Latest / Kritische Controller / Ein Monument der Freundschaft
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- 0:37Eugen: Eugen: Hallo, Arno.
- 0:38Arno: Arno: Hallo, Eugen.
- 0:40Eugen: Eugen: Die Stimme. Wunderschön. Ich kann noch so viel von dir lernen.
- 0:46Eugen: Hallo, Arno.
- 0:49Arno: Arno: Kann ich noch tiefer...
- 0:53Eugen: Eugen: Eine Podcastfolge. Einfach nur mal mit einer Metaller-Stimme aufnehmen.
- 0:57Eugen: Oder mit zwei? Ja, das machen wir dann vielleicht bei Folge 50..
- 1:02Arno: Arno: Ich dachte eher an Barry White.
- 1:05Eugen: Eugen: Barry White ist eine ganz, ganz sanfte.
- 1:08Eugen: Ah ja, Okay.
- 1:09Arno: Arno: Dieser Soulsänger, glaube ich. Ist er.
- 1:14Eugen: Eugen: Gut, gut, gut. Das ist. Nehmen wir dann Folge 50 und Folge 100 sind jetzt vorprogrammiert.
- 1:20Arno: Arno: Man hat mir gesagt, ich habe mehr Autorität, wenn ich tief spreche.
- 1:25Eugen: Eugen: Ja, das ist gut. Das wäre auch so ein Thema.
- 1:27Eugen: Genau das habe ich auch öfter gelesen.
- 1:30Eugen: Allerdings immer nur in so populärwissenschaftlichen Texten, glaube ich.
- 1:35Eugen: Gut, werfen wir uns ins Thema. Also willkommen zur neunten Folge unseres Podcasts Kritische Kontrolle.
- 1:46Eugen: Wie immer werden wir es innerlich aufteilen in harte Arbeit am Anfang,
- 1:52Eugen: weiche Arbeit in der Mitte und Antragserotik am Ende.
- 1:58Eugen: Da sprichst du dann noch einmal ein.
- 2:00Eugen: Ich bin schon sehr gespannt, was.
- 2:03Eugen: Was unsere Lieder sein werden diesmal.
- 2:05Eugen: Ich meine, ich bin noch immer zwiegespalten, dass du a la Language Models für unsere Musik verwendest,
- 2:11Eugen: aber es ist schon sehr, sehr lustig. Und ich muss sagen, dass es einer der sinnvolleren Einsatz von
- 2:15Eugen: dieser Technik.
- 2:17Arno: Arno: Ich will da eigentlich auch unbedingt von weg, aber solange wir eben keine keine Intro Musik haben.
- 2:25Arno: Ja, irgendwas hätte ich da gern. Und fürs selber machen bin ich zu einseitig,
- 2:30Arno: glaube ich.
- 2:31Eugen: Eugen: Ich bin dann auch hängengeblieben. Wir hatten ja eigentlich schon Kontakte. Das ist eine gute Erinnerung an uns, das zu machen, damit
- 2:37Eugen: wir endlich die die Automaten und Roboter arbeitslos machen, bis die dann auf die Straße gehen und rebellieren.
- 2:42Arno: Arno: Und die Milliardäre enteignen.
- 2:45Eugen: Eugen: Genau. Jetzt weißt du was. Wir könnten auch eine Tradition draus machen.
- 2:49Eugen: Wir fangen an mit Eigenwerbung. Es ist.
- 2:52Eugen: Ich sehe es hinter dir. Leider unsere Zuhörerinnen Hörerinnen nicht ist ein neues Magazin erschienen,
- 2:58Eugen: sondern das ist das ein älteres, das hinter dir ist. Da ist das Neue. Unsere Zuseher sehen es noch immer nicht. Der Arno
- 3:03Eugen: hält es gerade in die Kamera. Wie heißt dieses wunderschöne Magazin auf diesem wunderschönen Papier?
- 3:08Arno: Arno: Ja, das ist ein wunderbares, auch schon seit Ewigkeiten, aber mit längerer Pause dazwischen
- 3:14Arno: erscheinendes. Ja, man kann sagen Games Kultur Magazin, oder?
- 3:19Eugen: Eugen: Ja, auf jeden Fall. Also ich finde es ja schon und das ist ich habe es,
- 3:23Eugen: was auch ein gutes Zeichen ist. Ich habe es lange gekauft, bevor ich drinnen geschrieben habe.
- 3:29Eugen: Ja, also ich habe mich wirklich sehr gefreut, dass ich dieses Mal auch angefragt wurde vom Jörg Luibl Loibl.
- 3:36Eugen: Ich habe ihn jemals gefragt, wie sich der Nachname ausspricht.
- 3:39Eugen: Bitte rausschneiden, Nano.
- 3:42Arno: Arno: Ich weiß, wie man es ausspricht und werde es jetzt nicht sagen.
- 3:45Eugen: Eugen: Okay? Ja, lass mich dumm sterben.
- 3:48Eugen: Danke sehr. Jedenfalls, ich hab mich irrsinnig gefreut, als ich angefragt wurde.
- 3:51Eugen: Du bist ja schon irgendwie ein Recurring offer, oder in Wie oft bist du da schon drinnen gewesen?
- 3:58Arno: Arno: Ja, ich glaube, in den neuen Ausgaben, von denen es, glaube ich, vier oder fünf gibt,
- 4:04Arno: war ich in allen außer einer drin.
- 4:06Eugen: Eugen: Okay, das hätte ich jetzt auch so gesagt.
- 4:09Eugen: Ja, jedenfalls sehr schön. Hat großen Spaß gemacht. In diesem Drinnen sind wir und aus dem Ludens Team sogar drei vertreten,
- 4:18Eugen: nämlich Arno Görgen, Aurelia Brandenburg und Eugen Pfister.
- 4:21Eugen: Mit zwei Artikeln, die wir in Teams geschrieben haben.
- 4:24Eugen: Ein erstes zum heißen Eisen Historische Authentizität.
- 4:29Eugen: Siehe auch unsere Hörer. Auch unseren letzten Podcast, worüber Aurelie und ich einen kurzen Essay geschrieben haben und dann ganz,
- 4:37Eugen: ganz ausführlich Arno und ich zu Techblogs und digitalen Spielen.
- 4:43Eugen: Das wäre wiederum ein Verweis auf den Podcast Nummer sieben, glaube ich.
- 4:47Arno: Arno: Ja, hat auch Spaß gemacht der Text.
- 4:50Eugen: Eugen: Oh, das war nett. Die haben extremen Spaß gemacht, diese Texte.
- 4:54Eugen: Also ich muss sagen, das sind die Texte, die mir am meisten Freude machen, Die gehen schnell.
- 4:59Eugen: Es ist trotzdem kein Runternudeln, sondern es ist.
- 5:01Eugen: Ich finde es durchaus herausfordernd, da noch mal die richtigen Worte zu finden.
- 5:05Eugen: Und ich mag das auch irrsinnig, das gemeinsam zu schreiben, weil dann teilweise Lieblingssätze
- 5:09Eugen: rausgestrichen werden. Aber am Ende ist immer das bessere Resultat da.
- 5:13Arno: Arno: Ja, was ich so schön finde ist, dass man noch mehr eine inhaltliche Freiheit hat,
- 5:18Arno: auch mal Gedanken zu setzen, die vielleicht, die eben in einem Essay funktionieren,
- 5:25Arno: aber vielleicht nicht in einem wissenschaftlichen Artikel.
- 5:28Eugen: Eugen: Ja, man kann persönliche Meinung reingeben, es ist erlaubt.
- 5:32Arno: Arno: Ja, ich kann gleich kritisch anmerken.
- 5:35Arno: Ich wollte nämlich an der Stelle noch ganz viele weitere Autorinnen nennen,
- 5:39Arno: wie zum Beispiel die Nora Beyer. Aber im Inhaltsverzeichnis werden die nicht genannt.
- 5:44Arno: Und ich bin jetzt ehrlich gesagt zu faul.
- 5:47Arno: Hier die Artikel.
- 5:48Eugen: Eugen: Können wir aber hinweisen, das ist, glaube ich, der Artikel zu Indiana Jones drinnen.
- 5:53Eugen: Ja, der ist mir nämlich auch gleich aufgefallen. Und beim Rest muss ich auch noch mal lesen.
- 5:57Eugen: Übrigens lustig ist die lustige Beobachtung, weil ich habe mir dann den Moment genutzt und habe mir alle meine alten Game Magazine das
- 6:04Eugen: ist leider nicht mehr gibt und meine alten was.de Magazine das ist leider auch nicht mehr gibt herausgeholt und bin mal
- 6:11Eugen: durchgegangen, welche Kolleginnen da alle drinnen sind und bin wild mit Post.
- 6:14Eugen: Jetzt habe ich alles markiert, auch ein bisschen vor dem Hintergedanken, dass ich überlegt habe, was man noch
- 6:20Eugen: eigentlich, wenn so Magazine aufhören zu existieren, Ob man dann nicht auf dem Blog noch etwas zweitverwerten könnte in dem
- 6:25Eugen: Sinne, dass es auch wieder sichtbarer wird, weil da sind wirklich tolle Texte drin. Also erstmal große Werbung,
- 6:30Eugen: kauft noch die geilen Magazine, die es gibt und lest den Arno, Du warst ja da eigentlich dann am Ende Kern
- 6:37Eugen: Redaktionsmitglied, habe ich das Gefühl.
- 6:39Arno: Arno: Ja, kann man sagen und kauft es vor allem, damit endlich die Garage von Michael Heißner leer wird.
- 6:49Eugen: Eugen: Ja, ich habe gemerkt, ein paar Social Media Accounts und plötzlich gestern wieder aktiv geworden, weil ich
- 6:54Eugen: glaube, das letzte Magazin gerade zum Verkauf steht.
- 6:57Arno: Arno: Gut.
- 6:58Eugen: Eugen: Jetzt haben wir, haben wir genug Werbung gemacht.
- 7:00Eugen: Was steht sonst noch groß an? Ich kann kurz darauf hinweisen Unser CH Ludens Großprojekt hat die Mitte erreicht.
- 7:10Eugen: Das heißt, es steht ein wissenschaftlicher Zwischenbericht an, den ich diese Woche schreiben werde. Wenn er halbwegs lesbar ist,
- 7:16Eugen: dachte ich mir, Könnte man dann auch gleich auf unserem Blog publik machen, weil es vielleicht interessant ist für andere
- 7:20Eugen: Leute, wie sowas aussieht. Diese total unterschätzte Prosaform des wissenschaftlichen Berichtes.
- 7:27Arno: Arno: Gibt es nicht. Es gibt nichts Schöneres in der Welt.
- 7:30Eugen: Eugen: Ich finde es macht. Also man kann sich schon ein bisschen ein bisschen austoben. Ich finde, man kann das ruhig ein bisschen
- 7:35Eugen: schöner schreiben, immerhin. Immerhin müssen wir jetzt zumindest ein paar Leute lesen,
- 7:40Eugen: die dann die, die das Ganze dann prüfen.
- 7:43Eugen: Genau das steht an Nächste Woche kann man Arno, Adrian, Aurelio und mich in Bern live erleben.
- 7:51Eugen: Beim Forschungsapero der HKB im ich glaube Schlachthaus Theater.
- 7:58Arno: Arno: Nächste Woche heisst 19..
- 8:02Eugen: Eugen: Ah ja, genau. Es macht total Sinn in einer nicht Live Podcast einfach von nichts.
- 8:06Arno: Arno: Vermutlich diese Woche.
- 8:08Eugen: Eugen: Also es macht überhaupt keinen Sinn. Ihr werdet es alle erst viel, viel später hören.
- 8:12Eugen: Aber am 19. März waren wir live. Wir verweisen vielleicht noch auf Blue Sky und Mastodon drauf.
- 8:19Eugen: Ja gut, also so viel zu uns. Und was was sonst noch geschah gerade an harte Arbeit.
- 8:25Eugen: Und da finde ich, hätte ich das Stichwort gemeinsam schreiben nutzen sollen.
- 8:29Eugen: Arno und ich schreiben das Buch. Das eine, das Buch.
- 8:35Eugen: Welches Buch ist das denn?
- 8:36Arno: Arno: Arno Das Buch, Sie zu knechten? Ja, Wie die meisten wahrscheinlich wissen,
- 8:43Arno: haben Eugen und ich. Ja, Also, du und ich.
- 8:45Arno: Ja. Über Wie viel? Dreieinhalb Jahre, kann man sagen.
- 8:50Arno: Am Horror Game kann man nicht sagen.
- 8:52Eugen: Eugen: Das war so, sorry.
- 8:55Arno: Arno: Haben wir im Horror Game Politics Projekt überlegt, welche politischen Mythen,
- 9:00Arno: welche politische Kommunikation, welche Diskurse in digitalen Horrorspielen stattfinden.
- 9:06Arno: Und seit dieses Projekt zu Ende ist, schreiben wir.
- 9:11Arno: Das heißt meistens Eugen, aber zunehmend auch ich, an dieser Monografie.
- 9:17Arno: Wobei man sagen muss, dass das Grundgerüst im Prinzip die Fallstudien sind,
- 9:22Arno: die wir in dem Projekt durchgeführt haben, und ein paar theoretische Texte,
- 9:27Arno: die wir nebenbei damals schon geschrieben haben.
- 9:29Arno: Und wir versuchen, das Ganze gerade in ein konsistentes, ja heilsames Ganzes zu gießen.
- 9:39Eugen: Eugen: Sehr, sehr gut geklungen. Ich dachte, wir nutzen auch den Moment, um ein bisschen darauf hinzuweisen Was können
- 9:43Eugen: da Herausforderungen sein von solchen Sachen und ein bisschen auch Eigenkritik zu üben,
- 9:51Eugen: weil wir publizieren ja eigentlich wie blöd.
- 9:53Eugen: Und wir schreiben beide, glaube ich, sehr gerne und auch vergleichsweise viel,
- 9:59Eugen: ohne dass es Ich weiß, ich habe dich eigentlich nie so gefragt.
- 10:02Eugen: Ich meine. Vielleicht fangen wir auch damit an? Arno, wie geht es dir beim Schreiben,
- 10:06Eugen: wenn du ein Paper schreiben musst?
- 10:08Eugen: Wie geht es dir dabei? Ist das schwierig anzufangen?
- 10:12Eugen: Liebst du die Arbeit? Genießt du es?
- 10:14Eugen: Ist es einfach eine einfach nur Robotten?
- 10:17Eugen: Wie fühlt es sich für dich an?
- 10:19Arno: Arno: Ja, das kommt ein bisschen darauf an, mit wem ich schreibe.
- 10:22Arno: Mit dir fließt es natürlich so nur so dahin.
- 10:25Arno: Manchmal ist es aber auch eine Qual.
- 10:27Arno: Und es hängt natürlich vom Thema ab.
- 10:31Arno: Wie sehr mag ich das Thema? Und ja, also es kommen ganz viele, ich sag mal Kontexte dazu,
- 10:39Arno: die das Ganze schwierig machen können. Aber grundsätzlich ist es so,
- 10:43Arno: dass Ich vor allem die Recherchephase für solche Artikel oder Bücher oder was auch immer und so diese ersten
- 10:52Arno: 3/4 des Schreibens eigentlich immer sehr genieße und sehr viel Spaß habe.
- 10:58Arno: Und wenn es dann aber drauf geht, das Ende zu schreiben und das Ganze zu überarbeiten und noch mal besser zu machen
- 11:06Arno: und noch mal besser zu machen und noch mal über den Text zu gehen und dann noch mal zu überlegen okay,
- 11:12Arno: welche 15 Kapitel schmeiße ich aus dem 15 Seiten Text, der es eigentlich sein soll,
- 11:17Arno: raus? Solche Sachen. Das hasse ich wie die Pest.
- 11:20Arno: Das ist echt schrecklich.
- 11:22Eugen: Eugen: Das ist so cool. Wir arbeiten jetzt seit 2018 auf jeden Fall.
- 11:27Eugen: Eigentlich schon früher. Über die über unsere gemeinsame Blogreihe.
- 11:31Eugen: Also wir schreiben schon lange gemeinsam Texte und wir haben nie beredet,
- 11:36Eugen: weil ich finde, ich, ich mag die erste Zeile gar nicht so sehr, muss ich sagen,
- 11:41Eugen: Das müssen wir uns noch viel besser aufteilen. Also es ist sehr wichtig,
- 11:45Eugen: nicht nur die. Also es ist ein ganz zentraler Punkt, aber den genieße ich am allerwenigsten beim Texteschreiben,
- 11:51Eugen: was ich dann mag und ich glaube auch das Anfangen ist nicht so meines.
