Latest / Kritische Controller / Megalomane Tech-Billionäre und libertäre Dystopien.
Transcript
- ::cue(v[voice="Arno"]) { color: cyan } ::cue(v[voice="Speaker4"]) { color: red }
- 0:00Intro: Intro: Bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum,
- 0:10Intro: bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum, bum,
- 0:19Intro: bum.
- 0:20Eugen: Eugen: Guten Morgen, Arno.
- 0:22Arno: Arno: Guten Morgen.
- 0:27Arno: Es ist jedes Mal. Es ist jedes Mal dieser totale Cringemoment.
- 0:31Arno: Wie fängt man ein Gespräch an?
- 0:34Eugen: Eugen: Ja, aber es wird. Es wird besser.
- 0:35Eugen: Ich merke, es geht mir leichter von der Zunge.
- 0:38Eugen: Das. Guten Morgen. Obwohl wir gerade wieder aus einem diesmal nur halbstündigen Zoom Gespräch kommen.
- 0:47Eugen: Mit einer Kollegin in Bern.
- 0:48Eugen: Also ich finde.
- 0:50Arno: Arno: Da kann man noch gar nicht so viel verraten zu dem Zeitpunkt.
- 0:53Eugen: Eugen: Ich habe gerade überlegt, ob wir das dann spontan jetzt auch inkorporieren.
- 0:57Eugen: Ja, aber fangen wir an!
- 0:58Eugen: Fangen wir an! Wir haben wieder überlegt, wie.
- 1:00Eugen: Wie fangen wir an? Mit einer Erklärung dieses Podcasts und seiner drei Teile.
- 1:05Arno: Arno: Wir haben drei Teile.
- 1:07Arno: Stimmt, wir haben drei Teile.
- 1:08Arno: Wenn ich es machen muss, dann muss ich ja Wissen tun.
- 1:11Arno: Also drei Teile wie immer.
- 1:13Arno: Hard work.
- 1:15Arno: Was arbeiten wir gerade?
- 1:18Arno: Soft Work. Woran haben wir gerade Spaß?
- 1:20Arno: Was sehen wir?
- 1:21Arno: Was spielen wir?
- 1:23Arno: Was lesen wir?
- 1:24Arno: Was hören wir?
- 1:25Arno: Kann ja auch mal Musik sein.
- 1:27Arno: Das hatten wir bisher noch nie.
- 1:28Arno: Eigentlich.
- 1:28Eugen: Eugen: Das sollten wir reinholen.
- 1:29Arno: Arno: Und schließlich der Kuschelteil.
- 1:32Arno: Die Antragserotik.
- 1:34Eugen: Eugen: Was würden wir gerne machen, wenn wir noch viel mehr Zeit hätten?
- 1:37Arno: Arno: Und bei allen Teilen erwarten euch heute wieder wunderbare Einblicke in unsere Arbeit und unsere verschrobenen Hirne.
- 1:47Eugen: Eugen: Ich bin beeindruckt.
- 1:48Eugen: So schön machst du das, Arno.
- 1:50Eugen: Gut, wir fangen an!
- 1:51Eugen: Fangen wir an mit der harten, harten Arbeit.
- 1:54Eugen: Dem Hard Work.
- 1:55Eugen: Wer soll von uns beiden beginnen?
- 1:57Eugen: Wir haben im letzten Monat, wir haben es zusammengeschrieben doch einiges, einiges wieder getan.
- 2:02Eugen: Ja, vor allem Vorträge sind oder und Workshops sind da reingekommen.
- 2:07Eugen: Ich, ähm, ich fange vielleicht mit einem von mir an oder mit Luxemburg.
- 2:13Arno: Arno: Na ja, Letzebourg, das hast.
- 2:16Eugen: Eugen: Du sehr authentisch gemacht, muss ich behaupten.
- 2:19Eugen: Wobei ich in Luxemburg eigentlich mit allen Französisch geredet habe.
- 2:23Eugen: Genau. Aber zur Erklärung kein.
- 2:24Arno: Arno: Echtes Luxemburg, sondern.
- 2:25Eugen: Eugen: Ein Podcast über das echte Luxemburg führen.
- 2:28Eugen: Können wir auch machen.
- 2:29Arno: Arno: Ja, ich sehe schon die Triple A Games zur Luxemburger Identität, in denen dann die Luxemburger Armee sich gegen die Invasoren
- 2:38Arno: aus Deutschland und Frankreich wehren muss.
- 2:41Eugen: Eugen: Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen.
- 2:43Eugen: Gut, also was habe ich gemacht?
- 2:45Eugen: Es war eine Einladung von der Sandra Camarda, worüber ich mich sehr gefreut habe, weil die habe ich jetzt schon seit längerem
- 2:50Eugen: beobachtet über Social Media.
- 2:52Eugen: Die hat diese wunderschöne History der History Striatgames Genau.
- 2:58Eugen: Diskussionsreihe, wo schon einige sehr coole Kolleginnen auch vorgetragen haben.
- 3:03Eugen: Also ich weiß, dass der Peter van der Heide was gemacht hat zum Zweiten Weltkrieg und Schnitzler aus Prag, der von Charles Games
- 3:13Eugen: hatte auch schon mal vorgetragen und ich habe dann war das jetzt also im vergangenen Monat vorgetragen und zwar zu unserem
- 3:18Eugen: gemeinsamen Projekt, zu Horror Game Politics und die History of Idea of the Horrific in Digital Games.
- 3:25Eugen: Das war eigentlich ein.
- 3:27Eugen: Also erstens war es sehr schön, in Luxemburg sein zu dürfen.
- 3:31Eugen: Zweitens war es sehr cool, dass das an der Universite de Luxembourg war, die einen Standort jetzt in Belval hat.
- 3:38Eugen: Ich glaube, den meisten wird Belval nicht so viel sagen.
- 3:40Eugen: Ich wusste sofort, was es ist.
- 3:42Eugen: Das ist das Größte.
- 3:44Eugen: Ich glaube, das größte Stahlwerk Europas gewesen oder eines der größten zumindestens.
- 3:48Eugen: Und das kenne ich von meiner Dissertation, weil ich da Wochenschauberichte zur europäischen Integration analysiert habe Und
- 3:56Eugen: da gab es wundervolle Aufnahmen von flüssigem Stahl und Funkenflug in diesen riesigen Industriekomplex, die ich sehr
- 4:04Eugen: geliebt habe. Und genau mitten drinnen.
- 4:06Eugen: Es wurde umgebaut. Vor zehn, 15 Jahren.
- 4:09Eugen: Mittendrin ist jetzt eine sehr moderne, sehr coole Uni und ich war am Centre for Digital History bzw Contemporary History, wo ich
- 4:19Eugen: mich auch sehr wohl gefühlt habe.
- 4:20Eugen: Also ich wurde selten so gut begast bewirtet wie da.
- 4:25Eugen: Das war aber auch eine schöne Möglichkeit, jetzt die Kolleginnen dort kennenzulernen und jetzt eventuell zu überlegen, was wir in
- 4:31Eugen: Zukunft gemeinsam machen könnten.
- 4:34Eugen: Und drittens Ich versuche meine Listen im Kopf zu behalten, war es sehr cool, noch mal unser letztes Projekt durchzugehen, weil wir
- 4:42Eugen: ja nebenbei das schleppen wir so ein bisschen mit.
- 4:45Eugen: Noch die Monografie zum letzten Projekt schreiben und sehr lustig war.
- 4:49Eugen: Ich habe entdeckt unter anderem, dass ich in einem Paper, wo ich auch über unser Projekt geschrieben habe.
- 4:54Eugen: Das. Mittlerweile habe ich zwei Jahre alt ist noch immer nicht erschienen.
- 4:57Eugen: Ich sage jetzt auch nicht wo.
- 4:58Eugen: Um niemanden da zu schämen herausgefunden hatte.
- 5:01Eugen: Das finde ich immer so absurd, wenn ich eigene Texte lese.
- 5:04Eugen: Manchmal finde ich es auch noch schlecht.
- 5:05Eugen: Das passiert auch sehr regelmäßig und manchmal denke ich mir Hey, da hatte ich einen wirklich guten Gedanken und dann mache
- 5:10Eugen: ich mir Sorgen. Warum habe ich denn vergessen? Wieder jedenfalls.
- 5:12Eugen: Das ist jetzt Teil unserer Einleitung in der Monografie geworden.
- 5:15Eugen: Und Arno, du wirst dich freuen.
- 5:16Eugen: Es ist dadurch Luhmann reingekommen.
- 5:18Eugen: Ich freue mich, weil Habermas ist reingekommen am Rande.
- 5:21Arno: Arno: Yeah!
- 5:22Eugen: Eugen: Wir müssen natürlich noch mal durchgehen.
- 5:23Eugen: Und dann das Paper, aus dem ich da jetzt die Ideen mir geholt habe, wieder zitieren.
- 5:28Eugen: Aber es hat mir sehr geholfen.
- 5:30Eugen: Und tatsächlich bin ich jetzt erstmals wirklich zufrieden mit der Einleitung für unsere gemeinsame Monografie.
- 5:37Eugen: Ich habe es dir schon geschrieben, jetzt sage ich es der großen Weltöffentlichkeit unseres Podcasts.
- 5:42Arno: Arno: Ja, worüber hast du denn jetzt eigentlich genau gesprochen?
- 5:46Arno: Hast du einfach nur das Projekt vorgestellt oder was?
- 5:48Eugen: Eugen: Nein, es war. Es war also es war basierte dann.
- 5:51Eugen: Deswegen habe ich auch so schnell zugesagt.
- 5:52Eugen: Auf einem Vortrag, den ich schon mal gehalten habe, wo ich das Projekt vorgestellt habe.
- 5:57Eugen: Aber halt zwei Aspekte.
- 5:59Eugen: Also es war inhaltlich schon ein bisschen konkreter Zum Inhalt, also die Theorie und da in die Tiefe gehen und davon habe ich jetzt
- 6:05Eugen: auch profitiert, weil da habe ich mich gut eingelesen damals und dann habe ich eine Case Study genommen, nämlich Bioshock zwei und
- 6:12Eugen: habe die und die Mythen darin vorgestellt, weil ich finde, die deckt so viele Sachen ab und ja, vielleicht, darüber kann ich ein
- 6:20Eugen: bisschen reden. Also Bioshock 2, das arge war, dass ich jetzt gemerkt habe, wie absurd absurd aktuell das ist, weil da hat man ja
- 6:29Eugen: diesen eigentlich, wenn man sich anschaut, Andrew Ryan ist einfach ein übermächtiger Tech Milliardär.
- 6:38Eugen: Die haben wir ja in letzter Zeit und die sind ein Problem.
- 6:41Eugen: Und in Bioshock zwei waren sie halt schon vor über zehn Jahren ein Problem.
- 6:45Arno: Arno: Aber die sagen doch, die tun nur Gutes.
- 6:48Eugen: Eugen: Ja, natürlich, das ist es ja.
- 6:49Eugen: Es ist ja einer der Mythen, einer der Mythen, der, der dekonstruiert wird, also noch aus dem ersten Teil übernommen, ist ja
- 6:54Eugen: die Kritik am Libertarianism.
- 6:58Eugen: Ich glaube, im deutschen Libertarianismus weiß nicht, ob das existiert.
- 7:01Eugen: Also die, die das.
- 7:02Arno: Arno: Adjektiv, das existiert ja schon.
- 7:05Eugen: Eugen: Ja, es wird sich auch durchsetzen.
- 7:06Eugen: Es ist halt sozusagen die, die die Hardcore Variante vom Liberalismus, basierend auf ihren Rands Gedanken, die sie in zwei Romane
- 7:15Eugen: gegossen hat. Übrigens, ich finde es faszinierend.
- 7:17Eugen: Das habe ich nämlich dort auch vorgestellt.
- 7:19Eugen: In Europa kennen nicht zu viele Menschen, aber in Amerika ist es.
- 7:24Eugen: Da war eine Umfrage von der Library of Congress das zweit meistgelesene Buch also nach der Bibel.
- 7:30Arno: Arno: Nach der Bibel.
- 7:31Eugen: Eugen: Nach der Bibel. Das zweite und das.
- 7:33Arno: Arno: Dritte ist dann Mein Kampf.
- 7:34Eugen: Eugen: Oder ich habe. Nein, so ein Unsinn, das geht doch gar nicht.
- 7:37Eugen: Also was weiß ich, was dann?
- 7:39Arno: Arno: Also ich bitte dich, schau dir das Land an, ist jetzt.
- 7:42Eugen: Eugen: Zynisch, aber es reicht ja schon, das wirklich Ayn Rand das zweit meistgelesene Buch ist und da kann man jetzt sehr viel
- 7:48Eugen: diskutieren über sie, weil sie gilt als Philosophin.
- 7:52Eugen: Und sie hat auch eine.
- 7:54Eugen: Es ist eindeutig eine Ideologie, um die es geht.
- 7:57Eugen: Aber zum einen wird sie in der Philosophie, glaube ich, in der Geistesgeschichte auch nicht ganz so ernst genommen, weil sie vor
- 8:04Eugen: allem Romane geschrieben hat und keine Essays oder halt die klassische Monografie.
- 8:08Eugen: Ich erkläre meine große Welttheorie, und in der Literatur wird sie nicht so ernst genommen, weil die dürften nicht so gut sein,
- 8:13Eugen: die Romane. Also ich glaube, wenn man sie als Romane liest.
- 8:16Eugen: Ich habe sie bei mir stehen, nie ganz durchgelesen.
- 8:20Eugen: Das muss ich endlich machen.
- 8:22Eugen: Ja, wobei, das ist auch ein bisschen arrogant, weil ich glaube, das und das kann nicht ganz stimmen, weil es wird ja furchtbar
- 8:27Eugen: viel gelesen und inhaltlich ist es halt, was sie sagt.
- 8:30Eugen: Ist halt so Liberalismus noch einmal übersteigert oder man könnte auch sagen konsequent zu Ende gedacht.
- 8:35Eugen: Das heißt nicht weniger Staat, sondern quasi kein Staat.
- 8:39Eugen: Jeder soll das machen, was er am besten kann er oder sie.
- 8:43Eugen: Und dann kommt die beste aller Welten zustande.
- 8:46Eugen: Also Wissenschaftler sollen tun können, was sie wollen.
- 8:48Eugen: Künstlerinnen sollen tun können, was sie wollen.
- 8:51Eugen: Wirtschaftsentrepreneure sollen tun können, was sie wollen, von niemanden eingeschränkt werden, niemandem Steuern zahlen müssen.
- 8:59Eugen: Als Polizei muss es dann trotzdem.
- 9:01Eugen: Also wer Bioshock gespielt hat, das ist, das ist schon sehr konsequent eine Umsetzung dieser Welt.
- 9:06Eugen: Andrew Ryan, der Gründer von von von Rapture ist ja, ist ja auch fast ein Anagramm von von Ayn Rand.
- 9:15Eugen: Um den Bogen zu schließen.
- 9:17Eugen: Ich finde es halt arg aktuell diese Frage, weil man halt wirklich merkt, gerade jetzt bei den US Wahlen, aber halt auch in Europa,
- 9:24Eugen: dass da schon viel verbreiteter dieser Glaube ist, dass wirklich so einzelne übermächtige Personen was Gutes für die ganze
- 9:33Eugen: Gesellschaft tun würden.
- 9:34Eugen: Und jetzt haben wir es ja wirklich in der Satireform mit Trump, der da die absurdesten Gestalten zu Beratern und Secretaries macht.
- 9:42Eugen: Also diese Bitcoin Apologeten.
- 9:45Eugen: Und also für mich wirken sie alle sehr.
