Latest / SchichtZulage - der persönliche VW-Podcast mit Mehrwert / VW im Geldregen: Sparen bei den Kleinen, Bonus an die Großen?
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- Wo kommt das Geld so so plötzlich her? Das wirft kein gutes Licht auf so ein Unternehmen. Also wenn ich Aktionär wäre, würde ich mir Sorgen machen. Ja, das ist fast darauf auf eine sehr tiefgehende Wunde, finde ich. Die eitert weiter vor sich hin und wird garantiert auch irgendwann wieder auf. Und Thomas, ich gucke ja nach jeder Folge immer ganz gespannt, ob wir denn Reaktionen bekommen von unseren Zuhörerinnen und Zuschauern natürlich. Und da habe ich dir jetzt mal ein kleines Rätsel eines unserer Zuhörer mitgebracht. Gefährt ohne logische Funktion. Wie übersetzt du das? Das ist eine super freche Frage, wie ich finde. Gefährt ohne logische Funktion. Volkswagen? Nee, Golf. Das ist nicht charmant. Das einmal mal wieder zeigt, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer wesentlich intelligenter sind als diejenigen, die sich berufen fühlen. Ja, okay, Spaß beiseite. Wir wollten ja heute eigentlich über das Thema Vorstände und Veränderung der Charaktere und so weiter sprechen. Nun gab es ja das Wunder von Wolfsburg und du kennst das ja sicherlich, die Situation. Und ich finde es total geil, wenn ich nach einem halben Jahr eine Winter- oder Sommerjacke anziehe, die weggehängt war und ich fasse in die Tasche und oh Wunder, da ist ein Zehner drin oder manchmal sogar ein Zwanziger. Passiert leider, leider, leider sehr, sehr selten. Bei VW gab es jetzt gleich sechs Milliarden. Irre, oder? Ja, das ist wie ein Sechser im Lotto oder wie sechs Punkte im Abstiegskampf, die von irgendwoher geflattert kommen für den VfL und Eintracht Braunschweig. Was ich viel spannender finde, ist eigentlich, das Dschungelcamp ist ja zu Ende gegangen, hat ja keiner geguckt, aber alle kennen es. Und dafür hat aber jetzt das Volkswagen Theater viel früher aufgemacht als annonciert. Leider ist das Premierenstück komplett durchgefallen, weil es eine Mischung aus Farce, aus Absurben Theater und Kasperle Theater ist, wie ich finde. Ich weiß nicht, wie du es siehst. Mich hat das komplett... Überrascht und auch in der handhabung eigentlich entsetzt naja es ist es ist eine geschichte wie sie eigentlich nur bei vw geben kann ja da ist wieder alles drin und also mir tut es in gewisser hinsicht auch weh weil weil die geschichte ja den einstuch den eindruck entstehen lässt dass sozusagen alle fiesen klischees bedient werden dass das plötzlich tauchen diese sechs Milliarden auf, da können wir gleich nochmal drauf sprechen, wie man sich das erklären kann. Im Dezember, so hört man aus allen Ecken des Unternehmens, wurde noch kommuniziert, wir haben nichts in der Kasse, drei Wochen später werden dann sechs Milliarden Euro gefunden. Das ist ja mindestens irritierend und dann heißt es gleich, das Geld wird für Dividenden genutzt, an der Entwicklung des Geldes hängen die Vorstandsbezüge und so weiter. Viele komische Zufälle auf alle Fälle. Viel zu viele, wie ich finde. Für einen DAX-Konzern, ich als VW-Aktionär, wenn ich einer wäre, würde mich sehr, sehr wundern und es würde mich ehrlich gesagt auch erschrecken, wie die Geschichte abgelaufen ist. Man muss ja auch diese Chronologie mal sich vor Augen führen wie das eigentlich gelaufen ist das ist wir wissen es irgendwann mitte januar kommt diese an sich erfreuliche ad