Latest / Kritische Controller / Ein Xenomorph, ein Pirat, ein Mythem und Luhmann gehen ihn eine Bar...
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- 0:48Arno: Arno: Ich dachte, du fängst an!
- 0:50Arno: Ich dachte...
- 0:51Eugen: Eugen: Du sagst Hallo Eugen, dann sage ch Hallo Arno worüber reden wir heute?
- 0:58Arno: Arno: Hallo, Eugen.
- 0:59Eugen: Eugen: Hallo, Arno. Worüber wollen wir heute reden?
- 1:03Eugen: Es ist danebengegangen.
- 1:04Eugen: Cut+ Harter Cut.
- 1:05Arno: Arno: Nee, nee, nee, nee, das bleibt genau so.
- 1:09Eugen: Eugen: Irgendwann kriegen wir es professionell hin.
- 1:12Arno: Arno: Nein, das möchte ich nicht.
- 1:13Eugen: Eugen: Okay. Hi, Arno.
- 1:14Eugen: Es ist total schön, dich zu sehen.
- 1:17Arno: Arno: Ja, Dito. Und professionell.
- 1:19Arno: Das machen die anderen. Wir machen es halt in nett und gemütlich.
- 1:22Eugen: Eugen: Wir machen es ja auch in unbezahlt.
- 1:24Eugen: Unbezahlte Arbeit.
- 1:26Eugen: Das können wir gut.
- 1:28Eugen: Also, worüber wollen wir heute reden?
- 1:30Eugen: Genau.
- 1:31Arno: Arno: Also, wir haben ja wie immer unsere drei super coolen Abschnitte.
- 1:35Arno: Hard Work, Soft Work und Antragserotik.
- 1:41Arno: Und ich hatte mir überlegt, wir erzählen mal, vielleicht auch, weil es am Anfang steht, wie es mit uns eigentlich mit den Game
- 1:48Arno: Studies und Games und Geschichte, Games und Ideengeschichte usw wie das überhaupt angefangen hat.
- 1:55Arno: Wie sind wir da gelandet, wo wir jetzt immer noch sind.
- 1:58Arno: Und dazu habe ich mir überlegt, dass wir uns gegenseitig unsere jeweils ersten Beiträge in diesem
- 2:08Arno: Bereich überhaupt mal durchlesen und einfach mal ein bisschen darüber sprechen.
- 2:12Arno: Und da finde ich dann interessant eben, was war, was war komisch und was ist geblieben Also
- 2:23Arno: Nostalgie geht ja auch immer.
- 2:25Arno: Und das nächste wäre dann Softwork.
- 2:27Arno: Da sprechen wir wie immer darüber, was wir so gesehen haben, gelesen haben, gehört haben usw und schließlich die
- 2:37Arno: Antragserotik und die leitet sich ein bisschen auch diesmal aus Softwork ab.
- 2:42Arno: Nämlich wollen wir über die Alien Franchise sprechen.
- 2:47Eugen: Eugen: Auch das ein wundervolles Thema.
- 2:49Arno: Arno: Ja, ich freue mich auch total.
- 3:08Arno: Also, wie hat es denn angefangen?
- 3:09Arno: Wie wollen wir es machen?
- 3:11Eugen: Eugen: Werfen wir uns ins Getümmel?
- 3:12Eugen: Genau. Fangen wir mit den Anfängen an!
- 3:15Arno: Arno: Also, ich wollte erstmal von mir erzählen, wie ich überhaupt da gelandet bin.
- 3:21Arno: Und dann vielleicht du und erzählst dann auch so ein bisschen, wie du bei dem Thema gelandet bist.
- 3:27Arno: Und dann sprechen wir über unsere Texte.
- 3:29Arno: Wäre das eine Idee?
- 3:30Eugen: Eugen: Genau. Ich fände es schön, wenn wir es wirklich so ein bisschen synchron, also synchron.
- 3:33Eugen: Nicht, dass wir gleichzeitig reden, aber das wäre so ein bisschen dieselben Punkte durchgehen.
- 3:38Eugen: Also mich würde zum Beispiel auch interessieren, welches Buch hast du als erstes gelesen, Falls du dich noch erinnerst
- 3:43Eugen: Das war bei mir so ausschlaggebend.
- 3:45Eugen: Die ersten Texte, erste Papers.
- 3:47Eugen: Ich muss mich gleich entschuldigen, ich habe dein Paper nur zur Hälfte gelesen, aus persönlichen Gründen.
- 3:52Eugen: Das werde ich aber nachholen und ich hoffe, du kannst uns dann noch mehr erzählen und vor allem wie es ausgeht, wird es ein Happy End.
- 3:58Eugen: Ausgeht. Da müsste ich auch noch mal selber lesen.
- 4:02Eugen: Aber ich würde sagen fang wirklich du an, auch beim Paper.
- 4:06Eugen: Du bist ja, Du bist ja ein Jahr älter als ich und du hast auch das Paper ein Jahr vor meinem ersten Paper zu Game Studies
- 4:14Eugen: geschrieben. Das finde ich jetzt auch sehr.
- 4:15Eugen: Ergibt sich sehr schön. Deswegen fängst du jetzt auch ein Jahr früher an?
- 4:19Arno: Arno: Ja, eigentlich ist meine Geschichte auch schnell auserzählt, weil ich habe die auch schon oft genug irgendwo nebenbei erwähnt,
- 4:25Arno: oder? So ja doch überall.
- 4:31Eugen: Eugen: Wir haben sicher darüber geredet, aber ich habe es jetzt nicht so parat.
- 4:33Arno: Arno: Also es kommt auch in der Einleitung zu unserem just erschienenen Sammelband Old World Blues, den ich zusammen mit Rudolf
- 4:42Arno: Inderst gelesen habe, kommt es in der Einleitung gleich vor.
- 4:47Arno: Und das war so, es war anno 2009.
- 4:51Arno: Also ich war gerade fertig mit meinem Studium.
- 4:53Arno: Ich glaube 2008 war ich fertig und ging dann erstmal ein bisschen in der Luft und bin dann in einem medizinhistorischen Institut, einem
- 5:02Arno: Institut für Geschichte, Theorie und Ethik in Ulm an der Universität Ulm gelandet und habe eben da entsprechend Medizingeschichte
- 5:11Arno: und sowas ansatzweise betrieben.
- 5:14Arno: Und auch Medizinethik Medizinethik habe ich sehr schnell Lehre übernommen und in dem Kontext ist mir dann beim Spielen von
- 5:24Arno: Fallout und Bioshock eben so extrem aufgefallen, wie viele medizinische, medizinhistorische, medizinethische Diskurse
- 5:33Arno: etc. da in diese Spiele mit eingewoben sind.
- 5:37Arno: Und da bin ich eben bis heute dran hängen geblieben.
- 5:40Arno: Hatte 2009 meine erste Tagung in Oxford.
- 5:44Arno: Das Thema habe ich jetzt vergessen, aber ich weiß noch und ich weiß es nur, weil ich daran erinnert wurde, dass auch der Tobias
- 5:51Arno: Unterhuber da war.
- 5:53Eugen: Eugen: Aber der sieht so jung aus.
- 5:54Arno: Arno: Ja, der ist auch jung.
- 5:56Arno: Der ist halt viel fixer als wir.
- 5:58Eugen: Eugen: Der war damals Zwölf.
- 6:01Arno: Arno: Ja, er musste mich auch daran erinnern, dass er auch da war.
- 6:04Arno: Und in dem Kontext sollte es eine Publikation geben, die ich nicht mitgeschrieben habe.
- 6:12Arno: Aber da war dann noch jemand, der Steven Malliett.
- 6:16Arno: Ich weiß nicht, ob das richtig ausgesprochen ist.
- 6:18Arno: Der ist aus den Niederlanden und der hat eine Publikation gemacht zu Ethik und Games.
- 6:25Arno: Und da ist meine erste wirkliche Publikation Introduction to Medical Ethics and Bioethics and Computer Games.
- 6:32Arno: Dann erschienen 2011 der Text.
- 6:36Arno: Genau das ist der Text, den er mir geschickt hat.
- 6:37Arno: Genau. Also das ist so mein Einstieg und da bin ich dann eben auch grob hängengeblieben.
- 6:43Arno: Wobei ich mich ja mittlerweile thematisch doch deutlich ausgeweitet habe und gleichzeitig auch in der Ausweitung
- 6:51Arno: spezialisiert habe, was ja auch viel mit dir dann zusammenhängt, dass ich, weil ich einfach ab 2018 dann mit dir gemeinsam Unfug
- 6:58Arno: machen durfte.
- 7:01Eugen: Eugen: Akademischen Unfug.
- 7:03Arno: Arno: Wie war es denn bei dir?
- 7:04Eugen: Eugen: Wie war es bei mir? Ich habe es leider nicht so gut parat wie du.
- 7:09Eugen: Ich habe mir auch jetzt extra noch meine Daten nach holen müssen.
- 7:12Eugen: Also ich habe vor dem Ende meiner Dissertation damit angefangen.
- 7:17Eugen: Also ich weiß mein Promotionsstudium war ausschlaggebend dafür, dass ich mich dafür interessiert habe, Computerspiele auch
- 7:24Eugen: wissenschaftlich zu analysieren.
- 7:25Eugen: Davor war ich einfach nur begeisterter Spieler.
- 7:27Eugen: Seit meiner frühen Kindheit und im meiner Promotion war ich in einem Kolleg zu politischer Kommunikation und habe mich viel
- 7:36Eugen: auch damit beschäftigt, weil ich mir Wochenschauen angeschaut habe, das eben politische Kommunikation nicht nur in den
- 7:41Eugen: klassischen Bahnen verläuft, die man als erstes denkt.
- 7:46Eugen: Also irgendwelche Aussendungen im parlamentarischen Akt usw, sondern halt auch sehr viel im Kino und da hat mich auch bald
- 7:52Eugen: interessiert. Auch in der Populärkultur, wie da Politik kommuniziert und konstruiert wird.
- 8:00Eugen: Und dann dachte ich mir, das müsste ich eigentlich auf Computerspiele anwenden und habe habe das ein bisschen mitverfolgt, auch
- 8:09Eugen: mit einem Kollegen, die ähnlich interessiert waren über einen, über den Martin Gasteiner, den ich jetzt ewig lang nicht mehr gesehen
- 8:16Eugen: habe, habe ich den Josef Köstlbauer kennengelernt, der jetzt seit langem ein guter Freund hat, mich am Anfang vor allem
- 8:22Eugen: sehr begleitet hat in Computerspielanalyse, aus historischer Perspektive, auch in der Lehre.
- 8:29Eugen: Aber es war nicht so fokussiert wie bei dir.
- 8:31Eugen: Also ich finde, man merkt es ja auch bei dem ersten Paper, dass ich zu dem Thema geschrieben habe.
- 8:35Eugen: Das kommt noch ganz aus meiner, aus meinem Magisterstudium, also der Masterarbeit, wo ich mich mit Piraten in der Karibik
- 8:43Eugen: beschäftigt habe. Ich bereue nichts.
- 8:45Eugen: Ich liebe das Thema noch immer.
- 8:47Eugen: Also ich habe Piraten in der Karibik vom 16.
- 8:50Eugen: Jahrhundert bis ins 18. Jahrhundert aus einer multinationalen Perspektive analysiert.
- 8:56Eugen: Allerdings eigentlich nur basierend auf Sekundärliteratur, also keine Primärquellen.
- 9:01Eugen: Und da habe ich mich eigentlich schon früh dafür begeistert.
- 9:05Eugen: Oder fasziniert, die Piraten in der Populärkultur einfach immer wieder eine sehr große Rolle spielen und bin auch davon
- 9:12Eugen: ausgegangen, dass das geprägt hat, wie also das mich das geprägt hat, also mein Interesse erweckt hat an Piraten überhaupt erst und
- 9:19Eugen: dass das auch Computerspiele waren, also in meinem Fall Meyers Pirates vor allem und The Secret of Monkey Island und die beiden
- 9:26Eugen: Spiele. Und dieses Thema war es dann auch in meinem Paper, die ich mir angeschaut habe, wo ich eben gesagt habe, mehr analysiert habe.
- 9:33Eugen: Aber wirklich auf die Logik wie hat sich das Piratenbild in der Populärkultur gewandelt und habe eigentlich angefangen im 16.
- 9:41Eugen: Jahrhundert. Es gibt ein paar Ausreißer, die weit davor waren, also am Anfang Literatur im Theater, dann später in Romanen, im Film und
- 9:48Eugen: dann im Computerspiel. Und das, ich meine, auf die Texte werden wir noch zu sprechen kommen.
- 9:52Eugen: Aber da habe ich auch gleich gesehen, dass es eben nicht nur ein nettes, eine nette Seitenbeschäftigung ist, sich Computerspiele
- 10:00Eugen: anzuschauen, sondern dass die da wirklich ganz zentral in Diskursen mitmischen, in Populärkulturellen und dass ich dann davon
- 10:08Eugen: ausgehend dann mir gedacht habe, das müsste eigentlich auch für lauter andere politische und ideologische Diskurse der Fall sein.
- 10:14Eugen: Und das ist das, woran ich oder wir gemeinsam jetzt sitzen, seit längerem.
- 10:19Eugen: Aber das war Also wann ich genau angefangen habe, kann ich gar nicht mehr so genau sagen wie du.
- 10:24Eugen: Ich nehme an, auch so 2000, also etwas später 2010 vermutlich, dass der.
- 10:30Eugen: Der Artikel ist 2012 erschienen.
- 10:32Eugen: Das heißt, ich werde in 2011 beschrieben haben, wie ich das einschätze.
- 10:36Eugen: Das war noch vor Abschluss meiner Promotion und ein Auslöser.
- 10:41Eugen: Doch darauf wollte ich noch hinaus.
- 10:43Eugen: Das Buch, das ich gelesen habe, das mich in die Gamestar reingebracht hat.
- 10:46Eugen: Sehr merkwürdig, weil ich es jetzt seit Ewigkeiten nicht mehr zitieren würde, weil Jane Mcgonagalls Reality is broken.
- 10:53Eugen: Also dieses es ist nach wie vor faszinierend, finde ich aber diese blinde Optimismus, dass Spiele alles retten werden,
- 11:01Eugen: also alles wirklich von unserer Arbeit über unsere Freizeit bis ich ich weiß nicht was, aber damit kann ich mittlerweile sehr wenig
- 11:08Eugen: anfangen. Aber es war doch für mich.
- 11:10Eugen: Also hier habe ich die ersten Verweise auf andere Literatur gefunden und von da aus hat das eigentlich angefangen, dass ich wirklich
- 11:16Eugen: gesehen habe, dass es machbar sein wird.
- 11:20Eugen: Also Computerspiele zu analysieren, weißt du noch?
- 11:23Eugen: Also du hast gesagt, du weißt nicht, welches dein erstes Buch war.
- 11:25Eugen: Ich weiß, dass du zitierst.
- 11:27Eugen: Zumindest schon ein paar Klassiker in deinem ersten Paper.
- 11:30Arno: Arno: Ich vermute aber, ich bin mir wirklich nicht ganz sicher.
- 11:34Arno: Ich habe musste das auch ein bisschen aus meinem Paper so ein bisschen Rauslesen.
- 11:40Arno: Ich vermute, dass wirklich Espen Aarseths Cybertext mein erster Text war.
- 11:46Eugen: Eugen: Ja schon, dass. Das wäre jetzt auch meine Vermutung gewesen, auch weil der ergodische Text so prominent drinnen vorkommt.
- 11:52Arno: Arno: Ja, und ich finde auch nach wie vor also diese Definition, die er da liefert, dieses bewusste durch Durchschreiten des Raumes, wo
- 12:01Arno: man auch eine gewisse Anstrengung mit an den Tag legen muss, dieses nicht Triviale.