- 9:47Eugen: Schwurbler. Aber tatsächlich dürfte das ja einen Nerv der Zeit getroffen haben, weil Trump wurde ja gewählt und er ist ja nicht
- 9:54Eugen: so, dass die nicht gewusst hätten, was für Leute da dann in Schlüsselpositionen einsetzen wird.
- 10:00Eugen: Und er greift ja auch in seiner etwas wirren Form auf eine eine Öffentlichkeit, eine öffentliche Meinung zurück.
- 10:07Arno: Arno: Also ja, ja und.
- 10:09Arno: Und ein wichtiger Teil dieser romantischen Weltsicht ist ja auch diese Unterscheidung in die Leistungsbringer und eben, was dann bei
- 10:16Arno: Bioshock so schön die Parasiten genannt werden.
- 10:20Eugen: Eugen: Genau. Also es ist eine eine schwer gespaltene Gesellschaft, wo es halt die Oberschicht gibt, die darf machen was sie
- 10:25Eugen: will und die Unterschicht.
- 10:28Eugen: Da würde ich aber gerne mal wirklich die Bücher von Ayn Rand lesen, weil bei ihr kommt schon auch vor.
- 10:32Eugen: Also es gibt die Parasiten bei ihr und die Faulen und die halten die anderen zurück und sie ist auch sehr medienkritisch.
- 10:37Eugen: Das weiß ich. Müsste man mal selbst lesen, um da wirklich eine profundere Meinung dazu abzugeben.
- 10:41Eugen: Aber in Bioshock haben wir halt dann ganz klar diesen geradezu grindigen Underbelly dieser sonst so prachtvollen Stadt, wo halt
- 10:49Eugen: die Armen auf den Straßen verrecken, geradezu.
- 10:52Eugen: Und das führt auch zum Zweiten Mythos.
- 10:54Eugen: Und da finde ich Bioshock zwei sehr interessant.
- 10:57Eugen: Der zweite Mythos, den ich da analysiert habe, ist nämlich, dass Sie haben übernommen.
- 11:01Eugen: Diese Kritik am Libertarianismus, Libertarismus.
- 11:04Eugen: Aber Kollektivismus ist auch keine Lösung, sagt uns Bioshock zwei, weil da gibt es die Sophia auch Sophia Lamb, das Lamm Gottes.
- 11:13Eugen: Wundervoll. Also die, die kümmert sich um die Armen.
- 11:16Eugen: Also die wurde von Ayn Rand geholt, von einem von Andrew Ryan geholt, eine Psychiaterin um sich um das grassierende wie
- 11:25Eugen: sagt man. Also ja, also es gibt einfach immer mehr neurologische psychologische Krankheiten.
- 11:29Eugen: Die Bevölkerung ist nicht glücklich da am Meeresgrund, obwohl es ja dieses Utopia ist und erholt sich die führende Psychologin her
- 11:37Eugen: und die kümmert sich um die. Und die ist so die Gegenbewegung zum Andrew Ryan, schart um sich die Armen, macht sozusagen geradezu
- 11:43Eugen: einen Kult eigentlich um sich auf.
- 11:45Eugen: Es stehen auch überall Schreine für sie herum.
- 11:48Eugen: Anfangs wirkt es so, als ob sie sich halt wirklich um die die Vergessenen und die Verstoßenen kümmern würde.
- 11:54Eugen: Aber natürlich.
- 11:56Eugen: Oder natürlich. Wir haben hier das Hufeisen, also die Extreme treffen sich, weil sie ist auch total übergriffig und ihr Kollektivismus
- 12:04Eugen: geht so weit, dass sie sagt, sie möchte das kollektive Bewusstsein in einem Supermenschen vereinen.
- 12:09Eugen: Also Individualismus, der für den Halt steht, wird total aufgelöst.
- 12:14Eugen: Es gibt keine Individuen mehr.
- 12:15Eugen: Sie möchte einen Menschen nehmen, der kriegt das gesamte kollektive Bewusstsein von allen Einwohnerinnen und wird dann der Übermensch.
- 12:21Eugen: Also das ist so eine Übernahme von und totale Übersteigerung von Tendenzen, die sich eventuell eventuell im Staatssozialismus
- 12:29Eugen: fanden, also auch wo es halt um das Engineering des Staatsbürgers ging, aber halt total übersteigert.
- 12:35Eugen: Und was sie halt damit aussagen ist, dass auch die Alternative zu Andrew Ryan eigentlich dann doch auch böse ist.
- 12:41Eugen: Und das ist halt dieses diese Hufeisenmetapher, die, wenn man sich das mal anschaut, also die ist ja sehr geläufig.
- 12:48Eugen: Wir haben das auch immer dieses na ja, und der Macron hat das ja heute auch wieder gemacht.
- 12:52Eugen: Also extreme Linke und extreme Rechte.
- 12:53Eugen: Am Ende sind sie ja das gleiche und es gibt gewisse Probleme da.
- 12:59Eugen: Ich würde ja sagen, sehr oft, wenn man sagt, sie sind das gleiche, dann ist es keine extreme Linke, sondern dann ist die
- 13:03Eugen: irgendwann abgebogen in Richtung extrem rechts.
- 13:05Eugen: Ich nenne jetzt keine anderen Beispiele aus dem Zeitgeschehen in unseren Ländern hier.
- 13:09Eugen: Aber das Hufeisen ist ja auch das war nie eine neutrale methodische Beobachtung, sondern die kam aus der NS Zeit heraus.
- 13:16Eugen: Also das war ein ich muss wieder nachschauen, aber wenn ich mich recht entsinne, kam die Hufeisenmetapher
- 13:21Eugen: tatsächlich von NS nahen Forscherinnen.
- 13:24Eugen: Ja gut, also ich glaub wir haben jetzt nicht Zeit da nochmal in die Tiefe zu gehen.
- 13:27Eugen: Ich empfehle den den Case Study zu Bioshock zwei auf hgpets.org nachzulesen.
- 13:36Eugen: Es finden sich dann noch einige andere Mythen wieder, die wir da analysiert haben.
- 13:40Arno: Arno: Aber ich sehe ein Thema, und zwar das eine ist Ich habe tatsächlich Bioshock Infinite noch mal gespielt.
- 13:49Eugen: Eugen: Und.
- 13:50Arno: Arno: Da wird das genau, das schlägt ja genau in die gleiche Kerbe und es wird da sogar noch mal ins Extrem getrieben.
- 13:57Arno: Und auch diese Radikalität der beiden Hufeisenenden wird noch mehr zugespitzt.
- 14:03Arno: Und da muss ich jetzt eigentlich gar nicht weiter ausführen.
- 14:06Arno: Du hast da eigentlich schon alles erzählt und das andere ist hard work sind wir ja noch.
- 14:12Arno: Ich war ja in Salzburg und hat mal darüber gesprochen haben.
- 14:16Eugen: Eugen: Ich weiß es nicht. Ich weiß, ich ich hätte ja auch mit vortragen sollen.
- 14:23Arno: Arno: Ja, ich hatte einen Vortrag vorgetragen.
- 14:27Arno: Oh Gott, du hast einen.
- 14:29Eugen: Eugen: Du trugst du einen Vortrag vor in Salzburg?
- 14:32Arno: Arno: Arno Ich.
- 14:33Arno: Ich drückte vor, und zwar bei der Tagung Game over Dystopia, Utopia und Videogames.
- 14:40Arno: Eine Tagung an der Paris Lodron Universität Salzburg, bei der es eben vor allem um Dystopien und überraschenderweise sehr viel
- 14:50Arno: um Armageddon, also diese eher religiöse Ausrichtung ging.
- 14:56Arno: Und ich habe einen Vortrag gehalten zu Dystopien, also Luhmann, man, wir werden ihn einfach nicht los zu.
- 15:04Arno: Ja, ich hätte jetzt.
- 15:05Eugen: Eugen: Gern so einen.
- 15:06Arno: Arno: Theoretiker.
- 15:08Eugen: Eugen: Der dann immer so pling macht bei jeder Erwähnung.
- 15:10Arno: Arno: Genau, wir machen ein Trinkspiel draus.
- 15:13Arno: So eine systemtheoretische Auslegung oder Lesart digitaler Spiele.
- 15:18Arno: Und da hatte ich natürlich Bioshock genommen, gerade der erste Teil, weil hier auch die Level jeweils vielleicht noch
- 15:25Arno: stärker als in den Folgeteilen im Prinzip ja Dystopien von sozialen Systemen darstellen.
- 15:34Arno: Also wir haben da als Eingangslevel dann das medizinische System.
- 15:39Arno: Wir haben später die Produktion, also die Industrie.
- 15:43Arno: Oder wir haben was.
- 15:45Arno: Was haben wir noch alles? Ich habe gerade gar nicht mehr auf dem Schirm vor lauter.
- 15:48Eugen: Eugen: Eigentlich auch ein religiöses System, zumindest im Zweier mit dem Vater Irgendwas und Infinite haben wir überhaupt mit dem
- 15:54Eugen: Vater? Comstock Ich weiß nicht, ob du das noch drinnen hattest, das Infinite.
- 16:00Eugen: Aber da haben wir sehr stark dieses oder das kultische System.
- 16:05Arno: Arno: Also ich habe nur über Teil eins gesprochen, aber es ist eben in der ganzen Reihe so extrem ausgelegt und deswegen habe ich die
- 16:12Arno: auch als Beispiel genommen, habe darüber gesprochen, wie in solchen Spielen eben diese, was bei Luhmann dann System diese
- 16:21Arno: Leitdifferenzen aufgemacht werden, also zwischen in der Medizin dann gesund und krank wird dann.
- 16:27Arno: Ich habe das so schön im Vortrag Systemische Überwältigung genannt Ein System wird überwältigt von einem anderen System und es
- 16:35Arno: wird eine andere Leitdifferenz eingefügt.
- 16:37Arno: Also man hat nicht mehr diese Differenzierung, zum Beispiel in Bioshock.
- 16:41Arno: In der Medizin zwischen gesund und krank.
- 16:43Arno: Und das ist dann das, woran sich die ganze Binnenlogik des Systems orientiert, sondern zwischen schön und hässlich.
- 16:52Arno: Und das ist natürlich eine, die ein super Beispiel.
- 16:55Eugen: Eugen: Bioshock natürlich und da kann ich auch sagen, hat der Kollege Görgen auch sehr schöne Texte dazu geschrieben gerade.
- 17:02Eugen: Also ich denke gerade an deine Forschung und Überlegungen, wo du auch immer wieder gezeigt hast, wo die Bilder der der Spießer herkam.
- 17:09Eugen: Also die die Gesichter der Spießer.
- 17:12Eugen: Verzeihung.
- 17:13Arno: Arno: Ja, das kann man jetzt noch ganz kurz dann auch noch ausführen.
- 17:15Arno: Also man kann sich das schon so ein bisschen fragen, welche auch ethischen Maßstäbe in der Entwicklung gelten sollten.
- 17:24Arno: Also es wurden dann, so wie ich das verstanden habe, in Bioshock im ersten Teil, zum Teil im Audiodesign, auch Geräusche
- 17:34Arno: übernommen von sterbenden Patienten.
- 17:37Arno: Also so Herzschläge und sowas.
- 17:40Arno: Es wurden aber eben vor allem dieses Designs übernommen, aus Abbildungen von Kriegsversehrten aus dem ersten Weltkrieg
- 17:49Arno: also, die dann teilweise ihre Gesichter total entstellt hatten und so und die ja im Prinzip als
- 17:58Arno: ästhetische Versatzstücke dann in diesen diesen völlig anderen Kontext übernommen wurden und dadurch natürlich auch.
- 18:06Arno: Also auf einer moralisch ethischen Ebene so was wie eine Entwürdigung ihres eigenen Todes, ihrer eigenen Leiden durchgehen
- 18:15Arno: mussten. Also das war ja nicht, weil man die Leute ehren möchte, sondern weil es für das Spiel ästhetisch interessant aussah.
- 18:22Arno: Und das kann man natürlich massiv hinterfragen, ob man so was überhaupt machen sollte und dürfte.
- 18:28Eugen: Eugen: Ja, also ich meine, es war ja nicht.
- 18:31Eugen: Es ist ja im Dienste einer ideologischen Aussage geschehen.
- 18:35Eugen: Aber es ist halt das, was wir mit dem Mythos analysieren.
- 18:39Eugen: Es werden historische oder Versatzstücke übernommen, entkernt und die Oberfläche wird dann für einen anderen Inhalt
- 18:49Eugen: verwendet. Was, was etwas sehr Typisches da ist Ja, bei vielen Mythen, die wir analysieren, wodurch aber der Mythos gleich
- 18:56Eugen: irgendwie historisch auch wirkt.
- 18:58Eugen: Das lässt sich noch sehr schwer, finde ich analysieren, inwiefern wirklich zum Beispiel die Bilder aus dem Ersten Weltkrieg noch im
- 19:03Eugen: kollektiven Gedächtnis vorhanden gewesen wären.
- 19:05Eugen: Aber es ist da, es ist in einem.
- 19:07Eugen: Also dadurch, dass es halt in den Büchern oder dass es ihnen zur Verfügung stand, ist es ja schon Teil des kollektiven
- 19:12Eugen: Gedächtnisses und wird hier aber neu gemixt.
- 19:15Eugen: Und gerade bei echten Personen und deren Leiden bin ich da auf deiner Seite und sehe da einige ethische Grauzonen.
- 19:23Eugen: Ganz vorsichtig formuliert.
- 19:25Arno: Arno: Das führt mich auch ein bisschen dazu.
- 19:26Arno: Ich habe auch jetzt einen Text noch geschrieben im letzten Monat zu politischen Instrumentalisierung von Games.
- 19:34Eugen: Eugen: Erzähl mir mehr davon.
- 19:35Arno: Arno: Das war nur ein Vier Seiten Text, aber ein wichtiger Teil davon, der wiederum auch nur ein kleiner Abschnitt war, ist, dass es
- 19:44Arno: eigentlich auch einer politischen Ethik der Computerspiele bedarf, also die genau auch zumindest so eine Reflexionsebene
- 19:54Arno: herstellt. Was kann ich in einem Spiel machen, wo wird es schwierig und was ist, was geht eigentlich gar nicht mehr?
- 20:02Arno: Also, dass diese Ethik muss natürlich auch beinhalten, dass sie nicht starr ist, sondern dass sich auch Normen usw verändern können.
- 20:10Arno: Aber aber sie muss halt stattfinden.
- 20:13Arno: Also ich kann eben nicht.
- 20:14Arno: Nach jetzigem Maßstab könnte ich jetzt nicht die gleichen Witze oder Ästhetiken benutzen wie vor 30 Jahren.
- 20:22Arno: Ich meine, wir sehen das ja, wie das ist, wenn wir zum Beispiel Fernsehserien wie Friends von vor 30 Jahren anschauen und es
- 20:32Arno: in uns sich alles so findet, weil wir einfach auch mittlerweile.
- 20:37Eugen: Eugen: Ich habe es jetzt wieder gesehen. Ich finde sie funktionieren perfekt Friends aber grundsätzlich, weil ich schaue gerade sein
- 20:42Eugen: Seinfeld funktioniert bei mir nicht mehr.
- 20:43Eugen: Ja, ich weiß absolut was du meinst.
- 20:45Eugen: Also man merkt sehr stark eben auch, weswegen ja historische Forschung so viel Sinn macht.
- 20:49Eugen: Alles, dass wir viele Sachen, die wir für eigentlich essentielle, gleichbleibenden Ideen halten, also die Vorstellung von
- 20:56Eugen: Freiheit allein wie Freiheit in Filmen aus den 80er Jahren dargestellt wird und heute ist halt völlig anders und das ist auch ganz
- 21:02Eugen: normal. Aber ich finde auch den Punkt gut, das dass man ein bisschen mehr einfordert.
