Latest / Kritische Controller / Wahn, Baguette und Schwarze Augen
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- 0:06Intro/Outro: Intro/Outro: Kritisch. Bitte schön. Bitte schön.
- 0:25Intro/Outro: Oh.
- 0:36Eugen: Eugen: Hi, Arno.
- 0:37Arno: Arno: Hallo, Eugen. Ich bin heute ein bisschen heiser.
- 0:42Eugen: Eugen: Aber faule Ausrede für die sexy Stimme.
- 0:45Eugen: Das ging nämlich jetzt wirklich von null auf 100.
- 0:47Eugen: Plötzlich, nach dem Aufnahmebutton, war schon die sechste Stimme da. Bewundernswert.
- 0:51Eugen: Also da sind wir wieder. Wir haben nicht ganz den Monatsrhythmus eingehalten,
- 0:56Eugen: aber ehrlich gesagt.
- 0:58Arno: Arno: Haben wir nicht.
- 0:59Eugen: Eugen: Nein, ich meine nicht.
- 1:00Arno: Arno: Vor vier Wochen noch die wunderbare Folge von dir und Aurelia.
- 1:04Eugen: Eugen: Das stimmt. Insofern haben wir auch den.
- 1:08Eugen: Ich muss es dann im Nachhinein als Liste anschauen. Aber es ist ja auch nicht so wichtig, weil es ist immerhin schon die 13.
- 1:13Eugen: Folge und das macht mich schon glücklich, dass wir so einen langen Atem haben. Das ist jetzt eineinhalb Jahre.
- 1:18Eugen: Arno Eugen Podcast.
- 1:21Arno: Arno: Jo mei, ist denn schon Weihnachten.
- 1:23Eugen: Eugen: Und und Weihnachten? Also das ist die Weihnachtsfolge, ein Geschenk an uns und an alle,
- 1:29Eugen: die uns zuhören. Und was machen wir heute?
- 1:32Eugen: Wir lesen, oder? Ja, also Arno, ich hoffe, du hast dann auch irgendwann wieder gelesen,
- 1:37Eugen: aber wir besprechen einen Text drüber geflogen.
- 1:39Eugen: Arno, den ich jetzt auch gelesen habe mit dem wunderschönen Titel Approximity to Death to Overwhelming Madness.
- 1:47Eugen: Ein Zitat kannst du gleich nachher sagen, wo das her ist.
- 1:51Eugen: Ich vermute aus dem Horrorspiel Outlast, weil es geht um das Horrorspiel Outlast und die Stigmatisierung psychischer Störungen.
- 1:59Eugen: Ja, also das wäre unser Hard Work Teil, den wir besprechen.
- 2:02Eugen: Dann würde ich schauen, dass ich vor allem dich reden lasse. Weil immerhin sind die Gedanken von dir und stell nur hin und wieder Fragen Im
- 2:09Eugen: Software reden wir wieder über die Spiele, die wir gespielt haben.
- 2:13Eugen: Serien, die wir geschaut haben, Bücher, die wir gelesen haben. Bei mir ist das vor allem Clair obscure.
- 2:18Eugen: Das kann ich auch erklären, wie ich dazu kam, das Spiel zu spielen, weil ich glaube,
- 2:22Eugen: sonst, wenn wenn wir nicht unsere Spielrunde gehabt hätten, hätte ich das Spiel für die nächsten Jahre noch nicht angerührt.
- 2:30Eugen: Und schließlich In der Antragserotik geht es gar nicht so sehr um die vielen Anträge,
- 2:35Eugen: die wir gerade vorbereiten. Viele Anträge geht es nämlich einen Call for Articles von mir und der Lena Falkenhagen
- 2:45Eugen: zur Ideengeschichte im schwarzen Auge.
- 2:49Eugen: Gut, also das wär's. Wir haben uns heute zu Weihnachten geschenkt, dass wir nicht brutal die 60 Minuten versuchen einzuhalten.
- 2:56Eugen: Unter 120 Minuten wäre gut, weil ich muss noch andere Sachen auch machen.
- 2:59Eugen: Und wie ich dich kenne, Arno. Du auch.
- 3:01Eugen: Und dann haben wir ja auch noch Familie und Hunde.
- 3:04Arno: Arno: Und Anträge.
- 3:05Eugen: Eugen: Und. Ja, genau, Ich setze mich. Ich gehe nachher nämlich wirklich auch gleich wieder ans Antragschreiben. So,
- 3:11Eugen: let's start approximity to death to overwhelming madness.
- 3:17Eugen: Wo ist das Zitat her?
- 3:19Arno: Arno: Das Zitat ist aus Outlast. Das ist ein Horrorspiel aus dem Jahr 2013.
- 3:26Arno: Ich habe auch schon hier und da über das Spiel geschrieben, in anderer Form,
- 3:33Arno: unter anderem auch mit dem Stefan Simond und hier.
- 3:37Arno: Das ist quasi eine Verschriftlichung von einem Vortrag, den ich vor, ich glaube zwei Jahren in Berlin gehalten habe zu einer Tagung zum Thema
- 3:46Arno: Mental Health in Literatur, Populärmedien und Medizin.
- 3:50Arno: Dazu ist jetzt der Tagungsband erschienen, herausgegeben von Marcella Fazio,
- 3:56Arno: die da ganz tolle Arbeit geleistet hat.
- 3:58Arno: Und ja, und ich hatte das vor allem deshalb vorgeschlagen, weil ich überlege,
- 4:04Arno: gerade so ein bisschen zum Ersten Mal ernsthaft das in Monografie Form zu pressen.
- 4:09Arno: Und ich habe hier in diesem Artikel drei theoretische Vektoren in den Raum geworfen,
- 4:17Arno: die mit plus vielleicht ein, zwei anderen noch dann so ein Grundgerüst für so eine Monografie zu Krankheiten in digitalen
- 4:26Arno: Spielen anbieten könnten.
- 4:27Eugen: Eugen: Das fände ich sehr cool. Also das musst du unbedingt machen. Das Buch jetzt dazu schreiben.
- 4:32Eugen: Das ist überhaupt so, ich würde sagen, jetzt ist ja auch Jahreswechsel und gute Vorsätze sind angesagt.
- 4:38Eugen: Und mein guter Vorsatz für mich und den gebe ich dir jetzt einfach auch mit Bücher schreiben,
- 4:43Eugen: keine Papers mehr oder ein Buch schreiben.
- 4:46Eugen: Wir müssen ja auch nicht übertreiben.
- 4:47Arno: Arno: Ja, ich habe im Moment noch ganz viele Paper versprochen.
- 4:50Arno: Du wahrscheinlich auch.
- 4:51Eugen: Eugen: Nur noch eins werde besser.
- 4:55Arno: Arno: So drei vier, glaube ich, die ich also in den nächsten sechs Monaten, sage ich mal schreiben muss.
- 5:01Eugen: Eugen: Nein, bei mir ist es nur eins und dann Buch, Buch, Buch.
- 5:05Eugen: Und das Buch wäre nämlich, finde ich auch sehr schön. Und das ist ja also wirklich mach es,
- 5:11Eugen: weil das das Thema ist deins und in meiner Wahrnehmung werden wird auf Bücher doch schneller zurückgegriffen.
- 5:17Eugen: Merke ich auch bei der Recherche. Aber Papers findet man schneller online. Aber die Sachen, die man eher zitiert, sind Bücher,
- 5:22Eugen: weil da auch die Gedankengänge ausgebaut sind. Egal. Ich möchte jetzt nicht der monologisieren, sondern gehen wir wieder zurück. Outlast war
- 5:28Eugen: witzigerweise nicht in unseren Horror Gamepolitics Projekt drin.
- 5:31Eugen: Also es war in der Liste. Nein, Doch, du hast.
- 5:34Arno: Arno: Es.
- 5:35Eugen: Eugen: Also. Aber gut, dann andersherum es es gibt eine Fallstudie zu Outlast in auf dem Blog.
- 5:41Eugen: Auch HGP gibt es dort auch vom Arno. War das das erste Mal, dass du Outlaws gespielt hast?
- 5:50Arno: Arno: Ja, schon. Ich habe es jetzt auch für den Artikel nicht noch mal gespielt,
- 5:55Arno: weil es mir zu unheimlich ist. Es ist halt nur schon krass, Aber ich habe dann eben auch sehr viel auf so kommentarlose Let's Plays und so
- 6:02Arno: zurückgegriffen, um so die Erinnerung noch mal ein bisschen herauszuholen.
- 6:06Arno: Gerade bei so Inhaltsanalysen ist ja vieles auf Ästhetiken, auf Narrative und so konzentriert.
- 6:13Arno: Deswegen geht das relativ gut Und das, was die das Gameplay angeht, das hatte ich noch ziemlich gut in Erinnerung.
- 6:19Eugen: Eugen: Die Panik, die Panik war noch da.
- 6:22Arno: Arno: Die Panik ist noch da. Es gibt auch da ganz tolle Videos von Leuten, die dann quasi in den Bildschirm schreien.
- 6:28Arno: Wenn dann die irren Insassen auf einen losgehen und so.
- 6:32Eugen: Eugen: Vielleicht bevor wir in die Theorie uns reinwerfen.
- 6:36Eugen: Also dein Text teilt sich in den theoretischen Vorteil, wo du diese drei Vektoren vorstellst und dann es anhand von Outlaws durchexerziert.
- 6:44Eugen: Oder weißt du was? Ich überlasse dir die Wahl.
- 6:46Eugen: Willst du jetzt schon Outlaws vorstellen Oder sollen wir erst mal ein bisschen über Theorie reden? Dann stellst du Outlast vor und dann machen
- 6:52Eugen: wir es so wie im Paper machen.
- 6:54Arno: Arno: Nur ich kann jetzt ganz kurz sagen, worum es in dem Spiel geht und dann gucken wir,
- 7:00Arno: was passiert. Also Outlast, wie gesagt, ist ein Spiel aus 2013 und 2013.
- 7:08Arno: Wir erinnern uns, es war der Höhepunkt der Whistleblower Hysterie in den Medien mit Snowden.
- 7:15Arno: Und wie hieß noch mal die Plattform über die immer schon Wikileaks?
- 7:20Arno: Genau. Ich habe schon schaut, das ist schon so weit weg und total vergessen.
- 7:25Eugen: Eugen: Muss ich gestehen.
- 7:27Arno: Arno: Ja, der wohnt jetzt doch in Moskau, oder?
- 7:30Eugen: Eugen: Diese googeln wir, bevor wir.
- 7:34Arno: Arno: Uns weiter. Genau.
- 7:35Eugen: Eugen: Du gehst.
- 7:36Arno: Arno: Da habe ich jetzt den historischen Hintergrund. Aber das ist jedenfalls so ganz grob Auch der zeithistorische Hintergrund,
- 7:42Arno: vor dem das Spiel erschienen ist, muss man vielleicht mitdenken.
- 7:46Arno: Das erklärt nämlich auch, warum man einen Whistleblower spielt bzw einen Journalisten,
- 7:53Arno: der aufgrund eines Whistleblowers nach ich glaube Montana in ein ehemalige Psychiatrie einsteigt des Nachts.
- 8:02Arno: Also wie immer dieses klassische Horrorspiel.
- 8:05Arno: Da wo es dunkel und schrecklich ist, da laufen die Leute erstmal hin und wie sollte es anders sein,
- 8:12Arno: die Psychiatrie ist mitnichten verlassen, sondern es blüht das wahnsinnige Leben darin.
- 8:20Arno: Und es stellt sich heraus, es gibt eine wie immer in solchen Spielen auch Evil Corporation,
- 8:28Arno: die dort Experimente an Menschen durchführt, die so was wie eine Art Supersoldaten erschaffen will,
- 8:35Arno: indem sie einen Schwarm von Naniten, also Nanorobotern, entwickelt, mit denen der dann von bestimmten
- 8:45Arno: Personen kontrolliert werden kann, was eine furchtbare Waffe ist. Und so weiter und so fort. Also diese ganzen klassischen Narrative
- 8:52Arno: Science Evil Corporations, die spielen eine ganz große Rolle.
- 8:57Arno: Und es gibt sogar natürlich auch den Erfinder dieser Technologie, was natürlich ein Naziwissenschaftler ist,
- 9:04Arno: der darüber.
- 9:06Eugen: Eugen: Hinaus.
- 9:06Arno: Arno: Genau der über die Operation. Wie heißt der?
- 9:09Arno: Operation Paperclip. Dann nach dem Nationalsozialismus in die USA gekommen ist.
- 9:16Arno: Cia usw. Das glaube ich, sollten.
- 9:18Eugen: Eugen: Wir kurz vorstellen. Machst du das?
- 9:20Arno: Arno: Mach du das ruhig. Sonst rede ich ja die ganze Zeit.
- 9:23Eugen: Eugen: Ja, also Paperclip war gut. Jetzt habe ich mich auch nicht nochmal eingelesen,
- 9:28Eugen: aber kurz zusammengefasst im Kalten Krieg. Also es ging ja schnell mit Konflikt weiter.
- 9:32Eugen: Nach dem zweiten Weltkrieg, also von den Nazis, wurde dann plötzlich innerhalb weniger Wochen,
- 9:37Eugen: Monate, Tage der Erzfeind, der Kommunismus wieder und die Sowjetunion.
- 9:42Eugen: Und dann hat man gemerkt in den USA, dass es da ja einiges an Potenzial gibt in Deutschland,
- 9:49Eugen: das man verwenden könnte. Also nicht nur in den USA. Ich weiß auch nicht mehr, wer angefangen hat. Das ist, glaube ich, relativ
- 9:54Eugen: zeitgleich geschehen. Also je nachdem, in welcher Besatzungszone man war, Als deutscher verrückter Wissenschaftler wurde man
- 10:01Eugen: dann angeheuert von der Seite. Und ich weiß es nicht.
- 10:05Eugen: Für mich ist die Figur von Wernher von Braun, der ja auch das Raketenprogramm der USA mitinitiiert hat.
- 10:11Eugen: Ich weiß nicht, ob der aus diesem Projekt da ist, aber ungefähr in diese Richtung geht es.
- 10:16Eugen: Und das waren also da wurden auch einige durchaus belastete Wissenschaftlerinnen dann einfach in den Dienst des Klassen,
- 10:25Eugen: nicht des Klassen ja, in der Sowjetunion, des Klassenkampfes und in den USA im Dienst des Kampfes für die Freiheit vor den Wagen gespannt.
- 10:32Eugen: Also das ist auch ein sicher populärkultureller Mythos geworden.
- 10:37Eugen: Was halt vor allem davon geblieben sind, ist es sind die wahnsinnigen Naziwissenschaftler,
- 10:41Eugen: die dann auf die Gesellschaft in den USA freigelassen werden wie der Doktor.
- 10:47Eugen: Ich nehme an, dass Doktor.
- 10:49Arno: Arno: Ja, ist er. Dr. Rudolf. Gustav Wernicke.
- 10:52Eugen: Eugen: Okay. Erzähl mal von Dr. Wernicke.
- 10:55Arno: Arno: Ja. Du hast ja jetzt schon viel gesagt.
- 10:57Arno: Der ist eben, ähm. Ja. Über diese Operation.
- 11:01Arno: Paperclip zu eben. Markoff Corporation.
- 11:04Arno: Das ist die Evil Corporation, in die USA gestoßen.
- 11:07Arno: Und es sind dann zum Beispiel die Erfahrungen Wernekes mit dem Holocaust, die überhaupt diese Technologie ermöglichen.
- 11:15Arno: Der nämlich davon ausgeht, dass man einen gewissen Wahnsinn braucht, was ja schon an sich ziemlich hanebüchen ist,
- 11:25Arno: damit ja diese Technologie überhaupt aktiviert und gesteuert werden kann.
- 11:29Eugen: Eugen: Genau.
