Latest / SchichtZulage - der persönliche VW-Podcast mit Mehrwert / Stadt, Land, Flucht? Wo steuert die Region durch den Stellenabbau bei VW hin?
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- Personalabbau hat es ja zwischendurch immer wieder gegeben bei Volkswagen, so zyklisch. Dann hat man viel Personal abgebaut, dann hat man wieder viel aufgebaut. Diesmal ist es so, die sind weg, die Jobs. Die werden auch nicht wieder entstehen. Naja, Ende des Jahrzehnts soll ja der E-Golf kommen. Das wird sich dann zeigen müssen. Ist das ein Auto, was von Anfang an gleich auf Anhieb mitschwimmen kann? Also es wäre schön, wenn diese smarten kleinen Autos, die wir ja eigentlich beide auch gut und für gelungen halten, wenn die wirklich hier aus Wolfsburg kommen würden. Wenn ich jetzt ein Investor wäre und würde sagen, ich würde gerne noch Ladeparks errichten und dann höre ich wieder, na, vielleicht muss man den Verbrenner doch noch länger laufen lassen, da würde ich denen noch einen Stinkefinger zeigen und sagen, dann lassen wir es. Thomas, Mensch, dafür, dass du heute wieder so lange über den Harz geritten bist, siehst du richtig frisch aus, macht wahrscheinlich die Temperatur nahe des Brocken. Morgen ist VW Hauptversammlung, da könnte es auch kühl werden. Was erwartest du da? Du solltest nicht so weit vorgreifen. Am Donnerstag ist Hauptversammlung, jetzt ist Fußball-Weltmeisterschaft. Und mein Lieber, ich habe dir etwas mitgebracht zur Fußball-Weltmeisterschaft. Für deine Jungs Panini-Bilder von Edeka, gebe ich gerne zu, habe ich nicht gekauft. Das ist die komplette Mannschaft der Cap Verde. Das ist ja der Geheimfavorit seit zwei Tagen. Also gut weglegen, hat einen hohen Wert. Super. Aber deine Jungs wollen wahrscheinlich lieber was anderes haben. Ja, meine Jungs sind, das kann ich hier an dieser Stelle verraten, Ich mache ein Tippspiel mit. Meine Jungs wollten unbedingt mittippen und haben mich dadurch ins Verderben gezogen. Es ist, also, ich möchte über meine Platzierung in diesem Tippspiel gar nicht sprechen. Und was ging es um das erste Eröffnungsspiel der Deutschen? Nein, jetzt im WM-Tippspiel insgesamt. Also alles durchgetippt. Das waren so viele Tipps, habe ich noch nie abgegeben, weil die WM ja so riesengroß ist. Und ich habe meine Söhne aber schon darauf vorbereitet, eben weil ihre Tipps nicht so richtig funzen. Dieses Jahr Weihnachten könnte es möglicherweise bei einer Packung Dominosteine bleiben, wenn da kein Ertrag kommt. Menschen vor 100 Jahren haben sich darüber gefreut, wie Schneekönige über eine Packung Dominosteine. Das Prinzip von Leistung kennenlernen. Ich finde das sehr gut, du bist ein strenger, aber gerechter Vater. So, jetzt zu deiner eigentlichen Frage. Du meinst, ob die Stimmung eisig wird am Donnerstagmorgen? Ach, das weiß ich nicht. Also du hast das ja in deinem Vorbericht schon geschrieben, die Aktionäre sind immer munter und angriffslustig. Da ist sicherlich einiges zu erwarten, ja auch zu Recht. Weiß ich nicht. Also wird bestimmt unterhaltsam, oder? Ja, das wird es ja immer, weil die Spreizung der Beiträge sehr groß ist, von sehr seriös und konstruktiv oder konstruktiv kritisch bis hin zu durchaus, zum bizarren, neigenden Beiträgen findet sich eigentlich immer was dabei. Dieses Jahr könnte ich mir vorstellen, interessiert die Anleger besonders, wie sieht die von Oliver Blume angekündigte neue Strategie aus, die ja nun die Eckpunkte sollen ja im Sommer beschrieben werden, das