Latest / Kritische Controller / Gilmores, hört die Signale!
Transcript
- 0:06Intro/Outro: Intro/Outro: Kritisch. Bitte schön. Bitte schön.
- 0:25Intro/Outro: Oh!
- 0:37Eugen: Eugen: Hallo, Arno.
- 0:38Arno: Arno: Hallo, Eugen.
- 0:38Eugen: Eugen: Diesmal klappt es. Schön, dich wiederzusehen.
- 0:42Arno: Arno: Ja, ebenso.
- 0:43Eugen: Eugen: Wir treffen uns diesmal für eine außergewöhnliche Folge von den kritischen Controllern.
- 0:49Eugen: Und du bist so lieb. Immer, wenn ich einen Satz unvollständig mache, schneidest du das diesmal raus, oder, Arno?
- 0:54Arno: Arno: Unvollständig.
- 0:56Eugen: Eugen: Na gut. Möchtest du das Thema einleiten?
- 0:59Arno: Arno: Ja, sofern mein in der Hitze schmelzendes Sinn das hinbekommt.
- 1:04Arno: Wir haben uns überlegt. Wir haben letztes Mal darüber gesprochen, dass ich gerade dabei bin,
- 1:10Arno: Gilmore Girls zu schauen. Ich bin mittlerweile sogar.
- 1:13Arno: Damals war ich, glaube ich, in der zweiten Staffel oder so.
- 1:15Arno: Jetzt bin ich in der fünften angekommen.
- 1:19Eugen: Eugen: Das war vor zwei Wochen. Ja. Nein, es war vor vier Wochen.
- 1:21Eugen: Wahrscheinlich.
- 1:22Arno: Arno: Ich habe jetzt schon ziemlich intensiv geguckt, auch einfach auch mit dem Blick auf diese Folge,
- 1:28Arno: damit ich möglichst viel auch weiß. Sehr gut also.
- 1:31Arno: Und für mich ist es ja ein erstes Mal.
- 1:33Arno: Und für dich? Du hast, glaube ich, gesagt, ein drittes.
- 1:37Arno: Also du hast schon dreimal gesehen. Und das ist natürlich ein Grund, mal auch darüber zu sprechen.
- 1:44Arno: Und mir ist einiges aufgefallen.
- 1:47Eugen: Eugen: Ja, ich freue mich sehr auf das Thema.
- 1:49Eugen: Es ist eine Serie, die ich sehr gerne habe und ich fand, es hat einen großen Spaß gemacht,
- 1:54Eugen: mich darauf vorzubereiten. Also wir haben ja, wir haben uns vorgenommen, nicht einfach so drauflos zu plaudern,
- 1:59Eugen: sondern Arno und ich haben uns auch mit vorbereitet, haben uns ein bisschen eher unbewusste Texte aufgeteilt.
- 2:05Eugen: Die Papers, die wir uns zu Gemüte geführt haben, damit wir auch ein bisschen mehr Substanzielles zu sagen haben,
- 2:10Eugen: als einfach sehr viel Meinung von uns zu geben.
- 2:13Eugen: Was wir natürlich auch gerne machen. Immer die ganze Zeit.
- 2:16Arno: Arno: Ja, und es ist natürlich eine Spoilerfolge.
- 2:20Eugen: Eugen: Also danke, dass du das nicht gesehen hat.
- 2:24Arno: Arno: Wir werden einfach drauflosreden und stirbt auch.
- 2:28Eugen: Eugen: Am Ende ist er tot.
- 2:30Arno: Arno: Man muss auch sagen, Eugen, du hast dich hier in dem Channel als Jazz angemeldet.
- 2:36Eugen: Eugen: Ja. Ich habe also. Wir wurden gefragt auf Social Media im Vorfeld dieser Aufnahme.
- 2:46Eugen: Zuerst war die Frage. Rory oder Lorelai?
- 2:48Eugen: Und dann hat irgendjemand gefragt. Viel wichtiger ist die Frage. Dean oder? Klasse. Und das ist ja eine interessante Frage.
- 2:54Eugen: Auch darüber könnten wir länger diskutieren, weil sich da meiner Meinung im Laufe meiner Biografie öfters geändert hat.
- 3:00Arno: Arno: Wobei es bei mir tatsächlich auch.
- 3:02Eugen: Eugen: Und in welchem Team bist du jetzt gerade in deinem äh.
- 3:05Arno: Arno: Ich bin also ich bin ja gerade in der Ära Logan angekommen.
- 3:10Eugen: Eugen: Okay, darüber müssen wir vermutlich auch noch reden.
- 3:13Arno: Arno: Und ich stelle fest, die hat einen furchtbaren Männergeschmack.
- 3:20Arno: Ich mag sie alle drei nicht besonders.
- 3:22Arno: Ehrlich gesagt.
- 3:23Eugen: Eugen: Ja. Okay, gut. Darauf können wir uns auch einigen.
- 3:27Arno: Arno: Ja. Also, es gibt zu jedem schon Sachen, über die wir auch später noch sprechen können.
- 3:33Arno: Im Zuge unserer Sachen, die wir jetzt auch gelesen und gelernt haben zur Serie.
- 3:38Arno: Und ich glaube ja, was für mich so faszinierend ist bei der Serie, ist einfach,
- 3:46Arno: wie viel Ideologie ist vielleicht das falsche Wort, aber wie viel ja Politik,
- 3:53Arno: Ideologie, Diskurse dann doch da drin steckt und wie viel man da rausholen könnte,
- 3:58Arno: wenn man es wollte.
- 3:59Eugen: Eugen: Wir können ja einfach politische Ideen dazu sagen.
- 4:02Arno: Arno: Politische Ideen, politische Mythen.
- 4:05Eugen: Eugen: Politische Mythen es ist alles da. Unsere Idee war, dass wir anfangen mit einer ganz kurzen Vorstellung der Produktionsgeschichte.
- 4:13Eugen: Da wären wir jetzt nicht sehr in die Tiefe gehen. Ich habe da ein Paper dazu gelesen, das fand ich interessant. Und ansonsten haben wir
- 4:19Eugen: den Wikipedia Seite wahrscheinlich offen daneben.
- 4:22Eugen: Also das kann man auch sonst selbst nachschauen. Dann, ich weiß gar nicht,
- 4:25Eugen: haben wir uns jetzt geeinigt auf eine Reihenfolge. Wir machen Gender und Class.
- 4:30Arno: Arno: Genau.
- 4:31Eugen: Eugen: Ich mache es in der Reihenfolge oder finde auch.
- 4:36Eugen: Und dann schauen wir, wo wir hinkommen. Und irgendwann, so wie immer, kommen wir dann drauf. Jetzt reden wir zu lange
- 4:40Eugen: und dann machen wir ein ganz abruptes Ende.
- 4:43Arno: Arno: Ja, und es wird so sein, dass auch Gender und klar ist, dass man beides ganz intersektional gedacht.
- 4:49Arno: Natürlich nicht auseinander.
- 4:50Eugen: Eugen: Hast du das schon gesagt? Die Intersektionalität wird auf jeden Fall Erwähnung finden.
- 4:57Eugen: Vor der Vor der Produktionsgeschichte.
- 5:02Eugen: Ist aber vielleicht die Idee von dir sehr hübsch gewesen, dass wir uns mal autobiographisch positionieren oder das Ganze historisch
- 5:08Eugen: kontextualisieren, je nachdem, wie man es nennen will?
- 5:11Eugen: Arno, ich fange an, dich zu fragen, weil du warst ja auch der Auslöser, dass wir darüber reden.
- 5:17Eugen: Wie kamst du zu den Gilmore Girls? Wie kamst du dazu, sie bis jetzt nicht gesehen zu haben?
- 5:21Eugen: Auch eine interessante Frage. Und warum schaust du sie jetzt?
- 5:24Eugen: Und. Und was ist denn dein erstes Fazit?
- 5:26Eugen: Auch.
- 5:27Arno: Arno: Ja, das ist eine komplizierte Frage. Ich.
- 5:29Arno: Warum ich es nicht gesehen habe, kann ich ehrlich gesagt gar nicht sagen.
- 5:32Arno: Es ist, glaube ich, einfach nur an mir vorbeigegangen. Also gibt es passiert ja manchmal auch so was wie bei Gossip Girl,
- 5:38Arno: dass ich bis jetzt zum Beispiel auch nicht gesehen habe oder so Es gibt Serien,
- 5:41Arno: die eigentlich schon in dem Spektrum liegen, was ich gerne mag.
- 5:47Arno: Also dieses leicht Soap Opera ja auch an heimelige Feelgoodfernsehen
- 5:56Arno: würde ich es vielleicht mal nennen. Das mag ich ja schon, aber irgendwie hat es mich damals nicht erreicht.
- 6:02Arno: Kann ich nicht nachvollziehen, wie? Obwohl ich den Namen natürlich immer wieder gehört habe.
- 6:07Arno: Und ich wusste, dass du die Serie kennst und dass sie auch.
- 6:14Arno: Ich glaube, auch popkulturell kann man sagen nicht unwichtig ist und hatte.
- 6:18Arno: Es kam dann immer wieder bei Netflix unter den Empfehlungen bei mir.
- 6:23Arno: Also der Algorithmus hat mich quasi in die Arme der Serie getrieben.
- 6:28Eugen: Eugen: Und schaust du es allein oder mit deiner Frau und oder deinen Töchtern einer Tochter?
- 6:34Eugen: In welcher Konstellation? Du schaust es alleine. Das habe ich dich noch gar nicht gefragt.
- 6:38Eugen: Da war ich nämlich neugierig. Okay.
- 6:40Arno: Arno: Ja, ja, die Töchter, soweit ich sie gefragt hatte, hatten keine Lust.
- 6:45Arno: Und ja, ich habe geguckt. So, dann jeden Tag so eine Folge.
- 6:51Arno: Oder zwei? Manchmal. Und bin jetzt eben in der Mitte der fünften Staffel.
- 6:57Arno: Ungefähr. Und es gibt viele Dinge, über die man reden müsste.
- 7:03Eugen: Eugen: Gut, ich freue mich darauf, denn dann hänge ich mich jetzt noch an!
- 7:08Eugen: Ich bin ein Kind, das sehr viel von seinem Fernseher sozialisiert wurde.
- 7:12Eugen: Wobei als es rauskam, war ich ja schon ein Jugendlicher und habe angefangen zu studieren. Aber,
- 7:16Eugen: ähm, das klassische wie, wie heißt das serielle Fernsehen?
- 7:20Eugen: Also auch, wo man jetzt nicht wählen durfte, was man schaut, hat einen bedeutenden Anteil in meinem Leben gehabt.
- 7:28Eugen: Und das Schöne muss man ja auch sagen daran ist, dass man oft auch Sachen sieht,
- 7:32Eugen: die man sich jetzt nicht ausgewählt hätte, weil ja sonst nichts da war.
- 7:35Eugen: Also gerade in Österreich mit zwei Sendern.
- 7:37Eugen: Ich hatte nie Kabelanschluss oder meine Eltern hatten nie oder Satellit.
- 7:40Eugen: Das heißt, diese zwei Sender waren es.
- 7:43Eugen: Manchmal kam auch noch der slowakische Sender rein. Ähm, Friends of Slowakisch.
- 7:47Eugen: Sehr lustig. Funktioniert auch. Und dann habe ich so ziemlich alles geschaut. Und ich muss sagen, Gilmore Girls hat mich ja überhaupt nicht
- 7:52Eugen: angesprochen. Als 20-jähriger. Ich war ein Science Fiction Nerd und wollte großes Krachbumm.
- 7:57Eugen: Und das war so ruhig. Und ich hatte auch das Gefühl, ein bisschen zu sehr auf emotional und halt zu Drama,
- 8:03Eugen: was mich damals überhaupt nicht interessiert hat.
- 8:06Eugen: Im krassen Gegensatz zu jetzt, wo es umgekehrt ist und ich Krachbumm nur noch schwer,
- 8:12Eugen: nur noch wenig Geduld aufbringen kann für Krachbumm.
- 8:15Eugen: Aber ich habe es halt trotzdem geschaut. Und dann bin ich drauf gekommen, dass es halt extrem lustig ist. Also es hat ja eine extrem hohe
- 8:21Eugen: Geschwindigkeit, schon allein wie Sie reden, die Taktung, was dann da an Zitaten reingeworfen wird.
- 8:26Eugen: Und es ist wirklich. Ich fand es genuin lustig und damit hatte es mich dann.
- 8:31Eugen: Also danke, danke Fernsehen, das mich manchmal dazu gezwungen hat, Sachen anzuschauen,
- 8:35Eugen: die ich noch nicht kannte. Das zweite Mal habe ich es dann mit der Katze angeschaut.
- 8:40Eugen: Das war in der großen DVD Zeit. Da haben wir uns die Staffeln auf DVD gekauft.
- 8:44Eugen: Ich glaube mittlerweile eingegangen an Vertriebsketten und das dritte Mal mit unserem älteren Sohn.
- 8:50Eugen: Der hat es auch geschafft. Da kann ich aber nicht. Da weiß ich nicht, ob wir komplett durchgeschaut.
- 8:55Eugen: Ja, wer wir sind. Ich Ich bin ja überhaupt kein Zionist.
- 8:58Eugen: Immer hatte er auch unter der Ältere gezwungenermaßen auch.
- 9:02Eugen: Und jetzt haben wir gerade auch ausgelöst von von dir nochmal angefangen es anzuschauen.
- 9:08Eugen: Jüngere kann sich noch nicht so sehr dafür begeistern, aber der der ältere schon.
- 9:13Eugen: Ich glaube, ich bin mir nicht sicher, ob es das erste Mal mit dem älteren auf Deutsch geschaut haben. Jetzt schauen wir es auf jeden
- 9:17Eugen: Fall auf Englisch, was ja noch mal besser funktioniert.
- 9:20Arno: Arno: Mein erster Eindruck ist ja, dass die Serie, also ich habe sie ja damals nicht gesehen,
- 9:25Arno: aber dass sie verblüffend gut gealtert ist.
- 9:28Arno: Also ich habe nicht bei vielen Sachen nicht den Eindruck Oh mein Gott, was reden die dann?
- 9:34Arno: Was haben die denn für Vorstellungen, wie man wie man über Sachen redet?
- 9:37Arno: Also diese diskursiven Verschiebungen, die ja oft dazu führen, dass man Sachen einfach schrecklich findet.
- 9:43Arno: Mit der Zeit gibt es ja zum Beispiel bei manchen Folgen bei Friends oder so,
- 9:48Arno: man dann die Hände über dem Kopf zusammenschlägt.
