Latest / Genre Geschehen / Folge 216 - Im Angesicht des VHS-Todes (Faces of Death, The Poughkeepsie Tapes, Stolen)
Transcript
- Genre geschehen wird präsentiert von Podriders.de, das Podcast-Netzwerk. Und Tino Hahn. Entführte Menschen und jede Menge Snuff-Videos und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge Genregeschehen, meine sehr verehrten Damen und Herren. Nummer 216 an der Zahl und natürlich sind auch wir wieder an der Zahl. Volles Haus. Herzlich willkommen, André Hecker. Guten Tag. Und natürlich herzlich willkommen, Tino Hahn. Hallo. Ja, wir wollen über frisches, noch frischeres und ja, ich hab's jetzt endlich mal. Abgehangenes. Ja, abgehangenes, genau. Beziehungsweise endlich mal nachgeholtes Reden. Und ich glaube, wir fangen mit dem frischesten Eindruck an, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe. Nämlich einem indischen Film namens Stolen. Ich glaube, der Titel wurde schon hier ein-, zweimal genannt, oder? Ja, wir haben den immer so als Antithese zu der teilweise berechtigten Kritik, dass indische Filme immer recht lange laufen. Und der ist ein recht ökonomisch inszenierter, sehr atemloser 94-Minuten-Film. Genau, und frei von diversen Merkmalen, für die das indische Kino eigentlich schon gerne mal steht. Und André hat diesen Film jetzt gerade, just vor zwei Sekunden, bevor diese Aufzeichnung losgegangen ist, beendet. Ja, wir sehen noch den Abspann in seiner Brille reflektieren. Die Credits laufen noch, genau. Ja, in diesem Film oder beziehungsweise dieser Film hat hoffentlich die offizielle Inhaltsangabe, die wie folgt lautet. In den frühen Morgenstunden an einem Bahnhof im ländlichen Indien, die Brüder Gautam und Raman wollen gerade los zu einer extravaganten Hochzeit. Doch dann begegnet ihnen Jumper, deren fünf Monate alte Tochter in der Nacht verschwunden ist. Getrieben von seinem Sinn für Gerechtigkeit will Raman, der verzweifelten Mutter, sofort helfen. Die Suche nach dem verschwundenen Baby führt die beiden ungleichen Brüder und Juppa ins indische Hinterland und in die Halbwelt. Was ist denn eine Halbwelt? Ja, keine Ahnung. Ich denke mal, die meinen halt Unterwelt. Die Halblingwelt. Ja. Oder halt die Welt zwischen. Ja, ich verstehe schon, was sie meinen, aber das habe ich selten gehört bisher, das Wort. Vielleicht fehlt da auch ein Adjektiv. Ja, der halbseidene Unterwelt, also dass da irgendwas verschmolzen ist. Ja. Gut, auf jeden Fall wird es sehr körperlich. Sagen wir es mal so, wir haben ja hier halt auch schon ... Die Situation, dass hier Menschen aus der einen Kaste auf Menschen aus anderen Kasten treffen. Und wenn ich das so mit meinem bescheidenen Wissen mitbekommen habe, Leben, wenn man streng nach Kasten geht, ich glaube, das System ist mittlerweile ja schon doch ein bisschen aufgeweicht worden, nach einigen jüngeren Filmen zu urteilen. Aber wenn das halt so noch streng durchexerziert wird, dann sind das ja tatsächlich verschiedene Welten, oder? Sind es auch. Und das Problem mit streng durchexerzieren ist halt, wessen Stränge ist die relevante Stränge. Weil natürlich denken ja immer, wie bei Religionen auch, dass sie irgendwie Recht haben. Und im Idealfall denken Kasten und Religionen auch so, ja, lasst doch alle machen, was sie wollen. Und wir behandeln uns einfach auf Augenhöhe. Aber das, auch wenn viele indische Filme das jetzt so ein bisschen den Anschein erwecken, Filme sind ja meistens in der sozialen Entwicklung 10, 15 Jahre in der Zukunft, meistens ja noch mehr. Dieses System spielt natürlich schon noch eine Rolle, gerade weil das ein bisschen vereinfacht sind, das ja lauter Vorurteile, die aber natürlich auch aus Bequemlichkeit helfen, Leute schon gleich vorschnell zu verurteilen. Das wird hier im Verlauf des Films den beiden Brüdern ja immer mehr zu einem Verhängnis, denn dieser vermeintliche Hilfsversuch fällt ihnen ja auf die Füße, obwohl das so ein überschaubarer Vorfall ist, aber dann kommen diese Klassenunterschiede, dann kommen Missverständnisse rein und dann entspinnt sich das immer mehr und der André den frischesten Eindruck hat, schildert doch mal, wie das auf dich gewirkt. Ja, ich hatte halt ... Ich wusste überhaupt nicht, wo das hinführen soll. Der fängt ja in einem sehr überschaubaren Setting an. Dieser Frau wird das Baby gestohlen. Diese zwei Männer sind da, zwei Polizisten kommen dazu. Und ich dachte erst so, okay, der Film ist so kurz. Vor allem für indische Verhältnisse haben wir schon gesagt. Ich dachte vielleicht so erst, okay, spielt der jetzt die ganze Zeit diesen Bahnhof? Ist das quasi so ein Kammerspiel? In dieser Situation kommen immer wieder Leute dazu und eskalieren Dinge, whatever. Aber nein, der nimmt ja eine ganz andere Züge an. Und ich fand das total spannend, wie A, der Film es direkt geschafft hat, dass ich irgendwie sofort drin war. Ich wollte sofort wissen, was da los ist. Weil der Start mit dem Mysterium, mit einer Frage so. Was ist da passiert? Wer hat das Baby? Wo ist das Baby? Whatever. Und ich war sofort irgendwie investiert, das hat er geschafft. Und dass er auch dann so, er lässt sich auch nicht mehr los. Der hat ein unfassbar krasses Pacing und ich finde, der packt dich dann einmal am Anfang und dann schleift er dich da komplett 90 Minuten mit durch. Und das fand ich krass. Und ja, wie gesagt, war nicht darauf gefasst, wo der hinführen wird. Finde es halt vor allem extrem beeindruckend, wie der sich immer weiter halt steigert. A und es schafft verschiedenste und ich sag jetzt nicht das T-Wort, sondern ich nenne es bewusst kleine Wendungen. Neue Erkenntnisse und, Und wieder neue Fragen aufzuwerfen im Lauf der Geschichte. Und zwar so, dass es nicht immer wieder stockt. Es kommt nicht zu einer Pause und es wird dann eine Frage gestellt. Sondern das wird einfach während dieser Hetzjagd oder während diesem Trubel, der dann losrollt, immer wieder reingeworfen, so ganz organisch. Und das fand ich krass, dass du immer wieder so kurze Wow-Momente hast. Und trotzdem läuft die Story dabei weiter und weiter und weiter. Und du unterfragst immer wieder die Szenarien, die Figuren. Und das war crazy, wie der das geschafft hat, das so fließend zu verpacken. Ich würde so sehen, wie so ein, weiß ich nicht, als würdest du vor einem großen, riesengroßen Bild stehen, aber du guckst halt am Anfang nur links unten in die Ecke. Und dann wird das Bild immer größer. Wie so ein Wimmelbild. Ja, genau. Und dann zieht das Bild immer so weiter auf. Ich würde als Vergleich tatsächlich Jalikatu nennen, weil der Film beginnt ja dann halt einfach mit einer einfachen Problematik, das Baby ist weg und da war es, der Ochse ist los. Aber wir kriegen ja halt dann halt im Laufe des Films immer mehr mit, was da ja für Zustände herrschen, wie die Leute sich gegenseitig betrachten, welche Missgunst oder welche, weiß nicht, Konflikte noch so unten drunter brodeln und so weiter und so fort. Und so ist es ja auch genau hier. Ich war eben so erstaunt, was der Film plötzlich für Dimensionen annimmt. Und naja, was das Coole an diesem Film ist, ist ja eigentlich der Moment, in dem wir in diese Geschichte einsteigen. Es gäbe ja Filme, die, weiß ich nicht, gewisse Dinge einfach schon vorher gezeigt hätten, Und dann hätten wir schon ein deutlicheres Bild. So haben wir das aber nicht, sondern so müssen wir halt erst mal mit diesem Film mitgehen, um rauszufinden, was hier eigentlich wirklich Thema ist und was hier halt wirklich Phase ist. Und das finde ich das Coole an diesem Film. Und dann natürlich auch die anderen Punkte, die du besprochen hast, eben von dem Tempo, das er aufrechterhält, von der Eskalation, die immer weiter zunimmt, von den Spannungen, die immer weiter zunehmen. Wenn ich einen Kritikpunkt habe, dann verstehe ich nicht so ganz einen bestimmten Move, den einer der Brüder macht. Ich glaube, es ist ein Scout-Hamm. Der hat im weiteren Verlauf des Films mal eine etwas krassere Beichte. Und die, da habe ich nicht so ganz verstanden, warum diese Figur quasi das machen muss, ohne jetzt zu viel zu verraten. Weil ich fand, das wirft ein noch negativeres Bild auf sie, obwohl sie ohnehin schon nicht so die sympathischste Figur ist. Weil, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, ist ja, also Gautam ist ja halt nun mal der, der eigentlich eher zu dieser Hochzeit möchte und der ein bisschen besser gestellt ist und der irgendwie permanent sich auch gar keine Diskussion oder beziehungsweise jede Diskussion mit absolut erhöhter Temperatur irgendwie startet. Und dass er dann halt nochmal so ein wie soll man sagen. Unsympathischen Schub bekommt. Das fand ich ein bisschen merkwürdig, das hab ich nicht ganz verstanden. Zumal wenn man halt dann auch das Ende des Films irgendwie dann betrachtet, so im Nachhinein. Ja, find ich auch nicht unbedingt notwendig, aber ich fand's irgendwie auch nice, weil man ja hier wirklich zuguckt. Also, das sind halt nun mal keine besonders sympathischen Figuren, kann man natürlich immer drüber diskutieren, warum macht man die dann zu den Protagonisten? Aber ich fand's irgendwie nice, heißt, dass man so moralisch hin und her geworfen ist. Natürlich ist irgendwie das, was sie machen, richtig. Aber sind sie als Figuren richtig in Gänsefüßen? Gänsefüßen, Gänsefüßchen. Und ich mochte auch hier, weil an dem Film ist halt die Form so krass an den Inhalt gekoppelt. Also du hast ja ganz viele One-Takes. Die Kamera ist immer dran an den Gesichtern, hängt an irgendwelchen Schultern, sucht so kurz mal Räume ab. Also da wird ja nicht beobachtet, man ist ja wirklich mit dabei. Und der Film spielt ja auch nahezu in Echtzeit, also es fühlt sich vieles nach Echtzeit an und das finde ich umso erstaunlicher seit Debütfilmen vom Regisseur und auch der erste Film, den der Kameramann gemacht hat. Also das ist technisch auf so einem krassen Niveau und ich habe das selten, dass ich bei so Filmen, das ist ja schon fast so Anka Jams Level von Angespanntheit, Nur, dass es nicht so cringe oder so unangenehm ist, sondern man will halt irgendwie, dass alles gut wird. Aber man merkt ja schon nach einer Viertelstunde, gut kann hier gar nichts werden. Es kann nur möglichst wenig schlimm werden. Und deswegen hat er so einen anhaltenden Fluchtzustand. Und das ist so, also wir haben ja schon gesagt, er hat wenig so, also es gibt keine Gesangsszene, es gibt wenig Theatralik, aber er hat ja diese, was in den indischen Filmen ja auch oft so typisch ist für so eine Sozialarchitektur von der Dramaturgie, ist ja dieses. Wie schnell Gerüchte so explodieren können, Mobmentalität, dann vertraut man irgendwie den Behörden nicht so wirklich. Deswegen gibt es eigentlich gar nicht so wirklich die Möglichkeit, die Polizei zu rufen oder so. Also das scheidet einfach aus. Und diese Kollision von den verschiedenen Indiens, die es ja dann doch so gibt, das ländliche Gegend in die Großstadtgegend. Und wie man das schafft, das so innerhalb von wenigen Stunden, beziehungsweise für