finde ich ist ja ein heißes Eisen, denn. Wir haben ja schon einen riesen Personalabbau, also seit 2024 ist ja schon im Prinzip eine neue Strategie in der Umsetzung mit dem Abspecken, mit dem Verschlanken, mit dem Personalabbau. Ich nenne nochmal die Zahlen, 35.000 Jobs, Marke VW, 50.000 Jobs, Konzern, alles in Deutschland und Oliver Blume hat ja jüngst gesagt. Mittlerweile sind schon 19.000 Abgänge bis Jahresende fix. Das ist ja ein irrer Abfluss an Personal. Alles in Deutschland und viel in unserer Region. In unserer Wirtschaftsregion, genau. Braunschweig, Wolfsburg. Das soll ja heute ein bisschen unser Thema sein. Wie geht es hier weiter? Ein Stichwort, sind wir in unserer gemeinsamen Überlegung drauf gekommen, ist das schöne Wort Braindrain, der Abfluss von Kompetenz, Erfahrung, Wissen, dadurch, dass Stellen abgebaut werden. Dem ist so, oder? Du hast die Größenordnung gerade genannt. Das werden allein in der Region hier mal 15.000 plus. In Wolfsburg spricht man ja auch von 20.000 Stellen, die wegfallen. Also die Kommunalpolitiker in Wolfsburg sprechen davon. Das ist schon ein enormer Verlust an Wissen und Kompetenz, der vielleicht nicht gleich weg ist, aber zumindest nicht mehr bei Volkswagen angesehen ist. Ja, um das nochmal ins Verhältnis zu setzen, allein bei der Marke VW ist es ja ein Viertel der Gesamtbelegschaft und betroffen ist ja auch die technische Entwicklung in Wolfsburg, also wenn man so will, um beim Bild zu bleiben, das Hirn des, Unternehmens und da soll ja auch ungefähr ein Drittel, entfallen, meine ich, von 11.000, 4.000 weg in der Größenordnung, meine ich. Das finde ich schon brutal. Siehst du denn Schwarz für unsere Region hier? Du hast mich ja eben gefragt, du rekommierst ja immer gerne auf meine Fahrerlebnisse. Also ich habe natürlich Naturstudium betrieben und habe die Folgen von Monokultur gesehen und auch die Folgen eines gesunden Mischwaldes. Wie ist denn hier so ins wirtschaftliche Übertragen der Wirtschaftsstandort aufgestellt? Also eher noch gesunder Mischwald oder blühende Landschaften oder ist das zu hochgegriffen? Ja, also blühende Landschaften ist vielleicht, also natürlich haben wir ja einen agilen Mittelstand, ganz klar und wir haben Gott sei Dank auch große Industrieunternehmen wie die Salzgitter AG, die nochmal ein industrielles Gegengewicht schaffen, aber natürlich sind die alle auch miteinander verbunden. Also ein Kunde der Salzgitter AG ist der VW-Konzern, Gott sei Dank nicht der alleinige Kunde, aber das hängt schon alles miteinander zusammen und du hast eben gefragt, die Auswirkungen auf die Region, das werden wir schon zu spüren bekommen. Also gestern hatte ich ein Gespräch mit Maklern hier aus der Region, das ist die Braunschweiger Grundstücksbörse, die erstellen seit vielen, vielen Jahren Marktbericht. Für die Region Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter, um von Nord nach Süd durchzugehen. Und da zeigt sich mit Blick auf Einfamilienhäuser, dass zum Beispiel in den Standorten, die sehr VW-nah sind, insbesondere Wolfsburg-Gifhorn, die Preise für Einfamilienhäuser im vergangenen Jahr schon spürbar gesunken haben. Aber auch von einem sehr hohen Sockel. Von einem sehr hohen Sockel, ja klar. Da war schon viel Spekulation dabei. Ja, aber ich will damit ja nur zeigen, wie weit diese ganze Thematik reicht. Ja, und. Mir stellt sich ja sowieso die Frage... Oder andersrum, ich glaube schon, dass viele Leute auch die Region verlassen werden. Also