe Zuhörer! Ist kein Problem! Marv: direkt aus dem Konzept gebracht. Alles gut. Alles gut. Aber was haben wir heute denn vorbereitet? Also was haben wir denn so ein bisschen uns überlegt, was wir heute mit den lieben Zuhörern so alles ins Öhrchen flüstern? Kathrin: Ja, manchmal muss das sein. ihr merkt heute geht es direkt rein. haben den Smalltalk gerade schon vorgeschoben und Marvin muss gleich wieder arbeiten, wird gar nicht nur Stress, deswegen wird gar nicht so viel vorher geplänkelt. ja, heute euch hat das Krankenhaus-Thema ganz gut gefallen. Das heißt, wir schließen tatsächlich dann direkt noch eine Folge an und heute geht es ⁓ ouch und jetzt. Also mit welchem WW-chen müsst ihr wohin? Das wäre Marv: Nur Stress. Kathrin: heute mal abzuarbeiten. Marv: Ja, das ist... mein, wir können langsam... Wir fangen... Wir starten langsam. Wir starten ganz langsam. Was... Ach so. Ich mein, fangen wir mal langsam an so mit dem Alltäglichen, was so passieren kann. Man schneid sich in die Fötken rein. Hat man sich in den Finger geschnitten. Wo geht man dann hin? Kathrin: Und gelandet muss ich vielleicht bisschen runter skruzen. Es ist ja auch schon wieder direkt sehr undefiniert hier. Also du bist schon quasi mittendrin. Ja gut, okay. Fangen wir langsam an mit dem in den Finger geschnitten. Langsam in den Finger geschnitten. Macht ihr das absichtlich? Marv: Ja, weiß ich nicht, langsam mit den Fingern. Also ich mein, wir fangen mit den Fingern. Ich lang, aber nur langsam in den Fingern schneiden. Kathrin: Also da können wir ganz grob direkt erstmal definieren. Habt ihr euch vielleicht mit Papier geschnitten, wir haben es letztes Mal schon gesagt, damit müsst ihr nicht los. Habt ihr euch mit dem Küchenmesser geschnitten, kommt es tatsächlich drauf an. Wenn es relativ schnell aufhört zu bluten, wenn es keine so tiefe Wunde ist, ja, Pflaster drauf, zu Hause bleiben. Marv: Bye! Ich meine, habe ja mit diesem im Fingerschneiden, wenn die Notaufnahme kommt oder in die Hand oder so, nehmen wir mal die Hand, habe ich jetzt nicht so viel Erfahrung mit, aber wie definiere ich denn tief? Also was ist tief? Ich meine, klar, wenn ich durchgucken kann, bin ich durch, dann ist wirklich tief. Aber wenn du dich reingeschnitten hast, dann wie tief ist das? was macht man da? Wann muss man das denn nähen und wann kleben und wann strippen? Kathrin: Ja, da wird es schon etwas komplexer. Also letztendlich gilt, wenn ihr die Wunde selber versorgen könnt. Und nein, da zählt nichts zu, ihr könnt durchgucken. Dann könnt ihr die Wunde nicht selber versorgen. So, also ihr könnt vielleicht, aber ihr solltet nicht. Grundsätzlich gilt natürlich, wenn ihr euch einen Schnitt zugefügt habt und ja, tief. Ist ja so eine Sache. Wenn die Blutung relativ schnell Marv: Ach wirklich? Okay. Kathrin: selbst zu stoppen ist, wenn ihr, wie gesagt, wenn es kurz blutet und dann hört es auf und ihr könnt ein Pflaster drauf machen, alles gut. Es ist ja auch wichtig, dass es Moment ausblutet, damit eventuelle Keime oder Bakterien rauskommen. Hier übrigens ganz kurz, ganz wichtig zu sagen, wenn ihr beim Fleischschneiden euch in den Finger schneidet, solltet ihr tatsächlich auch nochmal bisschen genauer hingucken, dass es gut ausgeblutet ist, vielleicht wirklich auch nochmal desinfizieren, denn tierische Fette Wenn ihr, wie gesagt, am Fleisch schneiden seid, können viel viel schneller zur Entzündung führen. Das heißt, selbst wenn ihr euch sehr tief geschnitten habt, wenn es mit tierischen Fetten war, dann nähen wir das auch nicht komplett zu oder würden es auf gar keinen Fall komplett zu kleben, weil wenn sich dann in der Wunde noch Bakterien befinden, dann könnte das dann nachher eitern und wieder aufgehen und deswegen werden potentiell infizierte Wunden, stellenweise, ja, kommt es wie gesagt ein bisschen auf die Wunde drauf an mit tierischen Fetten oder was weiß ich, einen rostigen Nagel oder so. Auch da wird geguckt, wie tief und wie gut kann man das reinigen. Wenn die potentiell hochgehen könnte, also Eitern könnte, sich infizieren könnte, dann wird sogar bei tiefen Wunden nach einer sehr, sehr gründlichen Reinigung eine Lasche eingelegt. damit auch da noch Wundsekret nach außen befördert werden kann und es wird nicht so dicht genäht oder zugeklebt, damit Bakterien immer noch die Möglichkeit haben mit Wundsekret aus der Wunde rauszukommen. Siehst du, jetzt sind wir nämlich schon mittendrin. Mittendrin, ja. Auch da... Unnötig am Anfang. Also ich hab hier voll das Konzept, ich hab mich hier wieder unter so fangen wir... Marv: Ja, also... ziemlich tiefgründig. Hahaha! Kathrin: ganz langsam an mit einer Schnittwunde. Komplett einmal quer durch meinen Plan hier rein. Ja, es ist kein Problem. Jetzt muss ich einmal gucken. Marv: Ja, ich wusste nicht... Ich wusste nicht, dass... Sorry. Aber gut, das jetzt... Jetzt ist natürlich die Frage, wenn man Fleisch schneidet oder in den rostigen Nagel getreten ist oder sich mit irgendeinem rostigen Messer, Werkzeug, etc. geschnitten hat, dann ist natürlich die Frage... Alkohol drüber kippen? Hilft das? Schadet nie. Das brennt aber. Aber schadet nicht. Kathrin: schade. Ja, jetzt sprichst du mit. Ich glaube, da haben wir schon mal drüber gesprochen. Wir haben im Krankenhaus, ich kenne das schon von vorher, ich hatte das vorher auch. Ich habe ja mal gesagt, ich schon bevor ich im Krankenhaus angefangen habe als Friseurin sehr gut ausgestattet war. Nachdem ich übrigens meinen Mann kennengelernt habe, davor war meine Hausapotheke, ich hatte keine. Aber mein Mann hat mich schnell gelehrt, eine sinnvolle Hausapotheke aufzustellen. Das besprechen wir dann ein anderes Mal. Aber es gibt zwei verschiedene Desinfektionsmittel. Das eine mit Alkohol, das andere ohne. Das ohne für alle, Kinder haben oder empfindliche Ehemänner brennt auch ein bisschen. wenn euer Mann oder euer Kind sagt, au Mama, das brennt, euer Mann sagt hoffentlich nicht Mama. Marv: anderes mal. Kathrin: Dann, ja, ein kleines bisschen brennt es auch. ⁓ Mama. Okay. Kennst du die Werbung, wo der Mann krank mit Schnupfen im Bett liegt? Ich glaube, es ist Vigvapropa oder so. Ich weiß gar nicht genau. dann rufst du Mama an. ⁓ würde ich die Tür zu machen? Den würde ich einfach liegen lassen. Der dürfte an seiner Erkältung sterben, ehrlich. Da fehlt mir... Ja, wenn die Mama rufen, ist vorbei. Ich sag's, wie es ist. Marv: Das sag ich jetzt nix zu. Das sag ich jetzt nix zu. Okay, okay, okay, okay. Kathrin: Ja, auf jeden Fall, ich benutze tatsächlich immer das mit Alkohol. Ist so ein bisschen vielleicht, ist vielleicht so ein bisschen, wie man meint, eine größere Pille hilft besser oder wenn es brennt, habe ich das Gefühl, aktiv zu merken, wie die Bakterien und Viren sterben und das gibt mir einfach ein saubereres Gefühl in der Wunde. Marv: Okay, no pain, no gain oder so wie streng nach dem Motto krasse Sau, krasse Sau, ey einfach zack drüber. Boah, ich hasse das, wenn ich beim Schrauben oder so mir ne Macke in die Hand haue und ich mir dann immer dieses Desinfektionsmittel über die Hände kippe, weil ich mir halt die Hände desinfizieren muss. Boah, das brennt immer so. Aber irgendwann ist er abgestorben. Irgendwann ist der Nerv gesenkt sich auch. Nö, mach ich nicht mehr mit. ist dein Problem. Kathrin: Ja, also ich... Ja. Ja und da? Und da ganz ehrlich, wenn ihr euch da mal am Papier geschnitten habt und ihr arbeitet im Krankenhaus, müsst ihr euch dann Nacht tief hängen und desinfizieren. I feel you! Also nur weil es nichts fürs Krankenhaus ist, wir wissen es tut trotzdem richtig weh. Ja, auf jeden Fall desinfizieren ist im ersten Moment immer sinnvoll. Wie gesagt, auch ausbluten lassen. So ein Moment blutet ja aus Grund. Marv: Boah, höllö. Höllö. Höllö. Hölle. Kathrin: Wenn die Blutung nicht still war, es müsst ihr natürlich los. Wenn irgendwas dadurch nicht beweglich ist, weil vielleicht irgendwie eine Sehne oder sowas durchtrennt wurde oder ihr irgendwo einen Gefühlsverlust habt, weil vielleicht ein Nerv durchtrennt wurde, oder, oder, dann seid ihr dieb genug und dann geht los auf jeden Fall. Wenn ihr euch eine Fingerkuppe an der Brotschneidemaschine abschneidet, Teilweise, ich hätte es auch nicht gedacht, nimmt die Kuppen mit. Teilweise kann man die wieder dran kriegen. Das fand ich sehr interessant, macht man nicht immer. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, die Vorsichtshalber mitzunehmen. Ja, ich muss gestehen. Marv: das mir als Kind passiert. Also als Kind ist mir das passiert. Der Daumen. Bloop. Drei Viertel habe ich durchgeschnitten. Kathrin: Ja, mein Bruder hat das damals auch, also der hat nicht so viel und wir sind damit auch nicht los gewesen. Ich muss halt gestehen, es war auch gar nicht so viel. auch da, ist halt so ein bisschen, ja man muss da auch so bisschen seinen gesunden Menschenverstand anstellen, wenn ich mir da jetzt die oberste Hautschicht weggejagt habe und Marv: Okay, runtergeliebt oder? Kathrin: Das ist wie, wenn ich irgendwie mit dem Fahrrad gestürzt bin. Das ist so eine kleine Wunde, wo man pünktchenweise sieht, dass irgendwie so Mini-Tropfen rauskommen. Boah Leute, Pflaster drauf. Also jetzt muss man dazu sagen, ich weiß nicht, wie es bei dir ist. Auch ich habe vorher, bevor ich wusste, wie es in der Notaufnahme läuft, schon für mich gewusst, ich gehe nicht mit Kleinigkeiten los. Und für mich sind Kleinigkeiten auch manchmal etwas größer. Also ich gehöre, es gibt ja so die Leute, gehen Wie gesagt, mit einer super Winzigkeit los und man denkt, boah, ehrlich, also hätte sie jetzt auch mal zu Hause regeln können. ich finde, beste Beispiel ist immer der, und das ist beispielhaft für die breite Masse. Also es gibt es auch manchmal häufiger. Ich nehme einfach mal wieder den 25-jährigen Mann, der seit zwei Stunden Magen-Darm hat. und das Gefühl hat, er muss daran sterben und den Rettungswagen ruft. dann gibt's die... Wir nehmen jetzt einfach nur damit's fair ist die Frau. Dann gibt's die 70-jährige Frau, kommt mit Brustschmerzen, linksseitig ausstrahlen, machen wir's mal ganz klassisch, bis in den Kieferstrahlen. noch irgendwie so... Bei Frauen sind Oberbauchschmerzen auch so bisschen typisch. Die kommt fußläufig rein oder hat halt super starke Schmerzen, kommt fußläufig rein und man fragt ja, warum haben sie keinen Rettungswagen gerufen? Und sie sagt, ja der ist doch für die Notfälle. Ich gehöre zur zweiten Kategorie. ich weiß nicht, wo du dich da einordnest. Ich würde im Zweifel tendenziell zu spät losgehen, was definitiv auch nicht gut ist. Also ich will das jetzt hier nicht beschönigen. Das ist auch nicht der richtige Weg. Aber deswegen habe ich halt vor meiner Arbeit im Krankenhaus, auch nicht ganz so viel Krankenhauserfahrung. ich kann ja mal aus dem Nährkästchen plaudern. habe früher, wenn wir samstags viel zu tun hatten, oft war es samstags friseurmäßig, Bude war voll und ich habe nicht gegessen, nicht getrunken, weil man hat ja einen Kunden nach dem nächsten, also wir hatten keine Termine, wo du dann auch zwischendurch mal Pause hattest, sondern die sind bei uns fußläufig ohne Termin reingekommen und wir haben wirklich, ja. dann teilweise der Reihe nach gearbeitet. Ich war damals noch nicht so selbstfürsorglich, wie ich es heute bin und habe dann eben nicht getrunken, nicht gegessen und meistens gegen zwei, drei Uhr, wenn wir morgens ⁓ acht angefangen haben, dann hat sich mein Kreislauf bemerkbar gemacht, dann ist mir richtig, richtig übel geworden und so, dass ich dann das Gefühl hatte, mich zu übergeben. Es ist auch schon mal passiert. Und dann bin ich halt hinten in den Aufenthaltsraum und bin da vor mich hingestorben, weil es mir einfach super, super schlecht ging. Ich war jung, ich war dumm, es hat ein bisschen gedauert, bis