- 11:54Eugen: Ich mag dann dieses Drübergehen und das dann Feinschleifen und in Form bringen.
- 11:58Eugen: Und wenn es dann am Ende, also am Anfang ist es so, dieses hässliche,
- 12:02Eugen: klobige Ding mit was nehmen wir für ein Auto ist eine blöde Metapher.
- 12:06Eugen: Nehmen wir an, eine Maschine, wo halt alle wichtigen Dinge dran sind und alle Dinge.
- 12:13Eugen: Und ich mag es dann wirklich, nachher das Design draus zu machen, dass es ein wunderschöner Weiß nicht.
- 12:19Eugen: 50er Jahre Chevrolet wird mit den den Chardins am Ende und so etwas wo?
- 12:24Eugen: Wo ich dann am Ende wirklich wirklich zufrieden bin.
- 12:28Eugen: Aber dann, dann teilen wir uns das besser auf.
- 12:31Eugen: Du machst den Anfang, ich mache das Ende.
- 12:34Arno: Arno: Ja, da muss ich ja auch was machen.
- 12:38Eugen: Eugen: Nein, aber wir können vielleicht das ein bisschen im Hinterkopf behalten, weil ich habe. Mich nämlich gefragt.
- 12:44Eugen: Wir schreiben viel und oft und auch so beflissentlich, um mal dieses Adjektiv wieder ein bisschen zu beleben.
- 12:53Eugen: Gibt es das überhaupt? Geflissentlich geflissentlich Bilde ich mir das ein?
- 12:57Arno: Arno: Geflissentlich.
- 12:59Eugen: Eugen: Ja, wir googeln es nachher. Aber jedenfalls warum hat dann dieses Buch so lange gebraucht?
- 13:07Eugen: Weil noch dazu, wie du ja gesagt hast, es ist so viel schon da.
- 13:10Eugen: Also zur Erklärung noch mal unser letztes Projekt Horrorgamepolitics.
- 13:14Eugen: Man kann den Blog noch sehr gut nachlesen, indem wir in 22 Fallstudien uns politische Mythen in digitalen Horrorspielen angeschaut
- 13:22Eugen: haben, war auch die Frage Was machen wir am Ende?
- 13:26Eugen: Also ich glaube, im Antrag steht drinnen, es gibt eine Monografie, die wird auch kommen. Dann war kurz die Idee
- 13:31Eugen: eigentlich Was machen wir? Nehmen wir die Fallstudien, die wir schon haben, oder machen wir nur eine Synthese?
- 13:37Eugen: Und dann war das Geld weg. Das Geld war nicht weg, aber das Projekt war zu Ende und dann hat man nicht mehr so viel Freiheiten oder
- 13:45Eugen: nicht mehr so viel Arbeitszeit, nämlich quasi null Arbeitszeit, bezahlt von einem Projekt und möchte es aber
- 13:50Eugen: trotzdem machen. Also wir mussten dann reduzieren, dann dachten wir naja,
- 13:54Eugen: ich weiß nicht wie viel, aber die Fallstudien zusammen sind allein 400 Seiten, die sollten ja auch publiziert
- 14:00Eugen: werden. Dann machen wir halt. Vorher war auch kurz der Gedanke da wir machen zwei Bände.
- 14:04Eugen: Eines ist so der begleitende mit den Fallstudien, eines ist die Synthese.
- 14:08Eugen: Jetzt machen wir quasi beides in einem.
- 14:10Eugen: Und ich glaube, wo wir uns selbst so ein bisschen angelogen haben,
- 14:13Eugen: ist zu denken Na ja, wir haben schon alles. Jetzt machen wir ganz schnell eine Einleitung und einer Schlussfolgerung und dann ist das
- 14:20Eugen: passiert, was passiert ist, dass wir über zwei Jahre und ich auch vor allem extrem unzufrieden war mit der
- 14:25Eugen: Einleitung. Also ich war dann da. Dann haben wir immer Texte, die wir schon hatten, rein copy pasted und das funktioniert.
- 14:31Eugen: Finde ich halt nicht so, es funktioniert eigentlich nie so gut, alte Texte zu copy pasten.
- 14:36Eugen: Also entweder man nimmt sie wirklich eins zu eins und verweist darauf Das Thema hatten wir auch schon beim Selbstplagiat. Der Text ist
- 14:42Eugen: woanders früher erschienen, aber als Textbausteine verwenden, das macht mich immer sehr unzufrieden.
- 14:47Eugen: Da muss ich 20 Mal drübergehen. Und dieser Punkt ist jetzt, glaube ich,
- 14:50Eugen: erreicht. Jetzt haben wir eine, ich weiß nicht wie lange.
- 14:53Eugen: 27 Seiten, lange Einleitung mal, die wir gemeinsam durchgegangen sind.
- 14:57Eugen: Jetzt gefällt sie mir aber das war so eine lange, lange, lange Geburt,
- 15:02Eugen: die Arno hat. Es gab schon mehrere Krisen gehabt, weil ich dann schon wieder von vorne begonnen habe,
- 15:09Eugen: einen Text zu zerlegen und Sätze neu zu schreiben.
- 15:12Eugen: Und das war etwas, was mir sonst nicht so passiert, dass ich so lange an Sätzen hänge.
- 15:16Eugen: Aber in diesem Fall war es da und da.
- 15:18Eugen: Ich kann es selbst nicht genau erklären.
- 15:20Eugen: Aber jetzt ist der Moment da, wo ich erstmals wirklich, wirklich zufrieden bin und ein gutes Gefühl
- 15:24Eugen: bei dem Ganzen habe. Davor hatte ich immer Bauchweh.
- 15:27Arno: Arno: Hört sich doch gut an, aber ich habe tatsächlich immer ein bisschen Angst bei dir,
- 15:34Arno: dass du dich da verrennst, obwohl der Text in meinen Augen eigentlich ganz gut ist.
- 15:42Arno: Also in dem Fall gebe ich dir recht, der hatte noch sehr viel Überarbeitung verdient,
- 15:47Arno: auch weil ja man auch gemerkt hat, der ist stammt aus verschiedenen Blog Kurztexten und dann gibt es unglaublich viele
- 15:56Arno: Wiederholungen oder Redundanzen usw die die man einfach raus haben muss,
- 16:03Arno: weil es sonst ja kein gut geschriebener Text ist, wenn man ihn dann als ganzen Text hat.
- 16:11Arno: Bin meistens aber dann auch dafür, dass man dann an irgendeinem Punkt sagt okay,
- 16:15Arno: jetzt muss gut sein, weil sonst kommen wir nicht weiter, weil der Chevrolet ist irgendwann so stark gewienert,
- 16:23Arno: dass man sich dann nur noch blendet und dann kann man auch nicht mehr Auto fahren.
- 16:28Arno: Und was für ein Bild! Und ja, ich.
- 16:31Eugen: Eugen: Mochte vor allem den Einsatz des Verbs wienern.
- 16:36Arno: Arno: Das war klar. Ich habe auch geflissentlich nachgeguckt.
- 16:40Arno: Übrigens, das heißt nämlich scheinbar unabsichtlich, in Wahrheit jedoch ganz bewusst.
- 16:45Eugen: Eugen: Ah, ich habe. Ich habe es. Okay, das war jetzt.
- 16:48Arno: Arno: Das hast du geflissentlich weggelassen.
- 16:50Arno: Die Bedeutung.
- 16:53Eugen: Eugen: Stimmt. Ich habe das Ich. Ich habe gedacht, es heißt was anderes.
- 16:55Eugen: Aber eigentlich hat es den Kern ganz gut getroffen.
- 16:59Arno: Arno: Hast du gerade Freud gesagt? Bei Wienern?
- 17:01Arno: Nein.
- 17:03Eugen: Eugen: Gut genug?
- 17:04Arno: Arno: Ja, genau. Jetzt habe ich vergessen, wo wir waren.
- 17:07Arno: Aber ja. Irgendwo immer ein Schlussstrich setzen ist gut.
- 17:11Arno: Das ist auch grundsätzlich ein Problem, was ich bei Texten habe.
- 17:14Arno: Wenn man Open End Text hat, also wenn man keine Deadline hat, dann neige ich dazu.
- 17:21Arno: Und du glaube ich auch fast, dass die Texte dann in alle bis zum Sankt Nimmerleinstag sich immer weiter nach hinten
- 17:30Arno: verschieben. Und hier mal also wir haben einfach ganz viele andere Prioritäten,
- 17:34Arno: die dann reinfunken und müssen uns auch um andere Sachen kümmern, um das Projekt,
- 17:40Arno: um die, um die Arbeit, für die wir tatsächlich bezahlt werden.
- 17:44Arno: Und das, ja, das reibt sich einfach miteinander und man muss sich einfach wirklich in so einem Fall,
- 17:52Arno: wo es keine Deadline gibt, irgendwie dazu zwingen, diesen Text dann clean zu kriegen.
- 17:57Eugen: Eugen: Guter Punkt. Das machen wir jetzt nämlich.
- 18:00Arno: Arno: Ja.
- 18:01Eugen: Eugen: Aber jetzt habe ich meinen Faden ein bisschen verloren.
- 18:05Eugen: Ich wollte nämlich auf ein paar Punkte hinweisen, wo ich mir denke, es ist auch vielleicht mal interessant,
- 18:09Eugen: darüber zu reden und das zu hören. Also diese Teile der Arbeit, über die selten gesprochen wird,
- 18:13Eugen: über das Texte schreiben, da habe ich, das finde ich immer wieder interessant dafür,
- 18:17Eugen: wie zentral das ist für unsere Arbeit.
- 18:19Eugen: Dass dann so selten in den Geisteswissenschaften darüber geredet wird,
- 18:23Eugen: hängt natürlich von Institut zu Institut ab.
- 18:26Eugen: Also zu meiner Zeit an der Uni Wien in Geschichtswissenschaft bei den Professoren,
- 18:31Eugen: die ich besucht habe, es gab sicher auch andere, Kam es gar nicht vor?
- 18:34Eugen: Also es gab sicher auch welche, die geredet haben.
- 18:37Eugen: Hin und wieder kursierte unter Studenten das Buch von Umberto Eco über das wissenschaftliche Schreiben.
- 18:43Eugen: Und das war es dann auch schon ein bisschen. Und was du gesagt hast,
- 18:46Eugen: ist ja etwas, woran sehr viele Bücher aus der deutschsprachigen Wissenschaft kranken.
- 18:51Eugen: Also du hast es angesprochen mit den Redundanzen, das ist ja eine Unart.
- 18:54Eugen: Und du hast vollkommen recht, Ich bin extrem dankbar, wie oft ich da immer wieder auf das Gleiche
- 18:58Eugen: zurückgekommen bin. Das hängt auch damit zusammen, wenn man dann woanders wieder anfängt und das ist. Aber wenn man es dann
- 19:03Eugen: auf einmal liest, ist das so ätzend, wenn man sich denkt, das hat er,
- 19:06Eugen: das haben sie uns doch gerade gesagt.
- 19:08Eugen: Warum kommt das jetzt noch einmal vor?
- 19:10Eugen: Und ja, das ist schon super. Und dann kommen halt vielleicht zwei andere Autorinnen,
- 19:14Eugen: die zitiert werden. Aber im Grunde genommen macht es ja keinen Sinn. Oder etwas,
- 19:17Eugen: was ich mir auch dachte. Was ich aber leider immer nur merke, wenn ich Texte von anderen korrigiere,
- 19:22Eugen: ist wenn irgendwelche Begriffe oder Fremdwörter vorkommen, müssen sie das erste Mal erklärt werden und
- 19:28Eugen: nicht zwei Kapitel später. Auch wenn die Autorinnen denken, dass es dann viel mehr Sinn macht,
- 19:33Eugen: weil dann ist man schon genervt und das ist etwas, was jetzt auch passiert ist,
- 19:37Eugen: weil es geht halt um Politik im Spiel.
- 19:41Eugen: Und bei Politik kann man so zu tun, als ob man es nicht definieren müsste.
- 19:44Eugen: Aber in Wirklichkeit muss man sehr wohl definieren und das ist jetzt am Anfang passiert und ich finde, das tut dem Text auch
- 19:49Eugen: gut. Und dann hat es dem Text halt sehr gut getan, dass du immer wieder viel zu höflich angemerkt hast.
- 19:55Eugen: Kann das nicht raus? Fragezeichen?
- 19:58Eugen: Das kam doch schon vor. Ich würde ja einfach brutal das rauslöschen,
- 20:02Eugen: wenn wenn wenn ich sowas sehe.
- 20:04Arno: Arno: Also danke auch unter 800 Seiten bleiben.
- 20:08Eugen: Eugen: Ja, schauen wir mal, wie gut das gelingt. Ich habe jetzt jetzt heute noch nicht aufgemacht, aber also prinzipiell wird jetzt eigentlich
- 20:14Eugen: nur noch gekürzt, glaube ich. Also nein, das stimmt nicht ganz, weil es kommt halt ein größeres.
- 20:18Eugen: Ähm, also Schlussfolgerung haben wir noch nicht geschrieben. Das werden sicher noch mal so 30 Seiten,
- 20:23Eugen: aber dazwischen. Also die Fallstudien werden wir eher kürzen, glaube ich. Und nicht ausbauen.
- 20:29Eugen: Ja. Du wirkst nicht ganz sicher.
- 20:31Arno: Arno: Ich bin da. Ja. Ich dachte mir also, ich habe.
- 20:35Arno: Bin ja auch chronologisch am Durcharbeiten und habe jetzt eben diesen einleitungs und theoretischen Teil quasi durch.
- 20:43Eugen: Eugen: Genau. Also das wäre meine Einleitung im Augenblick, die überhaupt anführt, dann eine Art Methode,
- 20:47Eugen: dass es noch sehr, sehr ungepflügter Acker und dann ein Kapitel, das bist vor allem du zum.
- 20:54Eugen: Zur Idee des Horrors. Aber ich glaube, das ist ja wiederum schon sehr stimmig,
- 20:57Eugen: oder?
- 20:58Arno: Arno: Ja, ja, genau, denke ich auch. Also ich finde auch generell, du hast da ja auch relativ viel geschrieben.
- 21:05Eugen: Eugen: Wir haben ja auch im Grunde alles immer gemeinsam gemacht. Das ist ja das Schöne.
- 21:08Arno: Arno: Auch zu Quellenkritik. Ja, das bleibt auch wenn man sich gegenseitig überarbeitet, ja auch nicht aus.
- 21:12Arno: Also ich finde auch, dass unsere unterschiedlichen Schreibstile zu einem.
- 21:19Eugen: Eugen: Besseren Ganzen führen.
- 21:21Arno: Arno: Zu einem Monument unserer gemeinsamen Freundschaft geworden sind und eine gewisse Einheitlichkeit schon in einem Text gewonnen
- 21:29Arno: haben. Also ich korrigiere dich immer und du immer mich.
- 21:32Arno: Und dann sagst du immer okay, diesen Wiener Slang will ich gerne drin behalten und sage ich okay,
- 21:38Arno: dafür mach ich was anderes oder so.
- 21:40Eugen: Eugen: Ich verwehre mich gegen den Ausdruck Wiener Slang.
- 21:43Eugen: Es gibt ein paar Wörter, die stehen im österreichischen Wörterbuch,
- 21:46Eugen: im offiziell anerkannten drinnen und die bleiben auch drinnen.
- 21:51Arno: Arno: Ja, Lokalpatriotismus jetzt mal ganz beiseite.
- 21:54Arno: Aber man muss es ja Beim Text, den man für einen deutschen Verlag macht,
- 21:58Arno: muss man sich zumindest im Klaren sein.
- 22:00Arno: Das könnte nachher angemerkt sein und muss dann zumindest sich dessen bewusst sein.
- 22:06Eugen: Eugen: Ich bin mir dessen bewusst und ich finde ich nicht.
- 22:09Eugen: Die deutsche Verlagslandschaft würde davon profitieren, wenn mehr Wienerinnen.
- 22:13Arno: Arno: Aber es sind auch schon so Kleinigkeiten tatsächlich auch in der Rechtschreibung,
- 22:17Arno: wie zum Beispiel das scharfe S wird ein Doppel S bei euch, glaube ich,
- 22:21Arno: oder nein.