wer hier nicht aus der Region kommt und des Jobs wegen, nach Wolfsburg gekommen ist, der wird vielleicht auch wieder gehen. Wobei, man muss ja relativieren, es geht ja der gesamten Automobilindustrie schlecht. Also ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass man abwandern könnte nach Stuttgart oder nach München oder wo auch immer, wo die großen Hersteller sitzen. Weil denen geht es ja auch nicht viel besser. Die haben ja auch alle Sparprogramme aufgelegt. Also es müsste ja schon ein Wechsel in eine andere Branche sein. Und das ist ja in der Tat auch ein Thema. Ja, für die, die jetzt noch eine Perspektive haben. Aber in der Regel sind ja von dem Stellenabbau eher die älteren Semester betroffen. Also noch nicht im Rentenalter, aber relativ kurz davor. Man muss natürlich dazu sagen, dass es bei VW, bei ATZ, manchmal auch schon fängt das mit 57 an. Ja, klar. Das ist ja eigentlich sündhaft. Ja, da hätte ich noch zehn Jahre Arbeit vor mir. Ja. Aber die Leute werden ja nicht so schnell in den Arbeitsmarkt zu vermitteln sein. Aber da eben frage ich mich, wer dann von der Nordsee kommt oder eben aus Hessen oder wie auch immer und nach Wolfsburg gekommen ist. Seinen Abschied da nimmt, bleiben die Leute oder gehen sie wieder in ihre alte Heimat zurück. Denn Wolfsburg, das wissen wir, darüber haben wir auch gesprochen, das ist ja auch verbunden mit so einer Hassliebe. Und ich glaube nicht, ob alle wirklich richtig so angekommen sind, dass sie da in Wolfsburg auch ihren Lebensabend verbringen wollen. Man muss glaube ich schon unterscheiden zwischen der Stadt Wolfsburg und dem direkten Umland und der Region und vor allen Dingen auch der Stadt Braunschweig, die ja nun ganz anders aufgestellt ist in jeder Beziehung. Also auch wirtschaftlich eher gesunder Mischwald, kann man glaube ich sagen, das ist schon so. Genau. Und der Wechsel über die Branchengrenze hinaus, der deutet sich ja auch an. Ich weiß nicht, die Kollegen in Wolfsburg haben gerade einen interessanten Artikel gemacht. Da gibt es ja eine sogenannte Bundeswehr-PR-Lounge, die sozusagen über die Jobs informiert. Und die Verantwortlichen da haben ja gesagt, das ist der beste Standort bundesweit, weil sie da Leute haben, die sich interessieren, die qualifiziert sind, die sich vorstellen können, auch von Volkswagen per Abfindung wegzugehen und zur Bundeswehr zu gehen und so weiter. Ja klar, das sind sicherlich eher die Jungen, die dann auch noch beruflich hungrig sind und noch ein Berufsleben vor sich haben oder mindestens ein halbes Berufsleben vor sich haben. Aber das werden nicht die 35.000 sein, die da jetzt, also zumindest in der Masse, die da abgebaut werden sollen. Das ist schon eine ungeheuerliche Zahl. Das ist eine ungeheuerliche Zahl. Und die Frage, die sich mir stellt und die sich sicherlich auch dir stellt, Ist ja klar, wie wirkt sich das auf die Region aus, aber wie wirkt sich das auf Volkswagen aus? Und damit meine ich nicht die angestrebten Kosteneffekte, sondern auch den Wissensverlust, der damit verbunden ist. Also wird es dem Unternehmen gelingen, wirklich das zentrales Wissen. Zu sichern? Ja, du hast ja kürzlich mal eine Geschichte gemacht, dass es Bemühungen bei der Financial gibt, genau dieses Wissen per KI zu sichern. Das ist ja im Grunde ein Hinweis darauf, dass nicht alles durch junge dynamische, Mitarbeiter erledigt werden kann, sondern dass du eben in dem Job auch ganz viel Erfahrung brauchst. Die geht ja dann