ich das irgendwann mal verstanden habe. Ich weiß aber, dass es den Moment gab, wo ich sehr, schlimm auf meine Kollegen gewirkt habe. Und ich für mich gedacht habe, ja, theoretisch muss ich jetzt nur was essen und trinken, dann geht es mir besser, aber mir ist gerade so übel. Ich möchte gerade nichts essen, weil mir so speiübel ist und ich glaube, es kommt dann direkt hoch. Und meine Kollegen haben sehr fürsorglich meinen damaligen Freund angerufen, der sich sofort auf den Weg gemacht hat. dann wurde entschieden, dass er mich mit nach Hause nimmt. Und er hat entschieden, mir geht es so schlecht, er bringt mich ins Krankenhaus. Und ich habe mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt. In meiner Situation nicht ganz so effektiv, weil mir war wirklich schlecht. Und habe gesagt, ich brauche nur was Essen. Lass uns irgendwo was zu Essen holen. In diesen ganzen Diskussions und hin und her fahren. kommst ja immer noch nicht zum Essen. der hat mich ins Krankenhaus gefahren. Damals, wer erinnert sich, 10 Euro musstest du Notfallgebühr bezahlen. Das hat mir überhaupt nicht gepasst, weil ich hatte damals nicht viel Geld und 10 Euro war für mich viel Geld und das muss ich jetzt auch noch bezahlen dafür, dass ich gar nicht ins Krankenhaus wollte. Der Arzt, der ich glaube, es war dann halt eine Notdienstpraxis vom Krankenhaus geschaltet. Ich kann es dir gar nicht mehr genau sagen. Der war auf jeden Fall fachlich nicht so. auf mich bezogen kompetent. Hat mir dann irgendwas mit meinem Herzen erzählt und und und, ich sollte das beim Hausarzt checken lassen. Hat unterm Strich aber nichts gemacht und mich wieder weggeschickt. Ja, Gott sei Dank, ich wollte ja auch gar nicht da bleiben. Und ich war mittlerweile ziemlich ziemlich knatschig. Wir hatten es mittlerweile nach vier nachmittags und mein Ex-Freund ist dann bei einer Bäckerei angehalten und hat mir ein Brötchen geholt und siehe da. Marv: Okay. Kathrin: Nachdem ich das Brötchen gegessen habe, ging es mir besser. Wer hätte es gedacht, so einfach hätte sein können. wie gesagt, ich gehöre schon zu den Leuten, die nicht groß losgegangen sind, weswegen ich ja, wie wir in letzten Folge besprochen haben, auch manche Sachen einfach nicht wusste und mir da keine Gedanken drüber gemacht habe. Wichtig bei deinem in den Finger geschnittenen Patienten ist auch, wenn er sich jetzt entschließt ins Krankenhaus zu fahren, wenn etwas pulsierend Marv: Wow, so einfach jetzt sein können, mein Gott. Kathrin: heraus spritzt. Wir wissen nicht genau bei unserem imaginären Patienten, wie tief die Wunde ist. Sollte es pulsierend heraus spritzen? Druckverband, Rettungswagen rufen. Und wir reden aber jetzt nicht von so einem Minipfpfpfpf und können selber hin. Ja, du kennst das doch. ja, ist natürlich blöd, wenn man eine Art Theorie erwischt hat, aber wenn man... Marv: Ich meine, das sieht man dann natürlich auch. Es blutet dann auch wie Scheiße. das kriegst du gar nicht so schnell gestoppt. Kathrin: kann ja auch. Ja, es sieht auch manchmal mehr aus. ja, ja, also ich habe auch schon erlebt, dass sich Leute so ungünstig in die Hand, die Hand verletzt haben, dass es genau über der Vene lag und wir beide legen Zugänge, wir wissen das. Manchmal kommt auch, wenn du so eine Vene erwischt hast, ganz schön viel Blut. Es sieht im ersten Moment dann auch schwallartig aus. Wenn man dann bisschen länger drauf guckt, sieht man, dass es halt eben nicht raus spritzt. Das ist halt der Unterschied zu Arterie. ich habe schon bei wirklich Mini-Arterien gesehen, dass dann wirklich wie, keine Ahnung, wie aus einer kleinen Mini-Spritze da so ein Strahl rauskommt. wenn man es mal gesehen hat, erkennt man meistens den Unterschied zwischen einer Arterie und einer Vene. Aber eine große Vene kann auch mal schwallartig aussehen und sollte natürlich auch sofort mit dem Druckverband versorgt werden. Möglichst so, dass es nicht durchblutet. Aber die Finger auch nicht tief blau-violett werden. Marv: Ja, ich mein, was ich noch zu dem Thema sagen kann, wenn du dich geschnitten hast und du merkst, ⁓ ist doch ein bisschen größer und es spritzt jetzt kein Blut raus, du bist jetzt nicht zum Spider-Man geworden, sondern es läuft einfach nur raus, dann kannst du natürlich auch den ersten Stepper erstmal zum Hausarzt machen. Die haben meistens auch Verbände da und die können sich das auch ansehen. Und da ist sogar ein Arzt. die sehen das dann halt auch und wenn du dann, ich meine bei mir auf dem Dorf oder hier in der Stadt, da kannst du mal eben zum Hausarzt reingehen, wenn du dich irgendwo geschnitten hast. Ich meine, in den meisten Fällen ist es ja ⁓ auf dem Dorf. Da arbeiten die meisten, oder ja gut, da arbeiten die meisten Menschen mit größerem Gerät. Ja, ist so, da hast du einen Garten und da passiert halt mehr als wenn du ein Brötchen schneidest oder so. Kathrin: Ja, genau und Marv: Da kannst du im niedergelassenen Aussatz gehen und mal eben reingehen und sagen, guck mal, ich habe mir da mies in die Hand geschnitten. Vielleicht nicht so, aber du wirst schon, wie ich meine. Die sagen dann halt auch, okay, mach ein Pflaster drauf, sei glücklich. Oder die sagen, wir müssen erst mal gucken und dann guckt die Ärztin drauf, muss genäht werden, muss ins Krankenhaus. meine, dann hast du mit Sicherheit auch eine Einweisung und alles ist easy. dann bist du auch auf der sicheren Seite. Das würde ich so sagen mit solchen BW-chen, wenn es nicht Kathrin: Ja, also wenn ihr, wenn ihr Kanal. Ja, stimmt. Also wenn ihr... Marv: exorbitant rausspritzt, du nicht durch deine Hand gucken kannst oder da irgendwelche Körperteile fehlen, egal wie groß, dann kannst du noch zum Hausarzt gehen, wenn es natürlich nur so eine kleine Wunde ist. Kathrin: Ja, also wenn, ich würde es auch sagen, wenn du stehst zwischen muss ich damit los und ja, aber so richtig in den Griff kriege ich es nicht, dann definitiv Hausarzt, wenn die Hausärzte zu haben, informiert euch im Internet über die Notdienstpraxen. Also ich wusste auch vorher nicht, dass es so was gibt. Ich brauchte mal einen Zahn-Notdienst und ja, wir sind wieder bei Wurzelbehandlung. Fun fact, ich habe keinen gekriegt. Die Notdienste sind leider auch nicht mehr unbedingt immer so gut aufgestellt, das muss man halt einfach sagen, weil auch da natürlich der Fachkräftemangel greift. Aber grundsätzlich, wenn die Hausärzte zu haben, informiert euch über Notdienstpraxen, die geöffnet haben. Auch die bieten die Möglichkeit, das einmal mit euch zu beurteilen, also nicht nur bei Schwindverletzungen, sondern bei allen möglichen Dingen. Es gibt auch Kindernotdienste, da könnt ihr das einmal beurteilen lassen und die geben euch dann eben auch eine Überweisung ins Krankenhaus, wenn die sagen, dass das definitiv im Krankenhaus gesehen werden muss. Ich habe übrigens hier quasi mal aufgeschrieben, also die Grundsätze quasi, wann, wohin. Ich weiß nicht, ob wir die vielleicht einmal vor... Marv: Ja vielleicht machen wir das einmal. Dann bin ich jetzt so ins Thema reingebrecht. Kathrin: Also die sind auch nicht so detailliert. Du darfst gerne was zufügen, aber wir können wie gesagt auch gerne, wenn du auf einzelne Verletzungen eingehen willst, die unterschiedlichen Bereiche nennen mit den jeweiligen Sachen, wo man hin muss. Wir werden sicherlich nicht alle finden. Ja, also Notaufnahme definitiv für Notfälle, wenn es besonders schlimm ist, wenn ihr die Situation nicht einschätzen könnt, wenn ja... dringend dauer Handlungsbedarf ist auch wirklich gerne den Rettungswagen rufen. Der ist nicht als Taxi gedacht. Das heißt nur, weil ihr euch das Taxi sparen wollt oder weil ihr da einfach irgendwie denkt, auch ja, komme ich schneller dran? Haben wir letztes Mal schon besprochen? Nein. Aber wenn ihr keine andere Möglichkeit habt und wenn es gar nicht anders geht und wenn es wirklich auch medizinisch relevant ist. Dann natürlich auf jeden Fall den Rettungswagen rufen. ist dann auch die ganz klare Empfehlung. Alles, was halt warten kann, aber nicht besser wird, macht dann halt der Hausarzt. Alles, was warten kann und besser wird, kann zu Hause bleiben. Also wenn ihr zwei Stunden Bauchschmerzen habt und ihr habt eine Tablette genommen und die Bauchschmerzen sind weg, dann dürft ihr auch zu Hause bleiben. Natürlich, wenn die Bauchschmerzen wiederkommen, geht zum Hausarzt und lasst das mal checken. Aber man muss halt ehrlicherweise sagen, wir haben Patienten da stehen, die haben Bauchschmerzen und ja, ne, seit drei Stunden stärkste Bauchschmerzen und wenn man dann fragt, habt ihr ein Schmerzmittel genommen? Nö. Ja, aber warum nicht? Sehr schön ist die Antwort, ja dann könnte man dem Arzt ja nicht mehr zeigen, wo es weh tut, weil es dann vielleicht nicht mehr weh tut. Ja, aber wenn es nicht weh tut, ich beziehe das jetzt auf mich, weil ich bin ja, es gilt für den Tag genauso, aber ich bin ja nachts da. Da hat sich dann jemand ⁓ drei Uhr ins Krankenhaus geschleppt und sagt dann, ja, wenn es dann nicht mehr wehtut, kann ich dem Arzt nicht zeigen wo. Naja, wenn es nicht mehr wehtut, hätten sie auch einfach weiterschlafen können und hätten gar nicht losgemusst. das ist ja nun mal, wenn man sich selber helfen kann. Es gibt einen sehr großen Prozentsatz. Ich will mich da jetzt nicht festlegen, aber an Bauchschmerzen, da findet man die Ursache einfach nicht. Da gibt es bei uns Schmerztabletten, da wird Blut abgenommen, da wird ein Ultraschall gemacht. letztendlich sind dann die Bauchschmerzen weg. Man hat im Labor und im Ultraschall nichts gesehen. Die Leute dürfen nach Hause. Hab das mit Mike tatsächlich auch schon mal gehabt. Wir waren beim Fernsehen gucken. Der hat wirklich wirklich schlimmste Bauchschmerzen bekommen. Also dem ging es wirklich. Wir haben das eine Zeit lang ausgesessen und geguckt, ob es besser wird. Ich bin mir gar nicht mehr sicher. glaube tatsächlich, Schande über mein Haupt, wir haben auch keine Schmerztabletten da gehabt. Wie gesagt, ich habe das so mit jedem, was Mike hatte, habe ich meine Apotheke weiter ausgebaut und sind dann nachts auch ins Krankenhaus. Ich naiv, wie ich bin. Okay, das wird jetzt abgecheckt. ja, die Schwester hatte uns dann in dem Krankenhaus, wo wir waren, schon quasi einmal alles gesagt und uns auch so bisschen brewellig angeguckt, was wir überhaupt da machen. Und lass mich nicht lügen, ich glaube, er hat Iberogas-Tropfen gekriegt. Der Arzt hat einmal so ein bisschen unmotiviert drüber geguckt, hat dann noch mal drei Sätze wiederholt, die die Schwester gesagt hat, dann wurden wir nach Hause geschickt. Und ja, die Bauchschmerzen wurden besser. Und wie gesagt, damals habe ich das auch falsch eingeschätzt, weil ich es halt nicht gewohnt war, dass Maik so extreme Schmerzen hat. Und letztendlich, ja, danach hatten wir übrigens die Bürogast auch zu Hause. Ich bin mir nicht sicher, ich glaube, wir haben es nicht mehr. Ich habe halt andere Schmerztabletten. Aber ja, wir hätten uns da sparen können und wir hätten einfach die Problematik vielleicht selber lösen können und auf die meisten Bauchschmerzen. Es gibt Bauchschmerzen, da müsst ihr mit los, aber es gibt auch Bauchschmerzen, da steht nachher nichts hinter. Wie gesagt, bei mir war es ja auch quasi Hunger und hätte auch nicht ins Krankenhaus gemusst. Schön, ne? Ich direkt mal zwei Beispiele. Wo es unnötig war. Marv: Ja. Ich hatte auch mal einen Kollegen, der war kalt, schweißig, blass. Der sah aus wie eine Leiche. hat mir angeguckt und gesagt, ich habe mega Bauchschmerzen. Ich kann nicht, ich kann nicht, ich kann nicht. Ich dachte wirklich, okay, der geht jetzt hops. Der sah wirklich echt schlecht aus. Dann bin ich mit dem auch ins Krankenhaus gefahren. Der hat sich da so reingeschleppt. Eine halbe Stunde später kam er wieder