Latest / Kritische Controller / Catan, KI und Konferenzen
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- 0:25Intro: Intro: (Musik)
- 0:36Arno: Arno: Hallo, Eugen.
- 0:38Eugen: Eugen: Schön, dich wiederzusehen.
- 0:40Arno: Arno: Ja, Und wir sehen uns ja sogar wirklich mal!
- 0:42Arno: Letztes Mal hatten wir, glaube ich, die Kameras aus.
- 0:45Eugen: Eugen: Ja, das ist halt immer. Es ist einfach super spannend.
- 0:48Eugen: Was wird Eugen W-Lan heute zulassen und was nicht?
- 0:51Eugen: Im Augenblick sieht es ganz gut aus.
- 0:53Eugen: Es war das letzte Mal allerdings verschärft.
- 0:55Eugen: Da hatte ich zwei Buben zu Hause, die ein Leben ohne Internet zwar vorstellbar finden,
- 1:01Eugen: aber nicht wünschenswert. Also ich glaube, da habe ich nur den Wurmfortsatz des der Spannbreite des Internets übrig gehabt und
- 1:10Eugen: mit dir reden zu können.
- 1:11Arno: Arno: Ja und? Leben wir nicht alle im Appendix?
- 1:18Eugen: Eugen: Aaaah... Wo wollte ich jetzt ansetzen? Augenblick. Das wird rausgeschnitten. Das wird rausgeschnitten. Das muss
- 1:22Eugen: professioneller werden.
- 1:23Arno: Arno: Nein, lass mal! Was machen wir denn heute?
- 1:25Eugen: Eugen: Genau das, was ist? Wir haben jetzt schon unsere zeremonielle Begrüßung.
- 1:29Eugen: Ich finde, das kriegen wir besser hin.
- 1:31Eugen: Und jetzt die Vorstellung. Unser Podcast ist weiterhin aufgeteilt in drei Teile,
- 1:37Eugen: tripartite, und zwar in harte Arbeit am Anfang, dann die weiche Arbeit in der Mitte als Übergang zur Antragserotik am
- 1:47Eugen: Ende. Das ist der aufregende Teil.
- 1:49Eugen: Das werden wir auch heute beibehalten. In der harten Arbeit reden wir über eine Konferenz,
- 1:55Eugen: die im Rahmen des CH Ludens-Projekts entstanden ist, mit der ich aber nur am Rande zu tun hatte,
- 2:00Eugen: weil die hast du organisiert. Gemeinsam mit dem Andrich Mauch, Guillaume Geunkt und Yannick Rochat.
- 2:10Eugen: Die ist hat stattgefunden vor ich sag jetzt mal drei Wochen, Du wirst mich nachher korrigieren.
- 2:15Eugen: Vielleicht waren es auch vier Wochen. Vier Wochen ist vielleicht wahrscheinlicher, in Bern. Also,
- 2:19Eugen: darüber werden wir reden in der weichen Arbeit.
- 2:23Eugen: Und das Lustige ist, das hätte ich vielleicht am Anfang sagen sollen. Was wir heute machen, ist eigentlich einen Tag rekapitulieren,
- 2:28Eugen: weil wir haben uns in Bern getroffen, wir haben einander in Bern getroffen und wenn wir schon mal beide oder eigentlich alle im
- 2:36Eugen: Team in Bern sind, dann stopfen wir die Tage absurd voll.
- 2:40Eugen: Das heisst, es hat angefangen. Ein Nachmittag war ein Workshop an der HKB,
- 2:45Eugen: wo wir ein Brettspiel analysiert haben.
- 2:48Eugen: Dann kam ein Auftritt im Politforum und am Abend war da noch die Eröffnung der Konferenz,
- 2:54Eugen: also Konferenz haben wir der harten Arbeit in der weichen Arbeit kommt jetzt das Brettspiel, wo wir vielleicht auch über
- 2:59Eugen: Brettspiele allgemeiner reden. Und dann in der Antragserotik würde ich dir jetzt das Wort übergeben.
- 3:07Arno: Arno: Da waren. Da waren wir. Jetzt bin ich verwirrt.
- 3:11Arno: Da waren.
- 3:12Eugen: Eugen: Auch rausgeschnitten. Das wird rausgeschnitten.
- 3:14Arno: Arno: Nein, nein, nein. Nichts. Nichts.
- 3:16Arno: Keine. Keine Zensur. Keine Cancel Culture.
- 3:20Eugen: Eugen: (lacht) keine Cancel Culture.
- 3:21Arno: Arno: Gut. Man darf ja heute gar nichts mehr sagen.
- 3:23Arno: Genau. Und da waren wir im Politforum und haben über KI und Popkultur gesprochen.
- 3:32Arno: Das war sehr schön.
- 3:33Eugen: Eugen: Genau.
- 3:34Arno: Arno: Man muss ein bisschen sagen, das ist also, wie wir es heute machen, ist ja nicht die chronologische Reihenfolge,
- 3:38Arno: sondern so, wie wir es inhaltlich entsprechend unseres Podcasts Sinn macht.
- 3:44Arno: Man hätte natürlich auch erzählen können, wie wir, in Tagebuchform "Liebes Tagebuch.
- 3:50Arno: Wir sind aufgestanden und haben dann das und das gemacht" usw.
- 3:54Eugen: Eugen: Aber.
- 3:54Arno: Arno: Wir haben uns dann dagegen entschieden, weil wir sind ja Hardcore Geisteswissenschaftler.
- 4:01Eugen: Eugen: Wir lieben Strukturen.
- 4:03Arno: Arno: Wir lien Strukturen, Themen, Tropen und was es sonst so alles gibt.
- 4:08Eugen: Eugen: Ja, genau das ist die andere Seite.
- 4:10Eugen: Ich finde, es passt ja alles ganz gut rein. Also wir haben natürlich jetzt einfach brutal das zerlegt und dann reingequetscht in die
- 4:15Eugen: Formen, wie diese wundervolle Fernsehwerbung von Lee aus den 90er Jahren war ein kleines Kind zu Bauklötzchen rein,
- 4:22Eugen: hämmert in die Falschen. Egal, ich, ich ich drifte ab.
- 4:25Eugen: Sehr schöne Werbung. Ich mag sie sehr.
- 4:27Arno: Arno: Wovon ist das? Die Werbung.
- 4:29Eugen: Eugen: Das ist eine Lee-Hosen, also Jeanswerbung.
- 4:33Eugen: Und man hat ein kleines Kind. Und das ist dieses klassische Kleinkindspielzeug.
- 4:38Eugen: Ach, die hatten ja nichts. Wir hatten ja nichts. Ich hatte das auch so an, also ein Kubus mit einer Schablone und da
- 4:43Eugen: kann man eine runde Form reingeben, eine eckige, eine dreieckige.
- 4:46Eugen: Und dann hast du aber 3D Formen, die musst du reinpassen und lernst so wundervoll räumliches Denken und bist nachher
- 4:52Eugen: viel klüger und bereit im Kapitalismus deine Arbeit zu übernehmen.
- 4:56Eugen: Das Kind da hat alle alle Formen in die in die runde Form rein.
- 5:03Eugen: Und dann nimmt er sich halt auch noch einen Holzhammer und macht so lange weiter, bis du alles durchpasst.
- 5:07Arno: Arno: Ich glaube, ich hatte auch mal eine Jeans, aber die waren ja eigentlich für uns schon fast zu teuer.
- 5:13Eugen: Eugen: Ich erinnere mich nur noch wenig daran, aber die waren genauso teuer wie die Levi's, oder? Also eher.
- 5:18Arno: Arno: Ja, zu teuer.
- 5:19Eugen: Eugen: Ja, da fällt mir noch eine Werbung ein, nein, ein Internet-Meme.
- 5:24Eugen: Ich lasse es jetzt weg. Das kommt nachher. Große Überraschung Am Ende halten sie durch.
- 5:28Arno: Arno: Bei Levi's-Werbung muss ich an diese Szene in diesem Ottofilm denken,
- 5:31Arno: wo er sich da ist, das im Film, wo er sich da in die Badewanne legt und dann die Hose so eng wird.
- 5:38Eugen: Eugen: Ja, das kommt mir furchtbar bekannt vor.
- 5:43Arno: Arno: Ja, aber wir schweifen ab.
- 5:45Eugen: Eugen: Schon bevor wir angefangen haben.
- 5:47Eugen: Harte Arbeit, harte Arbeit.
- 6:02Eugen: Harte Arbeit. Ich springe zurück.
- 6:04Eugen: Harte Arbeit. Wie hieß die Konferenz, Arno
- 6:06Arno: Arno: Die Konferenz hieß Historicizing Games 2025.
- 6:12Arno: Gaming Artifacts Memory Experience and Society.
- 6:16Arno: Also Games. Das schöne Akronym Gaming Artifacts Memory Experience and Society.
- 6:23Arno: Das haben wir uns ganz toll ausgedacht. Und wir waren auch zu dem Zeitpunkt ein bisschen stolz. Hinterher dachten wir Okay, so ein
- 6:28Arno: bisschen, vielleicht ein bisschen too much.
- 6:31Arno: Aber eigentlich, finde ich, hat es doch den trifft es doch ganz gut,
- 6:36Arno: den Kern dessen, über was bei dieser Tagung gesprochen wurde.
- 6:40Eugen: Eugen: Wenn wir uns jetzt den Kern doch noch mal in anderen Worten.
- 6:43Arno: Arno: Die Idee war eigentlich mal also eine vor allem, also schwerpunktmäßig eine historische Konferenz zu machen,
- 6:51Arno: die so ein bisschen digitale Spiele aus der Spielerinnen Sicht ja so ein bisschen aufarbeitet.
- 7:01Arno: Also was gibt es an Spielkulturen?
- 7:04Arno: Was machen die Kontexte, in denen gespielt wird, mit den Spielen und den Spielerinnen und
- 7:10Arno: Spielern? Diese ganzen Fragen also erstmal einfach den Fokus weg direkt vom Spiel zu nehmen,
- 7:16Arno: sondern wirklich mal auf die Umgebungen zu schauen.
- 7:20Arno: Und wie sind da auch die Wechselwirkungen zwischen beiden, aber auch zwischen der weiteren Gesellschaft?
- 7:26Eugen: Eugen: Das hast du sehr schön gesagt. Ich überspitze das jetzt noch mal ein bisschen,
- 7:30Eugen: weil du hast das sehr, sehr richtig gesagt. Aber was, was halt diese Konferenz wirklich sehr
- 7:36Eugen: aufregend gemacht hat, weil ich weiß nicht wie vielen Jahren Games da sind wir jetzt 25,
- 7:40Eugen: sage ich mal so um 2000 hat es angefangen, offiziell, ich glaube mit dem Magazin auch oder 1991.
- 7:44Eugen: Ist ja auch egal, aber sagen wir in einem Vierteljahrhundert, was schon gar nicht so vorkam.
- 7:50Eugen: Ist die Spielerinnenseite also auch, vor allem auch in der Geschichte als wir?