hoc meldung sechs milliarden sind wie manner vom himmel gefallen da fragt man ja nicht großartig wo kommen sie her sondern sagt besten dank dann war ruhe im karton kein mensch hat sich mehr um das thema gekümmert wir wir auch nicht die journalisten wir haben es so hingenommen muss man sagen. Und von Seiten des Betriebsrats der IG Metall Wolfsburg gab es auch keine Verwunderung ab der Entwicklung. Ich saß selbst in der Jahrespressekonferenz der Wolfsburger IG Metall, das war Anfang Februar, da ist das aktiv, haben die kein Wort darüber verloren. Ich habe dann nachgefragt, weil ja die Initiative der kleinen Betriebsratsliste die andere Liste da war. Freunde, wenn da sechs Milliarden plötzlich auftauchen und Dividenden und Boni fließen, dann wollen wir auch was haben für die Beschäftigten. Und den Rest kennen wir. Die Bild-Zeitung kam mit der Geschichte Großhaus, hat die Zusammenhänge hergestellt. Und seitdem ist es plötzlich das große Thema. Mich verwundert wirklich, wie man damit umgeht. Das ist unseriös in der Beziehung. Ja, der Verdacht drängt sich auf. Die tatsächlichen Hintergründe lassen sich ja von außen sehr, sehr schwer aufklären. Aber ich sagte das ja eben schon, es bleibt, wie man so im Süddeutschen sagt, es bleibt ein Geschmäckler auf alle Fälle. Und natürlich weckt das Begehrlichkeiten. Jetzt gestern Abend hat Daniela Cavallo im Namen des Betriebsrats nun eine Prämie für alle Tarifler gefordert und die wird auch kommen. Davon bin ich überzeugt. Ja, da können wir ja gleich mal unsere Zuhörerinnen und Zuhörer ansprechen, was sie sich da so wünschen, was sie sich vorstellen können. Der März ist ja meistens der Monat, in dem so die ersten Gerüchte durchwabern, was möglich ist für die Tarifangestellten. So war das in den vergangenen Jahren, das wissen wir ja beide gut. Wir können uns ja einfach mal anhören, was man sich so wünscht. Ja, dann hinterlasst uns mal eure Kommentare, schreibt das, schreibt uns eine Mail oder schreibt es unter der Folge. Was stellt ihr euch vor? Was wäre fair aus eurer Sicht? Und eine zweite Frage, die mich auch interessiert, die Antwort auch interessieren würde. Glaubt ihr, dass das wirklich alles so Zufall ist? Wir waren ja gerade dabei, 6 Milliarden. Du hast es ja angesprochen, die ganze Art und Weise des Umgangs, der Kommunikation. Was mich aber auch irritiert ist, ich würde ja annehmen, VW ist ja eigentlich bis in den letzten Winkel sehr professionell aufgestellt. Da kann es ja eigentlich nicht eine Überraschung geben, innerhalb von drei Wochen von 0 auf 6 Milliarden. Also wir reden ja nicht über wenige 100 Euro. Und ich frage mich, wie kann das sein, dass das erst so spät und so kurzfristig dann das Geld, wie soll man sagen, entdeckt wird, gefunden wird, dass man drauf kommt, es ist Fels vom Himmel, also es ist ja ganz sonderbar. Grundsätzlich ist es natürlich ein schwieriges, komplexes Thema. Der Aufgabenbereich von Arno Antlitz entzieht sich ja normalerweise im allgemeinen Interesse. Das ist eben auch viel zu schwierig, was für Analysten und für Investoren. Aber ich denke, man hätte das aktiv im Vorfeld erklären müssen. Wo kommt das Geld her? Was haben wir gemacht? Jetzt entsteht ja der Eindruck, okay, die haben mächtig gespart, vor allen Dingen bei denen da unten. Ja, das ist jetzt die offizielle Version sozusagen. Das Geld ist Resultat von großen Sparbemühungen. Ja, was ja zunächst mal ganz im Sinne des Unternehmens