- 22:22Eugen: Eugen: Da wurde ich suiziffiziert. Das habe ich mir angewöhnt, seitdem ich in der Schweiz arbeite,
- 22:28Eugen: weil da gibt es kein scharfes S und ich finde es ganz nett.
- 22:31Eugen: Es trifft sich witzigerweise bei mir damit. Das war eine Eigenheit meines Vaters. Der hat aus der Frühzeit der Informatik, als es kein
- 22:37Eugen: scharfes S gab, immer ein Doppel S gemacht und Umlaute ausgeschrieben.
- 22:41Eugen: Und ich finde das ganz herzig. Also bei meinem Vater und bei der Schweiz sehe ich es auch an und deswegen habe ich es mir
- 22:48Eugen: angewöhnt. Ja, aber das geht dann schnell zurück zu ändern, oder?
- 22:54Arno: Arno: Ja, aber ich kann Ein bisschen Schade ist, dass ich meinen muttersprachlichen Dialekt nicht einbauen.
- 23:00Eugen: Eugen: Macht das ein bisschen platt rein.
- 23:03Arno: Arno: Ja, ich weiss nicht, Das könnte. Also das ist schwierig, weil wir ja auch keine Grammatik haben in dem Sinne oder kein festgelegtes
- 23:09Arno: Vokabular, sondern von Dorf zu Dorf und Straße, zu Straße und Haus zu Haus,
- 23:14Arno: die Begriffe teilweise auch anders ausgesprochen und ausgeschrieben werden.
- 23:18Eugen: Eugen: Und nicht sehr Gamestar affin, nehme ich an, als Sprache.
- 23:21Arno: Arno: Ja überhaupt akademisch würde ich das jetzt nicht nennen.
- 23:25Eugen: Eugen: Wie würdest du sagen Spiel auf Platz.
- 23:28Arno: Arno: Spiel?
- 23:29Eugen: Eugen: Okay, gut, dann sagen wir einfach, dass es platt ist.
- 23:34Arno: Arno: Ja, ja, ja. Aber trotzdem schön, wenn man auch.
- 23:39Arno: Ja. Wir sprechen über Stil. Und wenn man dann doch auch solche, ja auch Identitätsfragen ein bisschen drin hat.
- 23:49Arno: Aber eben auch nicht zu viel. Also damit es auch zugänglich bleibt und auch zwischen uns eben eine gute Balance gefunden wird,
- 23:57Arno: glaube ich zwischen uns beiden.
- 23:59Eugen: Eugen: Ja, und was du gesagt hast, fand ich auch so nett und das ist eigentlich in dem Artikel,
- 24:03Eugen: der jetzt im Magazin erschienen ist, finde ich, auch sehr schön rausgekommen.
- 24:07Eugen: Wir haben irgendwie auch schon eine gemeinsame Sprache gefunden. Sowas macht auch große Freude,
- 24:11Eugen: wenn man sieht, dass da so Sachen Bestand haben.
- 24:16Eugen: Und das Wichtigste jetzt zu sagen ist, dass das, dass das Buch gut weitergeht und was ich noch immer.
- 24:22Eugen: Also der Punkt, den ich interessant finde, Wo ich aber auch noch nicht weiß, kann ich auch Interessantes dazu sagen ist.
- 24:27Eugen: Ich glaube, das ist nämlich etwas, was durchaus verbreitet ist, wenn man manchmal so Hemmungen hat oder sich
- 24:31Eugen: schwer tut mit etwas, was wir am Anfang auch im Gespräch hatten. Wann sind die Momente,
- 24:35Eugen: die Freude machen, einen Text und wann nicht? Und dann macht es manchmal einfach Klick zu einem Moment und dann geht es gut weiter.
- 24:42Eugen: Wir hatten auch das Thema, Wenn man ein Buch gemeinsam schreibt, das halt viel zeitaufwändiger ist als ein
- 24:47Eugen: Paper. Wann und das Thema hast du auch geöffnet.
- 24:50Eugen: 0.2 Wenn es etwas ist, das wichtig ist, aber nicht dringend, dass man sich den Platz und den Ort dafür
- 24:58Eugen: schafft, trotzdem regelmäßig weiterzumachen. Ich glaube, auch das haben wir erreicht. Du hast dir einfach einen Tag dafür genommen.
- 25:03Eugen: Ich habe mir jeden Tag eineinhalb Stunden dafür genommen, für das Buch.
- 25:10Eugen: Das klingt furchtbar banal, aber es war extrem notwendig, sich das wirklich anzueignen,
- 25:15Eugen: um da weiterzukommen. Also es ist eine Art, ist auch eine Arbeitsfrage und wie man da vorgeht.
- 25:21Eugen: Und viele Leute werden sich jetzt denken No na und?
- 25:24Eugen: Können das viel besser. Ich glaube, im akademischen Umfeld sind solche Sachen.
- 25:28Eugen: Sie werden einfach nicht gelehrt.
- 25:30Eugen: Das müssen wir uns dann immer selbst aneignen, indem wir Bücher lesen und mit Kolleginnen reden,
- 25:35Eugen: die nicht aus dem akademischen Bereich kommen oder uns coachen lassen.
- 25:39Eugen: Da denke ich mir, es wäre schon ganz gut, wenn man das unterrichten könnte. Besser?
- 25:44Arno: Arno: Ja, wobei, es gab schon bei mir in den Geschichtswissenschaften oder an der Uni allgemein auch Kurse zum
- 25:53Arno: wissenschaftlichen Schreiben, also wie man das grundsätzlich angeht.
- 25:58Eugen: Eugen: Okay.
- 25:59Arno: Arno: Ich weiß nicht, ob das bei dir dann wahrscheinlich nicht der Fall ist.
- 26:02Eugen: Eugen: Nein, bei mir war es nicht der Fall. Aber ich glaube, das gibt es jetzt durchaus auch mehr. An der Uni habe ich das selbst einmal so
- 26:08Eugen: einen kurzen Workshop gehalten und vor Ewigkeiten dann auch dazu gebloggt.
- 26:13Eugen: Es hängt von Uni zu Uni ab und ich glaube, es hängt halt wie unsere Universitäten immer sehr auch vom Lehrpersonal ab, wenn man da
- 26:18Eugen: motivierte Lehrerinnen haben, die wissen, dass das wichtig ist und das auch unterrichten,
- 26:24Eugen: hat man großes Glück. Viele finden das halt ätzend.
- 26:26Eugen: Die wollen halt lieber an ihrem Forschungsobjekt dranbleiben, an König Philipp von Spanien oder der
- 26:33Eugen: Reconquista. Als Jungstudierenden das Schreiben beizubringen.
- 26:40Eugen: Also ich glaube es einfach nicht so sexy, das zu unterrichten, aber es wäre halt notwendig und noch weniger sexy.
- 26:44Eugen: Aber auch genauso notwendig. Ist halt vielleicht irgendwann mal angehen, wenn man in so einem Arbeitsumfeld,
- 26:50Eugen: wo man sehr sehr viel Eigenverwaltung ist, vielleicht das falsche Wort.
- 26:55Eugen: Also selbst Verantwortung übernimmt.
- 26:57Eugen: Also wir haben wir müssen unsere Arbeitstage großteils selbst einteilen.
- 27:01Eugen: Also wir haben zwar manchmal Lehrveranstaltungen, die strukturieren das, aber sonst müssen wir die Tage selbst
- 27:06Eugen: einteilen. Und das klingt banal, kann aber irrsinnig herausfordernd sein.
- 27:10Eugen: Da wäre es vielleicht auch mal ganz gut, das Thema zumindest mal anzusprechen mit zukünftigen Forscherinnen.
- 27:19Eugen: Jetzt für alle jungen Lehrpersonen, die sich diesen Podcast anhören,
- 27:25Eugen: dass nehmt euch das mal mit und überlegt euch, ob ihr der Platz dafür findet.
- 27:30Arno: Arno: Ich glaube bei uns beiden ist die Situation auch insofern nochmal besonders,
- 27:35Arno: weil wir ja fast ausschließlich im Homeoffice arbeiten, also im Globalen gesehen.
- 27:42Arno: Also bis auf ein paar Lehrveranstaltungen bei dir und unsere monatlichen bis sechswöchigen Besuche in Bern für zwei drei Tage sind wir
- 27:51Arno: eigentlich überwiegend im Homeoffice.
- 27:53Arno: Und dieses Homeoffice bedeutet eben auch.
- 27:56Arno: Das hört sich jetzt erstmal negativ an, aber das ist es eigentlich gar nicht.
- 28:00Arno: Das ist aber auch kein berufliches soziales Umfeld gibt, das man ins Büro reinschneien kann und einen quasi auch zum beruflichen
- 28:09Arno: Austausch einerseits anhält, aber andererseits auch.
- 28:12Arno: Und das meine ich, das hört sich nicht. Das hört sich jetzt negativer an als gemeint ist.
- 28:15Arno: Aber dieser dieses Es Überwachungsgefühl oder dieser soziale Druck,
- 28:20Arno: dass man jetzt auch was tun muss.
- 28:22Arno: Den gibt es zwar auch im Homeoffice, aber da ist ja diese physische Komponente,
- 28:27Arno: die fehlt zumindest total weg und man muss sich das.
- 28:30Arno: Also ich mache ja Homeoffice schon seit ich glaube 2016 und man muss sich das wirklich antrainieren,
- 28:37Arno: dass man wirklich sehr klar sagt, das und das sind meine Stunden und ich muss da mich ransetzen und ich mache auch nicht
- 28:46Arno: mehr. Auf der anderen Seite, weil das ja auch ein Problem ist im Homeoffice,
- 28:52Arno: fehlender Kontrolle nämlich, dass man sehr, sehr gerne auch zu viel arbeitet,
- 28:57Arno: Aber eben diese Grenzen sowohl in die eine als auch in die andere Richtung zu setzen,
- 29:01Arno: das muss man wirklich lernen. Und da wäre tatsächlich so etwas wie ein Jemand,
- 29:07Arno: der einem das überhaupt mal zeigt, wie man das macht.
- 29:09Arno: Echt eine gute Sache, glaube ich.
- 29:13Eugen: Eugen: Ja, ich merke gerade, ich sage zu oft Ja, Wenn du etwas sagst.
- 29:18Eugen: Das klingt immer so banal, aber ich möchte als Erstes bestätigen, dass du vollkommen recht hast. Das sind also
- 29:23Eugen: wirklich, sollte ich meinen viel besseren Satz dafür zulegen. Ich könnte es dann einfach mal sagen Du hast vollkommen recht.
- 29:29Eugen: Ein kleiner Anspruch von mir. Ich glaube, was jetzt die Arbeitseinteilung angeht,
- 29:34Eugen: weil ich habe teilweise an Unis mit Kolleginnen bin ich gesessen und dann auch in Großraumbüro in der APA,
- 29:42Eugen: als ich in der Medienbeobachtung war.
- 29:44Eugen: Das hat alles, hat Vor und Nachteile.
- 29:46Eugen: Wie banal, aber tatsächlich auf die Arbeitsgestaltung hat das nicht so einen Einfluss gehabt.
- 29:51Eugen: In der APA war die Arbeit durchgetaktet Also das war wirklich Stechuhr mäßig.
- 29:55Eugen: Da gab es auch ganz klar, was wann gemacht werden musste.
- 29:58Eugen: Ich habe mir trotzdem recht viel Freiraum herausgearbeitet.
- 30:02Eugen: Das ist teilweise dann durchaus ein Konfliktherd geworden.
- 30:05Eugen: Aber darum geht es nicht. Aber davor, als ich promovent war, zum Promovend,
- 30:08Eugen: als ich promoviert habe an der Uni Frankfurt und an der Uni Trient,
- 30:12Eugen: habe ich gemerkt, war zumindest an der Uni Frankfurt noch eine sehr alte Mentalität da,
- 30:16Eugen: dass die Dissertanten müssen alle eingehegt und kontrolliert werden und das war Zeit,
- 30:20Eugen: die ich teilweise abgesessen bin.
- 30:22Eugen: Da saß ich im Büro. Dort hätte viel besser Zeit in Archiven verbringen können.
- 30:26Eugen: Das Schreiben ist auch nicht besser gegangen. In den besten Momenten war es wunderschön, mit Kolleginnen durchgehend diskutieren zu
- 30:32Eugen: können. Ja, also das war etwas, was mir sonst abgeht.
- 30:35Eugen: Wobei ich muss sagen, dadurch, dass wir uns einmal die Woche mindestens zoomen,
- 30:40Eugen: sehr viel öfter, braucht man das auch nicht.
- 30:42Eugen: Also das hängt wirklich von der Arbeit ab, wann es Sinn macht, eingehegt in einem kontrollierten Arbeitsumfeld zu sein,
- 30:50Eugen: wann nicht. Also ich glaube, man kann viel mehr auf die Eigenverantwortung von Mitarbeiterinnen bauen,
- 30:55Eugen: wenn halt die Arbeitsbedingungen gut sind.
- 30:58Eugen: Also ich finde, ich habe da nicht mehr gearbeitet.
- 31:00Eugen: Im Gegenteil. Ich also wirklich am meisten arbeite ich jetzt.
- 31:03Eugen: Und damit hängt es zusammen, dass ich halt wirklich mir selbst und auch mithilfe von einem Coach und mithilfe von
- 31:09Eugen: Lehrbüchern wie in Steven Coe angeht Die antrainiert habe und angeeignet habe,
- 31:15Eugen: wie ich nicht am effizientesten, sondern am effektivsten arbeiten kann.
- 31:20Eugen: Das stand im Kodex so drin. Es geht jetzt nicht darum, dass ich mehr Roboter und mehr Bruttosozialprodukte produziere,
- 31:26Eugen: sondern dass ich auch zufrieden bin mit dem, was ich mache.
- 31:30Eugen: Ich hoffe, das klingt jetzt nicht alles zu banal, aber ich glaube, das ist etwas, was viele herausfordert und
- 31:34Eugen: was in meinem Fall ich bin jetzt 45 geworden wirklich lange gebraucht hat,
- 31:38Eugen: bis ich da auf einem Niveau bin, mit dem ich zufrieden bin.
- 31:43Arno: Arno: Ja, schau, ich bin 47 und noch nicht da.
- 31:46Eugen: Eugen: Das ist. Nein, Du bist 47 und sehr viel selbstkritischer als ich.
- 31:51Eugen: Ich glaube, du bist durchaus auf dem Punkt.
- 31:53Arno: Arno: Ich habe jetzt gelernt, dass man als Mann am unglücklichsten mit 47,2 Jahren ist.
- 32:00Eugen: Eugen: Nein, ich glaube, das ist ein guter.
- 32:03Arno: Arno: Ich habe jetzt quasi den Peak erreicht.
- 32:05Arno: Ich bin jetzt 47,4 oder so.
- 32:07Eugen: Eugen: Von jetzt ab geht's bergab.
- 32:09Arno: Arno: Nee, jetzt geht's bergauf.
- 32:11Eugen: Eugen: Jetzt geht's wieder. Du hast den. Den? Den, den den Nadir erreicht.
- 32:16Eugen: Das Gegenteil vom Zenit.
- 32:18Arno: Arno: Ja, ja, genau. Die Marianengraben.
- 32:22Eugen: Eugen: Genau. Und hiermit haben wir unseren Bildungsauftrag für heute wieder erfüllt.
- 32:26Eugen: Einfach Marianengraben und Nadir googeln.
- 32:29Eugen: Ich finde, Nadir ist ein sehr schönes Wort.
- 32:32Eugen: Marianengraben. Auch gut. Also, das ist die harte Arbeit.
- 32:35Arno: Arno: Ich kenne es nicht. Was ist das für ein Begriff?
- 32:37Eugen: Eugen: Es ist. Es ist aus dem gleichen. Und ich google.
- 32:40Eugen: Es kommt aus der gleichen Sprache wie Zenit und Nadir.
- 32:42Eugen: Ich glaube, ich würde jetzt. Hmmm.
- 32:44Arno: Arno: Hört sich ein bisschen Arabisch an?
- 32:46Eugen: Eugen: Naher Osten? Ja, genau.
- 32:48Arno: Arno: Also so aus dem. Aus dem Sprachraum.
- 32:51Arno: Weißt du.
- 32:52Eugen: Eugen: Man sollte nicht mit Fremdwörtern um sich werfen.