- 9:50Arno: Wie dann beispielsweise der Umgang zwischen Männern und Frauen ist oder so,
- 9:55Arno: und den Eindruck habe ich hier zum Beispiel nicht gehabt.
- 9:58Arno: Das fand ich relativ cool, muss ich sagen.
- 10:02Arno: Gleichwohl gibt es natürlich auch viele Sachen, die, über die wir eben gleich noch im Bezug auf Gender und Klasse sprechen werden.
- 10:10Arno: Wo ich schon ohne die Texte vorher gelesen zu haben, so ein unbestimmtes Gefühl hatte.
- 10:16Arno: Also irgendwie ist das alles auch ein bisschen schräg, was man da sieht.
- 10:20Eugen: Eugen: Hm. Schräg. Ja, definitiv. Ich wollte noch ergänzen Ich.
- 10:25Eugen: Es gab eine Phase, da habe ich es nicht mehr so gut ausgehalten. Das waren, weiß ich,
- 10:28Eugen: so Mitte dreißiger Jahren, also bevor wir es mit dem älteren Sohn noch mal angeschaut haben,
- 10:36Eugen: da hat es mich nicht mehr abgeholt, oder?
- 10:38Eugen: Da fand ich es auch veraltet. Das kann aber auch damit zusammenhängen, dass es da gerade alt geworden ist.
- 10:43Eugen: Und jetzt ist es, kann man sagen, so ein bisschen vielleicht in die, in den Klassiker Kanon reingekommen,
- 10:48Eugen: weil jetzt halte ich überhaupt sehr viele ältere Sachen sehr viel besser aus.
- 10:52Eugen: Wieder, weil ich sie vielleicht auch in meinem Kopf halt historisch kontextualisieren.
- 10:56Eugen: Ich meine, was mich total verstört hat Das letzte Mal schauen oder davor war,
- 11:02Eugen: das habe ich dir gesagt, gar nicht so Klasse oder Geschlecht, sondern diese Konsumgesellschaft,
- 11:08Eugen: die da zelebriert wird. Also, wenn Lorelai und Rory machen sich mal schön und dann gehen sie einkaufen und dann laufen sie
- 11:14Eugen: lachend durch ein klimatisiertes Einkaufszentrum mit vier Säcken an Gewand.
- 11:18Eugen: Und da denke ich halt an H&M und Wegwerf Gewand.
- 11:21Eugen: Und sie brauchen das alles nicht. Und gerade Lorelai ist eine große Gratifikation bei Buying Person,
- 11:28Eugen: oder auch wenn Sie jetzt machen wir uns einen schönen Abend. Das finde ich total nett, dass Sie das machen. Das ist ja an sich was total
- 11:32Eugen: Cooles, dass Sie da auch das zu Hause zelebrieren.
- 11:35Eugen: Und dann bestellen Sie sich was beim Chinesen.
- 11:37Eugen: Und das ist dann aber auch so? Ja, und das können Sie gar nicht mehr essen,
- 11:41Eugen: wie man in Wien sagen würde. Das ist, das geht sich nicht aus.
- 11:45Eugen: Das heißt, er muss irrsinnig viel weggeworfen werden.
- 11:47Eugen: Ich meine, ein bisschen was werden Sie in den Kühlschrank geben? Aber da werfen Sie ja dann auch weg. Also diese das Wegwerfen und das
- 11:53Eugen: Überkonsumieren, das stößt mir ein bisschen auf.
- 11:56Eugen: Aber da sage ich halt Na gut, das ist halt die Gesellschaft der 2000 er Jahre gewesen.
- 12:02Arno: Arno: Ja, ja, als die Dinge noch so waren.
- 12:05Eugen: Eugen: Genau. Wundervolle Übergang. Machen wir kurz ein bisschen die Geschichte.
- 12:08Eugen: Wann ist die Serie entstanden? Wer hat sie geschrieben?
- 12:13Eugen: Wer hat sie produziert? Soweit wir das halt gelesen haben.
- 12:17Eugen: Es wird jetzt nicht sehr in die Tiefe gehen. Was hast du im Kopf?
- 12:20Eugen: Oder soll ich erzählen, Arno, du darfst entscheiden.
- 12:22Arno: Arno: Erzähl du weil. Also ich weiß das alles, aber ich habe es nicht so internalisiert wie du.
- 12:27Eugen: Eugen: Machen wir es einfach kurz. Also, ich habe jetzt auch noch. Ich muss mal schauen. Also um 2000 entstanden.
- 12:32Eugen: Muss man schon im Kopf behalten. Finde ich.
- 12:35Eugen: Jetzt noch mal nach. Wann ist wirklich die erste rausgekommen oder was? 1999 sogar.
- 12:38Eugen: Nein. Oktober. Oktober 2000.
- 12:40Arno: Arno: 2000.
- 12:41Eugen: Eugen: Na gut. Also jetzt auf Englisch. Auf dem Warner Brothers Kanal, auf Deutsch weiß ich es nicht.
- 12:47Eugen: Ich nehme an, ein, zwei Jahre später.
- 12:49Eugen: Letzte Staffel, die siebte Das war dann schon nicht mehr Warner Brothers, sondern SciFi.
- 12:54Eugen: Was ist das nochmal? Scifi ist.
- 12:56Arno: Arno: Ich habe.
- 12:57Eugen: Eugen: Glaube ich gelesen.
- 12:57Arno: Arno: Dass es ein Ableger von Warner Brothers oder so was ähnliches.
- 13:01Eugen: Eugen: Naja, Warner Brothers wurde da verkauft und so. Also lass uns bitte einfach selbst nochmal recherchieren.
- 13:06Arno: Arno: Wo ist dieser Sender, wo auch so Serien wie The Flash und so diese ganzen Disney Billigserien quasi gelaufen sind?
- 13:14Eugen: Eugen: Genau das ist. Ich finde da gar nicht deine Erklärung für das Akronym.
- 13:17Eugen: Kann das sein? Ja, also das ist dann im Zuge von einigen Merger und so siebte Staffel überhaupt,
- 13:22Eugen: Die ist ein bisschen so ein Ausleger oder eine Ausnahme, weil die wurden nicht mehr geschrieben von der Amy Palladino,
- 13:30Eugen: die so ein bisschen der Autor, die Autorin der Serie ist.
- 13:34Arno: Arno: Ich habe auch gelesen, dass die, also das dieses Auteur in dem Fall wirklich zutreffend ist,
- 13:40Arno: obwohl sie glaube ich den ganzen Stab an Autorinnen hatte ich gar.
- 13:45Eugen: Eugen: Nicht so viel. Es waren also kann ich auch gleich.
- 13:47Arno: Arno: Ergänzen.
- 13:48Eugen: Eugen: Ja, hinten raus kann sein. Nur dann rede jetzt mal weiter.
- 13:53Arno: Arno: Genau das sie da sehr kontrollierend war.
- 13:55Arno: Ich glaube gemeinsam mit ihrem Ehemann ist es richtig, dass da nichts quasi in die Serie kam,
- 14:03Arno: was sie nicht vorher noch mal gecheckt hat.
- 14:06Eugen: Eugen: Genau das habe ich auch gelesen. Das ist eben deswegen trifft Autorin da wirklich zu,
- 14:10Eugen: weil sie auch gesagt hat Also ich glaube, jetzt habe ich es mir rausgeschrieben.
- 14:14Eugen: Es gab insgesamt in den ersten sechs Staffeln nicht so viele unterschiedliche Autorinnen Drehbuchschreiberinnen,
- 14:19Eugen: sondern ich glaube, so sechs, sieben davon auch. Interessant waren nur zwei Männer und ich glaube, einer davon ist ihr
- 14:24Eugen: Ehemann, der Daniel, der mit ihr gemeinsam auch Executive Producer war.
- 14:29Eugen: Und sie hat sich halt das Recht vorbehalten, das.
- 14:32Eugen: Also ich glaube, sie hat sich gar nicht so eingemischt im Schreiben, aber am Ende hat sie immer geschaut, dass es halt
- 14:36Eugen: zusammenpasst, damit es ein stimmiges Ganzes ist.
- 14:39Eugen: Wir kennen es ja sonst von Serien, die dann teilweise sehr unterschiedliche Tonalitäten haben.
- 14:44Eugen: Und das wäre? Also ich hätte auch. Früher wäre mir gar nicht aufgefallen, dass das unterschiedliche Drehbuchautorinnen haben.
- 14:50Arno: Arno: Das fällt mir ehrlich gesagt heute auch zumindest im Verlauf einer Staffel nicht so auf.
- 14:55Arno: Höchstens Staffelweise, wenn man dann merkt, der Produzent hat gewechselt oder die Autoren haben gewechselt.
- 15:03Arno: Wenn sich dann, wie beispielsweise bei Deep Space Nine nach der zweiten Staffel der Ton so wechselt und alles in dieses wirklich serielle
- 15:13Arno: Drama Science Fiction Drama zum Beispiel reinkippt, was vorher eher so dieses.
- 15:20Arno: Also bei der Begriff trifft jetzt nicht zu, aber dieses Monster of the Week artige,
- 15:25Arno: wo man jede Woche ein eine abgeschlossene Geschichte hat, das das verliert sich ja dann irgendwann zum Beispiel.
- 15:32Eugen: Eugen: Das ist auch ein gutes Stichwort, weil anderes.
- 15:35Eugen: Also war das Double Network war ein ganz junges damals.
- 15:41Eugen: Warner Bros. Hat damals probiert, auf dem amerikanischen Fernsehmarkt sich auch durchzusetzen und war halt ein kleiner.
- 15:48Eugen: Ich habe es mir auch da jetzt nicht die Zahl. Ich glaube, es gab sechs oder fünf große Netzwerke und das kam jung dazu und hat halt einfach nicht diese
- 15:54Eugen: Wucht gehabt. Das war auch eine Zeit, wo man halt einfach Sendemasten noch mieten musste und Satelliten um zu schauen,
- 16:01Eugen: dass man überall überhaupt überall hinkommt. Also wir sind hier in der eigentlich noch Prä Internet Ära und da haben sie es versucht.
- 16:08Eugen: Sie waren bekannt als Sie hatten erste Erfolge.
- 16:10Eugen: Das eine ist Seventh Heaven, das nämlich genau dieses Monster of the Week Geschichte.
- 16:15Eugen: Das ist, äh, ich glaube, eine himmlische Familie, hieß es also, wo anhand von einer extrem
- 16:22Eugen: religiösen Pastorenfamilie ein Thema jedes Mal durchexerziert wurde.
- 16:26Eugen: Heute geht es um die Sucht und der Älteste probiert, glaube ich, was weiß ich,
- 16:31Eugen: Marihuana, die nächste Alkohol, dann irgendeiner raucht Zigaretten und der Jüngste ist süchtig nach Kaugummi.
- 16:38Eugen: Und das ist. Das war ganz schwer auszuhalten.
- 16:41Eugen: Finde ich für mich aber sehr family friendly.
- 16:43Eugen: Das ist dann auch noch ein Übergang an eine andere Serie, die sie hatten, die auch sehr erfolgreich war,
- 16:49Eugen: ist Buffy The Vampire Slayer.
- 16:51Arno: Arno: Ach, tatsächlich? Das kann man.
- 16:53Eugen: Eugen: Also das sind die drei großen Showrunner.
- 16:56Eugen: Ist der falsche Begriff. Aber das sind die drei großen Zugpferde gewesen.
- 17:00Eugen: Und bei Gilmore Girls auch noch die. Es hat sich am Anfang sehr schwer getan,
- 17:04Eugen: weil sie, weil sie jetzt auch nicht mehr so, also auch da die hatten.
- 17:08Eugen: Den falschen Sendeplatz kann man sich heute auch nicht mehr vorstellen.
- 17:11Eugen: Aber es hat einen Unterschied gemacht, an welchem Wochentag zu welcher uhrzeit man gesendet wird, weil wenn man zum Beispiel direkt
- 17:17Eugen: gegen Friends antritt und das war NBC, das war genau damals oder was weiß ich,
- 17:22Eugen: Seinfeld oder die großen Serien dieser Zeit, dann hat man eigentlich schon verloren am Anfang.
- 17:28Eugen: Und ich glaube, sie sind dann von einem Dienstag auf den Donnerstag gewechselt. Also bitte Details nachlesen und dann ist es erfolgreich geworden.
- 17:35Eugen: Also es ist nie so erfolgreich wie Friends geworden.
- 17:38Eugen: Das Die Zahlen habe ich nicht mehr im Kopf, aber ich glaube, so um die 14 Millionen Zuseher hatte und die hatten aber auch in Millionen Zahlen
- 17:45Eugen: dann. Also es war schon. Sehr erfolgreich und erfolgreich genug, dass es ja insgesamt sieben Staffeln gab.
- 17:53Arno: Arno: Ja, das ist eigentlich schon Zeichen genug, dass zu sehen, dass es zumindest für den Sender ja erträglich sein muss.
- 18:01Eugen: Eugen: Ich überlege noch, was ich noch sagen kann. Also es ist. Oder wolltest du gerade da?
- 18:05Arno: Arno: Nein, ich wollte nur sagen, ich bin fasziniert, wie sehr ich schon vergessen habe,
- 18:12Arno: dass Fernsehen früher linear war.
- 18:14Eugen: Eugen: Linear und seriell. Linear. Dass lineares Fernsehen.
- 18:17Eugen: Danke. Das war das eher. Das hat ganz, ganz andere Logiken.
- 18:20Eugen: Dann, die es mit sich bringt.
- 18:23Arno: Arno: Es waren halt also völlig. Das ist aber auch völlig aus meinem, aus meinem Konsumverhalten verschwunden.
- 18:31Arno: Das Wissen dazu muss.
- 18:31Eugen: Eugen: Ich sagen, bei mir auch. Also ich verwehre mich ja oft auch mit meiner Familie gegen das Neue.
- 18:39Eugen: Nein. Oder versuch halt absichtlich retro zu sein.
- 18:44Eugen: Also wir haben Plattenspieler. Der Jüngere macht jetzt Musik, die er auf Musikkassetten draufspielt.
- 18:50Eugen: Aber ich übe wieder. Überlegen wir auch Fernsehen und Fernsehnachrichten.
- 18:53Eugen: Aber es ist ganz schwer, nur noch in den Alltag sich sich reinzubringen, weil ja auch mittlerweile das Fernsehen digital
- 19:01Eugen: ist und eigentlich dieses Video on demand ist.
- 19:04Eugen: Also man kann sich alles jederzeit nachschauen.