- 11:30Arno: Arno: Er hat da ein.
- 11:31Eugen: Eugen: Opfer, die das steuern oder Opfer von Experimenten, die eben traumatisiert werden müssen,
- 11:36Eugen: zuerst damit sie dann funktionierende Nanobots.
- 11:40Arno: Arno: Werden.
- 11:40Eugen: Eugen: Bewusst.
- 11:41Arno: Arno: Traumatisiert und dem persönlichen Horror ausgeliefert.
- 11:45Arno: Und aus diesem Trauma heraus wird dieser sogenannte Wallrider aktiviert und gesteuert.
- 11:52Arno: Und das ist dann eben eine ganz furchtbare Waffe, die ja dann da rumfliegen kann und die Menschen umbringen kann usw.Und das
- 12:01Arno: ist dieser Journalist, der hat eben gehört, dass obskure Experimente eben in dieser Psychiatrie stattfinden und ist dort
- 12:11Arno: eingebrochen und dann entwickelt sich im Laufe seines Einbruchs er kann natürlich nicht wieder raus,
- 12:17Arno: so ein bisschen dieses Narrativ, dass er nach und nach ganz klassisch Dokumente,
- 12:23Arno: Akten usw findet, in denen die genau diese Prozesse geschildert werden, trifft dann sowohl auf furchtbare wahnsinnige
- 12:32Arno: Insassen, die ihnen dann angreifen wollen, aber eben auch solche, die eigentlich nur in der Gegend stehen und irgendwas vor sich hinmurmeln
- 12:39Arno: oder eben auch Informationen von sich geben.
- 12:42Arno: Und am Ende ist dann nicht ganz klar, als er ausbrechen will, ob auch dieser Prozess der eigenen
- 12:51Arno: Traumatisierung dann also von Mal zu Mal, weil er eben so viele schreckliche Dinge sieht,
- 12:56Arno: dazu führt, dass er möglicherweise selbst zum Träger dieses Wallriders wird.
- 13:02Eugen: Eugen: Nur ganz kurz zur Einordnung des Spiels. Auch ich habe es nur mal angefangen,
- 13:06Eugen: aber wenn ich mich richtig erinnere, ist es ja kein First Person oder Third Person Shooter oder überhaupt gegeben,
- 13:13Eugen: sondern man ist unbewaffnet.
- 13:15Arno: Arno: Genau. Es ist ein First Person Survival Horror Game.
- 13:19Arno: Ja, ja, das macht natürlich auch die Spannung und den Horror eben in diesem Spiel aus,
- 13:24Arno: dass du eigentlich außer einer Taschenlampe gar nichts hast.
- 13:28Arno: Keine Taschenlampe, sondern eine Kamera mit Nachtsichtgerät.
- 13:32Arno: Und dafür musst du dann eben Batterien und so was suchen.
- 13:36Eugen: Eugen: Ich liebe Batterien. Sucher spielen.
- 13:38Arno: Arno: Ja. Und wie viele Batterien auch in so einer Psychiatrie.
- 13:41Arno: Überall verteilt. Wahnsinn.
- 13:42Eugen: Eugen: Okay, gut. Du hast die Bühne vorbereitet.
- 13:45Eugen: Dann werfen wir uns doch in dein theoretisches Gerüst rein.
- 13:49Eugen: Und die drei Vektoren? Die, die da sind.
- 13:52Eugen: Und das lasse ich schon dich vorstellen.
- 13:53Arno: Arno: Also ich habe mir für diesen Beitrag oder auch damals für diesen Vortrag überlegt.
- 13:58Arno: Eigentlich kann man das Ganze unter drei Vektoren betrachten, die das Ganze aus die schon zusammenhängen,
- 14:06Arno: aber die das Ganze aus verschiedenen Perspektiven sozusagen rahmen.
- 14:10Arno: Das eine ist das kollektive Gedächtnis.
- 14:12Arno: Das ist ja auch was, was uns ständig in unseren Forschungen, ja auch dir über den Weg läuft.
- 14:19Arno: Also das einfach über Diskurse in Computerspielen, ja, bestimmte Formen von Erinnerungen,
- 14:27Arno: von Kultur, von gesellschaftlichen Annahmen und Wissensformationen über solche Spiele transportiert werden.
- 14:36Arno: Das ist sicher ein Punkt, der hier ganz wichtig ist.
- 14:39Arno: Also eben, wenn dann solche Sachen wie Operation, Paperclip oder andere Sachen kommen oder überhaupt ja,
- 14:46Arno: die Psychiatrie als als Setting, da kann man dann eben sehr viele Annahmen und kollektive Betrachtungen
- 14:56Arno: von Psychiatrie und von psychologischen Störungen und Krankheit usw ja herauslesen.
- 15:04Eugen: Eugen: Bleiben wir gleich bei dem Punkt, weil jetzt bist du schon ein bisschen ausführlicher geworden. Also merken wir uns
- 15:09Eugen: einfach vor, es gibt nachher noch zwei andere Vektoren, auf die gehen wir ein, aber dann machen wir doch den jetzt gleich. Also
- 15:14Eugen: du hast schon einiges angesprochen, auch anhand des Spieles kollektives Gedächtnis.
- 15:18Eugen: Wir haben diese Kalter Krieg Nachkriegszeit, wir haben den Holocaust auch mit den Traumata und den den wissenschaftlichen Experimenten der NS
- 15:27Eugen: Medizin und wir haben die Psychiatrie.
- 15:30Eugen: Psychiatrie ist ja überhaupt so ein Thema, an dem du mehr dranhängst.
- 15:35Eugen: Ich versuche mich jetzt zu erinnern. Du hast auch ein paar Filme zitiert. Also es ist ja dieser Topos des Irrenhauses und das ist ja wirklich mehr
- 15:42Eugen: das Irrenhaus. Das ist ja nicht so sehr die Psychiatrie, wo behandelt wird, sondern wo halt die Irren gesammelt werden, findet
- 15:47Eugen: sich nach wie vor in einigen Filmen, meistens aber auch historisiert oder.
- 15:51Arno: Arno: Lustigerweise ist es so, also was heißt lustigerweise Wir feiern just in diesem Jahr das 50-jährige Jubiläum der
- 16:00Arno: Psychiatrie Enquete.
- 16:01Eugen: Eugen: Ich habe keine Ahnung, was das heißt.
- 16:04Arno: Arno: Ja, die Psychiatrie Psychiatrie Enquete war eine Untersuchung des Deutschen Bundestages 1975,
- 16:10Arno: die ja die Zustände in den deutschen psychiatrischen Anstalten aufgedeckt hat und was zu wirklich umfassenden Reformen geführt
- 16:20Arno: hat, die eben auch dazu geführt haben, dass die Psychiatrie heute das ist,
- 16:25Arno: was sie ist. Also die ist eigentlich in größeren historischen Zusammenhang zu sehen von Psychiatrie,
- 16:34Arno: Psychiatrie, kritischen Narrativen und Bewegungen, die so ab den 60er Jahren aufgetaucht sind.
- 16:42Arno: Also auch ein ganz klassischer popkultureller Film dazu ist eben Einer flog über das Kuckucksnest.
- 16:48Arno: Ich weiß gar nicht mehr genau, aus welchem Jahr der ist, Anfang der 70er Jahre.
- 16:53Eugen: Eugen: Und das ist ja auch wieder ein Buch gewesen, das verfilmt wurde.
- 16:55Arno: Arno: Ja, genau, von Ken Kesey und.
- 16:57Eugen: Eugen: Ich schaue gerade oder habe gestern mit der Kathy angefangen zu schauen Girl interrupted,
- 17:01Eugen: was ja auch dann perfekt dazu.
- 17:03Arno: Arno: Passt.
- 17:03Eugen: Eugen: Das ist nämlich auch da habe ich sehr viel an einer flog übers Kuckucksnest denken müssen.
- 17:08Arno: Arno: Noch mal also diese Psychiatrieenquete hat eben dazu geführt, dass Psychiatrie reformiert wurde.
- 17:13Arno: Umfassend. Dass Psychiatrie heute wirklich ein Ort ist, an den Leuten auch geholfen wird und die auch diesen,
- 17:22Arno: ich sag mal ethischen Heilungsauftrag versuchen umfassend umzusetzen mit dem sehr starken Blick auf Autonomie,
- 17:30Arno: auf Patientenwürde usw. Und wenn man sich aber popkulturelle Abbildungen von Psychiatrie anschaut,
- 17:40Arno: ist das meistens so, dass die historisiert werden.
- 17:45Arno: Also selbst wenn die heute spielen, sind das meistens alte Gebäude, sind es meistens von der Ästhetik her ja
- 17:53Arno: Darstellungen, die eben auch 1960 oder so sein könnten.
- 17:57Arno: Und es sind meistens auch Praktiken, die man heute eigentlich gar nicht mehr so findet,
- 18:03Arno: also die eben Folter oder oder Therapien wie Elektroschocks ja zum Beispiel in der Form jedenfalls
- 18:12Arno: zeigen, die menschenunwürdig ist und die die Autonomie der Patienten eben total untergräbt und die rundum im wahrsten Sinne der
- 18:22Arno: Horror ist. Ja und genau.
- 18:26Eugen: Eugen: Verzeihung, jetzt wollte ich gar nicht unterbrechen, aber mir ist gerade eingefallen, diese gezwungene Pilleneinnahme, das ist auch so
- 18:32Eugen: etwas, was ich immer wieder sehe. Sie wollen nicht?
- 18:34Eugen: Und dann haben Sie alle irgendwelche Tricks, um es nicht zu nehmen. Aber das ist auch so ein Topos.
- 18:38Arno: Arno: Ja, ja, und es ist wirklich so auch hier ist dieses diese Psychiatrie, in die man einsteigt,
- 18:47Arno: nach einem echten Vorbild nachempfunden worden.
- 18:50Arno: Das war eine Psychiatrie. Ich habe gerade den Namen vergessen in Chicago.
- 18:55Arno: Wenn ich mich richtig erinnere.
- 18:56Eugen: Eugen: Die ich ich schau mal nach im Text.
- 18:59Arno: Arno: Zumindest von ihrer Fassade her genauso aussah.
- 19:02Arno: Also, und die heute glaube ich so ein Konferenzkomplex ist oder oder ganz anderen Zwecken dient,
- 19:10Arno: die eben vor einigen Jahrzehnten stillgelegt wurde, also die genau dieser Psychiatrie psychiatriekritischen Reformen auch
- 19:20Arno: erlegen ist und zum Stillstand dann zur stille Stilllegung gekommen ist.
- 19:26Eugen: Eugen: Hast du eine Ahnung, woher das kommt?
- 19:28Eugen: Dieses negative Bild der Psychiatrie, das ich so vehement und beharrlich hält in der Populärkultur?
- 19:35Eugen: Weil es sind ja. Mir fallen ad hoc auch einige Computerspiele ein mit böser Psychiatrie von den wirklich grauslichen Psychiatrie,
- 19:43Eugen: so wie hier und auch in Bioshock zwei mit den Experimenten und so bis zu dem etwas perfideren Alan Wake,
- 19:50Eugen: wo wir so einen zumindest in der Fassade ja total nassen Psychiater haben,
- 19:54Eugen: mit schönen Ausblick und sehr hotelig. Aber auch der nutzt seine Patienten Schrägstrich Opfer aus.
- 20:01Arno: Arno: Ja, The Evil Within ist es glaube ich auch.
- 20:04Eugen: Eugen: Oh ja, genau.
- 20:04Arno: Arno: Das ist wirklich was, was rund um noch sehr virulent ist und sehr präsent ist.
- 20:12Arno: Und das ist ja schon faszinierend, weil eigentlich ja darüber auch sehr stark gesteuert wird,
- 20:18Arno: wie wir Psychiatrie wahrnehmen und was eben dann auch zu Stigmatisierungsprozessen stattfinden kann.
- 20:23Arno: Und das ist ein ganz zentraler Punkt, zum Beispiel auch in diesem Spiel, in dem man hier auch kritisieren kann.
- 20:30Arno: Eben dass man dann Insassen hat, die eben nicht dort sind, weil sie geheilt werden sollen,
- 20:36Arno: sondern es sind Menschen, an denen Experimente durchgeführt werden, die darüber eben zu diesen.
- 20:44Arno: Das ist auch ganz wichtig entstellten Monstren werden also die durch Narben und komische Haut,
- 20:51Arno: also dieses grünliche, was man dann dann besonders durch die Nacht Kamera dann sieht und so,
- 20:56Arno: die dann ganz unmenschlich wirken und dieses Unmenschliche.
- 21:01Eugen: Eugen: Dieses Unmenschlichkeit nicht nur im Geiste, sondern sie müssen dann auch so aussehen,
- 21:05Eugen: das ist ja wirklich. Ich weiß nicht aus welcher Periode der Menschheitsgeschichte das ist aber wahrscheinlich schon früher.
- 21:11Eugen: Aber diese Gleichsetzung von hässlich und Böse hat man da wieder ganz stark wieder.
- 21:16Arno: Arno: Und das Abjekte, dieser Zusammenhang wird ganz, ganz stark hier hergestellt Und das ist auch ein zentraler Punkt,
- 21:22Arno: den man wirklich bei dieser eigentlich bei fast allen Horrorspielen, die sich mit psychischer Krankheit,
- 21:29Arno: psychischen Störungen befassen, ja ankreiden kann.
- 21:32Arno: Außer man hat dann so Spiele wie zum Beispiel Hellblade Secret, wo dann wirklich dezidiert die Perspektive der Erkrankten gesucht wird.
- 21:41Arno: Aber sobald quasi der Blick von außen auf solche Charaktere gelenkt wird, ist das meistens eigentlich eine stigmatisierende
- 21:49Arno: Perspektivierung.
- 21:51Eugen: Eugen: Sind wir eigentlich schon fast bei deinem zweiten Vektor bei Normalisierung und Normalismus?
- 21:55Eugen: Ich würde aber gern trotzdem noch zu den kollektiven Gedächtnis fragen Wo kommt das wirklich her?
- 22:00Eugen: Oder warum wird das noch mal so befeuert?
- 22:03Eugen: Die die böse Psychiatrie? Also ich vermute ja doch hinter den meisten Erinnerungsorten Mythen irgendeine Funktion.
- 22:12Eugen: Aber dieses gerade dieses Psychiatrie psychiatriekritische, dass ich zum Beispiel.
- 22:19Eugen: Gemerkt habe. Auch in meiner Familie einfach sehr stark.
- 22:21Eugen: Also ein bisschen unbewusst. Dieses erstmal skeptisch sein.
- 22:27Eugen: Ich meine, eine Grundskepsis ist was Gutes, aber die Frage ist, was befeuert diese Skepsis?
- 22:31Eugen: Und gerade bei Psychiatrie dieser Verdacht, dass eigentlich Psychiater und Psychiaterinnen uns ausnutzen.
- 22:39Eugen: Also ich kann mir vorstellen, dass es halt von dieser Grundangst kommt, dass Menschen das plötzlich da das Unbewusste
- 22:46Eugen: angezapft, also angezapft ist, auch schon wieder falsch untersucht wird, von dem man selbst dann auch Angst hat. Und dann
- 22:51Eugen: die Angst, man verliert die Kontrolle über sich selbst.
- 22:54Eugen: Aber warum ist die Psychiatrie so schlecht? Sehe ich da ein positives Bild in der Populärkultur zu machen? Warum übernehmen wir etwas, was eigentlich
- 23:00Eugen: eins zu eins den Vorwürfen von Scientology entspricht, zum Beispiel?
- 23:05Arno: Arno: Also ich glaube, es ist dieser eben, was du schon ein bisschen so angedeutet hast,
- 23:10Arno: diese Mischung aus Kontrollverlust. Autonomie spielt ja eigentlich in allen Spielen grundsätzlich eine große Rolle.