- 21:07Eugen: Es geht ja nicht darum eine Zensur hier einzuführen und zu sagen was dürfen Spieler und was nicht.
- 21:12Eugen: Wir in einer liberalen Welt darf die darf in der Kultur und Populärkultur das auch ausprobiert werden.
- 21:18Eugen: Aber es darf in einer liberalen Welt aber dann auch kritisiert werden.
- 21:22Eugen: Und es darf, dann darf dann gesagt werden, das fanden wir jetzt eigentlich ziemlich ätzend.
- 21:26Eugen: Let's not do it anymore.
- 21:28Eugen: Und dieser, Moment der Reflexion fehlt vielleicht manchmal noch.
- 21:32Eugen: Ich meine, es gibt geradezu Ethik mehr als zu Politik.
- 21:37Eugen: Zumindest ein bisschen Forschung.
- 21:39Eugen: Also mir fällt, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, der Miguel Sicard ein, mit Ethik in Videogames und dann auch zwei
- 21:47Eugen: deutsche Kollegen. Ich habe jetzt die Bücher nicht bei der Hand, also da gibt es zwei Monographien.
- 21:51Eugen: Auch das Thema wurde und wird analysiert.
- 21:54Arno: Arno: Wobei ich nicht unbedingt die.
- 21:56Arno: Ich meine nicht unbedingt Ethik an sich, sondern wirklich eine politische Ethik also die auch noch mal diese spezifische.
- 22:05Eugen: Eugen: Spezifizierung, weil das fehlt nämlich auch in diesen Ethiktexten, das sind so ganz allgemeine Ethikfragen und die darf man also
- 22:11Eugen: grundsätzlich sehr oft geht es um die Frage darf ist es, ist es okay, wenn wir in Spielen un Sachen machen, die im echten Leben super
- 22:17Eugen: duper unethisch wären?
- 22:19Eugen: Also wie zum Beispiel.
- 22:20Arno: Arno: Sehr schön ausgedrückt.
- 22:22Eugen: Eugen: Ich bin ja, ich bin ja, ich bin ja ein Forscher.
- 22:24Eugen: Das steht dann auch so in den Texten drinnen.
- 22:28Eugen: Wäre auch ein gutes.
- 22:29Arno: Arno: Buch über Ethik schreiben.
- 22:31Eugen: Eugen: Die Super Duper Ethik.
- 22:33Eugen: Let's do it!
- 22:35Arno: Arno: Die Super Duper Ethik.
- 22:38Eugen: Eugen: Oh Gott, tut mir leid.
- 22:40Eugen: Für Österreicher ist alles Daddeln immer ganz.
- 22:42Arno: Arno: Ganz Für mich auch ganz schlimm.
- 22:44Eugen: Eugen: Es ist hart. Ja, Wo war ich jetzt?
- 22:46Eugen: Ethikbücher? Ja, wichtiges Thema.
- 22:52Eugen: Das wird dann der Klappentext.
- 22:58Arno: Arno: Okay.
- 22:58Eugen: Eugen: Gehen wir weiter. Es ist.
- 23:01Arno: Arno: Mindestens UTB.
- 23:02Eugen: Eugen: Mindestens genau so, Wir haben noch etwas Zeit.
- 23:07Eugen: Haben wir noch etwas in Hard Work?
- 23:10Eugen: Ja. Ja. Workshop.
- 23:11Eugen: Mein Workshop ist okay.
- 23:12Eugen: Ich mache es wirklich ganz schnell.
- 23:15Arno: Arno: Ja. Ja, Workshop ist auch wichtig, weil das ist ja auch einfach ein schönes Thema.
- 23:19Eugen: Eugen: Es ist ja, das hat mir wirklich Freude bereitet.
- 23:22Eugen: Also ich war ein bisschen blöd wieder.
- 23:24Eugen: Also ich war am Anfang der einen Woche in Luxemburg, kam zurück nach Wien und war dann gleich wieder unterwegs nach Biel Bienne,
- 23:31Eugen: einer wunderschönen Stadt in der Westschweiz, an der Grenze zwischen der deutschsprachigen, der französischsprachigen
- 23:35Eugen: und die einzige wirklich, wirklich bilinguale Stadt Biel.
- 23:44Arno: Arno: Ach.
- 23:48Eugen: Eugen: Gehen wir weiter. Wo?
- 23:50Eugen: Im Rahmen unserer.
- 23:52Eugen: Also, wir arbeiten für die HKB, die Hochschule der Künste in Bern.
- 23:55Eugen: Die HKB ist Teil der BFH, der Berufsfachhochschule Bern.
- 24:02Eugen: Googeln wir, dann schneiden wir den Berner Fachhochschule.
- 24:05Eugen: Danke. Stand jetzt so auf der Leitung der Berner Fachhochschule.
- 24:08Eugen: Und die organisiert jedes Jahr der Schweizer Digitaltage.
- 24:12Eugen: Und im Rahmen dieser, die dieses Jahr in Biel stattfanden, hat zum einen unser Kollege aus unserem Team, der Adrian Adrian
- 24:20Eugen: Demleitner, eine wunderschöne Ausstellung gemacht.
- 24:24Eugen: Ich hoffe, wir können auch die Bilder irgendwann online zur Verfügung stellen.
- 24:27Eugen: Bzw. Vielleicht wandert die Ausstellung auch weiter und es fand ein Workshop statt, den ich gemeinsam mit der Luise Biela, einer
- 24:35Eugen: Kollegin von der Universität Lausanne, gemacht habe, wo wir gar nicht so sehr als Forscherinnen dastanden, sondern als Eltern.
- 24:41Eugen: Also wir beide haben Kinder, mit denen wir spielen, weil ein Thema, das uns immer wieder beschäftigt, aber halt nicht in unserem
- 24:50Eugen: Fachgebiet unbedingt ist die Frage, wenn man sich viel mit Spielen beschäftigt und man hat Kinder und man möchte auch mit ihnen spielen
- 24:56Eugen: oder man möchte sie auch spielen lassen, wie macht man es dann?
- 24:58Eugen: Da gibt es ja auch. Also apropos Ethik, so ein paar Fragen oder ich sage mal das Pferd anders herum auf.
- 25:04Eugen: Als ich angefangen habe, Spiele zu analysieren, haben viele meiner Freundinnen, die nicht aus den Game Studies kamen und das
- 25:10Eugen: war halt die Mehrheit, fand das so ein bisschen interessant, aber auch merkwürdig, konnten sich nicht viel drunter vorstellen.
- 25:17Eugen: Aber was ihnen recht bald einfiel, wenn sie eigene Kinder hatten, war mich zu fragen, was ich denn jetzt empfehlen kann, weil sie
- 25:22Eugen: einfach davon ausgingen, dass ich mich da auskennen.
- 25:24Eugen: Und tatsächlich habe ich mich halt auch ein bisschen damit beschäftigt, also wie ich das mit meinem Buben angehe.
- 25:30Eugen: Und das haben wir jetzt versucht, ein bisschen strukturierter weiterzugeben.
- 25:34Eugen: Unsere Erfahrungen, unsere Fragen, die wir uns gestellt haben.
- 25:36Eugen: Wir haben auch uns beide halt mit Fragen wie Gewalt in Spielen auseinandergesetzt.
- 25:41Eugen: Ich habe auch mal in meinem Blog eine Art Metastudie dazu gemacht, weil ich habe mir eben für dieses Thema angeschaut, was gibt es
- 25:47Eugen: denn für Studien zu Gewalt und Aggression durch und in Computerspielen?
- 25:52Eugen: Ein sehr spannendes Thema.
- 25:54Eugen: Ich fürchte, das kann ich jetzt nicht kurz zusammenfassen.
- 25:56Eugen: Wir haben uns auch die Frage von Ingame Monetarisierung gestellt, da.
- 26:00Eugen: Also dazu muss ich sagen, das Publikum waren Eltern und Kinder.
- 26:03Eugen: Das heißt, wir haben wirklich nur einen kurzen Input gegeben, so 20, 30 Minuten, wo das Thema Gewalt angesprochen wurde.
- 26:09Eugen: Das Thema sucht auch vor allem Zeitmanagement.
- 26:12Eugen: Da muss ich auch sagen, da waren Luise und ich hatten, konnten wir am wenigsten konstruktiven, konstruktiven Rat weiter
- 26:18Eugen: geben, weil halt die Spieler auch darauf angelegt sind, dass man sie nicht aufhören will Und ingame Monetarisierung.
- 26:25Eugen: Also gerade die, die oder die grundsätzliche Warnung Es gibt keine Spiele, die wirklich gratis sind, weil sie immer versuchen, sie
- 26:33Eugen: müssen halt irgendwie Geld generieren und ein eine Möglichkeit ist halt in Game Purchases, die ich einfach immer schlechter
- 26:40Eugen: finde, als das Spiel so zu kaufen.
- 26:42Eugen: Jedenfalls dass das war sehr voll.
- 26:44Eugen: Es war sehr erfolgreich. Wir haben dann noch in der letzten in der Woche davor so zehn Ratschläge für Eltern zusammengeschrieben,
- 26:51Eugen: weil wir die wir dann ausgedruckt haben, damit die Eltern auch was mitnehmen konnten.
- 26:54Eugen: Und heute werde ich auch einen dritten Blogbeitrag auf meinem Spielts Blog veröffentlichen, wo auch diese Leitfaden
- 27:03Eugen: drinnen ist und. Also wen das interessiert, der kann sich das dann hier anschauen.
- 27:08Arno: Arno: Sehr cool. Kann man die Ausstellung noch anschauen im Moment?
- 27:12Eugen: Eugen: Da bin ich überfragt. Ich glaube ehrlich gesagt, die wurde schon wieder abgebaut.
- 27:16Eugen: Wir überlegen halt jetzt gerade na ja, aber wir überlegen, ob wir nicht ich weiß nicht, im Rahmen anderer Veranstaltungen sollt ihr
- 27:22Eugen: auch wieder aufbauen. Er hat sie nämlich sehr, sehr, sehr schön gemacht und auch sehr klug.
- 27:27Eugen: Ich bin noch immer. Also ich war tatsächlich berührt von einzelnen Bildern, die da ausgestellt wurden, weil es ging halt auch um
- 27:32Eugen: das Spielen.
- 27:33Eugen: Es ging um Spielen über die Generationen hinweg und ich weiß nicht, einer der der Stationen der Ausstellung war Geschwister
- 27:40Eugen: spielen, was ich eine wunderschöne Idee fand.
- 27:42Eugen: Und da gab es auch das eine Foto von einer älteren Schwester, die mit ihren jüngeren Bruder gemeinsam Gameboy spielt.
- 27:47Eugen: Tatsächlich, das eine Bild hat so viel kommuniziert, da war ich sehr begeistert.
- 27:52Arno: Arno: Bei Bildern fällt mir noch was zu Heart Work ein.
- 27:55Arno: Ja, und zwar.
- 27:57Arno: Und da werden wir den Link dann auch in die Shownotes geben.
- 28:01Arno: Patrick und ich, wir von Swiss Games Games plus Deluxe.
- 28:08Eugen: Eugen: Extended Version.
- 28:09Arno: Arno: Extended Version Unleashed.
- 28:12Arno: Jetzt erst recht. Beziehungsweise vor allem der Art Rich.
- 28:15Arno: Das muss man an der Stelle ganz klar sagen, Aber ich hänge da irgendwie mit einem Fuß eben auch mit drin, haben einen Wettbewerb
- 28:22Arno: gelauncht. Der wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Podcasts schon online sein.
- 28:29Arno: Und zwar geht es darum, dass wir von Schweizerinnen Fotos suchen aus ihrem Gamingalltag in den vor 2000 Jahren.
- 28:39Arno: Also an dieser Stelle vielleicht ganz kurz der Aufruf Wenn ihr was habt an Fotos, dann schickt es gerne reicht es bei diesem
- 28:47Arno: Wettbewerb ein.
- 28:49Arno: Man kann auch was gewinnen, nämlich fünf Gutscheine für.
- 28:52Arno: Wie heisst das? Orell Füssli?
- 28:53Arno: Ja, das.
- 28:54Eugen: Eugen: Ist die große Buchhandelskette in der Schweiz.
- 28:57Arno: Arno: Und das habe ich.
- 28:58Arno: Nur gerade bei Fotos muss ich nur ganz schnell dran denken.
- 29:01Arno: Und wo wir eben schon Podcasts mit unglaublicher Reichweite haben, dachte ich, ich kläre das noch gerade so ganz
- 29:07Arno: uneigennützig raus.
- 29:09Eugen: Eugen: Es wird noch zu einer völligen Werbeveranstaltung verkommen.
- 29:11Eugen: Unser Podcast.
- 29:13Eugen: Gut, dass du daran gedacht hast, weil da würden wir wirklich sehr glücklich.
- 29:17Eugen: Also auch das gesamte Team von Chludenz, weil wir wirklich gemerkt haben, dass es auch gar nicht so leicht ist, da an Fotos zu
- 29:25Eugen: kommen. Also oft ist auch die Frage gibt es überhaupt Fotos?
- 29:28Eugen: Weil es war nicht so selbstverständlich, Menschen am Computer zu fotografieren.
- 29:32Arno: Arno: Ja, also dazu kann ich auch sagen.
- 29:34Arno: Also wir haben ja eben schon 30 Interviews mit Spielerinnen aus dieser Zeit geführt und die haben fast alle keine Fotos von sich.
- 29:43Arno: Und das ist schon wirklich auffällig.
- 29:46Arno: Es kommt ab und zu vor, dass mal jemand im Urlaub mit dem Gameboy fotografiert worden ist, was ja schon wunderbar ist.
- 29:52Arno: Oder vielleicht zum Geburtstag oder zu Weihnachten.
- 29:54Eugen: Eugen: Genau das sind auch die einzigen, die man.
- 29:56Arno: Arno: Geschenkt bekommen hat.
- 29:58Arno: Aber das wurde überhaupt nicht festgehalten.
- 30:02Arno: Und das ist ja auch einer der Gründe, warum wir Gamesscapes als Projekt machen.
- 30:07Arno: Weil eben das so es ist nicht so verfestigt wie ein wie ein digitales Spiel, was ja wirklich schon eigentlich ein Artefakt ist,
- 30:16Arno: sondern dieses Spielen ist ja eine Praxis und die geht, die ist eigentlich nur in Bildern vielleicht festgehalten und im
- 30:22Arno: Gedächtnis. Für den Gedächtnisort sorgen wir dann eben mit unseren Interviews.
- 30:27Arno: Und diese Bilder, das würden wir dann euch überlassen.
- 30:31Eugen: Eugen: Gut, machen wir die Überleitung.
- 30:33Eugen: Wir sind in der Zeit fast in der Zeit zum Zweiten Teil der weichen Arbeit.
- 30:39Arno: Arno: 120 ist das neue 90.
- 30:42Eugen: Eugen: Wir machen keine 120 Minuten.
- 30:45Eugen: Wir hören bei 90 auf.
- 30:46Eugen: Punkt. Ähm, Softwork.
- 30:50Eugen: Arno, was hast du gespielt?
- 30:52Arno: Arno: Gespielt habe ich, das habe ich schon erzählt.
- 30:54Arno: Bioshock Infinite.
- 30:55Arno: Da brauche ich, glaube ich, auch jetzt nicht mehr darauf einzugehen.
- 30:58Arno: Ich lese gerade ein sehr interessantes, interessantes Buch von Adrian Tschaikowski, der ja zum Beispiel für diese Children of
- 31:05Arno: Time Reihe bekannt geworden ist und die auch sehr, sehr gut ist.