und der Aktionäre ist, ist ja völlig klar. Das Pikante ist ja auch, dass dieser entscheidende Passus des Vergütungssystems, der ist ja erst Anfang 2024 installiert worden. Und ja, wir haben dann im Herbst 2024 dieses massive Sparprogramm miterlebt. Und jetzt erleben wir mit, dass dieser Index Netto Cashflow plötzlich in die Boni-Ermittlung reinfließt. Das ist natürlich alles nicht schön, wenn man das hört. Also das hätte man erklären müssen, hätte das entkoppeln müssen, diese Zusammenhänge, das hat man nicht gemacht. Ich bin gespannt, ob es jetzt noch irgendwann passiert. Also ich halte das für dringend geboten, das sachlich aufzuklären. Naja, eben weil sich der Verdacht aufdrängt, dass da manches nicht mit rechten Dingen zugehen könnte. Das wollen wir nicht unterstellen. Das sollten wir auch nicht unterstellen. Nein, das tun wir nicht, aber es ist, wie gesagt, es bleibt ein Geschmäckle. Und de facto ist es ja so, dass der Netto Cashflow Bestandteil der Vorstandsvergütung ist. Der Netto Cashflow wird genutzt für Dividendenausschüttung. Plötzlich ist das Geld da. Also das, wie du schon sagst, hätte besser erklärt werden müssen. Der zweite Effekt ist ja auch, dass im Grunde man das eigene Sparprogramm mal vorausgesetzt ist, wird jetzt ausgeschüttet eine Prämie, eine Anerkennungsprämie hat das glaube ich Frau Cavallo genannt, das geht ja in die hunderten Millionen, denke ich mal, wenn man das so macht. Naja, ich habe mal ausgerechnet, wenn das so, ich schätze mal, es sind so zwischen 120, 240 Millionen so in der Sparprogramme. Ja, das Konterkariert ja auch, das Sparprogramm. Das ist ja im Grunde, ist es jetzt plötzlich möglich, was anfangs völlig unmöglich und undenkbar war. Das wirft kein gutes Licht auf so ein Unternehmen. Also für mich ist das wirklich ein bisschen so, Volkswagen spielt in der Champions League wie Bayern München, und sie kommunizieren und stehen da im Augenblick aktuell, wie der VfL Wolfsburg dagegen Abstieg spielt. Das ist wirklich so. Also man hat hohe Ansprüche, zu Recht, wie ich finde. Und verhält sich in diesem Fall aber sehr, sehr unprofessionell, was die Kommunikation anbelangt. Aber sicherlich müsste man da auch Investoren befragen, Aktienanalysten, wie die das einschätzen. Wird man ja sicherlich auch dann irgendwann erfahren und erleben. Ja, es ist unglücklich. Und ich wundere mich, dass es immer wieder passiert. Ganz ehrlich, weil es gibt Aufsichtsratsgremien, die sowas ja auch entscheiden. Das fällt ja nicht vom Himmel. Und ja, trotzdem passiert es immer wieder. Zumindest hätte der Aufsichtsrat informiert sein müssen. Und in die Entscheidung ist er natürlich auch eingebunden. Das ist ganz klar. Und ich mache mir eben auch Sorge, jetzt wird, das ist ja auch wieder so ein Eindruck, wird mit dem Geld um sich geworfen. Kaum ist es da. Du hast das eben angesprochen, eigentlich müsste gespart werden. Und ich frage mich, ob wir im halben Jahr oder im Vierteljahr die Diskussion wieder haben, es reicht nicht. Davon muss man ja eigentlich ausgehen, weil es reichte ja bisher nie. Seit 2024, es wurde ja, gerade Arno Antlitz hat das aus seiner Perspektive wahrscheinlich bewusst und richtig gemacht. Er hat immer wieder einen Daumen drauf gesetzt und gesagt, das reicht nicht, wir müssen weitermachen. Aber so verwässert man natürlich diesen Druck, denke ich, befürchte ich. Ja, es ist nicht stringent. Wir haben das jetzt schon mehrfach