- 12:08Arno: Genau das finde ich auch nach wie vor einen sehr wichtigen Aspekt beim Definieren von Spielen.
- 12:15Arno: Ja, aber sprechen wir doch erstmal über deinen Text.
- 12:18Arno: Den fand ich nämlich tatsächlich ziemlich toll.
- 12:21Arno: Auch deswegen, weil er so wunderbar historisch ist, weil ich ja also bei mir im Vergleich das werden wir nachher
- 12:31Arno: sehen, dass es ja irgendwie so ein Durcheinander aus allem Möglichen.
- 12:34Arno: Hm, das muss nicht unbedingt negativ sein, aber bei dir?
- 12:38Arno: Das war wirklich ein stringenter, toll geschriebener Text.
- 12:42Arno: Den kann man heute auch immer noch sehr gut lesen.
- 12:45Eugen: Eugen: Ich finde, das ist sehr lieb, dass du das sagst.
- 12:48Eugen: Ja, ich finde, man kann beide Texte heute und was lesen.
- 12:50Arno: Arno: Und ja, da war ich auch überrascht.
- 12:53Eugen: Eugen: Was ich mir auch gedacht habe. Wir sollten sie auch öfter lesen, weil erstens.
- 12:56Eugen: Aber darauf komme ich dann später.
- 12:57Eugen: Es waren so ein paar Aha Momente sowohl bei dir, wo ich mir dachte, das sind doch.
- 13:01Eugen: Das sind doch Fragen, die wir uns jetzt gerade wieder für die Einleitung zu unserer Monografie stellen, wo du da schon Kernpunkte
- 13:07Eugen: zu Ethik und Moral drinnen hast, wo ich mir dachte ja, das, das erleichtert die Arbeit.
- 13:13Arno: Arno: Was ich, was mir tatsächlich als allererstes aufgefallen ist, ist, dass bei dir dieses, was bei mir ja ganz stark ist, Also wir
- 13:23Arno: sprechen gerade komparativ, dass bei dir diese Medienform des Computerspiels in dem Text noch nicht so eine große Rolle gespielt
- 13:31Arno: hat. Aber umgekehrt war, sage ich mal, dieser historische, diese Mediengeschichte des Piraten im Game, also
- 13:41Arno: das hat eine viel größere Rolle gespielt und das fand ich aber auch in dem Text wirklich so angemessen und gut.
- 13:46Arno: Und was mir besonders aufgefallen ist, ist, dass du auch damals schon ein Faible für tolle Titel hattest.
- 13:53Arno: Wir haben nämlich noch gar nicht gesagt, wie der Text hieß.
- 13:56Eugen: Eugen: Ja, wir müssen das ändern. Ich ich lese deinen, also nicht den ganzen Text, aber den Titel.
- 14:00Eugen: Ja, und du kannst dann meinen vorlesen.
- 14:02Eugen: Also ich schaue noch mal nach.
- 14:04Eugen: Also der Text ist von Arno Görgen aus dem Jahr 2011 und heißt an Introduction to Medical Ethics and Bioethics in Computer
- 14:12Eugen: Games. Übrigens, das bringt mich dann gleich nachher zu einer Frage, nämlich die die Frage der Begrifflichkeit.
- 14:17Arno: Arno: Kommen wir gleich drauf?
- 14:19Arno: Und dein Titel jetzt ungleich sexier What did you say you're occupation was I'm a grog swilling foul smelling pirate.
- 14:28Arno: Das Piratenbild in alten und neuen Medien von Eugen Pfister.
- 14:32Arno: Ist das nicht wunderschön?
- 14:34Arno: Es ist wunderschön.
- 14:35Eugen: Eugen: Ja, es ist. Es ist manchmal mir auch schon unangenehm, weil ich wirklich auf Teufel komm raus immer irgendein Zitat gesucht habe.
- 14:42Eugen: Für viele, viele Jahre.
- 14:44Eugen: Mittlerweile versuche ich auch einfachere Titel, aber das hat mich lange begleitet.
- 14:48Eugen: Und gerade The secret of Monkey Island bietet sich an!
- 14:52Eugen: Natürlich darf man nicht die Klassiker nehmen.
- 14:54Eugen: Also Look Behind you, a three-headed the Monkey wäre natürlich auch naheliegend gewesen, aber ich finde das hätte es nicht so
- 15:01Eugen: schön beschrieben.
- 15:03Eugen: Aber dann lass mich gleich eine.
- 15:05Eugen: Darf ich eine Frage dir stellen?
- 15:06Arno: Arno: Ja, unbedingt.
- 15:07Eugen: Eugen: Also, ich habe mir ein paar Sachen notiert und das eine war der Begriff, weil das ist so ein Thema, das uns ja auch länger
- 15:14Eugen: beschäftigt. Immer. Wie nennen wir jetzt das Ding denn eigentlich?
- 15:17Eugen: Und auch da immer unterschiedlich im deutschen Raum und im englischsprachigen Raum.
- 15:21Eugen: Also ich glaube, ausgegangen sind oder aufgewachsen sind wir mit dem Begriff Computerspiel.
- 15:26Eugen: Ja, nehme ich jetzt mal an, wir wissen aber, dass im Amerikanischen oder im Englischsprachigen es meistens als Videogame
- 15:32Eugen: subsumiert wird. Da kann man jetzt noch eingehen, das eine kommt vom Mikrocomputer, das andere von der Konsole.
- 15:36Eugen: Egal, es ist einfach das eines geläufiger.
- 15:40Eugen: Aber hier ist der Computergame, also sozusagen Du kommst aus und ich kann dir noch die Auflösung nachliefern.
- 15:47Eugen: Um diesen ganzen Sachen zu entgehen, haben wir uns jetzt meistens darauf geeinigt, überhaupt von Digital Games zu sprechen, also
- 15:53Eugen: einen neuen Begriff. Der ist aber nicht ganz abwegig ist und wo jeder weiß, wovon die Rede ist und der aber viel inklusiver ist als die
- 15:59Eugen: zwei.
- 16:00Arno: Arno: Ja, also das war bei mir damals, glaube ich, reine Unwissenheit.
- 16:04Arno: Also um diesen Diskurs jetzt, also.
- 16:07Eugen: Eugen: Den gab's ja noch gar nicht so sehr.
- 16:09Arno: Arno: Ja, also also wenn wir jetzt heute Digital Games oder digitale Spiele benutzen, ist das habe ich aber auch das Gefühl, eher ein
- 16:17Arno: deutscher Diskurs, dass das in den USA im englischsprachigen Bereich noch gar nicht so präsent ist.
- 16:22Arno: Aber ich finde auch, dass digitale Spiele finde ich von der Begrifflichkeit her einfach auch am besten, weil es am inklusivesten ist.
- 16:32Eugen: Eugen: Und das ist auch ganz hübsch.
- 16:33Eugen: Also es gab ja schon vorher, also vor unserer Zeit, eine Diskussion im deutschsprachigen Raum und da hat sich der
- 16:39Eugen: wundervolle Begriff Bildschirmspiele durchgesetzt.
- 16:43Eugen: Hätte sich durchsetzen sollen, Hat sich zum Glück nicht.
- 16:46Eugen: Gott sei Dank.
- 16:46Arno: Arno: Also Deutscher geht es.
- 16:49Eugen: Eugen: Ja, das war dieses Wir lösen uns von dieser Computerspiel Videospiel Debatte und machen Bildschirmspiele.
- 16:55Eugen: Kann man auch schnell einwerfen.
- 16:56Eugen: Es gibt genug Spiele, digitale, die keine Bildschirme haben.
- 16:59Eugen: Also ist auch nicht so inklusiv, aber trotzdem immer eine nette Note, wenn man, wenn man die Geschichte der Game Studies
- 17:06Eugen: durchgeht.
- 17:06Arno: Arno: Aber du hast auch Computerspiele benutzt, wenn ich das Recht habe.
- 17:10Eugen: Eugen: Ich müsste noch mal nachschauen, aber ziemlich sicher.
- 17:12Arno: Arno: Also auf der ersten Seite schreibst du zumindest Literatur.
- 17:15Arno: Film und Computerspiele dürfen in dieser Logik als eine Kommunikationsform verstanden werden, in der Politik, Gesellschaft und
- 17:24Arno: Kultur reflektiert und konstruiert werden.
- 17:26Arno: Sie sind in gleichem Ausmaße Produkte dominanter Diskurse, wie sie auch aktiv reproduzieren und produzieren.
- 17:34Arno: Das ist ein Satz, den wir heute exakt genauso schreiben würden, außer digitale Spiele.
- 17:41Eugen: Eugen: Und guter Punkt und sehr ein throwback zu unserer letzten Folge, wo es um Textrecycling ging.
- 17:46Eugen: Ja, ich habe mir jetzt ewig lang eingebildet, dass das eigentlich einen dieser Satz, weil das ist so ein Satz, der ist so
- 17:52Eugen: tief in mir drin und den schreibe ich auch unbewusst einfach in neuen Papers rein.
- 17:55Eugen: Und dann dachte ich irgendwann, der ist ja gar nicht von mir, der ist von einem Kollegen und dachte mir, weil das in einen Antrag zwei
- 18:02Eugen: Jahre später war und jetzt komme ich drauf, der ist doch von mir.
- 18:04Eugen: Also es ist so, man entdeckt dann immer wieder neue Ursprünge von Gedanken.
- 18:10Eugen: Ja, so, jetzt muss ich kurz noch was wollte ich dann in die Computergames?
- 18:17Eugen: Ein kleiner 0.1 Bemerkung, die mir aufgefallen ist.
- 18:22Eugen: Sehr schön. Wir beide zitieren Niklas Luhmann in unseren ersten Papers durfte.
- 18:28Arno: Arno: Ja Wahnsinn, ich dachte, ich sehe nicht richtig.
- 18:30Eugen: Eugen: Das ist, äh.
- 18:32Eugen: Also ich finde das ja auch sehr gute irgendwie.
- 18:34Eugen: Also ich bin ja noch immer nicht der Meinung, dass ich Niklas Luhmann wirklich zur Gänze begreife.
- 18:38Eugen: Ich finde ihn extrem inspirierend.
- 18:41Eugen: Ich habe da die, die die Realität der Massenmedien zitiert.
- 18:44Eugen: Das Buch ist ja, finde ich, gut lesbar.
- 18:46Eugen: Aber jetzt interessiert mich ja noch viel mehr.
- 18:47Eugen: Alles was, was die Strukturen angeht und Netzwerke, wo ich mir teilweise noch immer bei der Lektüre schwer tue, aber es zugleich
- 18:55Eugen: halt extrem inspirierend und fruchtbar finde.
- 18:59Eugen: Aber damals, ich glaube, da war auch ein bisschen dieses Jetzt lasse ich mal einen großen Namen da raushängen bei mir.
- 19:06Eugen: Also ich habe ja dann auch eine, ich weiß nicht, was noch reingehauen, aber Habermas habe ich auch gerne irgendwo dann erwähnt und
- 19:12Eugen: einmal so tun, als ob man Habermas wirklich gelesen hätte.
- 19:15Eugen: Dabei habe ich halt zwei, drei Texte von ihm gelesen.
- 19:18Arno: Arno: Ja, das fand ich bei mir.
- 19:20Arno: Ich habe meinen ja auch dann noch mal zumindest überflogen und das fand ich auch spannend, weil ich auch gerade mit diesem.
- 19:27Arno: Also ich habe zitiert diesen diese Stelle wo.
- 19:31Eugen: Eugen: Du Hast echten Luhmann zitiert.
- 19:34Arno: Arno: Ja, ja, den coolen Luhmann.
- 19:37Eugen: Eugen: Hardcore-Luhmann.
- 19:38Arno: Arno: Genau wo es darum geht, dass man von.
- 19:42Arno: Also um die Beobachterposition.
- 19:44Arno: Wenn du innerhalb.
- 19:46Arno: Wenn du innerhalb von einem System beobachtest, ist das was anderes, als wenn du außerhalb eines Systems stehst und das System
- 19:54Arno: beobachtest. Und ich finde, das ist ja auch nach wie vor ein wichtiger Punkt.
- 19:58Arno: Und da war ich aber fasziniert, dass ich das damals schon auf dem auf dem Schirm hatte, weil ich immer das Gefühl hatte, ich gucke
- 20:05Arno: mir das erst so seit fünf, sechs Jahren an und nicht schon von Anfang an.
- 20:11Eugen: Eugen: Ja, ich finde aber, ich bin überhaupt extrem beeindruckt von was du damals schon an Literatur kanntest, die ich teilweise jetzt
- 20:17Eugen: erst kennengelernt habe, weil.
- 20:20Eugen: Also dass du den ersten Satz da wirklich Zitierst du nicht nur einen Text, sondern ich glaube drei Texte von ihm.
- 20:25Eugen: Dann Der Franz Mayrä ist natürlich auch drin.
- 20:28Eugen: Nochmal Ich muss mich entschuldigen.
- 20:29Eugen: Irgendwann werde ich nachschauen, wie sich sein Nachname wirklich ausspricht und werde mich bemühen, das in Zukunft dann korrekt zu
- 20:36Eugen: machen. Und ich glaube den Miguel Sicart ist auch drin.
- 20:39Eugen: Der Ja genau.
- 20:39Arno: Arno: Der ist ja auch drin.
- 20:40Eugen: Eugen: Genau die Ethics of Computer Games, dass ich jetzt glaube ich erst vor kurzem nachgeholt habe, weil es halt wirklich eines der
- 20:47Eugen: zentralen Werke dabei bei Ethik ist.
- 20:49Eugen: Das war ein Punkt, der mich noch interessiert hätte.
- 20:53Eugen: Ah, aber jetzt weiß ich wieder.
- 20:54Eugen: Darf ich kurz zurückspringen zu einem anderen Punkt, den du angesprochen hattest?
- 20:59Eugen: Du hast nämlich vollkommen richtig bemerkt Bei mir kommt Spielmechanik gar nicht vor, während ich jetzt eben auch mit dir
- 21:06Eugen: gemeinsam, dass das HGB die HGB Methode entwickelt hat, wo wir uns wirklich dazu zwingen, auf drei Ebenen zu achten, nämlich
- 21:14Eugen: Narration, Spielmechanik und auch audiovisuelle Ästhetik, weil hier ganz eindeutig ein Narrativ.
- 21:20Eugen: Narratologe, muss man sagen.
- 21:22Eugen: Eigentlich. Denn in der Anfangszeit, da ging es nur um die Erzählung, die wurde verglichen.
- 21:26Eugen: Ist ja auch interessant, das zu vergleichen, aber tatsächlich in späteren Papers, zu selben oder gleichen Themen habe ich mich
- 21:33Eugen: dann viel mehr noch auf die Spielmechanik konzentriert, was gerade bei Sid Meiers Sid Meiers Pirates sehr wichtig ist, weil da die
- 21:42Eugen: die klassische Erzählung gar keine so große Rolle spielt und dafür halt diese Spielmechanik eine viel größere.
- 21:50Eugen: Also ein bisschen kommt es am Rande vor, aber halt.
- 21:53Eugen: Nein, ich glaube, es kommt da noch gar nicht vor.
- 21:54Eugen: Es kommt dann später in einem späteren Text vor, wo ich eben sage, das ist weggeht von von dieser Dichotomie, von edlen Freibeuter
- 22:01Eugen: und bösen Piraten hin zum zum fröhlichen Adventure Capitalist, der durch die Meere fährt und einfach Profite macht.
- 22:07Arno: Arno: Da sprichst du aber ein gutes Beispiel an, da hatte ich mir nämlich auch was notiert.
- 22:12Arno: Also du hast ja geschrieben, ich zitiere noch mal "den den meisten Computerspielen mit PiratInnen als Protagonisten ist gemein, dass
- 22:19Arno: sie ebenso wie rezente Filme immer mehr Abstand von der traditionellen Dichotomie zwischen brutalem Piraten und ehrenwerten
- 22:28Arno: Freibeuter nehmen oder diese aktiv dekonstruieren." Und da habe ich mir notiert Eigentlich geht es hier ja schon um,
- 22:37Arno: was wir auch später haben.