- 31:09Arno: Und Service Model lese ich gerade von ihm.
- 31:12Arno: Das ist ein ganz großartiges, sehr, sehr lustiges Buch englischsprachig und zwar stellte Ich möchte nicht zu viel verraten,
- 31:19Arno: weil es wirklich sehr gut.
- 31:21Arno: Stellt es die Frage in einer voll durch robotisierten Welt, in der Mensch eigentlich gar nichts mehr machen muss und faul auf der
- 31:28Arno: Haut liegt? Was passiert, wenn postapokalyptisch die Menschen auf einmal weg sind?
- 31:34Arno: Und wir? Wir lesen das Buch aus der Perspektive von dem Roboter Charles, der irgendwann auch noch seines Namens beraubt
- 31:43Arno: wird, weil er dann nicht mehr für den Menschen arbeitet und dann erstmal zwischenzeitlich nur noch an Designated Robot
- 31:52Arno: oder so heißt und dann von jemandem an Charles genannt wird.
- 31:56Arno: Also Uncharles und dann fortan so heißt und es ist.
- 32:01Arno: Aber wer ist dieser Jemand?
- 32:02Eugen: Eugen: Es gibt ja keine Menschen.
- 32:03Arno: Arno: Mehr, andere Roboter.
- 32:05Arno: Und das ist halt faszinierend, weil es ist eigentlich eine sehr große Verbeugung vor Kafka, Weil diese
- 32:15Arno: ganzen Roboter in ihren eigenen Prozessen gefangen sind und auch aus ihren eigenen Algorithmen nicht ausbrechen können.
- 32:23Arno: Der Charles hat es irgendwie geschafft.
- 32:25Arno: Das wird auch sehr überzeugend dargestellt.
- 32:28Arno: So was wie einen eigenen Willen zu entwickeln oder immer mehr zu entwickeln, hinterfragt immer alles immer mehr und ist
- 32:36Arno: aber auch in diesem Wahnsinn, dieser sich selbst wiederholenden Prozesse gefangen und erzeugt aber auch die Welt mit.
- 32:44Arno: Er hat immer nur an diesem Haus gearbeitet, bricht quasi in die normale Welt hinein und stellt fest okay, das funktioniert alles
- 32:51Arno: irgendwie gar nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte und habe.
- 32:54Arno: Und auch das, was er von der Welt weiß, ist eigentlich gar nicht das, wie die Welt wirklich ist.
- 33:00Arno: Und es ist gleichzeitig eben kafkaesk, unglaublich lustig, satirisch und aber auch berührend.
- 33:09Arno: Ich bin jetzt so mit der Hälfte durch und kann es wirklich nur empfehlen.
- 33:13Arno: Also Servicemodel von Adrian Tschaikowski.
- 33:15Eugen: Eugen: Klingt sehr cool. Hast du auch Das letzte Mal?
- 33:18Eugen: Hast du von Black Box?
- 33:19Eugen: Wie ist das? Es hat dann einen ganz anderen Titel.
- 33:22Arno: Arno: Ein Starting to worry about this black box of Doom.
- 33:25Eugen: Eugen: Das hast du auch fertig gelesen, oder?
- 33:27Arno: Arno: Das habe ich fertig gelesen.
- 33:28Eugen: Eugen: Ist auch kein abschließendes Urteil.
- 33:30Eugen: Auch ganz großartig.
- 33:31Eugen: Ich könnte anfangen mit weil jetzt habe ich erst angefangen vom Cluster VD die Red Side Story.
- 33:37Eugen: Die habe ich jetzt fertig gelesen und war sehr begeistert.
- 33:39Eugen: Das ist. Erstmal stehe ich aber vor der Frage, dass ich halt wirklich nicht spoilern will, weil am Ende kommt ein irrsinniger Plot
- 33:46Eugen: Twist, der sich aber schon abzeichnet in dieser dystopischen Welt, den ich dann auch gerade so aus einer politischen
- 33:53Eugen: Ideengeschichte Perspektive heraus sehr interessant finde.
- 33:58Eugen: Das Problem ist, ich kann nicht wirklich drüberlesen, drüber reden, verzagen, wenn ich will, dass andere noch das Buch lesen, weil
- 34:04Eugen: ich glaube, sonst raubt es dem Ganzen ein bisschen die Spannung, die sich schon sehr stark da aufbaut.
- 34:09Eugen: Also es hat auch es hat wirklich das Momentum aufgenommen.
- 34:13Eugen: Am Anfang habe ich weiß nicht, nach ein paar Seiten am Tag gelesen.
- 34:15Eugen: Ich glaube, dann habe ich die Hälfte in einem Tag ausgelesen.
- 34:18Eugen: Das hat mir sehr gut gefallen und sonst habe ich jetzt angefangen.
- 34:21Eugen: Aber da kann ich wahrscheinlich das nächste Mal mehr drüber reden.
- 34:23Eugen: Einmal was in der Jetztzeit von Miranda July oder July.
- 34:27Eugen: Ich weiß auch nicht. Allforce fängt sehr, sehr cool an, aber da kann ich das nächste Mal mehr erzählen.
- 34:34Eugen: Und vom. Ähm. Also Sachbuch finde ich den Ausdruck so blöd.
- 34:38Eugen: Aber es ist halt auch nicht ganz Wissenschaft.
- 34:42Eugen: Zur Sprache des Kapitalismus von Simon Sanad habe ich angefangen und war eigentlich sehr begeistert auf den ersten.
- 34:47Eugen: Da bin ich aber wirklich erst auf den ersten zehn Seiten.
- 34:49Eugen: Ja, dass die Romane.
- 34:51Arno: Arno: Von Miranda July mag ich auch sehr gern.
- 34:53Arno: Ah, du.
- 34:54Eugen: Eugen: Hast schon gelesen.
- 34:55Arno: Arno: Äh, diesen einen jetzt glaube ich nicht, aber ältere.
- 34:58Arno: Ich müsste jetzt auch mal gucken, wie die noch hießen.
- 35:01Arno: Ist schon ein bisschen her.
- 35:02Eugen: Eugen: Für mich ist es mein erster, aber ich bin sehr, sehr begeistert.
- 35:05Eugen: Ja, genau, das sind so die Bücher.
- 35:07Eugen: Dann was habe ich gespielt?
- 35:08Eugen: Ich habe halt viel mit Kindern gespielt, auch als Vorbereitung für den Workshop und inspiriert von einem Workshop eines meiner
- 35:15Eugen: Lieblingsspiele Klarinette.
- 35:16Eugen: Jetzt mit meinem jüngeren Sohn wieder angefangen, den es auch irrsinnig gefällt.
- 35:20Eugen: Ich liebe das Spiel einfach heiß.
- 35:22Eugen: Das ist, finde ich, das Beste.
- 35:23Eugen: Kooperative Plattformen mit sehr intelligenten Puzzles.
- 35:27Eugen: Sagt noch mal.
- 35:28Arno: Arno: Kurz den Titel.
- 35:30Eugen: Eugen: Der Wagen auf Englisch.
- 35:32Eugen: Es geht darum, dass zwei Königskinder ihren toten Vater auf einem Wagen durch Katakomben führen.
- 35:39Eugen: Klingt ein wenig düster, ist aber sehr, sehr lustig.
- 35:42Eugen: Weil der Königsvater oder der.
- 35:45Eugen: Der tote König ist immer unzufrieden mit den Plätzen.
- 35:48Eugen: Die sind eben alle nicht luxuriös und splendid genug, und dann müssen sie weiterziehen.
- 35:52Eugen: Und er schimpft viel hin und her, und das ist eigentlich sehr, sehr gut und gefällt mir halt sehr gut.
- 35:58Eugen: Also das habe ich gespielt und dann habe ich angefangen.
- 36:00Eugen: Doch ich habe auch was Neues angefangen.
- 36:01Eugen: Heart Story jetzt endlich.
- 36:02Eugen: Das ist ein sehr besonderes Spiel.
- 36:04Eugen: Ist auch wahrscheinlich eine Grenzfrage, wie viel das noch Spiel ist.
- 36:07Eugen: Ich finde es schon sehr.
- 36:09Eugen: Das habe ich nämlich übersprungen.
- 36:11Eugen: Ich habe gleich Immortality gespielt vor ein paar Jahren und das sehr ähnlich ist, dass mir im Augenblick auch noch besser gefällt.
- 36:18Eugen: Es ist halt auch, glaube ich, einfach die Fortentwicklung des Gedankens von Story.
- 36:22Eugen: Es ist halt viel feiner poliert an allen Ecken und Enden, aber das hat mich sehr, sehr begeistert im Hotel.
- 36:27Eugen: Die Story gefällt mir auch schon sehr gut, hat mich jetzt aber noch nicht so eingefangen.
- 36:31Eugen: Ich merke es daran, dass ich es jetzt seit vier fünf Tagen nicht angerührt habe.
- 36:34Eugen: Und ah ja, Werbung.
- 36:36Eugen: Werbung für ein österreichisches Spiel.
- 36:38Eugen: Dungeons of Hinterberg, das schon sehr großartig ist.
- 36:41Eugen: Stimmt, darüber könnte man eigentlich noch viel mehr reden, weil das stimmt.
- 36:44Arno: Arno: Da hast du mich schon öfter damit belästigt, dass ich das unbedingt spielen soll.
- 36:47Eugen: Eugen: Ja, ich finde halt so faszinierend, dass dieses Spiel wirklich sehr intelligent sich mit österreichischer Identität
- 36:53Eugen: auseinandersetzt und zwar wirklich auch sie dekonstruiert.
- 36:55Eugen: Und zwar diese österreichische Identität als Tourismusland.
- 36:58Eugen: Also es ist spielt, ich sage jetzt immer Ostösterreich und wurde schon zurechtgewiesen, weil es ist halt im
- 37:03Eugen: Salzburgischen oder ich würde sagen im Salzkammergut.
- 37:06Eugen: Das gilt offiziell als Westösterreich.
- 37:08Eugen: Okay, es stand corrected.
- 37:10Eugen: Das kenne ich auch sehr gut, weil ich halt irrsinnig viele Urlaube mit meinen Eltern jetzt mit den Kindern auch in der Gegend
- 37:15Eugen: verbringe. Also ich fühle mich sehr zu Hause und man merkt auch sehr viel der Identität.
- 37:20Eugen: Es findet ein bisschen über Landschaft statt, aber sehr viel über das Essen.
- 37:24Eugen: Das. Das Essen ist sehr wichtig für kulturelle Identitäten und auch für nationale Identitäten.
- 37:30Eugen: Es kommt der Marillenknödel von der Tafelspitz, also da erkennt sich der Österreicher, die Österreicherin sofort
- 37:36Eugen: wieder. Und zugleich wird aber dieser Skitourismus recht intelligent dekonstruiert, kritisiert, weil es ist kein Skitourismus,
- 37:42Eugen: sondern Maggi ist aufgetreten, recht unerwartet im Salzkammergut.
- 37:46Eugen: Und es sind da. Und es kommen halt junge Reisende aus der ganzen Welt, um in diesen Dungeons, äh, ja, die, die zu durchziehen und
- 37:53Eugen: Monster zu besiegen, aber auch sehr schön.
- 37:56Eugen: Es wird halt wirklich nur reduziert auf den sportlichen Aspekt.
- 37:58Eugen: Es geht darum, einfach da bis zum Ende durchzukommen, Puzzles zu lösen, Monster zu besiegen.
- 38:02Eugen: Und jetzt nicht Irgendwie befreit Befreite der Damsel in Distress oder findet diesen unsinnigen Schatz, den niemand braucht,
- 38:09Eugen: sondern du machst es einfach, weil du es machen willst.
- 38:11Eugen: So wie die meisten Rollenspiele auch wirklich so gespielt wurden, einfach um den Dungeon zu besiegen, aus einem sportlichen
- 38:17Eugen: Ehrgeiz heraus. Also das gefällt mir sehr gut.
- 38:19Eugen: Es hat eine sehr, sehr spezielle Ästhetik, mit der ich mich noch nicht so ganz anfreunden kann.
- 38:24Eugen: Ein bisschen Comicstil, sehr grelle Farben, aber ich weiß es zu schätzen, dass das eine sehr bewusste Entscheidung auch dafür war.
- 38:31Eugen: Also ich kann es empfehlen. Ich bin so bei Dungeon Nummer fünf, glaube ich jetzt.
- 38:35Eugen: Jetzt verliere ich auch ein bisschen den Atem und lasse es mal ein, zwei Wochen liegen und dann werde ich weiter schauen.
- 38:39Arno: Arno: Ja, ich werde es mir, glaube ich, auf jeden Fall auch mal ansehen.
- 38:42Arno: Ich will ja immer mehr lernen über meine südlich gelegenen Nachbarn.
- 38:47Eugen: Eugen: Das kannst du tatsächlich in einem Spiel.
- 38:48Eugen: Also es kommt auch. Ja, also ich verrate nicht mehr.
- 38:51Eugen: Einfach einfach anspielen.
- 38:52Eugen: Ich. Ich kann es empfehlen.
- 38:53Arno: Arno: Ich habe übrigens auch was gespielt.
- 38:55Arno: Und zwar. Also ich hatte es vorher schon gespielt, aber dann noch mal intensiv mit meinen Töchtern zusammen und es war sehr,
- 39:01Arno: sehr lustig, weil meine jüngere Tochter dann uns dann auch noch gleichzeitig mitgefilmt hat und einen schönen Schnitt daraus gemacht
- 39:07Arno: hat.
- 39:08Eugen: Eugen: Was für eine wundervolle Idee!
- 39:09Eugen: Und da kommen wir noch drauf zurück.
- 39:11Eugen: Dann der Film. Nein, nein, Red weiter.
- 39:12Eugen: Ich möchte nicht zu oft unterbrechen.
- 39:14Eugen: Verzeih.
- 39:15Arno: Arno: Und zwar haben wir gespielt.
- 39:17Arno: The Exit 8.
- 39:19Arno: Das ist so ein kleines Spiel aus Japan, glaube ich, bei der man in einem Korridor läuft und
- 39:29Arno: so eine. Und man muss eben den besagten.
- 39:32Arno: Also es ist ein U Bahn Korridor, der eigentlich immer kreisförmig verläuft.
- 39:37Arno: Man läuft im Kreis und immer wenn etwas off ist, merkwürdig ist, muss man die Laufrichtung ändern.
- 39:46Arno: Und so gerät man dann irgendwann hoffentlich zum Exit Nummer acht.
- 39:50Arno: Und es ist eine Art, ich würde sagen, viele nennen es Horror Spiel.
- 39:56Arno: Ich würde eher sagen eher so ein Psycho Psychothriller.
- 40:01Arno: Könnte man vielleicht sogar sagen, bei dem man auch zunehmend ein bisschen paranoid wird.
- 40:05Arno: Und das war sehr, sehr, sehr lustig, das mit meinen Töchtern gemeinsam zu spielen, das möchte ich auch unbedingt empfehlen, wenn man
- 40:12Arno: es spielen möchte, das auch so zu spielen, weil es einfach großartig war.
- 40:18Eugen: Eugen: Das klingt so, es erinnert mich ein bisschen von der Erzählung an P.T.
- 40:23Eugen: Ich weiß nicht mehr, wofür die Abkürzung ist.
- 40:24Eugen: Das war dieses eine, das Silent Hill, das nicht Silent Hill wurde, wo alle, die es noch auf ihrer Playstation vier oder drei, ich
- 40:31Eugen: weiß jetzt gar nicht auf welcher noch haben, weil das wurde auch dann aus dem Store genommen können diese Playstation angeblich
- 40:37Eugen: für.