- 23:16Arno: Und dann, wenn es um Krankheiten oder um den eigenen Körper geht, noch mal mehr.
- 23:24Arno: Ja, also das ist auf jeden Fall auf der einen Seite ein Punkt.
- 23:27Arno: Und das andere ist, glaube ich auch, hat sehr viel mit der Moderne zu tun.
- 23:34Arno: Also die Moderne als die Ära, in der das Rationale ganz, ganz stark in den Vordergrund gedrängt wird und in
- 23:43Arno: der alles kontrolliert sein muss und alles in der eigenen Macht liegen muss.
- 23:48Arno: Und Psychiatrie ist im Prinzip für beides, also Autonomie und Ratio.
- 23:54Arno: Dass die Umgebung, in der beides so ein bisschen entkoppelt wird und man sowohl nicht seiner selbst Herr ist,
- 24:03Arno: also insbesondere wenn sie so negativ dargestellt ist.
- 24:05Arno: Aber eben, es besteht dann auch immer die Angst, dass das man so endet.
- 24:10Arno: Und jetzt habe ich die zweite Hälfte von Was ich sagen soll.
- 24:15Eugen: Eugen: Ist dafür sehr gut. Das finde ich, ist ein sehr spannender Gedanke.
- 24:19Arno: Arno: Also ich glaube, es ist diese Kombination aus Moderne und Autonomie, Denken und auch dem,
- 24:25Arno: was man ja auch immer lernt. Also dass die eigene Würde und das eigene Self Empowerment ja auch ganz wichtig ist,
- 24:32Arno: um in dieser aktuellen modernen Gesellschaft bestehen zu können.
- 24:36Eugen: Eugen: Das finde ich ein guter Gedanke für den ersten Vektor. Machen wir noch die zwei nächsten.
- 24:40Eugen: Also Normalisierung. Hast du auch schon ein bisschen angesprochen mit diesen? Der Normalkörper ist der schöne Körper,
- 24:46Eugen: der ist gesund und unverrückt. Ja, das ist das Gegenteil von verrückt, normal und den nicht
- 24:56Eugen: normalen Körpern, die wo man auch gleich erkennt, was da falsch ist.
- 25:00Eugen: Also es geht darum vorzugeben, was ist normal und was nicht.
- 25:04Eugen: Wie macht das dieses Spiel?
- 25:05Arno: Arno: Du hast es eigentlich schon angesprochen. Also Normalismus ist ein Konzept,
- 25:09Arno: das ja ein Literaturwissenschaftler aus Deutschland, Jürgen Link entwickelt hat.
- 25:15Arno: Und er unterscheidet zwischen zwei Formen von Normalismus.
- 25:18Arno: Seien es der Proto normalismus, der eben ausdrückt, dass durch Diskurse, durch dispositive Institutionen usw
- 25:28Arno: Normalität vermittelt wird. Und das hat man zum Beispiel auch ganz stark in der Medizin,
- 25:34Arno: wenn man zum Beispiel Krankheit anhand von Biostatistiken definiert.
- 25:38Arno: Also alles, was sozusagen in der Gaußschen Normalverteilung in der Mitte ist,
- 25:43Arno: ist normal. Und die Ränder, die sind das, was das Anomale ausmacht, die sind das Krankhafte.
- 25:51Arno: Und gerade dieser Proto normalismus führt eben zu Stigmatisierung, weil er eben sehr stark sagt,
- 25:57Arno: diese Annahmen von was normal ist und was nicht, die sind unverrückbar.
- 26:01Arno: Es gibt ganz feste Annahmen. Und dann gibt es eben, was eher die Spätmoderne ausmacht flexibel normalistische Einstellungen,
- 26:09Arno: die das Ganze so ein bisschen aufweichen, also dass Normalität anders definiert wird.
- 26:16Arno: Vielleicht auch aus einer sehr subjektiveren Perspektive und nicht aus diesem Von außen auf etwas schauen,
- 26:22Arno: sondern die dieses Normalfeld nennt, klingt das dann ja als etwas betrachten,
- 26:29Arno: das zwar diskursiv entwickelt wird, aber eben historisch kontextualisiert zu erklären ist und sich immer wieder verändert und sehr
- 26:38Arno: fluide ist. Und im Spiel trifft eben eigentlich der flexibel normalistische Miles,
- 26:45Arno: der so ein sehr aufgeklärter Typ ist, der ja auch die Wahrheit immer herausbringen will und vermitteln will als Journalist,
- 26:55Arno: Der trinkt eben in einen extrem protonormalistisches Umfeld ein.
- 26:59Arno: Also man hat dann eben die Psychiatrie, wo alles ganz klar ist, wo auch dem Spieler ganz klar so,
- 27:06Arno: da kommt ein riesiger, vernarbter Wahnsinniger auf mich zugestampft und schreit,
- 27:11Arno: sind sinnlose Sachen auf mich ein. Vielleicht gehe ich doch mal besser und verstecke mich im Kleiderschrank oder so und allein dadurch,
- 27:19Arno: dass auch der Meister hier im Prinzip die Position des Spielers auch einnimmt.
- 27:24Arno: Also es wird angenommen, wir als Spieler haben eben auch seine vertreten, seine Werte.
- 27:29Arno: Wir identifizieren uns wortwörtlich mit ihm und wir werden eben mit dieser Welt konfrontiert,
- 27:36Arno: die ja extrem schwarz und weiß ist bzw grün und schwarz mit ein bisschen rot dazwischen,
- 27:44Arno: weil Nachtsichtgerät. Ja genau. Und hier werden dann eben genau diese Werte vermittelt,
- 27:50Arno: die den Wahnsinn als etwas Negatives darstellen.
- 27:53Arno: Und man muss sich dann eben fragen, will das Spiel eher empathisch sein, was es an manchen Stellen andeutet?
- 28:03Arno: Also wenn du dann solche Akten findest, was alles mit den Leuten gemacht wurde oder wie die da unter dieser Situation auch leiden.
- 28:11Arno: Oder weil sie eben protonormalistisch kommunizieren und sagen okay, für das Spiel oder für die Spielmechanik ist es
- 28:18Arno: eigentlich einfacher, wir machen das Böse auf der Seite und das Gute auf der Seite des Spielers.
- 28:25Arno: Und aus dieser Spannung heraus kann man das Spiel dann auch sehr, sehr schön so ein bisschen auseinandernehmen.
- 28:31Eugen: Eugen: Quasi ein bisschen ludonarrative Dissonanz, auch.
- 28:34Arno: Arno: Definitiv.
- 28:36Eugen: Eugen: Gewaltkritischen Gewaltspielen.
- 28:39Arno: Arno: Wobei eben diese, dieses reflektierende, das findet fast ganz im Hintergrund statt.
- 28:47Arno: Das ist ja auch was, was man ganz oft findet.
- 28:49Arno: Es wird dann schon versucht so einen Background Story aufzubauen, die dann nachvollziehbar ist,
- 28:56Arno: aber die letztlich und das merkt man eben daran, dass der Wahnsinn als Wahnsinn,
- 29:02Arno: als darf man nicht verwechseln mit psychischer Störung, sondern Wahnsinn als diskursives Konstrukt hier so dermaßen präsent ist als
- 29:11Arno: das verkörperte Böse, dass es einfach eindeutig eine stigmatisierende Position einnimmt.
- 29:18Eugen: Eugen: Das finde ich das auch sehr gut, aber das heißt, es bliebe uns noch ein dritter Vektor,
- 29:23Eugen: der in Wirklichkeit zwei sind, oder es sind ja zumindest auch zwei.
- 29:27Arno: Arno: Ja, ich habe so ein bisschen differenziert.
- 29:31Eugen: Eugen: Technologien des Selbst genannt, Technologien des Selbst und Selbstoptimierung in dieser Reihenfolge.
- 29:35Arno: Arno: Also Foucault hat ja dieses Konzept, der.
- 29:39Eugen: Eugen: Einen Satz mit Foucault hat ja angefangen, ich weiß nicht.
- 29:43Arno: Arno: Das Jahr geht zu Ende, Weihnachten und so.
- 29:46Eugen: Eugen: Genau jetzt auch ein bisschen Foucault und Derrida.
- 29:49Arno: Arno: Und Luhmann hat mir, glaube ich, auch schon.
- 29:51Arno: Hatten wir wahrscheinlich noch nicht. Kommt aber natürlich auch im Text vor.
- 29:55Eugen: Eugen: Luhmann kommt natürlich vor. Aber Luhmann darfst du das.
- 29:58Eugen: Der ist wichtig für dich. Aber, so Foucault zwischendurch reinwerfen, das ist.
- 30:02Arno: Arno: Ja aber ich muss Foucault hier nennen, weil er einfach alles.
- 30:05Eugen: Eugen: Verkauft hat. Ja, ich. Jetzt machen wir diese Parenthese zu.
- 30:08Eugen: Du. Rede einfach weiter.
- 30:09Arno: Arno: Also bitte. Foucault hat ja dieses Konzept der Biopolitik als erster entwickelt oder eher in den Raum geworfen
- 30:19Arno: und dann haben es andere weiterentwickelt. Und Biopolitik ist das, was man als Umgang einer Ordnungsmacht mit
- 30:29Arno: dem Leben bzw mit den Körpern mit den Menschen bezeichnet.
- 30:33Arno: Also man hat dann eben zum Beispiel ganz dezidiert top down biopolitische Entscheidungen,
- 30:39Arno: die zum Beispiel die Infrastruktur von Städten betreffen.
- 30:42Arno: Haben wir eine Kanalisation? Wenn ja, erhellt, dass die Gesundheit der Menschen eher als wenn wir keine haben?
- 30:49Arno: Zum Beispiel dass so ein ganz ganz basic Beispiel wir haben dann eben auch sowas wie Versicherungspflicht in Deutschland und Österreich
- 30:59Arno: und dass Leute eben krankenversichert sein müssen.
- 31:02Arno: Und das ist so ein. Sind solche Entscheidungen, die dazu führen, dass Menschen natürlich aus Sicht der Moderne viel effizienter arbeiten können,
- 31:12Arno: viel besser ihre Rolle in der Gesellschaft ausführen können und ja, in diesem kapitalistischen System ihre eigene
- 31:19Arno: Rolle effizient ausführen können. Und das ist die eine Seite.
- 31:24Arno: Und dann haben wir auf der anderen Seite eben Technologien des Selbst, aber eben auch diese Bewegungen aus den
- 31:31Arno: Technologien des Selbst zur Selbstoptimierung.
- 31:34Arno: Was bedeutet wie gehen wir selber mit unseren Körpern um?
- 31:37Arno: Das ist etwas, das vermittelt wird, dass einem beigebracht wird Ihr habt die Verantwortung für euren Körper.
- 31:44Arno: Wenn ihr zum Beispiel nicht auf euch aufpasst, kann der Versicherungsschutz,
- 31:48Arno: den wir euch anbieten, zum Beispiel nicht so umfassend sein wie für Leute,
- 31:51Arno: die total healthy sind und nur einmal in der Woche Fleisch essen und fünfmal in der Woche laufen gehen.
- 31:57Arno: Und wenn ihr nur vom Fernseher rumhängt, dann seid ihr selber schuld.
- 32:03Arno: Ihr seid für euch selber verantwortlich und die Technologien des Selbst.
- 32:07Arno: Also ein ganz schönes Beispiel dafür sind eben zum Beispiel Smartwatches, wo dann jeder jeden Tag drauf guckt.
- 32:12Arno: Habe ich jetzt meine 12.000 Schritte gelaufen oder nicht, die eben auch diese Disziplinierung des eigenen Körpers sozusagen vorantreiben.
- 32:20Arno: Und das läuft dann eben schon in so einem Punkt, der ja eben ganz, ganz stark vor allem in den letzten zehn Jahren geworden ist,
- 32:29Arno: nämlich die Selbstoptimierung, also diese Selbstoptimierung, die dazu führt,
- 32:35Arno: dass eben jede Facette des eigenen Körpers immer weiter verbessert wird, sei es von der Psyche.
- 32:42Arno: Du hast vorhin selbst bei dir schon angesprochen. Du hast verschiedene Coaching Sachen schon gemacht,
- 32:48Arno: die dazu dienen sollen, dass man selber auch mit diesem überkomplexen Alltag besser umgehen soll,
- 32:55Arno: bis eben zum Körper. Jeder geht ins Fitnessstudio, will dann auch den Körper entsprechend ästhetisch aussehen lassen.
- 33:03Arno: Die ästhetische Chirurgie ist ja ein Wirtschaftsfaktor, der es vor 20 Jahren eben noch nicht war.
- 33:10Arno: Und so weiter und so fort. Also diese ganzen Sachen, die kommen da zusammen und auch digitale Spiele,
- 33:16Arno: die setzen das ja eben genauso um, indem wir zum Beispiel Spiele haben, die durch Upleveln usw dafür sorgen,
- 33:24Arno: dass die eigene Figur im Spiel immer besser werden soll, immer größere Waffen kriegt,
- 33:30Arno: immer weiter springen kann. Also diese ganzen Diskurse werden auch über Popkultur eben wieder mal vermittelt und das ist dann die eine
- 33:40Arno: Seite der Medaille, muss man sagen. Und Computerspiele betrachten oder nutzen dann die andere Seite der Medaille,
- 33:47Arno: in dem genau dieses Selbstoptimierungsding, das ja auch wieder mit sehr stark mit Autonomiedenken zu tun hat.
- 33:54Arno: Ich behaupte mich in dieser Welt, indem man genau das durch Krankheitsnarrative sozusagen untergräbt.
- 34:00Eugen: Eugen: Gib mir ein Beispiel dafür.
- 34:02Arno: Arno: Also jetzt nicht. Aus Outlast wäre es natürlich zum Beispiel Arthur Morgan in Red Dead Redemption zwei,
- 34:10Arno: der durch.
- 34:10Eugen: Eugen: Tuberkulose. Ich glaube, das war die Folge.
- 34:13Eugen: Zehn, oder bei uns?
- 34:15Arno: Arno: Kann sein, das war die Folge, wo eben auch über Spielmechaniken dafür gesorgt wird,
- 34:21Arno: dass die Figur immer schwächer wird und immer mehr an der eigenen Krankheit leidet und entsprechend auch immer größere Schwierigkeiten hat,
- 34:31Arno: seinen Platz in der eigenen Umwelt zu behaupten.
- 34:33Arno: Und hier ist es jetzt so, also ein Outlast.
- 34:37Arno: Jetzt muss ich mal gerade selber im PDF dahin springen.
- 34:41Arno: Auch hier ist es ja so, dass ja auch diese Technologie, die hier genutzt wird,
- 34:47Arno: ja dazu führen soll, dass man einen perfektionierten Körper hat.
- 34:53Arno: Aber gleichzeitig ist es ja durch diese Experimente auch so, dass diese Leute eben genau das Gegenteil erleben.
- 35:01Arno: Also der Körper wird entstellt. Sie sind nicht mehr Herr ihrer selbst.
- 35:05Arno: Sie sind ja Gefangene, wortwörtlich in dieser Psychiatrie.
- 35:09Arno: Also da hat man zum einen Mal diesen Gegensatz und das andere ist, dann malt der eben eigentlich die ganze Zeit durch dieses
- 35:18Arno: Spiel läuft und versucht Schaden von sich abzuwenden.
- 35:21Arno: Also er versucht genau das Gegenteil. Er ist mit sich selbst eigentlich voll okay,
- 35:25Arno: aber er will eben überleben und will nicht, dass er eben genauso endet wie eben diese Insassen.
- 35:31Arno: Und es ist im Prinzip genau das Gegenteil einer Optimierung, sondern der Versuch der Schadensbegrenzung.
- 35:38Arno: Am Ende ist eben durch diesen Nanitenschwarm, der über ihn herfällt, genau das Gegenteil angedeutet.