- 22:39Arno: Also auch da schon so eine Traditionslinie um die Ästhetisierung von Mythen, um dieses, dass sie immer selbstverständlicher werden,
- 22:47Arno: dass sie immer weniger hinterfragt werden.
- 22:49Arno: Und was ich mir dann noch notiert habe mit einem Fragezeichen.
- 22:53Arno: Vielleicht wird diese Ästhetisierung gerade beim Computerspiel und wenn es um alte Erzähltraditionen wie eben den Piraten geht,
- 23:01Arno: auch begünstigt durch den Medienwechsel, also dass einfach die unterschiedlichen Medienformen hier dazu beitragen, dass auf
- 23:10Arno: eine andere Art Inhalt erzählt werden muss, aber dabei eben diese Ästhetisierung eher mal gerne hingenommen wird.
- 23:18Arno: Es ist nur so ein Gedanke, den ich dabei hatte.
- 23:20Arno: Aber es schließt ja.
- 23:22Arno: Also ich fand es einfach schön, dass wir hier im Prinzip schon die gleichen Diskussionen geführt haben.
- 23:28Arno: Bzw. Du hast sie geführt.
- 23:30Arno: Du kanntest mich noch nicht, wie wir es heute eigentlich noch tun und dass das genauso aktuell ist, aber auch genauso
- 23:38Arno: wichtig und immer noch nicht, obwohl wir jetzt schon wirklich seit Ewigkeiten an diesen Themen arbeiten, zur Gänze wirklich
- 23:45Arno: sagen wir mal analytisch erschlossen ist.
- 23:48Eugen: Eugen: Ja, teilweise ist es noch immer frustrierend, dass wir keine Antworten haben.
- 23:52Eugen: Ja, also ich meine, eine Theorie wäre ja.
- 23:54Eugen: Also von diesem Wandel des Bildes im Text kommt dann auch vor, dass diese dieses Narration hat ja eine gesellschaftspolitische
- 24:01Eugen: Funktion, weil im Grunde hat sie ja, ich glaube, damals habe ich den Begriff Sozialdisziplinierung übernommen.
- 24:06Eugen: Also es geht darum zu erziehen, dieses ganz kurz zusammengefasst Piraten sind sexy, Piraten sind spannend, jeder möchte
- 24:15Eugen: irgendwann mal ein bisschen Pirat sein, oder Robin Hood.
- 24:17Eugen: Aber ganz, ganz wichtig ist erstens, dass man halt nicht sich selbst entschieden hat, kriminell zu werden, sondern dazu gezwungen
- 24:23Eugen: wurde. Und zweitens, dass man sich am Ende dann wieder rehabilitiert, indem man die Gouverneurstochter rettet.
- 24:29Eugen: Oder dass die Kolonie beschützt gegen die bösen Piraten.
- 24:32Eugen: Und dann wird man auch wieder ein braver Bürger.
- 24:35Eugen: Also es ist dieses Du darfst kurz ein bisschen Abenteuer haben und dann gliederst du dich wieder ein.
- 24:39Eugen: Das ist ein bisschen so verlorener Sohn.
- 24:41Eugen: Auch egal.
- 24:43Eugen: Aber das war so ganz, ganz eindeutig und wirklich über Jahrhunderte stringent immer wieder neu erzählt.
- 24:48Eugen: Und bei den Computerspielen fällt das dann weg.
- 24:51Eugen: Langsam also vor allem bei Sid Meiers Pirates.
- 24:53Eugen: Wobei der sich ja bemüht, viel von dieser Narration zu übernehmen.
- 24:56Eugen: Da kommen auch die Entführten, später die entführten Familienmitglieder und der böse Gouverneur vor und halt, die die
- 25:02Eugen: Gouverneurstochter um deine Hand anhalten kann.
- 25:04Eugen: Aber in Wirklichkeit. Da merkt man halt die Bedeutung der Spielmechanik im Ludo Narrativ.
- 25:10Eugen: Da geht es im Grunde darum, einfach nur Reichtümer anzuhäufen.
- 25:12Eugen: Also der ganze Rest ist nice, aber in Wirklichkeit möchte man da einfach nur mal Reichtümer anhäufen und da.
- 25:18Eugen: Aber ich kann die Frage nicht beantworten Ist das der Moment, wo das Piratenbild dann gekippt ist?
- 25:23Eugen: Weil das sieht man als Pirat oder hat das Kippen nur funktioniert, weil sich das Piratennarrativ sowieso gerade aus anderen
- 25:30Eugen: Gründen verändert hat? Das sind auch so Fragen, die werden wir vermutlich nie ganz befriedigend beantworten können.
- 25:36Eugen: Wir können es halt beobachten und darauf hinweisen.
- 25:38Arno: Arno: Ja, wobei ich auch glaube, dass es nur ein Symptom ist.
- 25:42Arno: Also ich bin mir fast sicher, aber ich kenne mich einfach nicht aus und schon mal gar nicht so wie du.
- 25:47Arno: Das ist auch was, was ich viele Hörspiele gab, viele auch schon damals Micky Maus Geschichten oder ähnliche Sachen, in denen
- 25:57Arno: auch schon diese Abstraktionen dieser Bildsprache schon stattgefunden hat.
- 26:02Arno: Mit Abstraktion meine ich letztlich dann eben so eine Ästhetisierung auf ein bestimmtes Zeichen Set, also bestimmte
- 26:10Arno: Symbolformen.
- 26:11Eugen: Eugen: Ja die Entkernung des Mythos oder nur noch Hülle.
- 26:14Eugen: Mein Lieblingsbeispiel auch, weil du Disney gesagt hast, dass es nur nicht drinnen.
- 26:18Eugen: Also ist ein bisschen kommst du drinnen vor mit mit Peter Pan.
- 26:22Eugen: Da hat es ja schon angefangen.
- 26:23Eugen: Das waren die Piraten, die einfach nur cool sind.
- 26:25Eugen: Und ich weiß nicht, ich habe mich als Pirat verkleidet in meiner Kindheit, ohne dass ich jetzt über die Geschichte der Piraterie und
- 26:31Eugen: die sozialen Hintergründe nachgedacht habe, sondern Piraten waren einfach lustig und später sexy und ich weiß nicht was.
- 26:38Eugen: Ähm und also das ist dann einfach eine Marke geworden funktioniert und dann gab es halt Peter Pan und die Disneyverfilmung und dann
- 26:44Eugen: haben sie, das weiß ich. Peter Pan zwei gemacht und dann hat sich in dieser Zeit, als Sie lauter Kinderserien gemacht haben, gab es
- 26:49Eugen: Jake und die Nimmerland Piraten.
- 26:51Eugen: Das war der Höhepunkt, weil da.
- 26:52Eugen: Ich finde es nur nicht mehr. Es gab irgendwann eine wundervolle Seite mit dem Logo von Nimmerland Piraten, weil das
- 26:59Eugen: natürlich Educational Serien gewesen für die Jungen.
- 27:04Eugen: Und das möchte man seinen Kindern zeigen.
- 27:05Eugen: Die sollen was lernen und auch über die Gesellschaft.
- 27:07Eugen: Also haben sie auch Regeln, die sie lernen und die zehn Regeln von Craig unter Nimmerlandpiraten sind.
- 27:12Eugen: Ich weiß nicht, wie nice to each other und eine, irgendeine dieser Regeln ist auch nimm deinen Freunden nichts.
- 27:18Eugen: Oder nimm. Nimm niemandem was weg.
- 27:20Eugen: Das ist eine der Regeln.
- 27:22Eugen: Für Piraten ist.
- 27:23Eugen: Nimm niemandem anderen etwas weg.
- 27:25Eugen: Schwierig, wenn das irgendwie die Definition von Piraterie ist.
- 27:27Arno: Arno: Also, mir sind noch zwei Sachen aufgefallen.
- 27:33Arno: Das eine ist diese politische Instrumentalisierung als Propagandavehikel im Kontext des Zweiten Weltkrieges.
- 27:41Arno: Das fand ich ganz interessant, weil ich dann überlegt habe, das kann ich mir im Moment gerade bei Games als einem globalen Produkt
- 27:49Arno: irgendwie gar nicht vorstellen.
- 27:51Arno: Andererseits ist es jetzt auch nicht so abwegig, dass auch ein Computerspiel in ähnlicher Form ja
- 28:01Arno: propagandistisch instrumentalisiert werden könnte.
- 28:06Arno: Das ist ein Punkt. Und das andere war was war denn das andere?
- 28:09Arno: Das habe ich jetzt vergessen.
- 28:11Eugen: Eugen: Aber ich möchte noch ganz gerne auch noch über deinen Text drehen und ja, aber nehmen wir den einen Punkt gerne auf.
- 28:19Eugen: Gute Frage. Ich meine also die klassischen Propagandaspiele, die wir kennen.
- 28:25Eugen: Das sind dann immer so Nischenprodukte, die einfach nur die erreichen, die es interessiert.
- 28:29Eugen: Was weiß ich von den Identitären, dieser Heimat Defender oder wie auch das hieß ist die haben keine Reichweite außerhalb des
- 28:37Eugen: Hardcore-Kerns. Aber dann und jetzt habe ich den Namen wieder vergessen.
- 28:40Eugen: Es ist. Wir haben ja jetzt mit dem mit dem Ukraine ähm dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hatten wir doch den Fall dieses
- 28:49Eugen: russischen dystopischen Science Fiction Spiels mit diesen Roboter Zwillingen, äh, wie hieß das nochmal?
- 28:55Eugen: Da habe ich mir dann nie angeschaut, aber da war ja der Verdacht schon da und der Verdacht ist ja nicht unbegründet.
- 29:02Eugen: Es ist ja auch vor kurzem ein Gespräch.
- 29:05Eugen: Es ist ja auch ganz normal, wenn gerade in einem egal wo ein Spiel herkommt, wenn da gerade die die populären Diskurse dominiert
- 29:14Eugen: werden, auch von einem Konflikt, die halt immer mehr ausgreifen, die bleiben ja nicht beschränkt, sondern es greift dann aus in die
- 29:18Eugen: Kultur usw, dann findet das auch ganz natürlich Eingang in Computerspiele.
- 29:24Eugen: Das heißt jetzt nicht, dass da jemand sitzt, ein Propagandist, ein Kommissär, der sagt, das muss jetzt rein und das wird so gemacht
- 29:29Eugen: und das wird so gemacht, sondern also ich habe bei einer Anfrage zu Spielen aus China gesagt, na ja, es ist also wenn die
- 29:35Eugen: Entwickler in China sitzen, dann hängt auch davon ab, in welcher Stadt und was für Freiheiten die haben, weil das ist ja China
- 29:41Eugen: ist nicht China, Aber natürlich die, die die reproduzieren, die die Welt und die Kultur, die sie kennen.
- 29:46Eugen: Und das ist bei russischen Entwicklern und ukrainischen Entwicklerinnen das gleiche.
- 29:53Arno: Arno: Einen letzten Punkt hätte ich noch, der ist mir wieder eingefallen.
- 29:56Arno: Und zwar, was mir auch aufgefallen ist.
- 29:59Arno: Das ist jetzt in dem Kontext absolut nachvollziehbar.
- 30:02Arno: Aber was mich auch total interessiert hätte, ist der moderne Pirat, also inwieweit es da Traditionslinien
- 30:13Arno: gibt oder inwieweit.
- 30:15Eugen: Eugen: Aber wenn wir darüber reden, reden wir ja nur noch über Piraten heute.
- 30:18Arno: Arno: Ja, ja, aber ich möchte das nur erwähnen, weil der moderne Pirat das ist mir nur aufgefallen generell irgendwie medial ja gar
- 30:27Arno: nicht stattfindet. Also in Fiktion, ne?
- 30:31Arno: Mhm. Ist zumindest mein Eindruck.
- 30:33Arno: Also vielleicht fällt dir jetzt spontan vielleicht noch als Space Piraten oder so was.
- 30:37Arno: Aber dann ist es ja eher schon der Rückgriff auf das was was Du machst ein Fass auf.
- 30:42Eugen: Eugen: Ich hatte noch vier Seiten zu Space Piraten, die wurden mir rausgekürzt, weil ich genau daraus gegriffen.
- 30:48Arno: Arno: Nein.
- 30:49Eugen: Eugen: Nein, es ging sich nicht aus. Ich war ja auch Mitherausgeber von einem Band und habe das total eingesehen.
- 30:53Eugen: Mein Text war viel zu lang da.
- 30:55Eugen: Die jetzigen Piraten zeigen halt.
- 30:57Eugen: Also über die kann nicht gesprochen werden, weil die zeigen ja das Problem.
- 31:01Eugen: Also beim ursprünglichen Piraten, gerade im 16.
- 31:05Eugen: und 17. Jahrhundert.
- 31:06Eugen: Schon da fangen wir an!
- 31:08Eugen: Also es ist eine ambivalente Person.
- 31:10Eugen: Er wurde auch sehr gefördert von der Politik, weil er eine Funktion erfüllt hat, auch bei der Landnahme in der Neuen Welt.
- 31:18Eugen: Und er hat auch beim Nationen werden geholfen, immer wieder.
- 31:23Eugen: Deswegen wurde er verklärt zum Helden.
- 31:25Eugen: Zugleich gab es die Piraten.
- 31:27Eugen: Es war immer so Die eigenen Piraten waren die Helden.
- 31:29Eugen: Das merkt man ja schon bei Francis Drake.
- 31:31Eugen: Dessen Galleone wurde auch ausgestellt zu Lebzeiten.
- 31:34Eugen: Wenn man in Kastilien nachgefragt hat, was die von Drake halten, da war er eine eine Monstergestalt.
- 31:39Eugen: Die kleinen Kindern in der Nacht, als er als das böse Ungeheuer erzählt wurde.
- 31:44Eugen: Also da kommt so ein bisschen her.
- 31:46Eugen: Und was wir halt bei den modernen Piraten haben, da haben wir jetzt keine großen Player, die daran interessiert sind, die
- 31:50Eugen: irgendwie positiv darzustellen, weil es gibt halt eben an der afrikanischen Ostküste, vor allem bei Mosambik und Äthiopien die
- 31:58Eugen: Warlords, das sind auch Piraten, die Ich komme nicht mit Galeonen, sondern ein bisschen wie die Piraten auch in der Karibik
- 32:04Eugen: mit kleinen Schiffen mit Außenbordmotoren überfallen.
- 32:06Eugen: Frachter und Tanker nehmen die auch.
- 32:09Eugen: Also die sind eigentlich sehr ähnlich in ihrem Tempo.
- 32:11Eugen: Die nehmen die auch gefangen und wollen dann Lösegeld für die Fracht und für die Mannschaft haben.
- 32:16Eugen: Aber das ist halt keine sexy Erzählung.
- 32:19Eugen: Da gibt es keine Gouverneurstochter, da gibt es keine Redemption am Ende, sondern da geht es halt nur um Geld.
- 32:23Eugen: Und ähnlich ist es auch bei Indonesien.
- 32:26Eugen: Da gibt es leider. Ist zu lange her, dass ich das mir angeschaut habe.
- 32:28Eugen: Da gibt es eine eine kleine Meerenge, wo halt auch sehr viel, sehr, sehr, sehr viel Piraterie passiert.
- 32:35Eugen: Aber die ist halt auch das sind halt teilweise auch Militärs, die ein bisschen ein Nebeneinkommen an sich suchen und das eignet
- 32:43Eugen: sich nicht für vor allem halt, wo kommt die, die wo sitzt die populärkulturelle Industrie?
- 32:48Eugen: Nicht in den Orten, die die Piraten auch aussenden.