- 40:37Arno: Arno: Den Vergleich habe ich auch schon mal dazu gelesen.
- 40:40Eugen: Eugen: Ja, das ist halt auch so diese eigentlich da gehst du durch eine Wurst in einer Wohnung und es verändert sich immer ein bisschen was.
- 40:44Eugen: Aber das ist halt der ordentliche Horror.
- 40:46Eugen: Dann nach einer gewissen Zeit.
- 40:49Arno: Arno: Zu dem Spiel werde ich dann hoffentlich eben auch mit dem Adrian Demleitner ein Artikel zu Ludemen und
- 40:58Arno: Narrativen und eben Exit Eight schreiben, wenn alles gut geht.
- 41:02Arno: Toi, toi, toi.
- 41:03Eugen: Eugen: Ich finde die Idee, dass ich Filmen beim Spielen sehr gut.
- 41:06Eugen: Also erstens auch wir, die wir viel Zeit vor dem Computer verbringen.
- 41:09Eugen: Also von mir gibt es auch fast keine Fotos am Computer, noch weniger Filme.
- 41:13Eugen: Und ich dachte mir auch in unserem chluden Projekt, wenn wir jetzt Games als nächste Case Study machen, dann gauntlet artiges
- 41:20Eugen: Rollenspiel sollten wir uns auch filmen dabei.
- 41:23Eugen: Das vergesse ich nur dann immer, aber das wäre schon ein Mehrwert, weil das noch eine nächste Ebene ist, die man analysieren kann.
- 41:30Arno: Arno: Ja, wobei, Geld spiele ich auch gerade und ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich ein Mehrwert in dem Fall hat, weil man sieht mich
- 41:37Arno: nur dabei, wie ich frustriert schon wieder von vorne anfangen.
- 41:41Eugen: Eugen: Ja, das ist halt, weil es auch teilweise sehr ja, aber ich finde, das ist ja schon ein interessanter Aspekt, wie schwierig es ist,
- 41:47Eugen: dieses Spiel heute zum Laufen zu bringen mit unseren Möglichkeiten.
- 41:50Eugen: Erste Level.
- 41:51Arno: Arno: Hinausgeraten bisher.
- 41:52Eugen: Eugen: Nenne ich auch noch nicht. Das können wir eigentlich das nächste Mal dann ein bisschen ansprechen, wenn wir mehr haben.
- 41:58Eugen: Letztes Ding Mir fällt noch ein, ich habe da noch zwei Sachen bei mir stehen aus den Softworks Filme.
- 42:05Eugen: Ja, zum einen auch einiges.
- 42:07Arno: Arno: Ja.
- 42:07Eugen: Eugen: Ähm. Willst du anfangen?
- 42:10Arno: Arno: Nein, nein, nein.
- 42:11Arno: Ich bin gespannt, Was? Was du sie gesehen hast.
- 42:14Eugen: Eugen: Zum einen haben wir auf Wunsch unseres älteren Sohnes mit ihm gemeinsam die Truman Show angeschaut, wo ich sehr begeistert war,
- 42:22Eugen: weil das habe ich damals im Kino gesehen und war irgendwie nicht so hingerissen.
- 42:26Eugen: Ist der gut gealtert?
- 42:27Eugen: Ich finde, er ist sehr gut gealtert sogar.
- 42:30Eugen: Der ist. Also jetzt habe ich viel mehr intelligente Ebenen und Nuancen da erkannt als früher.
- 42:36Eugen: Damals fand ich ihn ziemlich platt.
- 42:38Eugen: Jetzt fand ich ihn ziemlich intelligent.
- 42:39Eugen: Er ist halt. Er funktioniert nur in einer spezifischen Periode und auch da braucht man ein bisschen suspense of this belief.
- 42:47Eugen: Also in einer funktioniert in einer fiktiven Zukunft halt aus dem, was war das Ende 90er Jahren so um das Jahr 2000 herum mit heutigen
- 42:56Eugen: Social Media und und Instagram Influencer und so wird das nicht mehr funktionieren.
- 43:00Eugen: Aber damals wäre.
- 43:01Arno: Arno: Eben meine Frage Hat es.
- 43:02Eugen: Eugen: Funktioniert? Und es geht ja nicht darum, dass es eine realistische Zukunfts Dystopie ist, sondern es ist ja mehr eine Metapher für
- 43:09Eugen: den den öffentlichen Menschen und eigentlich für gerade.
- 43:12Eugen: Gerade diese.
- 43:13Arno: Arno: Metapher für.
- 43:14Eugen: Eugen: Den gläsernen Social Media Menschen, den oder halt den Influencer wider Willen funktioniert das prächtig.
- 43:21Eugen: Also auch diese ganze Industrie, die rundherum aufgebaut wird, die die Fans und die Fankultur.
- 43:27Eugen: Ähm, das war.
- 43:29Eugen: Also ich finde, das ist gerade auch heute ein sehr gutes Kommentar, ein sehr guter Kommentar.
- 43:35Arno: Arno: Das hätte ich tatsächlich nicht.
- 43:36Arno: Ich hätte gedacht, der geht total unter.
- 43:39Eugen: Eugen: Ich muss auch. Ich habe auch meine Meinung Carrie gegenüber revidiert.
- 43:43Eugen: Den habe ich immer für extrem outriert und da war mir teilweise sehr unangenehm in seiner übertriebenen Gestik und Mimik.
- 43:51Eugen: Aber da fand ich ihn wirklich großartig.
- 43:53Arno: Arno: Also ich mag ihn ja als Schauspieler sehr, auch wenn ich seinen seinen Antiimp Rhetorik nicht so ganz folgen mag, aber ich finde den
- 44:02Arno: sehr großen Schauspieler okay.
- 44:04Eugen: Eugen: Ja, na gut, ein Schauspieler muss sich nicht unbedingt in Medizin auskennen.
- 44:07Arno: Arno: Ja, ja, so Impfen verursacht Autismus und so ein Kram.
- 44:11Eugen: Eugen: Legen wir die Decke des Schweigens drüber.
- 44:12Eugen: Über den privaten Tim Curry.
- 44:15Eugen: Und dann habe ich es mir angeschaut.
- 44:16Eugen: Weil ich es halt auch wichtig finde, als aus einer Perspektive der Gamestar, des Ready Player One.
- 44:21Eugen: Das Buch habe ich schon vor Jahren gelesen, auch hier.
- 44:24Eugen: Lustig, ich war.
- 44:25Eugen: Ich habe jetzt eine ganz, ganz schlechte Anfangsmeinung gehabt.
- 44:30Eugen: Oder fangen wir anders an? Ich habe das Buch gelesen und es ist gut geschrieben.
- 44:33Eugen: Es ist halt so ein typisches Popcorn Fastfood Buch.
- 44:37Eugen: Das macht Spaß.
- 44:38Eugen: Das habe ich auch. Ich weiß nicht, obwohl es dick ist, in zwei oder drei Tagen ausgelesen und habe mich dann aber so ähnlich wie bei
- 44:44Eugen: Dan Brown oder wie wenn ich mal einen Hamburger bei McDonald's essen nachher drüber geärgert, weil ich es einfach ziemlich stumpf
- 44:51Eugen: fand. Und ich habe mich auch sehr geärgert darüber.
- 44:52Eugen: Also auch Aussagen und Ideologie drinnen fand ich schwierig ist nach wie vor.
- 44:57Eugen: Die Punkte sind da, Aber ich habe meine Meinung jetzt ein bisschen revidiert nach dem Film.
- 45:02Eugen: Der auch der ist Popcornkost.
- 45:03Eugen: Das ist Popcornkino, der ist gut gemacht, meint Spielberg.
- 45:07Eugen: Also professionell gute Dialoge.
- 45:09Eugen: Die Schauspieler sind gut, die Special Effects sind gut.
- 45:15Eugen: Was mich halt so genervt hat am Buch ist im Grunde genommen, dass ich so ein bisschen bloßgestellt wurde, weil die Figur ist halt
- 45:22Eugen: so eine Identifikationsfigur für viele Leute, weil es halt diese ganze 80er Jahre Nostalgie hat, von der sie getrieben wird.
- 45:29Eugen: Und die habe ich auch tief in mir.
- 45:30Eugen: Ich habe genau die gleichen Filme gesehen, ich habe die gleiche Musik gehört, ich habe die gleichen Spiele gespielt.
- 45:35Eugen: Ich kannte diese ganze Lore dahinter, auf die Bezug genommen wurde.
- 45:39Eugen: Also und das hat mir halt gezeigt, wie unbesonders ich bin, weil das ist, dass das Targetpublikum sind halt Millionen.
- 45:47Eugen: Das heißt Millionen Menschen fühlen halt genau das gleiche, wenn sie Take on me hören.
- 45:52Eugen: Na gut, das hat mich jetzt nicht überrascht.
- 45:54Speaker4: Speaker4: They got me take on me.
- 45:59Speaker4: Take me on.
- 46:03Eugen: Eugen: Jetzt bist du dran.
- 46:05Arno: Arno: Singt er dann auch Take me home oder was?
- 46:07Eugen: Eugen: Das schneiden wir jetzt raus.
- 46:09Arno: Arno: Nein, nein, nein. Das lassen wir drin.
- 46:11Arno: Aber ich tue noch ein paar Effekte drauf.
- 46:13Eugen: Eugen: Ja, das wäre schon gut.
- 46:14Eugen: Wo war ich? Ready Player One?
- 46:15Eugen: Ich wollte dich noch was Intelligentes sagen, Wollte dich nicht ablenken.
- 46:18Eugen: Es ist. Es ist schon interessant.
- 46:20Eugen: Wirklich? Als Museum.
- 46:22Eugen: Diese 80er Jahre Nostalgie.
- 46:24Eugen: Und ich finde das ja auch interessant, dass gerade diese 80er Jahre Nostalgie irgendwie so einen besonderen Stellenwert hat.
- 46:31Eugen: Finde ich jetzt auch einheitlicher ist als die 70er Jahre Nostalgie, die wir ja mit Wickie, Slime und PaIper auch hatten.
- 46:37Eugen: Also es ist klar, wir gehen einfach die Was sind wir jetzt 40 Jahre nachher, wenn die Leute erwachsen sind oder 30 Jahre nachher,
- 46:43Eugen: kommt halt die Nostalgiewelle.
- 46:45Eugen: Also wir Brace yourself für die 90er Jahre Nostalgiewelle, die.
- 46:49Eugen: Ja im Ernst?
- 46:50Eugen: Eigentlich hat die ja bereits angefangen.
- 46:53Eugen: Ja, genau. Also, ich meine, aber das fand ich.
- 46:55Eugen: Deswegen habe ich dem Film auch mehr verziehen, weil ich gemerkt habe, ich war auch einfach dem dem Buch negativ
- 47:01Eugen: eingestellt, weil ich halt gemerkt habe, wie unbesonders ich bin, was ja irgendwie recht normal ist, muss man dazu sagen.
- 47:07Eugen: Ähm, es ist darüber hinaus.
- 47:10Eugen: Es ist gut geschrieben, es ist lustig, es ist nicht besonders intelligent und es ist halt schon wieder diese kleiner Junge rettet
- 47:18Eugen: die Welt Macht auch Sinn als als Castiel auf die 80er Jahre, weil das war ja auch etwas eine Erzählung, die in den 80er Jahren sehr
- 47:25Eugen: populär war. Also so last Starfighter und so dieses Mit meinen Computerspielkenntnissen rette ich jetzt die ganze Galaxie.
- 47:32Eugen: Das sind halt wirklich so eskapistische, vor allem Bubenfantasien, die da bedient werden.
- 47:37Eugen: Was mich halt schon besonders nervt ist, wenn es dann immer diesen den Tech Milliardär als positives Bild gibt.
- 47:44Eugen: Weil davon halte ich positiv.
- 47:46Eugen: Ja doch, der, der da kommt.
- 47:48Eugen: Also dieses diese, das Zelebrieren des Nerdtums, also der.
- 47:51Eugen: Ich habe den Namen schon wieder vergessen, aber der Erfinder von der Oasis, der nicht der Akten, sondern der andere Namen
- 47:57Eugen: vergessen. Der ist so der super Nerd, aber mit dem Herz am rechten Fleck.
- 48:01Eugen: Und der hat ja Entschuldigung jetzt politisch gesehen viel zu viel Macht, weil der kontrolliert tatsächlich mit dieser Oasis
- 48:06Eugen: die gesamte Welt und hat dann auch noch die grandiose Idee, ich vererbe das jetzt einer Person, die einfach meine vier oder fünf oder
- 48:13Eugen: sechs oder sieben Easter Eggs findet.
- 48:15Eugen: Also das ist. Und diese Easter Eggs sind jetzt nicht ein so eine Queste im mittelalterlichen Sinn, dass der geprüft
- 48:20Eugen: wird, dass du ein reines Herz hast, dass du dich für die Armen einsetzt, dass du kooperieren kannst.
- 48:25Eugen: Ich meine, das kommt schon ein bisschen raus.
- 48:27Eugen: Also Sie kooperieren und sind ja gegen das böse multimillionen Unternehmen unterwegs.
- 48:33Eugen: Aber tatsächlich hätte ja jeder Pimpf, der halt viele Computerspiele gespielt hat, viele Filme aus den 80er Jahren gesehen hat und
- 48:38Eugen: viel Musik da gehört hat, hätte das gewinnen können und hätte dann die Macht über die Welt gehabt.
- 48:43Eugen: Und das ist so, das ist eine ganz, ganz krasse Horrorvorstellung von mir und das wird nie kritisch hinterfragt, dass dieser eine
- 48:52Eugen: Typ, der noch dazu sozial ziemlich herausgefordert ist.
- 48:56Eugen: Also er ist nett, aber doch irgendwann ist er auch zieht er sich zurück, weil er halt die Frau nicht bekommen hat, sondern sein
- 49:03Eugen: bester Freund und so und der kontrolliert die Welt ist das und das wird aber nicht.
- 49:08Eugen: Das ist nicht eine dystopische Vorstellung in diesem Film und in diesem Buch.
- 49:11Arno: Arno: Das wäre auch, also da wären wir schon fast bei der Soft, bei der Antragserotik.
- 49:17Arno: Das wäre eigentlich sowieso mal ein Thema, was man mal untersuchen müsste.
- 49:20Arno: Diese ganzen Tech und Silicon Valley.
- 49:27Arno: Führerfiguren, die ja im Moment auch wirklich auch die Popkultur überschwemmen.
- 49:33Eugen: Eugen: Das können wir machen. Aber möchtest du vorher noch deinen Film sagen oder deine Filme?
- 49:37Eugen: Hast du da etwas?
- 49:38Arno: Arno: Ja, ich werde es kurz halten.
- 49:40Arno: Ich werde einiges ausklammern und beschränke mich jetzt mal auf das, was ich noch nicht ganz durchgesehen habe, nämlich weil es auch
- 49:46Arno: ein Computerspielbezug hat.
- 49:47Arno: Kein. Arcane.
- 49:49Eugen: Eugen: Kennst du das? Jein.
- 49:51Eugen: Also ich habe es immer aus dem Augenwinkel mitbekommen und dachte mir, das sollte ich mir mal genauer anschauen, weil ich irgendwie
- 49:56Eugen: Bezugspunkte gesehen habe.
- 49:58Eugen: Aber ich habe es nicht getan.
- 49:59Eugen: Das heißt, du kannst mir jetzt da so ein beschriebenes Blatt.
- 50:03Arno: Arno: Es ist eine Animationsserie, die bei Netflix läuft und die im Prinzip lose, so wie ich das verstanden habe, auf dem League of Legends
- 50:11Arno: Universum beruht.
- 50:13Eugen: Eugen: Okay.