uns als Zuschauer knapp 90 Minuten so zusammenzufropfen, und dabei noch so beiläufig diese ganzen Themen zu verhandeln. Das fand ich schon sehr, sehr stark. Deshalb möchte ich an der Stelle auch nochmal einen Tipp für Joram aussprechen. J-O-R-A-M. Der ist ähnlich gelagert. Da beobachtet ein Vater, wie ein Polizist jemanden vielleicht aus Notwehr, vielleicht nicht erschießt und muss sofort fliehen, weil der Polizist ihn gesehen hat und ihn dann einfach jagt. Er hat aber seine sechs Monate alte Tochter vor die Brust geschnallt. Und er ist auch sehr bodenständig inszeniert, sehr atemlos und eigentlich ist allen Figuren außer dem Vater scheißegal, dass dann Baby bei ihm vom Bauch geschnallt hängt. Deswegen, also wie das aus Elternperspektive wirkt, kann ich gar nicht wirklich... Ja, nachvollziehen, aber mir ging der richtig an die Nieren, weil man dann die ganze Zeit so denkt, ey, das war doch eigentlich auch nur ein Missverständnis, jetzt eskaliert das so. Natürlich muss sich der Vater irgendwann auch wehren, er will seine Tochter beschützen, dann eskalieren Dinge, dann gibt es auf einmal wirklich einen Grund, warum er ihn eigentlich jagen müsste. Und er hatte die ganze Zeit dieses weinende, schreiende, traurige Baby vor der Brust. Also der war vielleicht ein bisschen intensiver als Stolen. Stolen ist dafür technisch brillanter und große Empfehlung dafür, weil dieses, ja, das klingt ein bisschen nicht zynisch, aber so positiv formuliert, diese Unberechenbarkeit. Weil ich glaube, bei einem US-Film wüsste man, ah, okay, hier sind so ein paar Tabus, die werden wahrscheinlich nicht überschritten. Aber bei den indischen Filmen weiß man nie so genau, hey, wo es hingeht. Wo geht das hier so hin? Wem passiert was? Aber hast du schon gut verkauft? Lass uns doch den einfach mal demnächst besprechen. Können wir gerne machen. Also der hat zwei, drei geile Ideen. Und was wir auch machen könnten, weil ich habe dann jetzt auch noch mal NH10 geguckt, NH10. Ihr kennt den vielleicht eher unter dem Namen Eden Lake. Aber davon gibt es auch ein indisches Remake, der auch einen guten Ansatz findet, das Thema noch mal aufzugreifen. Also es gibt schon ein paar von diesen sehr unbequemen, ja, Kriti. Das ist halt wirklich Kriti und wirklich ... Ja, mir ging da gut die Pumpe. Also da ist gut Adrenalin, was da ausgeschüttet wird bei diesen Filmen. Joram. Und ist halt kein Gramm Fett dran, finde ich. Weil diese Epicness bei so einer Story auch irgendwie völlig fehl am Platz zu wäre. Aber du meinst jetzt Pistolen oder meinst du jetzt Joram? Beiden. Joram ist auch sehr tight. Ich glaube, der geht auch so 90 Minuten. Nee, 117. Oder 117, ja gut, er kam mir wie 90 vor. Also ich hab den im Kino gesehen und er war oft so, what the fuck und öh und aufatmen und so. Also er war eine sehr angespannte Atmo im Publikum. Naja, 117 ist ja auch noch fast Kurzfilm in Indien. Naja, eben ist ja Kurzfilm. Ja. Ja, okay, nee, können wir gerne mal drüber besprechen demnächst. Nochmal zurück zu Stolen. Was ich auch krass fand, ist, dass, da so viel, wie du schon gesagt hast, so viele Thematiken behandelt werden. Und dass auch alles wieder in so einem Fluss du hast. Und auch das wieder. Ich kenn mich in Indien mit der Gesellschaftsstruktur nicht gut aus. Du denkst dich so gut wie du auch bestimmt, Tino. Mit den ganzen Gegebenheiten. Aber ich find, der Film macht dir das relativ schnell trotzdem klar, auch als Nichtwisser, wie da so die Verhältnisse sind. Und du hast halt diese, du hast die Digitalkritik drin, wie diese Netzmentalität plus halt diese Mobmentalität, wie du schon gesagt hast, wie sich einfach Dinge super schnell so verselbstständigen. Dann eben, was du ja auch schon gesagt hast, dieses, wie da verschiedene Regionen völlig anders funktionieren, wird einfach in einem Satz klargemacht. Zum Beispiel, und das ist auch kein Spoiler, wo sie dann in diesen Wald kommen, die einen sagen zum anderen, ihr Waldpolizisten habt ihr eh nichts zu sagen. Und sie sind overruled und fertig. Also es sind theoretisch beides scheinbar irgendwie Art Gesetzeshüter- Fraktionen, die aber eher auch wirken, als wären sie so terroristische Zellen. Und die aber auch nicht miteinander so gegeneinander arbeiten. Das ist eine Szene, dauert drei Minuten und es ist sofort klar, dass es da Strukturen gibt, die nicht ineinander greifen und jeder so sein Gebiet verteidigt. Das fand ich mega geil. Dann hast du ja wirklich auch diese Themen wieder eben auch, wie Familienindien funktioniert, wie familiäre Strukturen funktionieren, wie auch Darstellungen natürlich auch von Frauen in der Gesellschaft. Wer da wie ernst genommen wird, wer da welche Stellungen hat in gewissen Positionen und auch in Verhältnissen. Das schafft der Film alles zu erzählen, ohne da überhaupt einen Fokus drauf zu legen, weil der Fokus ist eigentlich immer bei dieser Hauptgeschichte, bei diesem Fall, sag ich mal, bei diesem Schicksal und trotzdem immer links, rechts am Rand diese ganzen Themen abzufrühstücken, sodass es aber weder aufgezwungen fühlt, sich anfühlt, noch irgendwie zu beiläufig. Das fand ich auch richtig krass. Also auch Storytelling, Hammer. Ja, ich mag auch die Tagline vom Film ist ja, keine gute Tat bleibt ungestraft. Das ist halt auch schon so nihilistisch irgendwie, wie der ganze Film ja auch so. Also es gibt wenig Möglichkeiten Distanz aufzubauen. Durch dieses Tempo kann man auch wenig so sich selbst erst mal so rausziehen, reflektieren. Also man muss auch quasi, ja auch genauso schnell wie alle Figuren im Film Entscheidungen treffen, muss man ja auch irgendwie Entscheidungen treffen. Wo fiebert man jetzt mit? Was findet man hier gut? War das eine richtige Antwort, war das eine falsche Handlung? Und das, ja, also das war mal wieder, Ich habe ihn ja jetzt auch neulich nochmal geschaut, wieder einen Film, wo ich so denke, okay, der macht wirklich was mit mir auf so einer emotionalen Ebene, aber auch auf so einer reinen Unterhaltungsebene, Spannungsebene. Total, also der hat wirklich einen krassen Impact. Du fieberst total mit, egal ob jetzt die Hauptfiguren, auch jetzt, ob die wirklich jetzt liebsam sind oder ob du, die sind ja super ambivalent alle. Und trotzdem bist du irgendwie dabei, weil du ja trotzdem auch schon verstehst, ist, dass sie es ja machen, weil sie einfach aus tiefstmenschlichen Gründen, zumindest irgendwann, und sie da irgendwie schon was Gutes machen wollen und dafür aber durch eine Lawine an Zufällen, Verzweigungen, Verzwickungen eben da so in einen Strudel aus Scheiße geraten, den du ihnen dann aber trotzdem halt überhaupt nicht wünschst und gönnst. Und ja, wie gesagt, dass du dann so angespannt die ganze Zeit trotzdem bist und so mitgerissen. Das macht er wirklich, wirklich fantastisch. Also da war ich wirklich beeindruckt, ja. Ja, und das ist halt technisch auch so brillant, also auf allen Ebenen. Ja, voll, voll. Die ganzen Szenen mit dem Auto auch und mit diesen Verfolgungen und so. Ja, oder allein schon am Anfang, wenn sie dann noch relativ ruhig durch den Bahnhof gleiten und du es gar nicht so bewusst bist, dass da sehr viele Szenen auch echt lange am Stück stehen, wenn die sich da fetzen oder beziehungsweise schon mal die ersten Fronten irgendwie auseinanderdividieren müssen. Weil ja ständig irgendwie irgendwen anders beschuldigt, das und das getan zu haben. Das fand ich auch schon cool. Also mit welcher Ruhe am Anfang das alles so eingefangen worden ist, ohne dass irgendwas verloren gegangen ist. Ja. Also auf jeden Fall wirklich absolute Empfehlung. Und das ist halt bei, haben wir schon gesagt, das ist bei Prime, genau. Das sagt er bei Prime Video im Abo. Da könnt ihr den sehen, wenn ihr interessiert seid. Ja. Was ihr dort vielleicht auch noch sehen könnt, aber nicht mehr lange, deswegen, falls ihr den Film noch nicht gesehen haben solltet, jetzt schnell zugreifen, bevor ihr vielleicht auch diese Review hört oder diese Besprechung, ist The Poughkeepsie Tapes. Poughkeepsie Tapes? Nee, Poughkeepsie. Poughkeepsie Tapes. So heißt ja der Ort, also sagen sie es ja auch im Film. Ja, sagt man jetzt schon genau, was es ist, oder überlässt man die Illusion den Menschen? Nee, kann man eigentlich nicht, ne? Der Film ist auch echt alt, oder? Ja, und dem Eid ja auch so ein Mythos. Also ich glaube, es ist ganz gut, ihn mal halbwegs einzuorten, weil viele Leute wissen, da ist so ein Mythos drumherum, aber warum genau, ist irgendwie unklar. Oder diffus für viele, glaube ich. Deswegen ordne ruhig ein. Naja, also sagen wir es mal so, Die Inhaltsangabe laut Amazon lautet wie folgt, nee, die Inhaltsangabe der DVD lautet wie folgt. In der Kleinstadt Poughkeepsie im Bundesstaat New York stürmt die Polizei ein scheinbar gewöhnliches Wohnhaus. Im Inneren stoßen die Beamten auf eine Sammlung von 800 Videobändern. Es sind die Aufzeichnungen von Edward Carver, ein Serienkiller, der über Jahre hinweg seine Taten minutiös dokumentiert hat. Mit der Sichtung der Aufnahmen taucht Polizei und FBI in einen sadistischen Albtraum aus Folter, Verstimmung und Mord ab. Noch ist Carver auf freiem Fuß und der Verbleib seiner Opfer ungeklärt. Das steht auf der DVD-Hülle. Ja, und das Ganze ist halt wie gesagt, also nicht wie gesagt, sondern das ganz Besondere an diesem Ding ist halt, es ist halt aufgemacht wie eine Fernsehdokumentation, kann man das so sagen? Ja, wie so eine True Crime-Doku. Ja, genau. Wie so eine True-Crime-Doku zu einem Zeitpunkt, als dieser Begriff noch nicht so ein Modewort. Kann ich das sagen, André, ohne dass du böse wirst? Natürlich. Wieso? Ich drehe keine. Ja, nein, aber True-Crime ist ja jetzt schon einfach ein ganz anderer Name, ist ja inzwischen eine Marke, wie sie damals zu dem Zeitpunkt, als Poughkeepsie-Tapes rauskam, noch nicht gewesen ist. Noch nicht wahr, das stimmt. Ja, ja. Noch nicht in dem Ausmaß, ja. Ja. Und dadurch, dass das Ganze schon realistisch anmutet, einfach auch so stehen gelassen worden ist, na ja, war man sich unsicher oder war es halt schon unsicher, was man hier gerade sieht. Man muss halt dazu sagen, das waren halt so Zeiten. Wie, als ja, Blair Witch Project noch wirklich relativ neu und frisch war. Auch wenn es jetzt so ein paar Jahre vorher war. Also, das will ich jetzt nicht abstreiten. Aber da war das alles noch nicht so eingefleischt. Auserzählt. Auserzählt, ja. Und da kommt ja dann halt auch diese jahrelange Release, dieser jahrelange Release-Wirrwarr dahin. Also, der Film war 2017 bei Tribeca, hat er Weltpremiere gehabt, wurde aber jahrelang nicht veröffentlicht. Erst 2014 kam er als VOD. Deswegen ist die, als der Film gedreht wurde, war die Nähe zum Blair Witch Project noch sehr nah. Aber als er dann schließlich rauskam, war die ganze Welt schon irgendwie weiter gefühlt oder hatte schon viel mehr gesehen. Deswegen knallt der Film immer noch ziemlich rein, weil ich finde, auch aus heutiger Sicht, sehr durch diese Kälte und durch diesen Fokus auf die Perspektive