- 35:46Arno: Also er wird quasi im Prinzip zwar vielleicht optimiert oder aber nicht von sich selbst,
- 35:52Arno: sondern er wird eben in ein Gefüge hineingezwungen, in dem er ja total heteronom agiert,
- 36:00Arno: in dem das, was ihnen als Mann als Abscheu ausmacht, total untergraben wird.
- 36:07Eugen: Eugen: Letzte Frage dazu Hast du Outlaws zwei gespielt?
- 36:11Eugen: Habe ich mich gerade gefragt, weil das mit den offenen Enden. Kannst du uns das auch nicht?
- 36:15Arno: Arno: Hast du es gespielt?
- 36:16Eugen: Eugen: Nein, Ich habe Outlaws eins angefangen.
- 36:19Eugen: Wie viele unserer Spieler von der Longlist für das Horror Gamepolitics Projekt und bin dann aber auch da nie weitergekommen.
- 36:26Eugen: War dann sehr froh, dass du das übernommen hast.
- 36:29Arno: Arno: Ja.
- 36:29Eugen: Eugen: So, dann also noch mal als Hinweis. Der Artikel ist auch online verfügbar,
- 36:35Eugen: glaube ich. Ja, Open Access genau als Open Access, weil die Frage war, ist es nur über diese Repositories?
- 36:43Eugen: Nein, es ist offiziell verfügbar mit nehme ich an, an allen anderen Artikeln aus dem Sammelband auch.
- 36:48Eugen: Bitte erinnere mich noch mal an den Titel vom Sammelband. Den habe ich jetzt.
- 36:51Arno: Arno: Genau dieses Mental Health in Literatur, Populärmedien und Medizin von Marcella Fazio und es ist wirklich ein schöner Band.
- 37:01Arno: Also hat relativ wenig mit Games zu tun.
- 37:04Arno: Ich bin da wie so oft so dann der Exot, der auch dieses Thema einbringt.
- 37:11Arno: Aber der.
- 37:12Eugen: Eugen: Ludologe.
- 37:13Arno: Arno: Ja, aber Mental Health und Krankheit an sich auch in Literatur usw ist einfach ein super spannendes Thema Und wenn einen das so ein bisschen
- 37:21Arno: interessiert, sollte man da auf jeden Fall mal einen Blick reinwerfen.
- 37:24Eugen: Eugen: Und es ist erschienen. Jetzt habe ich noch mal nachgeschaut bei De Gruyter, also einfach beim.
- 37:28Arno: Arno: Genau.
- 37:29Eugen: Eugen: Beim Verlag nachschauen.
- 37:31Arno: Arno: Veröffentlicht 2026 sehe ich gerade.
- 37:35Eugen: Eugen: Okay, also wir sind in.
- 37:36Arno: Arno: Der.
- 37:37Eugen: Eugen: Zukunft.
- 37:38Arno: Arno: Genau.
- 37:38Eugen: Eugen: Arno, lass uns springen von der harten Arbeit in die wundervolle Welt der weichen Arbeit.
- 37:45Eugen: Ich bin mir noch nicht sicher, ob das auf die.
- 37:46Arno: Arno: Kuschelarbeit.
- 37:48Eugen: Eugen: Genau die Kuschel. Kuschelhafte Softworks.
- 37:51Eugen: Also, was haben wir gespielt? Wir haben gespielt.
- 37:54Eugen: Clair Obscur Expedition 33, oder wie ich es gerne sagen würde.
- 37:59Eugen: Expedition.
- 38:01Arno: Arno: Du hast es bestimmt auch auf Französisch gespielt, oder?
- 38:03Eugen: Eugen: Natürlich auf Französisch. Und es ist halt ein wirklich, wirklich gutes Wort auf Französisch.
- 38:09Eugen: Also ich. Ich kugel mich bei sehr, sehr vielen, bei sehr, sehr vielen Cutscenes.
- 38:16Eugen: Gut, also das ist.
- 38:17Arno: Arno: Ja von einem französischen Studio, oder?
- 38:19Eugen: Eugen: Ja, Namen auch prompt wieder vergessen, aber man kann ihm ja nicht entgehen,
- 38:23Eugen: weil sie haben jetzt ich weiß nicht wie viele Preise im bei den Game Awards bekommen.
- 38:29Eugen: Ja, also ich glaube acht oder neun und sind damit das erfolgreichste Spiel.
- 38:34Eugen: Ich habe es nur so aus einem Augenwinkel mitbekommen, noch vor The Last of US eins oder zwei.
- 38:39Eugen: Ich meine gut, diese Game Awards mausern sich ja erst, die sind noch nicht ganz so auf diesem akzeptierten Kanon Niveau wie der Oscar.
- 38:46Eugen: Aber Die diesjährige Berichterstattung klingt schon sehr ähnlich.
- 38:50Eugen: Dazu finde ich Zu deiner Oscar Preisverleihung.
- 38:52Eugen: Und es haben auch alle irgendwie damit gerechnet.
- 38:55Eugen: Das wusste man schon lange. Mir ist das Spiel gar nicht so aufgefallen, als es dann eher der,
- 39:01Eugen: der ich weiß gar nicht wer von wem kam der Input.
- 39:05Eugen: Oder fangen wir anders auch an Unsere in unserem Team in Bern oder aus dem Team heraus hat sich eine Art nicht Lesekreis,
- 39:12Eugen: sondern Spielkreis entwickelt. Und da hat sie mich dazu eingeladen im Sommer.
- 39:16Eugen: Ich glaube, es ist ein bisschen die Initiative vom aber es sind ja auch sonst noch Kolleginnen von der Uni Bern dabei. Wenn ich das recht verstanden
- 39:22Eugen: hab, war das auch nicht das erste Spiel. Aber dann wurde es gewählt und wir haben alle parallel angefangen,
- 39:28Eugen: das zu spielen. So auch du. Und das habe ich mir angeschaut.
- 39:32Arno: Arno: Ich muss sagen, jetzt muss ich kurz einhaken. Ich hatte das gar nicht mitbekommen an der Uni Bern,
- 39:37Arno: sondern ich habe das für mich angefangen und habe es aber nicht zu Ende gespielt bisher,
- 39:44Arno: weil dann andere Spiele dazwischengekommen.
- 39:47Eugen: Eugen: Weil die Zeit, die Zeit auch noch ich habe.
- 39:51Eugen: Ich finde es gerade total entlastend, weil ich meine, ich habe halt kein großes Forschungsinteresse.
- 39:57Eugen: Ich beobachte schon ein paar Sachen dran und fand ein paar Sachen sehr faszinierend und lustig.
- 40:04Eugen: Einfach. Also für mich ist es eigentlich im Grunde Final Fantasy oder so ein typischer Square RPG mit diesen Epos,
- 40:13Eugen: diesen Pathos, diesen triefenden, triefenden Pathos an jeder Ecke und der Musik.
- 40:20Eugen: Es ist wirklich alles da, nur europäisch.
- 40:22Eugen: Und das finde ich dann lustig, weil das funktioniert dann teilweise doch besser. Also wenn RPGs versucht haben,
- 40:28Eugen: lustig zu sein, habe ich immer so ein bisschen die Zähne zusammenbeißen müssen und da jetzt durch.
- 40:32Eugen: Aber wenn die versuchen lustig zu sein, dann finde ich das absurd lustig.
- 40:37Eugen: Also die, die die Geplänkel und die schon allein die Gestik und Mimik von von Gustav und später wäre es so und das ist alles
- 40:46Eugen: also sehr, sehr lustig. Es ist halt, es ist für mich sonst wirklich quasi das Gleiche wie Final Fantasy,
- 40:51Eugen: weil es auch springt von ganz argen, pathetischen Momenten, wo Hauptcharaktere sterben und alle so nein.
- 40:58Eugen: Und dann im nächsten Moment hast du wieder ein Comic Relief Moment, dann läuft man halt durch schlauchartige oder schlauchähnliche Levels,
- 41:06Eugen: wo halt Sachen versteckt sind. Levels sich hoch.
- 41:09Eugen: Also bei mir ganz klassisch. Ich spiele so, dass ich relativ lang Zeit damit verbringe hoch zu leveln,
- 41:15Eugen: bevor ich mir einen Bossfight antue. Aber worauf ich hinaus will.
- 41:19Eugen: Also was für mich so der Kernmoment ist es wirklich dieses interessante Beobachten,
- 41:24Eugen: wenn man gewisse kulturelle Aspekte durch eben also japanische kulturelle Aspekte durch europäische ersetzt und was dann passiert und wie
- 41:32Eugen: das dann auch anders auf mich wirkt. Aber jetzt habe ich, finde ich, mal genug von Anfang geredet.
- 41:37Eugen: Deshalb die Frage an dich Wie war das denn bei dir?
- 41:39Eugen: Was waren, was sind so deine ersten Ja.
- 41:43Arno: Arno: Du hast schon ganz viele Sachen angesprochen, aber lustigerweise war es für mich also eine der ersten.
- 41:49Arno: Ich weiß nicht, ich habe es vielleicht zehn Stunden oder so gespielt oder 15 und so in der ersten Stunde war ich der festen Überzeugung,
- 41:57Arno: es wäre ein japanisches Spiel. Ich wusste nicht, dass es ein französisches Studio ist und es kam mir aber gleichzeitig total schräg vor.
- 42:06Arno: Also für ein japanisches Spiel, aber aber auch sehr, sehr japanisch, also gerade was so Bildeinstellungen angeht,
- 42:13Arno: eben dieses Pathetische, was du angesprochen hast, das war schon also von der von der Art,
- 42:20Arno: wie es gemacht war, sehr eben besonders auf Final Fantasy zurückgegriffen.
- 42:26Arno: Aber irgendwas hat dann eben gar nicht gestimmt, um um japanisch zu sein.
- 42:31Arno: Und das ist eben genau das Moment.
- 42:33Eugen: Eugen: Ja.
- 42:33Arno: Arno: Ja, ja, genau. Und dann habe ich irgendwann mal nachgeguckt und dachte mir Ach,
- 42:38Arno: also, das ist ja total schräg und fand es dann aber auch sehr cool.
- 42:42Arno: Also ich habe es auf Englisch gespielt, natürlich, weil mein Französisch ist eher so gut wie nicht vorhanden.
- 42:50Arno: Ich habe ja auch schon seit 30 Jahren kein Französisch mehr gesprochen, also aktiv und hatte sehr viel Spaß,
- 42:57Arno: weil auch da war es so, ich dachte die ganze Zeit, die Stimmen, die kennst du doch.
- 43:01Arno: Das hat mich in den Wahnsinn getrieben, dass man diese Synchronstimmen irgendwoher kannte und dann auch mal nachschauen.
- 43:08Arno: Das war dann Charlie Knox, der ja auch den Dear Devil zum Beispiel gespielt hat in der Netflix Serie.
- 43:15Arno: Und dass diese Synchronisation also ich nehme an, das Original war eben Französisch.
- 43:21Arno: Deswegen spreche ich immer von Synchronisation.
- 43:25Arno: Die war aber so gut, dass das einen auch wirklich, dass das auch auch in Englisch sehr mit Leben gefüllt hat.
- 43:33Arno: Und das habe ich.
- 43:34Eugen: Eugen: Gehört, dass auch die, die alle Sprachfassungen sehr gut sein sollen, Ja.
- 43:40Arno: Arno: Und was ich toll fand, ist eben dieses Worldbuilding.
- 43:44Arno: Das ist, dass es eben sehr viel von von der Architektur der Städte oder der untergehenden Städte.
- 43:52Arno: Ich glaube, so viel kann man ja hier schon sagen bis zu zur Ästhetik der Charaktere sehr französisch dann doch
- 44:02Arno: gewirkt hat, vor allem, wenn man es dann weiß.
- 44:04Eugen: Eugen: Ja, also es gibt ja Indizien, man fängt an in Lumiere.
- 44:08Eugen: Ja, ja klar ist halt dieses dieses verzerrte Paris, wo man auch im Hintergrund.
- 44:12Eugen: Ich glaube schon. Ganz am Anfang sieht man diesen verbogenen Eiffelturm.
- 44:17Eugen: Ich habe noch immer nicht ganz verstanden, warum der so verbogen ist. Das dürfte den künstlerischen Freiheiten der Malerinnen
- 44:24Eugen: geschuldet sein. Und ich meine, am Anfang habe ich ja noch nicht so sehr mit dem Spiel gelacht,
- 44:31Eugen: sondern über das Spiel, weil sie haben ja wirklich mal so Fett aufgedrückt auf die Frankreich Tube das ist.
- 44:38Eugen: Ich glaube, das ist dann auch die. Die Freundin läuft dann wirklich wie aus einem amerikanischen Werbespot in diesem schwarz weiß gestreiften T
- 44:47Eugen: Shirt mit der roten Baskenmütze herum.
- 44:49Eugen: Ja, natürlich. Und dann noch Hosenträger.
- 44:52Eugen: Also auch.
- 44:52Arno: Arno: Der Pantomime.
- 44:54Eugen: Eugen: Ja, genau der Pantomime. Das ist. Aber danach wird es besser, weil.
- 44:57Eugen: Dann kommen die Pantomimen vor. Da machen sie sich auch ein bisschen lustig drüber.
- 45:01Eugen: Und dann kann man ja auch eigene Kostüme für die Charaktere freischalten, die heißen ja noch dazu Baguettes.
- 45:07Eugen: Und das ist dann halt dieses Gestreifte mit der mit dem roten Barett.
- 45:12Eugen: Und apropos Baguette ich dachte mir, das einzige, was am Anfang fehlt, ist wirklich ein Baguette,
- 45:17Eugen: weil sonst. Ich dachte mir, das ist das einzige, was fehlt, weil man hat die Hosen an, es ist Paris. So
- 45:21Eugen: Wirklich? Ja, so in Spinal Tap, aber auf elf gedreht.
- 45:27Eugen: Alles. Das war schon hart, aber fand ich war kurz amüsiert davon, Was ich geliebt habe,
- 45:35Eugen: also wo es dann echt französisch für mich wurde, ist dann bei diesem trockenen Humor, der immer wieder reinkommt. Also die, die bei den
- 45:41Eugen: Dialogen wenn, dann einfach diese ein kurzes Achselzucken oder ich fand irrsinnig schön,
- 45:46Eugen: wo Gustave sich dann mal entschuldigt hat bei einer Figur.
- 45:52Eugen: Ich kann es leider nicht gut nacherzählen, aber er wurde wieder einmal verarscht von den Figuren und ihm wurde gesagt, das Passwort ist
- 45:58Eugen: eine Art Beschimpfung. Dann beschimpft er den den Torwächter quasi.
- 46:02Eugen: Das war aber gar nicht das Passwort. Dann ist ihm unangenehm.
- 46:06Eugen: Und das sind dann so süße Momente, die dann immer wieder reinkommen.
- 46:09Eugen: Und die, die halten das sehr lebendig für mich.
- 46:12Eugen: Ich bin jetzt schon so weit im dritten Akt, dass jetzt die Auflösung war und ein bisschen die Erklärung was,
- 46:19Eugen: wo kommt die Welt her usw. Ich muss sagen, davon bin ich jetzt nicht.
- 46:23Eugen: Das haut mich nicht von den Socken. Es funktioniert. Es ist okay, es ist trotzdem ein bisschen schmaler alles.
- 46:29Eugen: Aber hey, ich verzeihe dem Spiel gerade viel, weil einfach die Charaktere so nett sind und lustig und auch viele,
- 46:36Eugen: viele der anderen Figuren, die diese trotzdem ein bisschen lächerliche Fantasiewelt bevölkern.
- 46:43Eugen: Ja, es hält sich sehr gut die Waage bei mir, dass ich gut unterhalten bin,
- 46:46Eugen: es sehr mag. Das Spiel auch von der Spielmechanik, die unnötig kompliziert teilweise ist,
- 46:53Eugen: weil jeder Charakter hat ein ganz, ganz andere Funktionsweise.