- 32:54Eugen: Ja, es ist aus dem Arabischen. Und das wird in der Geometrie eingesetzt.
- 33:01Eugen: Anscheinend. Ich finde es ein schönes Wort.
- 33:03Eugen: Und ich fand es immer sehr verwirrend, dass ein Klassenkamerad von mir Nadia mit Vornamen hieß.
- 33:10Eugen: Aber es ist eben auch nicht nur etwas Negatives dieser Begriff, sondern es ist auch etwas Zentrales.
- 33:17Arno: Arno: Wir suchen ja auch nach Tiefe.
- 33:19Eugen: Eugen: Genau. Genau, Genau. Genau die Tiefe.
- 33:21Eugen: So, wir sind ein bisschen also ausgegangen von dem gemeinsamen Buch haben wir jetzt über das gemeinsame Schreiben und die
- 33:27Eugen: Herausforderung geredet. Ich finde, das ist etwas, was wir immer wieder so ein bisschen reinholen können, weil das ist auch
- 33:33Eugen: das ist halt auch das, was wir die meiste Zeit an unseren Arbeitstagen machen.
- 33:36Eugen: Und ich finde, es wäre okay, auch darüber zu reden.
- 33:40Eugen: Und auch, dass ich sage, es muss mehr unterrichtet werden.
- 33:43Eugen: Ich glaube, es hängt wirklich sehr von den Universitäten ab und vom Lehrpersonal. Und ich glaube auch insgesamt wird es immer
- 33:48Eugen: besser. Und ich glaube auch, es wird heutzutage besser unterrichtet als vor 20 Jahren,
- 33:52Eugen: als ich studiert habe. Und in 20 Jahren wird es noch besser unterrichtet werden. Und zumindest das sind Sachen,
- 33:57Eugen: wo ich wirklich davon ausgehe, dass in Zukunft auch noch noch besser werden, zu unseren weichen Arbeiten zu kommen.
- 34:05Eugen: Zu den Softworks. Arno, was hast du im letzten Monat gespielt, Gesehen,
- 34:10Eugen: gehört, gelesen. Worüber möchtest du reden?
- 34:13Eugen: Davon und worüber nicht Und warum?
- 34:15Arno: Arno: Gelesen habe ich ziemlich viel, weil ich gerade schöner Weise in der Jury für den Seraph bin.
- 34:22Arno: Das ist der Preis. Für. Was ist das?
- 34:26Arno: Die Gesellschaft. Gesellschaft. Phantastik.
- 34:29Arno: Oh, das muss ich nachschauen. Das tut mir echt leid. Das habe ich vergessen aufzuschreiben. Sonst hätte ich es jetzt
- 34:34Arno: wunderbar hier runterrattern können.
- 34:36Arno: Jedenfalls habe ich dafür. Ich kann es nicht genau sagen, ich glaube,
- 34:40Arno: zehn Bücher gelesen und an der Stelle.
- 34:43Arno: Also ich werde nicht weiter darauf eingehen, möchte aber sagen Es ist doch überraschend.
- 34:47Arno: Wie viel Gute? Keine Ahnung. Fantasy, Science Fiction, Horror, whatever es auch von deutschsprachigen
- 34:55Arno: Autorinnen gibt. Da kann man immer nur wieder darauf hinweisen, dass es auch hier Menschen gibt,
- 35:00Arno: die tolle Bücher schreiben und die man auch lesen kann.
- 35:05Eugen: Eugen: Möchtest du für ein paar davon Werbung machen.
- 35:08Eugen: Zu diesem Zeitpunkt.
- 35:09Arno: Arno: Im Moment noch nicht, weil.
- 35:13Eugen: Eugen: Das.
- 35:13Arno: Arno: Würde ich, glaube ich, nach dem Preis machen.
- 35:16Eugen: Eugen: Tut mir leid. Ich war ja auch mal in einer Jury. Das ist meine Gemeinde.
- 35:20Eugen: Eine unüberlegte Frage von mir. Gibt es Autoren?
- 35:26Eugen: Kannst du überhaupt. Weil ich dachte mir auch, es ist auch etwas, wo bei allem Schlechten,
- 35:31Eugen: was aus Social Media heraus erwachsen ist und das ist sehr viel.
- 35:34Eugen: In unserer Welt gibt es auch einiges Gutes und das ist auch gerne denke ich zurück,
- 35:41Eugen: als als Twitter noch nicht einfach nur ein Höllenpfuhl war, dass ich dort dann plötzlich auch Kontakt zu Autorinnen gefunden habe,
- 35:49Eugen: recht einfach und da Einblick bekommen habe. Eben wie du sagst, in eine extrem aktive Szene.
- 35:54Eugen: Und ich habe da auch das Gefühl, dass da sehr viel gerade passiert,
- 35:58Eugen: vielleicht auch durch andere Verlagsmöglichkeiten.
- 36:01Eugen: Ich glaube, es geht jetzt vielmehr auch über einen Eigenverlag und Kleinverlage oder halt online publizieren. Ähm.
- 36:07Eugen: Wen ich da auch kennengelernt habe. Da können wir Werbung machen. Ein neues Buch von Lena Falkenhagen ist erschienen.
- 36:13Eugen: Die habe ich, glaube ich, auch zuerst über Social Media kennengelernt und dann erst auf Konferenzen. Das habe ich
- 36:18Eugen: sogar schon bekommen. Ich habe es aber noch nicht angefangen. Also da kann ich vielleicht die nächsten Male drüber reden.
- 36:24Arno: Arno: Eins kann ich sagen Ich bin ja habe ja in den letzten Jahren eine wirklich eine ganz schlimme Aversion gegen Fantasy entwickelt.
- 36:32Arno: Und wo kommt das her? Ja, weiß ich auch nicht.
- 36:36Arno: Ich mag. Ich mag dieses Pseudo Mittelalterlich Gedöns eigentlich überhaupt nicht.
- 36:41Arno: Aber was ich hier sagen möchte, auch beim Lesen dieser Bücher, das ist schon echt eine unfaire Aversion,
- 36:48Arno: weil da viele Bücher einfach auch sehr gut geschrieben sind. Also auch das möchte ich an der Stelle sagen,
- 36:52Arno: Das hat mich so ein bisschen des Besseren belehrt.
- 36:55Arno: Es wird immer noch nicht mein Lieblingsgenre sein, weil ich eben ganz oft diese dieses merkwürdig
- 37:04Arno: Während Romantisierende vielleicht auch nicht so richtig mag.
- 37:11Arno: Aber. Aber die Bücher, die ich jetzt gelesen habe, die waren echt richtig gut und würde ich auch
- 37:18Arno: jedem weiterempfehlen. Und unter den Top drei, die, die ich da gelesen habe,
- 37:24Arno: waren glaube ich auch tatsächlich zwei Fantasybücher und das hat mich selber so ein bisschen überrascht.
- 37:31Arno: Wollte ich nur an der Stelle mal auch noch mal klar machen.
- 37:34Arno: Einfach weil das etwas ist. Was, was man gerne vergisst, wenn man so seine.
- 37:40Arno: Wenn man alt ist wie ich 47 gerade auf dem Nadia, in dem Nadia ist und sich in seinem eigenen
- 37:49Arno: ja Gewohnheiten so suhlt, dass es doch lohnen kann, auch vielleicht auch manchmal ein bisschen
- 37:57Arno: gezwungen zu werden, solche neuen Richtungen mal einzuschlagen.
- 38:02Eugen: Eugen: Das hast du sehr schön gesagt. Ja.
- 38:04Eugen: Ich fand besonders interessant den Punkt, den du gesagt hast, der bei Fantastic mich jetzt auch lange abgetörnt hat.
- 38:10Eugen: Wenn es sowas beliebiges und eigentlich.
- 38:13Eugen: Es ist Mittelalter mit Zwergen und Elfen.
- 38:17Eugen: Ähm. Es gibt halt schon sehr kluge Phantastik.
- 38:22Eugen: Ja. Also immer wieder lese ich lese einmal im Jahr ein Buch von Ursula Le Guin.
- 38:26Eugen: Letztes Jahr war es ein Science Fiction Buch, aber die hat ja auch die, die das jetzt nicht mehr die Trilogie,
- 38:31Eugen: sondern die ich glaube fünf, fünf oder sechs Bände sind es mittlerweile,
- 38:36Eugen: die ich schon sehr gerne habe. Aber das ist es wäre mal eine Beobachtung wert,
- 38:42Eugen: sich anzuschauen. Vor allem halt immer wenn.
- 38:44Eugen: Was mich nervt ist, wenn es generisch ist zugleich, was es vielleicht auch interessanter machen würde. Sich das
- 38:49Eugen: anzuschauen ist, dass es extrem politisch ist.
- 38:52Eugen: Also Science Fiction sowieso, aber eigentlich auch Fantasy.
- 38:55Eugen: Wobei ich glaube und jetzt können wir dann nur oder kann ich nur dilettieren,
- 38:59Eugen: dass die Fantasy da ein bisschen reaktionärer ist als ich.
- 39:02Eugen: Science Fiction wäre meine erste Beobachtung, weil da geht es eher immer um konservative Weltbilder.
- 39:07Eugen: Muss nicht sein. Also wir haben gerade Ursula Le Guin gesagt und auch Lena Falkenhagen.
- 39:12Eugen: Also es kann auch ganz, ganz progressiv sein, aber manchmal ist die Tendenz da,
- 39:16Eugen: dass es das dass das eher so die Richtung.
- 39:20Eugen: Im Mittelalter ist. Aber ich glaube, diese Beobachtung ist jetzt erstens viel zu vereinfachend,
- 39:29Eugen: zweitens müsste man schauen, ob es überhaupt die Mehrheit der Bücher so oder gibt es nur eine kleine laute Minorität,
- 39:33Eugen: die dieses Gefühl bei mir erweckt?
- 39:36Eugen: Man müsste sich besser anschauen. Ich habe. Jetzt hat mich der Tobias Unterhuber auf Social Media wieder darauf hingewiesen, dass
- 39:41Eugen: auf Pegida kam Einmal eine Sammelausgabe zu Phantastik.
- 39:46Eugen: Ich habe mich nämlich gefragt für unseren Band, also zu der Hard Works Teil dieses Podcasts.
- 39:52Eugen: Es gibt drei, vier Bücher zum Genre des Horrors in digitalen Spielen,
- 39:56Eugen: aber ich habe zuerst nichts gefunden zu Science Fiction und Fantasy,
- 39:59Eugen: was ja auch so riesen Genres sind also Themengenres.
- 40:03Eugen: Und da hat mich der Tobias auf das auf dem die Paidia Ausgabe hingewiesen.
- 40:07Eugen: Trotzdem, ich glaube, das war ein Thema, das hätte noch Platz für sehr viel mehr Forschung und Publikationen.
- 40:14Eugen: Soweit ich das von außen beobachten kann.
- 40:17Eugen: Wir werden jetzt nicht demnächst dazu kommen, uns das anzuschauen oder eher nicht.
- 40:22Arno: Arno: Aber ich schaue mir ja auch gerade ein im Prinzip ein Fantasyspiel an,
- 40:27Arno: nämlich Skyrim, das ich gerade noch mal durchspiele.
- 40:32Arno: Habe ich jetzt.
- 40:32Eugen: Eugen: Elder Scrolls.
- 40:34Arno: Arno: Habe ich letzte Woche noch mal angefangen und nachdem ich erstmal so ein bisschen abgeturnt war,
- 40:39Arno: weil. Weil das ist ja jetzt doch nicht mehr ganz taufrisch und ja,
- 40:46Arno: also es ist ja, es ist schon ein bisschen so geriatrisch, muss man einfach sagen.
- 40:52Arno: Aber ich bin doch überrascht. Also die Spielwelt ist halt schon wunderschön und es hat natürlich auch eine Ursache,
- 40:59Arno: dass sich das Spiel, wie du weißt.
- 41:01Arno: Wir werden dazu einen Artikel verfassen in hoffentlich naher Zukunft.
- 41:09Arno: Du lachst mich aus.
- 41:10Eugen: Eugen: Nein, das tut mir leid, dass ich uns das eingebrockt habe. Das war.
- 41:13Arno: Arno: Ja.
- 41:14Eugen: Eugen: Ich hatte ein weiches Herz und. Aber ich finde es gut.
- 41:20Eugen: Da kommen wir wenigstens aus der Komfortzone raus.
- 41:21Arno: Arno: Ach ja? Und ich finde es eigentlich.
- 41:24Arno: Also, ich habe es, als ich es damals gespielt habe. Wann ist das rausgekommen? 2006 oder so,
- 41:28Arno: oder es war.
- 41:29Eugen: Eugen: Es war nach der Jahrtausendwende. Auf jeden Fall.
- 41:31Arno: Arno: Ja, und da habe ich es ja sehr geliebt und ich kann heute noch sehen,
- 41:38Arno: warum. Aber es ist eben auch viel Wasser, den Rhein oder die Donau hinuntergelaufen.
- 41:44Eugen: Eugen: Ja. Oder die Flüsse, deren Namen wir nicht kennen, aus der Elder Scrolls Welt.
- 41:48Arno: Arno: Ja, stimmt.
- 41:50Eugen: Eugen: 2011 ist es erschienen.
- 41:53Arno: Arno: Doch so spät?
- 41:54Eugen: Eugen: Ja.
- 41:55Arno: Arno: Das ist Ja. Ich hätte gedacht.
- 41:56Eugen: Eugen: Gerade mal 14 Jahre. Ich habe es jetzt wiederentdeckt, weil ich meinem älteren Sohn für die Switch dachte.
- 42:04Eugen: Also ich weiß ja nie, wie diese Umsetzung auf der Switch sind, aber das habe ich.
- 42:08Eugen: Es war auch nicht zu teuer zu bekommen. Und ich dachte mir, dann kann ich ihm zumindest eines der Spiele zeigen, das wir auch für
- 42:13Eugen: sehr viele Memes weltweit verantwortlich ist. Ich habe von ihm memetechnisch sehr viel gelernt.
- 42:18Eugen: Also ich empfehle allen. It must have been the wind als Musikvideo auf Google zu suchen.
- 42:25Eugen: Und da habe ich es wieder entdeckt. Ja, ich finde es eigentlich ganz.
- 42:28Eugen: Also wir können auch kurz sagen, was wir schreiben werden. Gemeinsam mit Aurelia, die ich auch noch eingefangen habe
- 42:34Eugen: für das Projekt. Wir schreiben zum zu.
- 42:38Eugen: Wie sagt man zur Geschichtsschreibung im Spiel selbst?
- 42:42Eugen: Also wir schauen uns nicht. Wir schauen uns nur die Bücher an, die man in dem Spiel lesen kann.
- 42:46Eugen: Was ich schon seit langem, langem sowieso machen wollte, weil ich das sehr lustig finde und schauen
- 42:51Eugen: uns an, wie wird Geschichte dargestellt in den Büchern, die man in Skyrim lesen kann?
- 42:55Eugen: Ich hätte jetzt so gern eine Zahl, wie viele Spielerinnen, die Skyrim gespielt haben,
- 43:01Eugen: auch tatsächlich die Bücher gelesen haben.
- 43:03Eugen: Das wüsste ich einfach gerne. Ich weiß nicht, ob ich das je erfahren werde.
- 43:07Arno: Arno: Ja, aber dann hätte ich das ja gar nicht mehr spielen müssen und hätte nur auf irgendeine irgendein komisches Wiki gehen müssen,
- 43:12Arno: wo dann alle 500 Bücher oder 1000 Bücher, die sind in der Welt gibt,
- 43:18Arno: dann schon transkribiert sind.
- 43:21Eugen: Eugen: Das ist richtig, aber es ist natürlich wissenschaftlich sehr viel korrekter,
- 43:27Eugen: so wie du es machst, auch noch mal das Spiel in Erinnerung zu rufen.
- 43:31Arno: Arno: Ja, ja, ja, das stimmt. Ja, ich bin auch tatsächlich gespannt.
- 43:35Arno: Also ich werde natürlich beides machen, weil ich merke, ich merke jetzt schon im Spiel,
- 43:39Arno: also ich habe bisher noch nicht so viele Bücher gefunden, vielleicht so fünf,
- 43:43Arno: sechs. Ich fange immer an zu lesen und höre sehr, sehr schnell schon in der Welt wieder auf.