wirklich definitiv verloren jetzt. Ja, ich habe auch vor Jahren mal berichtet, ich glaube es war sogar noch vor Corona, da gab es in Wolfsburg ein Projekt, das damals vorgestellt wurde, da wurde quasi das Wissen älterer Beschäftigter, die sich noch mit speziellen Maschinen auskannten und das gelernt hat, das wurde per Video dokumentiert und dann in der Datei abgelegt und man sollte dann drauf zurückgreifen können. Also wenn es um besondere Kniffe, Reparaturen von Maschinen ging, ich glaube, das Projekt ist eingestellt. Also wir haben da nochmal nachgefasst. Naja, wichtiger denn je in diesen Zeiten. Das war Geschichte, ja. Was kann man eigentlich lernen von den oft angeführten großen Städten, großen alten Automobilbauzentren? Es wird ja immer Detroit genannt, aber es gibt ja genauso in England Birmingham, oder in Italien Turin mit Fiat. Die haben alle dieses Standbein verloren. Das können wir uns hier nicht vorstellen und ist, glaube ich, auch nicht vergleichbar, oder? Nee, es ist nicht vergleichbar. Also zumindest aus meiner Wahrnehmung ist es nicht vergleichbar. Und ich würde jetzt auch die wirtschaftliche Situation von Volkswagen mit den anderen Unternehmen dann nicht vergleichen. Da sehe ich das Unternehmen schon noch deutlich besser aufgestellt. Aber natürlich kommt es zum Aderlass, keine Frage. Und das wird ja auch, also wenn so viele Leute rausgehen und da muss man mal gucken, wer bleibt hier, wer bleibt nicht hier, da wird das sicherlich auch Folgen für die Kaufkraft haben und, und, und. Und also da denke ich schon, da kommen spannende Jahre auf uns zu. Aber nichts in Richtung Detroit, das glaube ich nicht. Jetzt hängt ja auch viel in Sachen Forschung, Forschung, Wissenschaft. Eigentlich alle Bereiche in dem Bereich. Da hast du einen guten Überblick. Wird sich das auch da bemerkbar machen? Naja, es ist ja so, dass die Hochschulen generell unter einem Mangel an Nachwuchs leiden, also jetzt studentischen Nachwuchs. Wenn es um technische Fächer geht, das ist schon nicht banal. Ja, da kämpfen die Ostfalia, da kämpft die TU Braunschweig, die anderen Hochschulen kämpfen auch, die müssen sich strecken und ein anderes Thema ist sicherlich, was es den Hochschulen nicht leichter macht, speziell hier in der Region, dass es ja bisher so war, dass die Absolventen dann eigentlich immer eine gute Perspektive hatten, sehr gut dotierte Jobs bei VW zu finden. Automatismus eigentlich schon. So ein Quasi-Automatismus und diesen Automatismus wird es nicht mehr geben, deshalb wird es auch da Überlegungen geben müssen und die gibt es auch schon, zum Beispiel bei der TU, wie machen wir uns weiterhin attraktiv. Damit wir da mitschwimmen können und auch, ich meine, da hängt ja auch dann wiederum Geld dran, wie viele Leute an der Uni studieren und so weiter. Und ich weiß noch, das ist gar nicht so lange her, da habe ich eine Geschichte gemacht über das NFF, also niedersächsisches Forschungszentrum Fahrzeugtechnik hier am Forschungsflughafen. Das ist natürlich noch errichtet worden. Das ist gar nicht alt, ist auch eine tolle Einrichtung. Aber es ist natürlich noch errichtet worden, als noch der Glaube an den Verbrenner relativ ungebrochen war. Das ist ja neu so lange her. Und entsprechend ist die technische Ausstattung. Also man hat da noch Verbrenner, Prüfstände. Aber ich glaube, da bin ich jetzt nicht 100% sicher, aber ich meine, es ist nur ein Prüfstand zum Beispiel für einen Elektromotor. Und alles andere ist für... Für