- 7:54Eugen: Wir sind halt auch nicht so gewohnt. Wir analysieren die Spiele selbst, wir analysieren die Covers,
- 7:59Eugen: die Werbungen, die Handbücher, die Spielmechanik, wenn wir ein bisschen fortschrittlicher sind. Ästhetik aber der
- 8:05Eugen: Spielerfahrung, also das Performative, auch wenn wir immer wieder dazu aufrufen,
- 8:09Eugen: dass man es machen soll, kam bis jetzt, finde ich, schon noch zu kurz.
- 8:12Eugen: Wie würdest du das einschätzen? Habe ich da einfach übertrieben, oder.
- 8:15Arno: Arno: Nee, nee, ich sehe das eigentlich genauso. Das kam auch genau aus diesem Impuls heraus zustande.
- 8:20Arno: Also man muss dazu sagen, sowohl gegen Ghana wie auch Aldrich und ich,
- 8:25Arno: wir arbeiten ja jeweils an und also ich und ich zusammen und Guillaume in seinem Dissertationsprojekt an der Frage
- 8:35Arno: eben historische Spielerinnenforschung sozusagen.
- 8:40Arno: Und was eben genau die Frage was machen die Kontexte war wie haben wir gespielt,
- 8:46Arno: wie sind wir zu den Informationen gekommen, wie damals zu spielen.
- 8:51Arno: Wie wurden informell außerhalb der wirtschaftlichen Strukturen, die die Publisher usw angeht,
- 8:58Arno: Spiele getauscht? Wie wurde sich darüber ausgetauscht?
- 9:01Arno: Und so weiter und so fort. Diese ganzen Fragen oder auch in gewisser Weise auch anschlussfähig an Spieljournalismus und
- 9:08Arno: andere Themen, die haben wir in unseren Teilprojekten eben immer wieder aufgegriffen,
- 9:16Arno: stellen wir eben auch immer wieder fest Ja, es gibt dazu Forschungen,
- 9:21Arno: aber die ist so verteilt, dass man eigentlich mal eine Tagung machen müsste,
- 9:26Arno: auch allein schon aus diesem, aus der Idee heraus, die Leute auch einfach mal zusammenzubringen und darüber zu
- 9:32Arno: sprechen.
- 9:33Eugen: Eugen: Dazu möchte ich noch anmerken, dass Du da die sicherlich einer der höchsten Expertisen in unserem Team hast in Chludenz,
- 9:40Eugen: weil du ja auch schon seit. Ich weiß zwar nicht wann, aber so seit zwei Jahren mit euch gemeinsam an einem Teilprojekt,
- 9:46Eugen: nämlich zu Gamescapes arbeitest, wo ihr euch genau das anschaut.
- 9:50Eugen: Also finde ich, ist es auch ein sehr schöner.
- 9:52Eugen: Sagt man mittelstrecken Erfolg des Projektes gewesen.
- 9:58Arno: Arno: Ja, also Swiss Gamescapes Plus so der volle Name, bevor wir in Schwierigkeiten kommen.
- 10:05Eugen: Eugen: Du bist böse.
- 10:08Arno: Arno: Das das ist tatsächlich auch für mich persönlich ein wunderschönes Projekt,
- 10:13Arno: weil ja wie du. Also Ideenhistoriker ich eher mit so einem kulturellen Schwergewicht,
- 10:19Arno: während du ja eher in Richtung Politisches gehst.
- 10:22Arno: Wir arbeiten sehr viel mit Diskursanalyse und diesen ganzen Textanalysen und diesem Kram.
- 10:27Arno: Und ich habe durch meine Arbeit an diesem Game Magazin, also das ja mittlerweile eingestellt wurde,
- 10:35Arno: aber auch Interviews lieben gelernt und hatte dann große Lust, was ja sowieso auch bei CH Ludens sehr groß ist
- 10:45Arno: Mal in diesem Bereich oral History einzutauchen und da einfach auch meine Expertisen auszuweiten.
- 10:50Arno: Und genau das machen wir. Wir haben auch ja Jahrgänge von 1955 bis,
- 10:59Arno: ich glaube 1980-85 oder so Leute interviewt.
- 11:03Arno: Ich glaube, wir haben mittlerweile, ich weiß gar nicht genau, 30,
- 11:08Arno: 40 Interviews oder so geführt. Ich habe, ich glaube.
- 11:11Eugen: Eugen: In Richtung 50, ehrlich gesagt.
- 11:14Arno: Arno: Ja, ich habe ich habe ein bisschen den Überblick verloren.
- 11:17Arno: Ich hätte mich wusste jetzt nicht, dass ich genau darüber sprechen würde.
- 11:20Eugen: Eugen: Dafür haben wir eine gute Ordnerstruktur,
- 11:21Arno: Arno: Aber ich ich kann da ketzt spontan aufzumachen.
- 11:26Eugen: Eugen: Nein, ich. Ich kann es auch nur sagen, weil ich es vor kurzem geöffnet habe, weil ich weder Interviews geführt habe.
- 11:30Arno: Arno: Ja, und dieses Interview führen, das ist einfach Wahnsinn.
- 11:33Arno: Also wahnsinnig bereichernd. Sowohl wissenschaftlich, finde ich, weil es unglaublich viele Dinge gab,
- 11:39Arno: die man selber auch gar nicht so auf dem Schirm hat und die dann plötzlich,
- 11:43Arno: wenn man so.
- 11:44Eugen: Eugen: Uns vielleicht ein, zwei Beispiele, damit man sich immer gleich etwas Konkretes vorstellen kann.
- 11:48Arno: Arno: Also was ich wahnsinnig spannend finde, ist zum Beispiel Piratenkultur digitaler Spiele damals.
- 11:54Arno: Also klar, man weiß, okay, früher wurden die Disketten auf dem Schulhof ausgetauscht und so aber festgehalten und
- 12:03Arno: darüber lesen kann man eigentlich nirgends bisher.
- 12:06Arno: Und wir haben jetzt doch einige Gespräche gehabt, wo das auch so ein bisschen ausgeführt hat,
- 12:10Arno: wo dann, wo es dann heißt ja, mein Bruder, der hatte, dann weiß ich nicht,
- 12:14Arno: drei Computer da stehen und hat dann Tag und Nacht die Dinger kopiert und dafür halt einen Franken oder zwei für die Diskette genommen
- 12:21Arno: oder eben ganz andere Strukturen oder was ich auch sehr schön fand,
- 12:26Arno: diese Copy-Partys, bei denen es dann in die Supermärkte ging und dann in den Supermärkten an den ausgestellten Rechnern dann die Spiele
- 12:36Arno: kopiert wurden und solche Geschichten.
- 12:37Eugen: Eugen: Also das war cool.
- 12:40Arno: Arno: Das verschwindet. Man verschwindet einfach auch aus dem Gedächtnis,
- 12:43Arno: wenn man es nicht jetzt festhält.
- 12:45Arno: Und genau dafür ist das Projekt da.
- 12:47Eugen: Eugen: Das finde ich sehr, sehr, sehr. Jetzt hätte ich fast lustig gesagt Lustig ist ein bisschen so ein unpassendes
- 12:52Eugen: Adjektiv. Unpassend auch nicht. Aber diese, diese kleinen Details.
- 12:56Eugen: Etwas, was ich auch in dem Stay Forever Podcast mal gehört habe und was ich in einigen Interviews jetzt gehört habe. Also
- 13:01Eugen: wie du gesagt hast, in Supermärkten oder halt auch Einkaufshäusern, also in den Zentren,
- 13:06Eugen: wo es Computer gab, die waren super interessant, weil das waren meistens Geräte.
- 13:10Eugen: Egal jetzt ob ein C64, Amiga, Atari ST oder irgendwas.
- 13:15Eugen: Die die exotisch sind, glaube ich, wurden da nicht so ausgestellt. Also an denen konnte man spielen, die konnte
- 13:19Eugen: man bedienen und die hatten zwei Diskettenlaufwerke meistens, das ist das ist der Luxus,
- 13:24Eugen: der so viel wert war, die zwei Diskettenlaufwerke, weil dann kannst du eine Diskette direkt
- 13:28Eugen: übertragen. In einer Zeit, wo es auch nicht selbstverständlich war,
- 13:31Eugen: dass Festplatten gab, war das die perfekte Möglichkeit, Spiele mal zu verbreiten.
- 13:39Arno: Arno: Ja, und dann? Und die andere Geschichte?
- 13:41Arno: Du wolltest ja zwei Beispiele. Ja, ist auch, dass wir im Prinzip vor allem über diese Interviews und dieses Projekt dann zum
- 13:49Arno: Beispiel auch an die Fanzines gekommen sind. Also es gibt ja sehr,
- 13:53Arno: sehr wenige Fanzines, von denen wir wissen und überhaupt Journalismus zu Games in der Schweiz und.
- 14:01Arno: Wir hatten einen Hinweis vorher schon durch Zufall und obskure Internetquellen gefunden und über diesen einen Hinweis haben
- 14:11Arno: sich. Dann hat sich dann eine ganze Reihe von Interviews ergeben, in denen genau über solche Sachen dann auch gesprochen werden
- 14:18Arno: konnte. Über eben das einzige Schweizer Printmagazin, das es bisher gegeben hat die Pong,
- 14:24Arno: die nach, ich glaube 2002 ist erschienen und andere Geschichten.
- 14:28Arno: Also wofür das wahnsinnig wertvoll ist, dass man solche Gespräche dann auch führt.
- 14:33Eugen: Eugen: Also demnächst wird man mehr darüber nachlesen können.
- 14:37Eugen: Es finden sich jetzt kurze, kurze Werbeeinschaltung auf unserem Blog.
- 14:41Eugen: Also wir haben jeweils so viel, wir haben so viele Blogs oder ich habe so viele Blogs.
- 14:45Eugen: Also auf dem CH Ludens-Blog, der kommt dann in den Links vor.
- 14:49Eugen: Finden sich dann einzelne Einträge zu Gamescape und Arno schreibt sehr,
- 14:54Eugen: sehr aktiv, gerade an den ersten Vignetten bzw Kurzbeiträgen für den Sammelband,
- 14:59Eugen: den wir herausgeben werden mit unserem Projekt.
- 15:02Eugen: Und zwar ich habe den Überblick verloren, mindestens in drei Teams,
- 15:05Eugen: die gerade aktiv Texte schreiben.
- 15:08Arno: Arno: Ja.
- 15:08Eugen: Eugen: Ja.
- 15:09Arno: Arno: Ja, ja, ich meine, wir müssen ja, das Projekt geht weiter und es geht nicht ewig und wir wollen nicht wie bei Horror game
- 15:15Arno: politics noch fünf Jahre später an der Monografie schreiben.
- 15:19Eugen: Eugen: Auch bei Horrorgamepolitics. Aber ja, das ist eine gute Lektion.
- 15:22Eugen: So gute, gute Einführung in das Thema, warum es wichtig ist, diese Konferenz zu haben.
- 15:27Eugen: Jetzt haben wir gar nicht mehr so viel Zeit.
- 15:29Eugen: Ich Ich kann, ich kann kurz ein bisschen was erzählen.
- 15:31Eugen: Also ich war nur ganz am Anfang dabei und ich war sehr begeistert von der der der Keynote zur Eröffnung.
- 15:39Eugen: Das war Vincent Berry, ein Professor von einer Pariser Uni.
- 15:44Eugen: Es ist eine zweistellige also. Die Pariser Unis sind durchnummeriert von eins Sommernovelle über vier Sorbonne bis ich weiß
- 15:52Eugen: nicht usw rauf und dann geht es in den in den Banlieues auch noch weiter.