- 43:50Eugen: Eugen: Genau das ist genau das, was ich mir denke, weil ich wir sind. Wir beide sind ja leseaffin,
- 43:54Eugen: Aber es war schon bei Baldur's Gate so und ich habe mir dann vorgenommen,
- 43:58Eugen: diese Bücher zu lesen, weil es mich immer schon interessiert hat. Und ich meine, jetzt können wir es machen.
- 44:02Eugen: Aber die Frage ist wirklich bei diesem Paper, die ist dann erlaubt. Wie relevant ist das?
- 44:06Eugen: Weil es kann sein, dass einfach niemand das alles gelesen hat.
- 44:09Eugen: Ich meine, es ist ja noch immer relevant, weil es hat jemand geschrieben, also wir können zumindest die
- 44:14Eugen: Produktionsseite dieser Quellen analysieren und das ist ja auch das,
- 44:18Eugen: was uns interessiert. Also wie wird Geschichte wahrgenommen von denen,
- 44:21Eugen: die diese Spiele schreiben? Aber dann die Frage, wie viele es gelesen haben,
- 44:26Eugen: ist ja jetzt gar nicht so relevant für uns, aber ich finde sie einfach interessant und und und.
- 44:32Eugen: Ich gebe dir recht, ich finde Spiele sind kein Umfeld, in denen ich gerne Bücher lese.
- 44:37Eugen: Das ist die Texte. Und selbst wenn ich wirklich, wirklich investiert bin in die Geschichte,
- 44:41Eugen: muss ich mich zwingen. Also auch wenn es Zeitungsausschnitte in Horrorspielen und so sind,
- 44:47Eugen: ich bin es halt so, ich habe so eingeübt, schnell Collecten anklicken irgendwo ins Inventar und ja,
- 44:52Eugen: werde ich mir dann später anschauen.
- 44:54Eugen: Ist ein bisschen so wie die Phase in meinem Leben, wo ich die Zeit abonniert hatte und die sich dann gestapelt hat.
- 45:00Arno: Arno: Ja, das ist auch bei mir ganz stark an so eine visuelle Komponente angegliedert.
- 45:05Arno: Also bei Zeitungen zum Beispiel finde ich dann schon, dass ich die relativ gut lese,
- 45:11Arno: weil die ganz oft, eben, wenn sie als Zeitungen dargestellt sind, nicht als Fließtexte dargestellt sind.
- 45:19Arno: Dann diese Kleinen ja fast schon oft so Twitterlänge oder so, Twitter sagt man ja nicht mehr oder
- 45:26Arno: vielleicht auch extra, aber diese relativ reduzierten Kurztexte hat die dann auch noch eben in kleinen Quadraten
- 45:34Arno: optisch eingefangen werden oder so, dann funktioniert das schon.
- 45:38Arno: Aber wenn ich eben so was wie hier habe, wo ich dann wirklich eine Seite um die andere blättern muss und wo die auch die
- 45:45Arno: Schriftgrößen oft so sind, dass sie ja dass das Lesen kein angenehmes Lesegefühl hergibt,
- 45:54Arno: dann ist das für mich sehr schwierig.
- 45:56Eugen: Eugen: Vollkommen richtig. Ich habe jetzt was anderes versucht als Ja, das habe ich.
- 46:02Eugen: Ich habe es mir nicht vorher gedacht, aber ich.
- 46:05Eugen: Jetzt denke ich es mir, nachdem du es gedacht hast.
- 46:07Eugen: Es ist auch wirklich sehr viel Form.
- 46:09Eugen: Also, es war schon bei Baldur's Gate, dieser kleine Text auf der rechten Seite. Es macht keine große Lust, das zu lesen.
- 46:14Eugen: Es ist. Es ist auch ein Unterschied, wenn in manchen Büchern, in manchen Büchern, in manchen Spielen hat
- 46:18Eugen: man ja so echte Bücher, die man durchblättern kann. Normalerweise sind das so die Questlogs oder die
- 46:23Eugen: Vorgeschichte und das lese ich sehr viel lieber schon.
- 46:27Eugen: Ich glaube, es hängt auch sehr viel damit zusammen, über die Kontrolle über das Lesen.
- 46:32Eugen: Ich habe das auch gemerkt, weil ich jetzt, nachdem ich Jahre Ereader nie wirklich verwendet habe,
- 46:37Eugen: jetzt mit dem neuen Tolino mich sehr viel leichter tue.
- 46:40Eugen: Und das sind immer so Kleinigkeiten, die das Leseerlebnis sehr viel angenehmer machen.
- 46:45Eugen: Und beim Tolino Ich gleite jetzt ab, aber es hängt mit dem Thema zusammen ist es so eine Winzigkeit gewesen.
- 46:52Eugen: Das Blättern hat für mich nie gut funktioniert, weil ich nie wusste,
- 46:55Eugen: wie weit bin ich in einem Text? Das gibt so eins. Du bist auf Seite 1/4500.
- 46:59Eugen: Ich verstehe auch nicht, warum man diese Fantasiezahlen bei eBooks sind. Aber jetzt eine Kleinigkeit,
- 47:04Eugen: die sich geändert hat, ist. Sag mir, wo bin ich? In einem Kapitel. Also,
- 47:07Eugen: ich weiß, jetzt bin ich am Anfang, in der Mitte oder am Ende des Kapitels. Das macht einen Riesenunterschied für mich. Ich
- 47:12Eugen: weiß nicht warum. Warum ich so simpel bin, aber seitdem macht es mir sehr viel mehr Spaß,
- 47:16Eugen: Bücher zu lesen, weil ich mich besser orientieren kann in dem Buch.
- 47:19Eugen: Und das fehlt, wie du sehr richtig gesagt hast, in sehr vielen Büchern und Texten in Spielen.
- 47:25Eugen: Das kommt alles in die Einleitung rein. Für unser Paper dann.
- 47:30Arno: Arno: Ja, stimmt.
- 47:31Eugen: Eugen: Gut. Haben wir schon eine Seite hier?
- 47:34Eugen: Ja, Was hast du noch gelesen, gespielt und gesehen?
- 47:36Arno: Arno: Also gespielt habe ich noch auf Empfehlung von Jenny Child Arise.
- 47:43Arno: Das ist ein wundervolles kleines Indie Game, in dem man einen.
- 47:49Arno: Ja, wie soll man das sagen? Einen Alten als Wikinger ist es, glaube ich,
- 47:56Arno: nicht. Aber einen Normannen oder so was spielt, der im Prinzip in der ersten Szene des Spiels stirbt und eben so
- 48:05Arno: ganz, ja, wie man sich das so vorstellt wird die wird der Leichnam dann auf dem Scheiterhaufen verbrannt und so und was dann
- 48:15Arno: passiert ist, ist, dass man im Prinzip in verschiedenen Episoden dieses das Leben dieses Mannes nachspielt.
- 48:22Arno: Es ist eigentlich so eine Art Jump'n'Run mit einer sehr, sehr extrem coolen Zeitmechanik,
- 48:30Arno: also wo man Zeit vor und zurück schieben kann und die Umwelt sich dann entsprechend verändert und da darüber dann ja
- 48:39Arno: Durchquerungspuzzles quasi löst.
- 48:42Eugen: Eugen: Also ein Puzzler.
- 48:45Arno: Arno: Ja, ja, so ein Hybrid würde ich sagen.
- 48:48Arno: Genau. Und das ist erstens wunderschön gemacht.
- 48:53Arno: Also es ist wirklich ganz, ganz toll designed optisch.
- 48:57Arno: Auch diese Spielmechanik ist unglaublich smooth und fühlt sich so organisch an,
- 49:02Arno: also es war wirklich eine große Freude.
- 49:04Arno: Und zweitens hat mich das Spiel einfach auch so ergriffen.
- 49:09Arno: Also ich habe mehrere Male Tränen vergossen, einfach weil es so eine mitreißende Geschichte war,
- 49:15Arno: die einfach, ja Wunder wundervoll geschrieben ist.
- 49:19Arno: Also ich mag das, will das wirklich jedem sehr sehr stark ans Herz legen und an der Stelle auch noch mal Jenny wirklich danken,
- 49:26Arno: weil es hat mir sehr viel bedeutet, dieses Spiel spielen zu dürfen.
- 49:30Arno: Genau das habe ich gespielt und vielleicht noch ganz kurz, was ich geschaut habe.
- 49:35Arno: Sorry, wenn ich dich unterbreche, dann dann kriegst du kannst du die nächsten zehn Minuten nachholen.
- 49:43Arno: Ich habe geschaut und bin gerade in der letzten Staffel.
- 49:46Arno: Letterkenny war ich und bin schon gibt es zwölf Staffeln bei Netflix ist eine kanadische Comedyserie,
- 49:55Arno: die sehr merkwürdig ist. Also die macht es einem nicht leicht, sie einordnen zu können,
- 50:02Arno: weil die. Es ist einerseits sehr satirisch, also die über dieses Leben in einer Kleinstadt,
- 50:08Arno: nämlich Letterkenny, und dann hat man diese.
- 50:12Arno: Also wirklich völlig übertrieben zugespitzten Charaktere, also diese kleine Clique,
- 50:18Arno: die von Jugendlichen die Drogen vor Ort verkauft.
- 50:21Arno: Man hat die Farmer, um die es sich da dreht, man hat einen Schwulen.
- 50:28Arno: Was ist das? Priester ist das falsche Wort.
- 50:30Arno: Also man hat Mennoniten die in der Umgebung wohnen usw, die Hillbillies die irgendwo wohnen.
- 50:39Arno: Ganz starke Stereotypen, die immer aufeinanderprallen und ihr Ding halt tun.
- 50:44Arno: Und das Ganze ist aber so überspitzt erzählt, dass es eher was von einem Märchen hat.
- 50:50Arno: Also die auch die Art wie die sprechen.
- 50:53Arno: Also ich habe nie eine Serie gesehen, die so extrem mit Wortspielen arbeitet.
- 50:59Arno: Da gibt es in jeder jeder Folge geht es bestimmt gibt es Dialoge, wo dann fünf,
- 51:05Arno: fünf Minuten oder länger ein Wortwitz nach dem anderen, auf den aber anhand eines Themas abgearbeitet wird.
- 51:11Arno: Und es ist einfach eine große Freude.
- 51:14Arno: Und drittens. Ganz kurz abschließend Es ist eine kanadische Serie.
- 51:18Arno: Und dieses kanadische, diese kanadische Identität, die spielt doch eine sehr,
- 51:23Arno: sehr starke Rolle in dieser Serie.
- 51:24Arno: Auch dieses Verhältnis von frankophonen Anglophonen, Kanadiern usw und es wird sehr viel darüber gesprochen.
- 51:32Arno: Wie ist das Verhältnis von Kanadiern zu den Yanks, wie Sie immer sagen,
- 51:37Arno: zu den Amerikanern, zu den US Amerikanern im Süden und Auch, was mir auch sehr gut gefallen hat.
- 51:45Arno: Es ist man hat manchmal das Gefühl, es ist so eine Ode auf das Landleben,
- 51:51Arno: was es sicher auch ist, aber es ist gleichzeitig relativ progressiv,
- 51:55Arno: aber nicht so mit der mit der Faust aufs Auge, sondern eher so durch die Hintertür und ist wirklich eine Serie,
- 52:04Arno: die auf eine sehr merkwürdige Art sehr, sehr viel Spaß gemacht hat.
- 52:09Eugen: Eugen: Also ich bin jetzt sehr interessiert dran. Ich werde es nicht jetzt während dem Podcast googlen,
- 52:13Eugen: aber ich nehme es mir damit.
- 52:15Arno: Arno: Auch nicht schauen.
- 52:19Eugen: Eugen: Ich bin jetzt einfach ruhig für die nächsten. Wie lange sind Sie? Sind Sie 20 Minuten oder 45 Minuten?
- 52:24Eugen: Oder die, die die.
- 52:25Arno: Arno: Folgen sind immer so? Ja, die Folgen sind immer so 22 Minuten.
- 52:28Arno: Ach, eins habe ich noch vergessen. Es hat einen wirklich extrem coolen Soundtrack,
- 52:32Arno: der von. Weiß ich nicht. Black Metal bis zu irgendwie Techno
- 52:42Arno: Geht aber alles sehr undergroundig und der ein, der das total gut hinein ja passt und fremd in dieses merkwürdige
- 52:52Arno: Country Setting. Und das hat mich überrascht und hat das Ganze sehr schön angereichert mit noch so einer Ebene,
- 53:00Arno: die das Ganze noch mal so ironisch bricht.
- 53:03Eugen: Eugen: Dann rappe ich ab, die, die weiche Arbeiten nämlich noch kurz durchgehe,
- 53:08Eugen: was mir in Erinnerung geblieben ist.
- 53:10Eugen: Was jetzt? Also bei Büchern muss ich sagen, habe ich nicht viel gelesen, weil ich jetzt endlich mir die Zeit genommen
- 53:15Eugen: habe. Ein Buch, das ich vor einem Jahr angefangen habe vom Charles Dickens A Mutual Friends,
- 53:19Eugen: 19. Jahrhundert zu lesen. Und da hat, deswegen bin ich auch drauf gekommen.
- 53:24Eugen: Da hat es einen Riesenunterschied gemacht, dass ich jetzt einen anderen Tolino hatte, weil das ist auch ein Buch. Es ist,
- 53:29Eugen: ich finde es sehr spannend. Also ich fand es am Anfang hat es viel Arbeit gebraucht, auch ins Englisch reinzukommen, weil das,
- 53:35Eugen: weil er irrsinnig mit der Sprache spielt.
- 53:37Eugen: Und wenn du dir Sprache von London aus dem 19.
- 53:39Eugen: Jahrhundert nicht kennst, dann kriegst du auch die Anspielung nicht mit. Aber man kommt dann rein. Das ist sehr
- 53:43Eugen: faszinierend. Ich war dann ist ewig lang.
- 53:46Eugen: Auch ich habe in denen der Ausgabe von Penguin, die wir zu Hause haben,
- 53:50Eugen: sind es 800 Seiten, winzig klein gedruckt.
- 53:53Eugen: Also, das macht keinen Spaß. In dem Buch zu lesen.
- 53:55Arno: Arno: Das heißt, du liest es auch auf Englisch?
- 53:57Eugen: Eugen: Ich Ja, ich habe es auf Englisch gelesen und da hat der Reader geholfen.
- 54:01Eugen: Und das nur ein paar Beobachtungen, die ich spannend fand.
- 54:03Eugen: Erstens etwas, was schon bei Tolstoi war, den ich auch mir vor vier Jahren oder so vorgenommen habe,
- 54:08Eugen: wo ich auch ewig lang dran gesessen bin.
- 54:10Eugen: Ich mache am Anfang immer den Fehler, das als Roman zu begreifen.
- 54:14Eugen: Aber das war nie ein Roman. Das war eine Serie von Anfang an, weil es ist ja,
- 54:17Eugen: jedes Kapitel war eine abgeschlossene Folge.
- 54:19Eugen: Und wenn du dann so wie bei Krieg und Frieden, der denkst, jedes Kapitel ist eigentlich eine Folge von einer ganz krassen
- 54:25Eugen: Soap Opera, dann macht es viel mehr Spaß, weil es ist auch total überzeichnet.
- 54:29Eugen: Du hast. Es geht ganz, ganz arg um die Charaktere, auch wie in einer Soap Opera oder in einer
- 54:34Eugen: Serie. Oder halt es ist so wie Netflix.
- 54:36Eugen: Und dann hatte ich auch erstmal so ein Binnenverhältnis, wo ich dann wirklich mehrere Kapitel auf einmal gelesen habe, was
- 54:41Eugen: ich am Anfang gar nicht hatte, weil es passieren auch so arge Sachen.
- 54:44Eugen: Also es ist ja total überzeichnet und dann also wenn man nicht mehr denkt,
- 54:48Eugen: ich lese jetzt einen Roman, einen neuen von Anfang bis zum Ende, sondern eine Serie,
- 54:52Eugen: dann funktioniert das auch viel besser und dann hat es großen Spaß gemacht. Und ich fand dann faszinierend,
- 54:58Eugen: dass dieses Format der Serie. Das hing auch damit zusammen, dass halt den Zeitungen regelmäßig erschienen ist,
- 55:04Eugen: dass das dann irgendwann so ganz weggebrochen ist, oder jetzt würde man ja so Serien,
- 55:08Eugen: das wäre dann viel mehr Pulp gewesen im 20.