- 50:14Arno: Arno: Und ich muss sagen, also ich habe jetzt die erste Staffel, hatte ich gesehen und war sehr, sehr begeistert und
- 50:24Arno: finde auch jetzt die zweite, habe sie ungefähr halb gesehen, auch wiederum wieder sehr, sehr großartig.
- 50:31Arno: Ich kann nicht zu viel verraten, aber dieses.
- 50:33Arno: Also es ist auf sehr vielen Ebenen auf der Erzählebene auf.
- 50:39Arno: Also schon natürlich Pop, muss man sagen.
- 50:42Arno: Also es gibt wie so oft die Leute, die unten wohnen, am unteren Rand der Stadt und im Schmutz und Arm,
- 50:52Arno: und die Arbeiter, die unterdrückt werden.
- 50:55Arno: Oben wohnen die Reichen und beide Klassen aufeinander.
- 50:59Arno: Und dann gibt es eben diese kleine Gruppe an, ja Wohlgesinnten aus beiden, die dann irgendwie zusammenfinden.
- 51:07Arno: Und es gibt aber auch die, die irgendwie moralisch gebrochen werden und dann also ganz viele Twists auch und es ist eigentlich.
- 51:16Eugen: Eugen: Kurz was einwerfen.
- 51:17Eugen: Entschuldigung, ein Gedanke oder Es tut mir leid, wenn ich deinen Flow unterbricht.
- 51:21Eugen: Aber ich denke mir, das ist auch ein Phänomen, dass es einfach angloamerikanisch dieses dieser eine Blick auf die Gesellschaft
- 51:27Eugen: von oben und unten, wo man sich schon immer denkt naja, ganz okay ist es nicht, dass da die Superreichen gibt und die super Armen.
- 51:33Eugen: Aber so wirklich die Lösung dafür haben wir nicht.
- 51:35Eugen: Und wenn man sich aber den Kontinent Europa anschaut, da gab es die Lösung.
- 51:38Eugen: Das nennt sich Sozialdemokratie.
- 51:39Eugen: Da wurde das Sozialpartnerschaft.
- 51:41Eugen: Der Komponist ja, Sozialist reicht ja schon.
- 51:46Eugen: Also wirklich, das ist.
- 51:47Eugen: Da wurde genau dieses zentrale Problem über Jahrzehnte gelöst und aber in den Filmen immer so.
- 51:52Eugen: Was können wir denn da machen?
- 51:54Eugen: Was? Am besten, wir holen eine Entschuldigung.
- 51:56Eugen: Ich lass dich jetzt wieder, Aber da kann ich auch auch was für die Antragserotik.
- 52:00Arno: Arno: Ja, eben, sag ich ja.
- 52:02Arno: Also es ist Ja, es ist eben Pop.
- 52:05Arno: Es ist amerikanischer Pop.
- 52:07Arno: Das auf jeden Fall. Ich bin mir nicht gerade nicht ganz sicher, ob es eine amerikanische Produktion ist.
- 52:12Arno: Könnte auch was europäisches sein, aber es ist wirklich sehenswert, weil die Animation so unglaublich gut sind.
- 52:21Arno: Also also sowas habe ich im Serienformat eigentlich noch nie gesehen.
- 52:24Arno: Und die, ja, die Sprecherinnen sind sehr, sehr überzeugend.
- 52:31Arno: Ich finde, die Story reißt einen geradezu mit, weil man muss natürlich wie immer so ein bisschen das Hirn ausschalten, aber nicht
- 52:40Arno: komplett, weil es ist durchaus wie gesagt komplex und nicht ganz unreflektiert, hat sehr, sehr viele Ebenen, über die man
- 52:50Arno: sprechen könnte. Von der Religion, über die Wissenschaft, über die eben das politische System.
- 52:57Arno: Und so weiter und so fort.
- 52:59Arno: Und ich finde das wirklich eine sehenswerte Serie, die ich hier jedem ans Herz legen möchte.
- 53:05Eugen: Eugen: Also ich bin überzeugt, ich habe es.
- 53:07Eugen: Ich werde es mir anschauen.
- 53:08Eugen: Es wäre vielleicht auch was, mit meinem älteren Sohn gemeinsam zu schauen.
- 53:12Eugen: Jetzt wo wir langsam durch die Star War's Serien durch sind.
- 53:15Eugen: Ich glaube, da fehlen uns noch zwei Folgen.
- 53:17Eugen: Da käme uns das eh zupass.
- 53:20Eugen: Ja gut, dann, dann, dann machen wir den gleitenden Übergang in die Erotik.
- 53:27Eugen: Ich sage mal kurz, Was haben wir?
- 53:29Eugen: Wir haben uns auf. Genau.
- 53:30Eugen: Ich dachte, eine Möglichkeit wäre, Wir nehmen die Antragserotik vom letzten Mal auf die Großtheorien im Spiel, weil da hat sich
- 53:36Eugen: was getan. Dein Argument ist ja, dann ist es keine Antragserotik mehr, sondern dann wäre es ja eigentlich schon im Hard work.
- 53:42Eugen: Ich finde doch, dass wir können darüber reden.
- 53:45Arno: Arno: Weil. Weil es noch Zukunftsmusik ist.
- 53:47Arno: Ist es noch.
- 53:48Eugen: Eugen: Erotik ist eben aus dem es.
- 53:51Eugen: Ja, ich würde da nicht so zu streng teilen aus dem sonst.
- 53:54Eugen: Es ist auch ein bisschen illusorisch zu denken, dass wir wirklich jeden Monat eine neue.
- 54:00Eugen: Ich meine, bis jetzt hatten wir es.
- 54:01Eugen: Aber haben wir wirklich jeden Monat dann immer eine neue Idee für einen Antrag, den man theoretisch schreiben könnte?
- 54:08Eugen: Ich meine ja, ein bisschen muss ich mal widersprechen.
- 54:11Eugen: Ideen hatten wir heute.
- 54:13Eugen: Was war das erste noch einmal?
- 54:15Eugen: Ähm, doch das erste war die die Tech Billionaire, glaube ich.
- 54:18Eugen: Und das zweite wäre, warum Amerikaner europäische Sozialdemokratie nicht verstehen und wir das dann in der Popkultur dann immer
- 54:28Eugen: vorgesetzt bekommen.
- 54:29Arno: Arno: Und immer dieses binäre Denken in oben und unten.
- 54:32Eugen: Eugen: Da kann man nichts machen, das sind halt die Reichen, da sind die Armen, das ist, das ist halt so!
- 54:36Eugen: Ja, also Tech Billionär finde ich tatsächlich halt leider Gottes, weil jetzt wir wirklich diese.
- 54:43Eugen: Was für ein Adjektiv dazu.
- 54:44Eugen: Aber das sind ja, ich weiß nicht.
- 54:46Eugen: In meiner Jugend gab es die Millionäre, dann später die Milliardäre und die waren auch in der Tradition des.
- 54:53Eugen: Ich behalte meine politische Meinung für mich.
- 54:56Eugen: Eventuell haben Sie hinter den Kulissen allen möglichen Unsinn gemacht.
- 55:01Eugen: Eventuell haben sie auch gute Sachen gemacht.
- 55:02Eugen: Man weiß es nicht. Ist vielleicht auch ein Problem, aber jetzt haben wir diese kindlichen Tech Billionäre, die
- 55:12Eugen: großartig bedenklich sind, finde ich.
- 55:14Eugen: Also die einfach.
- 55:16Eugen: Wir hatten das Thema Ethik.
- 55:17Eugen: Ich glaube, die sind ganz ohne jeden jede Vorstellung von Ethik aufgewachsen.
- 55:23Eugen: Also bei beim Essen, beim Elon Elon habe ich nicht das Gefühl, dass da sehr viel Grundwissen über Ethik und Moral und
- 55:33Eugen: überhaupt menschliches Zusammensein da ist.
- 55:35Eugen: Also er ist sehr davon sich von sich überzeugt, dass er gut ist.
- 55:38Eugen: Also ich glaube nicht, dass er ein klassischer Bösewicht ist, weil er böse sein will.
- 55:43Eugen: Er ist nur sehr unbeholfen, sehr unbedarft und hat dafür viel zu viel Geld und kann sehr viel Unsinn machen.
- 55:51Arno: Arno: Und was für ein Gegenentwurf auch zum Beispiel zu Dagobert Duck.
- 55:56Eugen: Eugen: Ja, eben. Dagobert Duck steht noch sehr für den alten, absurden Reichtum.
- 56:00Eugen: Auch viel zu mächtig oder so, diese alten Patriarchen.
- 56:03Eugen: Da kann man auch sehr viel kritisieren, aber letztlich mit moralischem Kompass.
- 56:09Eugen: Ja, ich meine, man soll jetzt auch nicht in Nostalgie verfallen und die neuen Techmilliardäre, da müssen wir gar nicht so
- 56:15Eugen: viel verändern, oder Da fallen mir jetzt keine Frauenfiguren ein, ad hoc.
- 56:19Eugen: Also ich denke, ich habe zum Glück auch den Großteil der Namen wieder vergessen.
- 56:23Eugen: Aber wen gibt es denn noch? Also extrem bedenklich finde ich auch den von ähm, ach Gott, wie heißt dieser extrem libertäre,
- 56:29Eugen: ursprüngliche Deutscher, der dieses PayPal gemacht hat und dann jetzt einfach nur.
- 56:34Eugen: Ja genau, der geht ja auch einfach ins Extreme.
- 56:37Eugen: Also das sind ja wirklich.
- 56:38Eugen: Sie sind immer dann extreme Ideologien, die da von denen vertreten werden.
- 56:43Eugen: Man hat es auch ein bisschen gemerkt mit unserem kleinen eigenen Biotop im Red Bull Gründer, der über Jahrzehnte nie etwas
- 56:50Eugen: öffentlich gesagt hat und dann plötzlich eigene Medien aus dem Boden gestampft hat, die auch surprise surprise alle ins rechte
- 56:58Eugen: Lager spielen.
- 56:59Eugen: Also es ist auch dieses So spielen alle oder alle, die mir jetzt ad hoc einfallen, immer ins rechte Lager.
- 57:06Eugen: Also es fängt an mit libertär liberal, aber dann sehr übertrieben.
- 57:10Eugen: Also Anti Staat Anti Sozialstaat auch ganz stark Anti.
- 57:14Arno: Arno: Steuern Anti Abgaben.
- 57:16Eugen: Eugen: Ja, ich meine, damit fangen sie an, aber dann haben sie plötzlich auch Meinungen zu Asylantinnen und zu auch Gesundheitsvorsorge.
- 57:24Eugen: Und es ist eigentlich sonst finde ich, immer sehr dystopische Weltsichten, die von Ihnen vertreten werden.
- 57:29Arno: Arno: Zugleich ist man dann Bioshock.
- 57:32Eugen: Eugen: Ja, ja, aber tatsächlich.
- 57:33Eugen: Also wir wissen es nicht, aber ich möchte es auch nicht unbedingt herausfinden.
- 57:38Arno: Arno: Das ist der Punkt.
- 57:39Eugen: Eugen: Also es ist ja immer dieses wenn zu viel Macht in einer Person geballt ist.
- 57:43Eugen: Klar, das kann dann auch totale Vorteile haben, wenn wir da eine super ethische Person haben, die wirklich nur auf das Wohl der
- 57:51Eugen: Menschheit aus ist, dann kann das theoretisch also wirklich nur in der Theorie gut sein, weil die dann halt sehr viel
- 57:57Eugen: schneller agieren kann oder sich zielgerichteter und muss nicht auf Bill Gates.
- 58:04Eugen: Ich habe mich bemüht, den nicht zu nennen.
- 58:05Eugen: Ich finde ihn halt jetzt im Vergleich positiver, weil er eben nicht die ganze Zeit seine politische Macht.
- 58:10Arno: Arno: Er hat ja dieses öffentliche Image eines Philanthropen so aufgebaut.
- 58:15Eugen: Eugen: Deswegen der spendet halt auch wirklich Milliarden.
- 58:18Eugen: Auch das ist die nächste Frage, die ich habe jetzt auch bei dieser absurden Frage vom Elon, äh, dem ja verboten wurde einen und die
- 58:26Eugen: Zahl habe ich da nicht glauben können.
- 58:27Eugen: Also Tesla hätte ihm eine Ausschüttung machen sollen, also ein Bonus von 50 Milliarden $.
- 58:35Eugen: Also ich kann das mir gar nicht mehr vorstellen.
- 58:38Eugen: Das wurde dann von einem Gericht verboten.
- 58:39Eugen: Aber das sind ja Summen.
- 58:41Eugen: Das heißt, ich weiß nicht, wie viele Milliarden der hat.
- 58:43Eugen: Und was macht er mit dem Geld?
- 58:45Eugen: Was macht der wirklich mit diesem Geld?
- 58:46Eugen: Da ist jetzt der, der keine kleinen Häuser gebaut hat.
- 58:52Arno: Arno: Ja, ja, ja.
- 58:53Eugen: Eugen: Und ich meine, früher gab es halt die, die stillen Millionärsfamilien, die halt auch sehr.
- 58:57Eugen: Es war halt dieses patriarchale Denken, also patriarchale, dieses Denken, das Dynastische auch die waren natürlich darauf aus, dass das
- 59:05Eugen: Geld und die Macht in der Familie bleibt, aber in Richtung Halt.
- 59:09Eugen: Brot und Spiele haben sie halt auch immer.
- 59:10Arno: Arno: Aber Jeff Bezos von Amazon, der hat doch letztens in einer Fernsehsendung sagte er blickt eigentlich ganz optimistisch in die
- 59:19Arno: Zukunft.
- 59:19Eugen: Eugen: Elon sicher auch.
- 59:21Eugen: Jetzt, wo er sein bizarres.
- 59:23Eugen: Äh, wie heißt das nochmal?
- 59:25Eugen: Dieses nach diesem dämlichen Bitcoin artigen, dem Dogecoin Dogecoin.
- 59:32Eugen: Ach Gott, ich möchte eigentlich gar nicht drüber reden.
- 59:34Eugen: Manchmal ist es einfach ernüchternd, in was für einer Welt wir gerade leben.
- 59:38Eugen: Aber ich kann jeden verstehen.
- 59:39Arno: Arno: Der sich ins innere Exil.
- 59:41Eugen: Eugen: Zurückzieht. Nein, genau das ist das nächste Biedermeier.
- 59:44Eugen: Kommt bestimmt. Es geht ja jetzt gar nicht so sehr ums Reden.
- 59:48Eugen: Es geht. Was macht, was kann die Forschung machen?
- 59:50Eugen: Sie könnte analysieren Wann wurde denn dieser Tech Milliardär Tech Billionär so als Messiasfigur aufgebaut?
- 59:57Eugen: Also das ist ja, das kommt ja nicht aus dem Nichts.
- 59:59Eugen: Es ist ja nicht überraschend für uns, dass wir die jetzt haben, weil es gab sie ja auch schon vorher.
- 1:00:03Eugen: Und es gab ja diesen Kult um Steve Jobs zum Beispiel.
- 1:00:07Eugen: Der war ja nicht böse, der war nicht schlecht.
- 1:00:09Eugen: Aber da hat er diesen Kult, der um ihn aufgebaut wurde, wirklich verdient.
- 1:00:14Eugen: Also diese Bewunderung, und das ist auch dieses geradezu unsinnig fantastische Inszenieren des Selfmademan.
- 1:00:21Eugen: Also auch dieser Glaube, dass die alle aus dem Nichts gekommen wären und sich dann da alleine, also vom Tellerwäscher zum Millionär
- 1:00:29Eugen: hochgearbeitet haben, hat ja kein einziger von denen gemacht.