- 19:07Eugen: Damals musste man halt so wie heute bei Fußball oder beim Song Contest zu einem Zeitpunkt da sein,
- 19:14Eugen: um eine Serie zu sehen. Also sind ja ist man ja auch teilweise nach der Schule nach Hause gelaufen,
- 19:18Eugen: um den Anfang der geliebten Serie zu sehen.
- 19:20Eugen: Das gibt es jetzt nicht mehr. Wenn wir es einfach auf einmal benutzen, ihn beim Streamingportal unserer Wahl.
- 19:27Arno: Arno: Bevor wir in die inhaltliche Diskussion einsteigen, könnte ich an der Stelle auch noch sagen Das hatte ich dir letztens auch geschrieben.
- 19:34Arno: Ich finde faszinierend, wie sich überhaupt technischer Fortschritt so im Laufe der Staffeln manifestiert.
- 19:41Arno: Also ich hatte dann irgendwann wird über die.
- 19:45Eugen: Eugen: Inhaltlich oder.
- 19:46Arno: Arno: Inhaltlich schon.
- 19:47Eugen: Eugen: Also lass mir noch eine Sekunde, denn ich wollte bei der Produktion.
- 19:51Eugen: Ich finde ja, ich würde nur gerne erwähnen, die siebte Staffel hat die hat das Ehepaar Palladino dann nicht mehr gemacht,
- 19:59Eugen: weil. Was schon auch wichtig ist, wenn das Thema Gender dann kommt.
- 20:03Eugen: Die. Emil Palladino hat nie einen unbefristeten Vertrag bekommen.
- 20:07Eugen: Sie hat immer nur einen Vertrag für eine Staffel bekommen.
- 20:11Eugen: Also war im Grunde genommen halt auch immer prekär angestellt, obwohl sie wirklich Vorzeigeautorin war,
- 20:18Eugen: die auch gerne vom Sender dann überall hingeschickt wurde, um Interviews zu geben.
- 20:23Eugen: Und nach Staffel sechs haben sie gesagt Gut, das reicht uns, dann machen wir nicht mehr mit. Und Staffel sieben wurde dann von anderen gemacht
- 20:30Eugen: und Surprise surprise! Nach Staffel sieben war es dann zu Ende.
- 20:33Eugen: Ich meine, es gab mehrere Gründe dafür. Aber trotzdem, das wollte ich noch sagen. Jetzt können wir gerne zum Wandel der Zeiten.
- 20:39Arno: Arno: Bei diese Staffel zweiten Verträge, die sind ja glaube ich relativ normal in diesem,
- 20:45Arno: in dieser Branche. Also das.
- 20:47Eugen: Eugen: Glaube ich auch.
- 20:48Arno: Arno: Angestellt wird. Aber es ist natürlich symptomatisch und wie du sagst, also dieses Prekäre oder Unsichere,
- 20:55Arno: wie es dann weitergeht, das. Begleitet das wahrscheinlich schon immer in jeder Staffel dann.
- 21:01Eugen: Eugen: Ich meine, die hatten halt wirklich einen Namen da, ich weiß, aber das sollte man auch noch.
- 21:07Eugen: Letzte Anmerkung noch weil das hätte ich auch jetzt wieder vergessen, weil wir von Streaming geredet haben und du es ja jetzt auch schaust.
- 21:13Eugen: Die Serie hat dann noch mal sehr viel mehr Aufmerksamkeit bekommen, als es bei Netflix,
- 21:18Eugen: ich glaube 2005. Dann war das auch bitte nachschauen.
- 21:22Eugen: Also auf Netflix kam. Ja, aber vor wirklich mehr als zehn Jahren, also 2015 oder sowas wird es gewesen sein oder
- 21:29Eugen: 2009, Also gar nicht so lange nach Ende der Ausstrahlung.
- 21:34Eugen: Und es kam ja noch eine Nachzipf. Also eine Ja, nein, eine Reunion dieses Gilmore Girls.
- 21:43Eugen: Ich glaube, vier Jahreszeiten oder so ähnlich hieß es.
- 21:48Eugen: Das teilweise interessant ist, weil da halt Geschichten nacherzählt wurden oder fortgeführt wurden,
- 21:53Eugen: richtigerweise teilweise dann auch nicht mehr so gut funktioniert hat.
- 21:57Arno: Arno: Ja, ist das nicht faszinierend, wie die Leute dann gealtert sind und so?
- 22:01Eugen: Eugen: Ich muss sagen, ich würde es mir gerne jetzt noch mal anschauen. Es ist halt immer schwierig, wenn du eine Erinnerung an etwas hast. Und dann
- 22:09Eugen: glaube ich, ist dann die Realitätskontrolle mit mit.
- 22:13Eugen: Wie die Schauspieler geworden sind und was auch deine Lieblingsautorinnen daraus machen.
- 22:17Eugen: Inhaltlich habe ich ein paar Sachen genervt. Ich habe auch eine Analyse gelesen, die erklärt, warum gewisse Geschwindigkeiten nicht
- 22:22Eugen: mehr so gut funktionieren. Da war wirklich so ein, ähm, eine Narrative, die die Geschwindigkeiten getestet hat,
- 22:28Eugen: während andere Sachen wiederum besser funktioniert haben in dieser Reunionserie.
- 22:34Eugen: Ja. Ich finde, da müssen wir uns nicht zu zu lange damit aufhalten.
- 22:37Eugen: Interessant ist, was mit der Person, mit der Figur der Emily passiert ist, finde ich. Das ist interessant. Und der Rest? Ja.
- 22:43Eugen: So, jetzt der Übergang. Jetzt habe ich dich zu lange unterbrochen.
- 22:46Eugen: Also technischer Fortschritt.
- 22:48Arno: Arno: Genau. Was ich sagen wollte. Was ich faszinierend fand, ist, wie man über den Verlauf der Staffeln,
- 22:54Arno: den technischen Fortschritt in die Serie einsickern sieht.
- 23:00Arno: Also da hat man zum Beispiel dann Sachen wie eine Digitalkamera, die die total faszinierend finden und erstmal lernen müssen,
- 23:09Arno: wie die geht oder WLAN oder ein Laptop oder nachher dieses faszinierte Boah,
- 23:14Arno: du kannst das ja googeln und dann findest du Sachen im Internet zu dem Thema,
- 23:18Arno: das du gerade suchst. Diese, diese Begeisterung und dieser Fortschrittsoptimismus,
- 23:25Arno: der da so mit diesen technischen Neuerungen eingeht, das finde ich sehr faszinierend und ist total auffällig.
- 23:33Arno: Wir haben jetzt heute nicht so viel Zeit, darüber zu sprechen, aber ich wollte es trotzdem mal in den Raum werfen, weil es einfach extrem
- 23:39Arno: auffällig ist, weil es ja auch gerade in so einer, in so einer Zeit, der durch Digitalisierung der Gesellschaft,
- 23:49Arno: also digitalisiert war sie zum Teil ja schon vorher, aber wir sind kommen dann an so einem Punkt,
- 23:53Arno: wo wirklich dann alles digital wird und wie das eben auch in der Serie ihren Niederschlag findet.
- 24:00Arno: Da, da könnte ich mir auch gut vorstellen, dass ich da irgendwann mal einen Artikel zu schreiben.
- 24:05Arno: Einfach weil das so spannend ist, wie das stattfindet.
- 24:09Eugen: Eugen: Das weckt Erinnerungen. Also ich habe zum einen im Kopf gerade wie die Rory,
- 24:14Eugen: ich glaube vom Christopher irgendwann, weil er sich halt einklammern will,
- 24:17Eugen: bei ihr so ein Riesenlexikon geschenkt bekommt.
- 24:20Eugen: Und das ist was Cooles damals, ein Riesenlexikon und zehn Jahre später denkt man sich Nein,
- 24:25Eugen: ich habe, ich habe keinen Platz dafür. Ich gehe auf Wikipedia und ja IMAX.
- 24:30Eugen: Diese Bunten sind mir auch aufgefallen, die dann irgendwann, ich glaube die hatten auch relativ früh in ihrem Zimmer stehen.
- 24:37Arno: Arno: Und gleichzeitig also gestern in der Folge, die ich gesehen habe, einen riesigen Röhrenbildschirm im Fernseher im Zimmer stehen,
- 24:44Arno: wo ich denke, wie passt. Wie hat das denn früher die Zimmer reingepasst?
- 24:49Arno: Also auch das kommt irgendwie mit rein.
- 24:51Arno: Gerade mit dieser aus dem aus der Distanz noch mal schauen.
- 24:56Arno: Also ich glaube, sonst wäre mir das wahrscheinlich auch gar nicht aufgefallen,
- 24:59Arno: das früher gesehen hätte oder so.
- 25:01Eugen: Eugen: Es war auch eine Zeit vor Social Media, oder? Weil mittlerweile wird ja sehr viel von dieser, gerade in der Generation,
- 25:07Eugen: von der die ganze Kommunikation mit Freundinnen und Freunden äh, Love Interest wird,
- 25:12Eugen: ganz anders funktionieren.
- 25:13Arno: Arno: Ja, auch. Aber das nur am Rande.
- 25:18Eugen: Eugen: Also ich finde das ein gutes Thema ist.
- 25:20Eugen: Wenn Bedarf da ist, können wir uns ja auch wieder zusammensetzen.
- 25:23Eugen: Und noch mal Du schaust jetzt erstmal.
- 25:26Arno: Arno: Aber eine super Überleitung, weil es gab eine Folge, die ich vor kurzem gesehen habe,
- 25:31Arno: in der Richard, also der Vater von Lorelai, Emily, der Mutter erklärt, wie das mit dem Computer
- 25:40Arno: funktioniert und wie man Sachen ergoogelt und das in diesem merkwürdigen Internet ja alles drinsteht.
- 25:46Arno: Zum Beispiel diese gute Seite, wo man dann Taschen sehen kann und so, und da leuchten dann die Augen Emilys und so,
- 25:54Arno: und man hat also dieses Männer verstehen die Technik und erklären es dann den Frauen mäßige.
- 26:01Eugen: Eugen: Wobei ich eher so eingeschätzt hätte, dass er völlig unfähig ist, damit umzugehen.
- 26:06Eugen: Aber interessant, soweit bin ich ja jetzt nicht. Beim nächsten Durchschauen.
- 26:10Arno: Arno: Ja, aber umgekehrt war es dann so gestern in der Folge hat war in Lukes Diner.
- 26:16Arno: Also Luke ist ja der Love Interest bzw die spätere.
- 26:20Arno: Auch die Beziehung von Lorelai funktioniert der Herd nicht und Lorelai erklärt dann Luke,
- 26:28Arno: was er genau an diesem Herd einstellen muss, damit es wieder funktioniert.
- 26:33Arno: Weil sie in der Nacht nicht schlafen konnte, die Bedienungsanleitung gelesen hat.
- 26:40Eugen: Eugen: Gut. Das ist. Aber das ist eine gute Überleitung, weil das ist genau das.
- 26:44Eugen: Da kommen wir schon zum zum Kernfrage, wenn wir jetzt über Geschlecht und Feminismus reden.
- 26:52Eugen: Weil da haben wir, hast du sehr schön uns beide Seiten gezeigt. Zum anderen die Figur der Emily,
- 26:56Eugen: die sehr klar in patriarchalen Strukturen lebt und diese eigentlich auch sehr zelebriert.
- 27:02Eugen: Also die ist ja wirklich reaktionär, im wahrsten Sinne, weil sie das so unterstützt,
- 27:07Eugen: das alte System. Und die Lorelai, die halt die Selfmadewoman ist, die alleinerziehende Mutter ist,
- 27:15Eugen: ihre Eltern ihn verlassen hat, absichtlich auch kein Geld von ihm die längste Zeit genommen hat,
- 27:22Eugen: sondern selbstständig sich von ganz unten hochgearbeitet hat und am Ende eine Führungskraft,
- 27:28Eugen: ach Gott, Verzeihung, eine Führungsposition einnimmt.
- 27:32Eugen: Zuerst in einem Hotel als Angestellte, später ein eigenes leitet.
- 27:36Eugen: Wie hast du das wahrgenommen? Also, was ist jetzt so der erste Eindruck zu dem Thema Feminismus und Emanzipation?
- 27:42Arno: Arno: Ja, schon genauso. Also was es ja auch vermitteln will.
- 27:46Arno: Wir haben auf der einen Seite diese krasse, fast schon aristokratische Gebahren aufseiten der Eltern
- 27:55Arno: Lorelai, also Emily und Richard, die auch sehr stark.
- 28:00Arno: Und hier rutscht es dann eben dann schon dieses Klassendenken, darüber urteilen Wer ist denn der der Richtige für Lorelai oder auch Rory
- 28:10Arno: später? Und das ist ja eigentlich Sache der der Familie, darüber zu entscheiden,
- 28:17Arno: mit wem die Frau zusammen sein will. Und genau aus dieser Situation ergeben sich ja auch ganz oft Streitigkeiten über Selbstbestimmung,
- 28:26Arno: über wie man sein eigenes Leben führt und.
- 28:33Arno: Was da auch so ein bisschen durchkommt.
- 28:35Arno: Was ich faszinierend fand Lorelei kriegt eigentlich zum Ersten Mal so ein bisschen Anerkennung von ihren Eltern,
- 28:42Arno: als sie zum Beispiel diesen Schulabschluss nachgeholt hat.
- 28:46Arno: Das ist irgendwann in der zweiten oder dritten Staffel dieser Abendschule.
- 28:49Eugen: Eugen: Ja.
- 28:50Arno: Arno: Und das ist eigentlich das erste Mal, wo die Eltern dann so ein bisschen ja anerkennen,
- 28:59Arno: dass Lorelei ihren eigenen Weg geht.
- 29:02Eugen: Eugen: Das ist aber auch ein Anerkennen eigentlich ihres.
- 29:07Eugen: Also ihre Selbstständigkeit, oder? Das werden wir häufiger das Wort emanzipiert.
- 29:12Eugen: Emanzipation oder dieses emanzipierten Lebens, wo Sie das anerkennen.
- 29:17Eugen: Weil also Ihre Idee wäre gewesen, dass also wer die Geschichte nicht kennt mit ich glaube 16 oder so,
- 29:23Eugen: wird sie schwanger von ihrem High School Love Interest.
- 29:26Eugen: Christopher übrigens persönlich immer sehr schwer ausgehalten habe und entscheidet sich aber,
- 29:33Eugen: das Kind nicht abzutreiben, aber auch nicht Christopher zu heiraten, weil so toll findet sie ihn.