des Killers immer noch schockierend und wirkt so ähnlich wie dieser Henry-Portrait auf A Serial Killer auch. Also ich verstehe, warum er bei Puxi P-Tapes auch sagt, das ist mir nichts, das ist nur so eine sadistische Konzeptübung, das gibt mir nichts, ich finde das abstoßend. Aber der Film macht ja auch keinen Hehl daraus, dass er quasi das sein möchte. Und auch das kann man verurteilen, aber daraus zieht er für mich jedenfalls diese Wirkung, die er hat. Plus dieser Release-Mythos, der ihn dann auch mehr aufgeblasen hat. Also, ich wüsste keinen Film, der für mich so einen ähnlich verbotenen Vibe hatte die ganze Zeit, obwohl er gar nicht verboten war, sondern ja gar nicht released wurde, weil immer gesagt wurde, nee, der ist zu krass. Ja, der hat halt mit seinem Erscheinen und eben mit dem späten... Dann erst späten zugänglich machen, hat der schon eine Menge Hype aufgebaut. Ich hab den Film seit Jahren auf meiner Sick-and-Disturbed-Liste, weil ich halt immer wieder mitgekommen hab, dass der halt so fies ist. Und ich muss auch sagen, als ich mir das jetzt angeguckt habe, das macht der Film eigentlich doch echt geschickt, weil er ja jetzt nicht die allerhärtesten und krassesten Brutalitäten zur Schau stellt, sondern halt einfach Momente, die halt wirklich unangenehm sind, zeigt. Einen Typen, der halt wirklich krank ist, irgendwie in Szene setzt und das halt auch mit diesem Grissel und verschobenen Filter halt irgendwie nochmal eine neue Realitätsnähe gibt. Und dann halt wird das Ganze ja durch die Medien so ein bisschen aufgeblasen, die halt ja dann schon die ganze Zeit sagen, also gerade die ganzen FBI und Polizeiermittler, wenn sie halt zugeben, dass der Typ genau verstanden hat, wie deren Bürokratie arbeitet. Das finde ich, macht es halt meiner Ansicht nach, hebt es das Ganze nochmal hervor, weil hier haben wir einen Mann, der es wahrscheinlich geschafft hat, sich so gut in das System oder in die Gesellschaft zu integrieren, dass er wirklich gar nicht auffällt. Aber im Kopf wirklich so derartig kaputt ist, also so derartig, ich werde auf diesen Mann und seine Methoden oder seine Praxis, werde ich gleich beim nächsten Film nochmal drauf zurückkommen. Aber ja, obwohl man nicht wirklich viel sieht, ich muss schon sagen, was man sieht und zu sehen bekommt, das hat schon in mir gearbeitet. Also da konnte ich verstehen oder nachempfinden, woher dieser Ruf kommt. Das war schon unangenehm zu schauen teilweise. Ja, finde ich auch. Also ich hatte auch, ich hatte ihn auch noch nicht gesehen. Also ich habe ihn jetzt auch erst wirklich im Zuge jetzt auf der Podcast vorbereitet, zum ersten Mal gesehen. ging mir genau wie dir, stand jahrelang eben auf der Liste, auf der Videonasty-Liste und immer aber irgendwie dann vorbeigegangen und, Ja, den jetzt halt natürlich im Jahr 2020 zu gucken, ist noch mal was ganz anderes natürlich, als ihn 2007 gesehen zu haben. Also damals war es bestimmt auch noch mal was anderes. Schon immer noch verstörender. Heute kennen wir vor allem ja auch dieses Mockumentary-Format noch, also schon viel mehr, ne? Sowas hatten wir jetzt halt schon noch und nöcher. Und deswegen war ich jetzt erst mal auch jetzt rein vom Film der Stilistiker und so, war jetzt gar nicht überrascht oder sowas. Und ich muss auch sagen, ja, der ist sau unangenehm. der macht auch deutlich mehr dann doch auch auf der psychologischen Ebene als auf der physischen Ebene. Ich dachte, er wäre auch, weil ich meine, müssen wir auch nochmal dazusagen, er schaut auf dem Index, ne? Der ist jetzt, er ist ganz frisch vom Index geflogen, er war ja wirklich in Deutschland indiziert, ist jetzt im April frisch mit einer Spio-JK-Freigabe, also eine FSK-Freigabe auch immer noch verweigert, muss man auch dazu sagen. Es ist ankert mit einer Spio-Freigabe in Deutschland raus, aber selbst die FSK fand es immer noch zu doll. Und da muss man gleich mal sagen, natürlich für alle Gorehounds da draußen. Auf der Ebene rein bietet er gar nicht so viel. Also ich dachte auch, er wäre visuell brutaler. Ich dachte, da würde ihm auch mehr gezeigt, was gar nicht der Fall ist. Sondern es ist wirklich vor allem diese psychologische Schiene und diese, ja, doch schon sehr natürlich verstörenden Bilder und dann dabei durch den Stil, dass die so nahbar sind, dass die so real natürlich wirken. Natürlich ist alles so ein bisschen natürlich auch im Fake-Torture-Bereich. Aber genau, also deswegen, ich war überrascht, dass er gar nicht visuell so grafisch ist, wie ich dachte. Aber verstehe auch schon, warum er so einen Ruf hat. Also er ist schon sehr, er ist sehr verstörend. Es ist natürlich auch absichtlich die Kameraqualität, gerade in den Aufnahmen dieser Tapes, natürlich auch unterirdisch absichtlich. Die rauschen ja mehr als jeder durchgenudelte VHS-Tape von Braindead 1997. Also das ist natürlich schon absichtlich so gemacht. Das hat auch eine Wirkung. Ich fand es teilweise schon fast nervig-krisselig, weil jedes Videotape gleich krisselig auch ist. Aber ich verstehe natürlich den Effekt, den es machen soll. Aber was mich vor allem so schockiert hat, oder was mich am meisten bekommen hat, war dann wirklich, dass der Killer so perfide ist. Also ich fand seine Vorgehensweise, glaube ich, hab mich am meisten gekriegt, dass er so, das ist das Besondere an ihm im Film ist ja, dass er so unfassbar kalkuliert ist und die, wenn dann die Ermittelnden dann so. O-Töne geben, dann teilweise hat man das Gefühl, sie schwärmen fast von ihm, weil er so clever ist und weil sie ihm nicht auf die Stiche kommen und weil das alles so ausgeklügelt ist. Das wäre ein ganz besonderes Exemplar von Verbrecher, weil man sowas eigentlich, spricht gegen alle Bücher quasi, was er da macht, weil er quasi total krank ist und trotzdem super geplant ist und so weiter. Muss nur sagen, ich fand, und das ist vielleicht auch ein bisschen dem Alter geschuldet, und da konnte ich dann auch nur so Vergleiche ranziehen, wie gerade so ein Film wie sowas wie Strange Haves, das wir gerade erst hatten, wo ich finde, dass die zum Beispiel diese Head-Interview-Szenen, wo so Polizei-Interviews gestaged werden sollen und so, zum Beispiel deutlich mir besser gefallen haben. Ich finde, bei Pukipsi-Tabs gab es so einige, da muss ich fast sagen, die wirkten fast unfreiwillig komisch. Das mag an teilweise so Leidendarstellern liegen, aber es gab so ein paar Einspieler, wo dann irgendwelche, oder da gab es zum Beispiel mal so einen Arzt oder so ein Obduktions- Der Asiate? Der Asiate? War das ein Asiate? Nee, ich meine auch nicht, noch ein anderer, glaube ich, noch. Nee, nicht der, nicht noch ein anderer. Ach, dieser Dexter für Arme? Ja, genau. Dann haben die so wirde Urteil gegeben. Dann stehen die da in irgendeinem Raum, der clearly keine Leichenhalle oder so ist, sondern einfach irgendein Abstellraum mit einer Plane hingehangen und erzählen dann so pseudowissenschaftlich irgendwas. Das wirkte teilweise ganz, ganz krass gestellt, einfach so, wie es halt ist. Und es lag halt teilweise, glaube ich, an den Laiendarstellern plus aber auch einfach die Dialoge oder die Monologe, die sie da halten müssen, waren teilweise unfreiwillig komisch. Also die haben mich teilweise rausgerissen, da haben neuere Mockumentaries in dem Stil deutlich bessere Arbeit geleistet, wo das einfach realistischer ist, nachvollziehbar glaubhafter. Das hat mich ein bisschen rausgerissen, muss ich sagen, aber alle wirklich dann die Tapes an sich dann, die Aufnahmen vom Killer, so was er treibt, die sind schon gritty und fies, ja. Ja, das ist, Entschuldigung. Nee, sag du das. Und ja, was du gesagt hast, André, finde ich, ist halt so für mich einer der größten Knackpunkte an dem Film gewesen, weil wenn ich den deutlich früher gesehen hätte, wäre ich diesem Film deutlich mehr auf den Leim gegangen. Ich finde halt, gerade in Bezug auf Strange Harvest, der halt deutlich mehr verstanden hat, wie man so fernsehartiger aussehen muss und wirken muss. Und hier diese Mockumentary, also diese vermeintliche Dokumentation, die lässt halt zu oft kein Hehl daran oder kein Zweifel daran, dass es sich hier eigentlich um einen Film handelt. Das ist halt schade, wenn zum Beispiel da gab es eine eigentlich sehr unangenehme Szene, da jagt er glaube ich so eine Frau, aber dann, naja, bei solchen Szenen merkst du halt, warum sind die hier drin? Also warum würde ein Fernsehredakteur oder ein Nachrichtenredakteur so eine Szene drin lassen? Und warum lässt er sie oder unterlegt er sie dann auch mit Musik? Also der Film Poughkeepsie Tapes dringt halt leider immer zu sehr durch, um halt zu wirken wie die Dokumentation Poughkeepsie Tapes. Das finde ich auch, dass der Film sich da manchmal so selbst im Weg steht, weil wenn man jetzt fast 20 Jahre alt, dann kann man noch so argumentieren, okay, damals waren so True-Crime-Dokus auch noch eher so Medical Detectives und die Leute waren schlechter, aber das bringt mir ja nichts. Also es wirkt ja trotzdem nicht überzeugend für mich. Und dieses, was ich halt stark an dem Film finde, das ist so der größte Horror, eigentlich nicht aus der Gewalt, wie er schon gesagt hat, sondern diese Kälte, mit der es dokumentiert wird. Das ist ja ein sehr sadistisches Ausspielen des Leidens, der Opfer. Und ich mag auch dieses, weil er wird ja schon so als Found-Footage-Film wahrgenommen, aber er ist ja gar nicht so auf diesem Moment, der ist für Filme, was uns gerade passiert, fokussiert, sondern er wird ja in Archiv gesichtet. Also der Täter hat ja so hunderte von Videokassetten und all das, was den Film stark macht, kann man natürlich auch kritisieren, weil natürlich sitzt man da und denkt so, geil, hunderte von Tapes, ich hab Bock. Das ist ja schon so, dieser Voyeurismus, den der Film da natürlich so vorgibt. Oder wie Daniel mal gesagt hat, bei Snuff muss man froh sein mit dem, was man kriegt. Und das ist dann auch so, wenn ich so, wie du auch schon gesagt hast, warum ist das so drin? Haben die auf den Hunderten von Tapes nichts Besseres gefunden? Also sobald man mit so einer Inszenierungslogik oder so einer Profiler-Logik dran geht, zerfällt der Film natürlich stark. Sie sagen ja sogar einmal irgendwie von wegen so nach dem Motto, es gab auch noch Tapes, die so zu krass sind, um sich hier zu zeigen. Ja, das kannst du mit dem Film auch nicht. Das kannst du halt nicht machen. Und einerseits, ja, ich mag so ein Mystery-Building und dieses behauptete Schockieren mag ich, aber in einem Film, wo es darum geht, diese Tapes zu sichten, zu sagen, es gibt doch Krassere, die können wir aber hier nicht zeigen. Es ist wie in einem Actionfilm zu sagen, guck mal, da hinten steht ein Panzer und dann taucht er nicht mehr auf. Und am Ende gibt es ein Faustkampf. Das geht halt nicht. Und das ist so eine Stärke und Schwäche des Films, weil mir hat das gut gefallen. Und ich finde das auch sehr eindringlich, dass dieses Archiv existiert. Also dieses Wissen drum, dass das