- 55:11Eugen: Jahrhundert, während halt im 19. Jahrhundert, als es den Roman an sich ja auch noch nicht so gab.
- 55:16Eugen: Ich bin jetzt leider nicht sehr gut eingearbeitet in Literaturwissenschaften. Also das kennen viele Kolleginnen sehr viel
- 55:21Eugen: besser. Aber es ist faszinierend und ich finde auch inspirierend für die Gamestar,
- 55:26Eugen: das zu beobachten, wie halt solche Verlagsformate sich verändert haben oder Publikationsformate.
- 55:33Eugen: Und ich habe das Gefühl, dass bei Spielen oder ich habe die Hoffnung,
- 55:36Eugen: dass da der Trend hin und wieder auch mehr zum Seriellen geht, weil das lässt sich viel angenehmer konsumieren,
- 55:43Eugen: wenn man es so in Häppchen hat. Also ich mochte, dass ich.
- 55:46Eugen: Ich liebe Computerspiele, die diesen Monolithen herunterbrechen in Kapitel.
- 55:51Eugen: Und dann vielen Dank an alle Entwicklerinnen, die mir ein was bisher geschah nach jedem Kapitel auch geben.
- 55:58Eugen: Weil wenn ich da mal vier Monate nicht dazu komme und dann wieder einsteigt, liebe ich das viel mehr.
- 56:03Arno: Arno: Ja, das reicht schon, wenn das im Ladescreen ist.
- 56:05Arno: Da freue ich mich schon.
- 56:07Eugen: Eugen: Ja, aber es muss halt gut sein. Es muss mir wirklich sagen, was habe ich jetzt in dieser, in dieser Welt erlebt?
- 56:13Eugen: Also ich habe. Deswegen kämpfe ich jedes Mal mit Zelda Breath of the Wild,
- 56:17Eugen: dass ich auch seit Jahren immer wieder versuche und dann halt liegen lasse für Monate und danach habe ich also so viele
- 56:22Eugen: Story ist er ja nicht, aber danach habe ich keine Ahnung mehr, was wo ist auf dieser Welt. Also meine
- 56:26Eugen: Geografie wurde dann einfach aus meinem Kurzzeitgedächtnis rausgeworfen wieder und hat Platz gemacht für andere ganz wichtige
- 56:33Eugen: Informationen. Und da hätte ich gerne wieder etwas, was mich mehr rein bringt.
- 56:38Eugen: Ist jetzt vielleicht ein schlechter Vergleich, das da rein zu nehmen, weil ich weiß nicht, wie man das gut seriell
- 56:42Eugen: macht. Das muss ja auch recht linear dafür sein, damit das irgendwie machbar ist. Aber jedenfalls ist das fand ich dann eigentlich
- 56:48Eugen: sehr spannend und auch sehr polit.
- 56:52Eugen: Also Dickens. Ja, also man kann ihm auch.
- 56:55Eugen: Man kann ihn natürlich sehr kritisieren, für viele Sachen auch, aber es waren viele Sachen, die ich sehr
- 56:59Eugen: spannend fand. Unter anderem fand ich auch sehr interessant.
- 57:02Eugen: Ihm wurde durchaus zu Recht Antisemitismus vorgeworfen mit seinen Figuren,
- 57:07Eugen: den überzeichneten und in diesem Buch hat er ganz bewusst eine Gegenfigur dazugemacht.
- 57:12Eugen: Also hat er versucht, das aufzunehmen und sich zu entschuldigen.
- 57:16Eugen: Auch mit der Figur des Ray, der eine extrem, fast schon überzeichnet sympathische jüdische Figur ist.
- 57:23Eugen: Das war das eine. Und apropos Politik An Orten, wo ich sie nicht vermute,
- 57:28Eugen: wo ich sie überall. Eigentlich ist sie ja nicht richtig.
- 57:30Eugen: Ich vermute es ja überall etwas anderes, was ich weitergeschaut habe mit meinem älteren Sohn vor allem als Columbo.
- 57:36Eugen: Das ist für mich Wohlfühl Wohlfühl Wohlfühlserie.
- 57:39Eugen: Er ist auch ein bisschen Kindheit und Halt vor Kindheit.
- 57:44Eugen: Irgendwann hat mir meine Frau zu Weihnachten den gesamten Columbo geschenkt.
- 57:48Eugen: Ich habe vor vielen Jahren und wir sind jetzt erst bei der achten Staffel nach vielen Jahren. Aber hin und wieder haben wir dann so
- 57:54Eugen: Momente. Jetzt haben wir ein paar Folgen geschaut und ich liebe Columbo noch immer sehr.
- 57:59Arno: Arno: Und wie viele Staffeln oder Folgen gibt es denn da?
- 58:01Eugen: Eugen: Also Staffeln. So ist es. Ist ja.
- 58:04Eugen: Eigentlich waren das ja immer kleiner Spielfilme und die wurden dann geblockt, produziert und deswegen hat man das nachher
- 58:08Eugen: zu staffeln gemacht. Aber als sie veröffentlicht wurden, waren das keine Staffeln. Es sind,
- 58:16Eugen: glaube ich, zwölf Staffeln und mit unterschiedlich vielen DVDs.
- 58:19Eugen: Ich weiß nicht. Ich nehme an, über 100 Folgen wird es geben, aber das sind ja eineinhalb Stunden.
- 58:23Eugen: Also das sind echte Spielfilme, deswegen arbeitet man da auch länger dran.
- 58:27Eugen: Aber was ich noch sagen wollte, ist auch da.
- 58:30Eugen: Also Columbo war für mich Wohlfühl und da dachte ich, das ist halt das, es. Es ist ja nicht das Ruder. Nicht, weil.
- 58:34Eugen: Du weißt immer, wer es gemacht hat. Es geht nur darum. Wie legt Columbo den die Mörderin rein?
- 58:41Eugen: Und dann habe ich aber gemerkt, dass das auch eine Serie ist, die super für Zeitgeschichte,
- 58:45Eugen: weil die nehmen immer halt raus. Also es ist ja, die Geschichte ist grundsätzlich gleich,
- 58:50Eugen: aber als Setting nehmen sie dann irgendetwas total Prägnantes für die Zeit.
- 58:54Eugen: Ob das jetzt die das große Duell des sowjetischen und amerikanischen Schachprofis ist oder es gab eine Folge über Ich habe
- 59:03Eugen: schon subliminal Publicity. Also diese Art, wo es kurz diese Angst gab,
- 59:09Eugen: dass man Leute kontrollieren kann, indem man kurze TextEinblendungen für Millisekunden in Werbungen reingibt.
- 59:15Eugen: Das kam einmal vor über einen, der das gemacht hat.
- 59:17Eugen: Dann eine Folge wundervoll. Da geht es eigentlich um Simulmatics.
- 59:20Eugen: Da geht es um die frühe Phase der Informatik und der Computersimulation und wie man die ganze Welt damit simulieren kann.
- 59:28Eugen: Und das dann immer total überzeichnet, natürlich.
- 59:31Eugen: Und jetzt gab es eine Folge. Wollte ich drehen?
- 59:34Eugen: Ah ja, genau. Da gab es einen. Ganz absurd.
- 59:37Eugen: Eine republikanische. Ein republikanischer Think Tank.
- 59:40Eugen: Den Irgendwas Amerika Trust. Die WHO, der illegal, glaube ich, Waffengeschäfte gemacht wurden und sich
- 59:49Eugen: eingemischt wurde in die Politik in Afrika und so, Das habe ich früher natürlich überhaupt nicht mitbekommen, dass das alles
- 59:54Eugen: auch ganz, ganz arge politische Kommentare sind.
- 59:56Eugen: Und das ist dann auch so, äh, ich habe mir das jetzt nicht genau gemerkt,
- 1:00:00Eugen: aber dieser dieser Think Tank hat dann auch Historikerinnen und Politikwissenschaftlerinnen angestellt und da
- 1:00:06Eugen: war so ein schöner Satz, wo irgendwie gesagt wurde History, also dass die angestellt werden,
- 1:00:13Eugen: um Geschichte zu machen. Also das sind dann wirklich. Sehr prägnante Kommentare zu Zur Zeit und zur Gesellschaft.
- 1:00:22Arno: Arno: Ja, hört sich total gut an, ich musste gerade auch daran denken.
- 1:00:25Arno: Ich habe in den letzten Monaten unter anderem High Potential und teilweise auch Pokerface heißt es,
- 1:00:32Arno: glaube ich gesehen. Und das sind beides Serien, die auch diese Columbo Formel aufgenommen haben und genau das gleiche
- 1:00:42Arno: machen. Ja, ja, genau. Also High Potential ist bei Disney und Pokerface gibt es glaube ich bei Amazon.
- 1:00:51Eugen: Eugen: Okay, worum geht es da?
- 1:00:54Arno: Arno: Also bei High Potential geht es um eine in der ersten Folge eine Putzfrau,
- 1:00:59Arno: die aber irgendwie einen IQ von ich glaube 150 oder so hat und dann nachts beim Putzen mal das dieses Chart berichtigt,
- 1:01:08Arno: was dann jemand da zu einem Mordfall hinterlassen hat.
- 1:01:11Arno: Und das fällt natürlich auf und sie wird dann darüber entlassen, aber eingestellt als Consultant um zukünftige Mordfälle zu lösen.
- 1:01:20Arno: Und es läuft immer wirklich nach Schema F ab.
- 1:01:24Arno: Also es gibt ganz viele Akteure, die es hätten gewesen sein können und dann hat sie aber den Mut,
- 1:01:29Arno: diesen Moment der Erleuchtung, weil sie ist ja so superschlau und am Ende löst sich dann alles auf.
- 1:01:35Arno: Aber auch da ist es wirklich genauso, auch mit diesen, mit diesen zeitgenössischen Kommentaren eben,
- 1:01:42Arno: was gerade passiert. Also wir hatten dann eine Folge zu Was war das?
- 1:01:49Arno: Ich glaube so Mikroplastik. Mir fällt dieser Fachbegriff dafür gerade nicht ein.
- 1:01:54Arno: Mikroplastik in Inhalatoren für Kindermedikament oder so und das war zum Beispiel eine Sache,
- 1:02:03Arno: aber da gab es auch wirklich unterschiedlichste Sachen.
- 1:02:07Arno: Das andere ist Pokerface. Das funktioniert eigentlich genauso.
- 1:02:11Arno: Da geht es um eine junge Frau auf der Flucht, nicht?
- 1:02:14Arno: Mir fällt gerade ein Natascha Lion heißt sie, glaube ich.
- 1:02:17Arno: Die Schauspielerin.
- 1:02:19Eugen: Eugen: Das ist die aus. Wie heißt das? Matrjoschka.
- 1:02:22Eugen: Russian Puppets.
- 1:02:23Arno: Arno: Ja, genau. Und während sie auf der Flucht ist, weil sie irgendeinen.
- 1:02:28Arno: Ich glaube, Las Vegas. Irgendeinen Typen da.
- 1:02:32Arno: Ich weiß nicht mehr genau wie die. Das ist schon länger her, dass ich das gesehen habe. Ich wusste nicht, dass ich heute darüber
- 1:02:37Arno: sprechen werde. Sie hat jedenfalls den verärgert und muss vor dem fliehen.
- 1:02:41Arno: Und auf dieser Flucht kommt sie zufällig immer in solch kleine amerikanische Kleinstädte,
- 1:02:48Arno: wo dann zufällig dann auch immer genau was passiert.
- 1:02:51Arno: Und man sieht in jeder Folge erstmal was wie es passiert.
- 1:02:55Arno: Lustigerweise auch bei nicht wie es passiert.
- 1:03:00Arno: Aber was passiert? Man sieht nie wer es war und dann geht es dann quasi in den zwei Dritteln,
- 1:03:05Arno: die dann folgen darum wie Natascha bzw die die ehemalige Putzfrau in High Potential das dann auflösen und beides wirklich dieses
- 1:03:15Arno: Columbo hafte. Das ist total auffällig.
- 1:03:18Eugen: Eugen: Das Formelhafte das wäre, das wäre noch etwas was Jetzt haben wir Fantastik und Science Fiction und eigentlich
- 1:03:23Eugen: das Formelhafte des Krimis. Ich lese nämlich auch gerade oder ich fange gerade an,
- 1:03:28Eugen: also ich habe jetzt sehr lange, ich nehme das als Überleitung zu etwas,
- 1:03:32Eugen: was ich auch angefangen zu lesen. Natürlich habe ich das irgendwo bei der Hand. Ein schon etwas älteres Buch von einem marxistischen
- 1:03:39Eugen: Sozialwissenschaftler, der sich Krimis angeschaut hat.
- 1:03:42Eugen: Und ich versuche jetzt in der Kürze das zu finden.
- 1:03:46Eugen: Genau. Delightful Murder, Social History of Crime Stories, glaube ich.
- 1:03:51Eugen: Von Ernest Mandel Hardcore Histomat.
- 1:03:54Eugen: Also da wird wird man auch kriegt man auf der ersten Seite gleich Marx zu lesen ist super spannend.
- 1:04:01Eugen: Also das zeigt halt auch, der Mann geht auch jetzt gerade die Geschichte nach der Crime Story und schaut
- 1:04:05Eugen: sich halt wirklich was ich liebe immer so longue duree an Entwicklungen und das halt auch so die,
- 1:04:12Eugen: dass die Polizisten die Guten wurden.
- 1:04:13Eugen: In der Literatur ist seiner Beobachtung nach ein Phänomen des 20.
- 1:04:18Eugen: Jahrhunderts, also bei ihm auch sehr politisch aufgeladen, ganz klar mit Kapitalismus.
- 1:04:21Eugen: Ich bin noch nicht sehr weit, deswegen kann ich noch nicht viel sagen, Aber es sind solche Beobachtungen. Und er hat
- 1:04:25Eugen: angefangen mit. Also in der Frühphase wurden prinzipiell eher die Kriminellen,
- 1:04:32Eugen: immer waren die Helden drinnen, also so klassisch Robin Hood und der der der ehrbare Freibeuter.
- 1:04:39Eugen: Womit ich mich auch viel beschäftigt habe. Ähm, was?
- 1:04:42Eugen: Und ich kriege es jetzt nicht ganz zusammen, aber er setzt es halt in Beziehung zu feudalen Systemen und kapitalistischen
- 1:04:47Eugen: Systemen und wo man sich da befindet und wo sich die Literatur da befindet und was sie halt wiedergibt. Und das ist extrem spannend.
- 1:04:52Eugen: Und es kommt ja auch daraus bei den Krimiserien und ich glaube, gerade die formelhaften Krimiserien bieten
- 1:04:58Eugen: sich besonders für solche Zeitkritik auch immer an, weil du hast halt,
- 1:05:04Eugen: du musst nicht viel Energie in die Formel investieren oder was passiert,
- 1:05:07Eugen: das weißt du schon. Und das lieben auch alle, dass sie wissen, was passiert. Am Ende wird der Böse, die Böse gefasst,
- 1:05:12Eugen: dass es niemand ist, schockiert dabei.
- 1:05:14Eugen: Bei Columbo, sondern das Ganze. Du kannst dich viel mehr auf das ganze Drumherum konzentrieren.
- 1:05:19Arno: Arno: Ja, das ist ja auch schon auffällig bei High, sowohl bei High Potential als auch bei Pokerface,
- 1:05:28Arno: dass auch die beiden Protagonistinnen eigentlich aus einer sozialen Situation herauskommen,
- 1:05:36Arno: die sozial sehr prekär ist. Eigentlich ein.
- 1:05:41Eugen: Eugen: Guter Punkt.
- 1:05:43Arno: Arno: Das ist bei Columbo sicher nicht der Fall, oder bei Mord ist ihr Hobby oder sowas?
- 1:05:48Eugen: Eugen: Nein, Wobei auch da soziale Themen ganz oft reinkommen.
- 1:05:52Eugen: Also Columbo ist schon wird viel mehr dargestellt, als obwohl er eigentlich eine Autoritätsfigur ist.
- 1:05:58Eugen: Und er ist ja auch Lieutenant. Also er ist schon höher auf dem, ähm,
- 1:06:01Eugen: in der Hierarchie, aber er ist immer näher am Blue Colour als am White Color.
- 1:06:06Eugen: Er ist auch in diesen abgewetzten Trenchcoat und hat seinen Hintergrund aus den 60er Jahren.