- 32:51Eugen: Das heißt, da gibt es einfach kein Motiv dafür, die jetzt irgendwie zu verklären.
- 32:56Arno: Arno: Kannst du noch zwei Sätze, bevor wir zu meinem Text kommen, zu den Spacepiraten sagen Das interessiert mich jetzt also noch mehr.
- 33:03Arno: Ich habe mir den Text nicht. Unglaublich.
- 33:05Arno: Ja, ich.
- 33:06Eugen: Eugen: Ich habe. Nein, ich habe nur, äh, halt interessiert das eigentlich, dieses Narrativ, das übertragen wurde?
- 33:11Eugen: Also ich dachte, es ist zu lange her.
- 33:13Eugen: Ich habe damals auch gerne privat gespielt.
- 33:16Eugen: Das ist ja diese Auskopplung aus dem Wing Commander Universum.
- 33:19Eugen: Ähm, auch Elite.
- 33:21Eugen: Elite ist ja eigentlich oder?
- 33:23Eugen: Elite ist eigentlich auch eine Piraterie Simulation, wenn man so will.
- 33:27Eugen: Und habe mir halt angeschaut, wie da einfach das Narrativ übernommen wurde.
- 33:31Eugen: Das ist ja lustig wie selbstverständlich in der Science Fiction.
- 33:36Eugen: Das ist ein Thema, das wir heute nicht besprechen.
- 33:38Eugen: Aber was schon sehr spannend ist, dass in der Science Fiction ja teilweise auf ganz alte Sachen zurückgegriffen wird.
- 33:44Eugen: Und auch diese Natürlichkeit, mit der wir einfach alle die Marine ins Weltall übertragen.
- 33:49Eugen: Also es sind Raumschiffe und die sehen dann auch immer mehr aus.
- 33:52Eugen: Auch in Filmen wie Raumschiffen, da gibt es Kapitäne und Admiräle und das ist dann eigentlich.
- 33:57Eugen: Und dann gibt es da noch Piraten.
- 33:58Eugen: Man hat einfach alles genommen, was wir aus unserem maritimen Geschichte kommen und einfach ins All geworfen.
- 34:03Eugen: Und Han Solo ist ja auch so eine Piratenfigur.
- 34:05Eugen: Vor allem auch der nette Pirat.
- 34:07Eugen: Der überfällt niemanden, der schneidet niemand die Gurgel durch.
- 34:09Eugen: Der ist halt so ein Blockadenbrecher wie Familie Lewitt in Louisiana zum Beispiel.
- 34:15Eugen: Das war es eigentlich auch schon.
- 34:16Eugen: Und jetzt? Also man kann ewig lang reden.
- 34:19Eugen: Wir können eine Piratenfolge.
- 34:21Arno: Arno: Nur noch mal nachhaken, weil das gerade noch mal so ein bisschen untergegangen ist neben den realweltlichen Problemen mit der
- 34:28Arno: Piraterie.
- 34:30Eugen: Eugen: Was, worauf ich noch hin wollte bei deinem Text.
- 34:33Eugen: Also so wie du eigentlich sofort erkannt hast, dass bei mir eigentlich nur ein Narrativ.
- 34:37Eugen: Als ich mir angeschaut habe, der.
- 34:39Eugen: Der schwache Punkt quasi, ist mir so positiv aufgefallen, dass du eigentlich sehr stark auf der Spielmechanik von Anfang an
- 34:46Eugen: eingegangen bist. Also ich glaube, ich weiß nicht, ob du das Gamemechanik nennst, aber es ist sehr klar dieses dass es eben nicht nur
- 34:52Eugen: die Erzählung ist. Aber und es tut mir nur leid, ich habe es mir, weil ich mich nicht so gut vorbereitet habe, diesmal nicht
- 34:58Eugen: rausgeschrieben, sonst hätte ich jetzt auch so gern Zitate von dir.
- 35:02Eugen: Aber es kommt der eine Punkt vor, wo du dann schon auch auf dieses Wechselspiel eingehst zwischen Narrativ und Spielmechanik.
- 35:11Eugen: Und ich glaube aber unter.
- 35:12Eugen: Korrigiere mich bitte, wenn ich das da in der Eile falsch gelesen habe, dass am Ende schon noch rauskommt, dass das Narrativ für
- 35:18Eugen: die Ethik irgendwie das Wichtige ist, weil das irgendwie oder für die das die Moral transportiert.
- 35:25Eugen: Habe ich das so richtig gelesen oder.
- 35:27Arno: Arno: Müsste, müsste ich jetzt im Detail auch noch mal nachlesen.
- 35:31Arno: Also erst einmal natürlich.
- 35:33Arno: Du stellst das jetzt so dar, als hätte ich deinen Text irgendwie negativ.
- 35:38Arno: Nein, überhaupt nicht.
- 35:40Eugen: Eugen: Das war nur das war.
- 35:41Arno: Arno: Das möchte ich nur an der Stelle noch mal klarstellen.
- 35:43Arno: Er war hervorragend, er war nur anders.
- 35:46Arno: Also er hatte auch einen anderen Zugriffspunkt.
- 35:50Arno: Ach, das war eine unnötige Selbstkritik.
- 35:51Eugen: Eugen: Entschuldigung. Das wollte ich dir nicht.
- 35:54Arno: Arno: Das möchte ich hier nur noch mal sagen.
- 35:56Arno: Der Text ist auch lesenswert.
- 35:57Arno: Also Leute, schnappt euch diesen Text und genießt.
- 36:01Arno: Das ist eine Position.
- 36:04Arno: Also ich habe es jetzt auch ehrlich gesagt nicht mehr ganz so im Kopf, die ich damals eingenommen habe, die ich ähnlich heute
- 36:12Arno: vielleicht auch sogar noch vertreten würde.
- 36:14Arno: Also das heißt, dass man zumindest ethische Konflikte im Sinne einer narrativen Ethik nur verstehen kann, wenn es auch ein Narrativ
- 36:23Arno: gibt. Das heißt, du brauchst irgendeine symbolische Überlagerung von Spielmechanik, um einfach überhaupt das Ethische erkennen zu
- 36:30Arno: können. Du brauchst diese Zeichen, diese Hinweise, um zu verstehen, dass da ein ethischer Konflikt geschieht.
- 36:40Arno: Und ich glaube, das habe ich damals damit gemeint.
- 36:43Arno: Ich habe damals auch noch etwas stärker gemacht, dass wirklich das Erzählen wichtig ist.
- 36:49Arno: Ich werde jetzt heute wahrscheinlich auf dem Standpunkt, dass eben dieses ja, wie sagt man diese?
- 36:55Arno: Dieses evokative Erzählen vielleicht noch genauso wichtig oder genauso so einen Impact haben kann wie das andere,
- 37:05Arno: eher klassische erzählen, dass es einfach reicht, wenn wir eben Blut Graffiti an der Wand haben, um zu erkennen okay, hier ist
- 37:13Arno: irgendwas geschehen, was was jetzt moralisch schlecht ist.
- 37:17Arno: Also es ist ja schon fast schon trivial, das so zu sagen, aber man muss es ja trotzdem noch mal einfach sagen.
- 37:25Arno: Oder dass es einfach moralisch interessant wird, wenn man einen spielmechanischen Wert so verändert, dass er
- 37:35Arno: zum Beispiel einen Einfluss auf sich selbst oder auf die Umwelt hat und dieser dieser Einfluss Wert auf die Umwelt sich letztlich
- 37:44Arno: auch moralisch irgendwie einordnen lässt.
- 37:46Arno: Also dadurch geht es anderen schlechter, dadurch haben andere aber vielleicht auch man selber oder auch die Umwelt.
- 37:52Arno: Irgendwie ein Effekt, der positiv oder negativ zu bewerten ist.
- 37:58Arno: Würde ich so ungefähr.
- 38:00Eugen: Eugen: Ich finde den Punkt sehr gut.
- 38:01Eugen: Ich glaube, wir müssten wahrscheinlich noch daran arbeiten, das total begrifflich zu säubern.
- 38:06Eugen: Aber ich glaube auch, dass das im Grunde spielt es uns ja in die Hand, weil eben es gibt kein.
- 38:11Eugen: Man kann bei Spielen auch nicht einfach nur die Spielmechanik analysieren, die hat ihre Erfordernisse sicher und treibt uns in eine
- 38:21Eugen: gewisse Richtung des Handelns.
- 38:23Eugen: Aber es ist dann nur im Zusammenspiel, glaube ich, mit dem Narrativ, dass du wirklich eine klare Moral erkennbar ist.
- 38:33Eugen: Und ich wollte ja eigentlich erinnere mich dran, wenn ich es vergesse.
- 38:37Eugen: Also was ich noch gerne ansprechen wollte, waren die Ghule und AIDS, weil ich.
- 38:41Eugen: Das fand ich einen sehr, sehr spannenden Punkt.
- 38:43Eugen: Aber ich ich laufe gerade noch mal die Conclusio bei dir durch die Russen.
- 38:49Eugen: Da haben wir. Ja auch noch mal dieses Zusammenspiel.
- 38:56Eugen: Gerade in dem.
- 38:57Eugen: In dem Paper hast du dir vor allem Fallout angeschaut.
- 39:02Eugen: Ja, das da die dieses, ähm, also diese Entscheidungen sind.
- 39:07Eugen: Da gibt es ja öfter kann man sich bei mehreren Quests und auch vor allem auch beim Ende.
- 39:11Eugen: Also es geht vor allem um. Es geht um Fallout drei, weil es ist auch aus der Zeit.
- 39:13Eugen: Ich glaube vier ist erst nachher rausgekommen.
- 39:16Eugen: Da gibt es ja öfter so ethische Entscheidungen, die auch eigentlich immer sehr prominent beschrieben wurden.
- 39:21Eugen: Aber, und da hast du, wenn ich das richtig kapiert habe, Blue Moon und die erste und zweite Ordnung drinnen, dass also die
- 39:27Eugen: Beobachtung erster Ordnung, da ist man im Spiel drinnen, da trifft man diese Entscheidungen, aber man muss auch immer es
- 39:33Eugen: aus der Perspektive der zweiten Ordnung, also von außen, wo man dann eher dem sehe ich das richtig, dass man da eher den Blick auf
- 39:39Eugen: das Narrativ hat, das narrative Gerüst des Spiels?
- 39:42Arno: Arno: Ja, ja, ja, genau so, also ich habe das dann auch noch.
- 39:48Arno: Eine ethische Bewertung erster und zweiter Ordnung, so ein bisschen übertragen eben.
- 39:55Eugen: Eugen: Das ist Second Order Ethical Dimension und First order ethical Dimension.
- 40:00Arno: Arno: Genau. Und das ist im Prinzip genau das, was das eine ist man wirklich konkret am Gegenstand und bei dem anderen macht man
- 40:07Arno: einfach einen Schritt zurück und kann das Gesamtbild sozusagen auch etwas besser einordnen und von außen eben diesen Blick
- 40:14Arno: darauf werfen. Das ist ja, das war so ein Versuch, eine eigene, einen eigenen Instrumentenkasten zu entwickeln.
- 40:24Arno: Also so wie eigentlich der ganze Text.
- 40:26Arno: Also man sieht, das war damals eigentlich auch schon so ein bisschen der Versuch einer Erfindung, überhaupt Spiele zu verstehen und
- 40:33Arno: wie man mit denen arbeiten kann.
- 40:36Arno: Und damals eben noch am medizinhistorischen, medizinethischen Institut eben auch der Versuch, hier diese Brücke zu
- 40:46Arno: schlagen zu dieser anderen Disziplin.
- 40:48Arno: Ich weiß nicht, ob ich das jetzt heute noch mal so machen würde, aber grundsätzlich ist, glaube ich, der Gedanke durchaus immer noch
- 40:56Arno: zutreffend. Einfach, dass man das, dass man unterscheiden muss direkt zwischen der Spielerhandlung und dann
- 41:06Arno: dem Gesamtblick darauf, was dieses konkrete Handeln für das gesamte Spiel bedeutet und für die Erzählung dann.
- 41:14Eugen: Eugen: Also das Lustige ist jetzt einfach so persönliche Bemerkung Ich finde den Text super und der ist auch gar nicht irgendwie
- 41:20Eugen: gealtert oder so, er wirkt nicht veraltet oder irgendwas, sondern er ist wirklich zeitlos und gut.
- 41:24Eugen: Aber ich hätte das Gefühl, dass du so wie ich dich kenne, würdest ihn heute ganz anders schreiben.
- 41:30Arno: Arno: Ja, glaube ich auch.
- 41:31Eugen: Eugen: Also mit einfach ganz anderen Perspektiven.
- 41:32Eugen: Aber andererseits finde ich das auch sehr mal spannend und jetzt sage ich zu oft inspirierend.
- 41:38Eugen: Aber ich habe also bei dem.
- 41:39Eugen: Bei deinem Text habe ich sehr viel an die die Anleitung von unserer gemeinsamen Monografie zu Horror Game Politics gedacht
- 41:45Eugen: und gedacht, muss ich mir noch mal gründlich durchlesen und da auch Aspekte rausnehmen, weil gerade zu Ethik und Moral und vor allem
- 41:53Eugen: vor zwei Wochen. Und das ist wieder eines dieser Begriffspaare, wo ich immer nachlesen muss Was unterscheidet sie?
- 41:58Eugen: Was ist Ethik, Was ist Moral?
- 42:00Eugen: Es sind sich auch alle nicht unbedingt einig, aber da dachten wir, das hätte.
- 42:04Eugen: Ähm, naja, jetzt habe ich den Text ja zum Glück.
- 42:07Eugen: Also der, der kommt rein und kann ich auch sehr empfehlen.
- 42:09Eugen: Vielleicht können wir die beiden Texte irgendwo auch zur Verfügung stellen.
- 42:13Eugen: Muss ich noch überlegen, wie wir das machen?
- 42:15Eugen: Ja.
- 42:17Arno: Arno: Ja, ein letztes noch, bevor wir zum nächsten Punkt weiter müssen.
- 42:21Arno: Was ich auch interessant fand, war, dass bei uns beiden auch, glaube ich bei glaube bei dir auch der Ludologen Streit, also Ludologen
- 42:31Arno: gegen Narratologen stattfand.
- 42:34Arno: Und das ist was, was ich heute auf keinen Fall mehr machen würde.
- 42:38Eugen: Eugen: Niemals, Niemals mehr.
- 42:41Eugen: Das ist, äh. Ja, das ist, äh.
- 42:43Eugen: Anfangs habe ich überlegt, ob wir nicht darüber reden wollen.
- 42:45Eugen: Also die Anfang Anfänge der Gamestar, die dann.
- 42:49Eugen: Ich glaube, daran haben wir uns beide und nicht nur wir zwei, sondern vermutlich alle unsere Kolleginnen auch ein bisschen
- 42:54Eugen: abgearbeitet. Also bis vor ein paar Jahren musste der Ludologen Narratologinnen Streit immer rein.
- 43:01Arno: Arno: Aber es ist so redundant und.
- 43:02Eugen: Eugen: Es ist redundant. Es gab ihn auch nicht wirklich, wie sie auch selbst alle zugeben.
- 43:07Eugen: Also selbst die Akteurinnen des Streits geben zu.
- 43:10Eugen: Den gab es gar nicht so wirklich.
- 43:11Eugen: Ist halt so ein Gründungsmythos der Gamestar.
- 43:13Eugen: Das ist auch notwendig, so was zu haben, aber es ist ein bisschen abgenutzt.
- 43:17Eugen: Es ist trotzdem.
- 43:18Eugen: Ich versuche nicht genervt zu sein, weil Studentinnen das natürlich auch immer wieder bringen, weil das ist halt Erstkontakt mit
- 43:25Eugen: Gamestar ist äh und aber ja, wir wir erwähnen den jetzt nicht mehr, der muss nicht erwähnt werden.
- 43:30Eugen: Außer halt in den Überblickstexte zu den Game Studies.