- 46:56Eugen: Also bis ich die mal langsam durchschaut habe, dann verliere ich plötzlich wieder Charaktere.
- 47:01Eugen: Muss mich umgewöhnen, ist schwierig, aber es geht.
- 47:05Arno: Arno: Ach so ist das mit Permadeath.
- 47:07Eugen: Eugen: Nein, kein Permadeath. Ich bin ja aus dem.
- 47:09Eugen: Wenn ich nicht gewonnen habe, dann lade ich einfach wieder bzw Spiel. Fragt mich auch möchtest du es nochmal versuchen? Dann laufe
- 47:14Eugen: ich halt noch mal rum, verprügeln noch ein paar was auch immer kleine Pinselfiguren.
- 47:21Eugen: Die Pinselfiguren sind sehr süß. Jetzt habe ich mir prompt die Namen nicht von den verschiedenen Figuren,
- 47:26Eugen: Klassen und so gemerkt. Aber ja, und ich finde die, die gerade die Gegnerfiguren sind schon sehr,
- 47:32Eugen: sehr faszinierend gemacht. Das sind dann immer auch so Zitate an unsere Welt,
- 47:36Eugen: die dann aber irgendwie mutiert verändert sind.
- 47:38Eugen: Es sind so in den kleinen Figurenzeichnungen und den kleinen Geschichten brilliert das Spiel am meisten,
- 47:45Eugen: finde ich. Dann der Große der Big Arc ist ein bisschen Hmmm.
- 47:50Eugen: Kann man jetzt. Da kann man einfach durch.
- 47:52Eugen: Ist okay. Mein Gott, Herr der Ringe ist jetzt auch nicht toll.
- 47:55Eugen: Bring einen Ring durch. Den machen kaputt. Ja, okay, das ist funktioniert.
- 47:59Eugen: Das lassen wir jetzt einfach mal durchgehen. Und da ist es ja auch ähnlich.
- 48:03Eugen: Wo bist.
- 48:03Arno: Arno: Du jetzt? Was war jetzt noch mal die Prämisse?
- 48:05Arno: Bei mir ist schon ein bisschen her. Da ist diese. Diese gigantische Malerin.
- 48:10Arno: Die was?
- 48:12Eugen: Eugen: Ja, das ist noch cool. Das ist noch sehr cool. Das hat so etwas extrem Düsteres. Erinnert mich so an einen 70er Jahre Science Fiction Filme wie Logan's
- 48:18Eugen: Run. Nämlich dieses Die Leben mit Ablaufzeit.
- 48:21Eugen: Jedes Jahr wird auf eine riesige Stele eine Zahl gemalt und alle Menschen,
- 48:26Eugen: die älter oder gleich alt sind, werden dann ausradiert.
- 48:30Eugen: Das heißt auch Homage. Die verschwinden dann und dann.
- 48:34Arno: Arno: Ist jedes Jahr von 101 abwärts oder.
- 48:36Eugen: Eugen: Es ging von 101 abwärts. Also ganz am Anfang war das noch ziemlich unproblematisch für den Großteil der Bevölkerung.
- 48:41Eugen: Mittlerweile stellt sich auch das Problem wird es dann überhaupt noch Nachwuchs geben können? Also wenn sie dann irgendwann nicht bis 16 oder so
- 48:47Eugen: sind, ist halt ganz aus. Also es ist so ein Leben mit Ablaufdatum und das hat schon was Düsteres,
- 48:53Eugen: Bedrückendes. Und danke, dass du mich daran erinnerst.
- 48:57Eugen: Die Stimmung wird auch sehr gut am Anfang transportiert.
- 48:59Eugen: Also ich fand das wirklich extrem. Ich war extrem bedrückt, auch bei den Dann.
- 49:05Eugen: Dann macht man sich auf die Expedition aus, um eben die die Malerin, die das Thema dahin malt,
- 49:09Eugen: die, von der man denkt, sie ist die Ursache zu besiegen.
- 49:14Eugen: Da macht man sich auf eine Expedition und landet dann halt auf der Inselwelt oder näher ran.
- 49:20Eugen: Und dann wird man wird gleich die ganze Expedition ausradiert von einer Frau.
- 49:24Arno: Arno: Das fand ich auch eigentlich einen sehr coolen Moment.
- 49:26Eugen: Eugen: Das war super und man ist total schwach und fängt klein an und dann hatte ich aber das Problem wieder so ludonarrative Dissonanz,
- 49:32Eugen: weil dann weiß man, was man tun muss, nämlich ein bisschen grinsen und alles verprügeln, was links und rechts ist. Und die Welt,
- 49:38Eugen: die eigentlich so bedrohlich ist, ist voll mit Spuren von den alten Expeditionen.
- 49:42Eugen: Also man denkt sich, wir waren wirklich die aller allerletzte Expedition, also im Sinne von die unfähigste,
- 49:48Eugen: weil sie wurde zu 80 % ausradiert und die anderen Expeditionen sind ja fast bis ans Ende gekommen und haben überall Nägel in die Wände geschlagen
- 49:56Eugen: und Flaggen hinterlassen und aufwendige Tagebücher und haben viel verändert.
- 50:01Eugen: Und das ist also wir waren wirklich die schwächste Expedition.
- 50:04Eugen: Also bis auf die Last man Standing, die sich dann doch durchkämpfen und.
- 50:10Arno: Arno: Das.
- 50:10Eugen: Eugen: Böse oder das vermeintliche Böse bezwingen.
- 50:12Eugen: Also das finde ich, da hätte ich als spannender das Spiel gefunden, wo man wirklich ganz alleine ist in dieser Welt.
- 50:18Arno: Arno: Die Frauenfiguren sind eigentlich recht stark, oder?
- 50:21Eugen: Eugen: Ja, also die sind die. Es gibt lustigerweise immer eine zentrale Männerfigur,
- 50:26Eugen: die schon sehr viel Aufmerksamkeit auf sich zieht.
- 50:28Eugen: Ja, aber in Wirklichkeit. Was dann auch bleibt, ist, dass das Dreiergespann,
- 50:36Eugen: also vor allem die zentrale Figur der Mel.
- 50:39Arno: Arno: Das ist die Schwester, oder?
- 50:41Eugen: Eugen: Nein, das ist die Schwester von Gustav.
- 50:44Eugen: Und dann? Nachher stellt sich heraus, sie ist eigentlich was ganz anderes. Und ich sollte jetzt aufmachen,
- 50:52Eugen: weil ich weiß nicht mehr alle Namen. Also erinnere ich mich noch, dass sie.
- 50:58Eugen: Sophie. War die ganz am Anfang, oder?
- 51:00Arno: Arno: Ja. Ist das die.
- 51:01Eugen: Eugen: Kämpferin? Ja, gerade die. Die gibt es auch.
- 51:05Eugen: Ich versuche mich gerade zu erinnern. Wer ist denn die? Ich eigentlich auch ganz gern habe. Aber meine Erinnerung ist so schwach. Ja,
- 51:11Eugen: egal. Egal. Wir werden. Wir werden ohne dem auskommen.
- 51:14Arno: Arno: Und das ist tatsächlich das Spiel des Jahres.
- 51:17Eugen: Eugen: So blöd. Aber das ist die fröhliche Kriegerin dieses Jahr.
- 51:21Eugen: Aber die habe ich schon gern. Ja, das ist das Spiel des Jahres.
- 51:26Eugen: Es freut mich auch irgendwie. Und ich meine, es ist.
- 51:28Eugen: Dann ist halt die Debatte Ist das noch ein Indiestudio? Weil von den Spielwerten.
- 51:32Eugen: Es wirkt ja wirklich wie ein Triple A Game, auch von der Größe.
- 51:35Arno: Arno: Und ja, ich fand auch die grafische Umsetzung schon extrem überzeugend, muss ich sagen.
- 51:40Eugen: Eugen: Ja, ich meine, ich habe jetzt noch mal gelesen, dass die dann doch sehr viele sind, noch so Einzelpersonen. Also die Musik, die halt
- 51:46Eugen: auch kann man mögen oder nicht, ist aber sehr, sehr professionell.
- 51:50Eugen: Auch lustig. Am Anfang dachte ich, sie wäre Japaner, weil es genauso klingt wie Final Fantasy und dann kam ich drauf.
- 51:55Eugen: Nein, die Lyrics sind auf Französisch.
- 51:58Arno: Arno: Ja, schön.
- 52:00Eugen: Eugen: Ziehe ich auch noch. Emmanuel Macron hat das Spiel gelobt im Mai 2025.
- 52:05Arno: Arno: Weil es so französisch ist.
- 52:07Eugen: Eugen: Sie sind ein leuchtendes Beispiel für die französische Kühnheit und Kreativität.
- 52:13Arno: Arno: Oh man. Aber es geht aufwärts mit der großen Nation.
- 52:18Eugen: Eugen: Ja, ich finde. Also, ich freue mich darüber freue ich mich, weil mir ging ja doch schon der Einheitsbrei auf die Nerven. Entweder US
- 52:24Eugen: amerikanische Call of Duty schlag mich tot oder halt japanische GIs, die immer so ein bisschen wild sind,
- 52:31Eugen: aber auch alle sehr gleichbleibend waren.
- 52:33Eugen: Also es gab eine Phase, da dachte ich, ich muss alles nachholen und sie waren alle für mich,
- 52:39Eugen: Was weiß ich, was habe ich alles gespielt. Ein paar Final Fantasy ist dann Lost Odyssey,
- 52:44Eugen: Eternal Sonata und dann noch zwei andere.
- 52:48Eugen: Die sind alle so, sie haben alle irgendwann diesen Plot Twist, auf den man nur noch wartet.
- 52:55Eugen: Wie? Wann wird mir das endlich erklärt, was hier so arg ist?
- 52:58Eugen: Und dann ist es eigentlich nie so arg und es war okay.
- 53:02Eugen: Es waren immer. Sie hatten schon gute, gute und starke Momente, aber es war sehr,
- 53:06Eugen: sehr ähnlich. Alles zueinander. Das ist halt ein bisschen anders. Gut, aber ich glaube, das reicht auch schon wieder für Claire Obscure.
- 53:11Eugen: Jetzt haben wir es auch genug gewürdigt. Es hat ja auch viele Preise bekommen. Es werden noch einige Millionen spielen. Vermutlich. Ähm,
- 53:18Eugen: interessant ist halt, finde ich, also kein Kernmoment für uns ist was.
- 53:23Eugen: Was sind noch Unterschiede zwischen japanischer Popkultur und europäischer Popkultur?
- 53:27Eugen: Und ich habe es vor allem in kleinen Details erkannt, was wo ich mich eher zu Hause gefühlt habe.
- 53:32Eugen: Also das fand ich, war ein Aha, Moment.
- 53:33Eugen: Dieses Was, Wo, wo fühle ich mich dann eher zu Hause als bei Japanern?
- 53:38Arno: Arno: Aber gleichzeitig? Schon faszinierend, wie verschmolzen das dann auch in diesem Spiel ist.
- 53:44Eugen: Eugen: Ja, weil, wie du sagst, bei mir war es ja auch gleich.
- 53:47Eugen: Ich wusste am Anfang nicht, dass das ein Spiel ist. Ich habe mich überhaupt nicht vorbereitet, nicht eingelesen, habe einfach
- 53:51Eugen: angefangen, dachte aha, Japaner. Hätte eventuell noch so ein bisschen Souls like auch sein können.
- 53:58Eugen: Ja, passt schon. War es dann nicht gut?
- 54:01Eugen: Clair obscur schauen wir mal was da Bin.
- 54:05Arno: Arno: Ehrlich.
- 54:06Eugen: Eugen: Gesagt.
- 54:06Arno: Arno: Gespannt, ob ich es überhaupt zu Ende spielen würde.
- 54:08Arno: Also ich habe es ja eben angefangen und auch länger gespielt.
- 54:12Arno: Aber so richtig was zurückzieht mich nicht, muss ich sagen.
- 54:16Eugen: Eugen: Ja, ich. Ich fühle mich dort wohl. Es hat so ein bisschen Popcorn Kino artiges,
- 54:21Eugen: das ist ja klar.
- 54:22Arno: Arno: Es ist auch kein schlechtes Spiel.
- 54:25Eugen: Eugen: Ich überlege gerade, warum es mich zurückzieht. Jetzt, weil ich auch wieder eine Woche nicht mehr drin. Also bei AG drei muss ich sagen, jetzt ist
- 54:31Eugen: die Luft bei mir langsam draussen. Früher bin ich so wirklich alle zwei, drei Tage zurückgekommen, habe in der Früh eine Stunde gespielt vom vom in
- 54:38Eugen: die Arbeit gehen und das ist jetzt auch nicht mehr so.
- 54:43Arno: Arno: Ich glaube, mir fehlt so ein bisschen das Identifikationspotenzial zur zum Hauptcharakter.
- 54:49Eugen: Eugen: Echt. Also ich habe mich mit Gustav total identifiziert, aber natürlich, Entschuldigung,
- 54:54Eugen: ich spoiler da auch beinhart, die killen einfach Gustav nach Akt eins und dann kommt der lange Zeit gebraucht,
- 55:00Eugen: um mich an den zu gewöhnen. Das ist ja.
- 55:03Eugen: Es ist jetzt auch kein so arges Spoilern, weil am Ende kommt dann raus, dass alle Figuren sowieso irgendwie in einer Art
- 55:08Eugen: Limbo oder Nichtexistenz Existenz gleichzeitig ist.
- 55:12Eugen: Ja, da freue ich noch drauf.
- 55:14Arno: Arno: Und dann müssen wir aber trotzdem einen Disclaimer an den Anfang setzen.
- 55:18Arno: Oder so.
- 55:19Eugen: Eugen: Dass ich Spoiler.
- 55:21Arno: Arno: In dem Fall finde? Ich glaube ich schon.
- 55:24Eugen: Eugen: Und auch wieder so ein ganz klassischer Fall in alle Kämpfe überlebt und dann in einer Katze.
- 55:29Eugen: Ich finde, sowas könnte man doch auch mal wirklich ärgern.
- 55:32Eugen: Würde wäre es, wenn man ihn einfach gescriptet im Kampf, den man selbst spielt,
- 55:37Eugen: sterben lässt, wo sich dann alle denken nein, ich hätte ihn retten können. Nein, man opfert sich auch und alles.
- 55:43Arno: Arno: Einfach so einen Sack schweren Kampf den man.
- 55:45Eugen: Eugen: Was dann schon nett ist, dass ich zumindest die Zeit nicht einfach weitergehen, sondern auch eine Art Grab machen.
- 55:51Eugen: Auch wenn sein Körper nicht. Nächstes Jahr gehen wir nicht ins Detail.
- 55:54Eugen: Aber das haben sie eigentlich. Das Trauern um Gustav haben Sie ganz gut im Spiel umgesetzt.
- 55:59Arno: Arno: Ja.
- 56:01Eugen: Eugen: Hätte was.
- 56:02Arno: Arno: Was hätte ich jetzt auch nicht erwartet, dass der stirbt.
- 56:05Arno: Vielen Dank auch.
- 56:06Eugen: Eugen: Du bist noch nicht mal über Akt eins hinaus.
- 56:10Arno: Arno: Ja, Ich habe mir halt alles sehr genau angeguckt.
- 56:12Eugen: Eugen: Jedes Pflänzchen. Was hast du sonst noch angeguckt?
- 56:15Eugen: Ich kann gucken nie richtig sagen. Echt jetzt?
- 56:18Arno: Arno: Also Film wird jetzt oder? Serien werde ich jetzt nicht groß nennen, weil das einfach zu viel.
- 56:24Eugen: Eugen: Ja, es ist sehr viel Zeit vergangen.