- 1:00:32Eugen: Die sind ja alle schon mit einem goldenen Startvorteil in die Welt gekommen.
- 1:00:37Eugen: Ähm, also wir haben da eigentlich eh schon dynastisches Denken, aber jetzt glaubt man da, das sind halt die haben sich gegen den
- 1:00:44Eugen: Widerstand einer Gesellschaft, die noch nicht bereit war für ihre tollen Ideen, das hat ja auch keiner von denen irgendwie
- 1:00:49Eugen: großartig neue Ideen gehabt.
- 1:00:51Eugen: Sie haben Ideen. Ich hoffe, dass.
- 1:00:53Arno: Arno: Die Gesellschaft auch noch nie irgendwann bereit sein wird für deren Ideen.
- 1:00:57Eugen: Eugen: Ja, das ist es.
- 1:00:58Eugen: Ist ja auch so krude teilweise.
- 1:01:00Eugen: Also auch gerade wenn wir auch Steve Jobs jetzt nehmen, der jetzt nicht so dieses Anti, also der ist ja noch nicht so schlimm, finde
- 1:01:06Eugen: ich aber auch schon der.
- 1:01:08Eugen: Er war sehr geschickt.
- 1:01:10Eugen: Er war sehr, sehr klug.
- 1:01:12Eugen: Sicher, er war vor allem sehr, sehr clever.
- 1:01:13Eugen: Aber ich meine, die meisten wissen jetzt auch, dass da neben anderen Jobs zumindest ein Wozniak auch war.
- 1:01:18Eugen: Also ich würde jetzt auch nicht zu sehr in diese Ausbeutungserzählung reingehen, sondern das war schon auch vermutlich ein ein
- 1:01:25Eugen: Zusammenspiel, aber der hat das nicht alleine gemacht.
- 1:01:28Arno: Arno: Und man weiß auch nicht, wo Jobs heute wäre.
- 1:01:31Arno: Also man sieht ja gerade bei Elmo Elon das, dass der sich ja auch entwickelt hat.
- 1:01:38Arno: Er war ja auch erst so ein so ein Lieblingskind der Demokraten und jetzt ist er halt massiv am rechten Rand gewandert.
- 1:01:46Arno: Ja geendet. Und das bringt.
- 1:01:48Eugen: Eugen: Das aber dazu. My point, das ist Du hast ja keine Kontrolle über diese Person.
- 1:01:52Eugen: Das ist erstens, Sie werden älter, sie verändern sich.
- 1:01:55Eugen: Das heißt, wenn du denen.
- 1:01:56Eugen: Wenn du denen zulässt, dass die zu viel Macht ansammeln und es gibt.
- 1:02:00Eugen: Ja, aus gutem Grund gab es ja eigentlich soziale Systeme, die es eigentlich geschafft haben, dass die Arm Reich Schere nicht zu
- 1:02:07Eugen: weit auseinander geht, weil es dann auch sehr, sehr instabile Systeme werden.
- 1:02:12Eugen: Also ich habe ja auch Angst.
- 1:02:13Eugen: Nicht so sehr nur vor Elon Musk, sondern davor, dass das ein total instabiles System wird.
- 1:02:18Eugen: Wenn nur solche Extreme hast, weil daneben gibt es auch extreme Armut.
- 1:02:21Eugen: Und was macht der gute Herr Musk dagegen?
- 1:02:23Eugen: Also ich, ich finde es auch so kurzsichtig von denen, dass die nicht sehen, dass die sich selbst in eine Zukunft hinein
- 1:02:29Eugen: manipulieren, die nicht gut für sie ausgehen wird.
- 1:02:33Arno: Arno: Also ich würde ja sagen, dass eben aus deinen Ausführungen heraus folgernde.
- 1:02:39Eugen: Eugen: Dass Ausführung ist ein großes Wort ist.
- 1:02:42Eugen: Ich würde raten in dem Augenblick.
- 1:02:46Arno: Arno: Dass dieser Diskurs um den Milliardär und Milliardär ja schon sehr stark aus sich aus öffentlichen Diskursen speist.
- 1:02:56Arno: Wenn wir jetzt überlegen was wären denn in deiner Erinnerung, in meiner die ersten popkulturellen Artefakte, die
- 1:03:06Arno: genau dieses Narrativ bedienen, positiv oder negativ?
- 1:03:09Arno: Das kann ja auch beides sein.
- 1:03:11Eugen: Eugen: Andrew Ryan haben wir schon genannt.
- 1:03:12Eugen: Ich habe jetzt, weil ein Spiel, über das ich auch geredet habe, nämlich das Close to the Sun.
- 1:03:17Eugen: Da haben wir und der ist ganz häufig da, genannt Nicolas Tesla, so ein Liebkind der Populärkultur in Österreich, Ungarn geborener
- 1:03:26Eugen: Physiker, also in Zagreb.
- 1:03:29Eugen: Also heute wäre Kroate das ein bisschen auch als Konkurrenz zu Addison aufgebaut.
- 1:03:35Eugen: Wird halt nicht ganz so erfolgreich war und ich glaube deswegen so als der Underdog Liebkind der Populärkultur wurde.
- 1:03:41Eugen: Und nicht ohne Grund hat ja Elon sein Werk auch nach ihm benannt.
- 1:03:44Eugen: Und in Fallout gibt es die Tesla Rüstung und ich habe jetzt mal nachgeschaut, wie viele Verfilmungen seines Lebens es gibt.
- 1:03:51Eugen: Also der wird da aufgebaut und der war ja kein Milliardär, der war weit davon entfernt.
- 1:03:56Eugen: Aber in Close to the Sun wird er noch der Milliardär.
- 1:03:58Eugen: Also das.
- 1:03:59Arno: Arno: Aber auch diese genialischen Erfinder sind ja schon nah dran an den Techmilliardären.
- 1:04:05Eugen: Eugen: Aus dem genialen Erfinder.
- 1:04:07Eugen: Also muss immer so was Geniales haben.
- 1:04:08Eugen: Er muss auch was Messianisches haben.
- 1:04:10Eugen: Also er muss auch immer das verkannte Genie sein, der erst mal der Welt etwas eröffnet und zeigt, wie man das besser machen kann.
- 1:04:22Eugen: Und das ist halt es ist schon, ich weiß nicht, wäre es auch sinnvoll, sich anzuschauen?
- 1:04:27Eugen: Die die Befürwortung für diese Milliardäre bei der Bevölkerung, wie viele von denen sonst religiös sind.
- 1:04:32Eugen: Weil es hat auch finde ich so einen Religionsersatz.
- 1:04:35Eugen: Also wir reden immer darüber, dass in den westlichen Kulturen die Religiosität zurückgeht.
- 1:04:41Eugen: Ist glaube ich aber gar nicht.
- 1:04:42Eugen: Sie wird durch andere Sachen ersetzt und durch einen Glauben in Systeme oder Zukunft, die nicht weniger irrational
- 1:04:52Eugen: sind oder teilweise sehr viel weniger.
- 1:04:54Eugen: Also ja sehr viel weniger rational sind.
- 1:04:58Eugen: Tatsächlich.
- 1:04:59Arno: Arno: Ich weiß auch nicht, ob sich diese These generell so hält, wenn man gerade auch auf diese Neo Evangelikalen in den USA und
- 1:05:07Arno: sonstwo schaut oder auch den USA, die ja fast schon orthodoxen Katholiken, die teilweise auch in Europa auch in
- 1:05:17Arno: Machtpositionen streben usw.
- 1:05:19Arno: Aber das nur am Rande. Also das ist ja jetzt nicht nicht wirklich.
- 1:05:22Eugen: Eugen: Das wären so Fragen, die müsste man sich anschauen.
- 1:05:24Eugen: Also ist. Ich nenne es, wie du sagst, auch interessant, historisch, da zurückzugehen.
- 1:05:31Eugen: Ich meine, es ist schon etwas, was wir aus Amerika importiert haben.
- 1:05:34Eugen: Dieser Selfmademan ist nicht einfach ein kontinentaleuropäisches Phänomen.
- 1:05:40Eugen: Also er hat halt auch seine Gründe, weil hier einfach tatsächlich das Kollektiv weitaus weniger negativ angesehen wird als im
- 1:05:47Eugen: angloamerikanischen Raum.
- 1:05:48Eugen: Dort konnte er in diesem Biotop konnte halt jetzt auch.
- 1:05:51Eugen: Das sind alles auch Hypothesen.
- 1:05:52Eugen: Das müsste man sich genauer anschauen, glaube ich, sehr viel leichter, so diese eine Figur als Kristallisationspunkt herausheben.
- 1:05:59Arno: Arno: Da könnte ich jetzt gerade noch mal doch einen Rekurs zur zu Software Work machen.
- 1:06:04Arno: Eine Serie, die ich nicht angesprochen habe, aber geschaut habe, war Day of the Jackal.
- 1:06:10Eugen: Eugen: Das sagt mir gar nichts.
- 1:06:12Arno: Arno: Aber das mit dem.
- 1:06:13Eugen: Eugen: Schakal, mit dem Geheimagenten.
- 1:06:16Arno: Arno: Also das geht ja auf ein Buch zurück.
- 1:06:18Arno: Beides. Und es geht im Prinzip um einen Killer auf der einen Seite und natürlich auf der anderen Seite ein.
- 1:06:25Arno: Eine Polizistin, die ihm dann versucht zu fangen und beide jeweils so, so ein bisschen aufzeigt.
- 1:06:31Arno: Was sind die moralischen Grenzen dessen, was sie da tun usw Aber im Zentrum oder?
- 1:06:38Arno: Das Hauptziel dieses Killers ist in der Serie wiederum ein Milliardär oder Millionär oder was auch immer, der eine
- 1:06:48Arno: Software entwickelt hat, mit der alle Finanzströme in der Welt offenlegen kann und dann eben als messianische Figur ein guter,
- 1:06:56Arno: wiederum.
- 1:06:57Eugen: Eugen: Ein.
- 1:06:57Arno: Arno: Guter. Und das fand ich wirklich.
- 1:06:59Arno: Also bisher. Also ich habe erst eine Staffel gesehen und es gibt auch bisher nur eine Staffel.
- 1:07:04Arno: Es ist ein, der auch sich so verkauft, eben als Heilsbringer und eben ja diese
- 1:07:14Arno: Missstände von anderen Multi Billionären usw aufzudecken versucht.
- 1:07:21Arno: Ich bin mir ziemlich sicher.
- 1:07:22Arno: Da gibt es hoffentlich noch einen Twist, dass er eben nicht nur das ist, weil das war halt einfach auch.
- 1:07:29Eugen: Eugen: Ziemlich stupide, oder?
- 1:07:31Eugen: Das klingt ja nicht mit.
- 1:07:33Arno: Arno: Mit Blick auf Elon Musk und andere eben auch so ein bisschen Geschmäckle und wirkt auch irgendwie schräg.
- 1:07:42Arno: Und deswegen habe ich mich die ganze Zeit während der Serie schon gefragt.
- 1:07:46Arno: Also kommt da noch ein Twist oder ist soll der tatsächlich so sein?
- 1:07:49Arno: Und da bin ich wirklich gespannt, ob sich das weiterentwickelt.
- 1:07:53Arno: Aber das nur ganz am Rande.
- 1:07:55Arno: Aber einfach so als neuestes.
- 1:07:57Arno: Ist doch gar.
- 1:07:57Eugen: Eugen: Nicht so am Rande. Das gehörte dann dazu, sich das anzuschauen.
- 1:08:00Arno: Arno: Also ja, genau.
- 1:08:02Eugen: Eugen: Ich finde jetzt auch, haben wir eigentlich eh so beide Ideen, die wir hatten, heute im Laufe des Gesprächs ein bisschen drinnen.
- 1:08:06Eugen: Auch mit dieser Zweiheit zwischen der anglo amerikanischen ideologischen Welt und der kontinentaleuropäischen, wobei die sich halt
- 1:08:15Eugen: nach dem Ende des Kalten Krieges sehr aneinander angenähert haben.
- 1:08:20Eugen: Weswegen ja das auch so gut rübergeschwappt hat.
- 1:08:22Eugen: Und ich muss dran denken.
- 1:08:23Eugen: Also österreichische Geschichte.
- 1:08:25Eugen: In Deutschland gibt es halt auch Beispiele sicher dafür.
- 1:08:27Eugen: Es war gerade nach dem Ende des Kalten Krieges eine eine Sucht nach so Selfmademännern.
- 1:08:33Eugen: Auch da muss man es nicht erklären.
- 1:08:35Eugen: Dann ähm, was zur ersten Dotcomblase in auch in Österreich geführt hat und Skandalen, die glaube ich teilweise noch immer die Gerichte
- 1:08:42Eugen: beschäftigen. Also da war, weil ein ein Unternehmen, das grandios war, eine sich aufgebläht hat als Aktiengesellschaft.
- 1:08:51Eugen: Grundgedanke war damals Computer zu verkaufen, die gleich ein Internetzugang haben.
- 1:08:56Eugen: Wow. Und dann habe ich nach kurzer Zeit haben sie so viel expandiert, dass niemand mehr wusste, was sie eigentlich machen.
- 1:09:02Eugen: Bis das dann tatsächlich ein legales Problem recht bald wurde.
- 1:09:05Arno: Arno: Ja, und dann.
- 1:09:06Eugen: Eugen: Gab es noch ein Libro Skandal.
- 1:09:07Eugen: Und dann gab es ja auch eine große österreichische Spieleproduzent Vorher Nachher Publisher, der auch einfach bis zum
- 1:09:16Eugen: Zusammenfallen expandiert hat.
- 1:09:18Eugen: Also, aber das war was.
- 1:09:20Eugen: Da geht es gar nicht so um diese Fälle, sondern es ging darum, dass die alle wirklich erwartet wurden, auch von der medialen
- 1:09:25Eugen: Öffentlichkeit und zelebriert wurden.
- 1:09:27Eugen: Endlich haben wir jetzt auch diese Garagentüftler, die einfach mit genialen Ideen jetzt einfach riesen Riesengewinne
- 1:09:34Eugen: machen werden. Also auch da einfach dieser Glaube gewesen.
- 1:09:38Eugen: Wir waren halt zu, ähm zu sklerosiert, zu veraltet.
- 1:09:42Eugen: Und jetzt, wo wir uns öffnen, diesen Gedanken des Liberalismus, wird es möglich sein, dass auch wir diesen absurden Reichtum
- 1:09:47Eugen: haben. Man hat halt recht bald gemerkt, was die Gefahren von diesen, von diesen Modellen sind.
- 1:09:53Eugen: Und es war auch so, also gerade bei Slow Food war da jetzt kein Krimineller.
- 1:09:57Eugen: Also soweit ich es sagen kann, kein krimineller Hintergedanke da, sondern einfach eine totale Überforderung.
- 1:10:01Eugen: Die sind zu schnell gewachsen und wussten gar nicht, was sie tun sollten.
- 1:10:04Eugen: Es hat ja auch in.
- 1:10:05Arno: Arno: Deutschland ja auch einige Fälle, glaube ich.
- 1:10:07Eugen: Eugen: Eben. Und es gibt ja auch noch WirEcard und ich weiß nicht was.
- 1:10:10Eugen: Und wir haben jetzt in Österreich auch wieder einige Finanz Skandälchen, die auch das waren auch wieder solche Figuren, die
- 1:10:16Eugen: wurden geliebt von der Öffentlichkeit.
- 1:10:19Eugen: Und da könnte man dann sagen Ja, schau dir an, das sind, das sind echte junge Macher, wieder keinen Cent notwendig.
- 1:10:24Eugen: Alle, alle männlich, alle jung, alle fit und dann surprise, surprise.