raus. Ja, wir können nach Hause. Ich kann dir nicht mehr sagen, was es gewesen ist. Aber irgendwie dachte ich dann so, hä? Okay, gut, dann nicht. Kathrin: Ja. Ja. Ja, wirklich. Und wie gesagt, gibt auch die Patienten, Nierensteine, du kennst die Patienten, Nierensteine sind wirklich Höllenschmerzen. Nierensteine gehören auch, ich glaube, die sind auch in den Top 5 der schlimmsten Schmerzen. habe wirklich Frauen gehabt, die haben gesagt, ich habe zwei Kinder gekriegt und es hat nicht so weh getan. Also Nierensteine müssen unfassbar weh tun, da ballern wir dann auch wirklich viel. Marv: PAM! Total, Kathrin: Schmerzmittel durch die Vene rein, bis wir die schmerzfrei kriegen, also auch von dem guten Zeug. Und ja, so lustig wie es ist, wenn der Stein dann tatsächlich irgendwann rausgepinkelt ist, ist der Schmerz von jetzt auf gleich weg. Also in dem Moment, wo der Stein vom Hahnleiter in die Blase geht, sind die schmerzfrei. Vorher ballerst du da an Schmerzmittel rein, was geht, und kriegst die nur mit Mühe von diesen Schmerzen runter. Und sobald der Stein in der Blase ist, wird er ausgepinkelt und das Problem ist gelöst. Das muss man auch sagen. Es gibt auch diese vernichtenden Schmerzen, nicht unbedingt so leicht in den Griff zu kriegen sind und dann von jetzt auf gleich weg sind. Vielleicht hatte dein Kumpel einfach einen Nierenstein. Marv: Nee, nee, das war irgendwas anderes. Ich weiß nicht, was er hatte. Ich glaube, der hat einfach was echt Mieses, Falsches gegessen oder so. Aber ich kann mich da beim besten Willen nicht mehr dran erinnern, aber an seinen Gesichtsausdruck, den kann ich mich erinnern. Also der sah schon echt übel aus. Also da habe ich dann auch gesagt, das fahre ich lieber. Genau. Ich meine, das war zwei Uhr morgens. Also. Kathrin: Nee! Ja. Ja. Ja. Ja, und das ist halt dann auch, die gehen krumm in die Aufnahme, ja, und dann gehen die krumm in die Aufnahme und kommen freudig rein, wieder raus und so, hey, alles wieder gut. Marv: Ja. Ich weiß nicht, was er gekriegt hat, aber auf jeden Fall war es gut. Du sitzt dann natürlich auch und ich glaube, jeder normale Mensch denkt dann darüber nach, fahre ich jetzt ins Krankenhaus oder nicht. Und er sagt halt auch, muss nicht, wird wohl besser. Ich sage, hast du dich schon mal im Spiegel angeguckt? Du weißt wie die Wand. Also Alpina, Quest ist nichts gegen dich. ja, dann bist halt auch, fährst du nicht. dann, wenn was auf dem Pfad passiert oder so, wenn er dir auf einmal komplett zusammensackt oder so. Kathrin: ist er nicht wiedergekommen. YUM! Ja. Naja klar. Marv: Dann bist du natürlich auch im Stress. Ich kann das immer wieder verstehen, besonders nachts. ab, weiß ich nicht, wann machen Hausärzte zu? 16, 17 Uhr oder so? Wenn ihr dann zu haben, dass wenn da was passiert, ist dann halt auch schwierig. Weil wenn ich mir da dann in den Finger schneide oder so oder in die Hand und es kommt da immens viel Blut raus, dann hast du halt auch, dann musst du erst mal gucken, wo ist die Notdienstpraxis. Und ganz besonders ist das, wenn du alleine bist. Kathrin: Hm. Ja und ich muss... Marv: Also wenn ich jetzt hier in meiner Wohnung sitze und mir die Hand schneide und die blutet wie Sau, dann habe ich ja nur noch eine frei und dann noch auf dem Handy zu gucken, wo ist der nächste Notdienstpraxis, ist dann schon schwierig. Ich meine, ich würde dann einfach loslaufen. Einfach laufen, erstmal laufen, einfach laufen dann. Bald bist du draußen, wenn du dann hinfällst, findet dich vielleicht einer. Kathrin: YUM! Ich hab... Ich hab den Film nicht gesehen. Ich kenn nur die Szenen, halt immer wieder gespielt werden. Aber wie war das noch? Und eines Morgens, so ganz ohne Grund, begann ich zu laufen. Marv: Ja, genau, genau so. Und dann läuft es einfach. Mal gucken, was passiert. Ja, aber das ist halt schwierig, wenn du alleine bist. Ich meine, du bist jetzt in einer Partnerschaft, dann rufst du wen an. Aber wenn wirklich Leute alleine sind, ... oder der ist zu Hause, das ist natürlich dann noch mal eine Hausnummer schwieriger. Und das ist halt besonders jetzt in den älteren Generationen natürlich gang und gäbe, dass die dann halt alleine zu Hause sind. Kathrin: Ja. definitiv und wenn man dann auch nicht weiß, wer einen bringen könnte oder so und kann selber nicht fahren. Ich muss auch, da hatten wir auch letztes Mal glaube ich schon, ja und genau ich habe, habe letzte Folge hatten wir auch glaube ich darüber gesprochen. Also es ist schwierig natürlich, genauso wie es unter den Patienten alle Arten von Menschen gibt, gibt es die natürlich auch im Pflegepersonal und auf ärztlicher Seite. Marv: Meistens sind die auch so, ich will dich nicht stören. Ich wollte dich echt nicht stören. Kathrin: Es kann euch natürlich immer passieren, dass ihr auf jemanden trefft, der überhaupt kein Verständnis für euch hat. trotzdem, also gerade uns beiden, ist sehr, sehr bewusst, dass der, ja, dass der eigendefinierte Leidensdruck auch immer unterschiedlich ist. Also jeder hat einen unterschiedlichen Leidensdruck. Jeder hat bis zu einem gewissen Grad. Marv: Gewichten. zum Wischen. Kathrin: auch eine gewisse Art von Hilflosigkeit. der eine, ja, wie gesagt, mein Bruder hat sich irgendwann beim Abbau von, der hat sich so eine Skaterampe gekauft, ist da alleine hingefahren, hat die abgebaut und ist dabei dann eben genau an so einem rostigen Blech, hat sich da den Arm aufgeschlitzt und dem ist dann auch im ersten Moment nicht so gut gewesen und hat mich dann angerufen und ich Der war glaube ich zwei Stunden fern, da hätte ich jetzt auch nichts reißen können. Dann habe ich ihm auch gesagt, ja, pass auf, ich kann dir gerade nicht helfen, mach einen Druckverband rum. Also der war auch in dem Moment, ja, hast du halt so einen Schockmoment. In dem Moment hat er auch nicht drüber nachgedacht, klasse, ich hab ja einen Ersthilfekoffer im Auto. Ist dann hin, nachdem ich ihm gesagt habe, du, geh mal zum Auto, mach dir mal einen Druckverband, mach das so und so. Hat das dann auch gemacht. Hat sich dann auch ein bisschen akklimatisiert. Und hab ihm dann auch gesagt, pass auf, da und da in der Nähe ist ein Krankenhaus, fahr da mal hin. Und mein Bruder sagte, du, also der, der mir die verkauft hat, der ist jetzt weg und ich bin ja alleine und ich lass die jetzt hier nicht stehen. glaub dir jemand. Ich sag, ja, du hast eine Schnittverletzung, die muss ja in einer gewissen Zeit genäht und hier und da. Und er, ne, sagt er. Also letztendlich hat seine Frau sich gekümmert und ist mit einem Bekannten, die sind dann auch noch mal hingefahren. Marv: Geil. Kathrin: Aber auch da ist vielleicht die, ja, vielleicht ist mein Bruder, ne, gleiche Familie, hatte er in dem Moment dann eine andere Priorität und da war es ihm dann jetzt, wo er ja seine Wunde erst versorgt hatte, nicht mehr ganz so dringlich dann direkt zum Arzt zu kommen und, ja, Spoiler, die Flüchtis sind auch erst, die haben erst die Rampe verladen, die sind nach Hause gefahren und dann ist er danach mit, ist er danach ins Krankenhaus gefahren, bei sich zu Hause. Also, das ist das halt. Manche Leute sind sehr schnell, hilflos, weil denen das Wissen fehlt, weil sie es nie gelernt haben. Und andere Leute, die machen den MacGyver und machen so eine Wunde mit Panzertape zu und arbeiten dann erst mal ihre Schicht durch. Also hatte auch schon mal jemanden, der hat sich am Pizzaofen bei der Arme verbrannt, aber hat die Schicht noch fertig gearbeitet. Ich sag, wieso kommen sie denn erst jetzt? Ja! noch zu Ende arbeiten. Schlecht noch nicht zu Ende. Ja, ja, genau. das ist halt individuell und manchen fehlt das Wissen, manchen die Erfahrung und manche können das auch einfach nicht aushalten. Und ich will jetzt gar nicht für alle sprechen. Es gibt auch Leute, die für so was kein Verständnis haben. Das wissen wir auch beide. Aber ich würde dich jetzt einfach mal mit einbinden und sagen, also wir beide gehören auf jeden Fall zu den Leuten. Marv: War kein anderer da, wer soll denn Pizza baggen? Hallo? Kathrin: die immer Verständnis für die Patienten aufbringen. Bei mir gibt es dann auch gerne immer eine... Hey! Ihr könnt das nicht sehen, aber er macht so eine leicht winkende Handbewegung. Okay, also ich werde für jeden Patienten immer Verständnis aufbringen können. Ihr müsst bei mir damit rechnen, wenn ihr in einer Situation kommt, in die ihr euch hättet selber helfen können, bekommt ihr von mir natürlich auch immer... Marv: Hahaha! Jaaa! Jaaa! Kathrin: gratis ein Komplettes Beratungsgespräch und werdet dann über die Informationen, die euch in diesem Fall, in diesem konkreten Fall fehlten, gerne aufgeklärt. Ich erinnere mich an einen Mückenstich. Der war sehr schlimm. Der hatte starke Schmerzen. Es war vielleicht ein Westenstich, ich weiß nicht. hatte starke Schmerzen. Kein Schmerzmittel genommen, nicht gekühlt, nichts und letztendlich Marv: Ich akzeptiere das immer. Kathrin: Er hätte noch sehr, lange auf die Ärztin warten müssen. Ich hatte aber meine Patienten so weit pflegerisch fertig. Konnte also selber nichts mehr machen, habe mit dem Patienten reingenommen und habe dann in Absprache mit der Ärztin eine Ebo gegeben, habe ihm ein Octenisep verbannt. Wir haben letzte Woche schon drüber gesprochen, ein Desinfektionsverband mit alkoholfreiem Desinfektionsmittel gemacht. Und ich glaube, da haben wir in den Urlaubsvorbereitungen auch schon mal drüber gesprochen, dass ich zu Hause das Gel im Kühlschrank liegen habe. Und hab ihn wirklich, ich glaube, ich hatte Zeit. glaube, der arme Kerl ist 10 Minuten beraten worden von mir über jegliche Stichverletzung, wann man ins Krankenhaus muss, wann man das Zuhause versorgen kann. Der hat eine Komplettberatung bekommen und fragte dann, worauf er jetzt erwarten müsste. Sie müssen halt von der Ärztin gesehen werden. Ja, wie lange das denn noch dauern würde? Halbe Stunde? Ich sag, nee, nee, ich sag, sie sind halt kein Notfall. Wir haben hier ein paar... krasse Fälle liegen, so drei Stunden warten sie bestimmt noch. Also müsste er das denn warten? Ich bin ja kein Gefängnis, ich kann sie nicht festhalten, sie müssen halt von einer Ärztin gesehen werden. Also es ist ja ihre Entscheidung und der sagte dann, nee, dann gehe ich wieder. Also von mir, wie gesagt, gibt es Verständnis, aber dann im Zweifel halt auch eine ausführliche Beratung. Ja, ich weiß nicht, ob das alle so schön finden, aber ich finde es dann halt wirklich, das ist ja der Vorteil am Nachtdienst. Ich habe auch nicht immer die Zeit. Marv: ⁓ sehr schön. also ich hab nur... Kathrin: Wir haben auch Nächte, da geht halt gar nichts. der Vorteil im Nachtdienst ist, dass man meistens zumindest pflegerischerseits ein kleines bisschen mehr Zeit hat, Patienten ein bisschen mehr zu erklären. Über Tag es manchmal wirklich, ja, grenzt manchmal schon fast an Fließbandarbeit, weil es nicht zu schaffen ist. Und da fehlt dann oftmals die Zeit, zwischendrin den Patienten schon mal was zu erklären. Das nutze ich dann nachts ganz gerne. Marv: Ich meine, ich habe ja diese Situation nicht. Auf Station. Ich bin ja eher im Therapiebereich, also bei mir findet die Therapie statt und da... Kathrin: Ja, aber du kriegst dann manchmal die Patienten, die vielleicht über Tag bei uns die Beratungen nicht in dem Maße kriegen konnten und die vielleicht auch nicht ganz verstanden haben und dich dann fragen, was ist denn jetzt eigentlich oder nicht. Marv: Ja, aber die haben ja dann wirklich was. Also ich hab ja jetzt keinen da liegen, der weiß ich nicht, der hat sich an Blatt Papier geschritten. Kathrin: Ja, ja, nein, du bist ja auch in beratender Funktion tätig oder nicht? Marv: Ja, also beraten immer gerne, aber ich finde, Schwierigste ist natürlich, ja, bisschen dann. Meistens sage ich dann, ich