benutzt, das Wort. Es ist irritierend. Und das ist der schlechteste Eindruck, der entstehen kann bei so einem Unternehmen. Gerade in dieser Phase. Ich wage jetzt auch mal den Sprung zu einem anderen Thema, das aus meiner Sicht aber damit zusammenhängt. Das ist die Forderung von Oliver Blume und dem Stellantis-Chef Filosa, dass wir hier quasi ein Schutzlabel made in Europe haben müssen für die Automobilindustrie. Das steht in keinem direkten Zusammenhang, aber wenn man den Vergleich herstellt, dann ist das ganz schräg. Man hält die Hand auf, man möchte wieder Steuerzahlergelder haben. Auf der anderen Seite entsteht der Eindruck, das wird fein säuberlich verteilt oben im Management. Und jetzt dann wahrscheinlich auch in der Belegschaft. Naja und ich bin schon der Meinung, der VW müsste erstmal seine Hausaufgaben machen und sich wirklich aufstellen, bevor es wieder darum geht, dass der Steuerzahler, wie du das sagst, da zur Kasse gebeten wird, ja. Grundsätzlich mag die Forderung ja durchaus legitim sein, sehe ich auch so. Ich finde es überhaupt nicht. Ich weiß, du bist da gänzlich anderer Meinung. Aber man kann natürlich sagen, und so argumentieren die beiden ja, das sind ja die zwei sehr, sehr große Konzerne, Stellantis und Volkswagen. Sie argumentieren ja, das wird der anderenorts derzeit brutal praktiziert. Warum sollen wir das nicht machen? Ja, klar. Aber ich bin der Meinung, also sicherlich kann man in Einzelfällen über so Dinge nachdenken wie Zölle als Schutzmaßnahme. gibt es ja auch in der Stahlindustrie, okay. Aber grundsätzlich bin ich der Meinung, müsste dafür gesorgt werden, dass die Unternehmen entsprechend wettbewerbsfähig sind. Klar, wenn die Rahmenbedingungen nicht passen, dann muss man da ein Auge drauf werfen. Aber ich bin eigentlich im Kern total überzeugt davon, du wirst dich nur behaupten können, wenn du in puncto Produktqualität und Preis Maßstäbe setzt. Dann fährst du immer vorne weg. Und das musst du machen, dafür musst du sorgen. Und da wissen wir ja beide. Da hat VW Nachholbedarf, auch in China zum Beispiel. Und warum soll da wieder der Steuerzahler bluten? Also sehe ich überhaupt nicht ein. Also ich finde, es ist eher eine Ausflucht. Also mich überzeugt das null. Ja, das Argument ist ja, dass man sich erneut Zeit erkauft. Das ist nur die spannende Frage, wovon nutzt man diese Zeit? Und ich meine, wenn man nur finanzorientiert plant, also spart im Grunde, dann ist das keine Strategie, finde ich. Das ist ja keine Strategie, wie man den künftigen Wettbewerbern in Europa, in Deutschland begegnen will. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das ganz hervorragend in die Strategie von BYD und anderen Chinesen passt, die gut aufgestellt sind. Die werden dann einfach nach Europa kommen nach Deutschland, werden Werke bauen oder werden Werke kaufen. Da sind sie ja schon dabei. Sind sie ja schon dabei. Sie fassen ja hier Fuß. Genau. Das wird kommen. Und dann sind sie förderungsfähig. Dann gehören sie auch zu denen, die mit Steuergeldern gefördert werden, völlig zurecht. Das passiert in China ja auch. Die deutschen Partnerunternehmen bekommen da ja auch Geld. Das ist keine Lösung. Also da gebe ich dir recht. Es ist ein Reflex zunächst mal auf Angst und Unsicherheit. Aber das ist kein guter Reflex. Weil es stimmt ja auch nicht, dass die Standards in Europa überall gleich sind. Also wenn man die Werke in Ungarn, in der Slowakei, in Tschechien, in