- 1:06:11Eugen: Und dann ermittelt er halt bei den Schönen und Reichen, wo dann immer der die,
- 1:06:17Eugen: die, die quasi bis zur Hüfte im Blut, im Blut stecken.
- 1:06:22Arno: Arno: Oder eine andere Serie wäre ja auch Lucifer zum Beispiel.
- 1:06:25Arno: Was hat zwar diesen Fantasy Einschlag, aber es ist ja auch diese Formelhafte Hut und das man in jeder Folge dann hat.
- 1:06:32Arno: Wobei der Lucifer eben dieses extrem elitäre dann an sich hat und dann aber eben im Kontrast mit den Fällen dann eben auch immer
- 1:06:41Arno: so eine soziale Verwerfung sichtbar wird, die auch das glaube ich,
- 1:06:46Arno: auch intendiert ist.
- 1:06:49Eugen: Eugen: Ich finde es reizvoll, falls jemand zuhört und gerade etwas sucht für eine Dissertation oder Masterarbeit oder
- 1:06:56Eugen: Bachelorarbeit, eine quantifizierende Studie von den Detektiven oder Ermittlerinnen und einfach sich nur ihr soziales Milieu,
- 1:07:04Eugen: ihren sozialen Hintergrund anschauen also. Oder ihre Klasse. Sagen wir einfach mal Klasse, Wo kommen Sie her?
- 1:07:09Eugen: Weil natürlich gibt es auch immer die Elitären. Bei ist die eine eine von den großen britischen Krimiautorinnen.
- 1:07:19Eugen: Die lese ich auch sehr gerne. Dorothy Sayers Die hat ja einen Helden.
- 1:07:22Eugen: Der ist so der klassische, reiche Gentleman, der einfach nichts zu tun hat.
- 1:07:26Eugen: Extrem nett. Ich habe seinen Namen wieder vergessen, aber ich mag ihn sehr. Aber der ist halt mehr so auch ein bisschen wie der
- 1:07:32Eugen: Sherlock Holmes. Obwohl Sherlock Holmes ja nie rauskommt, wie reich er ist.
- 1:07:35Eugen: Aber der hat auch eher den Habitus des Gentleman, der eigentlich nicht arbeiten muss, sondern halt jetzt einfach ein bisschen
- 1:07:40Eugen: in der Freizeit ermittelt. Und dann gibt es aber halt die in den Hard boiled Büchern,
- 1:07:47Eugen: also im Amerikanischen, die sind dann eher eher aus den unteren Schichten.
- 1:07:52Eugen: Ich kann es eben nicht sagen. Ich hätte jetzt gerne einfach die Studie vielleicht machen oder das gibt es schon.
- 1:07:57Arno: Arno: Ja, der klassische Detektiv bei Hardboiled ist ja der Säufer, der dessen Detektei eigentlich kurz vorm Abnippeln ist,
- 1:08:04Arno: oder?
- 1:08:05Eugen: Eugen: Genau. Und der auch immer ein bisschen bis bis zum Kinn in Krediten steckt.
- 1:08:11Arno: Arno: Und.
- 1:08:11Eugen: Eugen: Abhängig ist von anderen. Also ich bin ja, ich habe geliebt.
- 1:08:15Eugen: Als ich so 20 war, habe ich alle Bücher von Raymond Chandler innerhalb von einem halben Jahr verschlungen.
- 1:08:20Eugen: Und ich liebe seine Sprache. Das könnte ich ja einfach mal wieder versuchen.
- 1:08:24Eugen: Ob ich das jetzt noch so gut lesen kann, wie ich ihn jetzt finde?
- 1:08:27Eugen: Gut, aber wir verirren uns. Gibt.
- 1:08:29Eugen: Ich überlege noch kurz. Gibt es sonst noch etwas, was ich gelesen gesehen habe?
- 1:08:32Arno: Arno: Gespielt Jetzt sind auch schon bei 70 Minuten.
- 1:08:36Eugen: Eugen: Wir sind bei 70 Minuten. Ja, gut.
- 1:08:37Eugen: Wir wollen ja noch 20 Minuten. Nein.
- 1:08:39Eugen: Ähm, doch ein Buch. Weil das auch so ein Thema, das mich beschäftigt.
- 1:08:42Eugen: Ich habe gelesen vom Oh Gott, jetzt ist die Liste wieder weg.
- 1:08:46Eugen: Ich arbeite mich ein in die Geschichte des Computers, bin noch immer fasziniert, dass es gar nicht so viel dazu gibt.
- 1:08:51Eugen: Ich habe jetzt doch 567 Bücher, internationale auch und habe zuletzt gelesen von und ich finde ihn jetzt nicht ähm,
- 1:08:58Eugen: ich glaube Paul Cerutti, also italienischer Nachname, aber Amerikaner?
- 1:09:03Eugen: Ich habe keine Ahnung, wie er dann ausgesprochen wird. Wäre es auf Italienisch. Der zu Computern was geschrieben
- 1:09:09Eugen: hat. Ich habe leider nur die deutsche Übersetzung gekriegt, die leider ein bisschen fehlerhaft ist.
- 1:09:12Eugen: Stellenweise. Ähm, also ich glaube, da war nicht so viel Geld im Verlag dafür da.
- 1:09:18Eugen: Aber ich finde es faszinierend. Vor allem im Vergleich von mehreren Geschichten über Computer, worauf immer fokussiert wird.
- 1:09:24Eugen: Also ich habe viel gelernt jetzt.
- 1:09:25Eugen: Das ist, glaube ich, schon sehr wichtig über Ich weiß jetzt endlich, was ein Transistor ist und warum das wichtig
- 1:09:29Eugen: ist, was integrierte Schaltkreise sind.
- 1:09:34Eugen: Ganz genau könnte ich es nicht erklären, aber ich verstehe viel mehr.
- 1:09:37Eugen: Das war schon wichtig. Aber es ist schon ein totaler Fokus auf allein die Technikgeschichte.
- 1:09:43Eugen: Es ist und da ist auch immer dieser Glaube da, der ja auch jetzt noch bei den Techpros und bei Entwicklern verbreitet ist,
- 1:09:50Eugen: dass man einfach nur entwickelt, was möglich ist, weil es möglich wird.
- 1:09:55Eugen: Und als ob das wirklich so eine Teleologie ist, das muss dann kommen und es wird ganz selten hinterfragt,
- 1:10:00Eugen: Warum wurde überhaupt das da entwickelt?
- 1:10:02Eugen: Warum ist man der Frage nachgegangen?
- 1:10:04Eugen: Da gibt es aber ein gutes Buch von Google, die, wie ich glaube, wie die Welt in den Computer kam oder wie der Computer in die
- 1:10:11Eugen: Welt kam. Der macht das. Aber das einzige Buch, das ich bisher gelesen habe,
- 1:10:14Eugen: der, der diese interessanten Fragen darstellt.
- 1:10:16Eugen: Also da. Aber ich habe noch ein paar Bücher vor mir. Vielleicht kann ich da noch etwas anderes empfehlen. Dann später.
- 1:10:22Eugen: Und lass uns diesen Moment nehmen, um weiterzugehen, in unsere Struktur und zur Antragserotik zu kommen.
- 1:10:30Arno: Arno: Uh, Antragserotik.
- 1:10:34Eugen: Eugen: Worüber wollen wir heute? Worüber wollen wir heute antragserotisieren?
- 1:10:40Arno: Arno: Wir. Besser gesagt, ich habe dir am Wochenende eine Nachricht in unseren Dings reingesetzt.
- 1:10:47Arno: In unseren Discord. So ein auch Dings genannt und meinte lass uns doch zu Math Science ein Buch machen.
- 1:10:55Arno: Einfach mit dem Hintergrund, dass ich ja am 25.
- 1:10:59Arno: diesen Monats in Luxemburg zu dem Thema einen Vortrag halte und da gerade sehr sehr viel zu recherchieren nochmal,
- 1:11:06Arno: obwohl wir ja auch schon beide gemeinsam einen Text dazu geschrieben haben.
- 1:11:10Arno: Du hast auch sowieso schon weiter dazu publiziert.
- 1:11:13Eugen: Eugen: Und du hast vorher schon dazu publiziert?
- 1:11:16Arno: Arno: Ja, genau. Also wir sind beide eigentlich recht firm in dem Thema,
- 1:11:22Arno: aber ich muss mich eben jetzt auch noch mal eigentlich komplett neu einarbeiten,
- 1:11:25Arno: weil es schon sehr lange her ist, dass ich dazu gearbeitet hatte und hatte den Eindruck,
- 1:11:32Arno: da lässt sich sehr viel, sehr viel Cooles dazu schreiben auf sehr vielen Ebenen.
- 1:11:38Arno: Da kriegen wir doch locker. Ich habe gesagt 80.
- 1:11:42Arno: Du hast gesagt, 120 Seiten hin für so ein Buch.
- 1:11:45Eugen: Eugen: Ich tendiere zum Schwafeln oder Schwafeln nicht, aber ich tendiere dann zum Ausgreifen. Noch ein Buch.
- 1:11:50Eugen: Was für eine großartige Idee, denken sich die Hörerinnen.
- 1:11:52Arno: Arno: Neben dem.
- 1:11:53Eugen: Eugen: Eine Buch schon über zwei Jahre brauchte Oder drei?
- 1:11:57Eugen: Und ich habe noch gar nicht erwähnt, dass ich noch zwei andere Buchprojekte habe. Aber ich glaube, ich glaube, es ist nicht
- 1:12:02Eugen: unrealistisch. Es ist nur die Form des Arbeitens, wenn man sie mal gelernt haben und vor allem aber auch,
- 1:12:07Eugen: dass den Scope also wie du schon sagst, ich finde 80 Seiten eigentlich auch gut.
- 1:12:11Eugen: Es ist ja die Herausforderung ist jetzt, wichtige Informationen zusammenzufassen und zu kürzen und nicht zu zeigen,
- 1:12:17Eugen: was man alles weiß und was man alles gelesen hat, sondern das wäre ja auch ein Buch.
- 1:12:22Eugen: Das wäre jetzt nicht was weiß ich, ein Handbuch für Forscherinnen,
- 1:12:27Eugen: sondern das wäre ein böses Wort Populärwissenschaft oder ein allgemein lesbares.
- 1:12:32Arno: Arno: Essayistisch.
- 1:12:33Eugen: Eugen: Essayistisch. Ja, ich finde, das ist ja, es ist ja ein hehres Ziel das,
- 1:12:37Eugen: was wir in der Forschung machen und in unseren Papers schreiben, wo dann teilweise 1/3 der Seite Fußnoten
- 1:12:43Eugen: sind, auch so zu schreiben, dass es Leute lesen wollen und dass wir die Inhalte oder die Erkenntnisse irgendwie
- 1:12:49Eugen: kommunizieren können. Und das Ding ist ich glaube, ich finde die Idee super und sobald ich weiß nicht.
- 1:12:57Eugen: Vielleicht sollten wir auch schon simultan damit anfangen, weil wir haben sehr viel.
- 1:13:00Eugen: Also ich glaube, wir sollten als erstes anfangen zu überlegen, was haben wir schon publiziert? Das
- 1:13:04Eugen: gegenseitige noch mal lesen. Struktur, glaube ich, geht auch schnell.
- 1:13:10Eugen: Also es wäre so ein bisschen was, wie ich es mir.
- 1:13:12Eugen: Also, ich stelle es mir so vor und du sagst mir dann deine Vorstellungen. Das ist halt ein bisschen darum geht zu zeigen, dass diese
- 1:13:17Eugen: Figur oder dieser Mythos halt schon lange da ist.
- 1:13:20Eugen: Also ein historischer Rückblick. Auch das haben wir beide schon öfter gemacht.
- 1:13:25Eugen: Dann halt es wirklich auch in digitalen Spielen anzuschauen, das ist halt unser Metier.
- 1:13:30Eugen: Und dann der spannende Teil, Wozu ich noch nicht so viel geschrieben habe, ist ja was.
- 1:13:34Eugen: Was bedeutet dieser Mythos? Also da ist ja ein zeitpolitisches Kommentar,
- 1:13:40Eugen: der hat ja eine Funktion, Dieser Mythos und diese Funktion ist ja nicht nur böse und plump,
- 1:13:44Eugen: sondern die macht ja Sinn, vor allem jetzt.
- 1:13:47Eugen: Ich weiß nicht, der, der sich ihm in der Literatur ist dann immer die Angst da,
- 1:13:52Eugen: dass die Wissenschaftlerinnen wobei es sind meistens Männer, wenn man sie nicht kontrolliert,
- 1:13:58Eugen: ja jeden Unsinn machen würden. Aber es gibt ja die Beispiele.
- 1:14:01Eugen: Es gibt ja die Medizin im Nationalsozialismus, es gibt die Erfinder der Atombombe,
- 1:14:07Eugen: es gibt jetzt halt Die Entwickler von künstlicher Intelligenz bzw Large Language Models,
- 1:14:14Eugen: wo auch? Also ich denke da hätte ein bisschen Kontrolle oder ein bisschen mehr.
- 1:14:21Eugen: Kontrolle von Anfang an nicht geschadet, bevor man einfach macht was geht.
- 1:14:26Arno: Arno: Ja, ja, in dem Zusammenhang finde ich, weil ich eben gerade recherchiere,
- 1:14:30Arno: auch spannend, dass ich auch jetzt ein paar Mal auch die Feststellung getroffen gefunden habe,
- 1:14:36Arno: dass der Mad Scientists eigentlich so seine Hochzeit in den 50er 60er Jahre hat.
- 1:14:43Arno: In diesen Science Fiction Movies, wo es dann um Atomkraft und sowas geht und danach ist eigentlich ein Decline gibt.
- 1:14:51Arno: Also es wird anteilig sozusagen am Gesamtausboot in den jeweiligen Genres oder was auch immer nimmt die die Idee des
- 1:15:01Arno: Mad Scientists zumindest eine Zeit lang ab.
- 1:15:05Arno: Ich würde aber im Moment sagen. Allein schon, also gerade zumindest,
- 1:15:10Arno: wenn man Science und Technology zusammendenkt, dass es da in den letzten Jahren doch ein sehr massives AB wieder gibt,
- 1:15:19Arno: ein Aufsteigen dieser Thematiken und dass das ja auch ja daran messbar ist,
- 1:15:29Arno: dass auch die Öffentlichkeit die Risiken eben, wie du sagst, zum Beispiel im Kontext von KI oder so oder Genetik oder was auch
- 1:15:36Arno: immer diese Risiken sehr viel stärker wahrnimmt.
- 1:15:39Arno: Also das heißt ja, also die Popkultur hat ja eine andere Funktion als ein Wissenschaftsjournalismus,
- 1:15:45Arno: kann da zuspitzen, kann übertreiben und eben auf die Art auf ethische Problemlagen hinweisen.
- 1:15:52Arno: Und ich habe mein Gefühl sagt mir, dass auch in Spielen, dass sehr,
- 1:15:57Arno: sehr viel stärker mittlerweile wieder der Fall ist, als es beispielsweise vor 20 Jahren war.
- 1:16:02Eugen: Eugen: Ich würde dir da Recht geben. Es ist natürlich dadurch, dass wir uns darauf fokussieren,
- 1:16:07Eugen: ist es schwer, den Überblick zu bewahren. Aber wir tun uns nicht schwer,
- 1:16:12Eugen: Beispiele zu finden. Ist ja schon so 111 Zeichen dafür, dass es einfach sehr,
- 1:16:19Eugen: sehr leicht möglich ist, mittlerweile diese Figuren zu finden. Also in Computerspielen auf jeden Fall,
- 1:16:23Eugen: aber auch mittlerweile wieder in Serien und Filmen.
- 1:16:26Eugen: Die Figur hat sich verändert. Das ist auch interessant, das nachzuvollziehen. Du hast schon gesagt, in den 50er Jahren gab es einen
- 1:16:31Eugen: ab. Ja, das war auch, also da waren es fast immer Kernphysiker.
- 1:16:35Eugen: Davor waren es Chemiker und Mediziner.
- 1:16:38Eugen: Wenn man da zu Dr. Jekyll weitergeht und Dr.
- 1:16:41Eugen: Frankenstein und Cannabis zu Faust vorgehen und dann kann man eigentlich von Faust den Schritt noch in die Antike machen mit der
- 1:16:47Eugen: Büchse der Pandora. Geschichtswissenschaft macht schon sehr viel Spaß.