die Verbrennertechnologie noch ausgerichtet. Aber die machen sich auf den Weg oder nicht nur die sind auf den Weg, also haben sich längst auf den Weg gemacht, wenn es zum Beispiel um das Thema automatisiertes Fahren geht. Ich glaube, der entscheidende Punkt ist, dass es diesmal wirklich ein nachhaltiger Personalabbau ist. Personalabbau hat es ja zwischendurch immer wieder gegeben bei Volkswagen, so zyklisch. Dann hat man viel Personal abgebaut, dann hat man wieder viel aufgebaut. Diesmal ist es so, die sind weg, die Jobs, die werden auch nicht wieder entstehen. Na ja, erstmal nicht. Das ist nicht erkennbar. Also die Message ist ja klar, der europäische Automarkt hat sich nach Corona nie erholt. Es fehlt einfach Volumen. Nicht aus DAFke hat ja jetzt Oliver Blume angekündigt, nochmal die Produktionskapazität runterzufahren. Zu fahren, also das Unternehmen war ausgelegt auf 12 Millionen Fahrzeuge jährlich, jetzt sind es 9 Millionen Fahrzeuge jährlich, mit denen man kalkuliert, 2 Millionen Kapazität hat man schon abgebaut, eine weitere soll folgen, die Hälfte davon in Europa mit Schwerpunkt Deutschland, naja und natürlich bleibt das nicht ohne Folgen für die Jobs, ist doch klar. Ja, das Abspecken, können wir beide ja auch ein Lied von singen, ist ein schwieriges Geschäft, tut weh, soll ja dann am Ende irgendwie positiv sich auswirken. War nicht charmant. Ja, dafür sind wir nicht hier, mein Lieber Andreas. Wir sind ja hier, um die bittere Wahrheit zu sein. Ja. Ja, soll ja dann irgendwann mal zu einem Wohlbefinden führen. Das ist hier, kannst du dir das vorstellen, dass man so auf einem geschrumpften Niveau hier auch in der Region immer noch ganz gut leben kann und so als Wirtschaftskluster überzeugt? Ja, doch. Also VW war ja nicht immer so groß. VW war ja deutlich kleiner. Und auch da ist die Region ja gut klargekommen. Du meinst, bevor die ganzen Zukäufe auch dazu kamen? Ja, bevor die ganzen Zukäufe kamen und so. Und ich erinnere mich ja noch an das Rennen, weltgrößter Autobauer zu werden, als man ja ständig den Output steigerte. Nun geht es mal in die andere Richtung. Das heißt aber nicht, dass die Erde aufhört, sich zu drehen. Na klar, wird man sich einrichten können, das muss halt alles geschrumpft werden, dahinter steht natürlich die Frage, Hat man dann die richtige Strategie, hat man die richtigen Produkte und hat man auch die richtigen Produkte, die dann hier die Region ernähren, denn. Die jüngsten Modelle, die jetzt vorgestellt wurden für Europa, die kleinen Stromer, ID Polo und noch kleiner, der heißt ja ID Everyone, ich schätze mal, der wird ID Up heißen, wenn er nächstes Jahr kommt, also den es für 20.000 Euro gibt, die sehen toll aus, haben nur einen Schönheitsfehler, sie werden nicht in Deutschland gebaut. Ja, ein entscheidender Schönheitsfehler. Das ist eigentlich wirklich die große Gefahr, das sehe ich auch so, dass die Autos, die dann Erfolg haben, könnten nicht hier gebaut werden. Angeblich können sie ja nicht hier gebaut werden, wegen diverser Personalkosten und dergleichen mehr, weiß ich nicht. Das sind ja nicht nur Personalkosten, das ist das Thema Energie. Ist das denn in Portugal so viel günstiger eigentlich? Ja, ich glaube schon, dass wir hier die höchsten Energiepreise haben. Ende des Jahrzehnts soll ja der E-Golf kommen, da haben wir ja auch schon drüber gesprochen. Der elektrifizierte Golf, das wird sich dann zeigen müssen. Ist das ein Auto, was von Anfang an gleich auf