Südeuropa sich anguckt. Dann sind die ja wesentlich anders und teilweise auch schlechter als bei uns hier. Ja und mich überzeugt auch dieses Argument, wir kaufen und Zeit, daran glaube ich einfach nicht, weil ich überzeugt davon bin. Du erreichst deine Ziele, deine wirtschaftlichen und auch in puncto Produktqualität und Technologieführerschaft, die erreichst du nur, wenn du unter einem gewissen Druck stehst. Ja, sonst fehlt dir der Antrieb und da kann man viel drüber diskutieren. Aber ich glaube nicht, wenn du weißt, du hast jetzt noch fünf Jahre, dann fängst du trotzdem erst nach viereinhalb Jahren an, das ernsthaft dazu gewichten. Das glaube ich einfach nicht. Also mich überzeugt es nicht. Und deshalb bin ich da, wie gesagt, punktuell in Einzelfällen. Und ich weiß, dass in der Stahlindustrie, da gab es durchaus Schutzzölle und das mag punktuell richtig sein. Aber so als grundsätzliches Instrument und Reflex, nein, bin ich nicht dabei. Vielleicht muss man einen relativ jungen Industriezweig wie die Batteriefertigung, Batteriezellenfertigung, vielleicht muss man die primär schützen, das gebe ich dir auch recht. Aber ansonsten, wenn die Autoindustrie es nicht gebacken kriegt aus eigener Kraft und Kreativität, dann sind sie überrollt vom Strukturwandel und dann werden sie verschwinden wie vieles andere, was in diesem Land ja auch verschwunden ist. Ja, und ich meine, du musst es ja den Leuten auch erklären, da sind wir ja jetzt wieder bei unserem ersten Thema. Das Unternehmen steht unter großem Spardruck, setzt sich selber unter großem Druck, schmeißt sie nicht raus, baut 35.000 Jobs ab bis 2030, schüttet gleichzeitig Dividenden aus. Die Vorstände verdienen auch nicht schlecht, die Beschäftigten kriegen jetzt sehr wahrscheinlich eine Prämie, obwohl sie ausfallen soll. Ich gönne das jedem Einzelnen, aber warum soll da am Ende dann der Steuerzahler da mit rein ins Boot? Also bitte dann macht eure Hausaufgaben in Wolfsburg, sorgt dafür, dass ihr fit und wirtschaftlich gesund seid und dann läuft der Laden. Das stimmt und ich glaube auch nicht, dass der Vorschlag ernsthaft realisiert werden kann und das ist auch gut so, muss man wirklich sagen. Ja, das ist wirklich gut so und. Ja, um nochmal auf diese 6 Milliarden. Ich finde ja allein übrigens, ich finde ja allein der Betrag, 6 Milliarden, das kommt uns ja alles unglaublich locker von den Lippen. Was sind 6 Milliarden? Das sind ja unglaubliche Summen. Ja, natürlich. Wie man die plötzlich findet oder auch sich beschafft, das ist schon eine sehr spannende Frage. Das haben wir ja gerade drüber gesprochen. Also wo kommt das Geld so plötzlich her? Also wenn noch im Dezember, also wenige Wochen vorher gesagt wird, wir erwarten weniger als eine Milliarde Euro und dann plötzlich plumpsen diese sechs Milliarden vor die Füße. Das ist ja auch was, du hast das eben schon angedeutet, also wenn ich Aktionär wäre, würde ich mir Sorgen machen und mich fragen, warum kommt das alles so plötzlich? Und wir waren immer bei Volkswagen. Das ist ja auch eine Frage der Governance, würde ich sagen. Ja, klar. Nun ist aber Volkswagen auch ein Unternehmen, das weißt du genauso gut wie ich. Da sind andere Unternehmen, ich denke mal an BMW, also geradezu dramatisch verschlossen, während es bei VW ja auch eine Tradition gibt, alles nach außen zu tragen. Gott sei Dank. Gerne auch in der Öffentlichkeit zu diskutieren und auszufechten. Und