- 43:34Arno: Arno: Da ist er ja auch interessant, weil er Zumindest diese zwei Dimensionen ganz gut sichtbar machen und das ein
- 43:44Arno: einfacher Zugang ist, überhaupt darüber nachzudenken.
- 43:46Arno: Also egal wie jetzt die Konsequenz daraus ist, aber es ist einfach ein sehr greifbares Beispiel, wie man Spiele betrachten kann.
- 43:55Eugen: Eugen: Und weißt du was? Du hast ja eine sehr, sehr kluge Beobachtung gemacht.
- 43:58Eugen: Das ist an sich nicht überraschend, aber dass ich nicht früher drüber nachgedacht habe.
- 44:02Eugen: Natürlich ist es ein Mythos und ein Mythos hat eine Funktion und die Funktion ist, genau darauf hinzuweisen.
- 44:08Eugen: Also es ist. Es ist jetzt auch ein bisschen redundant, zu sehr darüber zu viel Zeit damit zu verbringen.
- 44:14Eugen: Aber als Erinnerung daran, dass wir eben nicht den Fehler machen dürfen, uns nur auf das eine, auf den einen Aspekt bei Spielen zu
- 44:21Eugen: konzentrieren. Da hat er dann auch seine Berechtigung.
- 44:25Arno: Arno: Ja, aber lass uns doch zu Softworks voranschreiten.
- 44:31Eugen: Eugen: Springen wir nach vorne in einer Welt voller Xenomorphs und böser kapitalistische Unternehmen im All auf Schiffen?
- 45:04Arno: Arno: Genau. Also, wir sind bei Softwork.
- 45:06Arno: Was hast du denn so medial verköstigt in letzter Zeit?
- 45:13Eugen: Eugen: Ich überlege gerade, ob wir nicht ein bisschen uns fokussieren wollen auf einen Punkt, der uns verbindet.
- 45:17Eugen: Unsere mediale Verköstigung.
- 45:18Eugen: Wir können den Rest ja vielleicht am Rande erwähnen.
- 45:22Eugen: Ja, ich habe.
- 45:23Eugen: Was habe ich gesehen?
- 45:25Eugen: Habe ich dieses im vergangenen Monat Ad Astra, den Film mit Brad Pitt, der mich wirklich begeistert hat.
- 45:32Eugen: Also habe ich überhaupt nichts erwartet davon.
- 45:33Eugen: Aber ästhetisch war ich beeindruckt von dem Film.
- 45:37Eugen: Die Erzählung ist 0815, aber nett umgesetzt.
- 45:40Eugen: Aber vor allem die Bilder haben mich überwältigt.
- 45:42Eugen: Und dann habe ich mir mit meinem älteren Sohn.
- 45:44Eugen: Alien Romulus im Kino angeschaut.
- 45:47Eugen: Oh man, ein bisschen hängen bleiben, glaube ich.
- 45:49Arno: Arno: Ja, da können wir gleich im Detail drüber sprechen.
- 45:52Arno: Ja, das.
- 45:53Eugen: Eugen: Denke ich mir. Ich werfe nur am Rand noch rein, was wir oder?
- 45:56Eugen: Eigentlich muss man ja auch nicht immer alles erwähnen, was man noch gespielt hat.
- 45:58Eugen: Und so bleiben wir gleich bei Alien, weil das.
- 46:00Eugen: Das verbindet uns.
- 46:01Eugen: Warum verbindet uns das?
- 46:03Arno: Arno: Na ja, du hast mir erzählt, dass du den gesehen hast und deswegen habe ich mir zum Ziel gemacht, bis zur Aufnahme dieses
- 46:11Arno: Podcasts das komplette Alien Franchise noch mal anzuschauen.
- 46:16Arno: Sofern ich es überhaupt schon gesehen hatte.
- 46:18Arno: Und mir ist aufgefallen, ich habe tatsächlich alles gesehen gehabt, was ich jetzt nicht gesehen hatte.
- 46:24Arno: Also ich habe gesehen Alien, Aliens und 1986 Cameron Alien 3 von David Fincher Alien Resurrection.
- 46:34Arno: Jean Pierre Jeunet. Prometheus und Covenant.
- 46:38Arno: Beide von Ridley Scott.
- 46:39Arno: Hab dazu noch gesehen.
- 46:41Arno: Die Alien Dokumentation.
- 46:45Arno: Ach Gott. Wie hieß sie noch?
- 46:47Arno: Die hieß Memory.
- 46:49Eugen: Eugen: Okay, die möchte ich auch sehen.
- 46:51Arno: Arno: Die gibt es bei Amazon Prime.
- 46:53Arno: Hochinteressant, Wirklich nur zum Ersten Film.
- 46:57Arno: Und ich hatte angefangen zu sehen.
- 47:00Arno: Dark Star, der für mich das Alien Franchise nicht unwichtig ist.
- 47:06Den Carpenter-Film Dark Star?
- 47:10Arno: John Carpenter. Ja, ja Drehbuch Drehbuch wurde von dem gleichen geschrieben, der Alien geschrieben hat, nämlich Dan O'Bannon.
- 47:17Eugen: Eugen: Nein, wirklich?
- 47:18Arno: Arno: Ja.
- 47:19Eugen: Eugen: Das ist egal.
- 47:21Eugen: Erzähl weiter.
- 47:23Arno: Arno: Ich habe mir beim ersten Teil weniger beim zweiten Teil mit Schmerzen Alien versus Predator angesehen.
- 47:31Eugen: Eugen: Ich finde, das darf man ignorieren.
- 47:32Eugen: Das sagen ja auch alle. Alle, die sich mit dem Alien Universum auseinandersetzen, das darf man nicht.
- 47:36Arno: Arno: Nur den ersten Teil fand ich ganz interessant.
- 47:38Arno: Der zweite, der war wirklich grausam.
- 47:42Arno: Genau. Und ich glaube, ich gehöre zu den ganz, ganz wenigen in der Welt, die eine große Liebe für Alien
- 47:51Arno: Resurrection haben.
- 47:53Arno: Von Jean Pierre Genet Drehbuch übrigens von Joss Whedon.
- 47:56Arno: Das war mir auch nicht mehr bewusst.
- 47:59Arno: Und ein großartiges, großartiger Film, der auch gerade so was Mythen und so angeht, unglaublich viel zu erzählen hat.
- 48:07Arno: Vom Mad Science über die Evil Corporations.
- 48:11Arno: Und so weiter und so fort.
- 48:12Arno: Und der gleichzeitig, ich glaube von allen Alienfilmen am ehesten was Märchenhaftes hat.
- 48:19Arno: Wobei ich den ersten, also den ersten muss man da ein bisschen ausnehmen.
- 48:21Arno: Der also ich meine, der steht ja eh so ein bisschen für sich, aber wenn ich eine Reihenfolge von Filmen haben müsste, dann
- 48:28Arno: würde ich sagen ist fand ich den sogar vielleicht am besten.
- 48:32Arno: Dann natürlich Alien.
- 48:33Arno: Und dann fand ich tatsächlich die beiden neuen Filme ganz gut, weil interessanter fand ich den Prometheus, Prometheus
- 48:43Arno: und Covenant, fand ich aber den spannenderen Film von beiden.
- 48:47Arno: Also der war von der Handlung her, da muss.
- 48:49Eugen: Eugen: Ich mich jetzt erinnern.
- 48:51Eugen: Also dass das Glück ist, dass ich mit meinem älteren Buben auch gerade oder gerade seit dem letzten Jahr gehen wir auch Fangen wir
- 48:57Eugen: auch an, Alien gemeinsam zu schauen.
- 48:59Eugen: Also den ersten Film haben wir gemeinsam gesehen.
- 49:01Eugen: Dann haben wir Aliens gesehen, Dann haben wir glaube ich als nächstes Prometheus angeschaut und jetzt Romulus im Kino.
- 49:07Eugen: Und dazwischen, ähm, haben wir gemeinsam Alien Isolation, eines meiner absoluten Lieblingsspiele ever gespielt.
- 49:16Eugen: Wobei das sonst muss ich ja sagen, ich habe es letztes Mal schon erzählt, also bei Hollow Knight und so ist ja viel besser als ich.
- 49:22Eugen: Aber bei Alien Isolation hat er mir die meiste Zeit den Controller gegeben, weil es einfach zu großer Stress war.
- 49:26Eugen: Also da hat er einfach zugesehen, während ich ich verzweifelt überlebt habe.
- 49:31Eugen: Ja.
- 49:32Arno: Arno: Das ist übrigens das, was ich auch gemacht habe.
- 49:34Arno: Also ich habe nicht Alien Isolation gespielt, dafür habe ich zu viel Angst.
- 49:38Arno: Aber ich habe mir. Aber es gibt bei YouTube ein schönes Video, in dem alle wirklich alle Alien Spiele von 1982.
- 49:47Arno: Das war das erste bis.
- 49:49Eugen: Eugen: Sicher ein Kracher für Atari.
- 49:51Arno: Arno: 2023. Irgendwie so schön nacheinander in kurzen Filmschnipseln gezeigt werden und das war schon wirklich interessant.
- 50:00Arno: Also erstens von der Medienevolution her und zweitens auch, was da so erzählt wird und wie es erzählt wird.
- 50:07Eugen: Eugen: Ist ja ein Riesenthema. Jetzt haben wir schon zu lange über Piraten und wir haben vor allem über Piraten geredet.
- 50:13Eugen: Jetzt können wir auch noch auslagern auf eigene Folgen.
- 50:18Eugen: Ja, es ist also ich habe es mir jetzt gedacht bei Romulus, dass also irgendwie der Auslöser war und das ist tatsächlich spannend
- 50:24Eugen: und dadurch, dass mein Sohn eben auch mit mir das Spiel gespielt hat, hat er gesagt Das ist also das.
- 50:30Eugen: Ich habe jetzt nichts zum Hintergrund des Filmes nachgelesen, aber er erinnert sehr stark an das Spiel an Alien Isolation, weil
- 50:36Eugen: auch hier eine Raumstation halt nicht die Sewastopol, sondern die Station Romulus der Hintergrund ist und wie das Spiel auch sich
- 50:46Eugen: der Film sehr stark auf den ersten Film zurück bezieht.
- 50:48Eugen: Also da geht es ja um das Klaustrophobie, da wird das Ganze, was dann später dazu kam, also es waren ja doch irgendwie sehr
- 50:55Eugen: Autorfilme lustigerweise ganz ganz anders wurden.
- 51:00Eugen: Und das ist so eine Rückbesinnung, die jetzt nichts Großartiges produziert hat, aber irgendwie sehr gut funktioniert und sehr
- 51:06Eugen: schön gemacht ist. Und das war ich finde schon alleine interessant, dass da so ein Bedarf dafür war, jetzt, dass das
- 51:13Eugen: zurückzuholen noch einmal also dass da.
- 51:16Eugen: Ja, ich habe jetzt auch keine Ahnung, wie gut der Film gelaufen ist, aber er hat wirklich.
- 51:19Eugen: Es ist ein sehr guter Film gewesen, finde ich.
- 51:22Eugen: Sehr gut gemacht, hat alles, was er machen wollte, gut erreicht.
- 51:24Eugen: Wollte nicht mehr.
- 51:26Eugen: Und der ist jetzt irgendwie so der Punkt, wo wirklich etwas.
- 51:29Eugen: Alien. Finde ich als.
- 51:31Eugen: Oder der. Ja also die Figur heißt ja eigentlich Xenomorph in diesem Universum, aber wo das irgendwie fixer Bestandteil
- 51:36Eugen: unseres populärkulturellen Portfolios geworden ist, wie Grimms Märchen oder so, jetzt ist es also das war der der Eintrag, wo
- 51:44Eugen: es jetzt irgendwie so festgeschrieben wurde und ich glaube, das wird uns einfach wirklich noch weiter begleiten die kommenden
- 51:49Eugen: Jahrzehnte. Ja, es.
- 51:50Arno: Arno: Ist ja jetzt noch eine Serie in Planung, oder Die wird auch sehr bald, glaube ich rauskommen.
- 51:54Arno: Ich weiß jetzt nicht genau, wann.
- 51:56Arno: Ich glaube, nächstes Jahr, irgendwann.
- 51:58Arno: Also ich bin da auch echt sehr interessant, sehr interessiert, sehr sehr, sehr neugierig.
- 52:04Arno: So heißt das, wie das da weitergeht?
- 52:07Arno: Ja und ja.
- 52:09Arno: Also ich sag ganz kurz, weil du Autorenfilm gesagt hast.
- 52:14Arno: Das fand ich. Also du hast absolut recht.
- 52:17Arno: Und ich fand auch wirklich interessant, was für einen atmosphärischen Sphärischen Wechsel ist zum Beispiel zwischen Alien von Ridley
- 52:25Arno: Scott und dann Aliens.
- 52:27Arno: James Cameron gab.
- 52:28Arno: Und weil dieser Aliens ist ja wirklich so ein.
- 52:32Arno: Also es ist nicht eindeutig was was er sein will, aber man merkt, dass er zu Reagans Zeit gefilmt wurde.
- 52:42Arno: Erstens und zweitens, dass er auch ganz, ganz stark diese hyperpatriotischen Actionfilme dieser Zeit sehr, sehr stark
- 52:51Arno: zitiert. Also ich bin mir nicht ganz sicher, ob das jetzt affirmativ ist gegenüber diesen Filmen oder ob es eher im
- 53:01Arno: Prinzip eine Anti Kriegs Rhetorik sein soll oder was ich so ein bisschen psychologisieren will.
- 53:10Eugen: Eugen: Nicht zu sehr in die Tiefe gehen bei Cameron.
- 53:12Arno: Arno: Aber genau das ist das Problem.
- 53:14Arno: Es war schon echt sehr, sehr plump eigentlich und das fand ich auch schade, weil grundsätzlich.
- 53:22Arno: Ich glaube, Viva hat auch damals gesagt, sie ist eigentlich nur dabei geblieben, weil sie es so interessant fand, dass Trauma plötzlich
- 53:30Arno: eine Rolle spielt. Also dass sie als Heldin jetzt nicht mehr einfach nur diese, ja dieses wiederum eigentlich
- 53:40Arno: Hypermaskuline hat und dadurch die durch die Räume walzt und alles platt macht, sondern sie hat halt ihre eigenen Dämonen.
- 53:48Arno: Und dieser Dämon ist dann ja personifiziert in der Figur des Xenomorphs und sie muss auf dieses Kind aufpassen, das sie da in
- 53:58Arno: der Station findet usw Und das sind.
- 54:00Arno: Das ist ja eigentlich eine sehr komplexe Ausgangssituation, aber ich finde nicht, dass der Film es schafft, ja das auf eine Art und
- 54:10Arno: Weise rüberzubringen, dass es mehr ist als eine Comicdarstellung oder so eine.
- 54:18Arno: Also ich finde, es ist irgendwie platt.
- 54:20Eugen: Eugen: Es ist ein Genrefilm, finde ich.
- 54:22Eugen: Also es passt sehr gut.
- 54:24Eugen: Werfen wir so ein paar hochtrabende Wörter rein.
- 54:26Eugen: Es passt sehr gut ins Oeuvre von Cameron, finde ich.
- 54:29Arno: Arno: Es ist auf jeden Fall.
- 54:31Arno: Ich habe vor kurzem Abyy noch mal gesehen.
- 54:33Eugen: Eugen: Ja, mag ich. Aber ich muss auch zugeben, ich mag auch Aliens.
- 54:36Eugen: Ich mag die Stimmung, die da ist.
- 54:37Eugen: Also gerade dieses Klaustrophobe auf der Station hat das.
- 54:41Eugen: Das erreicht mich da auch sehr gut.
- 54:43Eugen: Ich mochte auch diese Stimmung des Abwehrkampfes.