- 29:39Eugen: Sie hat ihn gern, aber sie möchte jetzt nicht an ein Leben als Hausfrau anfangen.
- 29:43Eugen: Was aber glaube ich schon noch sehr, sehr klar der Wunsch der Eltern gewesen wäre.
- 29:48Eugen: Also das ist die die Vorgeneration, die sieht klar jetzt so jetzt Kernfamilie.
- 29:52Eugen: Ist es halt peinlich, dass mit 16 passiert.
- 29:55Eugen: Aber das wäre jetzt the way to go.
- 29:56Arno: Arno: Und wir haben ja auf der einen Seite eben Lorelai mit dieser extremen zelebrierten Unabhängigkeit,
- 30:03Arno: die natürlich auch immer bricht, wenn sie was braucht.
- 30:06Arno: Also sie braucht.
- 30:07Eugen: Eugen: Da würde ich dir widersprechen.
- 30:09Arno: Arno: Sie muss eigentlich immer auf entweder dann auf die Netzwerke ihrer Eltern zurückgreifen,
- 30:15Arno: als sie einmal so einen Kredit braucht oder eben als sie Geld für diese Eliteschule von Rory braucht und so,
- 30:23Arno: Also, es ist schon. Sie kommt nicht ganz.
- 30:26Arno: Also, wir sprechen hier eigentlich schon über Klasse und Gender. Dann aus dieser,
- 30:32Arno: aus dieser. Ja, aus diesem Umfeld heraus.
- 30:35Arno: Obwohl sie es eigentlich zelebriert, dass sie genau das geschafft hat.
- 30:40Eugen: Eugen: Da kann ich jetzt einfach ein Paper rausholen, da muss ich gar nicht selbst Meinung reinwerfen. Ich muss jetzt nur schauen,
- 30:45Eugen: damit ich die auch alle immer gut gut Kredite.
- 30:49Eugen: Und zwar war das die Meghan Rocker. Ich weiß jetzt nicht, da muss man auch nachschauen.
- 30:54Eugen: Also das Paper oder es ist eigentlich eine Abschlussarbeit heißt Gilmore Girls. Die Intersection of feminism and Social Capital. Also
- 30:59Eugen: wir haben jetzt ein bisschen Bourdieu. Es war an der University in Texas und ja,
- 31:05Eugen: einfach nachschauen. Ich nehme an, es von der Länge her irgendwo zwischen Bachelor und einer Masterarbeit.
- 31:11Eugen: Sehr spannend. Die hat sich angeschaut, nämlich.
- 31:14Eugen: Also zum einen hat sie also natürlich.
- 31:16Eugen: Es ist eine Analyse. Sie hat codiert, wann feministische Momente waren.
- 31:20Eugen: Das habe ich jetzt nicht aufgeschrieben, aber da geht es um Empowerment, gegenseitige Unterstützung,
- 31:24Eugen: Unabhängigkeit usw Und sie hat analysiert, wann sie sich Hilfe von ihren Netzwerken holen.
- 31:30Eugen: Also das soziale Kapital einsetzen. Und das sind Statistiken drinnen, Die habe ich mir jetzt leider nicht rausgeschrieben.
- 31:36Eugen: Aber insgesamt ist es so, dass Lorelei und sie hat sich ja glaube ich auch nur 25 Folgen angeschaut in über 80 % der Fällen.
- 31:43Eugen: Ähm, also es waren auch gezielte Momente, die sie untersucht hat.
- 31:46Eugen: Über 80 % hat sie sich feministisch verhalten.
- 31:48Eugen: Bei Rory waren es schon nur noch über 60, aber noch immer 2/3.
- 31:52Eugen: Und dann hat sich aber auch angeschaut. Von wem holen Sie sich Unterstützung?
- 31:55Eugen: Und bei Lorelai war es schon so, dass sie in einer absoluten Mehrheit aller Fälle sich Unterstützung von einem Frauennetzwerk geholt
- 32:03Eugen: hat. Also von Sookie, von ihrer Nachbarin, der Babette von der Miss Patty,
- 32:08Eugen: von der Eclipse, also der Mechanikerin von den Eltern.
- 32:14Eugen: Nur in Ausnahmesituationen, Also in der ersten Folge natürlich, um Geld für die Schule zu kriegen und wie sie halt
- 32:20Eugen: keinen Kredit bekommen hat und sie ihre Mutter gebraucht hat.
- 32:23Eugen: Ähm, aber sonst viel eher auf Frauen zurückgegriffen hat und Luke Also bei den Männern ist es eigentlich dann fast nur Luke,
- 32:32Eugen: den sie dann halt auch eigentlich aber auch schon fast wie ein Werkzeug einsetzt.
- 32:35Eugen: Also es ist halt so, wie das Problem ist.
- 32:38Eugen: Da brauche ich einen Schraubenzieher. Das Problem ist, da brauche ich ein Luke,
- 32:42Eugen: der passt ja genau. Den kann ich da verwenden und der hat ja auch nicht viel mitzureden.
- 32:46Eugen: Also da geht es ja nicht hin. Und ich meine auch ein guter Punkt.
- 32:50Eugen: Sie flirtet schon sehr viel, sehr gezielt, verwendet das auch, aber es ist.
- 32:53Eugen: Trotzdem habe ich das Gefühl, nicht aus einer Position der Schwäche, sondern immer aus einer Position der Stärke heraus
- 33:00Eugen: bei ihr. Bei Rory ist es dann ein bisschen anders.
- 33:02Eugen: Die ist also erstens mit ihren Großeltern, die setzt sie viel häufiger ein.
- 33:07Eugen: Und das Kapital, das soziale, aber auch das finanzielle Kapital von den Großeltern und damit Logan,
- 33:11Eugen: dann geht es ja überhaupt rapide rapide bergab, finde ich.
- 33:15Eugen: Also das ist.
- 33:17Arno: Arno: Ja würde ich dir zustimmen, aber was dieses Hilfe holen angeht, also gerade innerhalb von diesem Kleinstadtkontext
- 33:27Arno: ist das ja alles Hilfe, die jetzt sage ich mal nicht existenziell in dem Sinne ist.
- 33:32Arno: Und ich würde schon behaupten, dass immer wenn es darum geht, dass die Hilfe eine Hilfe ist,
- 33:40Arno: die wirklich das Leben verändert, dass sie eigentlich darauf angewiesen ist,
- 33:45Arno: dann doch eben ja auf dieses soziale, ökonomische, kulturelle Kapital ihrer Eltern zurückzugreifen.
- 33:55Eugen: Eugen: Okay, okay, bleiben wir bei dem Gedanken, was ich dagegenstellen könnte, als ihre Eltern verlassen hat,
- 34:00Eugen: als es wirklich brenzlig war, alleinerziehende Mutter, hat sie auch Hilfe gekriegt,
- 34:05Eugen: aber das war die. Ich weiß nicht mehr, wie sie heißt, die Leiterin des Ursprünglichen,
- 34:10Eugen: das Independence Inn, die ich war.
- 34:12Arno: Arno: Ja, ja, ich weiß auch nicht, wie sie heißt. Ja.
- 34:14Eugen: Eugen: Und auch für die selbst, wie sie sich selbstständig.
- 34:18Eugen: Das ist eine gute Frage, Das weiß ich nämlich nicht mehr. Den Kredit, den sie sich holt, ist der, um das Dragonfly zu
- 34:22Eugen: kaufen. Ja, okay, weil das ist. Dann hat sie da zwar Unterstützung, allerdings.
- 34:28Eugen: Sie nimmt sich ja auch den Kredit. Es ist jetzt nicht so, dass sie Geld von den Eltern geschenkt bekommt.
- 34:33Eugen: Sie kriegt nur Unterstützung bei dem. Bei diesem kapitalistischen System Aber.
- 34:37Arno: Arno: Aber diesen Kredit kriegt sie ja nur, weil sie, weil ihre Mutter die Verbindungen herstellt und weil der Bankier
- 34:47Arno: weiß, sie ist die Tochter von. Also das ist der einzige Grund, warum sie den bekommt in dieser Folge.
- 34:55Arno: Das fand ich ganz spannend. Versucht sie ja dann auch zu vermitteln.
- 34:58Arno: Sie ist extrem gut sozial vernetzt in dieser Stadt, macht ganz viel ehrenamtlich,
- 35:05Arno: was weiß ich, bringt sehr viel soziales Kapital sehr in diese Stadt mit hinein und stellt dann aber fest Dieses Kapital
- 35:15Arno: zählt nichts, weil es ausschließlich darum geht, wie einflussreich ihr Name ist.
- 35:21Eugen: Eugen: In diesem einem Fall.
- 35:23Arno: Arno: In diesem einen Fall. Genau. Es ist tatsächlich.
- 35:25Eugen: Eugen: In die Welt Ihrer Eltern, Eintritt, der höheren Finanzen und der größeren Summen.
- 35:31Arno: Arno: Also, es ist das wird eigentlich auch in allen Artikeln, die ich gelesen habe.
- 35:35Arno: Es ist ambivalent, wie es dargestellt wird.
- 35:38Arno: Also man hat sowohl das eine als auch das andere.
- 35:42Arno: Aber letztlich ist es schon so, dass, ähm, also wenn man jetzt über klassisch spricht,
- 35:49Arno: wir sprechen jetzt dauernd durcheinander, obwohl wir es anders vorhatten.
- 35:52Eugen: Eugen: Und du schneidest dann einfach zu Recht in jeden Satz die passenden Worte raus.
- 35:56Eugen: Und dann?
- 35:57Arno: Arno: Ja, das wird spannend, dass das diese Genderkonstruktionen oder auch Klassenkonstruktionen,
- 36:07Arno: dass die letztlich unsichtbar bleiben.
- 36:09Arno: Also meine. Mein großer Gedanke.
- 36:12Eugen: Eugen: Meinst du damit? Tschuldigung, aber.
- 36:13Arno: Arno: Genau das wollte ich gerade sagen. Also mein großer Gedanke, den ich eigentlich aus allen diesen wissenschaftlichen Abhandlungen zu Gilmore
- 36:20Arno: Girls herausgezogen habe, ist ist, dass die Serie hier zitiere ich jetzt mal verschiedene Titel,
- 36:26Arno: postracial, postfeminist und postklassisch ist.
- 36:31Arno: Das heißt. Sie stellt alles sozusagen als Utopie dar, in der sowohl was
- 36:40Arno: Genderkonstruktionen, aber auch Klasse oder Rasse, in der mögliche Konflikte oder Spannungen eigentlich überhaupt nicht in der
- 36:50Arno: Form stattfinden, wie sie tatsächlich stattfinden.
- 36:53Arno: Es gibt im Prinzip keine Armut in Stars Hollow und wenn, dann ist sie selbst verschuldet.
- 36:58Arno: Also dieses Neoliberale, was überall immer wieder einsickert, sie ja auch als self made Woman und so,
- 37:04Arno: ähm und gleichzeitig ja, so ein sehr ambivalentes Verhältnis zu
- 37:14Arno: Ja, was macht denn jetzt eine selbstbestimmte Person in der Gesellschaft aus?
- 37:18Arno: Sind es die Netzwerke? Ist es sie selber?
- 37:20Arno: Ist es das kulturelle Kapital, die Bildung, die ja auch extrem wichtig in der Serie ist?
- 37:26Arno: Ist es wichtig, ob du in Yale oder Harvard studierst oder ob du jetzt eben das nicht tust und vielleicht sogar das Wie dann dient,
- 37:35Arno: später das Community College abbricht oder so?
- 37:40Arno: Das sind ja Fragen, die da stattfinden.
- 37:42Arno: Aber es wird alles so ein bisschen glatt gebürstet, auf eine Art und Weise,
- 37:46Arno: die es ja utopisch erscheinen lässt, aber eben dann auch so ein bisschen verwässert,
- 37:53Arno: wie dann die Realität sein muss. Es hat ein bisschen was vom Märchen, ehrlich gesagt,
- 37:57Arno: also sehr stereotyp, aber gleichzeitig sehr schmeichelnd und gar nicht so auf große Konflikte,
- 38:07Arno: sondern eher auf Zwischenmenschliche Konflikte ausgelegt?
- 38:11Eugen: Eugen: Ja. Ist das eine Schwäche oder ein Fehler?
- 38:13Arno: Arno: Das ist die Frage.
- 38:15Eugen: Eugen: Also, genau darüber reden wir.
- 38:16Arno: Arno: Ich. Man muss ja immer wieder dazu gegen.
- 38:19Eugen: Eugen: Vorwürfe im Netz sind Vorwürfe gegen diese Serie.
- 38:22Arno: Arno: Ja, genau. Also, ich empfinde die Analyse als richtig.
- 38:28Arno: Also ich glaube schon, dass das so ist.
- 38:31Arno: Ich glaube aber auch, dass das gar nicht schlimm ist, dass es so ist.
- 38:36Arno: Also es ist ja nicht so, als ob die Sachen, dass die Sachen gar nicht thematisiert werden,
- 38:41Arno: sondern sie werden, die laufen so ein bisschen im Hintergrund mit.
- 38:46Arno: Aber das ist ja auch nichts, was die Serie erzählen will.
- 38:50Arno: Also das ist nicht das Ziel dieser Serie, uns darüber aufzuklären, wie Arbeiterklasse funktioniert oder wie Machen.
- 38:56Eugen: Eugen: Wir mal Klasse. Zuerst drehen wir es einfach um. Machen wir es. Wir haben jetzt auch mehr über Klasse gesprochen als über Geschlechter. Fangen
- 39:02Eugen: wir mit Klasse an, da hast du dich, glaube ich, besser eingelesen. Es ist eine Upper Class Geschichte.
- 39:07Eugen: Es ist eine totale Upperclass Geschichte.
- 39:10Eugen: Man kann dazu sagen ich meine, es wird doch immer historisch kontextualisieren.
- 39:14Eugen: Es sind auch um 2000 war die Geschichte von Alles, was irgendwie unter Upper Class ist,
- 39:20Eugen: extrem selten, dass ein paar Sitcoms.
- 39:23Eugen: Aber selbst die Sitcoms sind immer Einfamilienhäuser mit sehr vielen Kindern, die alle gut ernährt werden können. Es gibt ganz
- 39:28Eugen: wenig. Also Roseanne ist so das einzige, was mir aus der Zeit einfällt. Übrigens,
- 39:32Eugen: da war die Amy Palladino, Drehbuchautorin für Roseanne, wo tatsächlich so etwas wie Wie Blue Collar Leben
- 39:40Eugen: thematisiert wurde und alltägliche Probleme wie das geht sich jetzt finanziell nicht aus,
- 39:44Eugen: oder? Nein, wir können jetzt nicht diesen Urlaub machen. Ansonsten ist es halt auch die Tradition der Populärkultur,
- 39:50Eugen: Upper Class Geschichten zu erzählen. Das ist auch das, was gefordert wurde.