die Bild-Zeitung, hast du eben auch angesprochen, die versucht das ja in Richtung, in die Richtung zu drehen, als würde sich der Vorstand so bewusst die Taschen voll machen. So ließ sich das ja. Ja, das ist, man höre und staune, die Bild-Zeitung betreibt eigentlich da das klassische Klassenkampfthema. Ja. Was es glaube ich nicht ist. Ne, das glaube ich auch nicht, aber eben trotzdem hat es ein Geschmäckle, der Verdacht drängt sich auf und ich finde es brandgefährlich in der Situation des Unternehmens, wir wissen beide, die Stimmung da war schon deutlich besser, man könnte auch sagen, sie ist sehr bescheiden, begegnet mir an allen Ecken und Enden und dann ploppt jetzt wieder so ein Thema auf, was ja eher einen Keil ins Unternehmen treibt, statt Geschlossenheit herzustellen, die ja dringend geboten wäre angesichts der Herausforderung. Absolut richtig. Also in diesen Zeiten wäre es sicherlich mal sehr interessant, so ein Ergebnis eines Stimmungsbarometers, was es ja bei VW gab, wenn auch nicht gab, besonders transparent, mal zu lesen und zu erfahren, weil ich sehe das auch so, die Stimmung ist schlecht. Jetzt wird man vielleicht ein Pflaster drauf machen, in dem die Tarifbeschäftigten ja 2.000, 3.000, 4.000 Euro bekommen. Übrigens auch eine gute Frage, das haben wir ja schon gestellt, was ist da überhaupt auch möglich? Also was ist da noch seriös den Leuten zu geben? Weil ursprünglich ist diese Prämie ja ganz anders strukturiert, das wissen wir ja. Das ist ja wirklich im Grunde eine Leistungsbeteiligung. Ja und das finde ich auch fair, das ist auch okay, wenn das Unternehmen gut verdient, dann soll man bitte auch die Mannschaft daran beteiligen. Muss man vielleicht auch noch mal erklären. Eigentlich wird ja dann, glaube ich, 10 Prozent des Ergebnisses der Marke VW, beziehungsweise auch Nutzfahrzeuge etc. Pp., das wird ja ausgestattet. Die werden dazu, genau. Aber das wird ja auch seit Jahren schon verwässert, indem man immer wieder nachverhandelt hat, wenn man dachte, na ja, das ist ein bisschen wenig, dann müssen wir ein bisschen mehr ausverhandeln. Genau, da gibt es ja immer noch den berühmten Extra-Schlag drauf. Extra-Taler. Ja, ja, klar. Aber auch als, also was soll ich denn jetzt als Mitarbeiterin oder als Mitarbeiter denken? Also mir wird seit spätestens 24 Gebetsmühlen artig gepredigt, sparen, sparen, sparen, sparen, sparen. Dann fällt mir diese enorme Summe vor die Füße. Dann heißt es erst mal, ich gehe leer aus. Das haben wir noch gar nicht genannt. In diesem Jahr und im nächsten Jahr soll ja der Mai-Bonus, der immer gezahlt wird, der fällt ja aus. Also diese Erfolgsbeteiligung. Und nun gibt es doch etwas. Also was sagt mir das als Mitarbeiter? Wie würdest du darüber denken, Thomas? Wie denkt ihr darüber? Das interessiert uns auch mal. Findet ihr das okay? Verwirrt euch das? Hinterlasst das mal in den Kommentaren bitte. Also für mich ist klar, das Sparen, Sparen, Sparen, das ist keine Strategie. Und das ist auch keine Strategie, um die Mitarbeiter mitzunehmen und zu motivieren. Das ist einfach nur Demotivation. Und wenn dann solche Nachrichten zusätzlich aufploppen, dann bricht das eigentlich in der inneren Logik zusammen. Es ist gegenstandslos geworden, den Leuten noch zu sagen, ja, wir müssen sparen, sparen, sparen. Ja, man kann es nicht so richtig ernst nehmen, oder? Ja, ein bisschen ist das die Folge davon. Also ich bin jetzt auch sehr gespannt, wie