rufe einen Arzt an, der macht das schon. Geteilte Arbeit. Geteilte Arbeit. Aber das Schwierigste ist natürlich bei der ganzen Sache, das mit den Schmerzen. Kathrin: Marvin erklärt. Ja super, okay, ja alles klar. der Arzt so, nee auf gar keinen Fall, gar keine Zeit. Was glaubst du gerade, was ich mache? Ich setze nicht rum, ich habe noch andere Arbeit. Ja, genau. Marv: Ich kann mich noch an meine Ausbildungssituation erinnern, dass man macht das immer so numerisch. sagt, beschreiben Sie den Schmerz bitte auf einer Skala von 1 bis 10. Und 10 ist halt unerträglich. Kathrin: Und da bitte noch mal ganz kurz, es tut mir leid, es klingt ein bisschen, als hätte ich hier ein Problem mit Männern, habe ich nicht, aber tatsächlich muss man gestehen, dass die Skala bei Männern durchaus häufiger mehr als zehn hat. Die Skala ist bei zehn. Ich sage immer gerne, bei zehn haben sie das Gefühl, sie müssen sterben. Wenn mir dann gesagt wird, Marv: Ja, aber das ist ja genau das Ding. Das ist ja genau das Ding. So, der Patient sagt dir 10. Also auch in diesem Ton. Also du fragst, hast du Schmerzen so auf einer Skala von 1 bis 10? Und er guckt dir an, ja, das ist schon wohl eine stabile 10. Stimmt schon. Ich meine, dann stehst du da und denkst dir, okay, 10 ist halt wirklich, ich hack dir gleich den Arm ab oder ich reiß dir den Kopf bei vollem Bewusstsein aus deiner Wiebelsäule raus. Und er sagt 10, dann ist es für ihn halt 10. Kathrin: Nö. Marv: dann ist es halt, dass er für sich entschieden hat, dass mein Schmerz, den ich gerade durchmache, 10 ist. Und das ist halt so, für Außenstehende denkst du dir, weißt du was, das ist höchstens zwei oder drei, aber er sagt, oh, schon wirklich, also es ist wirklich eine 10. Also es ist eine 10. Also du musst das halt auch ernst nehmen und dementsprechend halt auch handeln. Also so ist es nicht. Du kannst einfach sagen, nee, hat nur, hat gar keinen, also im schlimmsten Fall ist auch so, der hat gar keine Schmerzen, der guckt gar nicht, weil Menschen können das unterdrücken oder ... Kathrin: Ja. Genau und wir nehmen das auch ernst. Genau. Marv: Die sind halt schon so an diesem Schmerz adaptiert, dass sie sagen, ja, ist schon 10, aber ich nicht. Aber jetzt schon seit 20 Jahren diesen Schmerz. Also jeder, Zahnschmerzen hatte, würde das wahrscheinlich auf 10 deklarieren. Das Ding, wenn du so ein, ich weiß nicht, du hast ja Erfahrung. Aber du hast nicht kontinuierlich 10. Kathrin: Ja, das ist das. Ich denke immer, ja, pass auf, denke immer, das ist ja das Verrückte. Ich würde nie einen Schmerz bei 10 einordnen, selbst wenn ich ihn nicht ertragen kann, weil ich immer im Gefühl habe, nee, da geht noch mehr. Ich weiß, es gibt Cluster-Kopf-Schmerzen, weiß, es gibt Nierensteine, ich weiß. Also ich denke halt immer, also meine Zahnschmerzen, ich will das jetzt nicht hier verharmlosen, die waren echt übel. Ich hätte sie wahrscheinlich trotzdem bei einer 8, 9 eingeordnet, weil ich immer denke, das war es noch nicht, da geht noch mehr. Ich denke immer, das kann ... Marv: Es geht immer mehr. Es geht immer mehr. Kathrin: Ja, ja, aber wo ich jetzt ganz kurz, ja, genau auch Schmerz individuell und jeder schätzt das anders ein und grundsätzlich nehmen wir das ernst, was uns die Patienten sagen. Aber ich muss auch sagen, es fehlt auch da manchmal an Wissen und Erfahrung. Also ich gehe tatsächlich gerne hin und sage auf der Scala von 0 bis 10, 0 ist nichts, 10 ist, sie glauben, sie müssen sterben. Ab 3 bieten wir Schmerzmittel an. damit die sich ein bisschen besser einordnen können. Weil du hast auch Leute, sagen, ja, zehn. Und dann frag ich, haben sie wirklich so starke Schmerzen? Sie glauben wirklich, sie können es nicht mehr aushalten? Ja, doch, geht noch. Oder du fragst, haben die Schmerzen bei zehn? Ja. Möchten sie eine Schmerztablette? Nein, geht noch. Dann, ich neige dazu, dann muss ich noch mal hinterfragen, weil dann, man hat ja eine gewisse Menschenkenntnis. muss ich manchmal auch einfach hinterfragen, ob die Skala begriffen wurde. Sehr schön auf die Antwort. Bei mir sogar zwölf antworte ich dann gerne. Also wissen Sie, die Skala geht bis zehn. Da haben Sie das Gefühl, Sie sterben fast. Bei elf sind Sie tot. Ab tot haben Sie keine Schmerzen mehr. Also bei elf sind Sie wieder bei null. Das korrigiert, das korrigiert, das korrigiert bei solchen leicht übertreibenden Menschen, korrigiert dann die Skala im Kopf direkt. Marv: Ich wollte immer rabiater, dann bist du bei minus zwei laut deiner Rechnung. Kathrin: Das ist ja, wir sind ja in so einer Gesellschaft, wo schnell gerne übertrieben wird. Ich weiß nicht, ob ich das schon erzählt habe, wenn ich es jetzt doch wieder erzähle, ist es richtig doof. Wir sind ja eine Familie von Unfällen. unserer Familie hatten ja irgendwie, ich weiß auch nicht, ja viele. ist schon ein bisschen creepy. Aber Mike hatte vor ein paar Jahren einen Motorradunfall. Marv: Sind wir das? Sind wir das oder was? Ist euch alle ein Unfall? Kathrin: Es war noch Corona-Zeit. durfte ihn also höchstens für eine Stunde besuchen. Ich war selber kurz vorm Examen und es war halt ein bisschen schwierig, weil ich quasi vormittags zur Schule musste, mittags hingefahren bin, dann ja nur ein, zwei Stunden bleiben durfte. Und er war auch in einem entfernteren Krankenhaus, wo ich jedes Mal auch locker mindestens eine Stunde fahren musste. Und am Tag der OP haben wir dann halt gesagt, okay, ich komme nicht vorbei, weil ich kann ja nichts machen. So ist es ja in dem Moment. Ich weiß ja nicht mal, wann er fertig wird. funktioniert nicht. Und wir haben dann aber gefacetime'ed. In der heutigen Zeit ist das ja ganz schön. Man kann sich ja eigentlich immer sehen, wenn das Internet passt. jetzt telefoniert mein liebster Göttergatte mit seiner Frau, der Krankenschwester. Und ich sehe, er hat kein gerötetes Gesicht. Er ist tiefenentspannt, ganze, Atmung ist normal. Der schläft mir. wirklich faktisch am Telefon, beim Telefonieren fast ein, so Spoilerwärm aufgelegt, weil er fast eingeschlafen ist und er ist wirklich, wirklich, wirklich tiefenentspannt, weil die Narkosemittel echt noch kicken. Und ich frag ihn natürlich direkt Krankenschwester-Likes so, und Schatz, wie von 0 bis 10, wo sind die Schmerzen, wie schlimm ist es? er, zwölf. Ich sag Schatz, ich sag. Du schreist nicht, du weinst nicht, du kannst dich normal mit mir unterhalten. Ich sag, du atmest nicht schnell, du siehst nicht aus, hättest du nur einen Blutdruck oder nur einen Puls. Ich sag, du schläfst fast ein. Bist du dir wirklich sicher, dass du so schlimme Schmerzen hast? Die Schwester sagt, auch 15 sein. Ich werde das nicht vergessen. Ich sag ja, zwei Minuten später muss mir das Telefonat beenden, weil er eingeschlafen ist. Marv: Okay, krasser Support. Vielleicht war er noch bisschen benebelt von seinem... Kathrin: Ja, ja, also, ähm... Ja. Marv: Also Schmerzen ist sehr schwer als Außenstehender. Da gibt es keinen wirklichen Anhaltspunkt, wo du festgreifen kannst. Kathrin: Ja und nein und was du auch korrekt gesagt hast, chronische Schmerzen, also wenn man chronische Schmerzen bei einer Sex hat, sind die für jemanden viel leichter auszuhalten, als wenn man akuten Schmerz von Sex hat. Der Schmerz ist von einer Stärke gleich, aber wie du schon sagst, der chronische Schmerzpatient ist da traurigerweise dran gewöhnt. Er hat deswegen nicht weniger Schmerz, aber er kann es besser aushalten, weil eher diesen Schmerz gewöhnt ist, sollte also dementsprechend ist die Skala halt auch immer subjektiv und wird von uns nicht, ja, sollte von uns nicht irgendwie nach eigenem Ermessen korrigiert werden, weil dieser Patient vielleicht diese chronischen Schmerzen schon ewig hat und trotzdem dieser Schmerz aber in dieser Stärke vorliegt und deswegen gibt der Patient subjektiv seine Meinung an und die wird von uns dann eben so angenommen. ich muss aber auch vielleicht noch ganz kurz erzählen, ich hatte auch eine sehr junge Patientin diesmal, die mir auch gesagt hat, sie hat Schmerzen bei 10 und interessanterweise hatte sie also Schmerzen, bei denen sie glaubt, dass sie sterben muss, kaum aushaltbar und ja, da hätte man meinen müssen, wenn jemand so starke Schmerzen hatte. Zugang liegt, merkt er das ja vor Schmerz gar nicht, aber das Zuganglegen war durchaus für sie ein noch schlimmerer Schmerz. Also es gibt auch Frauen, bei denen die Skala definitiv über zehn geht. Marv: Es ist jetzt Geschlechter unabhängig. Ich würde da jetzt kein Geschlecht hervorheben, das nicht so gut mit Schmerzen umgehen kann. Kathrin: ⁓ da gibt's auch Studien zu, Jaja, das vertiefen wir jetzt nicht weiter. Marv: Ach was? Das wäre wirklich sehr tiefgründig jetzt. Kathrin: So, wir haben meinen ersten Punkt hier, also meine erste Zusammenfassung noch nicht mehr durch. Also bei Unsicherheiten hast du schon richtig gesagt zum... Ja, ich weiß auch nicht! Ehrlich. Der hättest nicht mit diesen blöden Finger anfangen. Marv: Wir sind schon meiner Treffelstande. Ich red so viel! Ich red so viel! Achso! Ja, alles klar. Ist okay, ist okay. Ich halt mich zurück. Ich halt mich zurück. So, machen wir einfach mal mit Punkt 2 weiter. Sonst... Achso. Kathrin: Marvin, kannst du nicht mal ruhig sein? Du lässt mich gar nicht zu Wort kommen. Stopp, stopp, stopp! Also du hast korrekt gesagt, bei Unsicherheiten auch mal zum Hausarzt und natürlich auch die 11.6. und 11.7. anrufen. Auch da, wir wissen, das ist nicht immer ganz so befriedigend, wie man es gerne hätte. Die können natürlich auch nicht immer alles genau beurteilen, schicken im Zweifel dann auch los, was im Zweifel auch immer die richtige Wahl ist. Auch, wie gesagt, wenn die Krankenhäuser überlastet sind und ihr nicht unnötig kommen solltet, kommt ihr im Zweifel trotzdem einmal besser zu viel, als ihr seid mit was nicht gekommen, was relevant gewesen wäre. Und wenn ihr nur Medikamente braucht, dann geht ihr natürlich auch zum Hausarzt, zur Notdienstpraxis, wenn die verschreibungspflichtig sind, und ansonsten zur Apotheke. Denn Fun Fact, bis auf BG-Patienten, also bis auf Arbeitsunfälle, dürfen unsere Ärzte keine Rezepte ausstellen. Das heißt, ihr könnt nicht einfach zu uns kommen, ich glaube, das haben wir letztes Mal schon gesagt, in der Hoffnung, dass ihr einfach ein Rezept bekommt. ihr also, wenn euch auffällt, mir fehlt Pille, ABC, ich gehe mal eben ins Krankenhaus und lasse sie mir verschreiben, das geht so nicht. Und Krankschreibungen gibt es bei uns leider auch nur für Arbeitsunfälle und ansonsten eben nicht. Ihr bekommt bei uns keine Krankschreibung, wenn ihr aus irgendeinem Grund nicht arbeiten könnt. dann müsst ihr zum Hausarzt oder zur Notdienstpraxis, die können das. Marv: Ihr kriegt aber auch bei Entlassung keine Rezepte, also gar nicht. Und ihr kriegt auch keine sogenannte Krankenschreibung vom Krankenhaus, sondern nur eine Bestätigung, dass ihr Tag X und Tag bis Tag Y, also von Tag X bis Tag Y bei uns wart. Das war's. Der Rest. Kathrin: Ne ne genau. Ihr kriegt einen Mim- Ja, das gilt wie eine Krankschreibung, bringt euch aber nichts, wenn ihr eine halbe Stunde in der Notaufnahme gesessen habt. Marv: Genau, der Rest ist alles Hausarzt Sache. Da kriegt ihr eure Rezepte, eure Krankschreibungen und so was. Wir sind natürlich auch so kolant und sagen, ihr Zweiertage sind, so wie Pfingsten oder so und ihr werdet dann, wenn war das? Pfingsten ist von Freitag bis Montag, Wenn ihr dann Freitag hinlassen... ne, warte. Doch, also Pfingsten geht von Freitag bis Montag. Also ich habe jetzt die... Kathrin: Achso, Entschuldigung. Ja, Fingst du das eigentlich? Gibt's nur Fingstsonntag und Fingstmontag. Ja, ja. Das Wochenende frei? Wir nicht. Marv: Ja, aber du hast ja meistens... Ach, egal. Also diese verlängerten Wochenenden oder so was. Oder