- 39:55Eugen: Und ich glaube, dass mir Märchen trifft es ja auch ganz gut. Also ich habe.
- 39:58Arno: Arno: Immer auch dieses Versprechen auf sozialen Aufstieg inkludiert.
- 40:01Eugen: Eugen: Na ja, na ja, ich meine aber das hinterfragt die Serie dann, weil sie zeigt schon sehr klar Na ja,
- 40:07Eugen: die sind reich, weil ihre Eltern reich waren, also gerade auch da.
- 40:11Eugen: So sehr mir Logan auf die Nerven geht, da machen Sie ja keinen Hehl draus.
- 40:14Eugen: Das ist dann niemand von denen hat sich hochgearbeitet.
- 40:17Eugen: Und ich meine, Luke wird ja jetzt wirklich jeden Tag hackelt.
- 40:21Eugen: Der wird nicht reich, sondern ich glaube, er hat zwar dann am Ende dann auch irgendwie eine gute Summe zusammen gespart,
- 40:26Eugen: er muss ein Leben geführt haben. Ähm, weil da geht es ja um glaube ich, wie sich das Haus kaufen.
- 40:31Eugen: Aber grundsätzlich wird da jetzt harte Arbeit nicht belohnt.
- 40:34Eugen: Es ist nur in der Vorgeschichte, dass Lorelai vom Dienstmädchen im Hotel sich hochgearbeitet hat bis zur Managerin.
- 40:42Eugen: Und sonst haben wir nur. Naja, ich überlege gerade.
- 40:47Eugen: Also, alle aus Clinton und nachher aus Yale sind Upper Class Absolute.
- 40:52Eugen: Die haben Probleme wie einer meiner zwei Nannies.
- 40:55Eugen: Ist krank. Und jetzt muss ich schon wieder eine neue Köchin suchen.
- 40:59Eugen: Oder dass das Personal heutzutage. Ja, furchtbar.
- 41:02Eugen: Ähm.
- 41:03Arno: Arno: Ja, der Umgang mit dem Personal wäre ja eh schon nochmal eine neue, neue Perspektive,
- 41:09Arno: die man besprechen könnte.
- 41:11Eugen: Eugen: Ja, mach mal was. Was fällt dir ein? Also Personales ist.
- 41:14Eugen: Ich treffe in meinem Alltag wenig oder selten so viel Personal wie in dieser Serie.
- 41:19Arno: Arno: Ja. Dienstpersonal ja. Und was auch was auffällig ist, ist, dass auch zum Beispiel als Running Gag in jeder
- 41:29Arno: Folge Emily eine neue Macke hat, weil sie die andere vergrault hat, teilweise auch verklagt wird,
- 41:35Arno: weil sie so schrecklich mit denen umgeht.
- 41:37Arno: Was mir total aufgefallen ist, es irgendwann kommt ja kommen Laurel, Lorelai und Luke zusammen und sie wird dann zu den
- 41:46Arno: Eltern. Beide werden zu den Eltern eingeladen und die ersten, die Luke begrüßt,
- 41:53Arno: sind die Leute vom Personal und Lorelai.
- 41:57Arno: Die ersten.
- 41:57Eugen: Eugen: Die ihn begrüßen oder die er begrüßt.
- 41:59Arno: Arno: Umgekehrt. Und sie schubst ihn so an und sagt Du musst ihn nicht begrüßen.
- 42:05Arno: Und das fand ich schon extrem auffällig.
- 42:08Eugen: Eugen: Das sind so die kleinen Momente, wo dann kurz aufgebrochen wird, dass das vielleicht nicht die normalste aller
- 42:12Eugen: Welten ist, in der sie da leben. Ich meine, es wird ja so überzeichnet.
- 42:16Eugen: Es ist ja schon so, ich weiß nicht, ob das dann im Laufe der Serie immer mehr normalisiert wird, aber in den ersten Folgen merkt
- 42:22Eugen: man schon noch, dass sie wirklich eine magische Wand zum Reichtum durchbrochen wird.
- 42:26Eugen: Wenn auch die Emily ich weiß nicht so etwas wie einen Parkplatz für die Rory in ihrer neuen Schule mietet,
- 42:34Eugen: weil das ist dann schon gut für sie. Und sie hat aber nicht mal ein Auto.
- 42:38Eugen: Und ich meine, da sind die kleinen Details schon auch noch, dass die Lorelai halt dieses kaputte Auto dann fährt. Aber ich weiß nicht, wie viele
- 42:45Eugen: Staffeln das dann auch irgendwann ausfällt, was dann auch für ein Narrativ irgendwann einen Grund hat. Und das ist die Elterngeneration ist so
- 42:52Eugen: eine. Das teile ich aus der Portokasse. Ein neues Auto, das ist halt und eine neue Handtasche.
- 42:56Eugen: Und irgendwann, das hat mich in den Wahnsinn getrieben. Irgendwann hat sie gekriegt, Rory, das Birkin BAG, das ist so in der.
- 43:02Eugen: Weiß nicht, ob du dort warst, wo sie dann bei ihren Großeltern einzieht, weil sie.
- 43:06Eugen: Okay, dann verrate ich dir. Du kannst.
- 43:08Arno: Arno: Du kannst es ruhig erzählen. Ich weiß, dass es irgendwann einen großen Streit gibt,
- 43:12Arno: wo sie dann quasi sich mehr oder weniger trennen.
- 43:16Arno: Vorübergehend.
- 43:20Eugen: Eugen: Und dann? Dann verfällt die Rolle total in dieses Luxusleben.
- 43:23Eugen: Sie wohnt, ich glaube im Poolhaus des Gilmore Anwesens.
- 43:28Eugen: Und es hängt halt mit dieser Millionärstruppe herum.
- 43:31Eugen: Den Wie heißen Sie? Ich habe ihren Namen vergessen.
- 43:34Eugen: Die. Es ist schon so, manchmal denkst du Ja, das ist ganz lustig.
- 43:36Eugen: Und dann fragst dich wieder. Was ist das? Was ist das für ein Leben? Es ist wirklich. Also, die Logan und die.
- 43:42Eugen: Ach, das hätte ich nachschauen sollen. Also eigentlich immer wieder so ein bisschen surreale Interventionen machen,
- 43:48Eugen: die ganz amüsant sind, Aber dann halt auch.
- 43:51Eugen: Es bleibt einem im Hals stecken.
- 43:54Arno: Arno: Ja, ja, also die ja völlig in einer komplett anderen Welt leben und auch überhaupt keinen Realitätssinn für die Leben anderer haben.
- 44:03Arno: Das ist mir auch aufgefallen.
- 44:05Eugen: Eugen: Und am Anfang fand ich es noch teilweise charmant, weil da hat das halt so diesen Typus des englischen Gentlemens gespiegelt,
- 44:12Eugen: die so ich weiß nicht so Oscar wilde Figuren, die halt auch so total total sagt man jeden Kontakt zur normalen Welt verloren haben,
- 44:21Eugen: dabei aber eine gewisse Selbstironie haben und einfach lustig sind.
- 44:24Eugen: Also diese Stücke sind auch einfach lustig, auch wenn da keine Blue Collar Personen vorkamen.
- 44:30Eugen: Das kann man schon auch genießen. Aber irgendwann kippt es dann einfach zu sehr,
- 44:36Eugen: weil auch diese Selbstironie ein bisschen flöten geht.
- 44:40Arno: Arno: Und wenn man über Stars Hollow spricht, also selbst das ist ja bis auf leicht,
- 44:47Arno: Luke hat man da, oder? Oder auch die Mechanikerin.
- 44:51Arno: Der Name ich immer vergessen. Hat man da ja ganz wenige Figuren, die wirklich als Blue Collar gelten könnten.
- 44:59Arno: Oder die eine sehr reiche Stadt.
- 45:03Eugen: Eugen: Vergessen macht jeden, jeder schlecht.
- 45:07Eugen: Der ist ja so ein stellvertretender Ja, der macht ja die billigsten Arbeiten immer wie die verfaulten Eier einsammeln und so,
- 45:14Eugen: der ist eigentlich wirklich am untersten Ende.
- 45:17Eugen: Aber das wird dann halt auch so ironisch gebrochen. Der hat ja die Probleme, die er hat, sind ein rein psychotischer Natur und.
- 45:24Arno: Arno: Ich glaube, ich habe irgendwo gelesen, hat über 60 verschiedene Jobs gemacht und sein Lieblingsjob war der Ansager im Eishockeystadion.
- 45:35Eugen: Eugen: Ah ja, und dann.
- 45:36Arno: Arno: Wird er.
- 45:37Eugen: Eugen: Belohnt.
- 45:37Arno: Arno: Mit andererseits auch den Traum, dass er jeden Tag was anderes machen kann.
- 45:41Eugen: Eugen: Ja, und das wird ja dann auch so zelebriert.
- 45:43Eugen: Also irgendwie hat er ja auch dann genug Geld.
- 45:45Eugen: Ich weiß nicht, ich erinnere mich nicht mehr so genau, aber irgendwann kommt auch aus, dass er eigentlich gar nicht arm ist. Also der hat
- 45:49Eugen: nicht Probleme, sondern der ist einfach nur sozial herausgefordert.
- 45:54Arno: Arno: Ja, und was mir an der Stadt eben auch auffällt es.
- 45:59Arno: Man sieht eben keine Armut in der Stadt.
- 46:02Arno: Was ich schon ein bisschen krass finde.
- 46:05Arno: Also selbst bei so einem, bei so einer Utopie.
- 46:07Arno: Und auch dieses extrem sozial Vernetzte, was in dieser kleinen Stadt stattfindet.
- 46:14Arno: Also diese Bürgermeetings, wo dann vielleicht der einzige Antagonist in die Serie so hat,
- 46:20Arno: Aber auch der wird ja sympathisch. Auf eine rüde Art ist Taylor, der quasi diese Bürgermeetings lange leitet und mit seiner
- 46:30Arno: Pedanterie und seinem Egoismus der.
- 46:32Eugen: Eugen: Autokrat.
- 46:33Arno: Arno: Dieser Paragraphenreiterei. So eben als Unsympath dargestellt wird.
- 46:39Arno: Und auch da vielleicht auch, was das Neoliberale angeht, vielleicht so als Vertreter eines ja überbordenden
- 46:49Arno: Staates sozusagen so ein bisschen wirkt.
- 46:51Arno: Das war zumindest das, was ich.
- 46:54Eugen: Eugen: Bei mir kommt, viel mehr als der der Entrepreneur der das System total ausnutzt,
- 47:00Eugen: um seine eigenen Interessen durchzusetzen, weil er.
- 47:03Arno: Arno: Natürlich auch.
- 47:03Eugen: Eugen: Genau das tut er sich dieses Was war das Soda Cream Shop?
- 47:07Eugen: Ich weiß nicht mehr genau wie es war, aber am Ende hat er ja. Er hat die Macht,
- 47:11Eugen: weil er auch weiß, wie das System funktioniert. Also jetzt nicht irgendwelche zuallererst.
- 47:15Eugen: Entrepreneur hat ja dieses kleine Unternehmen auch.
- 47:18Eugen: Also, was ist das? Ähm. Kein Supermarkt, sondern noch ein Krämerladen.
- 47:23Eugen: Im Grunde expandiert dann auch und versucht da mit allen Mitteln wie eine Krake Stars Hollow zu unterwandern.
- 47:33Eugen: Aber ja, also auch Demokratie ist es zwar immer sehr viel Basisdemokratie.
- 47:39Eugen: Wäre auch noch mal interessant, sich das anzuschauen. Basisdemokratie Und wie gehen Sie mit Dissens um und wie werden dann
- 47:44Eugen: Entscheidungen getroffen? Da kann man also ja, das sind sicher nicht die, die die Stärken dieser Serie und der Erzählung.
- 47:54Arno: Arno: Ja, es geht ja eigentlich immer nur darum, dass man Träume hat, in denen die Leute dann zusammenkommen.
- 48:00Arno: Das ist schon faszinierend. Ist, weil es kann, weil es ja nur ganz selten Räume hat,
- 48:05Arno: wo nur zwei Personen stattfindet, also Privaträume, aber ganz oft eben auch eben diese,
- 48:11Arno: diese Bürgermeetings oder auch der freie Himmel in Stars Hollow, wo du dann diesen zum Beispiel diesen
- 48:21Arno: Pavillon, um den dann diese ganzen Veranstaltungen stattfinden usw und das ist da ja extrem präsent.
- 48:28Arno: Das habe ich selten so gesehen, dass auch diese Stadtevents so zelebriert werden wie in dieser Serie.
- 48:35Eugen: Eugen: Ich habe gerade eine Hypothese Hypothese weiß ich nicht, ob es das ist, aber eine Überlegung.
- 48:42Eugen: Das wird aber jetzt hinausgehen über das, was ich gelesen habe. Also ausgehend von der Frage jetzt,
- 48:47Eugen: Wer von den allen wählt eigentlich Republikaner und der Demokraten, wäre ich vorsichtig.
- 48:52Eugen: Ich glaube, wir haben eine sehr, sehr niedrige. Fehlerquote für die Demokraten.
- 48:57Eugen: Wir könnten dann darüber spekulieren, wer was wählen würde.
- 49:01Eugen: Aber ich glaube auch, viele der großen Sympathieträger wären Hardcore Republikaner. Was ich jetzt direkt mit einem Artikel im New Yorker,
- 49:07Eugen: den ich gelesen habe, dass die Republikaner gerade die Superstärke haben, dass sie so auf Community Ebene irrsinnig gut sind im Zusammenarbeiten und
- 49:14Eugen: genau solche Treffen haben. Und da wurde jetzt komme ich erst drauf im vorletzten New York oder so beschrieben.
- 49:19Eugen: Warum sind die Republikaner so stark?
- 49:20Eugen: Weil die haben so Treffen und dort sammeln sie auch die ein bisschen.
- 49:26Eugen: Auch die sozial herausgeforderten Menschen ein, die dann so Ideen haben, Verschwörungstheoretiker auch.
- 49:31Eugen: Die kommen dann alle zusammen und man hört sich an, was sie zu sagen haben. Und dann geht es aber konkret darum, dass halt, ich weiß nicht irgendwie
- 49:36Eugen: das Schulhaus saniert wird und da können dann alle zusammenarbeiten.