- 15:55Eugen: Bis 12 13 14 müsste ich wieder nachschauen, aber sehr cool fand ich schon,
- 16:00Eugen: dass sie dort ein Zentrum für Spiele haben, auch für analoge Spiele.
- 16:03Eugen: Ich glaube, die im Augenblick größte analoge Spielesammlung in Frankreich.
- 16:07Eugen: Ich möchte unbedingt hinfahren und er hat eine sehr coole Vorlesung gehalten.
- 16:13Eugen: Jetzt versuche ich, ob ich es gut noch hinkriege, wo eigentlich eine Metastudie gemacht hat.
- 16:18Eugen: Von Umfragen zum Spieleverhalten der Franzosen seit dem Zweiten Weltkrieg.
- 16:23Eugen: Im Großen und Ganzen also, oder?
- 16:24Eugen: Genau. Also am Anfang fing es mit Freizeit an Wann?
- 16:28Eugen: Wo haben Franzosen Französinnen gespielt?
- 16:31Eugen: Was haben sie gespielt? Wann kamen digitale Spiele dazu?
- 16:34Eugen: Wie viel Platz, wie viel Zeit haben sie eingenommen.
- 16:38Eugen: Hier sind die Entwicklungen extrem spannend, weil nachher das noch ein bisschen aufgefächert,
- 16:43Eugen: auch natürlich nach Geschlecht, aber auch nach sozialer Klasse oder Einkommensschicht,
- 16:48Eugen: wo man dann schon gesehen hat, dass also eine wichtige oder spannende Erkenntnis für mich war,
- 16:52Eugen: dass am Anfang Kartenspiele vor allem eher ein Zeichen von Arbeiterschicht waren,
- 17:00Eugen: weil das da auch in Richtung Glücksspiel ging, während heute analoge Spiele und Kartenspiele,
- 17:06Eugen: also die gleichen Kartenspiele werden. Heute eher hat er erzählt von Studentinnen gespielt als eine sehr bewusste Akt.
- 17:12Eugen: Und Brettspiele sind ja auch eigentlich ein Upper Class-Phänomen.
- 17:15Eugen: Also das sind nur so zwei Punkte, die ich rausgenommen habe. Es war noch sehr viel mehr drinnen in seinem Vortrag.
- 17:20Eugen: Möchtest du da direkt was dazu ergänzen?
- 17:24Arno: Arno: Also grundsätzlich fand ich gerade bei dem Vortrag auch so bezeichnend,
- 17:28Arno: dass es auch diesen diesen Gap gibt zwischen deutsch und Französischsprachigen Game Studies den,
- 17:37Arno: wofür die Tagung auch toll war, einfach mal überhaupt zu sehen.
- 17:40Arno: Was machen die denn da drüben? Das kriegt man sonst nämlich gar nicht mit.
- 17:44Arno: Und dafür fand ich das grundsätzlich mal wirklich toll und es hat mich auch so ein bisschen dann gepusht,
- 17:52Arno: dass man unbedingt mal solche länderübergreifenden Sachen verstärken sollte.
- 17:58Eugen: Eugen: Es also spannend war, was er gemacht hat, weil erstmal so diese longue duree,
- 18:02Eugen: das ist sehr, sehr französisch. Ich ich habe ja auch in Frankreich studiert,
- 18:05Eugen: ich kenne das alles. Das ist schon sehr tief drinnen dort in Academia.
- 18:08Eugen: Ich habe es auch gern und auch dieses Statistiken auswerten, das kommt auch diese aus der École des
- 18:15Eugen: Annalen um Braudel usw einfach auf Wikipedia googlen und.
- 18:25Eugen: Aber was man. Also an sich kann man mit Statistik einfach nur Sachen zeigen und das kann auch extrem belanglos sein.
- 18:31Eugen: Aber er geht da schon einen Schritt weiter und macht versucht eben Erkenntnisse herauszuziehen und das war halt die.
- 18:36Eugen: Die Wertigkeit des Spielens hat sich verändert und ich fand dann auch im Gespräch sehr spannend nachher mit ihm,
- 18:42Eugen: weil ich, ich erinnere mich, das hat mich auch fasziniert.
- 18:45Eugen: Deswegen habe ich eine Frage gestellt, weil gerade diese Frage von Upper class,
- 18:49Eugen: Lower Class hat mich fasziniert, weil es gab ja Zeiten in der Geschichte,
- 18:53Eugen: wo Spielen, wo Spielen schon das Privileg einer Oberschicht war.
- 18:58Eugen: Also ich denke an die Barockzeit, die viel verspielter war als nachfolgende Zeiten oder halt auch das Versailles von von
- 19:04Eugen: Louis Quatorze bis Louis es. In der bürgerlichen Gesellschaft ist es dann zurückgegangen in einer Form gegangen,
- 19:11Eugen: dann mit der Industrialisierung. Also ich kriege es jetzt nicht hin, die große Geschichte des Spielens, aber da
- 19:16Eugen: sieht man so es ist Spielen ist nicht immer gleich Und auch dieser abwertende Blick,
- 19:21Eugen: den es im 20. Jahrhundert lang hatte, weswegen wir ja auch immer lange in unseren Einleitungen erklären mussten,
- 19:26Eugen: warum wir uns jetzt überhaupt mit Spielen beschäftigen dürfen. Der ist halt ein zeitliches Phänomen,
- 19:32Eugen: Aber mehr, fürchte ich, kann ich dazu noch nicht sagen, außer, dass es mich sehr interessiert.
- 19:36Arno: Arno: Ja, aber genau das betrifft ja auch diesen Punkt der Moralität.
- 19:40Arno: Ich glaube, der Tobias Unterhuber hat dazu auch relativ viel schon gemacht.
- 19:43Arno: Oder kann das sein?
- 19:44Eugen: Eugen: Würde Sinn machen, weil der Tobias auch sehr interessiert ist an Arbeit und Spiel.
- 19:49Eugen: Da ist ja die Freizeit ist sozusagen das das Yang zum Ying.
- 19:53Eugen: Gut, aber bevor wir uns jetzt zu lange bei Vincent Berry bleiben, der ist ja auch als Keynote Sprecher
- 19:58Eugen: upperclass der Konferenz. Aber wir wollen die Leute da jetzt auch sehr stark betonen.
- 20:04Arno: Arno: Ja, ja.
- 20:05Eugen: Eugen: Ich habe gesagt, es tut mir leid.
- 20:08Eugen: Wir wollen jetzt nicht nur die.
- 20:09Arno: Arno: Also sprechen wir jetzt erstmal über David Betzing, wo wir von Lower Class....
- 20:13Eugen: Eugen: Aber ich wollte nur kurz sagen, es wird sich nicht ausgehen, dass wir alle durchgehen. Was ist dir lieber?
- 20:19Eugen: Wollen wir punktuell?
- 20:20Arno: Arno: Punktuell vielleicht. Genau das hätte ich jetzt vorgeschlagen.
- 20:24Arno: Also wir hatten dann ein Panel History of Player Practices in National Contexts und da fand ich ja also besonders schön.
- 20:32Arno: Es waren zwei Beiträge, einer von David Betzing zu Lanpartys, das andere von Ayşe Bayrakci Gulyuz.
- 20:37Arno: Hoffentlich sag ich das richtig.
- 20:43Eugen: Eugen: Ich habe sie extra gefragt, wie man es ausspricht. Ich glaube, dass es kommt in die Richtung.
- 20:48Arno: Arno: Falls ich es falsch ausgesprochen habe. Es tut mir leid und ich fand beide toll.
- 20:52Arno: Also gerade Davids Beitrag war super, weil es war so ein Deep Dive in die Organisation einer großen
- 21:01Arno: Lanparty von 1999 mit 1600 Gamern eine der größten Lanpartys zu diesem
- 21:11Arno: Zeitpunkt.
- 21:12Eugen: Eugen: Eine der verrufensten.
- 21:14Arno: Arno: Verrufensten und mit wirklich sehr, sehr vielen Problemen behaftet und ich fand das wirklich eine tolle.
- 21:23Arno: Wiederum vor allem glaube ich Oral History Studie, die er da durchgeführt,
- 21:27Arno: also sowohl Interviews, aber eben auch in die Archive getaucht, sozusagen.
- 21:32Arno: Und das war einfach schön zu sehen.
- 21:35Arno: Was man so mit klassischer historischer Arbeit machen kann.
- 21:39Arno: Hat sehr viel Spaß gemacht und auch...
- 21:42Eugen: Eugen: Hat auch gut vorgetragen, muss ich sagen. Also es war eine Freude zuzuschauen und zuzusehen.
- 21:44Arno: Arno: Sehr gut vorgetragen. Also diese Lanpartys finde ich auch deswegen interessant,
- 21:50Arno: weil sie so ein bisschen auch so was wir ja auch machen, nur ein bisschen früher an dieser Schwelle von analoger Welt zur
- 22:00Arno: digitalen Gesellschaft sozusagen stehen.
- 22:02Arno: Und da aber auch diese Spannungen, die dadurch aufstehen in diesem Event,
- 22:08Arno: dann kulminieren und herausbrechen und das war einfach super spannend zu sehen,
- 22:13Arno: Ja.
- 22:14Eugen: Eugen: Was ich da gleich einwerfen kann, ist nicht Nehmt einen Punkt von vorhin auf der deutsch französischen Freundschaft.
- 22:20Eugen: Wenn wir jetzt auf Sprachen also von der Sprache ausgehen und alle Länder von Belgien,
- 22:26Eugen: der Schweiz, Österreich mit einbeziehen.
- 22:29Eugen: Ist, dass man auch da etwas gemerkt hat, weil es ging auch sehr viel um die Zensur in Deutschland,
- 22:35Eugen: also die Praktik der BPJs, später BPjM.
- 22:40Eugen: Also Spiele werden ja in Deutschland zensuriert.
- 22:43Eugen: Das ist völlig selbstverständlich für Akademikerinnen, die sich im deutschsprachigen Raum damit befassen und für
- 22:51Eugen: vor allem für deutsche Kollegen ist es ganz selbstverständlich. Und was dann da war, war diese dieser Moment total verwirrt hat,
- 22:57Eugen: weil unsere französischen oder französischsprachigen Kolleginnen dann erstmal gefragt haben Warte mal,
- 23:03Eugen: was ist das? Da werden Spiele zensuriert, Was passiert da?
- 23:06Eugen: Das ist möglich. Und dann kam von deutscher Seite wiederum das, was außerhalb von Deutschland wird nicht zensuriert.
- 23:13Eugen: Beide Seiten gingen so ein bisschen davon aus, dass sie alles wissen und da gemerkt haben ähm,
- 23:17Eugen: hallo, Das ist, äh, da ist eine Leerstelle.
- 23:21Arno: Arno: Ja, stimmt total.
- 23:23Eugen: Eugen: Wir wussten das natürlich alles, aber es war.
- 23:27Eugen: Es war schon ein guter Moment. Finde ich gut, Arno.
- 23:30Eugen: Ich. Ich übergebe dir wieder das Wort.
- 23:32Eugen: Hol uns noch ein Schlaglicht heraus.