- 56:26Arno: Arno: Gespielt habe ich mit sehr viel Freude.
- 56:27Arno: Dispatch, das ist glaube ich, von den Leuten, die dort Wie ist das normal?
- 56:33Arno: The Wolf Among US oder wie heißt das?
- 56:35Arno: Dieses Telltale Games Spiel gemacht haben.
- 56:38Arno: Und das ist, glaube ich, von denen. Das ist in einem.
- 56:43Arno: Er ist eigentlich auch ein einzigartiges Spiel, finde ich.
- 56:46Arno: Es ist sehr. Es gibt sehr viele Cutscenes, wo es ab und zu so Momente gibt,
- 56:51Arno: in denen man Dialoge entscheiden muss oder schnell mal ein paar Knöpfe drücken muss oder so,
- 56:57Arno: aber es ist eben sehr filmisch gemacht.
- 57:00Arno: Es ist in so einem Comicstil und man spielt eben eine Figur, die heißt Robert Robertson.
- 57:06Arno: Der dritte, der eigentlich ein ein Alter Ego hat, eine Superheldenfigur, Die nennt sich dann Megaman.
- 57:14Arno: Und quasi der Einstieg in das Spiel ist, wie er diese Figur verliert, wie er quasi nicht mehr megaman sein kann,
- 57:24Arno: sondern im Prinzip arbeitslos ist. Und er wird dann von einer Agentur angeworben,
- 57:29Arno: die Superheldendienste vermittelt. Also wenn hier ein Einbruch ist, dann sagen die okay,
- 57:34Arno: keine Ahnung vom FBI gibt es einen, der heißt so, du gehst da hin und der andere geht dann dahin usw und man ist dann in der
- 57:44Arno: Position genau dieser Figur, die quasi das organisiert und dann wird das Ganze eine Arbeitsvermittlung,
- 57:51Arno: ist im Prinzip eine Arbeitsvermittlung und dann findet dann eben am Ende jedes Arbeitstages so eine Art Evaluierung statt,
- 58:00Arno: wie gut man es gemacht hat oder wie man sich entschieden hat und so und das ist einfach ein sehr charmantes,
- 58:07Arno: sehr lustiges, aber auch sehr herziges Spiel, das viel mit Emotionen macht und einfach.
- 58:14Arno: Ja, ganz, ganz unterhaltsam. Tolles Spiel ist.
- 58:17Arno: Also erfindet die Welt nicht neu.
- 58:21Eugen: Eugen: Eher so Adventure. Also mit eigentlich Dialogoptionen.
- 58:25Arno: Arno: Nur eben diese Arbeitsvermittlungssituation, die ist wirklich neu und auch wie ich finde,
- 58:31Arno: wirklich einzigartig. Weil du hast da wirklich nur eine Stadtkarte vor dir und unten dann die Bilder von den Helden,
- 58:38Arno: die dir zur Verfügung stehen und da wird auch die ganze Zeit wird man beschimpft oder beschimpfen sich gegenseitig oder machen Späße oder sprechen
- 58:48Arno: eben mit einem. Und ja, wirklich eine schöne Sache.
- 58:52Eugen: Eugen: Also es wird auch beschrieben auf der Wikipedia Seite als Comedy eigentlich.
- 58:58Arno: Arno: Ja, würde ich unterschreiben, aber es ist mehr als das.
- 59:03Arno: Ja, wie gesagt, keine. Keine Neuerfindung des Genres.
- 59:06Arno: Also wie gesagt, Telltale ist als großes Vorbild von der Art des Spiels noch deutlich spürbar.
- 59:14Arno: Aber es bringt so einen eigenen Touch mit, der mir sehr gut gefallen hat.
- 59:18Eugen: Eugen: Doch die brutale telltale Frage Inwiefern haben unterschiedliche Entscheidungen wirklich unterschiedliche Auswirkungen?
- 59:26Eugen: Oder ist es dieser klassische Entscheidungsbaum, der sich am Ende wieder trifft,
- 59:30Eugen: weil es dann doch zu kompliziert ist?
- 59:32Eugen: Ist dir was aufgefallen? Ich meine, du wirst jetzt auch nicht zehn Mal durchgespielt haben.
- 59:36Arno: Arno: Ja, sowohl als auch. Also es gab ein paar Sachen, wo ich gemerkt habe okay,
- 59:44Arno: egal wie man das Spiel spielt, man wird auf jeden Fall einen bestimmten Knotenpunkt wieder zusammengeführt.
- 59:51Arno: Ich habe aber ja, wie auch bei vielen anderen Spielen, die das machen Life is strange oder so schon das Gefühl,
- 59:58Arno: dass zum Beispiel die Einstellung gegenüber dem Charakter sich dann durchaus verändern kann.
- 1:00:04Arno: Life is Strange.
- 1:00:05Eugen: Eugen: Hat ja durchaus größere Auswirkungen. Da konnten ja ganze Charaktere sterben.
- 1:00:09Arno: Arno: Ja.
- 1:00:09Eugen: Eugen: Und zwar nicht so austauschbar wie ein Walking Dead.
- 1:00:11Arno: Arno: Das gibt es hier auch.
- 1:00:13Eugen: Eugen: Und.
- 1:00:14Arno: Arno: Das gibt es hier auch. Aber so overall ist.
- 1:00:17Arno: Also es gibt eine einen großen narrativen Strang und an dem entlang variiert das so ein bisschen nach links oder
- 1:00:26Arno: rechts.
- 1:00:28Eugen: Eugen: Weißt du, an welche Spiele es mich erinnert?
- 1:00:31Eugen: Das muss ich jetzt auch noch googeln. Das eine Spiel, das bei mir in der Phase,
- 1:00:35Eugen: wo ich ja viel auf dem iPad gespielt habe, und zwar von Double Fine, Middle Manager of Justice oder sowas,
- 1:00:43Eugen: hieß es.
- 1:00:44Arno: Arno: Das kenne ich nicht. Das war der Titel, ist aber super.
- 1:00:48Eugen: Eugen: In der Longgame hat es nicht so gut funktioniert.
- 1:00:52Eugen: Middle Management Clusters Ja, das war eigentlich so wie die ganzen Theme Hospital oder parkartig aufgebaut.
- 1:00:59Eugen: Man hat halt die Zentrale ausgebaut und dann hat man sie aber auch immer so dispatch artig ausgelegt.
- 1:01:03Eugen: Irgendwo ist irgendwas passiert, das war halt sehr Das waren so kleine Minigames und das süße war halt aber,
- 1:01:09Eugen: dass man einfach nur ich glaube so ein schnauzbärtiger Mittelmanager war und sie dann halt ausbauen musste.
- 1:01:14Arno: Arno: Ja, also was hier super gut funktioniert hat, ist, dass man seine eigene Superheldentruppe sehr sehr lieb gewinnt.
- 1:01:22Arno: Es entwickeln sich natürlich auch Romanzen usw und dieses sich mit den Figuren identifizieren und auch dieses Parasoziale,
- 1:01:32Arno: dass es hier wirklich ganz, ganz großartig umgesetzt.
- 1:01:35Eugen: Eugen: Ja, kommt auf meine Liste, weil sowas habe ich schon auch sehr gerne.
- 1:01:38Eugen: Das ist mir auch schon ein paar Mal aufgefallen auf Steam und hat mir da gut gefallen.
- 1:01:45Eugen: Springen wir weiter.
- 1:01:46Arno: Arno: Also Serienbücher von der weichen Arbeit in die Erotik.
- 1:01:52Eugen: Eugen: Zukünftige Arbeit. Genau von der gleichen Arbeit. Funktioniert das als Metapher?
- 1:01:56Eugen: Ich bin mir noch nicht so sicher. Vielleicht müssen wir das noch mal überlegen. Also auf zur Antrax Erotik.
- 1:02:03Eugen: Worüber wollen wir heute reden?
- 1:02:05Arno: Arno: Ja. Du meintest ja, Wir sprechen über das schwarze Auge.
- 1:02:07Arno: Jetzt muss ich gleich mal voranschieben, bevor du loslegst.
- 1:02:11Arno: Ich habe absolut keine Ahnung vom schwarzen Auge.
- 1:02:15Arno: Ich weiß. Ich schäme mich auch. Es meine ich.
- 1:02:19Arno: Wir hatten ja nichts. Ich musste halt mit dem Knüppel und ein bisschen Staub spielen.
- 1:02:25Arno: Im Keller, wo ich übernachtet habe. Auf dem Beton.
- 1:02:29Arno: Und jetzt musst du mir ganz kurz erklären.
- 1:02:32Arno: Was ist die Grundprämisse von Das schwarze Auge?
- 1:02:35Arno: Und was ist das überhaupt? Was ist das überhaupt?
- 1:02:39Eugen: Eugen: Gut, Prämisse ist einfach alles, was es an Fantasyfiguren gibt, in einen großen Topf zu werfen.
- 1:02:44Eugen: Und das ist dann eine, äh, eine Fantasiewelt.
- 1:02:47Eugen: Also die Grundprämisse ist die gleiche wie bei Dungeons and Dragons, nur es ist halt sehr viel weniger Amerikaner um einiges.
- 1:02:55Eugen: Ja, also ursprünglich ist es entstanden eigentlich aus dem Versuch heraus, Dungeons and Dragons auf den deutschen Markt zu kriegen. Da wurden auch die
- 1:03:01Eugen: Autoren damals eigentlich hatten diese Aufgabe zuerst.
- 1:03:04Eugen: Ich weiß gar nicht, warum das da nichts geworden ist. Das muss ich wieder nachlesen. Jedenfalls hat dann der Schmidt Verlag und der Römer Knaur Verlag
- 1:03:14Eugen: beschlossen, sie wollen was Eigenes haben.
- 1:03:16Eugen: Also das war die Zeit der Tabletopkrise.
- 1:03:19Eugen: Das ist so Anfang 80er Jahre und das musste sehr schnell entstehen.
- 1:03:23Eugen: Und deswegen hieß es dann auch das schwarze Auge, das sind nachher in der Lage sind das mächtige magische Artefakte,
- 1:03:30Eugen: die aber de facto überhaupt keine Rolle spielen in dieser Welt.
- 1:03:33Eugen: Also lustigerweise nach etwas benannt, was nicht wichtig ist.
- 1:03:37Eugen: Die Welt heißt auch also oder der Kontinent, auf dem man sich befindet, heißt Aventurien.
- 1:03:42Eugen: Was mir noch immer so ein bisschen bauchkrämpfe macht. Der Name und die Erde heißt Dere.
- 1:03:47Eugen: Also der ganze Planet ist Dere, weil es halt wirklich glaube ich teilweise übers Wochenende entstehen musste.
- 1:03:54Arno: Arno: Aber es ist eine deutsche Schöpfung.
- 1:03:58Eugen: Eugen: Eine deutsche Produktion. Ich glaube am Anfang waren wirklich drei Autoren beschäftigt.
- 1:04:03Eugen: Später. Jetzt ist es eine riesige Community.
- 1:04:06Eugen: Also das Faszinierende daran ist der lange Atem und wie.
- 1:04:10Eugen: Halt aus etwas sehr basalen. Ich habe mir jetzt die ersten Abenteuer wieder angeschaut, sind wirklich sehr,
- 1:04:15Eugen: sehr basal und da sind halt auch ganz klassisch, das kommt alles vor.
- 1:04:20Eugen: Weil jetzt finde ich, zeichnet sich die Spielwelt dadurch aus, dass sie halt irrsinnig ausgearbeitet ist.
- 1:04:25Eugen: Sehr viel Logik hat extrem viel Lore.
- 1:04:27Eugen: Also ich habe da glaube ich mehrere Kilo an Büchern bei mir zu Hause mehrere Regalmeter.
- 1:04:33Eugen: Und jetzt macht auch alles Sinn in neuen Abenteuern und da gibt es glaube ich dann auch schon so echtes Factchecking dahinter. Aber in den
- 1:04:39Eugen: allerersten Abenteuern, da sagt man einfach Ja, da ist und dann wird es halt ein Dungeon,
- 1:04:43Eugen: der ist halt da und da sind jetzt Orks und da sind jetzt da irgendwelche Goblins und da sind auch Zwerge.
- 1:04:49Eugen: Und ja, da ist auch ein kleiner Drache oder Tatzelwurm, das ist halt, die sind halt da,
- 1:04:52Eugen: die musst du jetzt bekämpfen. Und nachher auf einem Schiff begegnet man an allen möglichen Monster und man denkt sich,
- 1:04:57Eugen: dieses Schiff kann einfach nicht funktionieren. Aber das war damals noch nicht so wichtig.
- 1:05:02Eugen: Es war die Frühphase und dann über mehrere Editionen hat er sich halt sehr gemausert.
- 1:05:07Eugen: Also ich bin eingestiegen, glaube ich, in der dritten Edition, das war Anfang der 90er Jahre durch einen Freund
- 1:05:12Eugen: und ich war damals Vogt und habe das geliebt.
- 1:05:15Eugen: Hatte dann aber keine Zeit mehr, habe ewig lang nichts gemacht und habe mich jetzt wieder mehr dafür interessiert,
- 1:05:20Eugen: weil die Buben mit Rollenspielen anfangen. Und die haben wir zuerst mit Dungeons and Dragons angefangen. Aber eigentlich fühle ich mich im
- 1:05:26Eugen: schwarzen Auge viel mehr zu Hause und deswegen bin ich auf das wieder umgesattelt und habe dann halt auch überlegt das eigentlich.
- 1:05:32Eugen: Also ich weiß nicht, war so 11 bis 14, war so meine aktive Zeit, dass ich da so viel Zeit in dieser Fantasiewelt
- 1:05:39Eugen: verbracht habe. Gar nicht so oft gespielt, sondern vielmehr ganz klassisch das auch nachgelesen oder mich eingelesen habe,
- 1:05:44Eugen: dass ich mich jetzt im Nachhinein interessiert. Inwiefern hat mich das geprägt und ein Aspekt und das ist sehr schwer festzumachen,
- 1:05:50Eugen: wo das herkommt, aber zum Beispiel meine plakativ gesagt feministischen Überzeugungen oder einfach der Grundgedanke,
- 1:05:57Eugen: dass es ganz normal ist, dass Männer und Frauen gleich behandelt, gleichberechtigt gleich bezahlt werden sollten,
- 1:06:03Eugen: dass also das ist wirklich so ein Kern der der Ethik.
- 1:06:07Eugen: Ich glaube, das ist etwas, was sehr stark aus dieser Spielwelt kam, weil hier und da gibt es auch es gibt genug
- 1:06:12Eugen: Sexismus in der Welt des Schwarzen Auges. Einfach nur auf die Covers schauen. Aber was von Anfang an normal war und wirklich von den allerallerersten
- 1:06:19Eugen: Abenteuern ist, dass alle Figuren gleich, also alle Abenteurerfiguren, Abenteurerinnen,
- 1:06:24Eugen: Figuren gleichermaßen von Männern und von Frauen gespielt werden können.
- 1:06:28Eugen: Und das ist schon um einiges weniger sexualisiert ist als in anderen Fantasywelten.
- 1:06:33Eugen: Also da gab es auch recht bald dann halt bei einem der größten Reiche der Welt eine Kaiserin bzw überhaupt.
- 1:06:39Eugen: Die allererste Kaiserfigur hat sich dann als Frau herausgestellt.
- 1:06:42Eugen: Das war zwar anfangs nominell ein Mann, hat sich dann aber als Frau herausgestellt und dann wurden auch zuerst der Sohn und dann die
- 1:06:49Eugen: Enkelin Kaiser. Das müsste ich alles auch wieder nachlesen und aber auch bei den Priesterkasten,
- 1:06:54Eugen: also gibt es keine. Keine Unterschiede.