jahrelang passieren konnte, dass diese Person jahrelang in diesem System gearbeitet hat. Auch da wieder, der Film ist fast 20 Jahre alt. Ich finde, da war das schon aus damaliger Sicht schon fast visionär, wie Leute durchs System schlüpfen können. Durch diese ganze Schwämme an True-Crime-Sachen, wo man sieht, dass so Nachbarn schaffen, zweimal dasselbe Kind zu entführen, weiß man jetzt schon viel mehr, wie viel eigentlich im System trotzdem möglich ist. Damals war es, glaube ich, schon noch so, wo man so dachte, krass, das kann ich mir nicht vorstellen, dass das so funktioniert. Und dieses, dass er ja auch so diese ... Die Macht, die er über seine Opfer ausübt, da dann so archiviert und dann so diese Dominanz seiner Macht dann auch so klar für sich irgendwie sammelt. Also diese Motivation des Killers fand ich sehr stark dargestellt, gerade weil sie so nüchtern und dadurch so, ja so ultimativ böse wirkte, weil er war natürlich sehr kompetent und sehr clever, aber er war halt kein Gott oder so. Und ich mag auch, dass dem Film, dem fehlt ja irgendwie jeglicher intellektueller Überbau. Also da ist ja nichts clever oder nichts meta dran, was auch eine Stärke und Schwäche gleichzeitig ist. Und wir kommen ja gleich noch zu Faces of Death, der ja so einen intellektuellen Überbau hat, was ja auch wieder Stärke und Schwäche sein kann. Aber hier mag ich das, dass der Film relativ nüchtern das alles inszeniert mit so einem krassen Killer, der allen irgendwie zwei, drei Nasen voraus zu sein scheint. Naja, und der, der es halt auch echt nicht in Form von irgendwelchen Figuren innerhalb der Geschichte oder innerhalb des Falls nochmal auf die Nase bindet so. Eigentlich ist der Moment erreicht, wenn wir nochmal eine Interview-Situation sehen wollen. Ich sage jetzt mal mit einem der Opfer. Das fand ich halt einen der fiesesten Momente, wo klar war, oh fuck, ey, das kann gar nicht. Also wie soll dieses Leben noch mal fortgeführt werden? Und auch die Aussage von dieser einen Beamtin, die fand ich auch so hart. Also wenn man sich so viel den Kopf durchgehen lässt, was dann halt dazu geführt hat, dass diese Beamte diese Aussage trifft. Das, also wirklich, allein darüber nachzudenken, ist schon so bitter, ist schon so gemein, ist schon so an der Menschheit zweifeln so, ja. Und ja, aber eigentlich hätte an diesem Punkt eigentlich alles vorbei sein müssen, müssen. Weil, und das finde ich das Schöne, man kann vielleicht diesen intellektuellen Überbau ein gewisses Statement in dieser Richtung, kann man dem vielleicht in dem Film vielleicht sehen oder kann man dem Film im Nachhinein zugestehen. Aber ich finde auch, Und nachdem ich diesen Film gesehen habe, ist es gar nicht die Absicht von diesem Film. Der Film will vor allem irritieren und das um jeden Preis. So, das ist sein Hauptanliegen. Atmosphäre über allem und das merkt man jetzt auch schon so, dass wir ja alle drei gesagt haben, der Film hat uns zwischendurch immer mal ein bisschen verloren, wenn das Schauspiel nicht so funktioniert hat, aber er hat uns wieder zurückgewonnen. Das ist ja eine Leistung, dass man nicht dann irgendwie so denkt, ja okay, der läuft doch 40 Minuten, ich sitze es einfach durch, sondern man wird mehrmals von dem Film wieder zurückgewonnen und das ist ja eine krasse Leistung. Und deswegen finde ich, wenn du keinen intellektuellen Überbau vortäuscht, hast du halt auch nichts einzulösen beim Publikum. Also der Film gibt das Versprechen ab, es wird unangenehm und widerlich. Und klar, wenn man das per se kritisiert, dann ist man auch so ein bisschen selbst schuld. Während wir, wenn wir gleich zu Face of Death, der ja auch sowas eindürzt, aber dann irgendwie mir ein schlechtes Gewissen dafür machen will, während Puxi Peatapes ja mit offenen Karten spielt. Und der macht das nicht. Also das ist ja das Ding. Also warum wollen wir diesen Film schon seit Jahren sehen? Weil er diesen Ruf hat. Weil er diesen Ruf hat, genau. Und warum reizt uns dieser Ruf, Weil wir Köppe natürlich zu viel schon gesehen haben oder so viel schon gesehen haben. Und natürlich immer wieder auch heiß sind auf den neuesten Shit, auf den neuesten, weiß nicht, den neuesten Reißer, den neuesten Skandalfilm, den neuesten Schocker, Seelenvernichter, was weiß ich. Also wir gehen ja quasi schon der Thematik auf den Leim und das finde ich aber das Coole. Und ich meine, wir können ja jetzt wirklich mal so nahtlos in gleich Faces of Death übergehen, weil ich finde die beiden, das ist eigentlich schön, dass wir uns für den Film nochmal entschieden haben. Ja, aber das ist etwas zusammen. Wir haben hier so die beiden Enden des Spektrums. Also, ja. Ja, und das ist ja eh das, was, glaube ich, uns oft bei Filmen reizt, dass man das moralisch nicht gutheißen muss oder kann, aber formal funktioniert es halt. Also diese Fragwürdigkeit des Films ist ja ästhetisch so produktiv, dass man sich halt auch dran reiben kann. Also man fragt sich selber, warum will ich das sehen? Natürlich weiß man, man guckt nur ein Unterhaltungsprodukt. Also gleichzeitig treibt der Film ja aber auch sich so ein bisschen, da geht an so Grenzen ran und dann ist man irgendwie auch mehr reflektierter. Also man geht da ja irgendwie schlauer auch über sich selbst raus und gleichzeitig hat man was gesehen, was ein klares Versprechen abgibt und dieses Versprechen auch einlöst und keine eigenen Widersprüche in sich aufweist. Also es ist nicht so, dass der Film sagt nicht oder es wird nicht, dass da eine Systemanalyse stattfindet, es wird auch keine Medienteorie aufgemacht werden, Wenn man da irgendwie Kritik an Voyeurismus drin sehen will, kann man das machen. Aber es ist nicht notwendig. Also der Film wird, wie das Archiv des Killers, je tiefer man reingucken will, desto mehr sieht man, aber man muss es halt nicht. Da findet er ja so ein bisschen die Entschuldigung mit diesem einen Professor, der da vor seiner Klasse, diesem Profiler, der da vor seiner Klasse so unterrichtet und halt halt eben auch als Beispielvideos zeigt. Genau, und auf solche Reaktionen und Gefahren ja hinweist. Ja. Das ist das Einzige, ja, ja, genau, das ist es halt. Der Film kommt halt mit der Messlatte, hey, ich will verstörende Atmosphäre zeigen, nachhaltig irritieren und die selbst angelegte Messlatte hält er halt ein, ob man das jetzt gut oder schlecht findet, aber es ist halt keine ... Und dem wird halt jetzt vor allem natürlich auch in heutiger Zeit wird natürlich sehr stark die sexualisierte Gewalt an Frauen vorgeworfen, hab ich sehr viel gelesen, also ... Ja gut, wir haben halt hier einen Sexualtrieb-Täter, der sich halt Frauen ausgesucht hat. Das ist der Film, das sich halt sehr ausschlachten würde. Genau, das finde ich auch. Also das kann man dem Film durchaus ankreiden, dass er halt diese Szenen teilweise so lange stehen lässt. Also da ist die Frage berechtigt, kürzere Ausschnitte hätten die auch gereicht, um die Intensität und die Pein und eben halt die Abartigkeit zu vermitteln. Oder, ja, weiß ich nicht, muss man es so lange stehen lassen, um halt ein abschreckendes Beispiel zu liefern und zu zeigen, wie grausam das wirklich alles ist. Oder verzichte man am Ende des Tages sogar ganz drauf, weil es ja wieder schon so eine Art Glorifizierung des Killers auch zur Folge haben kann. Das ist ja auch wieder dieser große Aspekt, warum interessieren wir uns mehr für diesen Edward Carver und halt weniger für die Opfer. Aber das macht der Film, wie gesagt, diese Themen stellt der Film gar nicht zur Debatte, sondern er überlässt es den Zuschauenden, ob sie halt wirklich sich damit auseinandersetzen wollen oder ob sie einfach nur sagen, weiß ich nicht, hab ich da jetzt gerade was Echtes gesehen oder war das jetzt alles nur geschnitten? Hm, ja. Das ist halt so True-Crime-Terror. Also natürlich finde ich das auch, deswegen meine ich ja, das muss man nicht moralisch gut heißen oder kann man teilweise auch nicht. Aber formal ist das halt effektiv, gerade weil ja dieses Machtgefälle zwischen Täter und Opfer verdeutlichen will. Und so Szenen sind, glaube ich, immer zu lang und zu kurz gleichzeitig. Weil auch wenn so eine Szene uns 10 Minuten gezeigt wird, ist das ja nichts gegen das Martyrium von acht bis zwölf Stunden. Also deswegen ist diese, ich glaube, da kann es keine wirkliche Antwort drauf geben, ist was zu kurz, zu lang. Weil spekulativ und exploitativ ist es eigentlich immer. Aber auch das verhehlt der Film ja nicht. Also allein dieser Chris-Hilduck. Also der Film insgesamt ist dafür zu kritisieren, aber einzelne Punkte dann rauszuziehen, die zu kritisieren und dann so sagen, der Rest ist aber okay. Hey, das wieder läuft irgendwie auch dem, was der Film erreichen will. Ja, naja, das denke ich halt auch. Nur eine Formsache, die mir aufgefallen ist. Der Film soll ja, wann spielt der? Irgendwie 90er irgendwann, war das? Oder sogar 80er noch? Ende 80er? Ja, also 9-11 ist ja ein längerer Zeitraum. Auf jeden Fall spielt es ja noch sehr früh, was man auch an der Videoqualität sieht. Und man sieht es ja auch in einer Aufnahme, man lässt ja die Kamera mal fallen. Und er hat ja so eine Handkamera, sondern mit so aufklappbarem Display so quasi. Die sind ja schon ein bisschen größer. Also das war ja noch nicht eine Zeit, wo es irgendwie so Micro-Kameras gibt. Es gibt eine Szene, da dringt der in ein Haus ein von einer Dame, Und dann kommt halt ihr Freund irgendwie rein und der Killer muss sich halt verstecken. Und er stellt dann seine Kamera ins Regal, um halt trotzdem die Szene festzuhalten quasi. Er versteckt sich dann irgendwie im Wandschrank. Und ich dachte mir halt, okay, Bruder, deine Kamera ist halt irgendwie 20 Zentimeter groß, breit wie hoch. Das soll keiner sehen, wenn du die einfach ins Regal schiebst, random so. Da dachte ich mir so, okay, das waren so kleine Formsachen aber geschenkt. Aber fand ich mir sehr lustig. Weil sie kam auch genau aus der Richtung aus der Dusche irgendwie und ich glaube, wenn da plötzlich so eine Kamera in deinem Schrank steht, die auch noch ein Display hat, das sieht man glaube ich, muss ich ein bisschen lachen ich habe ein ähnliches Detail bei dem nächsten Film entdeckt wo ich sehr lachen musste, beziehungsweise wo ich mich eigentlich auch ein bisschen aufgeregt habe dazu gleich aufgeregt habe ich mich auch, können wir jetzt mal, reingehen Faces of Death aus dem Jahre 2026, nein, es ist falsch Eigentlich ist dieser Film schon drei Jahre alt. Er lag drei Jahre rum und ist jetzt auf mehreren Streaming-Diensten in Amerika erschienen, unter anderem. Die Inhaltsangabe, die ich hier vorlese, ist wirklich sehr kurz und ist von Amazon, wo der Film unter anderem erhältlich ist. Also nur einmal zur Erklärung. Dieser Satz lautet wie folgt. Eine Frau, die als Moderatorin für Website-Inhalte arbeitet, stößt auf eine Reihe gewalttätiger Videos, die Todesszenen aus einem Film zeigen. Mehr ist er nicht. Gut, sie arbeitet für eine YouTube-TikTok-ähnliche