- 23:35Arno: Arno: Panel zwei war ja über History of Player's SubCulture and Community Communities.
- 23:39Arno: Da habe ich mich total gefreut, den Markus Spörer wiederzusehen.
- 23:44Arno: Der war nämlich, ich glaube 13 Jahre vorher bei einer Tagung, die ich noch hier.
- 23:51Arno: Also hier in Ulm gearbeitet habe, Gast gewesen.
- 23:55Arno: Und ich hatte das total vergessen, dass der.
- 23:58Arno: Dass wir uns schon kannten. Und der hat einen Vortrag gehalten, den ich auch unglaublich spannend fand,
- 24:05Arno: weil es einfach auch so ein bisschen in meine Richtung von meiner Forschung geht zu Disability and Videogame History,
- 24:13Arno: nämlich zu Controllern und wie die sich sozusagen historisch entwickelt haben und hat da einen Rückblick gegeben bis in
- 24:22Arno: die. Ja, was waren die ersten? Ich glaube Mitte, Ende der 70er.
- 24:27Arno: Kann das sein?
- 24:28Eugen: Eugen: Er hat auf jeden Fall mit den ersten. Das fand ich so spannend, weil ich dachte ja,
- 24:31Eugen: also ich habe mal von dem Xbox Controller und so gehört und Playstation,
- 24:34Eugen: aber da wurden ja eigens zusammengeschweißte Controller führen.
- 24:40Eugen: Also Atari VCS war es auf jeden Fall schon.
- 24:42Eugen: Ich glaube, es hat immer ein bisschen eine größere Plattform gebraucht, damit Sinn gemacht hat.
- 24:47Arno: Arno: Also er hatte das vor allem an einer Person aufgehangen, deren Namen ich jetzt vergessen habe.
- 24:51Arno: Das war ein Ingenieur von einem amerikanischen Flugzeughersteller gewesen,
- 24:56Arno: der von einer Person, die, glaube ich.
- 25:01Arno: Mir fehlen jetzt. Mir fehlen jetzt die Fachbegriffe, die quasi nur den Kopf bewegen konnte und dadurch eben nichts machen konnte.
- 25:10Arno: Und deren Eltern hatten den angefragt, ob er nicht einen Controller machen könnte,
- 25:15Arno: der sozusagen über den Mund funktioniert.
- 25:17Arno: Und dann hat dieser Ingenieur angefangen, sich mit dieser Thematik überhaupt auseinanderzusetzen,
- 25:24Arno: hat dann irgendwann auch eine Firma gegründet, die es auch heute noch gibt und macht da sowohl oder hat.
- 25:32Arno: Ich glaube, der ist mittlerweile verstorben, hat sowohl Prototypen aber auch in Serie gefertigt und das fand ich dann total
- 25:39Arno: spannend. Einfach zu sehen, wie sich das auch über diesen Austausch mit dieser Community gerade im Bereich Disability
- 25:47Arno: dann entwickelt hat.
- 25:48Eugen: Eugen: Ich fand das auch sehr spannend, genau das, was du gesagt hast.
- 25:52Eugen: Also mir ist noch so in Erinnerung geblieben der Ausdruck ich glaube lick and puff als Steuermechanismen.
- 25:58Eugen: Also wenn man wirklich sehr eingeschränkte Möglichkeiten haben, ist halt schon das Stecken und auch das also Puff pusten Blasen
- 26:08Eugen: eine Möglichkeit, eine andere der der das Inputs und das war ich.
- 26:14Eugen: Den Namen habe ich leider auch vergessen. Es ist so wie du gesagt hast, es ist die Atari hat sich auch glaube ich
- 26:19Eugen: einfach gemacht. Die haben dann einfach immer auf ihn verwiesen, wenn sie angefragt wurden von Spielerinnen.
- 26:25Arno: Arno: Und ein großes Problem dabei, das nur noch als letztes ist.
- 26:28Arno: Ja, auch Controller entwickeln sich auch so weiter.
- 26:31Arno: Wir haben ja jetzt nicht mehr nur einen Knüppel und einen Knopf, sondern so ein Controller hat dann gerne mal
- 26:38Arno: 30 Knöpfe und so und er hat dann auch auf die Schwierigkeit verwiesen,
- 26:43Arno: dass man im Prinzip für jede Funktion dann mittlerweile sich eine sehr distinkte Bewegung oder irgendwas anderes überlegen
- 26:52Arno: muss, die so eindeutig ist, dass die Steuerung dann auch trotzdem funktioniert.
- 26:56Arno: Das fand ich auch interessant.
- 26:59Eugen: Eugen: Das bringt mich aber zu einer Frage Werden wir in Zukunft irgendeine Möglichkeit haben,
- 27:04Eugen: diese Beiträge teilweise nachzulesen, nachzusehen, irgendwie zusammengefasst?
- 27:09Eugen: Also die Frage ist, was habt ihr geplant und.
- 27:13Arno: Arno: Bisher noch nichts.
- 27:14Eugen: Eugen: Gefragt.
- 27:15Arno: Arno: Also wir haben jetzt noch nicht drüber gesprochen.
- 27:17Arno: Wir haben glaube ich demnächst irgendwann noch so ein Debriefing Meeting und da wird sicher auch noch mal angesprochen werden.
- 27:24Arno: Aber im Moment ist es zumindest noch nicht gedacht.
- 27:27Eugen: Eugen: Ja, finde ich manchmal eigentlich auch ganz gut, wenn nicht immer gleich alles dann verschriftlicht wird, weil es ja doch auch
- 27:32Eugen: viel extra Aufwand und manchmal auch schon, wenn etwas einfach ein bisschen so ephemer ist.
- 27:37Eugen: Man muss halt dabei gewesen sein. Deswegen sollten auch einfach mehr Leute auf Konferenzen gehen.
- 27:40Arno: Arno: Ja, ja, absolut.
- 27:54Eugen: Eugen: Also Softworks. Wir waren. Wir waren in Bern.
- 27:58Eugen: Wir sind an die HKB gefahren, an der Felerstraße.
- 28:00Eugen: Ein sehr schönes Gebäude, finde ich noch immer und haben dort einen neuen Seminarraum entdeckt.
- 28:05Eugen: Jetzt sind wir auch schon mal fast sechs Jahre dort.
- 28:09Eugen: Ich kannte den noch nicht.
- 28:11Arno: Arno: Ja.
- 28:11Eugen: Eugen: Ich weiß auch nicht. Super versteckt, aber ich war erstaunt, dass da doch noch ein neuer ist. Und als ich
- 28:16Eugen: dort ein wenig zu spät ankam, sah ich vor Ort.
- 28:20Eugen: Dich, Arno. Die Aurelia, den Arne und den Simon.
- 28:26Arno: Arno: Ja.
- 28:27Eugen: Eugen: An einen Tisch. Und ich habe etwas mitgebracht. Und zwar ein Brettspiel.
- 28:32Eugen: Die Siedler von Catan. Beziehungsweise jetzt heißt es nur noch Catan.
- 28:35Eugen: Das Spiel. Und das alleine finde ich interessant als Feststellung.
- 28:40Arno: Arno: Ich muss vielleicht was zu dem Format sagen.
- 28:42Arno: Also es gibt eine. Ähm, ja. Wie nennt sich das eigentlich?
- 28:47Arno: Eine Forschergruppe.
- 28:50Eugen: Eugen: Es hat einen Namen. Es ist. Also, wir haben.
- 28:52Eugen: Es ist, äh. Wir sind Teil des Instituts for Design Research.
- 28:56Eugen: Wobei ich mir nicht sicher bin, ob es Of oder For ist.
- 28:59Eugen: Ich muss immer. Danke. Ich muss jedes Mal googlen, wenn ich irgendwo reinschreibe. Und da gibt es diese Subgruppe.
- 29:04Eugen: Design und Rhetorik. Das. Das sind wir.
- 29:07Eugen: Das ist, glaube ich.
- 29:08Arno: Arno: Der Fachbegriff für diese Subgruppe will mir gerade nicht einfallen.
- 29:12Arno: Ja, das ist so eine lose Gruppe, kann man sagen, aus Mitarbeiterinnen aus diesem Institute of Design Research,
- 29:20Arno: die alle sich eben grob mit Inhaltsanalyse von Design letztlich befassen.
- 29:30Arno: Kann man, kann man das gerade brechend zusammenfassen.
- 29:36Eugen: Eugen: Es ist ja doch da ist schon der Fokus auf der Analyse des Designs.
- 29:40Eugen: Früher in den größeren Gruppen war auch mehr angewandtes Design. Das spielt da weniger Rolle.
- 29:44Eugen: Da ist es wirklich die Analyse von Rhetorik.
- 29:48Arno: Arno: Und das sind eben meistens Mitarbeiterinnen.
- 29:51Arno: Aber es kommen ab und zu auch zum Beispiel Studentinnen aus, die eben an der HKB dann sind und sich mit ähnlichen Themen befassen.
- 30:00Arno: Die kommen dann ab und zu auch dazu. Aber hier waren wir tatsächlich nur zu fünft.
- 30:04Arno: Es gab dann noch ein paar krankheitsbedingte Absagen, wie das dann eben so ist.
- 30:08Arno: Und das war aber glaube ich ganz gut, weil wir hatten eben nur ein Brettspiel dabei Catan,
- 30:16Arno: die Siedler von Catan, Die Siedler.
- 30:20Arno: Warum heißt es nicht die Siedler? Ist da wahrscheinlich eine Lizenzfrage,
- 30:23Arno: oder?
- 30:24Eugen: Eugen: Und Catan ist die Marke, die funktioniert?
- 30:27Eugen: Ich glaube, die Siedler Lizenz hätten sich ja auch ein Problem gewesen.
- 30:30Eugen: Gehört Ubisoft aber.
- 30:32Arno: Arno: Haben wir ausgepackt und gespielt, kann man sagen.
- 30:34Arno: Und dann während des Spielens schon immer versucht, so überanalytische Aspekte nachzudenken,
- 30:41Arno: wie das Spiel funktioniert. Wir haben uns teilweise ein bisschen treiben lassen und sind dann auch ganz intensiv im Spiel
- 30:48Arno: versunken. Teilweise. Das war aber grundsätzlich von, ja vom Input und von den Impulsen,
- 30:55Arno: die ich da rausgenommen habe, wirklich interessant und hat großen Spaß gemacht.
- 30:59Eugen: Eugen: Es war ja wirklich ein Prototyp. Also die meiste Zeit über, wenn wir einander treffen vor Ort und etwas analysieren,
- 31:04Eugen: sind es die klassischen Berner Auslegeordnung.
- 31:07Eugen: Das heisst, dass man vor allem einen Riesenhaufen an visueller Quellen auslegt und dann versucht,
- 31:13Eugen: wirklich auch haptisch. Also sie anfassen, verteilen, dann neu zu ordnen.
- 31:19Eugen: So wie auf einem Arm. Ja. Gott. Wie heißt das?
- 31:23Arno: Arno: Tisch. Danke.
- 31:26Eugen: Eugen: Ich meinte eine App. Ein Programm.
- 31:29Eugen: Aber es ist natürlich auch gut. Und wir wollten mal schauen, weil.