- 54:45Eugen: Das ist so ein bisschen diese Westernstimmung, dieses die, dieses Alamo, das übertreiben wir nicht, aber es hat so
- 54:51Eugen: diese, diese Atmosphäre.
- 54:53Eugen: Also es gibt 111 Bedrohung, gegen die man sich dann auch mit diesen automatischen Waffen zu Wehr setzt.
- 54:59Eugen: Das finde ich übrigens nochmal ein Moment, der doch immer funktioniert.
- 55:02Eugen: Ganz, ganz simpel gemacht.
- 55:04Eugen: Diese diese quasi Drohnen oder automatisierten Waffen, wo sie dann über Fernsteuerung mitbekommen, wie viel Munition
- 55:10Eugen: dann auch bleibt. Das funktioniert ganz toll, finde ich.
- 55:12Eugen: Also in dem Stress, den es mir auslöst, Aber natürlich.
- 55:15Eugen: Also große Erzählung.
- 55:17Eugen: Ja, aber ich finde, die Filme sind insofern super, weil sie halt so einfach, ja so Genrefilme oder so typisch sind, auch für die
- 55:24Eugen: Autoren. Also auch, weil dass du dann den vierten Teil, den so viele verachten, warum auch immer, der der ist ja wiederum sehr
- 55:31Eugen: typisch. Also nee, also das auf jeden Fall.
- 55:34Eugen: Ich hoffe, ich vergreife mich da jetzt nicht, aber das war eh auch zur Stadt der verlorenen Kinder.
- 55:39Eugen: Und genau das ist halt dieses Absurde.
- 55:41Eugen: Ein bisschen Magische kommt da sehr stark raus, wo das Ganze halt, wie du sagtest, so märchenhafter ist.
- 55:48Eugen: Ich konnte mir am wenigsten mit dem dritten Teil anfangen.
- 55:50Eugen: Der war so diese späten 90er Jahre auch.
- 55:54Arno: Arno: Typisch David Fincher.
- 55:55Eugen: Eugen: Dekonstruieren alles.
- 55:56Eugen: Ja, mit dem bin ich eh nie warm geworden, ehrlich gesagt.
- 55:59Eugen: Und was mich auch geärgert hat, ist diese billige Methode.
- 56:03Eugen: Also man hat ja immer eine Ausgangssituation, also man einen Autor.
- 56:07Eugen: Bis jetzt fehlen noch die Autorinnen.
- 56:08Eugen: Das wäre mal auch eine interessante Abwechslung.
- 56:10Eugen: Ja, ähm, also eine Anfangssituation.
- 56:13Eugen: Und dann gibt es die Endsituation.
- 56:15Eugen: Meistens ist die Frage wer überlebt noch einen zweiten Teil überlebt eben.
- 56:19Eugen: Sigourney Weaver, also Ripley, dann das Mädchen und ich glaube ein Druide ist auch teilweise noch, wird auch noch
- 56:28Eugen: irgendwie aufgehoben aufbewahrt.
- 56:30Eugen: Und im dritten Teil heißt dann Ja, das tut mir leid, die sind alle tot.
- 56:33Eugen: Es hat nur Ripley überlebt.
- 56:34Eugen: Hoppala, das finde ich inkonsequent.
- 56:37Eugen: Das ist so irgendwie. Das ist unfair, dass wenn du schon weitermachst, dann aber auch wirklich mit der Ausgangssituation.
- 56:43Arno: Arno: Weibliche Autorinnen oder Regisseurinnen fände ich auch sehr, sehr interessant.
- 56:48Arno: Einfach gerade.
- 56:49Arno: Also gerade bei dem ersten Teil ist es ja so deutlich wie bei eigentlich kommt es ist es scheint es immer so ein bisschen durch dieses
- 56:56Arno: Sexualisierte von HR Giger, dass dieses überall.
- 57:02Arno: Ees ist überall.
- 57:04Eugen: Eugen: Tropfende feuchte Penisse, überall die ganze Zeit.
- 57:08Arno: Arno: Und dass die Männer da.
- 57:10Arno: Also es kam in der Dokumentation schon raus, dass die Männer im Prinzip immer vergewaltigt werden, weil sie quasi den Kopf penetriert
- 57:17Arno: bekommen und das Viech da aus der Brust schießt usw und so fort.
- 57:23Arno: Und da wäre ein weiblicher Blick eigentlich auch mal interessant.
- 57:27Arno: Ja.
- 57:27Eugen: Eugen: Ja, und vielleicht auch dringend notwendig.
- 57:29Eugen: Also ich würde auch sagen, es ist jetzt da der nächste Teil bitte mal da ein bisschen Abwechslung, das ist ja, es ist spät.
- 57:37Eugen: Also in diesen Prequels, wo ich mir immer schwer tue, was sagt die Frage?
- 57:41Eugen: Canon braucht man eigentlich nicht.
- 57:43Eugen: Nehmen wir alles so wie es ist.
- 57:44Eugen: Einfach. Aber da spielt es ja nochmal immer eine große Rolle.
- 57:46Eugen: Also ich habe es jetzt noch mal gesehen, da ist ja auch wieder die.
- 57:49Eugen: Aber tatsächlich, da wird ja auch die eine Akteurin dann auch von ihrem Mann, der eigentlich unfruchtbar ist, geschwängert über
- 57:59Eugen: dieses Alien Glibber Ding.
- 58:02Eugen: Ich habe den Namen vergessen.
- 58:03Eugen: Also diese schwarze Substanz, die vom Androiden noch dazu.
- 58:06Eugen: Es ist ja furchtbar kompliziert, aber da haben wir dann nochmal und dann kommt die Geburt und dann tötet sie ihr Kind.
- 58:12Eugen: Ja, ja, dieses Tentakelmonster.
- 58:14Eugen: Und der Romulus kommt nochmal das auch vor.
- 58:17Eugen: Es ist also wirklich sehr, sehr, sehr atavistisch.
- 58:20Eugen: Also Geburt und Blut und Schmerz und Tod.
- 58:23Arno: Arno: Aber wir sind ja gerade in der Antragserotik.
- 58:25Eugen: Eugen: Nein, ich würde sagen, jetzt machen wir den offiziellen Cut.
- 58:27Eugen: Jetzt haben wir ein bisschen drüber geschrieben, jetzt machen wir den dritten Teil, die Antragserotik.
- 58:32Eugen: Was kann man denn damit anfangen?
- 58:34Arno: Arno: Das wäre erstmal meine Frage an dich.
- 58:36Arno: Also ich habe mir. Ich habe schon so ein paar Gedanken wahrscheinlich sind die sehr sehr ähnlich zu deinen.
- 58:42Eugen: Eugen: Also da können wir auch noch mal zum Ersten Punkt kommen.
- 58:44Eugen: Zum Hard work. Weil ich habe nachgeschaut, als ich mit meinem Blog angefangen habe 2015, glaube ich, ist eben schauen wir noch mal
- 58:52Eugen: nach. Ich habe es da offen ist noch aus dem ersten Jahr.
- 58:57Eugen: Und zwar da Wo habe ich das Datum?
- 58:58Eugen: Ist ja eigentlich egal, aber genau im September 2015.
- 59:01Eugen: Einer meiner ersten Texte für mein Blog war zu Alien Isolation von Xenomorphs und anderen Raubtierkapitalist Klammer zu Listn als
- 59:09Eugen: Raubtierkapitalisten, wo ich mir mich auf einen Aspekt auf einem Mythos konzentriert habe, und zwar den Mythos des bösen
- 59:19Eugen: Riesenunternehmens, also die Evil Corporation.
- 59:22Eugen: Die hat uns ja dann noch begleitet, auch in unserem letzten Projekt.
- 59:25Eugen: Und das wäre noch immer, finde ich, auch ein gutes Thema überhaupt für ein eigenes Projekt mal den Mythos der Evil Corporation
- 59:31Eugen: anschauen. Wann? Wann?
- 59:32Eugen: Wo fängt er an?
- 59:34Eugen: Wann fing er an?
- 59:35Eugen: Wo findet er sich?
- 59:36Eugen: Überall Und in Alien haben wir mit Weylandutani ja eine der ikonischsten Evil Corporations überhaupt.
- 59:44Eugen: Also absurd genug.
- 59:46Eugen: Es gibt sehr viele T Shirts mittlerweile mit dem Logo von Andutani zu kaufen.
- 59:50Eugen: Also das ist ja wirklich so wie die Umbrella Corporation, von der es auch durchaus gibt, oder?
- 59:54Eugen: Ähm, Cyberdyne von Terminator.
- 59:57Eugen: Das ist so die die eine der der der Big names unter dem bösen bösen Evil Corporations.
- 1:00:03Eugen: Und das ist ein spannendes Thema und das war auch.
- 1:00:06Eugen: Jetzt muss ich nur schauen Es ist.
- 1:00:08Eugen: Das war ja auch Absicht.
- 1:00:09Eugen: Also das ist ja nicht zufällig reingeflossen, sondern Ridley Scott wollte sich ganz bewusst damit beschäftigen.
- 1:00:15Eugen: Und da kann ich ein Zitat von einem Interview bringen, das er 2005 gemacht hat.
- 1:00:20Eugen: Also Ridley Scott sagte It's possible that the value of humans could have finished.
- 1:00:24Eugen: I'm not thinking on the level of the big brother idea of life less structure and its attitude of human employees we are considered
- 1:00:31Eugen: expendable in this instance the machine information data usw usw have more important to corporations than the individuals on the
- 1:00:39Eugen: ships certainly think the situation has parallels today.
- 1:00:44Arno: Arno: Da kann ich ergänzen in der Dokumentation, die ich eben gesehen habe, die war eben zu Alien zum Ersten Teil.
- 1:00:51Arno: Und da wurde auch deutlich, dass auch der sozial die sozialen Unterschiede zwischen Arbeiterklasse
- 1:01:01Arno: und dem Rest der Mannschaft eine sehr, sehr große Rolle spielen.
- 1:01:06Arno: Stimmt.
- 1:01:06Eugen: Eugen: Im ersten Teil ist das noch ganz stark.
- 1:01:08Eugen: Es ist. Das kommt dann auch in Romulus wieder stärker, weil das ist stärker hervor, weil da wird eine Gesellschaft von
- 1:01:15Eugen: Leibeigenen dargestellt und auf einer Minenkolonie gefangen.
- 1:01:18Eugen: Können nicht weg, weil sich.
- 1:01:19Eugen: Also das ist dieses, ähm, wie heißt das?
- 1:01:22Eugen: Indentured Servants.
- 1:01:24Eugen: Das war in der Kolonialphase der Neuen Welt auch eine Vorform der Sklaverei, dass nämlich aus Europa sich mittellose
- 1:01:34Eugen: Menschen verpflichtet haben, für sechs sieben Jahre in einer Kolonie zu dienen.
- 1:01:38Eugen: Und da waren sie de facto rechtlich Sklaven.
- 1:01:40Eugen: Und dann hatten sie Anrecht auf gewisse Kleinigkeiten.
- 1:01:42Eugen: Und genau dieses Modell wurde hier auf eine Minenkolonie ohne Tageslicht übertragen.
- 1:01:47Eugen: Und die sind alle Eigentum von Weylandutane und versuchen sich zu befreien.
- 1:01:52Eugen: Ja, also auch das haben wir da.
- 1:01:54Eugen: Aber das ist das Erstaunliche ist, dass er, egal wer da dieses Universum übernommen hat, einen Film gemacht hat, ein Spiel gemacht
- 1:02:01Eugen: hat, dass die Evil Corporation wirklich ganz zentral geblieben ist.
- 1:02:04Arno: Arno: Ja, das stimmt. Was auch zentral geblieben ist, ist sind zwei andere Sachen.
- 1:02:11Arno: Glaube ich zumindest.
- 1:02:13Arno: Das eine ist natürlich der Mad Scientist bzw die Mad Science als Institution ist glaube ich eigentlich in jedem
- 1:02:23Arno: Film präsent.
- 1:02:24Arno: Und das andere ist, da müsste man ein bisschen schauen, auch die Frage der Religion vielleicht.
- 1:02:31Arno: Also die zumindest in den Ridley Scott Filmen in den zwei neuen zumindest eine sehr große Rolle spielt.
- 1:02:38Arno: Aber auch zum Beispiel in dem Film von Jean Pierre Jeunet eine relativ große Rolle.
- 1:02:43Eugen: Eugen: Das heißt ja auch Resurrection, also diese, diese Sinnfrage.
- 1:02:47Eugen: Ja, das sind auch wirklich Zentrale.
- 1:02:50Eugen: Möchtest du darüber weiterreden?
- 1:02:51Eugen: Weil ansonsten könnten wir auch noch bei der Evil Corporation ein bisschen hängen bleiben.
- 1:02:56Arno: Arno: Ganz wie du magst.
- 1:02:57Arno: Wir können ja auch durcheinander sprechen.
- 1:02:59Arno: Dann machen wir das so.
- 1:03:00Eugen: Eugen: Ja.
- 1:03:02Arno: Arno: Also Mad Science ist.
- 1:03:03Arno: Ja, ich meine, das ist ja ganz klar, dass überall das hängt ja auch sehr stark mit der Evil Corporation zusammen, dass überall
- 1:03:10Arno: dieser eigennützige, dieses eigennützige Verwenden von Wissenschaftlern stattfindet, egal ob es jetzt durch den psychopathischen
- 1:03:18Arno: Cyborg da in Form von David geschieht oder durch die Evil Corporation in den ersten Filmen.
- 1:03:25Eugen: Eugen: Ein spannender Punkt.
- 1:03:28Eugen: Gute Frage. Da.
- 1:03:29Arno: Arno: Ja, also es gibt eigentlich nie eine uneigennützige Wissenschaft in diesen Filmen.
- 1:03:36Arno: Und Beziehungsweise es gibt schon Vertreter dieser Wissenschaft, aber die können sich eigentlich nie durchsetzen.
- 1:03:43Arno: Also es gibt schon die Leute, die sagen, okay, wir könnten eigentlich auch mit der Wissenschaft Gutes vollbringen, aber
- 1:03:50Arno: letztlich siegt immer der Kapitalismus, sozusagen.
- 1:03:54Eugen: Eugen: Gut, dass du sagst, weil das hätte ich da auch eingeworfen.
- 1:03:56Eugen: Also ich würde sagen, definieren wir mal kurz.
- 1:03:58Eugen: Das sind zwei Mythen, die wir uns immer wieder angeschaut haben.
- 1:04:02Eugen: Also bei der Evil Corporation sagen wir es vielleicht auch noch mal, Also was macht sie denn aus?
- 1:04:05Eugen: Dass es ein Riesenunternehmen, das vor allem sich dadurch auszeichnet, dass es eine eigentlich unmenschliche Struktur ist, dass
- 1:04:11Eugen: da auch gar nicht mehr so Menschen dahinter sitzen.
- 1:04:13Eugen: Manchmal hat man auf so einem Board of also irgendwelche Aktienbesitzer oder Inhaberinnen dahinter, die aber ganz, ganz abgehoben sind.
- 1:04:22Eugen: Und in Wirklichkeit ist das Unternehmen schon selbst Akteur geworden und dem geht es wirklich nur darum, weiter Profit zu
- 1:04:27Eugen: entwickeln. Ist ja auch nicht ganz weit weg von unserer Welt.
- 1:04:29Eugen: Deswegen funktioniert es ja auch so gut.
- 1:04:31Eugen: Und Mr. Science, da gibt es schon.
- 1:04:34Eugen: Es ist auch ein alter Mythos, diese Gefahr der der enthemmten Wissenschaft, die einfach Sachen macht, die nicht mehr auf ethische
- 1:04:41Eugen: Fragen Rücksicht nimmt und einfach nur noch alles macht, was möglich ist.
- 1:04:45Eugen: Also ein bisschen diese, diese Grundangst, die existiert, dass wenn man einen Wissenschaftler, eine Wissenschaftlerin
- 1:04:50Eugen: machen lässt, dass damit die Welt in die Luft sprengen, weil der hört nicht auf, wenn es dann gefährlich wird, sondern der.