Plattform namens Kino. Sie heißt Margot. Sie wird gespielt von Barbie Ferreira, die vielleicht die meisten aus Euphoria kennen können, zumindest aus den ersten beiden Staffeln. In der dritten ist sie jetzt nicht mit dabei. Und bei der viele Leute wahrscheinlich, wenn die sie nicht oder vorher kannten und jetzt mal oder nicht vorher kannten, sie jetzt im Film sehen, dann irgendwie, keine Ahnung, mal gucken, oh, wer ist denn das? Auf ihr Instagram und so gehen, werden sie wahrscheinlich sehr verwirrt sein, weil die überhaupt nicht mehr so aussieht wie vor drei Jahren. Okay, aber ich finde auch, sie sieht nicht so aus wie in Euphoria. Also ich hab sie auch auf den ersten Blick nicht wirklich erkannt. Naja, auch das stimmt, genau. Die ist ja mittlerweile absolut ultraschlank und so und die war ja auch immer etwas mehrgewichtig. Auch schon in Euphoria und hier auch. Und das ist halt super krass, wenn du sie halt vor drei Jahren noch im Film jetzt siehst, wo er gedreht wurde und jetzt mal guckst, wie die jetzt schon jetzt gerade aussieht. Das ist crazy. Erkennt sie nicht wieder. So, ja. Margot heißt sie. Sie entdeckt diese Videos mehr als einmal und sie ist dafür da, dass sie halt so Videos irgendwie einordnen muss, nach welchen Inhalten und so weiter. Und hier macht sich auch schon eine erste Spitze, eine thematische Spitze bemerkbar. Bei Sex muss sie immer irgendwie direkt eine Warnung rausgeben und so weiter, aber alles an Gewalt ist erlaubt. Nichtsdestotrotz kommen mir bei diesen Videos Zweifeln und Und ja, sie begeht den entscheidenden Fehler, auf eigene Faust Nachforschung anzustellen, weil immer mehr Videos dieser Art auftauchen und sie da halt schon gewisse Zusammenhänge erkennt. Und das Ergebnis ist halt, na ja, ein Slasher? Ja, also es ist der ... Ein Meta-Slasher. Ja, ein Meta-Slasher, okay. Ich würde sagen, es ist der zweitbeste Scream 4, den ich gesehen habe. Ja, vielleicht, jetzt fragt man sich, was hat der da erzählt? Was hat denn das mit Gesichter des Todes zu tun, dass ich, also ... Das ich irgendwie kenne oder von dem ich schon mal gehört habe. Ja, dieser Killer, beziehungsweise diese Videos, die wir hier, die Margo quasi im Laufe ihrer Arbeit entdeckt, die sind inspiriert von eben dem legendären, ja, in Anführungszeichen, Snuff-Video namens Faces of Death, entstanden im Jahr 1978. Und es läuft auch immer die Tonspur des vermeintlichen Wissenschaftlers oder Arztes, der damals bei Faces of Death viele Dinge kommentiert hat, die läuft halt immer unter diesen Videos, die Margot sah gefunden hat, läuft die halt noch mit nebenbei, weshalb sie da halt auf gewisse Verbindungen und an ein Muster stößt oder an ein Muster glaubt. Ja. Jetzt die Frage, wer ist von euch kleinen Schmutzfingern vertraut mit Faces of Death? Wer ist damals auf den Leim gegangen? Ich habe die gesehen irgendwann mal. Das ist schon wirklich lange her. Aber es war schon eine Zeit, wo schon, auch durchs Internet, wo schon quasi bekannt war, vieles davon ist nicht echt. Also ich habe ihn schon mit dem Gewissen gesehen, dass das zwar irgendwie skandalös ist oder war, Aber dass davon sehr vieles nicht echt ist, das wusste ich da schon, ja. Ich habe den schon, ich weiß nicht, mit 17, 18 gesehen und mir bei einigen gedacht, das wird nicht echt sein bei ein paar Sachen, aber schon. Und dann war ich auch schnell raus. Also es geht mir auch heute noch so, dass ich die reine Darstellung, wie Leute sich wehtun oder wie ihnen was Schlimmes passiert... Also emotional relativ unerträglich finde, aber auch extrem langweilig. Also auch so Clip-Compilations, wo Leute mit dem Skateboard hinfallen und es ist lustig, kann ich stundenlang gucken. Wenn ich schon sehe beim Fallen, ah, okay, da wird wahrscheinlich der Arm gleich gebrochen sein, muss ich sofort weiter skippen. Das finde ich in keiner Weise irgendwie unterhaltend, hat für mich irgendeinen erhellenden Wert oder so. Und so ging es mir bei Faces of Death auch, wo ich so dachte, ja, okay, ich check irgendwie den Neugierigkeitsfaktor, aber diese Art von Valorismus habe ich irgendwie nicht in mir drin. Also deswegen war ich da, also ich war so unverständlich dem gegenüber, warum das so ein Skandal sein soll, warum da so ein Bedarf dran sein soll, sich das anzugucken. Also ich check's irgendwie, aber ich kann's für mich persönlich nicht nachvollziehen. Ja, es geht mir aus, ich check den Skandal natürlich, aber genau, ich find das auch, also ich hab das ja auch nur geguckt, weil ich wusste, dass das ein Skandal ist, weil ich mitreden wollte. Ja genau, ich auch und dann dachte ich so, ja okay. Es war halt wie, warum man Ende der 90er auf rotten.com gesurft ist und sich da halt drei Bilder anguckt hat, fast gekotzt hat und zusammen mit Freunden vom Computer saß und wer macht als erstes die, traut sich als erstes die Hand vom Gesicht wegzunehmen, der klickt schnell auf X, damit's weg ist. Aus den gleichen Gründen habe ich auch Face of Death geguckt, genau, es war kein, also ich habe das nicht genossen, es war kein Film, es ist ja eh kein Film, es ist eine Mutprobe, es ist ein Shock-Value und ja, natürlich, es sind ja trotzdem echte Aufnahmen drin, zwar nicht die wirklich harten Sachen, sondern es sind halt diese Unfälle und sowas, aber gehe ich eben mit, wenn ich weiß, da ist ein Unfall, da wird jemand vom Motorrad vom LKW erfasst, ich weiß, der Typ ist dabei gestorben, dann will ich das nicht sehen, so. Aber genau, dieser Serviorismus, warum es auch heute immer noch natürlich im Netz diverse diese Gore-Seiten eben gibt. Wo man easy eben Zugriff zu solchen Videos bekommen kann. Ja, warum man sich das wirklich freiwillig, auch regelmäßig vielleicht angucken sollte, das Verständnis dafür habe ich auch nicht in mir. Ja, weil dieses Mitreden verstehe ich irgendwie, aber worüber? Also, wie sieht dieses Mitreden dann aus? Außer dass ich sagen kann, ja, okay, ich habe auch gesehen, wie dieser Mann vom Laster überfahren wird. Dann ist das Mitreden ja auch schon wieder vorbei. Also man hat so eine individuelle Trauma-Erfahrung gemacht, die man dann so kollektiv mit irgendjemandem teilt. Aber dieser Mutprobenfaktor geht ja auch irgendwann verloren. Also für mich ist es auch ... Also ich bin froh, dass ich es nicht nachvollziehen kann. Aber ich checke, warum es für manche Leute so eine Grenzerfahrung ist oder so ein Ausloten. Aber in den 80ern und 90ern war das schon noch die Mutprobe. Also ich hab den Film ... Damals war ich echt überrascht, als plötzlich die VHS-Kassette in der Bibliothek stand, in denen ich immer Zugang hatte. Weil ich auch immer gedacht habe, oh Gott, der ist doch hier verboten und Schlagladen und was weiß ich alles. Und dann habe ich mir die natürlich ausgeliehen, weil ich das jetzt mal sehen wollte. Warum ist das jetzt plötzlich erhältlich? Und ist das so hart und ist das geschnitten? Und ich meine, ich habe den ersten Teil damals, den habe ich aus der Bibliothek ausgeliehen. Und dann war auch die Szene mit dem elektrischen Stuhl, Die Szene mit dem Affen und die Szene mit dem Krokodil, glaube ich, die war auch noch da dabei. Man muss ja dazu sagen, die Reihe hat dann ja noch ein paar Fortsetzungen generiert. Ich glaube, es gab fünf oder sechs Teile. Sechs, glaube ich. Da füllten die fünf von so einem Best-of quasi. Genau, genau. Und es gab ja auch noch diese Mondo-Ableger dann. Es gab ja auch noch so inoffizielle Spin-off-Sachen. Naja, gut, das Ganze zählt ja halt zu diesem Mondo-Genre. Also Mockumentaries, die besonders mit exotischen Grausamkeiten und Ritualen und all so ein Kram Kasse machen wollen. Also das unter anderem, was wir bei der Blitzy-Doo mit die Sexrituale verschiedener Völker als eine Seite im Heft hatten. Also es war eine andere Zeit, was soll ich sagen. Also das würde heutzutage auch niemand mehr machen. Aber ja, genau davon haben die gelebt, dass Leute sich wahrscheinlich aus Europa oder Amerika genau diesen Kram angucken und dann denken, oh Gott, was sind das für Wilde? Und was weiß ich so. Oder halt eben sich daran aufgeilen, dass es halt irgendwie besonders brutal ist, was dort für Zustände herrschen. Und ja, ey, ich meine, das war schon etwas, worüber man auf dem Schulhof gesprochen hat. Hast du gesehen, wie die Augen rausgewollen sind? Hast du natürlich nicht gesehen, die Pflasse war drauf. Aber das waren schon Gesprächsthemen. Sprechsthemen, das waren schon diese Grale, sag ich jetzt mal, die man immer wieder versucht hat, in seine Finger zu kriegen, genau wie Tanz der Teufel, oder das Ende, oder was weiß ich. So, also, und ich finde, der Unterschied ist, weswegen ich dem neuen Face of Death so blöd es klingt, schon ein bisschen was Positives ankreiden muss, aber der Unterschied ist halt, das kam halt aus einer anderen Zeit, wo halt Mundpropaganda mit das Stärkste war. Für den Film wurde ja keine Werbung gemacht. Der hat ja wirklich nur die reine Mundpropaganda gehabt, plus natürlich dann halt auch diesen Zusatz Verboten in 46 Ländern oder so, den sie damit aufs Cover gepackt haben. Das man im Film auch sieht. Ja, und ich meine, das war für mich schon echt Anreiz genug. Ich bin da aber bei dir, Tino. Als ich das gesehen habe, dachte ich auch so, ja okay, ich dachte, hier gibt es eine Handlung. Ja, oder so blöd das auch klingt, wenn die wenigstens bei einer Schießerei gestorben wären. Also es gab gar keine Action- Also es war wirklich so, nur das reine Sterben. Also es war nicht mal, es klingt jetzt irgendwie so zynisch, aber man muss sich ja mal so 16- bis 18-Jährige, es war nicht spannend. Also es hatte keinen Entertainment-Faktor. Das war halt wie ungeschnittene Nachrichten gucken. Ja, abgezeichnet XY oder keine Ahnung was. Ja genau, aber es wurde auch nicht in den Kontext eingeordnet. Du siehst den Autobahnunfall in ARD-Nachrichten, aber die Kamera hält halt noch 10 Minuten länger drauf. Ja, es gibt ja aber auch keine Einordnung, kein Kontext. Es ist einfach kontextlos. Und das, was hier der, Wie wird der ausgesprochen? Francis B. Grose? Größ. Ja, dieser Pseudodoktor. Dieser Pathologe halt. Was der halt erzählt, ist halt auch der reinste Mumpitz. Also es ist halt wirklich geschwafelhoch 10. Und deswegen, also, ich meine, ich würde schon sagen, ich habe mir das aus einem gewissen Aspekt der Sensationsgeilheit angeguckt. Mhm, klar. Und natürlich mit Aufkeimen des Internets und mit, ich meine, Rotten.com war eine der ersten Seiten, die ich überhaupt im Internet besucht habe. 1996 online gegangen, ja. Ja, also sobald ich irgendwie regelmäßigen Zugang zu einem Computer und Internet hatte, da war Rotten.com eine der ersten Sachen, weil ich davon gehört hatte, oh, da musst du hingehen, das ist echt krass, das ist wie Gesicht des Todes, nur halt digital. Ja, ja. Das war eine der ersten Seiten, die ich angesteuert habe, so. und ja, heutzutage, das ist aber halt meiner Ansicht nach so ein bisschen halt dann auch die Entwicklung und die Erkenntnis, die man mit irgendwie den