- 31:34Eugen: Grundsätzlich halt die Rhetorik und das Design genauso im Brettspielen auch ist,
- 31:37Eugen: wie man das angehen kann. Und das ist das erste Mal jetzt wirklich der Versuch,
- 31:41Eugen: dass wir sozusagen, ähm, teilnehmende Beobachtung, also auch uns selbst ein bisschen
- 31:47Eugen: analysieren, während wir spielen.
- 31:50Eugen: Und dass wir halt so ein bisschen geleitet durch uns beide, schon geschaut haben,
- 31:54Eugen: dass wir auch hin und wieder auf die Spielmechanik achten, dass wir aber auch auf die Ästhetik achten,
- 31:59Eugen: auf die Erzählung ist jetzt tatsächlich in Catan kein Riesending.
- 32:02Eugen: Wobei, das kam auch vor mit der Frage Wie ist das jetzt eigentlich mit dem,
- 32:06Eugen: mit der, mit den Kolonien, die da ja doch evoziert werden, und den Räubern?
- 32:11Eugen: Und das Lustige ist, ich weiß nicht mehr wo.
- 32:14Eugen: Also vor kurzem war ich wieder im Internet und da war genau eine Beobachtung oder Frage,
- 32:18Eugen: die wir auch hatten. Wenn die Siedler von Catan eine Kolonisierung erzählen sollen oder eine Besiedlung einer neuen Insel.
- 32:26Eugen: Wer sind die Räuber? Sind das dann auch die Siedler?
- 32:30Eugen: Dann habe ich.
- 32:31Arno: Arno: Auch.
- 32:31Eugen: Eugen: Die Eingeborenen. Es ist. Es ist einfach unklar.
- 32:36Eugen: Und ich glaube, da ist auch das von einem Mann geschrieben wurde.
- 32:39Eugen: Vom großartigen Klaus Teuber. Kann es auch durchaus sein, dass es einfach nicht so durchdacht war.
- 32:43Eugen: Also dass man da einfach jetzt auch nicht mit der Überinterpretation skeule zuschlagen sollte.
- 32:49Eugen: Aber es ist eine sehr spannende Frage, weil es soll ja eine Metapher auf Kolonisierung sein.
- 32:54Eugen: Was machen dann die Räuber da?
- 32:56Arno: Arno: Ja, ja, genau.
- 32:57Eugen: Eugen: Und die Räuber beschäftigen natürlich die Menschen, weil sie erhitzen die Gemüter,
- 33:01Eugen: weil die sind ja der Konfliktmechanismus.
- 33:04Eugen: Also es gibt ja keine direkte Auseinandersetzungen mit den anderen Spielerinnen,
- 33:08Eugen: außer über die Räuber. Und der Simon hat sich aufgeregt.
- 33:13Arno: Arno: Er hat sich aufgeregt.
- 33:15Eugen: Eugen: Es war eine große Freude.
- 33:17Arno: Arno: Was mir hängen geblieben ist, sind vor allem zwei Sachen.
- 33:21Arno: Also aus so einer akademischen oder analytischen Sicht.
- 33:25Arno: Das eine war auch wirklich vor allem die Ästhetik, über die man gesprochen hat.
- 33:30Arno: Mit Ästhetik meine ich nicht nur das Graphische, sondern auch, wie die Dinge auch geformt waren usw.
- 33:37Arno: Wir haben auch vor allem über Balancing finde ich, relativ viel gesprochen.
- 33:44Arno: Das fand ich ganz interessant im Spiel, diese Bewegungen, die auch die Unterhaltung dann genommen hat.
- 33:51Arno: Und gerade beim Balancing, eben weil es zwischenzeitlich zum Beispiel beim Simon echt nicht gut aussah.
- 33:58Arno: Dass das aber dann gerade daran.
- 34:01Eugen: Eugen: Hat sich einfach nur viel, viel lautstarker beschwert als ich.
- 34:05Eugen: Am Ende habe ich ja am meisten abgeloost.
- 34:08Arno: Arno: Zu Recht.
- 34:09Eugen: Eugen: Ja, das muss man auch sagen.
- 34:11Arno: Arno: Du hast am meisten Spielerfahrung mit Catan, aber am schlechtesten gespielt.
- 34:15Arno: Das fand ich faszinierend. Also ich hatte ja Glück, in einem Team mit Arno Scheuermann zu sein,
- 34:20Arno: der ja ein strategischer Mastermind zu sein scheint, was ich auch interessant fand.
- 34:25Arno: Narrativ, das hatte ich da auch angemerkt, ist, wie sich auch zwar dasselbe Spiel selbst vielleicht nicht so die Erzählung hat,
- 34:33Arno: aber so übergeordnet der Spielverlauf zu einer eigenen Erzählung wird.
- 34:39Arno: Also was wir ja immer schreiben, aber letztlich eher sehr am Hintergrund,
- 34:43Arno: ist es bei vielleicht bei Tisch, bei Tabletopspielen, analogen Spielen viel präsenter,
- 34:50Arno: nämlich dieses Ja, wie war der Abend denn?
- 34:52Arno: Ach, der Simon hat abgeloost, aber eigentlich war es der Eugen und daraus ergeben sich ganz eigene Narrative,
- 34:58Arno: finde ich. Und das fand ich dann doch sehr interessant.
- 35:01Eugen: Eugen: Ja, es kam auch so ein bisschen vor dieses, dass man sich dann doch gerade bei so basalen Spielen wobei die Siedler von Catania
- 35:11Eugen: noch eine Grunderzählung haben. Bei wirklich abstrakten Spielen wird es dann schwerer.
- 35:15Eugen: Aber eigentlich, also eine Spielrunde oder auch die Performance wird zu einer Erzählung.
- 35:23Eugen: Das ist wirklich also im Kleinen, weil man sich dann doch immer wieder ein bisschen die Siedlungen vorstellt und halt
- 35:28Eugen: die Getreidefelder und die Minen.
- 35:30Eugen: Das kann ganz, ganz reduziert sein, aber kann auch von Person zu Person ausgefeilter sein.
- 35:36Eugen: Und dann halt auch diese, diese große Erzählung, die man draus macht.
- 35:40Eugen: Das war ja, das war sehr interessant, aber es war ein erster Versuch.
- 35:43Eugen: Also ich bin dafür, dass wir das jetzt einfach fortsetzen und vielleicht am Ende sogar eine Form von tatsächlich Methode
- 35:49Eugen: entwickeln können, wie man das ein bisschen vergleichbar macht mit anderen Spielespielungen.
- 35:58Arno: Arno: Ein Punkt, den ich noch nachwerfen wollte und was ich auch interessant fände für die Zukunft Es wurde auch darüber gesprochen,
- 36:05Arno: dass es ja, ich glaube mittlerweile drei verschiedene Versionen von Catan gibt.
- 36:11Arno: Guter Punkt. Also natürlich die Originalversionen.
- 36:15Arno: Dann irgendwann eine, die zwischendurch herausgegeben wurde und jetzt die aktuelle.
- 36:19Eugen: Eugen: Wir müssen unterscheiden. Also es gab von der Hauptfassung mittlerweile neue Editionen und die haben sich sowohl vor allem ästhetisch,
- 36:28Eugen: aber auch inhaltlich leicht verändert.
- 36:32Eugen: Das ist aber gar nicht so leicht, das herauszufinden. Also da muss man ein bisschen länger suchen.
- 36:36Arno: Arno: Aber gerade diese Unterschiede, die finde ich schon einfach spannend,
- 36:39Arno: überhaupt mal festzustellen und dann zu schauen Ja, was, was berührt das denn?
- 36:44Arno: Was für uns interessant sein könnte.
- 36:47Eugen: Eugen: Weil du Editionen gesagt hast, Dann gibt es natürlich noch die ganzen anderen, die die Sternedition, die Seefahrer
- 36:52Eugen: Edition, die NürnbergEdition oder irgendeine deutsche Stadt hat eine eigene Edition und die Add ons und wie sehr man Add ons braucht.
- 37:01Eugen: Genau, was ich noch erzählen kann dazu ist also ich.
- 37:03Eugen: Ich habe ja keine Zeit, deswegen komme ich leider nicht dazu.
- 37:06Eugen: Aber mich interessieren seit zwei Jahren analoge Spiele auch ganz besonders,
- 37:10Eugen: weil es halt wieder ein bemerkbares kulturelles Phänomen ist.
- 37:14Eugen: Ich fand auch sehr spannend, dass es natürlich ein auch nach sozialen Schichten unterschiedliches Phänomen ist.
- 37:19Eugen: Also gerade diese Renaissance der Brettspiele und vor allem der der deutschen Brettspielkultur,
- 37:24Eugen: aber auch der amerikanischen Brettspielkultur der letzten Jahre.
- 37:27Eugen: Ich habe da einen guten Freund, den Steven, ein Amerikaner, mit dem wir mittlerweile fast zweiwöchentlich
- 37:33Eugen: ein Brettspiel spielen. Ich habe ihn irgendwann aufgezwungen, dass wir uns doch alle Spiele des Jahres
- 37:37Eugen: durcharbeiten. Wir sind gerade bei 26 von, ich glaube 48 insgesamt.
- 37:42Eugen: Da gibt es auch so viel sich anzuschauen, es ist so lustig.
- 37:45Eugen: Also schon alleine dieses Jetzt gehen wir chronologisch durch. Am Anfang war es ein bisschen wilder, wie sich halt so zeit oder
- 37:54Eugen: zeitaktuelle Traditionen sowohl in der Mechanik als auch in den Themen durchsetzen.
- 37:58Eugen: Ganz simple Sachen wie Am Anfang waren LKWs einfach öfter Thema.
- 38:03Eugen: Also am Anfang war wirklich Speditionen oder überhaupt Lastenverkehr ein größeres Thema in den Spielen des Jahres und den Brettspielen.
- 38:08Eugen: Auch sonst also waren es viele noch so Reisespiele und Logistikspiele,
- 38:12Eugen: während es schon ab der Jahrtausendwende ist Naturschutz im weitesten Sinne ein viel dominantes Thema geworden.
- 38:20Eugen: Also Beziehungsweise die Umwelt. Während jetzt also Autos ein absolutes No Go sind Ich fand es sogar sehr überraschend,
- 38:26Eugen: dass jetzt das Spiel des Jahres zu einem Linienflugzeug zu Sky Team ähm,
- 38:31Eugen: ja, also da geht es noch glaube ich sehr, sehr viel zu analysieren und zu sagen es ist.
- 38:35Eugen: Man lernt auch viel über die.
- 38:37Arno: Arno: Nächsten 35 Texte.
- 38:39Eugen: Eugen: Ja, da. Hin und wieder schreibe ich.
- 38:41Eugen: Da versuche ich kurze Autolotografien zu Brettspielen zu machen. Habe ich jetzt aber auch schon länger nicht. Und was ich ganz
- 38:46Eugen: spannend fand, ich hätte ja gleich die Idee gehabt. Aber ich habe ich geredet.
- 38:49Eugen: Der kennt sich halt gut mit der französischen Spieleproduktion aus. Die haben auch einen Preis, das Astor.
- 38:55Eugen: Und ich habe mal den Vergleich gemacht. Viele Spiele schaffen es auf beide Listen,
- 38:59Eugen: aber an sich dürfte es schon eine arge Konkurrenz geben zwischen Frankreich und Deutschland, also zumindest auf dem
- 39:04Eugen: europäischen Kontinent. Auch das wäre etwas, was ich furchtbar gerne näher anschauen würde.