wenn Donnerstag ein Feiertag ist und Freitag ist auch noch frei oder so. Keine Ahnung, über Weihnachten, Neujahr, keine Plan. Ihr werdet da entlassen. Dann gibt man kolanterweise halt auch noch so weit Medikamente, die man neu angeordnet hat. Bis zum Tag des eröffneten Hausarztes. Mein Gott, das wird schwierig für meinen Kopf. bis der Hausarzt wieder auf hat, gibt man dann Medikamente. Kathrin: Das war auch schwierig für meinen Kopf. Und alle Zuhörer jetzt so, könnt ihr einen Moment Pause machen, ich muss kurz drüber nachdenken. Marv: Was der Typ gesagt hat, keine Ahnung. Nee, bis dahin gibt man Medikamente mit und der schreibt euch dann halt auch krank. Kathrin: Wolltest du einfach mal ein paar Sachen sagen, mit denen man in die Notaufnahme gehört? ich ergänze, was mir so fehlt. Also ich werde sicherlich nicht alles haben, auf gar keinen Fall. Aber ich habe einfach mal ein bisschen was gesammelt, damit unsere Zuhörer einfach für sich das vielleicht auch einfach mal ein bisschen besser einordnen können. Hau mal raus! Marv: Okay. Okay, ich will sagen, starkes Fieber plus Bauchschmerzen plus Kathrin: Definiere ganz kurz Fieber. Marv: Ja, ab 38,5 bis 39,5. Also, ja, im Moment in Kombination... Katrin, hatten wir nicht gerade irgendwas über das Ausreden gesagt? Hatten wir nicht irgendwie gerade so... Entschuldigung? Genau, ich würde das gerne auf Zweisamkeit beruhen, also dass du das auch gerne tust. Weil die Kombination der Symptome ist wichtig. Klar, mit 38,5 Grad Fieber gehörst du nicht in der Notaufnahme. Du gehörst ins Bett chillen, trinkst ein bisschen Tee, alles okay. Kathrin: Bitte? Findest du mit 38,5 muss man ins Krankenhaus. Ja du, du wolltest mich ausreden lassen, du gesagt. Du wolltest dich bemühen. Verzeih mir, ich... ja. Marv: kommen dazu noch starke Bauchschmerzen hinzu. Oder aber du hast linksseitig, rechtsseitig im Unterbauch Schmerzen. Dann solltest du vielleicht den Weg zum Hausarzt suchen, denn dann hast du vielleicht eine Blinddermänz. Kathrin: Schnucki, ich wollte voll dir Sachen wissen, denen man in die Notaufnahme muss. Marv: Ja, wow, soll ich jetzt hier Schlaganfall sagen? Kathrin: Er wartet, ja er wartet, ob ich Schlagabfall, Herzinfarkt, was kommt, wenn ihr Fieber von 38,5 mit Bauchschmerzen und dann vielleicht rechtzeitig Hallo, wie konnte das denn jetzt schon wieder passieren? Marv: Ja das sind... Okay, ich weiß nicht, wir müssen uns vielleicht im Vorfeld nicht immer so viel Smalltalk, sondern vielleicht ein bisschen mehr absprechen. Aber egal! Ich würde auch sagen... Wenn du... Wenn du... Okay, pass auf. Wenn du... Pass auf. Nochmal, ich fang nochmal von vorne an. Also, Blind-Tarm gehört auf jeden Fall ins Krankenhaus. Das kann sehr gefährlich werden. Das hab ich ausgeschrieben. Kathrin: Das hilft ja nichts, das hatten wir auch schon. Für die Zuhörer akuteinsetzende rechtsseitige Unterbauchschmerzen. Marv: Meistens, wenn du Fieber hast, es schon bisschen, obwohl Fieber, ja, ist egal. Kathrin: Habt ihr starke rechtseitige Unterbauchschmerzen und keinen Blindhamm, dürft ihr natürlich trotzdem kommen, aber dann wird es nicht der Blindhamm sein. Marv: Ja gut, wenn er schon raus ist, ist er raus. Dann ist er raus. Naja. Ich würde einfach, okay, dann fange ich einfach mal ganz stark an. Weiß ich nicht, 40 Grad Fieber und es geht hier runter. Dann kannst du ins Krankenhaus kommen. Da bist du auch wahrscheinlich irgendwo schon im Fieberwahn. Jetzt kein Fieber? Wir sind beim Fieber. Aua. Kathrin: Ja, bin ich bei. Ja, hast schon gesagt, der Schlaganfall. Also ich hab hier... Willst du noch mehr sagen? 40 Grad, ins Krankenhaus. 40 Grad, kriegst du nicht in Griff, geh ins Krankenhaus. Also, du kannst auch noch gerne weiter Fieber definieren. Will er jetzt auch nicht mehr. Jetzt sind das auch doof! Marv: Ach so, okay. Ist egal. Jetzt ist es auch egal. Weißt du was? Scheiß drauf. Scheiß drauf. Weißt du was? Lest deine Liste vor. Ich geh mir einen Kaffee holen. Kathrin: Entschuldigung, also ausnahmsweise versuche ich hier den roten Faden wieder zu finden, weil du gleich arbeiten musst. Also von mir aus können wir dann eine 2-Stunden-Folge raus machen. Mich stresst das nicht, ich habe heute frei. Ich habe gute Laune und ja, doch, ich denke du auch. Nein, nein, auf gar keinen Fall. Du amüsierst mich auf positive Art und Weise. Also nicht, ich lache über dich, aber ich lache sehr gerne mit dir. Marv: Achso. Ich danke dir. Ich danke dir. Mich stresst das schon. Ich hab sie... Ich hab sie jetzt hoffentlich nicht kaputt gemacht. Nein. Okay. Kathrin: ... Marv: Ich dachte jetzt eher so, wir lesen Symptome vor oder so. Ich mein, nehmen wir den Schlaganfall, das ist einfach so. Das ist Simpelste. Kathrin: Ja, deswegen... Genau, ich habe auch tatsächlich hier nicht Schlaganfall stehen, sondern neurologische Ausfälle. Darunter zählen plötzlich Lähmung, plötzliche Gefühlsempfindungsstörungen, Doppelbilder sehen, nichts mehr sehen, solche Sachen. Deswegen habe ich hier auch nicht den Herzinfarkt stehen, sondern Brustschmerzen mit Ausstrahlung in den linken Armen oder in den linken Kiefer. Tatsächlich bei Frauen kann... können die Symptomatiken auch mal, ja, man sagt so asymptomatisch, letztendlich sind die Studien alle mehr oder weniger mit Männern gemacht worden und deswegen sind die medizinischen Symptome oftmals auf Männer gemünzt und erst seit ein paar Jahren guckt man, wie ist es bei Frauen. Also bei Frauen kann ein Oberbauchschmerz auch tatsächlich schon ein Symptom für einen Herzinfarkt sein. Deswegen da auch beim Oberbauchschmerz als Frau komisches Gefühl, auch da ein bisschen drauf aufpassen. Dann akute Atemnot habe ich hier noch stehen, wenn ihr keine Luft mehr bekommt und dann fangt ihr auch nicht an und setzt euch auf dem Fahrrad und fahrt ins Krankenhaus, dann ruft ihr die 112. Also... Marv: glaube keiner kommt auf die Idee, wenn er keine Luft mehr kriegt, ich fahre jetzt mal eine Runde Fahrrad. Oder ich laufe einfach los. Irgendwie hatte ich das Gefühl... Kathrin: Allergische Reaktion. Allergische Reaktion ist mit dem Fahrrad gekommen. Ich sag, sie sind ja gut drauf. Marv: Tja, so der ganze Sof. Kathrin: Also er hat auch noch Luft gekriegt, ich sag ihr seid wann ist das denn? Ja schon ein bisschen länger. aber wieso sind sie erst jetzt gekommen? Naja, ich hab noch Fußball geguckt. Okay, alles klar. Also allergische Reaktionen, das Gesicht betreffen, Gesichtsschwellungen, die Atemwege bei Atemwegsbetroffenheit sofort den Rettungswagen. Wenn ihr atemnötig seid. Marv: Ja, allergische Reaktion. Kathrin: Ihr kriegt keine Luft mehr, wenn ihr allergisch reagiert, die Atemwege schwillen zu sofort Notruf. Da wird überhaupt keine Gehange gefackelt, da wird überhaupt nicht überlegt, muss ich, muss ich nicht auf jeden Fall 112 wählen. Natürlich nicht, wenn ihr am ganzen Körper rote Pöckchen bekommt und habe ich ja letztens dank dem Anti-Beauticum selber erfahren, wenn ihr einfach nur rote Pünktchen habt und die machen nichts und wenn die auch ein bisschen jucken. müsst ihr nicht sofort mit los. Wenn ihr merkt, dass irgendwas Richtung Hals, Gesicht anfängt zu schwillen oder so und wenn es nur die Lippe ist, losgehen. Sofort. Also da wird dann auch nicht lange fackelt. So ein Hautausschlag ist kein Grund, ⁓ ins Krankenhaus zu gehen. Meistens haben wir sowieso keine Hautärzte da und akute Atemnot, starke allergische Reaktionen haben wir jetzt auch schon. Du hattest schon gesagt, akutste, stärkste Bauchschmerzen. Du lächelst mich an. Marv: Nein, stimmt gar nicht. Kathrin: Du hältst die Hand davor, aber wir haben darüber gesprochen. Ich kann das sehen. Ich sehe dich. Marv: Ich glaube, würde nochmal sagen, einfach egal. Also plötzlich einträgendste, stärkste Unterbauchschmerzen. glaube, kann, ich glaube ja, das kann nämlich alles sein. Kathrin: Bauchschmerzen generell. Ja, aber auch Oberbauch. Generell stärkste Bauchschmerzen, akut eintretend los. Nicht stillbare Blutungen, haben wir auch schon gesagt. Nicht stillbare Blutungen, losgehen. Ihr gehört in die Notaufnahme, wenn ihr stärkste vernichtende Kopfschmerzen habt. Auch da bitte kurz noch mal der Hinweis für alle Erkrankungen, die wir jetzt hier sagen. Wir haben es letztes Mal schon gesagt. Wenn ihr stärkste vernichtende Kopfschmerzen habt, Marv: Na? Wenn da noch Fieber dazu kommt, ist es kritisch. Kathrin: ruft den Rettungswagen. Der wird euch, wenn alles gut läuft, ins richtige Krankenhaus bringen. Aber wenn ihr selber euch bringen lasst oder so, dann bitte, bitte ins richtige Krankenhaus. Also wenn ihr mit mit stärksten Kopfschmerzen nicht bei einer Neurologie landet, dann wird es dauern, bis ihr die richtige Hilfe bekommt. Dann kann man euch im Zweifel nicht bestmöglich versorgen. Wenn ihr mit Herzinfarkt oder mit Herzinfarktsymptomatiken in ein Krankenhaus geht, die keine Herzkatheter-Möglichkeiten haben. dann verliert ihr, wenn es doof läuft, wirklich Zeit, wenn es wirklich ein Herzinfarkt ist und ihr ja kathetert werden müsstet. Was haben wir hier noch? Marv: Ich würde sagen, alles was wir bisher gesagt haben ist schon ein Fall für die 112. Kathrin: Ja gut, die akutenstärksten Bauschmerzen... Ja, es kommt halt immer so ein... Marv: Ja doch, die, ich denke auch schon, also die sind, wäre auch schon voll. Kathrin: Ja, habe tatsächlich natürlich jetzt auch wirklich hier die krasseren Sachen stehen. Die nicht stillbare Blutung, sind wir ja auch schon hingegangen, haben gesagt, Druckverband und ins Krankenhaus. Marv: ...mein die Nonplusultrasachen. Da kannst du aber auch 112 anrufen. Die Jungs sind da auch für ausgebildet. Kathrin: Ja, definitiv, auf jeden Fall. Dann kommen wir jetzt zu einer Sache, da könnt ihr so hinfahren, aber die muss trotzdem, ja, zweifelchirurgisch beim Hausarzt, wenn euer Hausarzt sowas nicht macht, definitiv im Krankenhaus versorgt werden. Hundekatzen oder auch Menschenbisse. Jeder Katzenbiss sollte definitiv versorgt werden, jeder Hundebiss. Hier gilt, ein Hundebiss ist nicht ganz so infektiös wie ein Katzenbiss und am infektiössten ist halt der... Gibt's das Wort infektiös? Es ist entweder... Nee, ich glaube, es ist entweder infektiös oder es ist nicht infektiös. Also tatsächlich, die meisten Keime werden aber vom Menschen übertragen, wenn... Im Erwachsenenalter sollte man sich nicht mehr beißen. Marv: Ich weiß nicht, steigert man das? Ekelhaft. Kathrin: Aber ich denke jetzt eher so vielleicht an Kinder im Sandkasten, auch natürlich, aus welchem Grund auch immer, wenn ihr einen Menschenbiss habt. Ihr müsst damit definitiv in die Notaufnahme. Das ist keine einfache Schnittverletzung, die versorgt wird, genäht wird und dann ist gut, sondern das sind hochgradig infektiöse Wunden, die ausgeschnitten werden müssen. Ihr bekommt eine Antibiotika, ihr bekommt teilweise, je nachdem an welcher Körperstelle es ist, eine Schiene zur Ruhestellung. Und die müssen wirklich, wirklich gründlich gereinigt werden, weil die sich wirklich schnell infizieren können und ja, ihr eine Blutvergiftung bekommen könnt. Und ja, das ist wichtig. Ja, etwas steht im falschen Winkel ab und verändert seine Farbe oder wird taub. Geht damit los. Wir sind noch bei der Notaufnahme. sind noch bei der Notaufnahme. Euer Hausarzt kann das nicht schnell röntgen. Und ja. Marv: Zum Hausarzt würde ich sagen, damit kannst du zum Hausarzt gehen. Wenn irgendwas absteht. Kathrin: Wenn es taub wird und blau wird, ruft ein Rettungswagen an. Es ist halt auch so, dass... Ich habe recherchiert. Das sind nicht alles meine Ausdrücke hier. Das möchte ich noch mal ganz kurz dazu sagen. Ja, möchte noch mal einmal, also der Knickfuß von letzter Woche, der braucht nicht ins Krankenhaus, wenn der Knickfuß im falschen Winkel absteht, weil er doch etwas mehr ungeknickt ist