laufenden Jahren dann kommt, ich würde mir das auch, diese Live-League-Seiten und was weiß ich, ich würde mir das niemals angucken, warum? Wir haben es ja vorhin eben schon mal gesagt, der Schutzschild irgendwie des Fiktionalen. Das Wissen, wir gucken hier immer noch einen Film, ist meiner Ansicht nach so genau der letzte Anker oder der letzte Wall, der mich davor bewahrt, sowas freiwillig gerne gucken zu wollen. Ja genau, und genau deswegen sind ja solche vermeidlichen Snuff-Sachen eben immer so interessant, weil ja dann wieder genau diese Frage aufkommt. Oder ist es doch echt? Genau deswegen spielt man ja so gern damit. Aber letztendlich, genau das ist es halt. Ich finde aber auch nochmal, es ist ein Unterschied, ob ich mir ein Überwachungsvideo angucke oder eine Straßenkamera oder sonst irgendwas so, oder halt irgendwie ein Handyvideo. Oder ich sehe halt, ey, da ist ein Film. Und für diesen Film wurde Ausleuchtung, Kamera, Schnitt, was weiß ich. Und da wurde aber jemand echt für umgebracht. Also das war ja so mein, wie soll man sagen, romantisiert, kindliches, naives Bild von einem Snuff-Film. Weißt du, dass es ein richtiger Film ist, wie, keine Ahnung, James Bond oder so, in dem aber... Oder die sterben halt echt. Ja, genau, in dem halt Menschen echt sterben, so. Also, das war ja meine erste Idee von der, von dem Gerücht des Snap-Films, als ich das zum ersten Mal gehört habe, so, ja. Und dann, ja, Gesichter des Todes, ja, ich fand, manches war schon scheiße, echt, ne, gerade die Tiersachen, so, und die waren halt auch, ja, die waren halt auch irgendwie dumm. Und, ja, dem neuen Film, ich muss ihm zumindest diesen Punkt geben, dass er halt in Zeiten von Deepfakes und KI und naja, eben der leichten Zugänglichkeit all solcher Videos, dass er da schon irgendwo einen Punkt oder eine Berechtigung hat. Ich finde halt dieses Faces of Death Ding ist halt so ein bisschen naja, Mittel zum Zweck. Ja, genau. Also es ist Mittel zum Zweck. Ich finde die Idee gar nicht, also wenn man das schon wird, arbeiten will mit dieser IP nenne ich es mal. Und da irgendwie aus diesem Skandal vielleicht natürlich auch so ein bisschen zehren will, gerade bei den Älteren. Dann finde ich diese Idee, dass dieser Film existiert in dem neuen Film, dass da jemand ist, der dem nacheifert, diese Grundidee finde ich legitim. Das kann man machen. Dann, was du gesagt hast, dieses ganze Medienkritik da drin. Der Regisseur, der Daniel Goldhaber, der ist da eh gut drin. Der hat auch diesen Cam gemacht. Den gibt es auf Netflix. Da geht es so um Camgirls verbunden mit Horror und so die Gefahren des Internets quasi auch. Und was das alles mit sich bringen kann, ist da auch schon gut verarbeitet. Also der interessiert sich sehr für so Netzpolitik und Gefahren im Internet heutzutage. Fand ich auch schon gut. Und das macht er hier in Faces of Death finde ich auch wieder gut. Die Medienkritik gefiel mir auch. Gerade so die erste Hälfte des Films, wie du gesagt hast, diese gleiche Zugänglichkeit heutzutage. Man muss auch, ne, denken ja immer alle, boah, wenn du so was sehen willst, musst du halt ins Dark Web gehen, so, ne, Bullshit. Diese ganzen Seiten gibt's völlig öffentlich im Clear Web, wenn du die richtigen URLs kennst, guck dreimal auf Reddit und du hast alles, kann jeder 13-Jährige sich alles reinziehen, ohne Probleme. Dass er das so dass er das so plakativ anspricht, auch wieder hier mit dieser Thematik, der Content Moderation als Job, ne, die Margit arbeitet ja, wie du gesagt hast, mit dieser Kino-App, wo übrigens ja auch jetzt schon irgendwie ganz viele Filme hatten. Letztens gab's ja diesen American Sweatshop, der genau das gleiche Thema ja auch hat, und es gab ja diese Cleaners-Doku. Also es ist ja ein spannendes, ein spannendes Thema, weil dieser Job natürlich mit sich bringt, dass diese Leute, die das machen, sich diesen ganzen Scheiß ja ungefiltert angucken müssen. Das fand ich alles als Aufhänger völlig legitim, fand ich in Ordnung, dass sie auch, ohne Spoiler, jetzt auch die Hauptfigur, einen persönlichen Background bekommt im Zuge dieser Videos. War vielleicht auch ein bisschen... War vielleicht auch ein bisschen hergeholt. Aber fand ich auch noch okay, um zu erklären, warum sie so eine Obsession hat, um da so hinterher zu gehen. Fand ich auch noch in Ordnung. Nur irgendwann möchte der Film dann eben leider auch halt auch noch ein Horrorfilm oder ein Horrorfilter sein. Und dann fängt es an, sich ein bisschen zu beißen alles. Nur kurz ergänzend. Ich muss halt sagen, diese Background-Story, die fand ich dann halt doch irgendwann echt überstrapaziert, wenn halt jeder Zweite irgendwie sie anhand dieses Online-Viral-Videos irgendwie erkennt, wo ich mir halt denke, ja, genau, jeder weiß Bescheid, jeder weiß, sie ist Train Girl. Das fand ich irgendwie ein bisschen ... Ich kenne nicht jedes Scheiß-Unfall-Video so. Nee, das nicht, aber wenn das wirklich so viral war, wie es behauptet wird, Wir kennen die Internetdynamiken heutzutage. Und es ist leider auch so hart in der Realität doch dran. Ich kenne über drei Ecken auch einen Ehepaar. Die haben vor drei Jahren ihren Sohn verloren, weil er sich bei der TikTok-Challenge erdrosselt hat. Das ist leider Realität. Deswegen fand ich das gar nicht so weit hergeholt. Aber ist es Realität oder ist das so eine stark vereinfachte Realität, die uns der Film die ganze Zeit vorgaukeln will? Welches virale Todesvideo kennt man denn? Es gibt halt zu viel. Das ist ja das Problem, dass ja gar nichts mehr viral geht. Ja, dass das natürlich ein echtes Video so viral geht mit einem echten Tod drin, sag ich mal. Das ist natürlich schon überhöht für den Film, aber rein vom Prinzip her, dass auch sie davor nicht gefeit ist, Dummheiten zu machen, die dann ins Internet gelangen, fand ich. Wie gesagt, um dann die Obsession zu erklären, warum sie so krass nachher steil geht auf diese Dinge, diesen Fall oder diese Investigation, das fand ich okay, um das überzuleiten. Ja, dieses mein großes Problem mit dem Film ist halt, dass vom Prinzip her funktioniert hier vieles. Also ich finde auch dieses, dass der sich so um diese Plattformkultur dreht, wo Authentizität ständig ja behauptet wird oder auch gefälscht und geremixed wird, alle verdienen Geld irgendwie mit, das finde ich als thematheoretisch stark, aber diese Medienkritik greift für mich halt gar nicht, weil der Film ja auch von Anfang an diese scheiß Spannungsdramaturgie wieder drin hat, auch so. Ist das die aus dem Video? Du darfst nicht dran denken. Also wie die ganze Zeit auch so auf dieses Video drauf hingearbeitet wird, bis man das so nach 50 Minuten dann auch mal zu sehen bekommt. Also der Film, und das machen ja viele Filme, die so was mit Medienkritik betreiben wollen, werden ja selber sich zum Opfer. Diese ganze Spannung, auch wie hier dann, sie guckt irgendwelche Videos, dann kommt jemand rein, das wird so als Jumpscare inszeniert. Also der Film ... Kann sich nicht entscheiden, was er sein will. Und meiner Wahrnehmung macht er in jede Richtung, in die er geht, den falschen Schritt. Er will irgendwie so Plattformlogik, Moderationsarbeit, Strukturgewalt analysieren. Er entscheidet sich dann aber dafür, wieder eine Frau gegen den brillanten Killer zu machen. Sie soll irgendwie so clever sein und da so strukturiert vorgehen und Beweise sammeln. Dann verhält sie sich aber den Rest des Films wie der allerletzte Vollidiot. Jetzt muss ich aber auch mal sagen, ich hab lange nicht mehr bei einer Hauptfigur muss ja nicht ultra smart sein. Genau, also ein paar Fehler sind nice. Einfach nur menschlich Logik, aber man darf auch Fehler machen. Aber hier waren Sachen, wo ich dachte, ey, das ist nicht dein Start. Wer hat das denn geschrieben? Ich bin richtig wütend geworden. Ich auch. Ich war aktiv genervt, weil sie sich später verhält. Da dachte ich mir, ey, das ist doch nicht dein Ernst, Alter. Ja, und warum wird sie da am Anfang so etabliert? Dann check ich nicht. Warum braucht sie ein Trauma? warum wird sie nicht durch diese Arbeit traumatisiert? Das habe ich mich auch gefragt. Dieses Trauma ist eigentlich so nutzlos. Da habe ich ein bisschen das Gefühl, da dachte sich halt Goldhaber so, nee, das hatten wir schon, weil es gab ja auch, es gab noch einen anderen, ich komme mir auf die Namen, es gab schon noch mal so einen Film. Evil Head. Habe ich noch an Katir stehen irgendwo. Ich auch. Mit so einer Content-Moderationsgeschichte auch vor ein paar Jahren. Ich hab das Gefühl, das war für ihn so die zu low-hanging fruit. Er wollte noch was anderes, weil das zu einfach wäre. Das könnte ja dann jedem da gehen in der Firma. Aber jetzt nur mal, Nur mal angenommen, ja. Also wir kriegen es ja nur mit, dass er es auf Kino hochlädt, so. Aber ich frag mich, warum? Warum? Er muss es gar nicht machen. Ja, also er muss doch gar nicht diese Content-Schleife gehen, so. Er könnte es doch über. Er will das ja schon. Er will ja schon irgendwie den Fame, sag ich mal. Er will ja schon, dass das irgendwie gesehen wird und scheinbar soll das ja da in der Welt, in der der Film spielt, ist das ja quasi die TikTok. Sie ist die berühmteste Social-Media-App so und er will das ja schon verbreiten. Natürlich nur ohne zu wissen, wer hintersteckt. Ja, das fand ich auch recht low, weil eigentlich muss sowas gefunden werden. Also, dass wenn das irgendwo hochgeladen wird, das ist ja schon das erste Problem. Das muss eigentlich irgendwo auf Reddit oder so auftauchen. Also, ich fand den Killer, weil spätestens als ich auf Reddit geht und das postet und drei Sekunden jemand antwortet, Forensic Scientist hier, everything is true, war ich schon so, okay, Leute, Alter, Vielen Dank. Und dass das kein Gag war. Also das fand ich wirklich witzig, weil ich dann so dachte, okay, sie wird jetzt so verarscht von den Leuten, aber das war ja völlig ernst gemeint. Ich finde, das versucht der Film noch mit diesem, machst du jetzt hier einen auf Don't Fuck With Cats noch halbwegs zu retten. Mit manchen Kommentaren geht's so ein bisschen, aber es nimmt sich schon ernst. Ja, aber er nimmt sich halt leider komplett ernst und dass auch dieser Killer dann, der Serienkiller, Medienstratege, Social Media, Orakel, weiß genau, wie die Plattformen funktionieren, das fand ich dann auch so so trist, weil dieses, wie ich mir vorgestellt hätte, wie sowas funktionieren könnte, ist dann halt auch, dass der Killer auch an den Algorithmen der Plattform irgendwann scheitert. Also er muss ja auch gar nicht eskalieren. Also die Plattform spielt es ja anscheinend aus, es funktioniert. Er ist gar nicht gezwungen, sich irgendwelchen Algorithmen anzupassen und dann ist dann halt auch diese ganze Plattformkritik weg. Ja, die Plattformkritik kommt leider viel zu kurz. Es geht ja auch darum, sie sagt das ja dem Chef, der Chef sagt natürlich, ja, klick's einfach durch. Wir müssen den Leuten ja liefern, was sie wollen und so. Ja, dass auch ein Video auch den Unterschied