- 49:40Eugen: Und dafür halten sie es auch aus, dass irgendjemand ein bisschen Ausleger Gedanken zu anderen Aspekten hat.
- 49:47Eugen: Und das dürften die Republikaner trotz Trump gerade irrsinnig gut machen.
- 49:50Eugen: Während die Demokraten also auch jetzt in diesem Artikel beschrieben.
- 49:56Eugen: Darunter leiden, dass Sie sehr oft zu Grundsatzdiskussionen haben.
- 49:59Eugen: Wir müssen uns erstmal alle darauf einigen. Was ist unsere Position zu Transrechten?
- 50:03Eugen: Was ist unsere Position zu zum Israel Palästina Konflikt?
- 50:09Eugen: Und da gibt es jetzt eine Linie, da müssen alle auf dieser Linie sein, wenn nicht auf dieser Linie ist,
- 50:14Eugen: kann gar nicht erst mitmachen. Das kennen wir auch aus von Social Media. Wir wollen jetzt nicht zu sehr in diesen Diskurs gehen, aber das Problem
- 50:20Eugen: ist, damit engst du schon die Gruppe sehr ein.
- 50:22Eugen: Während die Republikaner wild Leute einsammeln und das dann eine Plethora von Menschen haben,
- 50:27Eugen: von rechts außen Auslegern, aber auch irgendwie frustrierten äh äh Querdemonstrantinnen,
- 50:36Eugen: die sich plötzlich dann da aber willkommener fühlen, weil da hast du dann diese Taylor Dosewelt. Sind zwar alle latent wahnsinnig,
- 50:43Eugen: es sind alle irgendwie Kirks und Taylors und ich weiß nicht was, aber am Ende kriegen sie halt gebacken, dass ich das Fest durchgesetzt wird oder
- 50:51Eugen: dass man sich um eine Person, die in der Community gerade Geldprobleme hat,
- 50:54Eugen: dass man sich um sie kümmert. Zwar keine.
- 50:58Eugen: Es gibt kein Healthcare und es gibt keine Arbeitslosenvorsorge.
- 51:01Eugen: Aber wenn eine Person in der engen Community ein Problem hat, dann kümmern sich alle drum.
- 51:05Eugen: Also dieses urtümliche auch Wilder Westen.
- 51:07Eugen: Wir bauen jetzt gemeinsam den Heuschober vom Nachbarn.
- 51:12Arno: Arno: Dazu passt eigentlich auch, dass ich sage mal progressive Diskurse, wenn sie stattfinden,
- 51:22Arno: eigentlich nur als komische Momente dargestellt werden.
- 51:26Arno: Also ich erinnere mich an zwei Sachen.
- 51:30Arno: Das eine war, da sitzen Paris und Rory mitten im Regen um gegen.
- 51:37Arno: Ich weiß nicht mehr genau. Ich glaube, Sklaverei in.
- 51:42Arno: Ich weiß nicht mehr, in welchem Land das war, irgendwie Unterschriften zu sammeln und der einzige,
- 51:47Arno: der da anhält, hält da auch nur an, weil im Regen.
- 51:50Arno: Er muss kurz seine Tasche auf dem Tisch abstellen, will, um sich nicht einen Schuh zuzubinden oder so und läuft dann sofort weiter.
- 51:57Arno: Oder? Oder an anderen Sachen, wo dann ganz kurz irgendwelche Einwürfe gemacht werden mit.
- 52:04Arno: Sprechen wir über Kolonialismus? Nein, lieber esse ich jetzt Fastfood oder so,
- 52:10Arno: also diese. Dieses Es ist kein verächtlich machen, sondern es ist schon so,
- 52:15Arno: dass der Diskurs da ist. Aber er spielt halt keine Rolle.
- 52:20Arno: Und das passt ein bisschen zu dem, was du gesagt hast, finde ich.
- 52:24Eugen: Eugen: Ja, ich hätte dann immer gern. Also ich erinnere mich und das Problem ist es so ewig lang her und mittlerweile verliere ich den Glauben,
- 52:31Eugen: dass ich es mal wirklich gelesen habe. Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein. Irgendwann hatte ich eine Studie in einer Zeitung gelesen oder eine
- 52:38Eugen: Beobachtung, die gesagt hat, dass ein Unterschied zwischen Menschen, die eher progressiv wählen und denken,
- 52:43Eugen: und Menschen, die eher konservativ wählen und denken, ist, dass Menschen, die konservativ wählen und denken sehr gut,
- 52:52Eugen: auch in Solidarität und Zusammenarbeit und Hilfe sind aber nur im engsten Netzwerk,
- 52:56Eugen: also Familie und Halt so die Community des Dorfes, die nicht die kirchliche Gemeinde oder höchstens noch das Dorf und alles drüber.
- 53:04Eugen: Dafür setzen sie sich nicht ein. Also sehen sie auch nicht ein, dass es. Sie kümmern sich da viel und sind wahrscheinlich super aktiv in Elternräten
- 53:11Eugen: und in irgendwelchen Räten und opfern auch ganz viel Zeit für diese Sachen.
- 53:15Eugen: Aber Healthcare wird da nicht unterstützt.
- 53:18Eugen: Umgekehrt anderes Extrem und das ist auch immer sehr bezeichnend. Diese progressiven Denker sind zwar da sind dann die,
- 53:24Eugen: die auf die Straße gehen, um für die Rechte von Minderheiten in China einzutreten oder für Menschen,
- 53:31Eugen: die mehrere 1000 Kilometer von ihnen entfernt sind. Aber der Nachbar oder die Nachbarin,
- 53:35Eugen: die gerade Probleme hat, dafür haben sie keine Zeit, oder Da schauen sie weg.
- 53:39Eugen: Also das ist, und ich wäre jetzt vorsichtig mit Verallgemeinerungen, aber das ist,
- 53:46Eugen: das wäre dann sozusagen ein Metanarrativ, diese Richtungen und ich würde gerne sehr viel mehr dazu lesen.
- 53:52Eugen: Also ich hätte da gerne ein bisschen fundiertere Studien dazu, weil ich das schon interessant finde.
- 53:56Eugen: Ich meine, es wird dir sagen, dass jetzt grundsätzlich kein Mensch schlecht oder gut ist,
- 54:00Eugen: was ich ja sehr sympathisch finde. Und ja, ich würde mehr habe ich dazu auch nicht zu sagen.
- 54:07Eugen: Aber daran muss ich auch denken. Wenn wir jetzt an die die Taylor Dozy wie,
- 54:10Eugen: wie heißt das denn, wenn Sie Ihre Gemeinde Sitzungen haben?
- 54:13Eugen: Ich glaube, ihr Gemeindesitzungen.
- 54:14Arno: Arno: Ja, ich glaube.
- 54:16Eugen: Eugen: Das ist auch das ist, und das ist auch dieser öffentliche Raum, die Mehrzweckhalle,
- 54:20Eugen: quasi Public.
- 54:21Arno: Arno: Meetings sagen Sie, glaube ich, nur so.
- 54:23Eugen: Eugen: Weil das ist ja auch dort, wo Miss Patty ihren Tanzunterricht gibt, oder?
- 54:28Arno: Arno: Ja, ja, ja.
- 54:30Eugen: Eugen: Die Multifunktionshalle. Okay, jetzt hatten wir die die klassische Politik.
- 54:35Arno: Arno: Ganz kurz in dem Zusammenhang noch. Was mir auch aufgefallen ist, was Vielleicht auch wieder.
- 54:41Arno: Also das macht die Serie ja gut. Sie ist ja nie eindeutig.
- 54:44Arno: Und was sie eben So ein bisschen auch als Gegengewicht zu diesem vermeintlich Konservativen positioniert ist.
- 54:52Arno: Wenn man zum Beispiel dann diese drei geistig geistlichen Figuren da hat, die dann gemeinsam.
- 54:58Eugen: Eugen: Vergessen, der Rad in der Kirche.
- 55:00Arno: Arno: Sich abwechseln oder bei.
- 55:02Eugen: Eugen: Ökumene.
- 55:02Arno: Arno: Steiner Essen und so, und das ist ja auch spannend, einfach, dass man da einen Rabbiner hat und einen Pastor.
- 55:10Arno: Und ich weiß gar nicht, was das dritte.
- 55:12Eugen: Eugen: Katholik es sind. Ich glaube, es sind die zwei christlichen großen Religionen.
- 55:16Eugen: Wobei, müsste ich auch sagen, also einen Rabbiner, einen Rabbi und den Pastor,
- 55:20Eugen: Den Evangelischen erinnere ich mich.
- 55:22Arno: Arno: Da gibt es dann diese Szene, wo dann einfach der Davidstern in der Kirche durch das Kreuz ersetzt wird,
- 55:28Arno: weil die nächsten dann dran sind.
- 55:30Eugen: Eugen: Ja, also sowas habe ich furchtbar gern.
- 55:32Eugen: Ich meine, ich muss auch sagen, deswegen spricht mich auch Stars Hollow so an,
- 55:35Eugen: auch wenn es meiner Ansicht nach konservativ ist. Und da weiß ich schon warum.
- 55:40Eugen: Weil das weckt diese Nostalgie an Don Camillo und Peppone bei mir.
- 55:44Eugen: Eine Welt, wo man schon grundsätzlich anderer Ansicht sein kann und andere Erklärungen für Probleme sieht und teilweise auch ganz andere
- 55:52Eugen: Lösungen hat. Aber im Notfall halten alle zusammen und ich hätte gerne eine Welt,
- 55:57Eugen: die genauso ist, wo halt dann am Ende auch der kommunistische Bürgermeister und der,
- 56:01Eugen: seien wir mal ehrlich super reaktionäre katholische Pfarrer.
- 56:05Eugen: Auch wenn er gut Leute vermöbeln kann, dann am Ende halt beide die Ärmel aufkrempeln und dann ziehen sie den Traktor,
- 56:11Eugen: oder? Genau so süß. Dann hilft der Don Camillo, den sowjetischen Traktor zu reparieren,
- 56:17Eugen: weil es sonst peinlich gewesen wäre, dass gerade der sowjetische Traktor nicht funktioniert. Das ist,
- 56:22Eugen: da ist viel Nostalgie dabei, wo halt gerade in Zeiten von von zunehmender Polarisierung und zunehmenden wir reden,
- 56:31Eugen: äh, ganz sicher nicht mit denen, weil die mal die Grundvoraussetzung gemeinsamer Werte nicht erfüllen.
- 56:37Eugen: Also das wird schwierig, wenn wir das jetzt versuchen hier zu erklären, aber da haben wir das Gegenteil.
- 56:43Eugen: Das ist diese Utopie, wie du sagst, einer Welt, wo.
- 56:46Arno: Arno: Wo man noch miteinander spricht.
- 56:48Eugen: Eugen: Und wo jetzt grundsätzlich niemand ausgeschlossen wird. Ich meine, die ärgsten Konflikte sind ja noch eher wie der, der der Troubadour wieder ein
- 56:55Eugen: zweiter kommt. Hattest du die Folgen schon?
- 56:58Arno: Arno: Ja, ja, die größten Konflikte sind dann tatsächlich eher räumlich, also dann zwischen oder räumlich und und zwischen
- 57:06Arno: den Klassen. Also dann hast du eben Stars Hollow auf der einen Seite, ich weiß gar nicht,
- 57:10Arno: wie das heißt, wo die Eltern wohnen, aber.
- 57:14Eugen: Eugen: Die wohnen in Hartford. Das ist in der Nähe von Hartford, Connecticut.
- 57:17Eugen: Das gibt es ja wirklich, dass im hohen Norden von.
- 57:20Arno: Arno: Diesen sehr mondänen, schlossartigen Bau, den Sie da haben.
- 57:24Arno: Und dann noch mal Yale auf der anderen Seite als so eine Elite Bubble, in der aber dann auch verschiedene Leute reinrutschen.
- 57:33Arno: Also es gibt dann diese Figur, wo ich gerade nicht weiß, wie sie heißt, die so ein bisschen in Rory
- 57:38Arno: verschossen ist. Aber genau da.
- 57:41Eugen: Eugen: War ein Netter in Yale. Genau wie Sie.
- 57:45Eugen: Ja, den habe ich ganz vergessen.
- 57:48Arno: Arno: Ja, Ja. Und er muss zum Beispiel als Reiter arbeiten und wird von den anderen dann eben auch dafür angestellt,
- 57:54Arno: aber auch entsprechend behandelt. Und das sind dann so Sachen, die da so ein bisschen mit reinfließen.
- 58:01Arno: Aber ich habe den Eindruck, die Orte für sich, die sind immer relativ harmonisch und untereinander entstehen dann die,
- 58:08Arno: wenn, wenn es sie überhaupt gibt, die Konflikte zwischen den verschiedenen Klassen und Bildungsansprüchen auch.
- 58:14Eugen: Eugen: Danke, dass du mich und ich habe natürlich auch seinen Namen jetzt nicht präsent, aber den fand ich wirklich am sympathischsten in
- 58:20Eugen: Yale.
- 58:20Arno: Arno: Das ist der.
- 58:21Eugen: Eugen: Der geht natürlich.
- 58:22Arno: Arno: Mal nackt im Flur, liegt.
- 58:23Eugen: Eugen: Ja ganz am Anfang. Ich bin auch ein sehr schöner Einstieg.
- 58:28Eugen: Ja, aber du musstest ja unbedingt Logan werden. Ach Gott. Gerade Logan. Ich meine ja.
- 58:33Eugen: Wir können jetzt gar nicht darüber reden, wie die Serie dann ausgeht, weil ich habe es nicht mehr so im Kopf, was in der
- 58:38Eugen: letzten Staffel passiert. Aber ich glaube, so, die kleine Redemption ist zumindest der Slogan nicht heiratet.
- 58:43Arno: Arno: Was man zu klasse noch sagen kann, weil ich gerade über Bildung gesprochen habe.
- 58:49Arno: Ist immer auch diese Positionierung von klassischer Bildung zu popkultureller Bildung,
- 58:55Arno: also popkulturell als eher lowbrow? Ja, Mittelklassephänomen und klassische Bildung.
- 59:05Arno: Dann eben Yale, Harvard, die großen Klassiker der Weltliteratur oder der Musik der klassischen Musik,
- 59:12Arno: was immer wieder so genannt wird. Und es wird nicht als Gegensatz zueinander formuliert,
- 59:19Arno: aber für beide Seiten, sozusagen als identitätsbildende Patina, die so ein bisschen zeigt okay,
- 59:26Arno: die sind so, die hören das und das und die sind die andere Seite ist so und die hört das und das,
- 59:31Arno: die hört dann von Patti Smith zu, zu allem Möglichen.