und... Marv: Alles gut. Kathrin: Ja, da guckt irgendwie vielleicht wohl noch ein Knochen raus oder der Fuß wird blau oder irgendwie ihr fühlt da nichts mehr drin, dann ist das kein einfacher Knickfuß. Dann bitte, bitte geht los. jeden Fall. Das ist dann kein, ja, wird gleich besser Fuß. Das ist dann geht ins Krankenhaus, wenn ihr nicht verlieren wollt Fuß. Und natürlich auch so Sachen, gynäkologisch wie wehen alle fünf Minuten, Blutabgang in der Schwangerschaft oder solche Sachen. Auch da natürlich sofort losgehen oder auch neurologische Ausfälle nach einem Sturz. wir haben zum Beispiel keine Kinderneurochirurgie, das ist immer ganz wichtig zu wissen. Das heißt, wir haben eine Kinderchirurgie, bei uns kommen gestürzte Kinder und wenn diese Kinder schreien, rumlaufen, es kacke finden, dass sie in der Nacht kommen müssen oder so was und haben vielleicht eine Beule, aber sind sonst unauffällig. dann könnt ihr natürlich in normale chirurgische Krankenhäuser gehen. Alles gut. Wenn ihr aber bemerkt, und das gilt halt für Kind sowie Erwachsene, aber ich möchte es halt bei Kindern spezifisch nochmal sagen, wenn ihr merkt, dass da die Pupillen nicht gleich aussehen, dass die Kinder so eintrüben, somnolent werden, dass die mehr, ja, dass die Wesens verändert sind, dass die nicht mehr richtig reagieren oder sowas. dann packt die nicht ins Auto und fahrt in eine Kinderchirurgie, sondern dann ruft den Rettungswagen. Dann müsst ihr im Zweifel in Neurochirurgie. Und auch da manchmal vertut man sich, es ist nicht, dass manche Häuser mit manchen Erkrankungen euch nicht helfen wollen, sondern dass wir einfach dann in dem Moment nicht die richtige Anlaufstelle sind. Und wenn solche Zweifel bestehen, ruft ein Rettungswagen, der bringt euch dann an die richtige Stelle. Also da ist das ganz, ganz wichtig zu sagen. Das waren so die Sachen, ich bei Notaufnahme hatte. Ich weiß nicht, ob du noch irgendwelche hinzufügenden Erkrankungen hast. Marv: Ich hätte vielleicht noch die Sepsis, du hast die Blutvergiftung schon erwähnt. Ich würde noch sagen, wenn Oma, Opa auf einmal ganz wirres Zeug sagen, obwohl die ganz klar sind, wenn die da irgendwie neurologische Ausfälle haben, euch komisch anrufen oder so. Kathrin: Mmh, mmh. Neurologische Ausfälle definitiv ja. Wir können vielleicht, wenn du neurologisch ansprichst, nochmal kurz, ich hatte mir den B-Fast-Merksatz nochmal dazu notiert, weil es ja manchmal doch schwierig ist, ich meine eigentlich sollte den jeder kennen, aber vom Grundprinzip ja manchmal doch schwierig ist zu Hause die Symptome so ein bisschen einzuordnen. Ich glaube, wir haben es auch noch als Fast gelernt. Mittlerweile ist ein BE, also ein B-Fast, davor gekommen. Kriegst das noch auf der Kette? Hattest du das B-Fast oder nur fast? Ja, ich hab's auch im Kopf. Marv: Ich hab primär immer nur mit Fast gearbeitet. B-Fast, das war gerade neu aus der Rettungsszene, dass da dann B-Fast reinkam. Kathrin: Ja, das kann sein. Also das B steht für Balance, plötzlicher Verlust des Gleichgewichtsschwindel- oder Koordinationsprobleme. Und das E steht für Eis, plötzliche Seestörungen, Doppelbilder, verschwommenes Seen, Seeverlust einseitig. Fast würde mir prinzipiell aber auch reichen. Also ich gehe davon aus, dass wenn jemand auf einmal übelste Seestörungen hat, dass er hoffentlich selber den Impuls hat loszugehen oder Wenn er das kommuniziert, dann die jeweilige Person, es mitbekommt, das als Akutnotfall sieht. Kriegst du Fahs noch auf der Kette? Marv: Face Arms, also Face für F, Arms für A, Speak für S und T... ⁓ T fehlt mir. T fehlt mir noch. Nee, krieg das Wort nicht auf die Kette. Time, ach so. Das war Time. ⁓ ja, Time stimmt. Na ja, gut, was... Kathrin: Mhm. Genau. Da da da! Ja, das ist der Teil. Marv: Was mit Face gemeint ist, natürlich asymmetrische Gesichtsverhältnisse. Wenn die eine Seite lächelt, die andere weint, dann hast du natürlich ein Problem. Kathrin: Genau. Du sagst einen guten Part, lasst die Person lächeln, lasst die pfeifen und guckt euch eben die Mimik an, ne? Guckt, ob eine Seite hängt, ja. Marv: Also im Endeffekt genau lächeln, dann kannst du sagen, runzel die Stirn, also die Augenbrauen nach oben ziehen, weil da kann auch sein, dass eine Seite nicht nach oben geht. Man kann den Gefühlstest machen, dass der Patient oder der Angehörige dann die Augen schließt und man streichelt die Wangen und man fragt, welche Wangen gestreichelt werden. Man macht einmal beide gleichzeitig, dann nur die linke, dann nur die rechte. Und dann muss er halt sagen, was er fühlt. Kathrin: Mhm. Jaja, genau. Marv: Da muss er natürlich auch unbedingt ehrlich bei sein, nicht dass er sich denkt, ich muss jetzt irgendwie was cheaten oder so, dass ich jetzt rate oder so. muss er wohl... Ja, ich mein, wenn du im Vorfeld sagst, ich streichel jetzt die rechte Wange, spürst du das? Sondern man sagt einfach, wo streichel ich gerade die Wange? Und wenn er dann sagt, links, alles klar, und du streichelst gleichzeitig, dann weißt du, okay, rechtzeitig ist dann da ein Problem. Ja, gibt wirklich Leute... Kathrin: Kann man da cheaten? Wenn du es nicht fühlst? Achso, okay, alles klar. Ja, ja, okay. Ja, ich habe den Test bestanden. Marv: Genau, es gibt wirklich Leute, die denken dann, ich will nicht oder bla, es gibt immer komische Gedankengänge, die man dann da hegt und pflegt. Genau. Man kann sagen, dass man die Luft gegen die Lippen pressen soll, dass man die Backen aufpusten soll und dann die Luft gegen die Lippen pressen soll, damit man dann gucken kann, ob es da irgendwelche Schließmechanismen nicht ganz funktionieren oder der Mund davon betroffen ist. Man kann auch noch was mit der Zunge machen, da bin ich jetzt aber raus, das haben immer die Neurologen gemacht, weiß ich jetzt nicht ganz genau, was sie da getestet haben. Man kann auch sagen, genau. Kathrin: Ja, Mhm. Ja, also meistens, wie gesagt, meistens reichen die Sachen ja auch schon. Ja. Marv: Da hat man eigentlich schon einen Anhaltspunkt. Dann hat man die Arme, dann kann man den Patienten oder den Angehörigen dazu auffordern, die Augen zu schließen, die Arme nach vorne hin ausgestreckt mit den Handflächen, Handinnenflächen nach oben gedreht und er soll sie dann ungefähr für zehn Sekunden so halten. Dann merkt man auch schon, ob entweder der Arm überhaupt gar nicht hochgeht, dann ist das schon klar oder ob halt so eine Halteschwäche vorhanden ist. Man muss das dann immer individuell betrachten, wenn sich das jetzt ⁓ ein paar Millimeter verschiebt. hat dann nicht so die ganze Koordination. Wenn man das mal selber macht, die Koordination ist nicht immer so ganz gegeben, wenn die Augen geschlossen sind. Aber wenn man wirklich sieht, dass eine Seite den Kraftverlust hat und die Arme nicht mehr halten kann. Kathrin: Genome. dass die Hand sich auch drehen kann. Marv: Genau. Dann kann man immer noch sagen, okay, man nimmt jetzt die Hände. Das ist wieder so ein Gefühlsding. muss man geschult, muss man aber nicht sein. Aber das ist immer ein bisschen schwierig, genau zu analysieren. Dass man sagt, okay, du gibst mir jetzt beide deine Hände. werden dann die Hände des Patienten umschließen, dann deine Hände und du sagst, drück mal bitte ganz fest zu. Und wenn du dann irgendwo einen Unterschied merkst, dann ist natürlich gegeben, dass es Ein bisschen schwierig manchmal, weil man hat immer gewisse Kraftunterschiede zwischen der Hand, die man am meisten benutzt und nicht. Weil Linkshänder, Rechtshänder, ist meistens dann die rechtseitige Hand, weil man Rechtshänder ist ein bisschen stärker, weil man die öfters benutzt als die linke. Ist halt so gegeben. Das selbe Prinzip ist dann bei Arms. Man kann natürlich auch die Beine nehmen. Man kann dasselbe Prinzip bei den beiden machen, dass er die Beine hochheben soll, halten soll. Und wenn sie dann absinken, sinken sie ab. Man kann da dann auch nochmal prüfen mit dem Gegendrücken, etc. Man nimmt das Bein in eine 90-Grad-Position und soll dich dann halt wegdrücken. Und da kann man dann halt analysieren, ob Kraftverlust gegeben ist. Dann gibt es da den ganz tollen Babinski-Reflex. Da streichelt man einfach mal mit dem Kugelschreiber über den Fußgrund. Kathrin: Ich wollte gerade sagen, ihr kriegt hier von Marvin einmal alles. Also ihr werdet jetzt ausgebildet, hört gut zu. Hat der Babinski Reflex mit einem Schlaganfall zu tun? Marv: Naja, du kannst es halt testen, ne? Also es sind jetzt alles Tests, ne? Na, Kuhsituation kannst du gerne mit dem Kugelschreiber... Genau. Aber keiner wird sich so lange damit aufhalten, ne? Es ist jetzt einfach nur so, was du machen kannst, je nachdem, ne? Aber im Endeffekt, wenn du merkst, dass der Arm nicht hochgeht, dann würde ich jetzt nicht auch weitermachen mit dem Bein, dann weiß ich genau, okay, da ist was, ne? Genau. Wir fahren... Genau. Ich kitzel einmal, spüsse das, hiiii! Kathrin: Ja, natürlich. Ihr könnt auch Blut abnehmen und könnt auch uns in den Tee fahren. Nein, nein, genau. Lass die Arme ausstrecken, Handflächen. Aber du hast... Setz dich, Opa, wir gucken jetzt nochmal die Füssis. Einmal die Fusi. Marv: Dann gibt es natürlich S für Speak. Speak ist ganz toll, weil da gibt es ganz viele unterschiedliche Dinge. Da gibt es die Broca-Aphasie, Wernicke-Aphasie, globale Aphasie und sowas. Kathrin: Krass, das ist scheiße. Entschuldigung, unsere Zuhörer haben kein Medizin studiert. Krass, ich höre das. Also bei Speech reicht, dass ihr guckt, die Angehörigen, Freunde, Bekannte eine verwaschende Sprache haben oder einen seltsamen Satzbau oder das überhaupt umsetzen können. Sehr interessant. Es gab eine Patientin, hat Marv: Ich weiß, aber ich habe Neurologie geliebt. Also ich fand das so ein spannendes Thema. Also wirklich, ich fand das echt spannend. Kathrin: der Angehörige den Schlaganfall erkannt, weil die draußen, also es ist auf gar keinen Fall ein Aufruf zu rauchen, aber weil die draußen irgendwie an Rauchen gehen wollte und er sagte, warum hältst du die Kippe so komisch im Mund, warum hängt die so komisch, so ist das tatsächlich aufgefallen. nein, auf gar keinen Fall. Nein, Rauchen tötet Leben. Rauchen tötet Menschen. Marv: Rauchen rettet Leben anscheinend. Rauchen kann nicht tödlich sein, es ist tödlich. bringt dich irgendwann elendig ins Grab. Was ich aber noch sagen wollte zur Sprache. Es gibt verschiedene Formen, wie wir das gerade schon gehört haben, von irgendwem Schlaues hier in der Runde. Ich weiß nicht, es gewesen ist. Nein, Spaß. Es gibt natürlich auch noch ein Phänomen, da können die Betroffenen Kathrin: Danke. Genau. Marv: Dinge nicht richtig benennen. Sie entweder fangen sie an zu stottern und wissen nicht ungefähr, wie sie es nennen sollen, sondern oder sie nennen auf einmal eine Gabel, ein Löffel, eine Tasse, ein Handy. Also die können diese Wörter nicht mehr ausbringen. Klar, es passiert manchmal auch mir, dass ich nicht weiß, wie ich das Ding jetzt heißt, auch wenn ich es täglich benutze. Das heißt nicht, dass du einen Schlaganfall hast. Das kann vielleicht auch einfach mal kurz ein Moment sein, wo dann hier in einfach sagt Gut, ich mache kurz Pause. Hier hast du ein Ding. Mach weiter. Wir fahren auf Autopilot. Kathrin: Das finde ich großartig. Marv: Das kann passieren, wenn es jetzt in einer Minute häufiger vorkommt oder du merkst, du kannst die Wörter nicht mehr ganz aneinander reihen. Es ist leider wirklich so, dass Patienten das nicht mitbekommen. Die sind wirklich der festen Überzeugung, dass wenn die dir den Gabel geben und sagen, hier ist der Löffel, dann ist das so. Die werden erst stutzig, wenn du komisch guckst. So, Bruder. Okay, okay, okay, Die Gabel. Entschuldigung. Kathrin: Den Gabel ja. Mavin. Schreibt doch mal! Marv: Die Gabel! Kathrin: Ich bin an, den hast du mir so präsentiert. Ich