Anhieb mitschwimmen kann. Den alten Golf, quasi den Verbrenner-Golf adäquat ablöst, das weiß man alles nicht. Das macht mir ehrlich gesagt die größten Sorgen, dass wir hier eine Durststrecke vor uns haben am Standort Wolfsburg und damit ja eigentlich auch für die Region, den ganzen Zulieferern, die bis 2030 dauern wird. Und man hört ja im Gegensatz zu den ursprünglichen Fabrikneubauplänen, hört man ja gar nichts von der SSP-Plattform. Da wird ja gar nicht getrommelt vom Volkswagen. Der Umbau der Fertigung in der Halle 54 für den neuen Golf und für den... Für das andere Modell, was aus Portugal kommt, da hast du ja gar keine Euphorie und gar keine Vorfreude. Das macht mir ehrlich gesagt ein bisschen Sorge. Ja, mir auch. Und ich finde auch, es fehlt so eine, heute sagt man Story, die für das Unternehmen steht. Ich habe eben angesprochen, es gab ja mal die Zeit unter Winterkorn, wollen wir alles nicht zurückhaben, aber da konnte sich die Mannschaft sehr gut hinter versammeln, das Ziel, weltgrößter Autobauer zu werden. Es gab eine klar formulierte Zahl an Fahrzeugen, die man jährlich absetzen will und das war so eine Story und um die herum hat sich alles andere gestrickt und die Story jetzt ist, Kosten, Kosten, Kosten, Sparen, Sparen, Sparen und alles andere fällt doch relativ schnell runter. Wir wollen bei dieser Gelegenheit gerne nochmal an die, ich glaube es war 2018, 2019, die Aussage eines Top-Managers erinnern, dass in Wolfsburg ja schon bald bis zu einer Million Fahrzeuge in Wolfsburg gebaut werden. Jetzt haben wir die Hälfte. Man sieht, Manager können sich täuschen. Können sich täuschen, sind auch nur Menschen. Also es wäre schön, wenn diese smarten kleinen Autos, die wir ja eigentlich beide auch gut und für gelungen halten, wenn die wirklich hier aus Wolfsburg kommen würden. Naja, das wäre der Idealfall. Das ist der Idealfall, aber das sagt das Unternehmen sofort, das können wir hier nicht machen. Also muss sich hier noch eine ganze Menge ändern, oder? Also weiterhin Personal abbauen, Kosten sparen, auch bei Entgelt. Ja, trotzdem ist ja klar, wenn ich Personal abschmelze, dann macht sich das sehr schnell bemerkbar. Aber trotzdem sind ja die Kosten in Deutschland, das sagen ja auch alle, sagt auch die IG Metall, die Kosten sind in Deutschland halt höher als im europäischen Ausland, ja, das ist halt so. Deshalb bin ich ja der Meinung, wenn man das hier verteidigen will, dann braucht man wirklich die entsprechenden Produkte, das ist ein abgedroschenes Wort, aber die sich wirklich durch Exzellenz in allen Bereichen auszeichnen, die also technisch exzellent sind, die qualitativ exzellent sind. Die auch preislich sehr gut sind. Das braucht es, um vorne mitzuschwimmen und auch wirklich attraktiv zu sein. Ist denn das Angebot dann derzeit aus deiner Sicht hier das Richtige? Also wir bauen hier im Augenblick oder künftig dann ab dem nächsten Jahr hochwertige SUV, den Tayron, den Tiguan, dann kommt der ID.3, alles zu den bekannten Bedingungen höchstwahrscheinlich, also hochpreisiges Personal. Das SUV-Segment ist ja nach wie vor stark nachgefragt, also da würde das Unternehmen aus meiner Sicht einen Fehler machen. Ob man die Autos jetzt richtig findet oder nicht, das ist nochmal eine andere Diskussion unter anderen Aspekten. Also ob man wirklich in der Stadt diese großen Autos braucht, kann man darüber diskutieren. Es gibt ja auch kleine SUV, kleinere SUV, aber grundsätzlich wächst dieses Segment und ich