- 59:35Arno: Und was spannend ist, ist, finde ich, dass zum Beispiel Lorelai und Rory, die den Middle Ground aus beiden bilden.
- 59:44Arno: Also gerade Rory hat ja diese popkulturelle Bildung.
- 59:47Arno: Ist aber ja eine extrem gebildete Person, die dann auch, weiß ich nicht, die großen russischen klassischen
- 59:57Arno: Klassiker dann liest und so was. Also in der ersten.
- 1:00:00Eugen: Eugen: Folge liest sie Madame Bovary, sie liest Moby Dick und sie hat in ihrem Spind von Simone de Beauvoir The Second Sex stehen.
- 1:00:09Eugen: Also die fängt gut an, das ist ein guter Start.
- 1:00:12Arno: Arno: Also sie ist ja eben so dieser, dieser diese Schnittfläche zwischen den beiden und die an Lorelai ja zelebriert,
- 1:00:21Arno: zelebriert. Aber dass sie ja eigentlich davon weg will und eigentlich eher diese,
- 1:00:26Arno: aber.
- 1:00:26Eugen: Eugen: Trotzdem die gesamte Literatur.
- 1:00:29Arno: Arno: Dann doch. Aber für sie hat es, sage ich mal, nicht diesen Wert von kulturellem Kapital.
- 1:00:36Arno: Für sie ist das kulturelle Kapital eher Fernsehserien zu kennen und Musik zu kennen,
- 1:00:42Arno: an Rockbands zu kennen anstatt Mozart und und Dostojewski oder sowas.
- 1:00:51Eugen: Eugen: Guter Punkt. Irgendwann irgendwo habe ich gelesen, auch, dass das so außergewöhnlich damals war.
- 1:00:58Eugen: Ich glaube, vieles ist jetzt auch normaler und war damals außergewöhnlich. Dass sie irgendwann in der ersten Staffel plötzlich ein Heavy Metal T Shirt
- 1:01:04Eugen: anhatte, während Frauen einfach in der Zeit anscheinend noch keine oder sehr selten Heavy Metal T Shirts in Fernsehserien getragen haben.
- 1:01:12Eugen: Also ich nehme an, bei Heavy Metal Konzerten gab es auch damals schon Frauen. Hoffe ich sehr. Aber dass das so zelebriert wurde,
- 1:01:20Eugen: dürfte früh da gewesen sein.
- 1:01:21Arno: Arno: Ein schöner Moment für mich war. Es gab ja auch die Urgroßmutter, die irgendwann gestorben ist,
- 1:01:27Arno: die auch Lorelai, glaube ich.
- 1:01:29Eugen: Eugen: Hieß und so einen typischen Adelspitznamen, einen ganz dämlichen.
- 1:01:33Arno: Arno: Trixie wurde sie vom Sohn genannt, also von Richard.
- 1:01:37Eugen: Eugen: Das passt gut.
- 1:01:39Arno: Arno: Und sie hat. Ich glaube, es war in der ersten Staffel.
- 1:01:41Arno: Kommt irgendwann zu Besuch, was ja für Emily immer ganz schrecklich war, weil sie beide sich ja total hassen.
- 1:01:47Arno: Und sie erzählt dann Ja, sie kommt irgendwie gerade aus Kalifornien oder so,
- 1:01:52Arno: weil sie da eine Miete, eine Wohnung vermietet hat, und zwar an die Band Korn.
- 1:01:58Eugen: Eugen: Ja.
- 1:01:59Arno: Arno: Hat keine Ahnung, was das ist, aber Lorelai und Rory halt schon.
- 1:02:03Arno: Und das. Und sie schwärmt dann, was das für liebe Kerle sind.
- 1:02:07Arno: Und man weiß natürlich als Zuschauer okay, das ist die Metalband.
- 1:02:11Arno: Die sehen alle ein bisschen krass aus.
- 1:02:13Arno: Und daraus ergibt sich dann auch die Komik in dem Moment.
- 1:02:16Eugen: Eugen: Was meinst du? Haben wir noch etwas zu besprechen? Oder sollen wir hier einen Schlussstrich ziehen?
- 1:02:21Arno: Arno: Ja, ich würde noch gerne also als versöhnlicher Abschluss von dir wissen.
- 1:02:26Arno: Was sind deine Lieblingscharaktere und deine am liebsten gehassten Charaktere?
- 1:02:31Eugen: Eugen: Hm. Okay. Guter Punkt. Ja, das machen wir.
- 1:02:34Eugen: Das klingt nach Spaß. Ich würde vor. Wir sind jetzt ein bisschen am Thema Feminismus,
- 1:02:38Eugen: Emanzipation. Das hatten wir drinnen. Ich überlege also, ich würde das jetzt auch nicht mehr groß aufmachen.
- 1:02:43Eugen: Es ist eher, es gibt eine leichte Antwort. Es gibt Vorwürfe jetzt.
- 1:02:46Eugen: Nein, das ist gar nicht so emanzipiert.
- 1:02:48Eugen: Aber tatsächlich. Also die meisten Arbeiten, die ich gelesen habe, sind dann auch so Apologie des Feminismus in der Serie,
- 1:02:54Eugen: die das sehr feiern und die halt auch wirklich viele Zitate bringen von Blogs,
- 1:02:59Eugen: von Fans, die das alles sehr dieses das Vorbild extrem hilfreich fanden und von Empowerment reden.
- 1:03:05Eugen: Und ich glaube, das stimmt auch, weil eine Serie um 2000, da war es sicher eine der fortschrittlichsten,
- 1:03:11Eugen: wenn nicht die fortschrittlichsten, was Frauenbilder angeht und allein schon Anzahl der starken Frauencharaktere im Vergleich zur
- 1:03:16Eugen: starken Männercharakteren.
- 1:03:18Arno: Arno: Würdest du das auch bei Rory sagen?
- 1:03:20Eugen: Eugen: Rory ist wirklich ein spannender Fall, weil sie ist eine sehr ambivalente Figur.
- 1:03:24Eugen: Da verändert sich dann auch noch in den Staffeln.
- 1:03:27Eugen: Sie ist auch, finde ich, für die damalige Zeit sehr spannend, weil sie ist dieses Sie ist dieses Mädchen,
- 1:03:35Eugen: das aber auch mal eben nicht nur darauf reduziert wird, weil sonst klassisch war ja dieses Ah,
- 1:03:40Eugen: das ist das Bücherwurm Mädchen. Und dann entweder am Ende hat man ihr die Brille runtergenommen, einen sexy Minirock angezogen und ein Kilo Make up
- 1:03:47Eugen: drauf gegeben. Und dann war sie super sexy und hat auch alles wieder vergessen, was sie vorher gelesen hat. Oder sie blieb halt
- 1:03:52Eugen: Comic Relief und sie, die ist, aber eine zentrale Figur ist.
- 1:03:56Eugen: In ihrer Wertschätzung ist das Intellektuelle an höchster Stelle und auch der Weg,
- 1:04:01Eugen: den sie gehen will. Sie möchte jetzt nicht irgendwas Blödes machen, sie möchte Journalistin werden. Es ist dann eine
- 1:04:06Eugen: herausfordernder Weg, weil dann halt immer wieder Männerfiguren reinkommen,
- 1:04:11Eugen: wo sie doch. Also bei den meisten hat sie noch die eine unter Kontrolle gehabt.
- 1:04:15Eugen: Da gab es diese Donna Reed Folge, wo sie sich über ihn lustig gemacht hat. Das ist klasse.
- 1:04:20Eugen: Da ist sie dann erlegen, diese diesen männlichen Gestus und belogen auch.
- 1:04:25Eugen: Da gibt es sie. Sie kämpft hin und wieder dagegen, wie irgendwann Logan sagt Du bist mein Glücksbringer hier.
- 1:04:30Eugen: Und dann gibt es immer schon was retour, aber dann bleibt sie erst recht dort. Also es ist da tue ich mir schwerer.
- 1:04:37Eugen: Es gibt Forscherinnen, die versucht haben, das mit der vierten Welle des Feminismus zu erklären.
- 1:04:41Eugen: Das habe ich nicht ganz kapiert. 123 kapiere ich ganz gut, die vierte habe ich nicht ganz verstanden.
- 1:04:46Eugen: Ich finde, die Serie hält das aber auch aus.
- 1:04:48Eugen: Dieses, diese Ambivalenz. Es ist ja auch du kannst es dann auch sehen.
- 1:04:51Eugen: Eben mit dem Vorbild der Lorelei, die das sehr stark verkörpert, ist es dann schwer.
- 1:04:57Eugen: Und sie versucht einen anderen Weg zu gehen.
- 1:04:59Eugen: Und das ist irgendwie vielleicht auch realistischer, dass da eben nicht so ein konsistentes Jetzt mit allen mit dem Arsch ins
- 1:05:07Eugen: Gesicht, sondern sie versucht halt auch das sozial auszunutzen, was sie, was sie zur Verfügung hat.
- 1:05:12Arno: Arno: Ja, ja, also ich habe ähnliches auch gelesen, eben auch im Zusammenhang mit Klasse dann zum Beispiel,
- 1:05:19Arno: dass sie sich aber eben auch ganz oft diesen männlichen starken Typen in gewisser Weise unterordnet oder zumindest sehr stark ihren
- 1:05:28Arno: Lebensweg davon bestimmen lässt.
- 1:05:30Eugen: Eugen: Also naja, da kann man schon wieder sagen Sie, die längste Zeit bestimmt sie alleine,
- 1:05:35Eugen: wo sie geht. Da sind sie ja nicht die Männer, die bestimmen. Aber es sind so im Kleinen Details, wie die Abende verlaufen und so da.
- 1:05:41Arno: Arno: Ich habe den Eindruck das als Figur sie am meisten allen gefallen will und das daraus
- 1:05:50Arno: auch ein gewisser Teil von Schwäche resultiert.
- 1:05:54Arno: Aber eben gleichzeitig auch diese. Dieses soziale Kapital, weil sie eben alle anderen mag und alle anderen sie auch mögen
- 1:06:04Arno: und finde ich als Charakter wahrscheinlich am spannendsten in der Serie.
- 1:06:12Arno: Vielleicht nicht am sympathischsten, aber doch am spannendsten, weil sie eben so hin und her gerissen ist zwischen
- 1:06:18Arno: beiden Welten und irgendwie in beide passen will.
- 1:06:21Arno: Aber ich habe auch den Eindruck, so richtig passt sie bei keiner der beiden Welten.
- 1:06:27Eugen: Eugen: Ich glaube, das ist ich muss aufpassen mit den Begriffen.
- 1:06:29Eugen: Das. Also ich wollte realistisch sagen, es ist jetzt nicht so super realistisch,
- 1:06:34Eugen: aber es ist näher am Leben als die sehr eindeutigen Figuren.
- 1:06:39Eugen: Eben dass man ein bisschen das Ambivalente, das auch sieht, den Weg geht, der Halt zur Verfügung steht und da.
- 1:06:47Eugen: Ja halt auch inkonsequent ist. Gut, dann können wir ja dann jetzt zu den Fragen gehen.
- 1:06:57Eugen: Möchtest du anfangen?
- 1:06:58Arno: Arno: Soll ich? Wen mochtest du denn am liebsten?
- 1:07:02Eugen: Eugen: Ähm.
- 1:07:03Arno: Arno: Kann. Können auch mehrere sein? Natürlich.
- 1:07:05Eugen: Eugen: Ja. Also, ich tue mir gar nicht so leicht.
- 1:07:07Eugen: Das ist. Ich glaube, am Anfang war Luke einer meiner Lieblinge.
- 1:07:11Eugen: Das ist beim ersten Mal Erinnerung. Der war für mich so.
- 1:07:14Eugen: Den habe ich noch immer sehr gern. Vor allem in den ersten Staffeln. Später finde ich ihn immer schwieriger. Und sonst?
- 1:07:19Eugen: Die Lorelai.
- 1:07:21Arno: Arno: Was macht für dich beim Luke später schwieriger?
- 1:07:25Eugen: Eugen: Ich versuche mich jetzt zu erinnern, warum er schwierig wird. Ich glaube, er wird Reaktionäre in seinen Überzeugungen.
- 1:07:31Eugen: Dann war so eine Teilerzählung mit dem Kind, das er wiederentdeckt hatte Tochter.
- 1:07:37Eugen: Ich weiß nicht, ob du dir schon hattest.
- 1:07:40Eugen: Das kommt dann erst. Das fand ich extrem mühsam und das hat mir nichts gegeben.
- 1:07:47Arno: Arno: Das sind Storys. Wenn die Staffeln sehr lange laufen, über sieben Staffeln oder so und man unbedingt noch neue Stränge einbauen muss.
- 1:07:55Eugen: Eugen: Ich weiß gar nicht. Ich glaube, es ist noch von einem Palladinos ursprünglich, aber das funktioniert,
- 1:08:00Eugen: hat für mich gar nicht funktioniert. Und auch der Moment ab dem Moment, wo er mit der Lorelai zusammen war,
- 1:08:04Eugen: die ja schon auch eine meiner Lieblingsfiguren auf jeden Fall war, hat er plötzlich so was Klammerndes gehabt.
- 1:08:13Eugen: Das ist am Anfang einfach noch nicht so rauskam.
- 1:08:15Eugen: Also das war. Aber ich. Ich kann es nicht sehr gut in Worte fassen.
- 1:08:21Eugen: Dann bin ich immer sehr mochte, war die meiste Zeit da gab es auch Phasen,
- 1:08:26Eugen: wo sie mit den einen aus OC California zusammen war.
- 1:08:29Eugen: Den fand ich eher mühsam. Ich habe mich sehr gefreut, als der nach California abgebogen ist.
- 1:08:36Eugen: Und sonst mochte ich eigentlich immer alle.
- 1:08:39Eugen: Also es ist sonst glaube ich niemand.
- 1:08:41Eugen: Also ich meine, sicher fand ich einige anstrengend, so wie Taylor Dozy, aber das gehört ja auch dazu.
- 1:08:46Eugen: Und das ist ja, ich habe es geliebt.
- 1:08:49Arno: Arno: Dass man die anstrengend findet. Ja, wenn.
- 1:08:51Arno: Wenn ich darüber spreche, muss ich ein bisschen differenzieren.
- 1:08:55Arno: Also vom Schauspiel her fand ich, glaube ich, Emily am besten.
- 1:09:01Eugen: Eugen: Oh ja, Die, die.