muss auch die ganze Zeit drüber nachdenken. Ich liebe es dir dabei zuzugucken, wie du aufblühst, wie du da gerade richtig Bock drauf hast. Ich höre schon deine Chefin, sagt Marvin, warum bist du zu spät? Ja, ging nicht anders, musste Podcast aufnehmen, war voll wichtig. Marv: Der Neurologie ist geil. Also das ist schon... Als ich damals auf der Stube... Also damals, ich auf der Storke gearbeitet habe, das war schon, ich fand es schon wirklich interessant. meine, für die Leute ist es wirklich immer schrecklich. Es ist immer noch ein wirklich, wirklich schlimmes Krankheitsbild. Aber je früher man solche Dinge erkennt, besonders bei neurologischen Erkrankungen, desto besser ist der Outkamp. Es ist aber auch so gegeben, dass ich schon häufiger gefragt wurde, dann stoppe ich Vater einfach die ganze Packung ASS rein, dann hat er da auch Blut verdünnt. Kathrin: Sag nicht! Bin ich auch bisschen kritisch. Marv: Fand ich ein bisschen kritisch. ich dann aber auch gesagt, das Problem ist, musst im besten Falle kannst du hochdosiert ganz schnell Blutverdünner geben. Also das ist wirklich das potenteste Blutverdünnungsmittel. Das Blut ist wirklich wie Wasser. Ich glaube, das kriegt einen anderen Aggregatszustand. Das ist wirklich krass. Kathrin: von dem Lysemittel, was im Krankenhaus gegeben wird. Nicht vom ASS, was offensichtlich der arme Mann in Massen essen musste. Marv: Ja, das ist... Nein, nicht vom ASS. Nein, das hat er nicht getan. Alles gut. Es war eine Frage. Er hat es nicht durchgezogen. Weil das Problem ist schon, alleine eine ASS-Tablette kann dafür sorgen, dass dieser Blutverdünner anders reagiert, als man es eigentlich hätte wollen. Also es könnte sein, dass es viel potenter wird und dann kann man das therapeutisch gar nicht mehr steuern. Und das ist dann halt auch sehr großes Problem, besonders wenn Leute Ticagrelor, also so andere Blutverdünner, nehmen. Kathrin: Okay, sehr gut. Marv: dann noch eine ganz andere Bandbreite. Es gibt viele Blutverdünner. Wenn die dann schon vorher Blutverdünner genommen haben, dann kann es schon echt kompliziert werden. Oder aber, Worst Case Szenario, im schlimmsten Falle wachst du auf und hast einen Schlaganfall gehabt. Also du stehst auf und merkst, mein Ab kommt nicht mit. Dann nennt man das in der Fachstagon ganz cool Wake-Up-Stroke. Wir bleiben im Englischen Wake-Up-Stroke. Dann ist es natürlich die Frage seit, ach so, wir kommen zu Time jetzt. Ich schwenke mal Robert betan. Genau. Kathrin: HÄÄÄHÄHÄHÄH Ich wollte gerade sagen, es ist ironisch, der letzte Buchstabe für Zeit steht. Marv: Genau, Zeit. Was hat Zeit für eine Bedeutung bei dem Ganzen? Also nach meinem Wissensstand von damals noch, ich arbeite jetzt schon länger nicht mehr neurologisch, bitte nicht judgen. Das beste Outcome hast du nach einer Dreiviertelstunde nach Symptomeintritt und Behandlungsbeginn. Also wenn du dir aufgefallen ist, dass dein Arm irgendwie jetzt lahm ist und du eine Dreiviertelstunde später die Behandlung bekommst, ist das Outcome eigentlich zu 90 Prozent gegeben. dass du, wenn es kein fulminanter Schlaganfall ist, ganz normal werden kannst. Also dass du so bis zu 90 Prozent deiner Fähigkeiten wieder zurückerlernen kannst. Alles weiter. Kathrin: Für alle, zuhören, egal was Marvin mit einer Dreiviertelstunde gesagt hat, Time's Brain. Wenn ihr euer Brain noch gebrauchen wollt, dann seht ihr das und ruft einen Rettungswagen, weil es dauert ja auch noch, bis ihr dann an der Stelle seid, wo ihr müsst, bis ihr den Zugang, das CT und whatever habt. Also Time's Brain gilt beim Schlaganfall, beim Herzen. Marv: Genau, Time is brain. Also Zugangstd, das geht bei Schlaganfall Schlag auf Schlag. Schlaganfall Schlag auf Schlag. Es geht Schlag auf Schlag. wir haben bis, also bei Eintreffen des, des Rettungswagens bis zur Behandlung haben wir maximal, maximal 15 Minuten gebraucht. Bis dann wirklich alles stand. Also da wurde dann auch gesagt. Genau. Genau. Wenn ihr, wenn ihr im falschen Krankenhaus ist, ist es Zeit, die ist weg, die kommt nie wieder. Und das ist größte Problem. Kathrin: Wenn ihr in der Neurologie landet, weil der Rettungswagen euch genau dahin bringt, wo ihr hin müsst, wenn bei uns Fußläufigleute reinkommen, der Symptomatik, weil sie nicht wissen, dass wir beispielsweise keine Neurologie haben, dann machen wir natürlich auch schon was wir können und müssen dann aber in das nächste neurologische Krankenhaus weiter mit dem Rettungswagen die Patienten weiterleiten. Time is Brain gilt beim... Oh ja, ja mach mal. Entschuldigung. Marv: Ich wollte gerade schlenken. Ich wollte gerade schlenken. Warte, gib mir noch mal kurz ein, gib mir noch mal zwei Minuten. Pass auf, is brain. Genau, wir haben gesagt, eine dreiviertel Stunde. Jetzt ist es natürlich so, einem Wake-up-Stroke ist es so, dass wir das Problem haben, wir können die Zeit nicht bestimmen. Wir wissen nicht, ob es fünf Minuten her ist oder fünf Stunden. Das ist natürlich, das erfordert dann spezialisiertes Fachpersonal der Radiologie. Die können per Magnet-Resonanztomographen, also dem MRT, dieses Wuhwuhwuhwuhding. Die können dann noch mal genau den Zeitpunkt bestimmen. Also nicht genau, auf die Sekunde genau, sondern ich glaube mit einem Zeitfinder von plus, minus 15 Minuten können die den Zeitpunkt erahnen, ab wann das Gefäß verschlossen war. Und das ist dann natürlich auch sehr wichtig. Also wenn ihr irgendwas davon habt, ab irgendwo in der Neurologie, am besten mit dem RTW, weil die kommen wirklich, die melden uns, das ist nämlich der Vorteil an unserem Gesundheitssystem. Die kommen bei euch an, sehen, ⁓ okay. Das Gesicht ist schief. Da haben wir ein neurologisches Problem. Dann melden die das dem Personal in der Leitstelle. Die Leitstelle meldet das dem Krankenhaus und den RTW zurück, wo die hinfahren können. die Leitstelle hat uns dann schon gesagt, da kommt ein Schlaganfall. Das Problem ist, man kann an einem Unfallort nicht wirklich genau sagen, ob es jetzt hemorragisch, also ob es jetzt blutet im Kopf oder ob es ein Thrombus ist. Das kann man nie zu 100 Prozent ohne 1. Kathrin: Blutgerinnsel? Marv: Ein Pfropfen, ein Blutpfropfen, der euch eine Wehne im Kopf zugemacht hat. Kann man am Unfallort nie wirklich genau sagen, ob das jetzt so gegeben ist. Also das kann man nicht sagen. Kathrin: Ich muss ganz kurz, Entschuldigung, dass ich dich unterbreche. Ich versuche, Marvin immer noch dazu zu kriegen, dass wir, wir nehmen ja immer mit Video auf, dass wir es irgendwann mit Video online stellen. Es ist wirklich köstlich. Ich genieße es, so und ihr dabei zuzusehen. Ja, mach weiter. Marv: Ja egal, passt auf. Also auf jeden Fall wissen wir dann vor Ort, die Stroke Unit, so nennt sich das, diese Schlaganfalleinheit, weiß genau in 20 Minuten, also unser Krankenhaus war auch hochmodell und wir wussten auch genau, wo der RTW ist, wussten wir genau, wann der RTW reinkommt und dann die Notaufnahme wusste Bescheid, jeder wusste Bescheid, das CT ist frei, die MTRs lassen Leute warten oder so, der dann da mit seinem gebrochenen Arm sitzt oder so, der auf sein CT wartet. Das wird gewartet, das CT wird warmgefahren. Alles steht bereit, alles ist fertig. Wir sind sogar schon mit der Lysetherapie dann in das CT gegangen. wir hatten wir sobald jemand gesagt hat, ja, das ist Trombus, wir können lysieren. Zack, boom, im CT kriegst du schon deine Lyse und damit wurde so viel Zeit gespart. Wenn dann natürlich Leute reinkommen, die fußläufig reinkommen, haben wir diese Vorbereitungszeit nicht. Da müssen wir uns selber vorbereiten. Oder vielleicht stehe ich gerade am Bett, wische jemand gerade den Arsch ab und dann kommt, dann klingelt das Telefon und da ist ein Stalk in der Notaufnahme. Ja, Alter, die Waldfee, wie machst du das jetzt? Kathrin: Nö! Marv: Fallen lassen, Hammer fallen lassen, geht nicht. Dann musst du auch erst mal das wegmachen, dies wegmachen, Hände desinfizieren, was weiß ich. Und ja, das ist dann das Thema. Also Neurologie ist wirklich spannend und für jeden, der die Pflegeausbildung macht, ich kann es jedem nur empfehlen. das ist wirklich, weil das Faszinierendste daran ist, das glaubt man mir jetzt wahrscheinlich nicht, oder die Leute, die von der Stroke sind, sehen das wirklich erst selten. Also ich weiß, dass es selten ist, aber Leute kommen rein mit Lähmungen, wenn es keine Tierwehr jetzt auch ein bisschen zu weit ausgeholt hat. Da reden wir irgendwann mal die Tage drüber. Aber wenn die Leute... Trans-ischemische Attacke. Kathrin: Vorbote des Schlaganfalls? Ich versuche das zu vereinfachen für die Zuhörer, eben nicht im medizinischen Bereich sind. Marv: Ich wollte es aussprechen. aber warte, ich zum Punkt kommen. Warte, ich muss gleich arbeiten. Scheiße. Wo auf wird jetzt hinaus? Genau, wenn es keine Tier ist, also das geht von alleine wieder weg, heißt jetzt nicht, dass sie zu Hause bleiben soll, sondern das kann man auch am Unfallort niemals genau bestimmen, ob es ein Tier ist oder ein Stalk. Also auf jeden Fall bei neurologischen Dingen immer ins Krankenhaus. Das Ding ist, wenn die Leute dann nach vier, fünf Stunden aufklaren und auf einmal merken, dass sie ihren Arm wieder bewegen können oder das Gesicht wieder bewegen können, ihr glaubt gar nicht, da sind schon manche Menschen angefangen zu weinen. Kathrin: xD Marv: Also die haben die waren so glücklich darüber und so fasziniert darüber, wie fortschrittlich die Medizin ist und haben sich die waren dankbar dafür, dass wir da sind. Und ich glaube, jeder, der in so einer Position ist und ich meine, muss ich das vorstellen? Die Leute liegen im CT, da sind, weiß ich, 15 Leute anwesend, fünf Ärzte, sechs Pflegekräfte, alle stehen da bereit, denken ans Schlimmste und so was. Und keiner denkt an den Patienten irgendwie in dem Moment, sondern nur an diese Erkrankung, weil das ist natürlich auch fokussiert. Aber was der Patient in diesem Moment halt denkt. Kathrin: ⁓ Marv: Also bleibt das für immer, geht das weg. Jetzt kann ich meinen Arm nicht mehr bewegen. Ey, wie soll ich Battlefield spielen, wenn ich nicht mehr die rechte Hand bewegen kann? Alter oder Motorrad fahren oder Auto fahren oder mir den Arsch abwischen oder sowas. Darüber denken die Leute in diesem Moment nach. Und wenn die dann auf Station liegen und auf einmal aufklaren und das Ding hat funktioniert, es hat wirklich funktioniert. Bester Moment in meinem Leben, wirklich. Das ist der schönste Augenblick, also den ich... Ja, aber es ist wirklich ein schönster Augenblick, ich meinem Berufsleben jemals erfahren durfte, dass solche Leute dann aufgeklasselt sind, 50-, 60-jährige Menschen, die stehen mitten in ihrem Leben. Also das ist wirklich einer der schönsten Momente gewesen, die ich so in meinem Berufsleben jemals erfahren durfte. So, jetzt ist aber auch Zeit, wir müssen weitermachen. Kathrin: Ganz kurz, wenn ihr direkt vom Krankenhaus eingangs steht, dann ruft ihr keinen Rettungswagen, lauft einfach ein. Es gibt Entwändungen zum Krankenhaus, so schnell ist der Rettungswagen dann auch nicht. Da könnt ihr dann ruhig warten, bis der Kollege den Patienten eben wieder Marv: Fertig gemacht. Ja, das ist dann halt auch kein Weg. Kathrin: Ja, gut, dann rassle ich jetzt. Rassle, rappel. Ich gehe jetzt ganz kurz, ja rase ich da jetzt nochmal? Rasen ist vielleicht ganz gut. Ganz kurz durch. Also Notdienstpraxis, haben wir schon mal gesagt, ist die Hausarzt-Alternative. Wenn der Hausarzt geschlossen hat, wissen viele Leute nicht, informiert euch im Internet, bringt einfach euch im Zweifel, dass ihr gar nicht erst ins Krankenhaus müsst. Marv: Rasen? Kathrin: dass ihr euer Rezept bekommt, dass ihr eure Krankschreibung bekommt und wie gesagt, dass die einschätzen können, okay, ist gar nicht so wild. ist natürlich, wir