- 39:08Arno: Arno: Hatte der nicht auch gesagt, dass dieser französische Preis sich gegenüber dem Deutschen nie wirklich durchsetzen
- 39:15Arno: konnte? Oder habe ich das falsch verstanden?
- 39:17Eugen: Eugen: Ich glaube, er spielt vielleicht in einem Verkauf nicht so eine Rolle. Ich glaube, deutsche Spieleproduktion hat eine größere
- 39:23Eugen: Bedeutung weltweit. Ich kenne das zu wenig.
- 39:27Eugen: Ich weiß, der Ausdruck kam viel später. Auf jeden Fall den Deutschen.
- 39:31Eugen: Das Spiel des Jahres gibt seit 78 oder 79 und Astor war in 2000 Jahren,
- 39:38Eugen: glaube ich erst. Oder vielleicht. Also da hinkt da hinten nach.
- 39:42Eugen: Es ist auch interessant, der Vergleich von von Spielen aus Frankreich und aus Deutschland.
- 39:47Eugen: Doch was er gesagt hat. Tschuldigung, jetzt weiß ich es wieder. Die deutschen Produzenten sind viel größer als einfach.
- 39:54Eugen: Frankreich hat nicht so große Spieleproduzenten.
- 39:57Arno: Arno: Ja.
- 39:58Eugen: Eugen: Genau. Also da könnten wir jetzt die Überleitung irgendwie hinkratzen mit Sachen,
- 40:03Eugen: die wir gerne machen würden. Zur Antragserotik.
- 40:09Arno: Arno: Uiuiuiuiui. So. (Musik)
- 40:36Eugen: Eugen: Ich versuche jetzt ein Foto von uns zu finden.
- 40:39Eugen: Ich überlege gerade. Wo war das denn an?
- 40:41Eugen: Es gibt ein schönes Foto von einer professionellen Fotografin, die für das Politforum uns aufgenommen hat.
- 40:47Eugen: Weil ich möchte jetzt endlich wissen, was das Datum war.
- 40:49Arno: Arno: Ich das Datum war der Hatte ich das nicht vorhin gesagt?
- 40:55Arno: Also ich glaube, das war am 11. September.
- 40:57Arno: Kann das sein?
- 40:58Eugen: Eugen: Das kann sein.
- 40:59Arno: Arno: Ja, genau. Am 11. September waren wir nämlich im Politforum in Bern und das Politforum ist eine Einrichtung also,
- 41:09Arno: die grundsätzlich auch sehr, sehr toll finde.
- 41:11Arno: Mit denen arbeiten wir schon seit ein paar Jahren zusammen, sind immer wieder mit ihnen in Kontakt und die machen so etwas wie
- 41:19Arno: politische Bildungsarbeit, sowohl schwerpunktmäßig für Bern, aber eben auch für die ganze Schweiz.
- 41:26Eugen: Eugen: Genau. Also reisen auch ganze Schulklassen in der Schweiz an, was meistens sehr gut geht,
- 41:32Eugen: da die SBB eine Super Time Table hat.
- 41:37Arno: Arno: Ach ja.
- 41:38Eugen: Eugen: Ach ja, der beste, beste, beste Bahn ÖBB habe ich auch sehr gern.
- 41:41Eugen: Von der Deutschen Bahn reden wir heute nicht. Genau.
- 41:44Eugen: Wir haben schon mal mit Ihnen zusammengearbeitet. Vor ein paar Jahren, als wir noch das Horrorgamepolitics Projekt
- 41:49Eugen: hatten. Und wir? Ich weiss gar nicht mehr, wie es war.
- 41:53Eugen: Kamen sie auf uns zu, kamen wir auf sie zu.
- 41:54Eugen: Wir stehen einfach im Kontakt und planen so immer wieder irgendwas zu machen.
- 41:58Eugen: Und eine Idee war diese Vorsicht, Der Name verwirrt mich noch immer ein bisschen.
- 42:02Eugen: Ich meine, es ist schon so, wir standen hinter der Bar, ich hätte aber schon erwartet,
- 42:05Eugen: dass wir dann auch ausschenken müssen.
- 42:07Arno: Arno: Ich war sehr glücklich, dass wir es nicht mussten. Also die Idee ist ja.
- 42:12Eugen: Eugen: Es macht mich trotzdem unzufrieden, weil wir hätten ja sollen.
- 42:15Eugen: Also gedanklich. Ideell ja. Ich finde, dann sollte man es vielleicht anders nennen.
- 42:20Eugen: Ich meine, das Ambiente war super, weil wir haben halt die ganze Zeit Wein, alle, also auch die Gäste Wein nachgeschenkt
- 42:25Eugen: bekommen und Bier und auch nichtalkoholische Sachen.
- 42:27Eugen: Und es gab Oliven und einen guten Hartkäse.
- 42:30Eugen: Und es waren so. Ich versuche jetzt mal schnell durchzurechnen, wie viele da waren.
- 42:34Eugen: Es ist kein großer Raum, der war voll.
- 42:37Eugen: Was du wahrscheinlich zwischen 20 und 30 Personen gesagt.
- 42:40Arno: Arno: Ja.
- 42:42Eugen: Eugen: Und auch sehr, sehr, sehr viele Junge, auch sehr, sehr viele vom Fach.
- 42:45Eugen: Also es waren einige Informatikerinnen darunter.
- 42:48Arno: Arno: Sehr gemischt, muss ich sagen. Also von den Leuten her, das fand ich toll.
- 42:52Eugen: Eugen: Genau. Und dann ein bisschen weiter zurückversetzt, saßen die älteren Besucherinnen,
- 42:57Eugen: die das glaube ich, mehr aus einem allgemeinen Interesse an dem Thema besucht haben.
- 43:02Eugen: Ja, aber was wir gemacht haben jetzt versuche ich unseren hatten wir hatten einen Titel oder.
- 43:07Arno: Arno: Wir hatten einen Titel.
- 43:08Eugen: Eugen: Ich sehe da bei Ihnen dieses KI in Games und Popkultur ein Reality Check,
- 43:12Eugen: der ist nicht von uns. Ich würde den Begriff Reality Check nie benutzen.
- 43:16Arno: Arno: Man muss dazu sagen also die das Politforum hat einen Themenschwerpunkt dieses Jahr eben zu KI und Demokratie,
- 43:23Arno: glaube ich. Und in diesem Kontext hatten wir überlegt ja, was können wir denn machen,
- 43:28Arno: was können wir anbieten, was wäre interessant?
- 43:30Arno: Und so wie ich das verstanden hatte, hat das Politforum bis dahin vor allem über KI ja in der realen Welt gesprochen.
- 43:40Arno: Über Aspekte, die von KI betroffen werden, eben im Kontext von Gesellschaft und Demokratie.
- 43:47Arno: Also dann geht es dann um Sachen wie also ich, Palantir und Jobs und all diese Geschichten wie Demokratie sich
- 43:57Arno: auch mit KI verändern könnte, im Positiven wie im Negativen.
- 44:01Arno: Und wir haben dann vorgeschlagen okay, die Idee von KI ist ja jetzt schon viel älter.
- 44:07Arno: Lass uns doch mal darüber sprechen, wie das Bild von KI ist, wie es sich verändert hat,
- 44:13Arno: wo das ganze herkommt usw.
- 44:15Eugen: Eugen: Also wir haben auch überlegt, wir sind da auch manchmal egoistisch,
- 44:18Eugen: was Was interessiert uns denn gerade oder wo können wir weitermachen?
- 44:23Eugen: Und jetzt nicht nur einfach ein bisschen was aufwärmen, was wir schon hatten? Weil natürlich,
- 44:27Eugen: im Horrorgamepolitics Project hatten wir KIs drinnen meistens böse KIs.
- 44:31Eugen: Überraschenderweise in einem Horror Setting.
- 44:33Eugen: Aber so ein Gedanke unserer Forschung ist ja, dass diese populärkulturellen Mythen Debatten ja eng mit
- 44:43Eugen: realer Politik verbunden sind und auch wechselseitige Auswirkungen haben.
- 44:46Eugen: Wie die genau aussehen, aber ist manchmal schwierig.
- 44:51Eugen: Was heißt manchmal? Es ist immer sehr schwierig zu messen und eine Frage ist auch also insofern ist der Ausdruck Realitycheck
- 44:58Eugen: ganz gut, weil eine Frage, die wir uns gestellt haben, am Anfang ist,
- 45:01Eugen: auch die wir dann gemeinsam eigentlich besprochen haben, nicht erschöpfend beantwortet,
- 45:06Eugen: aber ich fand es sehr inspirierend. Die Antworten ist Was macht das überhaupt für einen Sinn?
- 45:11Eugen: Also wir haben heute eine Auseinandersetzung mit KI oder Large Language Models.
- 45:15Eugen: Sagen wir es mal kurz Das sind keine KIs Large Language Models und Ängste und Gefahren.
- 45:20Eugen: Aber was hilft es uns, die Ängste und Gefahren in der Populärkultur diskutiert werden,
- 45:25Eugen: genauer anzuschauen, um gewappnet zu sein auf das Hier und Jetzt?
- 45:30Eugen: Und das ist also ich habe meine Vermutung, wir haben beide unsere Vermutungen,
- 45:35Eugen: aber es ist dann doch nicht so eindeutig. Und ich fand ganz gut so eine Art, das war jetzt so die die Falsifizierung
- 45:40Eugen: sprobe. Ja, stimmt das überhaupt oder hat es irgendwas miteinander zu tun?
- 45:45Eugen: Und der Arno hat einen sehr schönen, knackigen, kurzen, aber doch auch ausführlichen Überblick über KI in der
- 45:52Eugen: Populärkultur gegeben. Und darf ich Dich jetzt kurz bitten?
- 45:55Eugen: Ich finde, das geht sich zeitlich aus sich aus, wenn du das zusammenfasst.
- 45:58Eugen: Oder soll ich? Du kannst mir sagen, was dir lieber ist.
- 46:01Arno: Arno: Wir können es beide versuchen. Also ich kann schon mal sagen.
- 46:04Arno: Also ich habe natürlich einen historischen Rückblick gegeben, auch auf diese Idee künstlichen Lebens und künstlicher
- 46:12Arno: Intelligenz, die ja schon bis in die Antike zurückreicht und dann vor allem in der Romantik groß geworden ist mit solchen
- 46:20Arno: Geschichten wie Frankenstein usw und dann über die Idee des Roboters in der Popkultur relativ stark geworden ist.
- 46:30Arno: Und ich glaube, aus meiner Sicht war wichtig festzuhalten, dass aber auch mit den Veränderungen in der Gesellschaft,
- 46:37Arno: also zum Beispiel der Digitalisierung, es einen ganz starken Wechsel gab weg vom Roboter oder nicht weg.
- 46:45Arno: Aber parallel dazu hat sich dann entwickelt zu diesem Roboter, der ja eine autonome Einheit ist,
- 46:51Arno: die die Kleinen ist, die man gut filmen kann, die für die Menschen nachvollziehbar ist.