man damit umgeht. Und nur nach dem Motto, okay, wir verhandeln da jetzt eine Prämie irgendwie. Ja, das ist fast darauf, auf eine sehr tiefgehende Wunde, finde ich. Die eitert weiter vor sich hin und wird garantiert auch irgendwann wieder aufploppen. Das ist alles kurzfristig. Das ist nicht überzeugend, finde ich. Also ich hätte mit allem gerechnet, aber ich hätte nicht damit gerechnet, dass diese Geschichte jetzt uns so früh in diesem Jahr, das ja nun in vielerlei Beziehungen auch wichtig ist. Zum einen im Hinblick auf die Betriebsarztwahlen, aber auch im Hinblick auf die neuen kleinen Fahrzeugflotten, die kommen. Das ist ja auch von entscheidender Bedeutung. Kein guter Jahresstart. Nee. Und was ja auch eine gewisse... Ich überziehe jetzt mal, eine gewisse Tragik ist ja, dass diese eigentlich gute Nachricht, dass man diese sechs Milliarden Euro, wenn es denn so zutrifft, eingespart hat. Also dass das wirklich das Ergebnis all dieser Sparerei ist, das wird ja jetzt zerfleddert eben durch den Zeitpunkt, durch den Aspekt Dividende, Vorstand, Beschäftigte, das geht ja völlig unter. Eigentlich ist es ja eine gute Nachricht fürs Unternehmen. Absolut. Es zeigt sich ja auch, dass du in so einem Konzern wie Volkswagen unglaublich schnell mit Synergien und Skalen wirklich ganz, ganz viel Geld hast. Da wundert man sich ja jedes Mal, was innerhalb eines halben Jahres oder eines Jahres geht. Das ist ja nicht unvorstellbar, aber es geht, weil das eben wirklich über gewaltige Querschnittsmengen auch geht, über die Marken rüber. Spannende Frage ist eigentlich auch noch, was passiert mit Arno Antlitz. Also der hat ja seinen Job als Zerbaus, der Zahlen, Eisenharter Typ, hat er ja eigentlich gut ausgefüllt. Jetzt ist er, finde ich, erneut ein bisschen in der Defensive. Wie schätzt du das ein? Wer ein Opfer, kein Bauernopfer, sondern Königsopfer. Ja, also sehe ich jetzt noch nicht, aber natürlich ist das gefährlich, ganz klar. Also er ist jetzt angreifbar. Das sehe ich schon so. Ganz klar. Ja, dann sind wir mal gespannt, wie es weitergeht. Ob es weitergeht und wie. Die Belegschaft wird sicherlich auch mit Interesse verfolgen, wie viel Geld es dann jetzt tatsächlich gibt. Ja, und dann schauen wir mal, wie sich das auch bei den Wahlen auswirkt. Bei den Betriebsratswahlen jetzt. Bei den Betriebsratswahlen. Ja, genau. Das ist ja auch noch ein Aspekt, der dazukommt. Mitte März sind die Wahlen, es hieß ja gestern Abend, Und dass eine erste Tendenz zur Höhe dieser Prämie auf der nächsten Betriebsratsversammlung mitgeteilt werden könnte, das wäre ja Anfang März, würde ja passen sozusagen als eine Art Wahlgeschenk. Ja, es hat auch ein bisschen den Geschmack, muss man sagen. Ich will das auch nicht unterstellen, dass man sich da gegenseitig die Asse zuspielt. Aber das ist natürlich für Daniela Cavallo, wenn sie da jetzt ein paar Tausende rausholt, ist das natürlich eigentlich Wahlkampfwerbung. Ja, muss man ganz klar sagen. Aber wir werden es erleben. Wir werden es erleben und wir werden darüber sprechen. Mit Sicherheit. Wir sprechen ja auch in der nächsten Folge dann über die Herausforderungen und Leistungen der CEOs bei Volkswagen. Sicherlich auch ein spannendes Thema. Schauen wir mal. Schauen wir mal und natürlich über die Herausforderungen, so ein Riesenunternehmen zu führen. Ganz klar. Wir freuen uns auf euch. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal. Macht's gut.