- 1:06:56Eugen: Ich glaube in den ersten Edition. Das einzige, was war, ist, dass die Figur der Hexe rein weiblich war.
- 1:07:01Eugen: Da gab es also die, die die Heldenklasse der Hexe und ich glaube, selbst das haben sie dann später aufgelöst.
- 1:07:08Eugen: Und genau. Also das war so der Grundgedanke, Jetzt bleibe ich da hängen und und ende ohne einen sinnvollen Ende.
- 1:07:13Eugen: Jetzt würde mich einfach interessieren, es haben sehr viele junge Menschen sehr viel Zeit im schwarzen Auge verbracht und verbringen es
- 1:07:20Eugen: teilweise noch immer. Und das ist dann natürlich auch so eine Sozialisierungsinstanz.
- 1:07:24Eugen: Also hier lernt man die Welt kennen und da sind Drachen und Orks, aber man lernt halt trotzdem über Diplomatie und gute Herrschaft,
- 1:07:33Eugen: weil dafür, dass es eine mittelalterliche Welt ist, ja auch erstaunlich demokratisch und gleichberechtigt,
- 1:07:38Eugen: weil man soll sich ja auch wohlfühlen dort, das heißt, man erkennt eigentlich sehr gut, was so dominante diskursive Aussagen sind.
- 1:07:45Eugen: Und interessant am schwarzen Auge auch ist, dass es zwar am Anfang drei Herren waren,
- 1:07:49Eugen: die es geschrieben haben, aber dann ist es sehr bald auch ein ähm, Eine kollektive Anstrengung geworden,
- 1:07:55Eugen: weil ich weiß noch von früher. Dann haben sich also Fans haben sehr früh mitgemacht in dem ich glaube,
- 1:08:01Eugen: ganz am Anfang wurden auch die Grafschaften im Mittelreich verteilt und die wurde dann von Spielerinnen,
- 1:08:07Eugen: wurde da die Geschichte mitgestaltet.
- 1:08:09Eugen: Und jetzt bei der letzten Edition gab es zuerst einen Beta Release des Regelwerks,
- 1:08:14Eugen: wo es dann Feedback gab und das dann eingearbeitet wurde.
- 1:08:17Eugen: Also das ist sehr sehr anders als bei Dungeons and Dragons, wo halt eine riesen Quasi Evil Corporation dann immer wieder vorgibt,
- 1:08:25Eugen: was jetzt Sache ist und das dann hin und wieder auch zu Aufschreien führt.
- 1:08:29Eugen: Natürlich gibt es auch da eine sehr aktive Fancommunity, aber da gibt es ganz klare Verhältnisse.
- 1:08:34Eugen: Wer das Geld hat, entscheidet am Ende und beim schwarzen Auge fühlt sich das nicht so an,
- 1:08:38Eugen: auch wenn es da sehr viele Kontroversen gab.
- 1:08:43Arno: Arno: Das wäre auch von mir eine Frage gewesen.
- 1:08:45Arno: Also quasi wie ökonomisiert ist das Spiel denn eigentlich mittlerweile?
- 1:08:50Arno: Es hört sich ja schon an, als sei das eine Bewegung gewesen.
- 1:08:54Eugen: Eugen: Gar nicht so gut sagen. Es ist. Eigentlich hat es ihr sehr viel ökonomischer angefangen.
- 1:08:59Eugen: Also am Anfang war es wirklich ein Projekt, das von zwei Verlagen und auch das war noch dann wirklich noch so Patriarchen,
- 1:09:04Eugen: die diesen Verlagen vorstanden, die so ein bisschen entschieden haben, was jetzt gemacht wird und was man dazu sagen
- 1:09:10Eugen: muss. Der Erfolg des Schwarzen Auges war auch, dass es eben nicht nur in Nerdstores zu bekommen war,
- 1:09:14Eugen: sondern dadurch, dass es Schmidt Spiele und Trümmer genauer war, gab es ein ganz normales Spielzeuggeschäft.
- 1:09:20Eugen: Und das hat den Unterschied gemacht, vor allem in der Zeit vor dem Internet und Amazon,
- 1:09:24Eugen: weil dadurch kam ich auch dazu, zu diesen Boxen und Heften.
- 1:09:27Eugen: Und das war einfach möglich, weil das nächste Spielzeuggeschäft hatte.
- 1:09:31Eugen: Das hat sicher zu einer sehr starken Verbreitung geführt, aber das war ein wirklich kommerzielles Produkt.
- 1:09:36Eugen: Da wurde halt auch, gab es halt auch die Kataloge und das vorgegeben. Und jetzt ist es viel komplizierter für mich, den Überblick zu bewahren,
- 1:09:41Eugen: weil jetzt gehört das Ulisses Spiele, die schon sicher einer der großen Verlage sind,
- 1:09:48Eugen: aber sehr viele von den Regelwerken werden zuerst über Kickstarter finanziert,
- 1:09:52Eugen: über oder über Crowdfunding. Also jetzt ist da glaube ich eher diese teilweise vielleicht sogar problematische Entgrenzung von privatem Hobby und
- 1:10:01Eugen: Unternehmen. Und dafür kenne ich aber Ulisses Spiele zu wenig, um zu wissen,
- 1:10:05Eugen: was da, wo da die Probleme oder Herausforderungen gerade sind.
- 1:10:09Eugen: Und das ist und das hat sich vor allem es wird so viel gerade geschrieben und herausgegeben,
- 1:10:16Eugen: dass es wirklich schwer ist, den Überblick zu bewahren. Früher war es einfach einige zentrale Boxen,
- 1:10:21Eugen: eine überschaubare Anzahl von Abenteuern, jetzt explodiert es in alle Richtungen.
- 1:10:26Eugen: Was sehr cool ist, weil es zeigt, dass es noch sehr lebendig ist.
- 1:10:29Eugen: Aber es macht den Überblick schwer. Und ja, irgendwann sollte ich auch erwähnen.
- 1:10:33Eugen: Also ich habe mit der Lena, die ich habe, so vor zwei drei Jahren, die ich vorher natürlich schon kannte vom Namen
- 1:10:39Eugen: her, weil ich einfach ihre Texte, ihre schwarzen Auge Texte gelesen habe, aber die ich jetzt auf einer Konferenz
- 1:10:44Eugen: kennengelernt habe. Und wir haben schon länger überlegt, wir würden gern etwas machen zur Ideengeschichte. Also mal wirklich große Ideen
- 1:10:51Eugen: anschauen in einzelnen Papers wie Wie wird Herrschaft dargestellt?
- 1:10:55Eugen: Wie wird Wissenschaft verstanden? Gender, Wirtschaft, Gesellschaft, Religion.
- 1:11:01Eugen: Weil das sind ganz zentrale Themen, die da durchexerziert werden und haben aber beschlossen,
- 1:11:06Eugen: dass wir mit der Edition 4:01 aufhören.
- 1:11:08Eugen: Also weil sonst wird es schwer für uns, alles zu kontrollieren.
- 1:11:11Eugen: Also wir sind jetzt bei der fünften Edition, die wird nicht mehr Teil dieses Calls sein,
- 1:11:16Eugen: sondern eventuell dann von Nachfolgeprojekten.
- 1:11:19Arno: Arno: Aber wenn dann jemand käme und sagt, ich gucke mir das jetzt aus Edition fünf an.
- 1:11:25Eugen: Eugen: Ja, das hatten wir schon zweimal, Es ist so undankbar, weil ich finde das ja extrem cool.
- 1:11:30Eugen: Aber wir hätten schon gerne. Ich hätte gerne im Unterschied zu sonstigen Sammelbänden ein sehr stringentes konzises Sammlung,
- 1:11:40Eugen: wo wirklich erstens alle Themen abgedeckt sind, weil natürlich alle wollen was zu Wissenschaft und Hochschulen und Magierschulen machen.
- 1:11:48Eugen: Also da hatten wir schon. Ich glaube vier Einsendungen und tatsächlich alle sehr gut.
- 1:11:53Eugen: Aber deswegen haben wir auch alle gesagt, ihr müsst einen Dreiervorschlag machen. Und wir haben eine fixe Liste an Themen,
- 1:11:58Eugen: die wir wirklich wollen. Und ich hoffe, es ist ein bisschen ein Experiment, aber der Versuch ist, dass man dann halt wirklich
- 1:12:03Eugen: etwas hat, was näher an ein Handbuch herankommt, wo man wirklich nachschauen kann.
- 1:12:07Eugen: Jetzt interessiert mich Religion, aber jetzt wüsste ich auch gerne, wie sieht es eigentlich mit Wissenschaft drinnen
- 1:12:11Eugen: aus? Also ich werde den Call dann auch noch verlinken, aber ich schaue jetzt nur wegen der Liste an,
- 1:12:15Eugen: wir haben also als Kapitelvorschläge politische Systeme, Kulturen, Ethnien,
- 1:12:20Eugen: Krieg, Religion, Gender, Familie, Heldentum, Arbeit, Wirtschaft, Technologie,
- 1:12:25Eugen: Wissenschaft, Kunst und Literatur, Magie und Geschichte.
- 1:12:29Eugen: Und das ist eh unter. Das waren am Anfang, glaube ich, nur zwölf.
- 1:12:31Eugen: Dann sind noch zwei eingefallen und es darf jeder, jeder schon noch einen Extravorschlag auch machen,
- 1:12:37Eugen: weil irgendwas werden wir übersehen haben. Aber es wäre einfach schön, wenn zumindest politische Systeme abgedeckt ist und wenn nicht nur
- 1:12:44Eugen: Hochschulsysteme haben.
- 1:12:46Arno: Arno: Im Prinzip wollt ihr Inhaltsanalysen.
- 1:12:49Arno: Also jetzt kann nichts, was auf der Produktion oder Rezeption fußt.
- 1:12:54Eugen: Eugen: Es ist eine Ideengeschichte, die kommt dann schon auch noch. Also man kann schon auch noch argumentieren, dass die dann also
- 1:13:00Eugen: was bei Rollenspielen spannend ist das eine ist der Text, der vorgegeben ist,
- 1:13:03Eugen: sozusagen das offizielle. Und dann macht ja noch jede Heldengruppe was Eigenes draus.
- 1:13:08Eugen: Das wird dann schwierig zu analysieren, aber das heißt, Fanforen wären auch eine interessante Quelle oder Fanfiction für ein
- 1:13:16Eugen: Abenteuer. Ich finde, für einen Start und man muss halt dazu sagen, zum schwarzen Auge gibt es wissenschaftlich jetzt einen schönen Band schon,
- 1:13:24Eugen: den wir nachher auch verlinken. Den hätte ich mir rausnehmen sollen, damit man gleich ordentlich Werbung machen kann.
- 1:13:30Eugen: Ich google mal da im Hintergrund, aber sonst gibt es nichts dazu.
- 1:13:34Eugen: Und das war also es war einfach. Es ist jetzt noch ein großes Ding und es war früher aber auch ein noch größeres Ding,
- 1:13:40Eugen: weil wie du ja schon richtig gesagt hast in den 80er und 90er, da war ja nichts da.
- 1:13:43Eugen: Wir hatten ja sonst nichts. Wir hatten ja kein Internet und ganz wenig Computerspiele. Und da hat das schwarze Auge potenziell einen noch viel
- 1:13:49Eugen: größeren Teil der Freizeit eingenommen.
- 1:13:52Arno: Arno: Ja, ich hatte auch relativ viele Bekannte, die das irgendwie mochten oder gespielt haben oder gelesen haben.
- 1:13:59Arno: War selber kein Teil davon. Könnte mir jetzt vorstellen, dass es da vielleicht auch Interesse von diesen Verlagen,
- 1:14:08Arno: also Spiel oder Buchverlagen gibt, dass die mit euch irgendwas zusammen machen wollen oder umgekehrt.
- 1:14:15Arno: Wie sieht es da aus? Also dass ihr zum Beispiel Interviews mit den Originalautoren in dem Fall machen würdet oder sowas.
- 1:14:25Arno: Das, was auch mit reinkommt.
- 1:14:26Eugen: Eugen: Wunderschön. Aber das wäre dann ein riesiges Projekt, gleich wie ich fürchte.
- 1:14:30Eugen: Dafür habe ich nicht die Zeit. Also teilweise muss man dazu.
- 1:14:33Eugen: Es wäre schon wichtig, weil die Autorinnen das auch der Ursprungsgeschichten teilweise schon verstorben sind.
- 1:14:40Eugen: Also Ulrich Kiesow, der so die zentrale Figur war der ersten Editionen, der ist in 2000 Jahren schon verstorben.
- 1:14:48Eugen: Das war auch sehr schön zu beobachten, wie dann innerhalb der Community getrauert wurde.
- 1:14:54Eugen: Und es wurde auch, glaube ich, eine Kurzgeschichtensammlung Das zerbrochene Rad dann zu dem Anlass geschrieben.
- 1:15:00Eugen: Aber ich habe jetzt nicht die Zeit, da in eine Produktionsanalyse reinzugehen.
- 1:15:04Eugen: Das heißt, wenn das in Papers drin ist, ich weiß nicht.
- 1:15:07Eugen: Ich muss mir auch noch überlegen, ob ich am Ende halt ein freies Kapitel sonst abdecke und die Leser auch.
- 1:15:14Eugen: Aber dass wir uns da jetzt wirklich reinigern.
- 1:15:16Eugen: Ich meine, die Lena ist sehr gut vernetzt mit den Allen, weil sie kommt ja auch aus der aus der Produktionsseite.
- 1:15:22Arno: Arno: Ja, das stimmt.
- 1:15:23Eugen: Eugen: Mir ist jetzt klar, welche Edition, aber ich glaube ab vier auf jeden Fall dabei vielleicht auch drei.
- 1:15:29Eugen: Ähm, also sie kennt sie auch noch, ist in persönlichen Kontakt.
- 1:15:32Eugen: Es heißt, irgendetwas davon kommt sicher, aber er ist jetzt wirklich abdecken,
- 1:15:37Eugen: dass wir jetzt alle Aufgaben von den ersten Autorinnen und interviewen. Das wird sich nicht ausgehen.
- 1:15:42Arno: Arno: Wir werden nur.
- 1:15:43Eugen: Eugen: Ergänzen. Aus dieser.
- 1:15:46Arno: Arno: Aus dieser Ideen historischen Perspektive wäre es sicher interessant gewesen.
- 1:15:51Arno: Das definitiv hört sich jedenfalls. Also wenn ich jetzt das schwarze Auge kennen würde,
- 1:15:58Arno: würde es sich fantastisch anhören. Also es hört sich auch so fantastisch an,
- 1:16:01Arno: ich kann nur relativ wenig dazu sagen, wie es.
- 1:16:06Eugen: Eugen: Ist. Es ist eine faszinierende Quelle, weil sie hat sich auch verändert, also in Wirklichkeit natürlich,
- 1:16:11Eugen: also.
- 1:16:12Arno: Arno: So langlebig ist.
- 1:16:13Eugen: Eugen: Sie ist langlebig und sie ist halt schon sehr.
- 1:16:16Eugen: Es ist sehr viel Ideengeschichte drinnen, weil alle diese Themen, die wir hatten.
- 1:16:20Eugen: Jetzt muss ich wieder zurückgehen. Wie politische Systeme kriege und so es ist, es geschieht ja auch viel in der Welt des
- 1:16:25Eugen: Schwarzen Auges. Auf die Idee kam er auch beim Vergleich der allerersten Regelwerke mit späteren.
- 1:16:30Eugen: Wie das dann immer ausgefeilter wurde, wie halt wirklich auch, aber recht früh.
- 1:16:34Eugen: Und das ist etwas sehr, sehr, sehr Deutsches.