- 46:56Arno: Zu digitalisierten Räumen also, wo man dann plötzlich die KI als allgegenwärtige Entität hat,
- 47:05Arno: die einen dann entweder bedroht oder nicht.
- 47:08Arno: Also, und das ist eben der zweite Punkt, der mir ganz wichtig war festzuhalten es gibt eigentlich drei Narrative,
- 47:15Arno: die sich dabei durchziehen und das eine ist die KI als Bedrohung.
- 47:21Arno: Also ganz klar, dieses KI entwickelt ein Selbstbewusstsein und wird sich dann die Menschheit unterjochen oder das zumindest
- 47:30Arno: versuchen. Das zweite ist das Befreiungsnarrativ, also künstliche Intelligenzen,
- 47:37Arno: wie man zum Beispiel bei Detroit Become Human.
- 47:40Arno: Die Personen bilden, also damit auch Persönlichkeitsrechte bekommen und versuchen in den jeweiligen Fiktionen diese
- 47:48Arno: Persönlichkeitsrechte irgendwie zu bekommen.
- 47:51Arno: Also eine sehr starke moralische Erzählung, die auch darüber geht Was bedeutet es eigentlich,
- 47:57Arno: Mensch zu sein oder eine Person zu sein?
- 47:59Arno: Welche Pflichten und Rechte sind damit verbunden?
- 48:02Arno: Und das Dritte ist so ein Narrativ, in dem es vor allem darum geht Wie kommen beide zusammen?
- 48:08Arno: Also wie kann man eine konstruktive Zukunft und Zukunftsarbeit leisten und wie können wir uns miteinander verständigen,
- 48:18Arno: wo wir auf eigentlich völlig unterschiedlichen Kommunikations und Denkebenen existieren?
- 48:27Arno: Und welche Wege gibt es, da zusammenzukommen?
- 48:31Eugen: Eugen: Stimmt, da war auch der Punkt, da kannst du vielleicht nachher noch drauf eingehen, dass also eigentlich wir dann
- 48:36Eugen: relativ oder vergleichsweise viel über Religion geredet haben gegen Ende der Diskussionen.
- 48:42Eugen: Ich wollte hier noch einhaken bei zwei Punkten, also weil die Frage dann ist auch was können wir darüber lernen?
- 48:47Eugen: Weil es gibt zwei Aspekte Beim einen ist KI in Spielen.
- 48:51Eugen: Und das ist die Populärkultur. Die funktioniert so.
- 48:53Eugen: Das sind Metaphern. Das heißt nicht, dass das wirklich sich mit KI auseinandersetzt und den Gefahren,
- 48:59Eugen: sondern es kann auch eine Metapher für etwas anderes sein. Immerhin gab es ja die KI. Debatten, wie du es gezeigt hast, lässt sich
- 49:03Eugen: ja nicht nur auf Asimov zurückführen. Und diese Asimovschen Gesetze,
- 49:07Eugen: sondern davor hast du. Ich habe seinen Namen vergessen. Das Wort Roboter geprägt hat ein tschechischer Science Fiction Autor.
- 49:13Eugen: Davor kann man eigentlich auch auf den Golem eingehen und den Homunkulus.
- 49:18Eugen: Also in der frühen Neuzeit, im Mittelalter und in der Antike hat man auch Pygmalion.
- 49:23Eugen: Und eigentlich war nicht Pandora auch so ein Kunstmensch.
- 49:27Eugen: Und da gibt es. Also ich habe mir so drei Punkte aufgeschrieben, die mir aufgefallen sind,
- 49:32Eugen: auch in den Gesprächen. Also zum einen hat es gar nicht so viel mit unserer Debatte jetzt zu tun,
- 49:37Eugen: weil es sind ja sehr menschliche Roboter und KI ist immer also man kann sich ja nichts anderes vorstellen und es sind extrem
- 49:44Eugen: menschliche Wesen. Da ist auch oft also es gibt zum einen, das nehme ich vielleicht als erstes raus die die weibliche künstliche
- 49:50Eugen: Intelligenz also wie ein Herr, wo sie ja mal nicht so gemein ist, oder in ex machina,
- 49:55Eugen: wo sie dann doch so gemein ist und ihren Schöpfer umbringt.
- 49:58Eugen: Im Film von einem Regisseur, den ich nicht mag.
- 50:02Arno: Arno: Jedes Mal, jedes Mal.
- 50:05Eugen: Eugen: Und und das geht eigentlich zurück auf Pygmalion und das ist ja ein das ist eigentlich nur das Patriarchat,
- 50:13Eugen: also die Angst des Mannes, die Kontrolle über die Frau zu verlieren.
- 50:16Eugen: Und deswegen möchte er sich eine neue Frau erschaffen und die rebelliert dann auch schon wieder.
- 50:20Eugen: Also das hat recht wenig mit KI und den Gefahren zu tun.
- 50:24Eugen: Das hat mit der Macht des Patriarchats zu tun und je nach also Kulturen,
- 50:29Eugen: wo einfach da ein totales hierarchisches Gefälle ist zwischen Mann und Frau.
- 50:36Eugen: Also da brauchen wir jetzt nicht viel draus lernen für die Zukunft.
- 50:41Eugen: Wobei, aber darauf komme ich dann später hin.
- 50:43Eugen: Also ein Kernpunkt ist schon, wo wir auch hinkamen KI kann ja nicht anders als menschlich sein,
- 50:49Eugen: weil sie wurde von Menschen geschaffen. Wie will man da erwarten, dass es was anderes wird?
- 50:53Eugen: Das zweite tschuldigung, ich mache es jetzt ein bisschen schneller, damit nicht zu lang Gerede ist. Das hast du
- 50:57Eugen: auch gesagt. Kontrollverlust in Detroit Human.
- 51:00Eugen: Da geht es eigentlich um den Kontrollverlust über die Arbeitskräfte.
- 51:03Eugen: Und deswegen ist es ja auch zur Jahrhundertwende zwischen 19 und 20 Jahrhundert groß geworden,
- 51:08Eugen: also auch mit Hardcore, Industrialisierung und vor allem dem Aufkommen des Sozialismus.
- 51:12Eugen: Also der Arbeiter. Die Arbeiterin hat plötzlich aufbegehrt gegen, äh,
- 51:18Eugen: gegen den Kapitalismus, dass es da auch eine Metapher dafür und insofern und das ist auch bis heute
- 51:26Eugen: geblieben, das ist eine die Angst eigentlich des Firmenbesitzers und der Firmenbesitzerin oder halt der Superreichen.
- 51:32Eugen: Das haben wir ja jetzt wieder, dieses superreich und Superarm Gefälle,
- 51:36Eugen: die die Arm Reich schere, da die Kontrolle zu verlieren und da auch dann halt umgebracht zu werden in
- 51:44Eugen: irgendwelchen blutigen Aufständen.
- 51:46Eugen: Also das ist mehr ein Zeichen oder vor allem auch ein Zeichen dafür.
- 51:49Eugen: Was man aber hat, wo jetzt wirklich die Verbindung da ist, ist diese kollektive Angst.
- 51:55Eugen: Was passiert, wenn man einfach nur mal was macht, weil wieder mal irgendein kleines männliches Genie meistens.
- 52:01Eugen: Ich denke, ich kann das jetzt, ich mache das jetzt. Es sind ja wirklich wir. Wir haben ihnen das nicht in der Gen,
- 52:07Eugen: sondern in der KI oder wo ein Artikel drüber geschrieben haben über die Bros.
- 52:11Eugen: Dann erfinden sie wieder irgendwas Tolles. Aber so ein bisschen ethische Bedenken oder moralische Bedenken,
- 52:17Eugen: die kommen dann später. Das bringt dann meistens irgendwelche Parlamente oder.
- 52:23Eugen: Ämter rein, weil zuerst wird mal brav geschaffen und das ist ja tatsächlich der Fall.
- 52:27Eugen: Also KI entsteht vor allem in den USA, im Silicon Valley und das ist halt so wirklich der ethische und moralische wilde
- 52:36Eugen: Westen des Hyperkapitalismus. Da darf man alles machen, mal alles ausprobieren und nachher wird sich schon irgendjemand anderer
- 52:42Eugen: drum kümmern, was das für Auswirkungen hat.
- 52:45Arno: Arno: Ja, man hat da an diesen Storys eigentlich.
- 52:47Arno: Ich habe das mal in irgendeinem Vortrag, ich glaube in Salzburg, also eine systemische Überwältigung,
- 52:54Arno: nämlich dass alles zum Beispiel dann irgendwann nur noch Wirtschaftssystem ist und der Mensch dann nur noch Ressource ist,
- 52:59Arno: zum Beispiel. Und genau deswegen funktionieren die Storys ja auch, weil eben weil eben so ein so ein Gefälle
- 53:06Arno: gibt, in dem der das kleine Individuum dann gegen Konzernmachenschaften dann aufstehen muss zum Beispiel.
- 53:14Eugen: Eugen: Und das ist, das fand ich auch sehr schön an diesem Abend, weil so wie jetzt das auch so ein bisschen Stream of consciousness war, so
- 53:19Eugen: ist auch das sind auch die Gespräche verlaufen.
- 53:22Eugen: Also es waren es kam es kam sehr viel Input von von den Gästen die da waren sind auch wir sind glaube ich dann auch länger geblieben,
- 53:30Eugen: als wir hätten dürfen, weil wir mussten ja noch zur zum Eröffnungslinie von der Konferenz
- 53:35Eugen: weitergehen. Also ich fand das einfach sehr bereichernd, weil ich ich denke einfach immer sehr gerne laut nach.
- 53:40Eugen: Das tut mir dann ein bisschen laut, weil laut.
- 53:43Eugen: Das tut mir ein bisschen leid für manche Zuhörerinnen, weil sie mir dann eigentlich beim Denken zuhören müssen.
- 53:49Eugen: Manchmal ist vielleicht interessant, schon fertige Gedanken zu hören.
- 53:52Arno: Arno: Aber es wurde gemeinsam gedacht.
- 53:54Eugen: Eugen: Aber es wurde gemeinsam gedacht und das war ein sehr, sehr schönes Format.
- 53:57Eugen: Und man hat halt gemerkt, das Thema beschäftigt irrsinnig.
- 54:01Eugen: Und es ist ja auch, wenn man auf LinkedIn schaut oder auf egal welche Social Media Plattformen,
- 54:06Eugen: es ist alles voll mit KI. Ich hatte auch kurz ein schlechtes Gewissen.
- 54:09Eugen: Oh Gott, jetzt bieten wir auch was dazu an, aber es war ja wirklich der Versuch zu schauen, Können wir überhaupt etwas
- 54:14Eugen: sinnvolles? Also wir zwei beisteuern da.
- 54:16Eugen: Oder sollten wir einfach nur ruhig im Hintergrund sitzen und schauen, während die Welt untergeht?
- 54:21Arno: Arno: Das einzige wo ich dachte, da hätte man noch mehr drüber sprechen können,
- 54:25Arno: ist dann tatsächlich, dass also das Thema passend zum Kontext gewesen.
- 54:30Arno: Nämlich was bedeutet denn das jetzt für Demokratie und Politik?
- 54:36Eugen: Eugen: Guter Punkt. Machen wir das jetzt ein bisschen Zeit?
- 54:40Eugen: Wir haben. Wir haben die Stunde. Die Stunden Mauer haben wir durchbrochen.