- 1:16:52Eugen: Man findet nie den Anfang, man kann immer weiter graben.
- 1:16:55Eugen: Und jetzt sind es halt, sind es.
- 1:16:58Eugen: Teilweise waren es in Computerspielen. Also das letzte Mal, als ich es untersucht habe, waren es Quantenphysiker, vor allem aber auch
- 1:17:04Eugen: Stammzellenforschung. Also Bioshock ist ganz klar Stammzellenforschung,
- 1:17:08Eugen: was ja auch ein großes Thema war.
- 1:17:10Eugen: Und dann bemerkt man auch Stammzellenforschung wurde ja debattiert, auch in der Politik, im Parlament. Wie weit
- 1:17:14Eugen: darf das gehen? Da gab es auch wieder mal den Unterschied, was Europa gut findet und was die USA und teilweise Großbritannien gut
- 1:17:21Eugen: finden. Ähm, mich ärgert dann immer ein bisschen, Die USA tun so oder die Forschung tut so,
- 1:17:27Eugen: als ob man alles erlauben sollte. In Wirklichkeit profitieren sie dann davon, dass das Korrektiv Europa da ist, das sich
- 1:17:32Eugen: dann drum kümmert, dass nicht der ärgste Unsinn passiert.
- 1:17:35Eugen: Also es ist ein bisschen die Good Cop bad Cop Geschichte und Sie dürfen immer die good cop sein,
- 1:17:40Eugen: weil man darf alles machen und wir kümmern uns drum, dass man da nicht den größten Unsinn macht.
- 1:17:46Arno: Arno: Solange man zumindest forschen darf noch in den USA.
- 1:17:49Eugen: Eugen: Ja, ja, das ist ja. Das Lustige ist, es wird ja immer so getan, als ob man in Europa nicht alles dürfte.
- 1:17:55Eugen: Aber die Forschung zumindest ist in Europa im Augenblick um einiges freier als in den USA.
- 1:18:01Arno: Arno: Ja.
- 1:18:03Eugen: Eugen: Genau.
- 1:18:03Arno: Arno: Also das war auch zu erwarten, dass das noch krasser wird.
- 1:18:06Eugen: Eugen: Wir tun uns nicht schwer, über das Thema zu reden. Deswegen denke ich mir auch sollte man wirklich überlegen.
- 1:18:11Eugen: Ich frage mich auch, ob wir es nicht einfach. Also jetzt gerade die zwei Wochen sind sehr voll, aber ob wir es dann nicht so auch
- 1:18:15Eugen: einfach als kleines Hobby mitnehmen und einfach mal anfangen und schauen. Wir haben natürlich noch keinen Verlag, noch keine
- 1:18:20Eugen: Interessenten, aber ich denke mir, da findet man schon etwas für ein kleines Buch und ich.
- 1:18:26Arno: Arno: Habe einen Wunschverlag.
- 1:18:29Eugen: Eugen: Wunschverlag.
- 1:18:31Arno: Arno: Also ich bin ja großer Fan von von Georg Seeßlen und der hat, der hat mindestens ein Buch
- 1:18:42Arno: geschrieben für den für Matthes und Seitz Berlin, für den Verlag.
- 1:18:48Eugen: Eugen: Nice! Ja, dann fragt mal an!
- 1:18:50Arno: Arno: Das ist eigentlich genau, dass dieses Buch, zumindest was wir hier eigentlich auch vorhaben,
- 1:18:56Arno: nämlich in dem Fall ein Buch. Langer Essay über posthumane Zombies,
- 1:19:02Arno: Botox, Monster und andere Über und Unterlebensformen in Life Science und Pulp Fiction.
- 1:19:08Eugen: Eugen: Du zitierst gerade den Buchtitel von Seeßlen.
- 1:19:10Arno: Arno: Den Untertitel.
- 1:19:11Eugen: Eugen: Den Untertitel Ist das grandios? Was ist der Titel.
- 1:19:14Arno: Arno: Der Wir Untote.
- 1:19:16Eugen: Eugen: Warum kenne ich das noch gar nicht? Dabei liebe ich es auch, Seeßlen zu lesen.
- 1:19:19Eugen: Und du hast vollkommen recht, ich habe wieder nicht dran gedacht. Der ist ein bisschen so das Vorbild dafür.
- 1:19:24Eugen: Ja, also nicht ganz so, Ich glaube ein bisschen mehr an unseren Wissenschaften aus unseren Wissenschaften
- 1:19:31Eugen: heraus, glaube ich in unserem Fall.
- 1:19:33Eugen: Aber in diese Richtung, und der hat auch ein irrsinnig gutes Gespür,
- 1:19:37Eugen: finde ich, immer für Themen. Also bei Du hast ihn jetzt wieder irgendwo zitiert bei zu Computerspielen und das ist ein Text aus den
- 1:19:44Eugen: 80er Jahren gewesen von ihm, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
- 1:19:48Arno: Arno: Ja, und was ich jetzt noch zitiert hatte, genau in unserer Monografie,
- 1:19:53Arno: die wir vorhin schon erwähnt haben, habe ich ihn aus den 80er Jahren zitiert und ich hatte jetzt bei BlueSky etwas von ihm
- 1:20:00Arno: gepostet, und zwar aus seinem Text zu Science Scientists, den du auch gelesen hast.
- 1:20:07Eugen: Eugen: Den habe ich auch viel zitiert. Genau. Danke.
- 1:20:10Arno: Arno: Und da hat er auch die. Zum Beispiel unsere heute.
- 1:20:13Arno: Also der Text ist von 1999 und er hat ja 26 Jahre später ist dieser.
- 1:20:22Arno: Diese Gedanken über Medien, Medienformen, Medienökonomien usw ist eigentlich aktueller denn je.
- 1:20:30Arno: Und das finde ich schon faszinierend, wenn jemand eben dieses Gespür hat und auch die Fähigkeit,
- 1:20:35Arno: Gedanken so zu formulieren, dass sie in gewisser Weise auch so zeitlos werden,
- 1:20:40Arno: dass man heute das liest und denkt Boah, das trifft es eigentlich genau auf den Punkt.
- 1:20:46Eugen: Eugen: Das ist ja so ein bisschen auch das Ziel, finde ich von mir und ich hoffe auch von uns beiden,
- 1:20:51Eugen: dass wir Texte schreiben, die nicht nur jetzt gerade Sinn machen, sondern auch Beobachtungen und Erklärungen
- 1:20:56Eugen: bieten für etwas Zeitloses.
- 1:20:59Arno: Arno: Weißt du, wo mir das passiert ist?
- 1:21:01Arno: Bei unserem wiederum bei unserer Monografie.
- 1:21:04Arno: Als ich die Fallstudien jetzt angefangen habe zu lesen, dachte immer,
- 1:21:08Arno: wenn ich da das Gefühl habe, Oh, ist ja eigentlich ganz gut, was wir da geschrieben haben,
- 1:21:12Arno: merke ich, weil der, weil der Text ja auch nicht mehr.
- 1:21:15Arno: Also in unserem akademischen Alltag ganz taufrisch ist, sondern jetzt.
- 1:21:20Arno: Teilweise sind die Fallstudien dann schon drei, vier Jahre alt.
- 1:21:23Arno: Dann merke ich okay, der funktioniert immer noch.
- 1:21:26Arno: Das ist ein sehr gutes Zeichen.
- 1:21:27Eugen: Eugen: Das ist gut. Ich mag auch diesen Moment, den Moment, wo man sich selbst positiv überrascht.
- 1:21:35Arno: Arno: Ja, man kann sich ja auch mal selber loben, finde ich.
- 1:21:38Arno: Aber in dem Moment, was uns beide genau.
- 1:21:43Eugen: Eugen: Na ja, sollen wir? Ich meine, also, die Idee steht ja, wir nähern uns den 90 Minuten auch.
- 1:21:51Eugen: Ich frage mich auch gerade sehr viel mehr zu erzählen gibt es nicht jetzt über mehr Science?
- 1:21:55Eugen: Man könnte noch einmal sagen Ich habe von dir gelernt, nicht mehr Mad Scientist zu sagen, sondern mehr Science, um einfach das Phänomen
- 1:22:00Eugen: ein bisschen globaler zu greifen.
- 1:22:03Eugen: Was ich sehr gut finde, weil es geht gar nicht so sehr um die Einzelperson.
- 1:22:08Eugen: Das wird sonst beim Mad Scientist wird, besteht die Gefahr, dass man dann denkt ja,
- 1:22:12Eugen: das sind einzelne Schicksale, sondern es geht ja wirklich um die Gefahr der Wissenschaft an sich.
- 1:22:17Eugen: Und dieses Spannungsfeld, dass das, dass ich jetzt noch weiter rede,
- 1:22:23Eugen: also dieses Spannungsfeld zwischen Freiheit der Wissenschaft und sie muss alles dürfen,
- 1:22:28Eugen: aber soll sie doch alles dürfen. Also muss oder muss man die Auswirkungen,
- 1:22:32Eugen: die wir heißt das ist ja auch ein eigenes Forschungsfeld die Forschungsfolgen,
- 1:22:37Eugen: Wissenschaftsfolgen. Also dass man.
- 1:22:39Arno: Arno: Sich.
- 1:22:39Eugen: Eugen: Mit den Folgen Technikfolgen. Danke, dass man sich damit halt rechtzeitig auseinandersetzt.
- 1:22:44Arno: Arno: Also das ist ja auch vielleicht zumindest meine persönliche große These,
- 1:22:50Arno: dass es hier wirklich auch diesen Shift von dieser Figur, von dieser Einzelfigur des Wissenschaftlers,
- 1:22:55Arno: der dann also männlich, der dann in seinem Keller sitzt, ganz abgeschlossen von der Umwelt,
- 1:23:02Arno: die unethischen Experimente macht und dadurch Katastrophen auslöst,
- 1:23:07Arno: die auf sich auch da auf die Gesellschaft auswirken.
- 1:23:10Arno: Dass sich das hinbewegt eben zu diesem Systemischen, also eben vom Scientist zu Science,
- 1:23:16Arno: und dass hier ganze Gesellschaftssysteme inklusive ihres Einflusses auf andere Systeme wiederum dahin
- 1:23:26Arno: hinbewegt. Und ja, man sieht das dann eben, wenn dann so ganze Level in Spielen dann eben eigentlich nur Wissenschafts Settings
- 1:23:35Arno: zumindest haben. Also es wird ja, es ist nur ganz selten gelebte Wissenschaft ins Spiel,
- 1:23:41Arno: aber man hat immer diese diese Umgebungen, die eben das implizieren soll.
- 1:23:45Arno: Hier ist Wissenschaft geschehen und deswegen ist diese Welt, in der wir uns gerade bewegen,
- 1:23:51Arno: salopp gesprochen am Arsch.
- 1:23:54Eugen: Eugen: Genau das ist es also. Es wird ja immer übersetzt.
- 1:23:57Eugen: Es wird ja immer etwas erzählt und es muss übersetzt werden. Und es muss in den Medien auch Sinn machen.
- 1:24:01Eugen: Das wird dann nicht über den Alltag eines Quantenphysikers, einer Quantenphysikerin geredet,
- 1:24:07Eugen: wo sie einfach vor dem Computer sitzen und wahrscheinlich Texte lesen und Daten auswerten,
- 1:24:13Eugen: sondern es muss ein Gerät da sein, das Ping macht, was glaube ich,
- 1:24:16Eugen: erstaunlich selten im Einsatz ist in der Quantenphysik. Wobei, ich kann es nicht sagen. Also ich habe einen
- 1:24:21Eugen: Freund, der Quantenphysiker ist und selten verstehe ich, was er mir erklärt.
- 1:24:26Eugen: Also Aber eben für Menschen wie mich muss das dann übersetzt werden in einer Art und Weise,
- 1:24:30Eugen: die ich verstehe. Und in Spielen ist es ja auch so wenn der Mad Scientist dann böse wird,
- 1:24:35Eugen: muss ich auch zum Gegner werden. Das ist noch mal eine Herausforderung bei gerade bei Physikern und Chemikern,
- 1:24:42Eugen: die nicht so bedrohlich aussehen.
- 1:24:44Eugen: Also die werden dann halt entweder in einen Roboteranzug gesteckt oder mutieren wie ein Resident Evil,
- 1:24:49Eugen: weil sich die den eigenen Virus einimpfen.
- 1:24:54Eugen: Das verzerrt natürlich, Aber es ist auch einfach. Man muss es als eine Sprache verstehen, die halt übersetzt
- 1:24:58Eugen: wird, damit diese Bedrohung gut kommuniziert werden kann.
- 1:25:03Eugen: Das ist auch sehr interessant zu beobachten, wie das passiert und wie das dann wiederum den Inhalt verändern kann.
- 1:25:08Arno: Arno: Ich glaube, das wird auch ein ganz wichtiger Teil für das Buch.
- 1:25:11Arno: Einfach auch diesen Wechsel von diesem abgeschlossenen Figurenraum,
- 1:25:17Arno: der, den du dann eben in den Verliesen und und Labs dann hast, hin zu diesem wirklich offenen und vielleicht auch sogar vernetzten,
- 1:25:26Arno: was man ja nicht nur an Computerspielen hat, sondern auch woanders sieht.
- 1:25:30Eugen: Eugen: Wollen wir das als Schlusspunkt nehmen?
- 1:25:33Arno: Arno: Ja.
- 1:25:34Eugen: Eugen: Sehr gut.
- 1:25:35Arno: Arno: Ich darf ja nicht mehr Ja sagen.
- 1:25:37Eugen: Eugen: Du, du darfst Ja sagen. Ich, ich.
- 1:25:38Eugen: Ich habe zu oft Ja gesagt. Du darfst, Du hast noch an, an eine sagt man ein Potenzial für ja sagen wir noch 20 Jahre in
- 1:25:47Eugen: den nächsten Podcast und dann dann reduzieren wir bei dir.
- 1:25:51Eugen: So ich ich nutze kurz die Gelegenheit.
- 1:25:53Eugen: Ich habe das Gefühl, dass ich heute wieder nichts dazugelernt habe und von meinem Mikrofon immer weggeschwenkt bin. Ich muss an
- 1:25:58Eugen: mein Setting glaube ich, demnächst mal noch arbeiten. Ich bin sehr gespannt, wie die Tonqualität wird.
- 1:26:02Eugen: Ich hoffe halbwegs erträglich, weil das Gespräch fand ich super. Es hat sehr viel Spaß gemacht,
- 1:26:08Eugen: mit dir darüber zu reden und ich freue mich auf auf das gemeinsame Buch,
- 1:26:12Eugen: auf die gemeinsamen Bücher. Ich freue mich auch schon sehr auf unser gemeinsames Horrorgamepolitics Buch. Ich habe wirklich
- 1:26:17Eugen: die Hoffnung, dass es bis dass es in diesem Jahr von unserer Seite aus fertig wird,
- 1:26:22Eugen: damit es dann entweder dieses Jahr noch oder nächstes Jahr erscheinen kann.
- 1:26:27Eugen: Weil das ist auch wichtig, irgendwie diesen Lebensabschnitt des vergangenen Projektes da gut abzuschließen
- 1:26:31Eugen: und und gleichzeitig Mad Science Ja, also wenn es nichts mehr zu sagen gibt.
- 1:26:37Eugen: Vielen Dank dir, Arno. Es ist eine große Freude, dass wir das jetzt monatlich machen.
- 1:26:41Eugen: Vielen Dank unbekannterweise. Danke sehr und vielen Dank auch an unsere Hörerinnen.
- 1:26:48Eugen: Ich habe gar keine Ahnung, wie viel wir hören.
- 1:26:51Eugen: Ich hoffe, es wird ein bisschen mehr.
- 1:26:53Eugen: Hier auch der Aufruf Macht doch ein bisschen Werbung für uns, wenn ihr es wollt.
- 1:26:58Eugen: Und sonst? Wir sehen einander nächste Woche.
- 1:27:01Eugen: Arno auch in Person. Und wir hören einander im nächsten Monat für den Podcast.
- 1:27:06Arno: Arno: Nächste Woche. Erstmal Ausdruckstanz mit Eugen und Arno.
- 1:27:09Eugen: Eugen: Genau, Wir tanzen. Die Performanz tanzt die Performanz.
- 1:27:13Eugen: Arno Vielen Dank Und und ciao.
- 1:27:17Arno: Arno: Tschüss!