dürfen hier nicht vergessen, das Krankenhaus ist ein Wirtschaftsunternehmen und tatsächlich ist es so, wenn ihr von der Notdienstpraxis mit einer Einweisung bekommt, bekommen wir, nicht wir persönlich, aber das Krankenhaus auch etwas mehr Geld und auch wenn das erstmal natürlich für Patienten negativ klingt, so Wir sollten in einem System leben, wo der Mensch relevant ist und nicht das Krankenhaus ein Wirtschaftsunternehmen ist. Ist es aber so in dem Moment, wo das Krankenhaus berechtigt, gut verdient, bleibt es natürlich auch erhalten und kann es bestehen bleiben. Und ich denke, niemand möchte Krankenhäuser im Umkreis weiter entfernt haben. Schon gar nicht bei den Erkrankungen, die wir gerade so ausführlich besprochen haben. Und dann Marv: Naja, aber wir leben ja auch im Kapitalismus. Also es ist halt so, dass ein Wirtschaftsunternehmen ein Krankenhaus ist und es muss wirtschaftlich arbeiten. Und je mehr Geld ein Krankenhaus verdient. Wir nehmen den Privatsektor raus. Ich nenne sie jetzt nicht namenhaft, Unternehmen. Den Privatsektor nehmen wir raus, weil die sind beide an der Börse, glaube ich. Nee, das eine nicht, das andere schon. Ja, ich weiß. Aber wir nehmen jetzt mal ... Es gibt zwei Punkte. Einmal das städtische und einmal das kirchliche. Und dann gibt es den privaten Sektor. Also es drei ... Kathrin: Ja leider. Ich finde, das sollte nicht sein. Marvin, du musst arbeiten. Okay. Marv: Sektoren, einen lasse ich raus, die beiden städtisch und kirchlich, die sind darauf angewiesen, wirtschaftlich zu arbeiten und aber auch zu refinanzieren. wir sind kein gewinnorientiertes Unternehmen sozusagen als kirchlicher oder als städtischer Träger. Wir sind nicht auch gewinnorientiert, aber wir müssen Gewinn machen. Wenn wir miese machen, dann muss eine höhere Instanz kommen und uns retten. Und wenn ihr die Nachrichten verfolgt habt, der Merzi Berzi interessiert sich dafür nicht. Kathrin: Ja, das stimmt. Das finde ich gut, dass du das noch... Ja. Die Instanz kommt nicht. Die lassen uns einfach ausbluten. ja, ja, tatsächlich. Es ist tatsächlich der einzige Bereich, wenn der Friseur zumacht, wenn der Bäcker zumacht, wenn der Kfz-Mechatroniker zumacht, dann geht ihr zum nächsten. Wir sind der einzige Bereich. Wir leiden mit euch und sind mit euch davon abhängig, wie die Politik entscheidet und wie wir funktionieren. Marv: Nicht uns, euch. Ich mein, ihr müsst euch mal vorstellen. Ihr schneidet euch im Finger und es kommt keiner. Blöd. Kathrin: Hausarzt, Marvin Hausarzt, wir müssen da jetzt wirklich schnell durch. Also habt ihr Beschwerden längerfristig, ihr habt seit drei Wochen Bauchschmerzen, ihr habt seit fünf Wochen Rückenschmerzen, dann geht ihr bitte zum Hausarzt, denn wir haben schon gesagt, das Krankenhaus ist nicht dafür da mal eben was abklären zu lassen, im besten Fall schneller als woanders. Das ist, ihr nehmt da wirklich Leuten Plätze weg, die die brauchen. Krankenschreibung oder Rezept hatten wir jetzt mehrfach gesagt. Wenn ihr eine zweite Meinung wollt zu irgendwas, geht ihr auch nicht ins Krankenhaus. Ihr geht zum Hausarzt, sucht euch dann anderen durchchecken, abklären lassen. Hatten wir gerade. Wenn ihr keinen Hausarzt habt, sucht euch einen oder geht halt in die Notdienstpraxis. Das Krankenhaus ist für Notfälle und sollte kein Hausarzt ersetzt sein. Wir wissen, dass die Situation wirklich unbefriedigend ist, aber überlastete Systeme machen es halt. im Einzelnen nicht besser und manchmal für Notfälle eben viel, viel gefährlicher. Und wenn ihr mal der Notfall seid, wollt ihr ja schließlich auch. Nicht, dass jemand nur weil er keinen Hausarzt hat, seinen Schnupfen abklären lässt. Hautausschläge, chronische Gelenkschmerzen, Hausstaub, Gräserallergien und so was, das macht der Hautarzt und leitet euch im Zweifel zu den Fachärzten weiter. Zu Hause bleiben dürft ihr bei beispielsweise einem Zeckenbiss. Ein Zeckenbiss ist kein Notfall. Ihr geht mit dem Hund nicht zum Tierarzt, wenn der eine Zecke hatte, sondern ihr zieht die Zecke und gut ist. Wenn ihr selber eine Zecke habt. Ich hab damals gedacht, wenn man eine Zecke hat, muss man die aufbewahren und muss damit los und dann wird die Zecke untersucht und man bekommt Blut abgenommen. Nein, völliger Schwachsinn. Wir ziehen die Zecke und fertig. Ich hatte damals auch noch keinen Hund, ich kurz dazu sagen. Hör auf, ich auszulachen! Marv: Die Zecke wird untersucht. Süß! Ja, wir nehmen die dann auf den Tisch und dann gucken wir mal, dass wir die wiederbeleben können und gucken. Kathrin: Ich hab das mal, ich hab das ja, mein... Nein, mein junges, naives Ich, ähm, hat mal gesagt bekommen, dass man so eine Zecke einschickt, ⁓ sie auf Borreliose und ähnliche Erkrankungen zu testen. Das passiert nicht. Ähm, ich denk einfach nur immer, ich war mal jung und naiv, es rennen auch immer noch viele junge, naive Menschen rum und es rennen auch alte, naive Menschen rum und die möchte ich halt... Marv: Ich würde es nicht naiv nennen, unwissend. naiv würde ich das jetzt nicht bezeichnen. Ich meine, das ist schon eine logische Schlussfolgerung, die du da hattest. Dass man die Zecke dann auf Borreliose untersucht. Kathrin: Ich finde, ist nicht... Ja, es ist... Ich habe naiv darauf vertraut, dass das stimmt. Aber ich hatte, wie gesagt, diese Fälle halt alle nicht. Also ich musste meine Sachen nie prüfen. Ich habe das erst als Krankenschwester gelernt, weil ich musste diese Sachen nie überprüfen. Ich hatte das ja alles nicht. Genau. Eine Zecke. gibt, wenn ihr mich fragt, finde ich diese Zeckenhaken am besten. ist wirklich... Da bezahlt ihr wirklich nicht viel für. Die könnt ihr bei Amazon bestellen, die gibt es im Tierfachhandel, die gibt es überall. Da habt ihr verschiedene Größen, könnt die Zecke unterhebeln und raus. Ihr könnt Pinzetten nehmen, ihr könnt diese Zeckenkarten nehmen, Zecken, Zangen, was ihr wollt. Ich bevorzuge halt die Haken. Letztendlich ist es so, wenn der Kopf mal stecken bleibt, dann bleibt der stecken. Das ist wie ein Dorn von einer Rose, ist wie ein kleiner Holzsplitter oder sonst was. Wenn es drin bleibt, dann regelt der Körper das. Der altert das im Zweifel raus. wenn sich dann was infiziert, wenn nach einem Zeckenbiss, und das ist nämlich das Problem, deswegen bringt euch das nichts im Krankenhaus zu sein. Man hat immer so die Sorge, dass man da irgendeine ansteckende übertragbare Krankheit bekommen hat. Die kann sich aber, ob beim Hund oder beim Menschen, Wochen, Jahre später erst zeigen. Und dann weiß niemand mehr, dass ihr eine Zecke hattet und die Zecke wird im Krankenhaus, wie gesagt, auch verworfen. Das heißt, das weiß keiner. Wenn ihr einen Zekkenbiss hattet, notiert euch das, behaltet das im Hinterkopf. Sollte irgendwann an der Stelle mal eine kreisrunde Rötung auftreten, dann geht ihr los. Und dann könnt ihr zum Hausarzt gehen. Das ist auch kein akuter Notfall. Das heißt, wenn ihr Symptome habt, die euch komisch vorkommen, dann geht ihr los. Das zur Zecke. Wo bin ich stehen geblieben? Erkältung, Magen-Darm-Erkrankungen. Wir reden nicht von dem immunsuppressiven Patienten, der womöglich auch schon etwas betakter ist und der einen Flüssigkeitsverlust bei einer Magen-Darm-Erkrankung nicht gut aushalten kann und schon wirres Zeug redet. Wir reden von fitten, jungen Menschen und ich würde jung bis 65 nehmen. Würdest du da der Chor mit sein? Marv: Ja, klar. Kathrin: Die können durchaus sowas Marv: Ist das nicht zufällig das Renteneintrittsalter? Oder 65? Kathrin: Ja, weiß ich nicht, die verschieben das ja ständig. Demnächst bist du mit 80 bist du jung und fidel und kannst arbeiten gehen. Wir arbeiten doch alle zu wenig. Zu wenig und wir sind so oft krank und gibt es da nicht diesen einen Politiker, der da immer irgendwie nach unten tritt, anstatt nach oben zu gucken? Wollen wir nicht in die Politik abrutschen? Also auf jeden Fall... Ja, ja, jetzt, jetzt, ja, ich fand den gut. Genau, also mit... mit... Marv: Merci, Betsy! Ja, der dritte Monat im Jahr. Du musstest aber erstmal rechnen. Kathrin: Ja, kleinen Magen-Darm-Erkältungsproblematiken könnt ihr euch behelfen lassen, könnt ihr zu Hause bleiben, wenn ihr merkt, es geht nicht, könnt ihr halt den Hausarzt anrufen, kontaktieren, könnt euch von Freunden, Bekannten da Sachen aus der Apotheke mitbringen lassen. Wir wissen, wie schlimm das ist und manchmal glaubt man auch, dass man an einem Magen-Darm sterben muss, aber meistens zeigt sich, muss man nicht. Wenn ihr natürlich drei Tage zu Hause vor euch hinsicht und es wird nicht besser und ihr könnt nicht mehr, der Kreislauf macht nicht mehr mit und alles ist ganz grausam, dann könnt ihr im Zweifel natürlich auch mal ins Krankenhaus gehen. Kleine Verletzung, bei der die Blutung schnell stoppt, hatten wir gesagt. Umknicken ohne weitere Probleme. so ein umgeknicktes Körperteil mal eine Zeit lang weh tut, kann das sein. Wenn ihr mal mit einem kleinen Zeh irgendwo gegengetreten seid oder habt den Finger umgeknickt oder so, das tut manchmal halt weh. solange ihr alles bewegen könnt und der Schmerz in Anführungsstrichen zeitnah auch nachlässt, kleine Verbrennungen, große Verbrennungen gehen natürlich auch los. Wenn bei Verbrennungen irgendwann dicke Blasenbildung oder sowas ist, geht ihr natürlich los und wenn sie großflächig sind, da wenn ihr euch keine Ahnung an was verbrennt man sich, wenn ihr euch an einer Pfanne verbrannt habt und es ist nicht so schlimm, dann kühlen Brandschutzsalbe drauf und Das sollte ausreichen. So, ich habe nur noch einmal Merksätze. Das ist aus einem Showbild, das fand ich ganz zutreffend und wollte die noch einmal und dann müssten wir durch sein. Also, Merke, du musst ins Krankenhaus, wenn etwas ab ist, was dran sein sollte, etwas drin ist, was draußen sein sollte, etwas lässt sich bewegen, was fest sein sollte oder es bewegt sich gar nichts mehr. Marv: Okay. Ja dann. Das ist guter Merksatz. Kathrin: Ich fand das super. Ich wollte das Plakat bei uns auch auffängen. fand, also das ist so ein Comic, lustiges Bildchen. Ich fand es großartig. Das hat mir eine Freundin mal geschickt. Ja, ich fand es auch ganz... Ich schick dir das. Ich schick dir das, dann siehst du es mit Bild. Ja, ich glaube, damit beenden wir das Thema. Wir hatten initial überlegt, Hausapotheke mit anzuschließen. Das wird sicherlich bei... Marv: Ja, das ist wirklich gut. Bitte. Bitte. Kathrin: uns beiden nochmal ein großes, separates Thema, was wir dann aber auch ein andermal erörtern. Und ja, wir überlegen uns, was als nächstes Thema kommt. Du gehst jetzt gleich schnell arbeiten und bekommst hoffentlich pünktlich und bekommst keinen Ärger. Marv: Ja ja, pünktlich schaffe ich noch. Das kriege hin. Kathrin: Und ja, ich werde gleich mal im Garten die Rosen weiterschneiden. Marv: Toll! Ich würde auf Arbeit schwitzen. Dann schneid mal deine Rosen, denk an mich. Kathrin: Ja, ich habe gestern angefangen. Ich denke an dich beim Rosenschneiden. So ihr Lieben, wenn ihr weitere Fragen habt, immer, dürft das natürlich gerne die, die uns über Spotify hören, kommentieren. Dann werden wir da gerne nochmal in der nächsten Folge drauf eingehen. Ihr dürft mich natürlich immer gerne unter meinen Instagram-Account anschreiben. Auch da finden aktuell noch Abstimmungen und weiteres statt. Marv: Super. Kathrin: Da wir noch keinen Instagram-Account für unseren Podcast machen aktuell, sind wir über unsere Reichweite noch nicht so groß, deswegen gerne weiterempfehlen. ja, ich bin durch mit meiner Werbung. Marv: Okay, ja super. Dann sag ich, ich wünsche euch auf jeden Fall erstmal einen schönen Tag. Genießt das Wetter, wenn es gut ist. Und dann hören wir uns beim nächsten Mal. Kathrin: Ja, habt einen schönen Tag! Ja, bis zum nächsten Mal ihr Lieben. Tschüssi! Marv: Tschüssi!