finde schon, dass jetzt Volkswagen dadurch, dass sie das, Portfolio, also die Marke nach unten abrundet mit dem ID.Polo und dann dem kleineren, Elektroauto, da sind sie schon auf dem richtigen Weg. Sie sind eigentlich wieder da, wo sie in der Verbrennerfamilie ihre Autos waren. Also Rolle rückwärts auf E. Rolle rückwärts auf E. Und das E-Segment wächst ja ganz gut. Also sind da auch ein Haufen Fehler gemacht worden in der turbulenten Zeit von Corona, von Ukraine-Krieg. Aber wir wollen ja keine Manager schelten, die nicht mehr da sind. Ja, ich meine, gut, also wer arbeitet fehlerfrei, das muss man auch mal sagen. Das ist natürlich eine theoretische Frage, aber klar, diese kleinen Autos hätten früher kommen müssen. Das glaube ich definitiv. Also wenn es die jetzt schon zwei Jahre gäbe, dann wäre das auch mit einem Vorsprung verbunden. Welche Rolle spielt denn die Politik und die Verwaltung bei uns in der Region? Machen die genug? Machen die zu wenig? Sind die zu willfährig, wenn es um VW geht? Haben die keine eigenen Ideen oder ist das alles gut? Wie siehst du das? Ja, die Verwaltung. Oder nennen wir die Politik erstmal. Die Kommunen finde ich schwierig. Also fehlt mir jetzt im Moment die Fantasie, was sie noch aktiv so machen können, um so einen riesen Tanker-VW jetzt nochmal da in Fahrt zu bringen. Ja, sie schauen ja vor. Sie wollen ja das Element des Rüstungssektors stärken oder des Verteidigungssektors geben. Da geht es ja um Ansiedlungspolitik, klar. Aber das bringt ja jetzt erstmal den Konzern, also ich glaube, dieses Rüstungsgeschäft, das muss sich auch erstmal entwickeln. Also politisch, finde ich, Das haben wir ja auch schon erörtert, habe ich auch schon tausendmal kommentiert. Also was mich maßlos ärgert, geärgert hat und ärgert, ist dieses rein in die Kartoffeln, raus in die Kartoffeln, diese Endlustdiskussion um die Antriebstechnik. Also warum gelingt es nicht, sich... Auf politischer Ebene mal auf eine Strategie festzulegen. Also man hat gesagt, okay, wir wollen jetzt den Verbrenner auslaufen lassen und setzen auf E-Mobilität und es wird immer und immer und immer und immer wieder, in Frage gestellt. Das macht die Kunden wahnsinnig. Das macht aber auch, finde ich, das hindert zum Beispiel auch den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Also wenn ich jetzt ein Investor wäre und würde sagen, ach, das finde ich kann ein interessantes Geschäftsmodell sein, ich würde gerne noch Ladeparks errichten und dann höre ich wieder, na, vielleicht muss man den Verbrenner doch noch länger laufen lassen. Da würde ich denen noch einen Stinkefinger zeigen und sagen, dann lassen wir es. Das ist kein Bock durchs Land gegangen bei der Diskussion, oder? Es ist grauenvoll, wirklich. Es ist nicht auszuhalten. Dass es nicht gelingt, sowas mal wirklich geradlinig zu beschließen und vor allem durchzuziehen und dann auch die Weichen zu stellen. Wir stehen uns ständig selbst im Weg. Das ist offenbar nicht mehr möglich, gesamtgesellschaftliche Projekte mit Schwung, mit Dynamik, mit Begeisterung voranzutreiben. Da sind natürlich die im Vorteil, die ihre Fünfjahrespläne abarbeiten und sagen, wie die Chinesen und andere auch, die sagen, das machen wir jetzt, koste es, was es wolle und dann schauen wir mal, wie wir dem Markt klarkommen. Da wird ja jetzt jeder sagen, wir wollen das chinesische System nicht. Nee, nee, das wollte ich damit aber gar nicht zum Ausdruck bringen. Aber wir müssen uns damit verdammt