- 54:44Eugen: Ach, ich. Ich gebe uns noch zehn Minuten.
- 54:48Arno: Arno: Fünf. Ich sage fünf und dann wird es zehn.
- 54:52Eugen: Eugen: Okay. Genau. Das ist gut. Also Demokratie und KI.
- 54:56Eugen: Da sind einige spannende Fragen. Also, jetzt kann man uns auch beim Denken zuhören. Das,
- 55:00Eugen: was ich anfangs gesagt habe, ist immer so ein bisschen plakativ, aber das ist schon etwas,
- 55:04Eugen: was ich immer wieder beobachte. Es gibt dieses Gefälle in unseren,
- 55:08Eugen: in unserer neoliberalen Welt von Ländern, die alles, alles zulassen.
- 55:12Eugen: Usa, Großbritannien, wahrscheinlich demnächst auch China eben nicht.
- 55:17Eugen: Nein, aber es gibt da noch andere Beispiele dafür.
- 55:20Eugen: Und dann gibt es halt größere Menschenverbünde wie die Europäische Union,
- 55:26Eugen: die eben nicht alles zulassen. Das Ding ist die, die alles zulassen, profitieren irrsinnig von den Strukturen,
- 55:32Eugen: die nicht alles zulassen, weil das sind dann die Korrektive. Die passen dann auf.
- 55:37Eugen: Die sagen ja, das ist eine schöne Idee, aber jetzt werden wir erstmal länger diskutieren und dann schimpfen wieder alle,
- 55:42Eugen: weil dann wird ein Jahr diskutiert und es muss ja alles so schnell gehen. Aber ich verstehe auch nicht, warum wir eigentlich in
- 55:47Eugen: dieser absurden Geschwindigkeitsspirale die ganze Zeit festhängen,
- 55:50Eugen: weil die ist ja nur durch Competition geprägt.
- 55:53Eugen: Also dieses Land muss jetzt schnell noch machen dieses Land noch schneller, weil sonst werden wir abgehängt von der
- 55:57Eugen: Angst, dass dann irgendeine KI Superpower da ist.
- 56:00Eugen: Und jetzt müssen wir alle schnell sein, anstatt das in Ruhe durchzudenken.
- 56:04Eugen: Es ist mit Ruhe durchdenken. Ja, das klingt so nett und sympathisch,
- 56:08Eugen: wenn wir das tun. Aber es klingt immer furchtbar schlimm, wenn das dann in irgendwelchen Ämtern oder Ämtern,
- 56:14Eugen: also wenn das in irgendwelchen Gremien und demokratischen passiert. Aber das ist halt ein irrsinnig wichtiger
- 56:19Eugen: Sicherheitsmechanismus, der halt auch im Vorfeld überlegt, was sind die Gefahren,
- 56:23Eugen: was könnte passieren? Zumindest bei der Stammzellenforschung hat sich da ja auch wirklich die europäische Sicht durchgesetzt,
- 56:30Eugen: mehr oder weniger weltweit, weil da auch klar war, wir werden jetzt nicht einfach im
- 56:33Eugen: menschlichen Genom irgendwas machen und basteln, sondern da gibt es Grenzen und bei KI E passiert das auch,
- 56:41Eugen: aber langsam.
- 56:43Arno: Arno: Passiert eben gerade im Moment. Genau.
- 56:45Arno: Also ich finde auch das liegt wahrscheinlich daran, dass cih wie ja fast alles derzeit ein globales Produkt ist und man will das auch
- 56:54Arno: überall verkaufen können. Und die EU ist einfach nach wie vor noch ein sehr großer Markt,
- 57:00Arno: also kleiner als andere, aber doch sehr sehr wichtig und nicht zu vernachlässigen.
- 57:05Eugen: Eugen: Nein, ist er nicht. Die EU ist der größte Markt weltweit.
- 57:08Eugen: Das ist ja das Absurde bei uns. Ich habe mir jetzt wieder mal die Zahlen angeschaut. Es ist, als wenn die EU ein Staat wäre.
- 57:13Eugen: Dann wäre sie der drittgrößte nach China und Indien und mit Abstand vor den USA.
- 57:18Eugen: Also einfach mal googeln. Auch finanziell und wirtschaftlich bin ich mir sogar ziemlich sicher,
- 57:24Eugen: dass die EU stärker... Naja, schauen wir auch da einfach mal nach kontrollieren,
- 57:28Eugen: bevor der Eugen irgendwas erzählt.
- 57:29Eugen: Aber ich habe es vor kurzem nachgeschaut und dachte es ist lächerlich. Also es ist halt. Wir halten uns selbst zurück mit unseren
- 57:35Eugen: kleinen kleinen Staatensystemen und der Überzeugung, dass wir alles immer im Kleinen noch besser lösen können.
- 57:40Eugen: Das Nette ist halt, es hält uns davon ab, ein unsympathisches, welt dominierendes Empire zu werden,
- 57:46Eugen: weil wir einfach zu sehr damit beschäftigt sind, innerhalb von Klein Klein Sachen aufzulösen.
- 57:51Eugen: Aber an sich ja deswegen ist es. Deswegen ist es ja auch wichtig für die Welt dann,
- 57:56Eugen: wenn in EU Parlament was entschieden wird.
- 57:57Eugen: Wir machen uns immer lustig und reden über die Krümmung der Gurke.
- 58:01Eugen: Aber wenn im EU Parlament irgendwas entschieden wird, dann hat das Auswirkungen.
- 58:04Arno: Arno: Das sind ja auch nur Strohfeuer. Um die EU ja auch zu diskreditieren.
- 58:08Arno: Muss man ja auch sagen. Und was ich noch sagen wollte im Kontext Politik und KI,
- 58:17Arno: was eben auch aus dieser popkulturellen Sicht sehr stark wird, ist die Befürchtung.
- 58:24Arno: Und das ist ja durchaus auch ein Trend, den man auch in der Realität feststellen kann zur Heteronomie und zur Bequemlichkeit.
- 58:32Arno: Also dass viele Dinge, die Für die man sonst ja auch Manpower gebraucht hat oder
- 58:42Arno: gewisse Kreativität usw und so fort, die eben ausgelagert werden, so dass das man die Verantwortung,
- 58:49Arno: aber dass die Verantwortung dafür auch diffundiert und letztlich auch das Verantwortungsbewusstsein für so etwas
- 58:56Arno: diffundiert. Also man hat glaube ich und das wiederum spielt dann so ein bisschen auf so eine identitätspolitische Ebene,
- 59:04Arno: man fühlt sich so ein bisschen vielleicht auch abgekapselt von dem,
- 59:09Arno: was man selber tut, und dem, was in der Gesellschaft um einen herum passiert.
- 59:14Arno: Also das ist auf so einer Ebene, die finde ich sehr politisch ist,
- 59:17Arno: aber nicht direkt in die politischen Institutionen hereinreicht, aber sehr großen Einfluss auf vielleicht auch
- 59:26Arno: sogar dann irgendwann Politikverdrossenheit und ähnliche Sachen haben könnte.
- 59:30Eugen: Eugen: Das hast du gut gesagt. Das ist eigentlich ein sehr, sehr guter Abschluss,
- 59:33Eugen: finde ich. Wir ziehen hier einen Schlussstrich.
- 59:37Eugen: Bis hierher und nicht weiter.
- 59:39Arno: Arno: Das nächste Mal in Bern. Mit Veranstaltungen werde ich ja wohl sein bei der PlayBern.
- 59:44Arno: Da kann man gleich Werbung machen. Ich habe vergessen, wann sie ist. Irgendwann im November, oder?
- 59:47Eugen: Eugen: Sie ist immer was für mich. Total blöd ist.
- 59:51Eugen: Genau um Halloween und Allerseelen.
- 59:54Eugen: Allerheiligen herum. Ich glaube am ersten, 2.
- 59:56Eugen: November ist.
- 59:57Arno: Arno: Auch für mich nicht ideal. Aber ich werde da sein und mit dem Patrick eine Play Conference zu Super Nintendos Super Street Fighter
- 1:00:07Arno: machen.
- 1:00:07Eugen: Eugen: Das ist schon sehr cool. Ich wäre gern dabei gewesen, aber es ist mal gut.
- 1:00:10Eugen: Ich muss. Ich muss nicht immer so viel FOMO haben, ich muss nicht überall dabei sein. Ich werde das perfekt machen. Doch mehr davon
- 1:00:18Eugen: genau dann. Das ist jetzt, glaube ich, die Folge für Oktober.
- 1:00:21Eugen: Schauen wir mal, ob das noch rechtzeitig im Oktober rauskommt. Und ansonsten werden wir uns im November wiedersehen.
- 1:00:26Eugen: Diesmal wieder einen Text voneinander lesen.
- 1:00:31Eugen: Es war kurz auch der Gedanke Da schauen wir mal, ob wir das dieses Podcast Format vergrößern mit Kolleginnen aus Bern oder
- 1:00:39Eugen: Kolleginnen, die mit uns im Team in Bern sind.
- 1:00:41Eugen: Also schauen wir mal, was noch in den nächsten Monaten passieren wird.
- 1:00:46Arno: Arno: Ja, wir sind im ständigen Fluss und fliessen zu schöneren Gewässern dahin.
- 1:00:52Eugen: Eugen: Fluctuat nec mergitur.
- 1:00:54Arno: Arno: Uiuiui. Was heisst das denn?
- 1:00:56Eugen: Eugen: Das ist der Pariser Wahlspruch. Ach Gott, wir übersetzen also, schwimmend Nicht untergehend,
- 1:01:03Eugen: würde ich sagen, oder schwimmt, aber es geht nicht unter.
- 1:01:06Arno: Arno: Da muss ich an dieses Meme denken, wo die Mutter das schreiende Kind am Schwimmbadrand irgendwie festhält,
- 1:01:13Arno: während es irgendwie schon abseits irgendwie jemand untergegangen sind.
- 1:01:17Arno: Ja, ja.
- 1:01:18Eugen: Eugen: Und ganz unter Wasser ist das Skelett auf dem Sessel.
- 1:01:20Arno: Arno: Das bin ich.
- 1:01:21Eugen: Eugen: Ja gut, mein liebes Skelett auf dem Sessel.
- 1:01:24Eugen: Arno, es war sehr, sehr, sehr schön mit dir.
- 1:01:26Eugen: Ich freue mich auf unser nächstes Gespräch.
- 1:01:29Eugen: Also unaufgenommen nächsten Montag, wenn wir einfach wieder Arbeit versprechen.
- 1:01:32Eugen: Besprechen und ansonsten aufnehmend aufgenommen, müssen wir schauen,
- 1:01:36Eugen: wann das nächste Mal Aber wer im.
- 1:01:40Eugen: Ja, im Oktober. Wir sind jetzt im September.
- 1:01:42Eugen: Tut mir leid, das ist die September Folge.
- 1:01:44Eugen: Das heißt im Oktober werden wir wieder reden.
- 1:01:47Eugen: Gut Arno, ich sage dir noch bis zum nächsten Mal.
- 1:01:52Eugen: Und Papa?
- 1:01:53Arno: Arno: Ja, Mach's gut. Tschüss.
- 1:02:01Intro: Intro: (Musik)