machen würde. Dass Plattformen halt keine Haftung übernehmen oder keine Verantwortung übernehmen wollen. Das ist ja ja auch schon drin. Aber es geht alles dann auch so ein bisschen unter eben leider. Ja, und dann dachte ich so, okay, da geht jetzt so ein Campy Slasher über. Und dann dachte ich, okay, das embrace ich, weil er am Anfang ja schon gar nicht ernsthaft ist. Aber dann will er ja wirklich so eine komplett ernsthafte Geschichte erzählen. Das hat für mich alles überhaupt nicht funktioniert. Sie ist eine super unsympathische super inkompetente Hauptfigur. Wo man ja einen gewissen Reiz draus ziehen könnte. Aber dann ist alles so verharmlost. Und ich hab's ja in meiner Letterboxd-Review auch geschrieben. Das ist halt, wenn in einem Film gesagt wird, du musst den Leuten das geben, was die Leute wollen, kriegen die Leute nie das, was sie wollen. Und das kriegt man hier ja auch nicht. Im Marketing wird so getan, selbst die Poster sind zu brutal. Wir konnten den Film nicht veröffentlichen. Der ist so krass. Niemand hält es aus, das anzugucken. Das mit den Postern fand ich ja noch ganz funny als Marketing-Idee. Weil es ja auch so wieder auf das Face of Death 78-Phänomen so einzahlt, aber damit haben sie auch nichts verwandelt. Ja, und dann guckt man den und denkt sich so, pff, die wenigen harten Szenen werden dann auch noch so blöd in Erinnerung gezeigt, wo sie dann bei so einem Firmen, den so einer Garnelenkopf abdreht, dann hat sie ein Flashback zu irgendeiner Szene, die sie da gesehen hat. Die Szene ist natürlich noch mal aus anderen Blickwinkeln und sie ist auch näher dran, weil natürlich ist es nur inszeniert. Es ist alles so cheesy und so, billigst möglich. Also, es hat für mich null funktioniert. Es war auf keine Art und Weise, konnte ich das irgendwie genießen, weil ich alle Viertelstunde wieder einen anderen Approach finden musste, wie ich das hier einigermaßen gutierbar für mich finde. Aber es funktioniert halt nicht. Und ich bin auch leider kein Fan davon, wenn perverse, krasse Serienkiller Schusswaffen einsetzen. Ja, das ist ja dein altes Problem. Ja, und die letzte halbe Stunde, ey, was war das? Also. Ja, Also der Polizist hat sie wirklich zu dem Haus wieder zurückgefahren, vor dem sie halt festgenommen worden ist. Und da sie eindringen wollte, woran die Polizisten sie noch gehindert haben. Wo sie sich auch wie so eine Psychopathin benimmt und die dann so anschreit und blutbeschmiert ist. Und er spielt dann auch wieder so dieses, ich hab so eine Brille auf und bin ganz harmloser Dude. Und André macht schon so diese Handgeste, dass wir nicht so viel das S-Wort benutzen sollen. Aber ja, wie gesagt, also rein von den Handlungen, Abfolgen, ist da schon richtig viel Dämliches dabei. Ich muss aber sagen, ich sehe es schon auch so nicht ganz so harsch, weil ich dann letztendlich aber doch in gewissen Zügen, ich war zumindest unterhalten. Der Film hat mich zumindest nicht gelangweilt. Weil ich finde, dass er schon trotzdem immer wieder kleine Momente hat. Und weil das Problem ist einfach nur, dass er sich dann immer weiter um diese Medienkritik, Anklang beziehungsweise Anklage, dann aber auch so dieses Abkulten des Originals, dann Slasher sein und dann dreht er sich immer im Kreis. Und es gibt dann immer Momente, die funktionieren, da gibt's wieder Dinge, da muss man sich krass aufregen, da gibt's wieder Dinge, die funktionieren überhaupt nicht und ich war ganz tatsächlich den Hotel gerissen. Es war so ein bisschen so, ich langweil mich grad nicht, ich bin aber auch irgendwie ein bisschen sauer, dann war ich wieder genervt, Dann finde ich irgendwas wieder doch ganz cool. Und der setzt, das ist ja auch eine Phrase, aber der setzt sich zwischen alle Stühle. Das passt auf diesen Film halt perfekt, weil er wirklich nicht weiß, was am Ende sein will. Ich hatte dann auch so im letzten Drittelsgefühl, er wird gerade zu einem The House of Jack-Build für Gen Z. Aber eben zieht's dann aber auch wieder nicht durch, was Tino gesagt hat. Weil wenn du einen Film hast, der Faces of Death heißt, der natürlich dann erst diese Medienanklage macht und du aber merkst, okay, damit sind wir jetzt scheinbar durch. Jetzt kommt wirklich ein Horror-Thriller-Slasher-Part, dann aber nicht delivered auf der Gore-Haut-Ebene, dann weiß der Film halt wirklich am Ende nicht, für wen will er jetzt eigentlich sein? Will ich jetzt wirklich halt den Leuten halt einen Spiegel vorhalten, sagen, ey, Leute, Gesellschaft verroht, wir bewegen uns in eine ganz, ganz schwierige Richtung, es ist kurz vor zwölf, Achtung, Achtung, Achtung. Oder will ich halt den Gore-Hauten sagen, Alter, guck mal hier, Gore, guck mal, geiles Blätter. Und er macht dann halt so halt alles nur ... Reißt er halt nur an, in den geringsten Zügen. Und für wen will er denn dann sein? Also, wie gesagt, ich finde, es ist ein guckbarer, okayer Film, aber ich verstehe einfach nicht, was die Intention dahinter ist, so wie er jetzt geworden ist. Wen will er wirklich am Ende abholen? Ich weiß gar nicht. Ich fand eigentlich, es war schon ein bisschen, ich glaube, da soll irgendwie, das soll schon eine etwas bissigere Kritik sein. Ich finde es aber auch in dem Moment irgendwie unglücklich. Du gibst ja Gorehounds mit abgetrennten Schädeldecken und weiß nicht. In Ansätzen, ja. Ja, aber nichtsdestotrotz, die Szene haben sie ja mehrfach gezeigt. Und du gibst ja Gorehounds schon, oder beziehungsweise Leuten, die auf eine gewisse Härte stehen, denen gibst du ja schon Bildmaterial, mit dem sie was anfangen können. Du sagst aber halt nur gleichzeitig mit allem Ernst, ihr seid scheiße. Und ich weiß nicht, ob das so gut funktioniert bei Leuten, die halt eben genau aufgrund der Sensationsgeilheit diesen Film schauen werden, so. Das ist halt wieder so ein Film, wo du merkst, die Macher ekeln sich vor ihrem eigenen Publikum. Und das lasse ich mir von Harnegge noch gefallen bei Funny Games, dass der mich verachtet. Aber bei so einem Film, der so mutlos ist, also es ist halt irgendwie ein Film, der mir irgendwie einen Kuchen vorsetzt. Auf den Kuchen wird draufgeschissen, dann hilft er mir, den Kuchen zu essen und sagt dann, du hast Scheiße gefressen. Und ich soll dann so sagen, ja, vielen Dank. Das war ja toll für mich jetzt alles. Also die Sahne war lecker. Ja, das funktioniert nicht. Der ist halt in jeder Hinsicht, ist der so mutlos. Er embracet dann irgendwie nicht diese Unlogik, die er da aufmacht. Er embracet nicht, dass seine Hauptfigur so eine Loose Cannon ist, die halt impulsiv handelt die ganze Zeit. Wenn er das wenigstens so, wenn er sich für irgendeine Richtung entscheiden würde. Und das bedeutet nicht gleichzeitig, dass ich nicht Filme mag, die vieles versuchen. Aber das ist das, was ich eben bei Fuchsefeetapes gemeint habe. Hier ist halt so ein intellektueller Überbau da. Oder der Film will Themen verhandeln, aber er reißt sie halt nur an, ohne dabei auch irgendwelche Fragen zu stellen. Aber es ist ja nicht mal so einer von diesen unangenehmen Filmen, die so, ich stelle ja nur Fragen, wo man so denkt, ja okay, cool, Fragen stellen kann ich auch, Antworten werden auch irgendwie cool oder Denkanstöße. Sondern er scheint immer vor so eine Wand zu rennen alle 20 Minuten und dann wird halt ein anderes Genre angerissen, das aber auch so mutlos ausgespielt. Also der Film traut sich halt auch nichts. Also er traut sich ja nicht mal, gegen Ende wirklich aufzudrehen oder so. Oder auch dieses ... Was ich so im Vorfeld dachte, dass das so sehr nihilistisch wird. Und ich bin aber auch nicht jetzt Opfer meiner eigenen Erwartungshaltung. Also ich hätte den Film auch, wenn er nicht Faces of Death heißen würde, auch Kacke gefunden. Dann vielleicht nur diesen Ansatz irgendwie, vielleicht ein bisschen respektabler gefunden. Aber dass der Killer, er muss nicht skalieren, er muss nicht mehr Leute umbringen, er muss nichts Krasseres machen. Er kann einfach sein Ding durchziehen. Es wird nie klar, was bringt ihm das genau. Ist er wirklich Fame? Also was passiert? Die Motivation ist so diffus. Und wie geil wäre es einfach gewesen, wenn am Ende, ja, okay, jetzt ist Muckbang der neue Trend. Kills interessieren uns nicht mehr. Ladet mal mehr Videos hoch, wo Leute sich vollfressen. Er steht da doof. 20 Leute umgebracht, nichts von gehabt. Also dieses, wie die Plattformkritik am Anfang so eine große Rolle spielt und dann fällt es einfach unter den Tisch, um einfach nur eine Frau gegen den perversen Killer als Film aufzumachen. Und das ärgert mich immer, wenn Filme so ein Potenzial haben und das so leichtfertig, in meinen Augen leichtfertig wegwerfen, um was zu erzählen, was man schon x-mal gesehen hat und sich da nicht mal irgendwas trauen. Also ich bin aber auch bei André, es gab Momente, da fand ich es echt ganz gut. Ich muss auch sagen, die Besetzung von Barbie Ferreira fand ich halt entgegen jeglichen Typos auch mal wieder ganz angenehm so. Ja, die Figur mag nicht die cleverste sein, aber nichtsdestotrotz fand ich es halt cool, dass hier mal halt, ein anderer Charakter gezeigt wird. Ich fand, das hat sie auch gut gemacht. Ja, das Drehbuch hat ja da wirklich ein paar dumme Handlungen reingeschrieben, leider. Also, ich fand, das war ein sehr, keine Ahnung, das war so ein recht homogenes Umfeld an Personen, was hier geschildert worden ist. Ich fand das ganz cool. Da hat keiner einen großen Wirbel um irgendwas gemacht oder so, also schon gar nicht um ihre Körperlichkeit. Das fand ich cool. Das wurde alles so selbstverständlich inszeniert. Das hat mir gefallen. Ja, und ich fand der Montgomery hat den Killer auch ganz gut gemacht. Ja, und ihr Mitbewohner, ne? Das ist der junge Mann aus Epophenyx, der die App die ganze Zeit benutzt hat. Also der hat hier sein Themengebiet wohl gefunden. Ja, aber dann, ja, so drei Anmerkungen vielleicht noch. Also ich finde, der Killer hätte Achso, und ganz kurz noch, nur für alle, die darauf warten, wegen Charlie XCX-Personen-Film nicht sehen. Die ist nämlich glaube ich drei Minuten im Bild. Das wollte ich jetzt eigentlich sagen. Drei Anmerkungen, die ich hatte. Zum einen Charlie XCX. Wenn ich jetzt richtig verstanden habe, ist das die Dame, die einen Joint raucht und deswegen eins in die Fresse kriegt, weil sie sich ein Snuff-Video anguckt. Ja. Und einen extra geilen Akzent für die Rolle noch gelernt hat. Cool. Ich finde, der Killer hätte den nicht Faces of Death in ihrer Gefangenschaft zeigen sollen, sondern Poughkeepsie-Tapes. Um mal zu zeigen, wie es wirklich laufen kann. Wäre, glaube ich, effektiver gewesen. Aber liebe Freunde, also liebe Macher, ich muss echt sagen, da bin ich schon sehr, sehr ... Das war meine größte Irritation im gesamten Film. Irgendwann geht sie zu sich nach Hause und stöbert in der VHS-Sammlung des Mitbewohners. Der natürlich ein krasser Horror-Fan und Gore-Hound ist. Ja, ja, bla, bla, bla, bla. in dieser Scheiß-Sammlung. Ich hab gestoppt, ich hab mir