- 1:16:36Eugen: In meiner Wahrnehmung auch. Es ist immer so ein bisschen. Erstens es hat immer diesen Dreiklang, die Titel Was ist Götter,
- 1:16:42Eugen: Magier und Geweihte glaube ich ist einer der frühen Bände gewesen oder mit Mantel,
- 1:16:46Eugen: Schwert und Zauberstab. Und das ist der Dreiklang von Götter, Gräber und Gelehrte von Ceram und der Ausgrabung von Troja.
- 1:16:52Eugen: Und der Text, der Textduktus ist auch sehr ähnlich zu dieser frühen, ein bisschen populärwissenschaftlichen Geschichtsschreibung,
- 1:17:00Eugen: also die in den Regelwerken. Das liest sich auch.
- 1:17:02Eugen: Man erkennt sofort wieder, das ist halt jetzt nicht, wieso die ganz hardcore deutsche
- 1:17:06Eugen: Geschichtswissenschaft, die niemand mehr lesen kann, weil so viele Fußnoten, aber ich glaube,
- 1:17:10Eugen: das kann man sogar Fußnoten drin vor.
- 1:17:12Eugen: Also das hat sicher auch einiges von meiner Liebe zur Geschichte bewirkt, dass ich das da schon als das normal kennengelernt habe.
- 1:17:19Eugen: So sind Texte und das wird über immer über die Gesellschaft und die Wirtschaft geredet und die Geschlechterverhältnisse und ich glaube,
- 1:17:27Eugen: das wollen auch so viele über die Magierhochschulen schreiben, weil das sind in Wirklichkeit halt Spiegelbilder
- 1:17:32Eugen: oder Illustrationen Imaginationen von Hochschulen, wie wir sie kennen.
- 1:17:37Eugen: Und die Marke sind auch so ein bisschen wie die Gelehrten, die Verschrobenen.
- 1:17:40Eugen: Und das ist es. Es verarbeitet noch dazu ganz viel Populärkultur.
- 1:17:45Eugen: Also es ist ja wenig erfunden für das schwarze Auge, sondern vieles sind einfach Zitate oder Sachen,
- 1:17:50Eugen: die funktionieren, die es gibt. Die Phileasson.
- 1:17:54Eugen: Eine Abenteuerreise, die ich gerne hatte, war die PhileassonReihe und die Phileasson,
- 1:17:59Eugen: dieser Thorwaler, weil er Phileas Fogg ist, der in 80 Tagen halt nicht um die Erde,
- 1:18:03Eugen: sondern um Aventurien reist. Und man begegnet halt Elfen und Feen und nicht einem diesen Beerdigungsritus in Indien.
- 1:18:09Eugen: Und auch dann gibt es den. Stoerrebrandt ist ein großer Patrizier und das ist erst das sind die Namen,
- 1:18:19Eugen: zusammengezogen von den zwei Verlegern von Schmidt Spiele und von Wagner.
- 1:18:24Eugen: Also es ist immer ein direktes Zitat, eine direkte Verarbeitung von etwas,
- 1:18:29Eugen: was wir aus unserer Welt kennen und dadurch ist es eine super Quelle für was hier verarbeitet wird.
- 1:18:35Eugen: Also das.
- 1:18:36Arno: Arno: Hört sich wirklich gut an, ich bin sehr.
- 1:18:38Eugen: Eugen: Gespannt. Also wir sammeln jetzt erstmal bis 10.
- 1:18:41Eugen: Jänner 2026 Kapitelvorschläge. Dann werden wir uns zurückmelden.
- 1:18:45Eugen: Wir haben gar nicht viele Daten darein gegeben, weil das muss man auch dazu sagen, dass ein Projekt, das die Lena und ich on the side
- 1:18:50Eugen: machen, da gibt es jetzt keine Finanzierung oder sowas dafür und ich weiß,
- 1:18:54Eugen: es ist unhöflich, da keine Daten reinzugeben, aber anstatt dass wir uns dann immer 20 mal entschuldigen, weil wir uns zu spät melden,
- 1:19:00Eugen: ist es von Anfang an klar, das wird alles länger dauern.
- 1:19:03Eugen: Versucht da einfach sehr viel. Oder wir versuchen beide sehr viel ehrlicher zu sein.
- 1:19:07Eugen: Gut, Arno, du und ich, wir kennen das eh auch.
- 1:19:09Eugen: Man kriegt dann immer Call for Papers mit harten Deadlines, an die muss man sich halten.
- 1:19:13Eugen: Und dann hört man plötzlich drei Jahre von einem Sammelband nichts mehr.
- 1:19:16Arno: Arno: Ja, kenne ich sehr gut.
- 1:19:17Eugen: Eugen: Dann hört man wieder und dann ist man wieder. Nächste Woche muss das da sein. Wir versuchen das jetzt ein bisschen offener anzugehen.
- 1:19:24Arno: Arno: Ja, und den Link zum Call, den finden wir, tust du ja bestimmt dann auch in die ShowNotes.
- 1:19:29Eugen: Eugen: Den gebe ich ihnen. Und jetzt habe ich es auch gefunden. Es heißt Forschungsdrang und Rollenspiel.
- 1:19:34Eugen: Das ist ein Sammelband, der wurde auch vom Ulisses Verlag herausgegeben, was ich sehr sympathisch finde. Tatsächlich, so die Herausgeberin,
- 1:19:40Eugen: findet man da zwar nicht auf der ersten Seite, das ist ja typisch.
- 1:19:43Eugen: Aber es ist sehr schön. Und da sind einige Freundinnen haben da mitgeschrieben.
- 1:19:48Arno: Arno: Ich meine, was mich bei diesem Also wie gesagt, ich habe es ja selber nie angefasst.
- 1:19:54Arno: Aber was mich da so daran fasziniert, ist das was, dass das was extrem deutschsprachiges ist.
- 1:20:02Arno: Also das ist etwas, was es in anderen Sprachkreisen oder Kulturkreisen in der Form eigentlich gar nicht gibt.
- 1:20:11Arno: Und das ist ja auch noch mal etwas Besonderes, finde ich.
- 1:20:15Eugen: Eugen: Das schließt auch den Bogen oder den Kreis zu Clair Obscur, weil es ist ursprünglich etwas sehr Amerikanisches,
- 1:20:23Eugen: in diesem Fall das Rollen, das Tabletop RPG, das dann aber durch die sehr deutsche Adaption.
- 1:20:32Eugen: Oder es ist es waren von Anfang an ja auch Österreicherinnen und Schweizer involviert.
- 1:20:36Arno: Arno: Also deswegen meine ich auch deutschsprachig.
- 1:20:38Eugen: Eugen: Und deutschsprachig trifft es besser. Aber die ersten Abenteuer ist auch noch mit.
- 1:20:43Eugen: Es ist sehr viel durch die Wüste. Also es ist sehr viel.
- 1:20:46Eugen: Es ist eine Mischung von Herr der Ringe mit Karl May und und und.
- 1:20:51Eugen: Ferner hat man drinnen, also man erkennt auch wieder die gleichen Romane, die ich in den 80er Jahren als Bub gelesen habe,
- 1:20:57Eugen: haben auch die Autorinnen gelesen. Deswegen erkennt man da sehr vieles sehr schnell wieder.
- 1:21:02Arno: Arno: Ist das auch vielleicht noch letzte Frage Ist das auch sehr bildungsbürgerlich in gewissem Sinne oder ist das schon sehr
- 1:21:11Arno: lowBrow? Nach unten offen.
- 1:21:14Eugen: Eugen: Nach unten offen? Es ist schon offen.
- 1:21:17Eugen: Es ist jetzt kommt jetzt nicht von von der der die Autorinnen kam jetzt nicht aus der Upper class,
- 1:21:23Eugen: aber es hat schon etwas, finde ich sehr stark Bildungsbürgerliches, was ich jetzt aber auch nicht negativ finde.
- 1:21:30Eugen: Das merkt man halt an diesen Texten, die halt wie Götter, Gräber und Gelehrte geschrieben sind,
- 1:21:35Eugen: auch das aber auch glaube ich dadurch für viele zugänglicher machen, weil es nicht so abweisend geschrieben ist,
- 1:21:42Eugen: wie tatsächliche deutschsprachige wissenschaftliche Texte es leider oft sind.
- 1:21:45Eugen: Also es weckt eher ein Interesse, aber es ist schon aus einer Zeit, wo wo es auch noch Kanon,
- 1:21:52Eugen: auch etwas noch nicht negatives war, sondern ist man davon ausgegangen, diese und diese Filme kennt man diese und diese
- 1:21:56Eugen: Bücher kennt man, wo halt dann vermutlich.
- 1:21:59Eugen: Ich könnte mal schauen, wie viel Goethe Zitate sich da irgendwo verstecken oder Abänderungen davon.
- 1:22:06Eugen: Das finde ich, finde ich interessant.
- 1:22:08Eugen: Also Karl May ist recht eindeutig mit den ganzen durch die Wüsten Tulamiden Novadis.
- 1:22:14Eugen: Später ist das nettes. Aventurien wird auch immer so ausgebaut, dass man für jeden was hat.
- 1:22:18Eugen: Also es gibt dann unten im Süden im Perlenmeer, das ist für die, die Piratenfilme aus den 50er Jahren mochten,
- 1:22:23Eugen: weil da kann man genau das nachspielen. Dann gibt es die Zyklopeninseln. Das ist Griechenland, falls man ein bisschen griechische Antike spielen
- 1:22:28Eugen: will. Die Thorwaler sind die Wikinger im hohen Norden.
- 1:22:31Eugen: Dann gibt es auch Orks, Elfen, Zwerge natürlich.
- 1:22:34Eugen: Das Bornland ist Russland, falls man so ein bisschen Tolstoi Atmosphäre drinnen haben will.
- 1:22:41Eugen: Das liebliche Feld ist so Italien, Frankreich zur Renaissance.
- 1:22:46Eugen: Das Mittelreich ist halt das Heilige Römische Reich. Dann gibt es da noch so ein bisschen Spanien.
- 1:22:52Eugen: Es ist Maraskan ist eine Mischung aus Madagaskar und Japan.
- 1:22:57Eugen: Also es ist. Es ist so ein arges passiert, das halt.
- 1:23:01Eugen: Nichts davon ist wirklich eigen, aber es sind immer veränderte Sachen, die man schon kennt.
- 1:23:06Eugen: Aber das macht es auch irgendwie sehr zugänglich.
- 1:23:13Speaker5: Speaker5: Oh.
- 1:23:18Arno: Arno: Hey. Oh, tut mir echt leid. Mein Computer war auf einmal weg.
- 1:23:22Arno: Ich weiß nicht, was du jetzt da geredet hast.
- 1:23:24Arno: Aber ich finde.
- 1:23:25Eugen: Eugen: Es dann auf Band. Ja.
- 1:23:26Arno: Arno: Ja, ich kann ja dann die Folge hören Und ich finde, wir haben glaube ich auch alles gesagt gehabt,
- 1:23:34Arno: so das schwarze Auge. Also den Link zum Call findet ihr eben in den ShowNotes.
- 1:23:39Arno: Das hatten wir ja schon gesagt. Wenn ihr Lust habt, reicht da gerne noch was ein.
- 1:23:43Arno: Ich schätze, es gibt noch einige freie Slots, die noch zu besetzen sind.
- 1:23:49Eugen: Eugen: Alles frei. Also wir werden ja erst entscheiden und dadurch, dass alle Dreiervorschläge machen.
- 1:23:55Arno: Arno: Und man kann ja auch zu einem Thema verschiedene Positionen einnehmen.
- 1:23:59Eugen: Eugen: Ja, das wäre dann auch eine Möglichkeit.
- 1:24:02Arno: Arno: Möglichst viele Beiträge, damit möglichst riesiges Projekt am Ende hast.
- 1:24:07Eugen: Eugen: Und möglichst jeden doch abdecken. Das wäre so ein Wunsch von mir.
- 1:24:11Arno: Arno: Ja, das wünsche ich dir. Es ist ja auch Weihnachtszeit.
- 1:24:13Arno: Und ja, ein kleines Geschenk in Form eines Abstracts wäre doch eine tolle Sache.
- 1:24:19Eugen: Eugen: Ich brauche ja nicht viel, nur ein kleines Abstract und nur viele kleine Abstracts für die Lena und mich,
- 1:24:27Eugen: damit wir uns freuen. Was wünschst du dir zu Weihnachten, Arno?
- 1:24:30Arno: Arno: Zeit Vor allem.
- 1:24:32Eugen: Eugen: Sehr gut. Das wünsche ich mir auch. Das wünsche ich uns beiden.
- 1:24:35Arno: Arno: Das Ding dabei ist ja es macht mir ja auch alles Spaß.
- 1:24:39Arno: Es ist nur dann in solchen Zeiten, wo sich dann so alles war, so wahnsinnig zusammenklingelt,
- 1:24:46Arno: dann manchmal ein bisschen.
- 1:24:48Eugen: Eugen: Ich finde, das ist das Problem mit Papers halt. Also ich schreibe sie dann auch jedes Mal gerne, aber es ist schwerer zu kontrollieren,
- 1:24:54Eugen: wie viel Zeit sie fressen. Sie fressen dann immer mehr Zeit als ich denke,
- 1:24:57Eugen: auch wenn es ein Thema ist, zu dem ich schon was gemacht habe. Weil dann möchte man sich doch wieder einarbeiten. Und ich?
- 1:25:03Eugen: Ich würde mich lieber jetzt auf längere Texte konzentrieren.
- 1:25:06Eugen: Das sollte sich ausgehen.
- 1:25:09Arno: Arno: Aber Weihnachten? Also ich wünsche mir vor allem Gesundheit für uns alle.
- 1:25:13Arno: Es war ein kompliziertes Jahr, was das angeht.
- 1:25:17Eugen: Eugen: Das wünsche ich euch auch allen.
- 1:25:18Arno: Arno: Und Dass vor allem wir, Eugen, du und ich, ein ganz wundervolles 2026
- 1:25:27Arno: 272829 usw noch haben.
- 1:25:32Eugen: Eugen: Werden wir auf jeden Fall haben. Wir haben ja jetzt auch unseren Podcast, nicht nur die Texte, sondern auch einen Podcast.
- 1:25:37Arno: Arno: Das ist nämlich immer wieder eine Freude.
- 1:25:39Arno: Und jeden Tag, jeder Tag mit dir ist Weihnachten.
- 1:25:47Eugen: Eugen: Ja, schön war es mit dir dann und danke für das Jahr.
- 1:25:52Eugen: Dann danke ich auch mal unseren Hörerinnen.
- 1:25:54Eugen: Ich habe ja noch immer den Verdacht, dass wir so was nicht. 6 bis 7 Hörerinnen haben.
- 1:25:58Eugen: Die habe ich aber ganz besonders lieb, wollte ich nur sagen.
- 1:26:01Eugen: Jeden Einzelnen, jede einzelne von euch wünsche ich auch das Allerbeste für das nächste Jahr.
- 1:26:08Eugen: Und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Dir.
- 1:26:12Eugen: Wahrscheinlich auch erst im nächsten Jahr, sowohl digital als auch analog.
- 1:26:16Arno: Arno: Zumindest was den Podcast angeht, ja.
- 1:26:18Eugen: Eugen: Na dann, mein lieber John, wird das Paket zu machen.
- 1:26:23Arno: Arno: Ein Schleifchen drum.
- 1:26:25Eugen: Eugen: Ein Schleifchen drum und.
- 1:26:26Arno: Arno: Legen es unter den Baum.
- 1:26:28Eugen: Eugen: Ja, oder eine Briefmarke drauf und ab zum christkindl Postamt.
- 1:26:33Eugen: Das ist ja noch gibt. Es war eine Freude.
- 1:26:36Eugen: Bis. Bis 2026.
- 1:26:39Arno: Arno: Ja, gut. Tschüss.
- 1:26:46Intro/Outro: Intro/Outro: Kritisch Kritische.
- 1:26:56Intro/Outro: Shantanu.