nochmal auseinandersetzen. Und wir müssen noch Antworten finden. Wir können doch nicht sagen, wir wollen das nicht und das war's. Und dann machen wir so weiter wie bisher. Und rechts und links werden wir überholt. Und wir sehen noch, in welcher Spirale wir sind in Deutschland, wohin die Reise geht im Moment. Ja, du kannst ja zugutehalten, dass du das tatsächlich von Anfang an immer beklagt hast. Als es um die Förderung oder die Einstellung der Förderung ging, das war ja auch wirklich völlig das falsche Signal. Ich meine, die E-Mobilität hat sich auch ohne Förderung kontinuierlich weiterentwickelt. Dann gingen sie wieder los. Im letzten Jahr, da haben sich doch die Zulassungszahlen wirklich sehr gut entwickelt. Ich glaube um die 40 Prozent plus. Und die Kurve ist eindeutig. Die E-Mobilität geht hoch und die Verbrenner gehen runter. Und der CO2-Ausstoß geht auch signifikant nach unten. Das ist ja das Ziel, was wir dabei auch nicht vergessen wollen. Die Technik hat sich jetzt etabliert. Und dann geht das wieder los. Wir müssen den Verbrenner. länger. Aber das sind ja die Argumente auch teilweise der Wirtschaft selbst und der Politik. Ja, natürlich. In 15 Jahren oder in 10 Jahren, da sind andere an der Regierung, müssen andere in den Kopf enthalten, wenn Jobs verloren gehen. Das ist ja bekannt, dass es Jobs kostet im direkten Automobilbau. Und dazu muss man dann auch stehen, finde ich. Und da muss man eben auch sagen, okay, wo entstehen denn die neuen Jobs, die immer angeführt werden? Ja, aber da muss man eben, und das finde ich, hat ja VW gut gemacht, dass sie in Salzgitter die Batterieproduktion hochgezogen haben, da steht natürlich die Frage dahinter, wie profitabel ist das? Aber erstmal haben sie das gebaut und sie legen los und das hätte es ja auf breiterer Ebene geben können, dass man die entsprechenden Rahmenbedingungen schafft und so, damit wir hier wirklich in Schwung kommen. Das stimmt, da hast du recht. Wer Mischwald will, der muss ihn auch fördern. Der muss es rechtzeitig anpflanzen. Wir können ja mal unsere Zuhörer und Zuhörer fragen, wie ihr die ganze Entwicklung bewertet. Geht euch das zu langsam mit der E-Mobilität? Sagt ihr auch, der Verbrenner soll länger laufen. Es gibt ja auch Leute, die sagen, die ganze E-Mobilität ist Quatsch, macht alles kaputt. Lasst uns mal eure Kommentare da, bitte. Ja, und sagt uns auch euch, wo die Preisgrenze liegt, damit das wirklich ein Erfolgsmodell für alle wird und nicht nur für Leute, die das auch bezahlen können und bezahlen wollen. Ja, dann bleibt eigentlich nur noch für uns der WM-Tipp, mein Lieber. Also ich habe mich festgelegt, Cap Verde, du glaubst ja, du bist wesentlich schlauer als deine Jungs, wenn es ums Tippen geht. Dann sag doch mal. Das habe ich nicht gesagt. Ich habe nur gesagt, dass meine Jungs nicht so getippt haben, wie ich mir das gewünscht habe. Also welchen WM-Tipp meinst du denn jetzt? Ich glaube, unsere Jungs sind jetzt ganz gut in Fahrt gekommen. Gegen sehr starken Gegner, überzeugend gespielt. Ja, du sagst schon, Sie werden Weltmeister. Naja, Sie kommen unter die letzten vier, sage ich jetzt mal. Und Volkswagen und unsere Wirtschaftsregion werden auch nie untergehen. Nee, also erstmal nicht. Na siehst du, das ist ein wunderbares, pastorales Schlusswort. Damit kommen, glaube ich, alle Leben, oder? Genau, ich hoffe ihr auch. Macht's gut. Tschüss und bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal, macht's gut. Tschüss.