das alles angeguckt, jedes Realfach. Da steht zweimal Independence-Dreh als VHS-Kassette drin, das würde ich als schlampig bezeichnen von der Ausstattung, und es steht zweimal The Sixth Sense mit da drin. Ja, auch auf VHS. Und dann, jetzt mal ehrlich, in welcher Welt, ja, welcher vernünftig oder vernunftbegabte Mensch stellt Faces of Death als Original-VHS übrigens, neben Richard Gears Red Corner. In welcher Relation steht das? Ich meine, ich hab verstanden, der junge Mann ist gay und so, alles cool, aber wirklich, wie kommst du darauf, Faces of Death zwischen Sixth Sense und Richard Gears Red Corner zu stellen? Ja, vielleicht gibt's eine tiefere Verbindung, die man erst, wenn man ganz hart drüber nachdenkt, erkennt. Aber so kann ich nicht arbeiten. Aber ja, die Sammlung habe ich mir auch angeguckt, dann auch gedacht, okay, das ist wieder so dieses ... Und ich möchte die, also die Daniel Goldhaber-Filme, also Cam fand ich geil, How to Blow Up, Pipeline auch super, aber das wirkt auch wie Themen, wo er sich auskennt und wirklich was zu sagen hat. Hier wirkt es so, als ob er irgendein Thema braucht, um da irgendwas drauf aufzuhängen, aber es ihm selber nicht so ganz klar geworden ist, was er da machen will. Und ich finde, das wirkt bei allen Horrorbezügen, auch wie über Horrorfilme geredet wird. Und es wirkt halt nicht ... Ja, nicht authentisch. Und das ärgert mich dann auch immer, wenn das so wieder wie so eine leichte Freakshow irgendwie gemacht wird. Ich fand es ganz gut, wie sie dann über Face of Death reden und er auch sagt, vieles davon war nicht echt. Aber wie sie auch über die Filme redet, da kann sie auch nichts für. Aber das Drehbuch lässt sich halt so oft hängen. Ja, also was ich mir gewünscht hätte. Klar, habe ich nicht bekommen, ist okay. Ich kann mit dem jetzt leben, was ich bekommen habe. Ich finde es jetzt aber auch nicht wirklich begeisternd so. Es wäre halt echt meiner Ansicht nach richtig cool geworden, hätte man anhand dieser jungen Menschen, diese von mir aus Gen Z, Gen Y, keine Ahnung, anhand dieser Menschen mal versucht zu ergründen, die stoßen auf Faces of Death. Ich meine, es ist nicht selbstverständlich, dass junge Menschen in über 40, also in fast 40 Jahre alten Filmen, nee, der ist 78, ne? Ja. Also, dass man sowas nicht mehr kennt als junger Mensch heutzutage, ist, finde ich, vollkommen verständlich so. Ich meine, Leute können auch mit Wählscheiben offenbar in Filmen nichts mehr anfangen. Und dementsprechend, wenn die jetzt einfach auf dieses Video gestoßen wären, und dann anhand dessen irgendwie mal ein bisschen geguckt haben, wo es stand, warum diese Faszination dafür entstanden ist, oder warum sich da irgendwie so eine Art Kult entwickelt hat, der sechs weitere Fortsetzungen irgendwie zur Folge hatte, und wie das jetzt abgleichbar ist, eben mit unseren Dingen heute so, das hätte meiner Ansicht nach echt schon gereicht, weil er hätte mal auf eine Menge fieses Zeug irgendwie zurückgreifen können oder fieses Zeug nachstellen können. Und ja, hätte, glaube ich, diesen thematischen Bogen, den man da eigentlich gerne unterbringen möchte oder den man da irgendwie spannen möchte, den hätte man da deutlich besser erzählen können. Ich brauche diese Serienkiller-Geschichte dann null. Wirklich gar nicht. Ich auch nicht. Vor allen Dingen dieses, was ja unser größtes Problem aktuell ist und der auch die nächsten Jahre bleiben wird, es ist ja scheißegal, ob was stimmt oder nicht. Wenn die Leute es glauben wollen oder wenn der Vibe stimmt, ist das viel, viel stärker. Also selbst wenn Lügen bestätigt werden oder selbst wenn man Leuten sagt, das ist AI oder so, dann sind die so, ja, ist mir auch überall. Und das ist ja auch so, du musst gar keine Leute mehr umbringen, du musst die Leute nur glauben lassen, dass das wirklich so passiert ist. Und diesen Verlust von Glaubwürdigkeit und dem, was so im postfaktischen Zeitalter überhaupt noch geglaubt werden kann, greift der Film ja auch nicht auf. Ich finde, das ist doch so rührend altmodisch, aber dann beißt sich das wieder so krass mit diesem Content-Moderation, mit dieser Kritik an aktuellen Plattformen, wenn du die größten Probleme dieser Plattform dann doch nicht wirklich auch nur mal ansatzweise angreifst, sondern wieder so sagst, ja gut, das ist wieder eigentlich ein strukturelles Problem, aber weiß ich nicht, wie ich das erzählen soll. Ich mach's wieder zu, eine Person lädt Horrorfilme Videos hoch, wenn die tot ist, ist das Problem gelöst. Und das ist so grob vereinfacht und dass ich das auch nicht mehr rührend naiv finden kann, sondern einfach fahrlässig und schlussendlich auch dumm. So. Es ist leider so, also ich verstehe, dass das nur ein Film ist und dass er auch irgendwie ein anderes Interesse hat, aber dann kommen wir nicht am Anfang mit einer Content-Moderatorin, die ihren Job macht, erklär mir nicht, irgendwie die Plattform profitiert von, wenn das schon so dümmlich ist, fände ich es okay, aber dann bleib halt auch campy und komm nicht zwischendurch immer wieder zu deinen ernsteren Themen zurück. Gut. Ja, das war doch wieder reich an den Halten. Bin sehr gespannt, wie der rezipiert wird, wenn er dann mal bei uns erscheint. Also er ist jetzt halt im US-Streaming erhältlich seit ein paar Tagen. Genau, bin mal gespannt. Ich glaube, das wird so ein solider, wo die Drei-Sterne-Wertung wieder so aussieht, dass auf einem die Letterboxd-Wertung Stinkefinger zeigt. Ich glaube, das ist einer dieser Fälle, würde ich sagen. Könnt es hinter dir. Er hat jetzt aktuell gerade 3,0 glatt. Ja, da bin ich ein bisschen drunter. Ich bin auch ein bisschen drunter. Ich finde, es ist keine Katastrophe, aber er hat auch einfach scheiß viel Potenzial. Da sind so viele Ideen, wo ich mir dachte, in die Richtung hätte es zu gehen können, ja, aber nicht irgendwie alles, wie Tino angefangen hat, geh nicht in alle Richtungen, aber dann geh immer nur so einen halben Schritt. Weil das ist am Ende dann einfach gar nichts Ganzes. Vielleicht sollten wir noch einmal kurz an all unsere, treuen Zuhörerinnen und Zuhörer da draußen noch mal kurz so ein, ich weiß nicht, ob wir das beim letzten Mal gemacht haben, aber nochmal so eine kleine Absicherung geben, dass wir jetzt möglichst schnell versuchen, unser versäumtes Zeug, so schnell es geht, nachzuholen und nachzureichen. Nö. Nö, auch nicht. Was hat denn jetzt die Steuererklärung damit? Echt? Ja, sogar als Abschluss noch, bevor wir jetzt zu negativ enden wollten, habe ich gedacht. Ach so. Nein, wir enden doch auch nicht negativ. Ich empfehle doch noch, dass am 30. Mai im Filmrauschpalast Berlin ein Double Feature von Story of Riggi und Man Behind the Sun läuft für alle Interessierten, die noch einen fragwürdigen Film sehen möchten. Und Man Behind the Sun. Wann Man Behind the Sun Review von Daniel Goldhaber? Ja, gab's ja das chinesische Remake von Man Behind the Sun. Hab ich aber auch noch nicht gesehen. Mit dem Easy-Google-Bahn-Titel 731. 731, ja. Ich werde es sichten und vielleicht für die Besprechung hier vorschlagen, aber ich fürchte, es ist missraten. Gut, ich sag mal so, das Original war jetzt auch nicht gerade ein Feuerwerk der Spritzigkeit oder eben schnell getimt oder temporeich oder irgendwie unterhaltsam. Also der Film, mal abgesehen von diesen, sag ich mal, Highlight-Momenten, die auch schon, glaube ich, im Internet ausgeschlachtet worden sind, ist der Film eigentlich relativ lahm, arschig. Ist der auch ein Stück langweilig eigentlich. Ja, mit 20 habe ich eine aus Sensationsgeilheit geguckt. Jetzt gucke ich natürlich aus filmhistorischem Interesse. Natürlich macht man das so. Natürlich. Ganz recht. Früher war Skylight, heute ist es Interesse. Ja. Story of my life. Aber schon bei Events sind auch nochmal gerade ein Hinweis, dann auch eine eigene Sache. Wer auch übrigens Hamburg und Umgebung seine Heimat nennt, am 6. Juni gibt es im Hamburger Savoy-Kino High Tension. Ui. Zeigen wir. Ja, nix wie hin. Wer Nordlicht ist, kann da gerne hinkommen. Und was haben wir noch irgendwas zu? Ah ja, wir müssen mal wieder klatschen. Denn es gibt ein neues, wow. Ach so, ich dachte, du wirst jetzt schneiden. Oh, es gibt ein neues Sedi-Mitglied. Geil. Ihr seid so gedrillt von unseren Podcast-Vorbereitungen. Wenn ich sag klatsch, dann macht ihr es schon wie so interessierte F hier. Das ist ja fantastisch. Das probiere ich in der nächsten Zeit häufiger aus. Ich musste jetzt in jeder Review das Wort klatschen irgendwo. Genau, ich wollte darauf hin, dass wir ein neues Steady-Mitglied haben. Oh, ach so. Ja. Ich glaube, den Kontext müssen wir jetzt kurz drüber erklären. Normalerweise, wenn wir eine Folge aufnehmen und den Anfang, also wenn wir anfangen, eine Folge aufzunehmen, dann zählen wir einmal ein und dann klatschen wir alle auf drei, damit wir beim Schneiden nachher eine synchrone Spur haben als Unterstützung. Und wie gesagt, offensichtlich ist das schon so eingedrillt nach 216 Folgen, dass das auf Kommando kommt. Das freut mich sehr. Das gefällt mir sehr gut. Das gefällt mir sehr gut. Also, jedenfalls, ich wollte auf jeden Fall aus, dass wir einen neuen Steady-Supporter haben, nämlich der liebe Alexander. Jetzt können wir klatschen. Willkommen im heiligen Kreis und danke für deinen Support. Und ja, für alle, die bei Steady beziehungsweise noch nicht bei Steady sind, wir haben gerade ganz frisch einen neuen Audio-Flick rausgehauen zu The Monster Squad. Für mich zum ersten Mal, ja, für Daniel und Tino ein wiederholtes Mal. Urjuwel. Und ja, wer gerne in Zukunft weiterhin da weitere Bonus-Folgen hören möchte, Audio-Flicks, Besprechungen zu kurzfilmen oder auch generell, wer keinen Bock hat auf Werbung, denn alle Folgen bei Staddy sind auch werbefrei, der kann unter support.jour-geschehen.de ein Abo abschließen und uns da ein wenig unterstützen im Monat, wer möchte. Ja, und als Gründer Abschluss lese ich noch die wichtigsten Fakten zum Film 731 von der KI-Übersicht vor. Also, die Einheit 731 war eine berüchtigte geheime Forschungseinrichtung an kaiserlich-japanischen Armeen. Da besetzte man Shurai, die biologische und chemische Waffen entwickelte. Außerdem ist 731 die Telefonvorwahl von Ulm. Ach, ohne KI, was würden wir machen? Eine KI würde auch das Faces of Death Gore-Video einfach durchlassen, weil es einfach nicht erkennt. Und was Ulm und die Todeslager miteinander zu tun haben, klären wir in der nächsten Folge. Ich weiß auf jeden Fall, wie ich jetzt immer Ulm erreichen kann. Gab es nicht auch dieses in Ulm und Ulm herum, gab es nicht so ein Sprichwort, ja in Ulm um Ulm, um Ulm herum oh das ist ja schon nicht schwierig zu sagen, pass auf dass hier kein En noch hinten dran passiert, ein Wied von Guspakus komm wir schlingeln hier, das wird jetzt heikel was wir hier alles schon wieder vor uns geben, im Wahn von wegen nicht wissen zu können wann das Ende ist So, wir sagen Tschüss Ja, das hab ich von Faces of Death Tschüss, Tschüss, Tschüss.