- 1:09:03Arno: Arno: Vermittelt diese Figur dieser Aristokratie, ich nenne es jetzt mal aristokratisch,
- 1:09:08Arno: diese aristokratischen Vertreter, Vertreterin einfach so wahnsinnig gut, dieses verklemmte,
- 1:09:15Arno: steife einerseits, auch diese Sehnsucht nach dem Ausbrechen und nach dem sie will ja eigentlich emotional sein und kann es,
- 1:09:24Arno: kann das nicht und macht dadurch viele Sachen immer schlimmer.
- 1:09:27Arno: Und die spielt das so wahnsinnig gut und witzig und voller Inbrunst.
- 1:09:33Arno: Das ist einfach eine Wonne, der einfach beim Schauspielen zuzugucken.
- 1:09:37Eugen: Eugen: Und sie hat ja auch noch eine spannende Geschichte, in der ich wieder nicht nachgeschaut,
- 1:09:43Eugen: wie es heißt in der Netflixfortsetzung, weil da ihr Mann gestorben ist und da muss,
- 1:09:47Eugen: da emanzipiert sie sich dann. Also da wird sie selbstständig, während sie vorher total in diesem,
- 1:09:53Eugen: in dieser Symbiose mit ihrem Mann aufgegangen ist.
- 1:09:56Arno: Arno: Da fand ich ja auch spannend. Es gibt dann eine kurze Phase, wo die eben getrennt sind,
- 1:09:59Arno: das auch, da sie eigentlich schon so ein bisschen aufblüht, aber dann doch diese furchtbare,
- 1:10:06Arno: furchtbar starke Sehnsucht nach diesem alten festen Verhältnissen dann doch hat,
- 1:10:13Arno: sie.
- 1:10:13Eugen: Eugen: Halt so viel Halt gegeben hat. Die spiegelt ja total dieses wieder, dass sie ja,
- 1:10:19Eugen: also sie ist ja überhaupt nicht emanzipiert. Zugleich ist sie aber überhaupt nicht eine schwache Person, sondern ist sogar eine extrem
- 1:10:24Eugen: starke Person, die aber halt total das alte System verteidigt und durchsetzen will,
- 1:10:31Eugen: koste es, was es wolle. Überall.
- 1:10:33Arno: Arno: Also wirklich. Ich bin immer sehr begeistert, wenn ich sie sehe und.
- 1:10:38Eugen: Eugen: Ich weiß jetzt wieder, wen ich nicht mochte. Tschuldigung. Sorry.
- 1:10:40Arno: Arno: Jetzt sag ich.
- 1:10:42Eugen: Eugen: Dir, Wahrscheinlich war ich einfach nur eifersüchtig. Immer. Eigentlich. Ich hielt immer die Love Interests von der Lorelei bis auf Luke
- 1:10:48Eugen: gar nicht aus. Also schon erste Staffel, Max Medina.
- 1:10:52Eugen: Gott, er.
- 1:10:53Arno: Arno: War so.
- 1:10:53Eugen: Eugen: Einweichspüler. Dann kam dieser etwas lustige Herausgeforderte.
- 1:10:59Eugen: Was war er? Venture Capital ist der Topper Tupper.
- 1:11:03Arno: Arno: Der Kollege vom Richard. Genau.
- 1:11:05Eugen: Eugen: Genau der. Dann später die Schule und Malcolm in the Middle.
- 1:11:08Eugen: Kurz geleitet hat. Also nicht die Figur, sondern der Schauspieler.
- 1:11:14Eugen: Den habe ich auch ganz schwer ausgehalten.
- 1:11:16Eugen: Und Christopher ging überhaupt nicht gut, wenn er mit seinen Lederjäckchen.
- 1:11:20Eugen: Dann kam dieses kleine Milchbubn von der Ostküste und Irgendein Start up da hatte.
- 1:11:26Eugen: Und dann das. Die gingen, die habe ich immer ganz schwer ausgehalten.
- 1:11:31Arno: Arno: Ja, die Love interests. Da würde ich dir auch zustimmen.
- 1:11:34Arno: Ich finde wobei. Also Max ist halt harmlos.
- 1:11:38Arno: Vielleicht ist das sein größter Fehler.
- 1:11:40Eugen: Eugen: Da hat man auch gleich wieder vergessen, was er gesagt hat. Eigentlich.
- 1:11:44Arno: Arno: Die anderen beiden fand ich auch ganz schlimm. Ich finde auch Taylor, also der spielt so überzeugend,
- 1:11:52Arno: dass ich ihn wirklich überhaupt nicht mag.
- 1:11:55Eugen: Eugen: Den fand man durchgehend Watschen.
- 1:11:57Arno: Arno: Ja, ja, der ist einfach ein schrecklicher, schrecklicher Charakter.
- 1:12:01Arno: Ich finde, wo ich es auch sehr schade finde, zum Beispiel Sookie bleibt so flach als Charakter,
- 1:12:08Arno: da gibt es ja überhaupt keine wirkliche Charakterentwicklung, oder.
- 1:12:13Eugen: Eugen: Die ist einfach ich. Sie ist, sie bleibt Corky und.
- 1:12:16Arno: Arno: Also ich habe auch einen Artikel dazu gelesen zu Körperbildern und Gilmore Girls.
- 1:12:22Arno: Und in einem wurde eben auch gesagt also das eine, was wir schon hatten Fastfood.
- 1:12:26Arno: Aber die Essens, die stopfen in sich rein.
- 1:12:28Arno: Aber sie sind beide so ganz normcore dünn.
- 1:12:32Arno: Und die dürfens auch. Und das ist deswegen überhaupt nicht dieses Blue Collar Essverhalten,
- 1:12:38Arno: was dann gleich zu Adipositas führt und so und auf der anderen Seite dann eben Quirky,
- 1:12:47Arno: die lustige Dicke, die man auch noch in der Serie hat, die so ein bisschen der Sidekick ist,
- 1:12:52Arno: aber letztlich unbedeutend bleibt.
- 1:12:54Eugen: Eugen: Ein bisschen wie Miss Patty.
- 1:12:55Arno: Arno: Wahrscheinlich ja. Ja, und das finde ich ein bisschen schade.
- 1:12:59Arno: Also, wenn ich ein bisschen weggeworfenes Potenzial, wenn ich total gerne mag.
- 1:13:05Arno: Noch ist auch Michelle.
- 1:13:07Eugen: Eugen: Oh, ja. Okay, das stimmt auch.
- 1:13:10Arno: Arno: Auch wenn er auch flach bleibt oder überhaupt keine Charakterentwicklung hat,
- 1:13:14Arno: soweit ich das bisher gesehen habe. Aber er ist halt.
- 1:13:17Arno: Er ist einer der wenigen People of Colour, was aber überhaupt keine Rolle spielt.
- 1:13:21Arno: Also postracial wieder was, sondern er ist der Franzose.
- 1:13:26Arno: Also dieses. Das spielt vielmehr dieser französische Akzent eine Rolle.
- 1:13:30Arno: Und wie er sich gibt und dieses ständig eingeschnappt sein.
- 1:13:35Arno: Aber eigentlich hat man ihn ja doch lieb und so, das spielt er ganz toll und den habe ich irgendwie sehr gerne.
- 1:13:42Eugen: Eugen: Den habe ich auch furchtbar gerne. Natürlich, der ist ja auch sehr stereotyp und darin auch sehr lustig. Aber es ist eigentlich kein Humor auf
- 1:13:49Eugen: seine Kosten, sondern er ist auch in Kontrolle der Situationen.
- 1:13:52Eugen: Meistens, ja.
- 1:13:53Arno: Arno: Meistens.
- 1:13:54Eugen: Eugen: Wenn ich mich richtig erinnere. Ja, ja, ein guter Abschluss wirst du dir.
- 1:13:59Arno: Arno: Mit Liebe an und hören mit Liebe auf.
- 1:14:02Eugen: Eugen: Bis du dir die Netflix Serie auch, also die das Reunion, wie auch immer man es nennen mag.
- 1:14:08Arno: Arno: Alles schauen. Ja, ja, absolut. Und dann muss ich mir überlegen, was ich danach schaue,
- 1:14:13Arno: ob ich zum Beispiel mal Gossip Girls gucke.
- 1:14:16Arno: Tatsächlich? Oder?
- 1:14:17Eugen: Eugen: Ich habe ja gar keine Ahnung von Gossip Girls.
- 1:14:19Eugen: Also das ist. Ist das nicht Gossip Girl?
- 1:14:21Eugen: Es ist Girls. Mehrzahl.
- 1:14:23Arno: Arno: Daran sind auch mehrere. Vielleicht aber auch nur eins.
- 1:14:27Arno: Und wo du es erwähnt hast, Malcolm in the Middle hatte ich ja auch mal angefangen,
- 1:14:32Arno: noch mal zu schauen. Das muss ich, glaube ich, noch weiterschauen.
- 1:14:35Eugen: Eugen: Ja, mach das.
- 1:14:35Arno: Arno: Also auch diese Serie ist auch sehr gut gealtert, was ich gesehen hatte.
- 1:14:39Eugen: Eugen: Ja, ist wie bei vielen Serien. Irgendwann ist der Moment, wo das heißt der Schlag,
- 1:14:47Eugen: wo es dann halt ein bisschen über drüber ist, wo dann nach Afghanistan kommt und so,
- 1:14:52Eugen: ja, ja, aber da muss ich sagen, da war jetzt auch wieder die, das auf Disney glaube ich,
- 1:14:57Eugen: das wieder zusammenkommen.
- 1:15:00Arno: Arno: Da hast du es gesehen.
- 1:15:01Eugen: Eugen: Ja, das war erstaunlich gut. Das war wirklich.
- 1:15:04Eugen: Ich meine, die Kritiken waren auch sehr gut. Ich hatte große Angst vor solchen Sachen. Immer. Ich frage mich dann auch, wie notwendig das ist. Aber
- 1:15:10Eugen: in dem Fall, muss ich sagen, hat es mich erweitert, hat auch neue Charaktere dazu gebracht.
- 1:15:15Eugen: Und das war eben nicht nur, es war schon auch sehr viel Fanservice.
- 1:15:18Arno: Arno: Ja klar.
- 1:15:20Eugen: Eugen: Aber es war an. Es ist auch in. Ich verliere mein Deutsch.
- 1:15:25Eugen: Es ist an und für sich sehenswert, würde ich sagen.
- 1:15:29Eugen: Was mir noch bevorsteht, ist Scrubs. Das war auch noch so eine Wohlfühlserie für mich. Da gibt es ja auch jetzt
- 1:15:33Eugen: das wieder treffen die. Das habe ich.
- 1:15:37Eugen: Das habe ich irgendwann wieder versucht. Scrubs Weil ich habe es so sehr geliebt. Anfang der 2000 er Jahre. Und das ging dann nur noch so schwer.
- 1:15:42Eugen: Ich habe sie alle ganz, ganz schwer ausgehalten.
- 1:15:45Eugen: Ich frage mich, ob das jetzt wieder besser geworden ist.
- 1:15:47Arno: Arno: Ich fand. Also ich habe es auch irgendwann mal wieder gesehen.
- 1:15:50Arno: Das ist aber auch schon ewig her. Da fand ich es relativ gut, bis auf die letzten zwei,
- 1:15:54Arno: drei Staffeln. Aber das.
- 1:15:57Eugen: Eugen: War ja überhaupt eine.
- 1:15:57Arno: Arno: Gattung.
- 1:15:58Eugen: Eugen: Ja, es war auch eine ganze Staffel am Ende, wo niemand mehr dabei war, wo sie irgendwie auf Teufel komm raus noch
- 1:16:03Eugen: irgendwas gemacht haben mit neuem Cast und den als Gaststars.
- 1:16:07Eugen: Das war dann irgendwann muss man auch einfach mal Schluss machen mit einer Serie.
- 1:16:11Eugen: Und den Moment haben sie eindeutig verpasst gehabt in meiner Wahrnehmung.
- 1:16:15Arno: Arno: Ja, das ist bei diesen langlebigen Serien.
- 1:16:18Arno: Das größte Problem, das die auch ihre Qualität dann auch halten.
- 1:16:21Eugen: Eugen: Ja, irgendwann ist es auserzählt. Scheinbar.
- 1:16:24Arno: Arno: So wie diese Folge.
- 1:16:26Eugen: Eugen: Diese Folge. Danke, Arno. Es war eine Freude.
- 1:16:31Eugen: Ich habe sehr gerne.
- 1:16:32Arno: Arno: Es hat mir sehr gerne. Noch mal machen.
- 1:16:36Eugen: Eugen: Ja. Schauen wir mal! Schauen wir mal, ob das irgendjemand hören will.
- 1:16:39Eugen: Wenn das jemand hören will, dann können wir da jetzt noch eine andere große populärkulturelle Themen heranwagen.
- 1:16:48Eugen: Gut. Das war's.
- 1:16:50Arno: Arno: Ja, das war's jetzt.
- 1:16:52Eugen: Eugen: Abspann. Credits, keine Post Credit Szene.
- 1:16:56Arno: Arno: Jetzt müssen wir so in den Abspann hinein singen.
- 1:16:58Arno: Lalalalalala. Die haben ja da auch immer diese Musik.
- 1:17:03Arno: Diese Sängerinnen, die da.
- 1:17:04Eugen: Eugen: Dieses.
- 1:17:04Arno: Arno: Lied.
- 1:17:05Eugen: Eugen: Ja, ja. Na gut, ich denke zuerst natürlich jetzt noch mal an On Your Own.
- 1:17:12Arno: Arno: Den Titelsong. Ja.
- 1:17:15Eugen: Eugen: Hmmm, das sollte ich jetzt zumindestens auswendig können.
- 1:17:18Arno: Arno: Den skippe ich immer.
- 1:17:19Eugen: Eugen: Ja, gut. Echt? Nein, du darfst nicht skippen.
- 1:17:22Eugen: Man hört sich das an und dann auch beim Abspann nicht überspringen.
- 1:17:26Eugen: Die paar Minuten, die du da gewinnst.
- 1:17:29Eugen: So, wir brabbeln nur noch. Ich brabbeln nur noch.
- 1:17:32Eugen: Es war eine große Freude. Vielen Dank.
- 1:17:36Eugen: Bis zum nächsten Mal.
- 1:17:37Arno: Arno: Bis bald. Tschüss.
- 1:17:44Intro/Outro: Intro/Outro: Danke schön. Bitte schön. Bitte schön.
- 1:17:54Intro/Outro: Sandra.
- 1:18:03Intro/Outro: Oh!