- 1:10:31Eugen: Das ist nicht alles legal gewesen und ethische Bedenken haben da auch nicht so eine große Rolle gespielt, in deren Leben aber
- 1:10:38Eugen: dafür expandiert wie blöd.
- 1:10:40Arno: Arno: Übrigens noch ein kurzer Nachtrag zu Milliardären usw ist ja schon dann interessant und das wäre dann für die Zukunft
- 1:10:48Arno: vielleicht noch ein weiterer Punkt eben dieser dieser Schritt in die Politik.
- 1:10:53Arno: Und wie man dann auch dann so Figuren wie von Christian Lindner über Elon Musk bis zu wie heißt der in Argentinien?
- 1:11:01Arno: Millay oder wie heißt er?
- 1:11:04Arno: Der ja auch der Ultralibertär ist und als eben als neue Leitfigur des politischen Libertären
- 1:11:16Arno: dann gilt dabei aber alles zerstört, was irgendwie an Sozialpolitik vorhanden ist.
- 1:11:22Arno: Und so weiter und so fort.
- 1:11:25Arno: Das ist so dieser letzte Schritt, der da in diesem ganzen Puzzle für Zusammenleben.
- 1:11:30Eugen: Eugen: Wo sie dann alle diese jungen Buben, also wirklich sich denken Ah, ich habe es jetzt durchschaut, ich weiß jetzt, wie es besser
- 1:11:36Eugen: geht. Vergessen wir die letzten zwei 20.000 Jahre Geschichte.
- 1:11:39Eugen: Ich habe sie jetzt durchschaut.
- 1:11:41Eugen: Da könnte.
- 1:11:41Arno: Arno: Da könnte man sich dann zum Beispiel auch fragen Guckt man sich dann auch an, Wie werden diese Leute erzogen?
- 1:11:48Arno: Also sind das alles Elitecolleges?
- 1:11:51Arno: Was bilden sich da für Netzwerke?
- 1:11:53Arno: Und also das ist auf der realweltlichen Seite und wie wird sowas in Filmen auch dargestellt?
- 1:11:59Arno: Weil das ja auch immer wieder eine Rolle spielt.
- 1:12:01Eugen: Eugen: Genau eben.
- 1:12:02Eugen: Ich muss immer aufpassen. Wenn ich ins Reden komme, gehe ich recht weit weg von der Forschung weg.
- 1:12:06Eugen: Also was wäre Antrag?
- 1:12:07Eugen: Was wäre also mehr Erotik, weniger Antrag beim Antrag?
- 1:12:11Eugen: Wer sich anzuschauen, wie sich der Diskurs verändert hat, der es halt möglich gemacht hat diesen Personen, dass sie so auftreten
- 1:12:16Eugen: können. Ich glaube ja nicht, dass diese Figuren vorher nicht ähnliche, also das Militär nicht ähnliche Gedanken hatte und
- 1:12:22Eugen: ähnlichen Größenwahn gelebt haben.
- 1:12:24Eugen: Nur sie wussten, wenn sie damit an die Öffentlichkeit gehen, werden sie riesige Probleme haben, weil der Diskurs das nicht
- 1:12:29Eugen: erlaubt hat. Das war nicht im Rahmen des Sagbaren, Machbaren, Zeigbaren.
- 1:12:33Eugen: Dieser Diskurs hat sich zu ihren Gunsten oder vielleicht langfristig auch ungunsten gerade sehr stark verändert und macht das
- 1:12:40Eugen: möglich, dass Sie damit an die Öffentlichkeit gehen und von vielen, auch von uns jetzt nicht gerade.
- 1:12:44Eugen: Aber vielleicht sind wir auch nicht die interessantesten Discipel, werden sie ja dafür gefeiert und bewundert und haben
- 1:12:52Eugen: Fanboys und eventuell auch Fan Girls around the Globe.
- 1:12:55Eugen: Wann ist das passiert?
- 1:12:57Eugen: Und das ist halt eine langfristige Entwicklung.
- 1:12:59Eugen: Sicher. Ich glaube, Computerspiele bieten sich da auch ganz gut an für diese Figuren, weil Computerspiele ja diese Tendenz haben,
- 1:13:06Eugen: immer das Individuum übermächtig zu machen.
- 1:13:10Eugen: Das finde ich falschen Glauben, dass nur dann Computerspiele Spaß machen, wenn man wirklich die ganze Welt oder das Universum
- 1:13:16Eugen: rettet. Also messianische Figuren gibt es da noch und nöcher.
- 1:13:21Eugen: Deswegen ist es für uns vielleicht auch nicht mehr so abwegig, als die auch in der Öffentlichkeit als solche wahrzunehmen.
- 1:13:26Eugen: Aber wie gesagt, da bräuchte es dann ein etwas größeres Forschungsprojekt, um wirklich zu schauen, wann, wo kam das her?
- 1:13:35Eugen: Ich glaube, das Ende des Kalten Krieges, das ja an sich eine wunderbare Sache war, weil ja doch kein Atomtod, ähm, hat dann teilweise
- 1:13:44Eugen: schon dazu geführt, dass viele Sicherheitsventile und soziale Sicherheitsmaßnahmen dann auch mit über Bord
- 1:13:50Eugen: geworfen wurden. Also gerade in Österreich wurde dann freudig los privatisiert.
- 1:13:56Eugen: Hat teilweise sicher auch ganz gut funktioniert, teilweise hat es gar nicht gut funktioniert und ich habe mit großer
- 1:14:03Eugen: Genugtuung zum Beispiel beobachtet, dass in den in Großbritannien gerade diskutiert wird, dass die Eisenbahn wieder verstaatlicht wird,
- 1:14:11Eugen: weil man halt doch darauf gekommen ist.
- 1:14:12Eugen: Man muss nicht alles durchgehend privatisieren, also das ist nur ein Teilaspekt des Ganzen, aber es hat auch dazu
- 1:14:17Eugen: geführt und ich meine auch nachvollziehbar, weil ich muss jetzt die ganze Zeit an unsere Nachbarn in der Tschechischen Republik
- 1:14:22Eugen: denken. Da gibt es ja auch diese eine.
- 1:14:24Eugen: Ich müsste mal nachschauen, wie dieser Politiker heißt, auch so einen Millionär und Politiker.
- 1:14:30Eugen: Dort macht es Sinn, weil da ist natürlich die Abkehr vom Sozialismus sehr nachvollziehbar, weil Sozialismus dort war,
- 1:14:36Eugen: totalitäre Staatskommunismus und nicht.
- 1:14:39Eugen: Nicht der Sozialstaat, wie wir ihn in Westeuropa hatten.
- 1:14:43Eugen: Aber diese totale Abwendung, glaube ich, hat noch früher solche Figuren ermöglicht.
- 1:14:47Eugen: Und jetzt ist halt die Frage, was machen die anderen westeuropäischen Länder?
- 1:14:52Eugen: Ziehen die da nach? Kriegen wir jetzt auch alle unsere Millionäre?
- 1:14:54Arno: Arno: Würdest du, würdest du sagen also rein rein auf Popkultur gemünzt, würdest du sagen, dass es in postkommunistischen Gesellschaften auch
- 1:15:02Arno: so etwas gibt wie so eine diesen, wie soll man sagen, gerade diese, dieses ultra libertäre,
- 1:15:12Arno: aber gleichzeitig ultra patriarchische, wo dann diese eine Heilsfigur, aber auch die mega
- 1:15:21Arno: freie Gesellschaft voran ziehen muss oder so.
- 1:15:24Eugen: Eugen: Es ist total lieb, dass du mir zugestehen würdest, dass ich sowas wüsste.
- 1:15:27Eugen: Ich habe ja keine Ahnung.
- 1:15:29Eugen: Da müsste man sich also ich bemühe mich auch da immer das im Blick zu haben.
- 1:15:32Eugen: Am Rande hatte ich halt die tschechische Politik mit Kingdom Come Deliverance am Radar, deswegen kann ich da ein bisschen was
- 1:15:39Eugen: sagen, aber auch schon zu anderen.
- 1:15:40Eugen: Also Orban usw und diesen Welten und auch der extrem spannenden Innenpolitik von unseren Nachbarn in der Slowakei, da kenne
- 1:15:48Eugen: ich mich viel zu wenig aus. Und Popkultur.
- 1:15:50Arno: Arno: Ist ja fast schon Österreich.
- 1:15:52Eugen: Eugen: Es ist alles fast schon Österreich.
- 1:15:54Eugen: Oder umgekehrt könnte man sagen, dass Österreich fast schon Ungarn und fast schon die Slowakei ist.
- 1:15:58Eugen: Es macht ja auch Sinn, weil wir einfach über Jahrhunderte zusammengelebt haben.
- 1:16:03Eugen: Da jetzt nationalistische Grenzen zu ziehen, finde ich immer ganz besonders stupide.
- 1:16:07Eugen: Apropos auch Thema Küche, aber egal.
- 1:16:09Eugen: Also deswegen würde ich da nie vom hohen Ross sagen.
- 1:16:12Eugen: Ach, was machen die schon wieder für einen Unsinn.
- 1:16:13Eugen: Weil wir machen es ja auch nicht besser.
- 1:16:17Eugen: Alles ähnlich bedenklich gerade.
- 1:16:19Eugen: Ähm, ja.
- 1:16:21Eugen: Wollen wir hier? Ich meine, wir könnten hier noch ewig lang weiter diskutieren, aber ich glaube, irgendwann sagen wir damit ja.
- 1:16:28Arno: Arno: Jetzt haben wir ja ganz schön viel in die Welt geworfen.
- 1:16:30Arno: Falls irgendjemand Lust hat, mit uns einen Antrag zu schreiben, meldet euch einfach und.
- 1:16:37Eugen: Eugen: Wir machen auch als Partner mit.
- 1:16:38Eugen: Wir müssen genau Ja sagen.
- 1:16:41Arno: Arno: Absolut. Hauptsache, wir können dann uns und alle anderen Menschen um uns herum für die Zukunft damit finanzieren, auch
- 1:16:51Arno: wenn wir die Anträge nur korrigieren.
- 1:16:53Eugen: Eugen: Na ja, die Hoffnung ist bei solchen Themen auch, dass man halt in sehr geringem Maße habe.
- 1:16:58Eugen: Auch hilft irgendwie dadurch das kritisch zu beleuchten, auch ein bisschen mitzuhelfen, dass unsere Gesellschaft wieder besser wird
- 1:17:05Eugen: oder in in ruhigere Bahnen kommen.
- 1:17:09Eugen: Es geht ja nicht darum. Also ich glaube.
- 1:17:10Arno: Arno: Auch, dass es also gerade diese Tech Billionär Sache wäre, schon auch vom.
- 1:17:16Eugen: Eugen: Ich glaube, das wäre.
- 1:17:17Arno: Arno: In der politischen Bildung her äußerst wichtig, sich genau anzuschauen.
- 1:17:22Eugen: Eugen: Es geht ja auch nicht einmal darum, nur zu sagen, dass das negativ und blöd ist, weil es ist, Darum geht es ja in der Geschichte
- 1:17:28Eugen: nicht. Das geht zu verstehen, wo das herkam.
- 1:17:30Eugen: Es gab auch Gründe dafür.
- 1:17:31Eugen: Und es sich bewusst zu machen, damit man auch nicht halt unkontrolliert in eine Richtung weitergeht.
- 1:17:38Eugen: Also das geht auch.
- 1:17:40Eugen: Da ist es nie das Ziel zu zensurieren, sondern lasst die Milliardäre, die Tony Starks dieser Welt.
- 1:17:46Eugen: Auch ich mag diese Filme, wenn sie gut gemacht sind.
- 1:17:50Eugen: Aber vielleicht beschäftigen wir uns mal kritisch damit, ob wir die so eins zu eins wirklich auch in unserer echten Welt haben
- 1:17:56Eugen: wollen.
- 1:17:56Arno: Arno: Also im Idealfall bieten sie uns halt eine gute Reflexionsfläche an und ermöglichen überhaupt erst einmal einen Zugang und eine
- 1:18:04Arno: Sensibilisierung für diese Themen.
- 1:18:07Arno: Das war doch jetzt ein schönes Schlusswort, würde ich fast sagen.
- 1:18:11Eugen: Eugen: Ich mag das auch. Du machst gute, gute Schlusswörter.
- 1:18:13Eugen: Du setzt sie gut zusammen zu guten Sätzen.
- 1:18:16Arno: Arno: Ja, du machst sehr gute Mittel.
- 1:18:17Arno: Worte, die ich mache.
- 1:18:18Eugen: Eugen: Wunderbare Worte. Ja.
- 1:18:21Eugen: Und gute Titel. Super duper.
- 1:18:25Arno: Arno: Super duper Daddel-Ethik nächstes Jahr bei UTB.
- 1:18:31Arno: Es kann auch jeder. Es gibt auch andere gute Verlage.
- 1:18:34Arno: Also ich liebe ja zum Beispiel Büchner und Transcripts, wo wir Werbeveranstaltungen ja auch schon einiges herausgebracht haben.
- 1:18:42Eugen: Eugen: Ja, ich finde, ich mag auch diese Idee, den Podcast.
- 1:18:46Eugen: Aber wir brauchen erst mal mehr Zuhörerinnen, damit die Werbung auch funktioniert.
- 1:18:49Arno: Arno: Ja, aber so kurz wie der Anfang war, so arg wird es jetzt am Ende wieder.
- 1:18:53Arno: Ja, hören wir auf.
- 1:18:54Eugen: Eugen: Wir unterbrechen einfach.
- 1:18:56Eugen: Ja, ich bedanke mich einfach bei dir, Arno.
- 1:18:58Eugen: Es ist jedes Mal eine große Freude.
- 1:19:00Eugen: Ich finde auch wirklich sehr schön, dass das, was ich mir erhofft habe, von diesem Podcast funktioniert.
- 1:19:05Eugen: Und zwar. Also, wir nehmen uns was vor.
- 1:19:07Eugen: Wir bereiten uns jetzt nicht großartig vor.
- 1:19:09Eugen: Also, ich würde sagen, mehr als ein halber Tag oder so, oder über die Woche sammeln wir halt Gedanken.
- 1:19:14Eugen: Dann werfen wir sie aufeinander zu und schauen, was kleben bleibt.
- 1:19:17Eugen: Aber dann passieren so tolle Momente wie eben dieses.
- 1:19:19Eugen: Dann kommen wir darauf Hey zack, Billionaire, Das ist ja verbindender Moment in mehreren Sachen, die wir gerade tun.
- 1:19:25Eugen: Oder auch dieses äh, warum gibt es immer dieses angloamerikanische Reich Arm?
- 1:19:34Eugen: Dystopie? Warum gibt es die immer?
- 1:19:36Arno: Arno: Da könnte ich jetzt schon gleich wieder weiterreden.
- 1:19:38Arno: Nein.
- 1:19:38Eugen: Eugen: Wir unterbrechen jetzt hier. Also, ich sage Danke, Arno, Das hat große Freude gemacht.
- 1:19:42Eugen: Ich bin sehr inspiriert und inspiriert in den restlichen Arbeitstag und ich freue mich auf ein Gespräch mit dir im nächsten Monat.
- 1:19:49Eugen: Im nächsten Jahr. Das wird ja der 20.
- 1:19:51Eugen: 01. 2025.
- 1:19:52Eugen: Unser siebte Podcast wird das und das.
- 1:19:54Eugen: Heute war unser sechster Podcast.
- 1:19:57Arno: Arno: Großartig! Ich freue mich drauf.
- 1:20:00Arno: In diesem Sinne bis.
- 1:20:02Eugen: Eugen: Zum nächsten.
- 1:20:03Arno: Arno: Mal.