- 1:04:55Eugen: Aber hier haben wir ja nicht so sehr die Figur des Wissenschaftlers, der Wissenschaftlerin, die einfach am Wissen
- 1:05:01Eugen: interessiert ist. Also dieses manische Interesse, einfach alles zu erfahren, sondern hier haben wir die Evil Corporation dahinter,
- 1:05:07Eugen: also da ist Mad Science wirklich nur das Werkzeug zu mehr Profit.
- 1:05:11Eugen: Ich bin übrigens einer der Schwachpunkte, weil das dieses Alien, also der Xenomorph, jetzt so viel Geld ausspucken würde in der
- 1:05:18Eugen: Militärindustrie. Das kann man mir noch immer nicht plausibel machen.
- 1:05:21Eugen: Also beim ersten Film, ja, da überlegen sie halt noch, aber die gehen ja die ärgsten Umwege und gehen auch die ärgsten Ausgaben
- 1:05:28Eugen: ein. Das macht ja dann unrealistisch bei so einem Großunternehmen.
- 1:05:31Eugen: Nur in der Hoffnung, dass ich das dann irgendwie einsetzen lässt.
- 1:05:34Eugen: Also das sprechen Sie sogar in Romulus ein bisschen an, weil da geht es dann gar nicht mehr darum, dass jetzt für als Biowaffen
- 1:05:40Eugen: einzusetzen, sondern ähm, für Humangenetik, weil sie den Supermenschen machen wollen.
- 1:05:45Eugen: Das ist auch so ein bisschen vorgegeben von Prometheus und Covenant, wo wo das ja auch schon teilweise vorkommt.
- 1:05:51Eugen: Aber da ist mir Science eigentlich nur ein Werkzeug.
- 1:05:53Eugen: Und wie du auch sagst, manchmal hat man da ja auch Versuche mich zu erinnern.
- 1:05:56Eugen: Die ein bisschen mahnenden Wissenschaftlerinnen, die dann eben wo ist das oder genau die Androiden sind, übernehmen
- 1:06:03Eugen: so ein bisschen die Rolle. Da finde ich von den Forscherinnen, die sind dann einmal böse und und amoralisch einfach auch per
- 1:06:09Eugen: Definition im ersten Teil und dann im zweiten haben wir den netten Androiden, der ist freundlich, Dann kommt wieder der Böse,
- 1:06:16Eugen: der David. Äh, wobei man auch fragen könnte Ist er böse ist?
- 1:06:20Eugen: Hat er überhaupt die Möglichkeit, böse zu sein?
- 1:06:23Arno: Arno: Da gibt es ja gleichzeitig seinen Doppelgänger, den Walter, der wiederum der Gute ist und beide kämpfen.
- 1:06:29Arno: Ja,
- 1:06:29Eugen: Eugen: Das ist jetzt in Covenant, oder?
- 1:06:31Eugen: Das muss ich noch nachholen, weil ich habe nur den bösen David aus Prometheus mitbekommen.
- 1:06:35Eugen: Ich habe es ja schon gesehen und ich bin weiterhin, äh.
- 1:06:39Eugen: Ich halte nichts von der Idee des Spoilers, wenn man sich mit einem Thema auseinandersetzt.
- 1:06:44Eugen: Ich finde halt, Evil Corporation ist noch immer ein sehr gutes Thema, weil es halt wirklich etwas ganz Zentrales, einen ganz
- 1:06:51Eugen: zentralen Moment anspricht.
- 1:06:52Eugen: Also es funktioniert ja auch so gut, weil das ist so eine und da kann man auch sehr gut die Funktion von Mythen erklären.
- 1:06:57Eugen: Das ist ja so eine Binsenweisheit.
- 1:07:00Eugen: Also es ist mittlerweile ganz, ganz verbreitet, dass eigentlich die meisten davon ausgehen, dass Großunternehmen, geradezu
- 1:07:06Eugen: multinationale, eigentlich nicht mehr ethisch handeln können, weil die funktionieren nach einer neoliberalen
- 1:07:12Eugen: kapitalistischen Logik.
- 1:07:13Eugen: Da geht es um Dividenden.
- 1:07:14Eugen: Ist ja auch nicht ganz falsch.
- 1:07:16Eugen: Also das funktioniert ja auch so gut, weil es immer Beispielsfälle gibt, also damals bei Alien war.
- 1:07:21Eugen: Was waren denn da die akuten?
- 1:07:23Eugen: Das habe ich damals rausgesucht, es gab Nestle war auch gab es immer wieder Affären, die dann auch wo es dann auch
- 1:07:30Eugen: Gerichtsprozesse gegen Universitäten in der Schweiz gab, gegen Forscherinnen, die auf etwas hingewiesen haben.
- 1:07:38Eugen: Ja, also von.
- 1:07:40Arno: Arno: Zigarettenfirmen bis zu Pharmaunternehmen, die ihre Studien gefälscht haben und so.
- 1:07:43Eugen: Eugen: Also alle große Unternehmen haben, denen wird das ein bisschen unterstellt.
- 1:07:47Eugen: Und die Frage ist also, dass dann was, was mich dann interessiert ist Ist das eine kritische Perspektive?
- 1:07:55Eugen: Also ist das eine eine?
- 1:07:57Eugen: Ist diese Evil Corporation eine Methode, das zu kritisieren und zu verändern, oder verinnerlichen wir eigentlich nur durch diese
- 1:08:05Eugen: ständige Wiederholung?
- 1:08:06Eugen: Also jetzt gar nicht nur in Alien, sondern wir haben sie ja überall, die Evil Corporation.
- 1:08:10Eugen: Wir haben sie in Bioshock, wir haben sie aber auch in Valley, Wir haben sie in Terminator, wir haben sie in Resident Evil.
- 1:08:16Eugen: Also sie ist so normal für uns geworden, dass wir uns dann auch schon oft denken, also dass sie uns eigentlich anleitet zum
- 1:08:21Eugen: Nichtstun, weil man kann ja eh nichts machen gegen diese Mega Corporations.
- 1:08:26Arno: Arno: Ja, aber das schließt ja die Kritik erst mal nicht aus.
- 1:08:30Arno: Also was da nur fehlt ist ja nur der Appell, wirklich was dagegen zu tun.
- 1:08:36Arno: Und ich.
- 1:08:36Eugen: Eugen: Ich habe auch noch keine Antwort drauf.
- 1:08:38Eugen: Ich finde nur, das ist eine Frage, die sich stellt und das wäre schon reizvoll, dem nachzugehen.
- 1:08:41Eugen: Also ich glaube, der Auslöser für die ersten Darstellungen von Evil Corporations ist Kritik gewesen.
- 1:08:48Eugen: Einmal darauf hinweisen und die Möglichkeit zu geben, etwas dagegen zu tun.
- 1:08:52Eugen: Aber jetzt begleitet uns das ja schon seit 40, 50 Jahren.
- 1:08:56Eugen: Auch die Vorstellung der Evil Corporation und das hat sich nicht verändert.
- 1:09:00Eugen: Ich meine, gut, Mad Science begleitet uns seit Jahrhunderten, wenn man da zurückgehen will zu Frankenstein und da kann man ja auch
- 1:09:07Eugen: noch weiter zurückgehen.
- 1:09:08Arno: Arno: Also ich denke mittlerweile auch so ganz im Sinne und was wir unter Mythen verstehen, dass es mittlerweile auch einfach einfacher
- 1:09:17Arno: ist, diese Mytheme zu benutzen, um eine Geschichte zu erzählen, weil sie einfach bestimmte Plotlöcher auf eine sehr bequeme
- 1:09:27Arno: Art und Weise füllen können, indem man einfach sagt ja, da ist dann der böse Marionettenspieler im Hintergrund, der dann
- 1:09:34Arno: die Fäden zieht und man sich aber dann auch nicht mehr die Mühe macht.
- 1:09:40Arno: Also rein wirklich von der Form, vom Arbeiten her oder vom kreativen Arbeiten her dann auch die logischen Schlüsse daraus zu
- 1:09:49Arno: ziehen. Was? Was?
- 1:09:51Arno: Die Folgen der jeweiligen Fiktionen, die man da erzählt, sind für diese evil corporations und wie der gesellschaftliche Umgang damit
- 1:10:00Arno: aus. Also das ist, glaube ich, reine erzählerische Faulheit.
- 1:10:04Arno: Aber vielleicht bin ich da auch ein bisschen böse.
- 1:10:06Eugen: Eugen: Du bist ein bisschen böse, das ist wahr, aber das macht nichts.
- 1:10:09Eugen: Das ist gut so! Sehr gut auf den Punkt gebracht, wie Mythen funktionieren und warum sie existieren.
- 1:10:14Eugen: Also die, die die Grundbeobachtung, dass das von uns ist, ja, dass der Mythos sich irgendwann verselbstständigt und
- 1:10:22Eugen: naturalisiert, dass er natürlich wirkt.
- 1:10:24Eugen: Das heißt in diesem Fall, dass wir, wenn wir in irgendeinem Film einer Evil Corporation begegnen, sofort wissen, was die machen wird.
- 1:10:30Eugen: Und das nicht hinterfragen und nicht hinterfragen.
- 1:10:32Eugen: Ja, wie ist das überhaupt möglich?
- 1:10:33Eugen: Gibt es da keine Polizei, die darauf achtet?
- 1:10:35Eugen: Gibt es da keine Gerichte, die darauf achten?
- 1:10:36Eugen: Gibt es da keine NGOs, die das hinterfragen?
- 1:10:38Eugen: Also gerade diese Welt von Weyland Yutani wie können die das alles durchgehen lassen?
- 1:10:43Eugen: Was ist? Gibt es keine Regierungen?
- 1:10:45Eugen: Gibt es keine Zivilgesellschaft?
- 1:10:46Eugen: Warum gibt es keine Aufstände, sondern wir übernehmen das einfach und hinterfragen nicht mehr.
- 1:10:50Eugen: Das ist einfach so und das ist, finde ich, auch das Spannende.
- 1:10:53Eugen: Und auch beim Mad Science, also auch mit welcher, mit welcher Selbstverständlichkeit wir in Horror und Science Fiction Umgebungen,
- 1:11:01Eugen: sobald wir einem Wissenschaftler meistens Männern begegnen, seltener Ausnahmefall von Frauen, der auch so ein bisschen nicht sehr
- 1:11:08Eugen: ungepflegt, aber ein bisschen ungepflegt, also dieses nicht grauslich, aber so ein bisschen ein wirrer Professor erscheint, dann
- 1:11:14Eugen: wissen wir auch recht bald Hui, der ist also je nachdem, was das Setting ist, da besteht ja schon eine Gefahr, dass der ein bisschen
- 1:11:19Eugen: zu weit geht. Also da könnte jetzt irgendwas Furchtbares passieren, dass er irgendwelche Tests macht, die er nicht hätte machen
- 1:11:24Eugen: sollen. Mit Stammzellen herumgespielt wie in Bioshock oder mit Quantenphysik wie in Beyond Two Souls?
- 1:11:32Eugen: Ich weiß nicht, über die haben wir ja überall.
- 1:11:33Arno: Arno: Man macht es halt, weil es geht.
- 1:11:36Eugen: Eugen: Ja, genau. Aber das ist ja auch das ist im Normalfall, also im Normalfall würden wir doch davon ausgehen, dass andere Menschen
- 1:11:43Eugen: ähnlich wie wir funktionieren und die meisten Menschen würden davon ausgehen, dass der gewisse ethische Barrieren da sind, dass
- 1:11:50Eugen: man jetzt nicht einfach Experimente an lebenden Menschen macht.
- 1:11:52Eugen: Also die Grundregeln des guten Benehmens und was man, wenn man nicht weiß, was passieren wird, und wenn die Gefahr bestünde, dass die
- 1:11:59Eugen: Welt explodiert, dann macht man es mal nicht.
- 1:12:02Eugen: Aber das wird aufgehoben, sobald der Mythos mit Science ins Spiel kommt, weil dann wissen wir Nein, das ist.
- 1:12:07Eugen: Die werden so angetrieben vom Forscherdrang und vom Wissensdrang oder von irgendwelchen anderen Drängen, die sie haben, dass das alle
- 1:12:14Eugen: diese Sicherheit, diese Sicherheitsventile ausgehebelt werden.
- 1:12:17Arno: Arno: Ich möchte zu dem Punkt nur ganz kurz ergänzen, bevor ich noch einen letzten Punkt ansprechen möchte, dass man also dass in
- 1:12:25Arno: ganz, ganz vielen Mad Science Erzählungen auch wichtig ist, dass das in einem Kontext von sogenannter postnormal science
- 1:12:33Arno: stattfindet. Also dieser Begriff bezeichnet den Umstand, dass es also man spricht ja bei bestimmten Forschungsrichtungen, wenn die
- 1:12:42Arno: extrem etabliert sind von Paradigmen.
- 1:12:45Arno: Und wenn es Paradigmenwechsel gibt, wenn in der Medizin dann so was wie der Blutkreislauf entdeckt wird und alles, was vorher war,
- 1:12:52Arno: obsolet wird. Und genau in dieser Zwischenstelle zwischen der etablierten Science und der kommenden Science gibt es
- 1:12:59Arno: sozusagen die Postnormal Science.
- 1:13:01Arno: Und da ändern sich dann auch die ethischen Maßstäbe daran, wie Wissenschaft bemessen wird.
- 1:13:08Arno: Und genau in genau diese Nischen und Scharniere zwischen solchen Paradigmen sind etwas, wo solche Meta Science
- 1:13:19Arno: Narrative sehr, sehr oft stattfinden.
- 1:13:21Eugen: Eugen: Also ich habe den Begriff jetzt so noch nicht von dir gehört, aber das deckt sich mit meinen Beobachtungen auch auf der auf die
- 1:13:28Eugen: lange Sicht, weil es gab immer Trends bei der Mad Science.
- 1:13:31Eugen: Also das ist heutzutage ist halt Stammzellenforschung.
- 1:13:35Eugen: Bisschen Quantenphysik, weil wir alle nicht wirklich wissen, was Quantenphysik macht.
- 1:13:39Eugen: Aber das kann ruhig gefährlich sein.
- 1:13:41Eugen: Und in den 50er Jahren war es halt Kernphysik.
- 1:13:43Eugen: Also da war halt alles Atom.
- 1:13:47Eugen: Wie sagt man verstrahlte Ameisen, die riesig wurden.
- 1:13:49Arno: Arno: Und es ist dann letztlich nichts anderes als eine narrative Technikfolgenabschätzung, wo man dann eben erzählt, was passieren könnte,
- 1:13:57Arno: wenn man diesen Weg geht.
- 1:13:58Eugen: Eugen: Und das macht sie auch interessant für Ideenhistoriker, weil es ist ja eigentlich so eine Art, eine Art Sicherheitsventil oder
- 1:14:04Eugen: eine Art Vorsichtsmaßnahme, die eben auch in einem populärkulturellen Diskurs, der eben nicht nur die wenigen Akteure, die das jetzt
- 1:14:12Eugen: wirklich betrifft, also die Wissenschaftlerinnen und die Politikerinnen, sondern halt die Allgemeinheit, wo es da auch
- 1:14:18Eugen: wenn wir das positiv sehen, ist das ja auch eine tolle Möglichkeit, dass solche Themen wirklich an eine große Öffentlichkeit kommen.
- 1:14:25Eugen: Ja, ich meine, ein Beispiel, das wir jetzt haben.
- 1:14:27Eugen: Machen wir das nächste Riesenfass auf.
- 1:14:28Eugen: Ist KI künstliche Intelligenz?
- 1:14:30Eugen: Das Lustige ist ja, dass wir alle und die wenigsten von uns sind jetzt Informatikerinnen eine Meinung zu künstlicher
- 1:14:36Eugen: Intelligenz haben und was die gefahren sind, weil wir sofort an alle verrückt gewordenen künstliche Intelligenzen aus der
- 1:14:43Eugen: Populärkultur denken und an die Asimovschen Regeln der Robotik.
- 1:14:47Eugen: Und was da die gefahren sind.
- 1:14:48Eugen: Und das.
- 1:14:49Arno: Arno: Weißt du übrigens, wie bei Alien Die KIs auf den Schiffen heißt.
- 1:14:53Eugen: Eugen: Mother.
- 1:14:55Arno: Arno: Und Father auch.
- 1:14:57Eugen: Eugen: Ah ja, das ist natürlich das Pendant, kann dann aber das erste ist, glaube ich.
- 1:15:00Eugen: Oder gab es deinen Vater auch im ersten Teil?
- 1:15:02Eugen: Nee.
- 1:15:03Arno: Arno: Und natürlich dann eben die Cyborgs, die man ja auch als künstliche Intelligenzen bezeichnen kann.
- 1:15:09Eugen: Eugen: Genau. Es stimmt, wir haben die künstliche Intelligenz.
- 1:15:11Eugen: Auch in Alien ist wirklich alles drin.
- 1:15:13Eugen: Alles. Also ich finde, du hast recht.
- 1:15:15Eugen: Wir müssen einen Alien Sammelband anstoßen.
- 1:15:18Eugen: Ja.
- 1:15:19Arno: Arno: Okay. Ich nehme dich beim Wort.
- 1:15:21Arno: Was ich hier, was ich auch noch ansprechen wollte, eben.
- 1:15:25Arno: Antragserotik wäre auch der Punkt der Transmedialität, weil wir haben hier eine riesen Franchise oder eine IP, also
- 1:15:33Arno: Intellectual Property.
- 1:15:35Eugen: Eugen: Aber total die Begriffe aus dem Kapitalismus übernommen und Der Kapitalismus aus der freien Marktwirtschaft.
- 1:15:41Eugen: Es geht nicht mehr um Ideen und Mythen, sondern von von Brands und Trademarks.
- 1:15:49Eugen: Property, das Eigentum.
- 1:15:50Eugen: Diese Vorstellung ist schon so alt, da sträuben sich mir die Haare.
- 1:15:53Arno: Arno: Aber uns gehören ja nicht mal mehr die Spiele auf der Konsole.
- 1:15:57Arno: Ja, ja, ja. Und was, was ich halt schon wirklich beeindruckend finde, ist, dass wir hier nicht nur Filme haben, wir haben,
- 1:16:05Arno: sondern bald auch Serien.
- 1:16:06Arno: Wir haben Comics, wir haben.
- 1:16:08Arno: Was haben wir noch alles?
- 1:16:10Arno: Hilf mir mal auf die Sprünge.
- 1:16:11Eugen: Eugen: Es gibt sicher ein Buch zum Film aus den 80er Jahren.
- 1:16:14Arno: Arno: Es gibt sicher Romane
- 1:16:14Eugen: Eugen: Bei Bastei Lübbe rausgekommen.
- 1:16:16Arno: Arno: Fanfiction. So erotische Fanfiction.
- 1:16:19Arno: Was? Was?
- 1:16:20Arno: Das Herz begehrt.
- 1:16:21Eugen: Eugen: Alien-Pornographie. Ganz sicher.
- 1:16:23Arno: Arno: Ganz sicher. Und das fände ich auch einen spannenden.
- 1:16:27Arno: Einfach mal spannend anzuschauen, wie sich das entwickelt hat.
- 1:16:30Arno: Also rein medienhistorisch einerseits, aber was das auch medienwissenschaftlich Den historisch bedeutet beim Transfer von
- 1:16:41Arno: Kernnarrativen aus Alien aus dem ersten Teil dann eben in die anderen Medienformen hinein.
- 1:16:48Arno: Also bedeutet das zum Beispiel, was wir ja vorhin auch schon mal angesprochen haben, eine Abstraktion von diesen
- 1:16:53Arno: Erzählerzählungen, die wir da haben, wie bei den Piraten halt.
- 1:16:58Arno: Oder passiert, da war was ganz anderes, werden die ganz neu erzählt?
- 1:17:02Arno: Oder es gibt.
- 1:17:03Eugen: Eugen: Ja diese Rückbewegung, diese Rückbesinnung, die jetzt im neuesten Film, aber auch im Alien Isolation, da gab es ja vorher schon
- 1:17:09Eugen: einige Spiele, die du jetzt alle uns natürlich aufzählen kannst.
- 1:17:13Eugen: Aber was ich noch weiß davor gab es unter anderem dieses Alien Colonial Marines, ein furchtbarer First Person Shooter.
- 1:17:18Eugen: Da ging es eigentlich immer um diesen, den zweiten Teil und wir erschießen viele Aliens, was alles recht belanglos war und dass Alien
- 1:17:25Eugen: Isolation war das erste, das diese über.
- 1:17:27Eugen: Also da hat man keine. Man hat keine Möglichkeit das Alien zu töten.
- 1:17:30Eugen: Man kann einen Flammenwerfer ist aufhalten kurz aber sonst ist man total total unterlegen.
- 1:17:35Eugen: Und diese Rückbesinnung auf den zentralen Moment des ersten Teils haben wir jetzt in einem Film und in einem Spiel.
- 1:17:42Eugen: Es wäre noch interessant, sich die Graphic Novels anzuschauen, aber ich glaube, da gibt es auch einiges.
- 1:17:47Eugen: Ja.
- 1:17:48Arno: Arno: Glaube ich auch. Also Sammelband ist verabredet.
- 1:17:52Arno: Call kommt bald.
- 1:17:55Eugen: Eugen: 2028.
- 1:17:57Arno: Arno: Jetzt schon schneller.
- 1:17:58Arno: Vielleicht machen wir auch so eine online Tagung dazu.
- 1:18:01Arno: Könnte ich mir auch vorstellen. Das wäre vielleicht ein bisschen niederschwelliger.
- 1:18:04Arno: Jedenfalls ich habe große Lust, da was zu machen, einfach weil's so unfair.
- 1:18:09Arno: Also dieses Universum, das ist halt so, das hat so viele verschiedene Ebenen und Zweige und Wurzeln und weiß ich nicht
- 1:18:19Arno: was. Ich finde das wirklich faszinierend, dass und das hat auch echt genau deswegen Spaß gemacht, sich den ganzen Quatsch noch
- 1:18:26Arno: mal anzuschauen.
- 1:18:28Eugen: Eugen: Also ich glaube bei der Publikation macht das total Sinn, sich auf das Alienuniversum zu konzentrieren, weil jetzt können wir es
- 1:18:34Eugen: übernehmen. Es ist eine Marke, die sehr gut funktioniert und zieht, glaube ich.
- 1:18:38Eugen: Also da können wir das Interesse von vielen wecken.
- 1:18:40Eugen: Für einen Forschungsantrag.
- 1:18:41Eugen: Glaube ich, würde ich mich mehr auf die auf die Mythen dahinter, auf einzelne konzentrieren.
- 1:18:46Eugen: Wobei halt die Transmedialität auch schon sehr spannend, aber ich glaube, das beschäftigt uns ja auch schon so lange.
- 1:18:51Eugen: Also die entweder die Evil Corporation oder Matt Science oder halt die künstliche Intelligenz.
- 1:18:55Eugen: Auch da hatten wir schon Antragsideen, wenn ich mich richtig erinnere.
- 1:19:00Eugen: Und das sind ja alles drei sehr, sehr heiße und sehr, sehr zeitrelevant, also gesellschaftspolitisch relevante Themen, die
- 1:19:08Eugen: man wirklich einmal ordentlich bearbeiten müsste.
- 1:19:11Arno: Arno: Beim Sammelband hätte ich ein bisschen die Sorge, dass sich die Leute wirklich nur auf was weiß ich, die ersten drei Filme und dann
- 1:19:18Arno: vielleicht noch die den Prometheus oder so konzentrieren, dann aber fast gar nichts zu den Spielern.
- 1:19:25Eugen: Eugen: Alle nicht genommen. Es wird. Es wird gezwungen, einen Nachweis von allen Autorinnen, dass sie alle Filme gesehen
- 1:19:31Eugen: haben, außer Alien versus Predator.
- 1:19:34Eugen: Das kann ich jetzt schon versprechen.
- 1:19:37Eugen: Also ist alles okay?
- 1:19:39Eugen: Okay, ich hole nach.
- 1:19:42Arno: Arno: Bei Alien versus Predator fand ich in dem ersten Teil.
- 1:19:46Arno: Also das ist natürlich großer Humbug und Quatsch, aber ich meine, wir gucken hier jetzt bei Alien auch keine Dokumentationen
- 1:19:51Arno: an, also ist jetzt auch nicht.
- 1:19:53Arno: Und diese Idee, dass im antarktischen Eis in der Tiefe irgendwo eine große Pyramide gebaut wurde, als
- 1:20:03Arno: Kampfarena von den Predators, die aber auch gleichzeitig der Prototyp für alle anderen Pyramidenformen in den ganzen
- 1:20:12Arno: großen Kulturen der Erdgeschichte oder der Menschheit erklärt.
- 1:20:16Eugen: Eugen: Weil auf so eine Pyramide kommt man einfach nicht.
- 1:20:18Eugen: Das ist so eine abwegige geometrische Form.
- 1:20:21Eugen: Das ist ja, das ist also das ist das ist einfach unmöglich, dass sie irgendwie mehrere Leute gleichzeitig drauf kommen.
- 1:20:26Arno: Arno: Aber das fand ich, fand ich einfach ein interessantes und nettes Setting.
- 1:20:30Arno: Und hier spielt natürlich auch der Archäologe oder der Historiker.
- 1:20:34Arno: In diesem ersten Teil zumindest eine relativ große Rolle.
- 1:20:37Arno: Auch wenn er überlebt Er natürlich nicht.
- 1:20:40Eugen: Eugen: Das hätte mich ja sehr gewundert.
- 1:20:42Eugen: Indiana Jones ist der einzige Archäologe, der überlebt.
- 1:20:45Arno: Arno: Ja. Und Lara Croft.
- 1:20:46Eugen: Eugen: Und Lara Croft? Ja, stimmt.
- 1:20:48Eugen: Die ist ja eigentlich Archäologin. Und schon wieder vergessen?
- 1:20:50Arno: Arno: Ja, die arbeiten ja beide eher, sagen wir mal, also longue duree ist bei denen nicht so angesagt.
- 1:20:57Eugen: Eugen: Ach ja, nächstes Thema.
- 1:20:58Eugen: Gut, gut, gut.
- 1:21:00Eugen: Ja, das ist.
- 1:21:01Eugen: Ich glaube, das ist ein Thema.
- 1:21:02Eugen: Das wird uns noch weiter begleiten und uns zusammenhalten.
- 1:21:06Eugen: Auch diese. Diese Faszination dafür.
- 1:21:09Eugen: Also ich finde das sehr schön, dass wir hatten ja eigentlich anderes geplant anfangs für heute zu besprechen, aber ich finde, das
- 1:21:14Eugen: hat sich sehr, sehr gut ergeben.
- 1:21:15Eugen: Da glaube ich, können wir auch versprechen, dass weitere Weiteres daraus entstehen wird.
- 1:21:20Eugen: Ja.
- 1:21:21Arno: Arno: Wie gesagt, der Call kommt bald.
- 1:21:27Arno: Ich sehe schon die Schweißperlen von Eugens Stirn tropfen.
- 1:21:33Eugen: Eugen: Nein, ich sag ja immer zu.
- 1:21:34Eugen: Und dann bin ich. Dann ist es irgendwann immer zu viel.
- 1:21:36Eugen: Aber. Aber das macht ja Spaß.
- 1:21:39Eugen: Ja. Ich sagte gerade, ich sehe auf die uhr.
- 1:21:41Eugen: Und ich glaube, wir schaffen es unter 90 Minuten.
- 1:21:44Eugen: Behaupten wir einfach, dass 90 Minuten das Ziel ist.
- 1:21:47Arno: Arno: 90 ist das neue 60?
- 1:21:49Eugen: Eugen: Ja, genau. Ich finde das eine gute.
- 1:21:53Eugen: Wir haben einen guten Abschluss gefunden.
- 1:21:55Eugen: Es kommt praktisch etwas raus.
- 1:21:56Arno: Arno: Ich finde, 90 ist das Neue.
- 1:21:57Arno: 60 ist auch ein wunderbarer Episodentitel.
- 1:22:00Eugen: Eugen: 90? Ja. Ich finde, dass ein wunderschöner Episodentitel.
- 1:22:03Eugen: Ich sag jetzt nichts weiter dazu.
- 1:22:05Eugen: Den nehmen wir.
- 1:22:06Arno: Arno: Man hat ja das Glück, dass wir in der Wissenschaft auch immer durch Untertitel, die dann fünf Sätze lang sind und eine Fußnote
- 1:22:14Arno: haben können und eine Fußnote haben.
- 1:22:15Arno: Da können wir alles präzisieren.
- 1:22:18Arno: Also ich würde sagen, wir packen es für heute an dieser Stelle.
- 1:22:23Arno: Eugen Es war ein.
- 1:22:24Eugen: Eugen: Let it wrap it up.
- 1:22:25Arno: Arno: Es war unglaublich schön und lustig und inspirierend mal wieder mit dir und wir sprechen uns in einem Monat wieder.
- 1:22:34Arno: Und ihr da draußen könnt alle Informationen, die wir irgendwie zu dieser Folge zusammensuchen können, findet ihr dann
- 1:22:43Arno: wirklich in den Shownotes.
- 1:22:45Arno: Lasst uns gerne Nachrichten oder Kommentare da, egal wo er uns findet und empfiehlt uns auch gerne weiter.
- 1:22:52Arno: Wir freuen uns über jedes neue Ohr, das unserem Podcast lauscht, unserem kleinen süßen Kuschel Podcast.
- 1:23:00Arno: Macht's gut, ihr Lieben. Tschüss.
- 1:23:02Arno: Was wolltest du sagen?
- 1:23:04Eugen: Eugen: Ich wollte mich auch verabschieden, aber lass es.
- 1:23:06Arno: Arno: Nachdem wir schon den Einstieg so versaut haben, machen wir jetzt den Ausstieg auch noch irgendwann.
- 1:23:12Eugen: Eugen: In Folge 40 oder so kriegen wir das hin.
- 1:23:14Eugen: Ich wollte mich einfach nur bei dir bedanken.
- 1:23:15Eugen: Ich fand das. Ich genieße diese dieser Stunde Stunden mehr Zeit sehr.
- 1:23:22Eugen: Immer wenn ich.
- 1:23:23Eugen: Das Gefühl habe ich, dass da auch sehr viel weiter geht.
- 1:23:25Eugen: Und ich habe mich auch sehr gefreut, deinen Text jetzt mal zur Hälfte zu lesen.
- 1:23:28Eugen: Die andere Hälfte werde ich auf jeden Fall lesen, weil wie gesagt, Einleitung.
- 1:23:30Eugen: Für die Monographie und auch unsere Hörerinnen wollte ich darauf nochmal hinweisen.
- 1:23:35Eugen: Ich werde schauen, dass wir die irgendwie verfügbar machen.
- 1:23:38Eugen: Die Texte vielleicht auch über meinen Blog, wo ich jetzt früher auf diesen neuen Podcast hinweisen werde, als ich es die letzten Male
- 1:23:46Eugen: gemacht habe.
- 1:23:48Arno: Arno: Ja, aber drei Tage vor dem neuen ist ja auch echt okay.
- 1:23:51Eugen: Eugen: Es ist okay. Genau.
- 1:23:53Eugen: Ja, dann auch von mir ein herzliches Danke an dich und an die Hörerinnen und bis nächsten mal.